Vampyr Preview

E3 2017: Blutsauger-Abenteuer mit Stil

Benjamin Braun / 25. Juni 2017 - 11:00 — vor 24 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PCPS4XOne
Action-RPG
1. Quartal 2018
Link
Amazon (€): 49,98 (PC), 59,98 (Xbox One), 59,98 (PlayStation 4)
GMG (€): 49,99 (STEAM), 44,99 (Premium)
Spätestens mit Life is Strange bewies Dontnod, dass sie was von atmosphärischen Spielwelten verstehen. Mit ihrem gleichsam actionreichen wie Story-fokussierten Vampir-Abenteuer könnten die Franzosen an ihrem besten Spiel arbeiten.
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Gesprochen hat Entwickler Dontnod über sein Blutsauger-Abenteuer Vampyr viel. Gezeigt hatten die Franzosen bislang aber nur kleinere Auszüge aus dem Spiel – besonders von Kämpfen und Charaktersystem war noch nicht allzu viel zu sehen. Auf der E3 haben wir uns Vampyr erneut angeschaut und nun eine viel bessere Vorstellung davon, was uns im London des Jahres 1918 erwartet.


Blutdurst in London

In der Rolle des Vampir-gewordenen Arztes Jonathan Reed sind wir in einem der Stadtviertel Londons unterwegs und sollen im Auftrag von Dr. Swansea einen gewissen Sean aufspüren. Der hat nämlich die neutrale, da gesegnete Zone des christlichen Krankenhauses verletzt und dort seinen Blutdurst gestillt. Jonathan folgt also dessen blutiger Spur, wobei sich gleich eine seiner Vampir-Fähigkeiten als nützlich erweist. Jonathan verfügt nämlich über eine Art Detektivsicht, allerdings eine, die für einen Vampir nachvollziehbar erscheint. Damit wird nämlich nicht einfach alles in der Umgebung hervorgehoben, sondern lediglich das Blut. Bei Menschen sehen wir dann entsprechend auch das pulsierende Herz.
 
Jonathan muss Blut trinken, um stärker zu werden. Doch wessen Leben nimmt er?
Um an Sean heranzukommen, müssen wir in einem Lagerhaus einen offenkundig fordernden Bossgegner aus dem Weg räumen. Ohne Jonathans Fähigkeiten zu verbessern, würde es schwierig, den Boss zu besiegen. Erfahrungspunkte zum Stufenaufstieg durch die normalen Kämpfe gegen Banditen oder feindliche Vampire wie die mörderischen Skals gibt es nur wenig. Ausreichend viele EXP erlangen wir nur, indem wir menschliches Blut trinken. Im Stadtviertel der E3-Demo treffen wir auf einen gewissen Seymour Fishburn. Im Dialog erzählt er uns, dass er ein Medaillon vermisst, das er seiner Mutter zum Geburtstag schenken wollte. Suspekt ist uns der Kerl von Beginn an, als wir bei der Erkundung der Umgebung besagtes Medaillon entdecken, wissen wir auch, warum. Wir finden es nämlich bei einer Reihe toter Menschen, die Seymour auf dem Gewissen hat. Den würde schon niemand vermissen, oder? Doch, eine Person in jedem Fall: Seymours Mutter Stella.
 

Alles hat Konsequenzen

Abhängig von den gewählten Dialogoptionen, wobei ihr auch vampirische Fähigkeiten wie das Bezirzen einsetzt, um die Zunge eures Gegenübers zu lockern, sowie der Erkundung der Umgebung erfahren wir mehr über Seymour und seine Mutter Stella. So ist Stella sehr wohl bewusst, was ihr Sohn des nachts treibt. Sie bringt es jedoch nicht übers Herz, ihren Sohn und einzigen lebenden Verwandten zu verraten. Stella hat ein gutes Herz und kümmert sich um den Straßenjungen Rufus – was Seymour ein Dorn im Auge ist. Eigentlich scheint die Sache klar zu sein, wem wir das Blut aussaugen sollten, um unsere Fähigkeiten zu verbessern. Doch Seymours Blut ist nicht so rein wie das von Stella. Rammen wir ihr unsere Zähne in den Hals, winken gut eineinhalbmal so viele Erfahrungspunkte als wir von Seymour erhalten würden. So verlockend das ist, hat das natürlich Folgen: Seymour sinnt nach Rache und mordet munter weiter, Stella ist nicht mehr da, um sich um Rufus zu kümmern. Aber auch, wenn wir uns für Seymour entscheiden, wird nicht alles besser in jenem Stadtviertel. Die Konsequenzen seines Ablebens sind aber weniger direkt und nicht ganz so offensichtlich wie im Fall von Stellas Tod. Konkret sorgt der Mord an Seymour dafür, dass sich die Spanische Grippe schneller ausbreitet als es sonst der Fall wäre.

Spannend in Zusammenhang mit unserer Entscheidung für Seymour oder Stella ist aber noch etwas anderes: Jonathan erhält mit dem Aussaugen nämlich auch Zugriff auf sämtliche Erinnerungen seines Opfers. Nur durch das Trinken des Blutes erfahren wir also Dinge, die wir später gewinnbringend nutzen können und die uns ansonsten verborgen blieben.
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Protagonist Jonathan Reed ist Veteran des Ersten Weltkriegs und Arzt. Im düsteren London des Jahres 1918 wird er unfreiwillig zu einem Blutsauger gemacht – mit allen Vor- und Nachteilen.
Benjamin Braun Freier Redakteur - P - 361186 - 22. Juni 2017 - 13:36 #

Viel Spaß beim Lesen!

EddieDean 15 Kenner - P - 2703 - 25. Juni 2017 - 11:21 #

Für mich hört sich das Konzept grandios an, allerdings war das auch bei "remember me" so und am Ende war das Kampfsystem ganz großer Mist.

Hendrik -ZG- 26 Spiele-Kenner - P - 67763 - 25. Juni 2017 - 18:33 #

Ich kam damit sehr gut klar. :)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25194 - 25. Juni 2017 - 21:45 #

Ich auch, aber das brauchte schon zwei, drei Stunden, bis es gut wurde.

Tasmanius 17 Shapeshifter - P - 6823 - 26. Juni 2017 - 8:40 #

Meiner Meinung nach ist das Kampfsystem nicht das Problem von Remember Me. Das Problem von Remember Me ist, dass das Konzept der Erinnerungsbeeinflussung wenig Sinn ergibt, es sich nicht logisch in die Story einfügt und vor allem spielerisch nicht gut funktioniert hat. Und die Hüpfeinlagen fand ich auch Mist.
Aber bereits mit Remember Me hat Dotnod bewiesen, dass sie atmosphärische Welten erschaffen können.

Noodles 23 Langzeituser - P - 38558 - 25. Juni 2017 - 19:54 #

Fand ich nicht. Ich brauchte zwar etwas Eingewöhnungszeit, aber dann ging das Kämpfen gut von der Hand und hat Spaß gemacht. Auch den Kombobaukasten fand ich cool. Blöd war nur, dass das Spiel keine Variabilität verlangt hat. Hab ein paar effektive Kombos erstellt, die ich dann das ganze Spiel nutzen konnte, so gut waren die.

kdoubleu 12 Trollwächter - P - 1025 - 25. Juni 2017 - 11:29 #

Freue mich drauf ...

Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 20121 - 25. Juni 2017 - 11:40 #

Hmm, Setting klingt interessant, kommt dann aber für mich auf die genauen Spielmechaniken an. Mal abwarten.

VikingBK1981 19 Megatalent - P - 14776 - 25. Juni 2017 - 11:44 #

Das Setting interessiert mich sehr. Bin aber sehr skeptisch, wie das Kampfsystem funktioniert und wie viel Spiel generell drin ist.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12977 - 25. Juni 2017 - 11:52 #

Liest sich sehr sehr gut.
Wenn sie das am Ende wirklich durchgehend halten können was sie bei Entscheidungen wirklich versprechen (und wohl auch zeigen) dann könnte das wirklich was großes werden.

schneckal 09 Triple-Talent - P - 307 - 25. Juni 2017 - 11:59 #

Heute muss man für so einen Singleplayer Titel sowieso schon grundsätzlich dankbar sein. Freue mich!

rammmses 19 Megatalent - P - 13455 - 25. Juni 2017 - 12:09 #

Werd ich im Auge behalten, schade, dass es kein modernes Setting wir Bloodlines hat, aber interessant klingt es allemal.

Hyperlord 16 Übertalent - P - 4017 - 25. Juni 2017 - 12:27 #

Na ich bleib Mal ganz neutral und beobachte das weiter. Hatte viel Spaß mit der Marke früher ...

Aladan 23 Langzeituser - - 39963 - 25. Juni 2017 - 12:56 #

Das Thema Kampfsystem liest man quasi überall. Mal sehen, ob das hin haut.

euph 24 Trolljäger - P - 48724 - 25. Juni 2017 - 13:00 #

Bleibt weiter interessant.

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40752 - 25. Juni 2017 - 13:02 #

Ich freue mich drauf.

Golmo 16 Übertalent - P - 5056 - 25. Juni 2017 - 13:14 #

Charaktermimik eines Games das 2017 veröffentlicht wird kann sich nicht mit GTA V aus dem Jahr 2013 (!) messen....Hut ab Dontnod! Die Nase vom Hauptcharakter habt ihr aber immerhin gut hinbekommen....

contraspirit 11 Forenversteher - 672 - 26. Juni 2017 - 7:02 #

Das eine ist eine der teuersten Computerspielentwicklungen überhaupt, das andere ein besserer Independent-Titel. Schon seit ein paar Jahren sind doch realistische Animationen kaum noch eine Frage der Technik sondern eine des Geldes.

Golmo 16 Übertalent - P - 5056 - 26. Juni 2017 - 10:00 #

Technik kostet in Zukunft immer weniger und ist effizienter!
Uncharted 4 war ja auch nicht so teuer wie GTA V, hat aber wohl die mit Abstand besten Animationen aller Zeiten. Will sagen: Es liegt nicht nur am Geld.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12153 - 26. Juni 2017 - 13:53 #

assets zu erstellen und zu animieren kostet stets zeit, wenn du nicht auf generische bibliotheken zurückgreifen willst. und mit steigender grafikpracht wird dies auch immer zeitaufwändiger. das die entwicklungsdauer von spielen nicht im gleichen maße anstiegt, hat man heute größeren teamstärken und outsourcing zu verdanken. aber die personenstunden nehmen zu und nicht ab.

die entwicklungskosten für Uncharted 4 sind im übrigen nicht bekannt. insofern kann man da auch nur spekulieren. bei GTA5 sind einem aber die kosten aufgrund des detailgrads der welt und den schauspieleraufnahmen auch ersichtlich, während Uncharted 4 ein lineares action-spiel ist.

HardFi 08 Versteher - 229 - 26. Juni 2017 - 8:13 #

Vielleicht erst überlegen und dann schreiben. GTA hat wohl ein etwas anderes Budget, oder?

Abgesehen davon kommt es auf sowas nicht primär an. Bloodlines zum Beispiel ist eines der besten Rollenspiele die ich gespielt habe, immer noch. Und das war schon damals häßlich.

Aber wer natürlich Spiele nur wegen Grafik spielt...

Noodles 23 Langzeituser - P - 38558 - 26. Juni 2017 - 18:28 #

Bloodlines war bei Release überhaupt nicht hässlich und die Mimiken der Charaktere waren damals das Beste, was es gab, war ja auch das erste Spiel mit der neuen Source-Engine von Valve (auch wenn es nur zeitgleich mit Half-Life 2 erscheinen durfte).

rammmses 19 Megatalent - P - 13455 - 26. Juni 2017 - 21:17 #

Allerdings, das war grafisch 2004 definitiv sehr beeindruckend.

rammmses 19 Megatalent - P - 13455 - 26. Juni 2017 - 8:50 #

Und GTA V konnte sich in Sachen Mimik nicht mit LA Noire von 2010 (!) messen. ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12153 - 26. Juni 2017 - 13:56 #

ich denke das verklärt man im nachhinein. wenn man sich LA Noire heute noch einmal ansieht, fallen einem die 30-fps-filmtexturen, die auf die statischen gesichter geklebt wurden, doch deutlich auf. da wirkt GTA5 mit seinen tatsächlich polygonal animierten gesichtern deutlich runder.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36672 - 25. Juni 2017 - 13:22 #

Ich bleibe gespannt und freu mich drauf. Endlich mal wieder Vampire und nicht nur Zombies.

funrox 09 Triple-Talent - 314 - 25. Juni 2017 - 15:20 #

Bin ja nicht so der Action-Typ, aber das hört sich schwer interessant an...

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35715 - 25. Juni 2017 - 15:40 #

Vampire? London?

Cool!

Golmo 16 Übertalent - P - 5056 - 25. Juni 2017 - 18:29 #

Warst auch ein großer Fan von The Order 1886?

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35715 - 25. Juni 2017 - 18:40 #

Warte auf PS+

Allerdings jagt man da doch auch Vampire und es ist ein alternate reality scenario, also nicht saß richtige London ;)

Und spielerisch hatte ich spätestens nach dem angry Joe Video auch keine Lust drauf ;)

joker0222 28 Endgamer - - 102013 - 25. Juni 2017 - 20:26 #

the order war nicht so schlecht wie sein ruf. Hätte gerne eine Fortsetzung davon.

Aladan 23 Langzeituser - - 39963 - 25. Juni 2017 - 20:31 #

Jo, die Welt hat so viel Potential. Wäre wirklich toll, wenn da was kommen würde.

Zaroth 17 Shapeshifter - P - 7140 - 25. Juni 2017 - 21:35 #

Mir gefiel The Order auch sehr gut. Wer über The Order meckert, müsste bei Uncharted eskalieren. ;-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25194 - 25. Juni 2017 - 21:46 #

Sehe ich auch so.

rammmses 19 Megatalent - P - 13455 - 25. Juni 2017 - 22:38 #

Ich fand das sogar richtig klasse.

Golmo 16 Übertalent - P - 5056 - 26. Juni 2017 - 10:01 #

Schade das es zu The Order nie einen "Anti-Balken" Patch wie z.B. bei Evil Within gab. Das Spiel sah so geil aus aber diese doofen Balken haben es ein Stück weit ruiniert.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 25194 - 27. Juni 2017 - 8:10 #

Ja, die haben mich auch ziemlich genervt.

rammmses 19 Megatalent - P - 13455 - 27. Juni 2017 - 13:55 #

Ich fand das ja bei beiden Spielen recht ästhetisch ansprechend.

_XoXo_ 13 Koop-Gamer - P - 1640 - 25. Juni 2017 - 17:01 #

Shut up and take my money

Xaridir 13 Koop-Gamer - P - 1682 - 25. Juni 2017 - 17:31 #

Hört sich für mich alles ganz gut an und ich mag einfache Kämpfe. Da ich auf grund von Zeitmangel mich lieber gut unterhalten als fordern lasse.

joker0222 28 Endgamer - - 102013 - 25. Juni 2017 - 20:24 #

Klingt nach einem interessanten Szenario...behalte ich mal auf dem Schirm.

Azrael0815 14 Komm-Experte - P - 2048 - 27. Juni 2017 - 10:45 #

Klingt für mich bislang sehr interessant! :) Das mit dem Kampfsystem schreckt mich jetzt auch nicht ab, will ich unbedingt ein tolles Kampfsystem in "ähnlichem" Setting hol ich Bloodborne wieder raus. ;-)

Ich bin auf jeden Fall echt neugierig, auch weil Life is Strange eines meiner absoluten Highlights der letzten Jahre war.

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