Marvel vs. Capcom - Infinite Preview+

Benjamin Braun / 27. April 2017 - 16:00 — vor 29 Wochen aktualisiert
Premium-Streams: 1080p (mp4, 400 MB)
Steckbrief
PCPS4XOne
Action
Prügelspiel
12
Capcom
Capcom
19.09.2017
Link
Amazon (€): 29,19 (Xbox One), 20,77 (PC), 29,19 (PlayStation 4)
GMG (€): 34,99 (STEAM), 31,49 (Premium), 59,99 (PSN), 53,99 (Premium)
Das Crossover-Prügelspiel geht mit einigen Neuerungen bei Grafik und Gameplay ins Rennen. Es ist einsteigertauglicher, ohne Profis zu unterfordern. Wir haben mit Marvel- und Capcom-Größen gespielt und glauben, dass das gut wird!
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Für diese Preview reisten wir nach Hamburg; die Reisekosten übernahm Capcom.

Auf der PlayStation Experience im vergangenen Jahr wurde  Marvel vs. Capcom - Infinite offiziell angekündigt. Der neue Teil der Crossover-Prügelreihe hätte zwar einerseits genauso gut Marvel vs. Capcom 4 heißen können. Andererseits gibt es so einige Neuerungen, die das Wort Infinite am Ende sinnvoller erscheinen lassen als eine schnöde Ziffer. Statt in Dreierteams kämpft ihr nun nur noch im Duo. Statt des extremen Hangs zum Comiclook setzt Infinite auf einen realistischeren Look. Doch entscheidend sind am Ende vor allem die spielerischen Qualitäten, von denen wir uns kürzlich auf einem Capcom-Event in Hamburg einen ersten Eindruck verschaffen konnten.
 

Cineastischer Storymodus

Capcom machte sich bekanntlich nicht viele Freunde damit, dass Street Fighter 5 (im Test: Note 8.0) zu Beginn über keinen richtigen Storymodus verfügte. In Marvel vs. Capcom - Infinite wird das anders sein. Das Superhelden-Prügelspiel wird direkt zum Release einen storylastigen Solopart umfassen. Darin bekämpft ihr mit diversen Helden aus den Universen von Capcom und den Marvel-Comics den großen Bösewicht Ultron Sigma. Wer sich in den beiden Universen auskennt, erkennt, dass damit zwei Fieslinge beider Seiten miteinander verbunden sind: Auf der einen Seite Sigma, der Gegenspieler aus Mega Man X, und auf der anderen Seite Marvel-Superschurke Ultron. Der überzieht die Welt mit einem schrecklichen Virus, dessen Ausbreitung ihr unbedingt verhindern müsst.
 
Producer Michael Evans, GG-Redakteur Benny und Peter Rosas nach dem Interview.
Im Storymodus werdet ihr nicht bloß ein paar Textkästen finden, die die Geschichte erzählen. Stattdessen erwarten euch cineastische Zwischensequenzen. Auszüge daraus haben wir bereits sehen können und sind angetan von deren Machart. Wie uns Producer Michael Evans im Interview auf Nachfrage bestätigte, wird es in den Zwischesequenzen keine Spielerinteraktion geben. Es gibt also keine kleinen Quick-Time-Events wie im Netherrealm-Prügler Injustice - Götter unter uns (im Test: Note 8.5) oder zuletzt in der Kampagne von Mortal Kombat X (im Test: Note 8.5). In Marvel vs. Capcom - Infinite wechseln sich filmische Zwischensequenzen mit Kämpfen ab. Muss nicht schlecht sein, aber noch ist es zu früh, die Qualität des Modus' verlässlich einzuschätzen. Trashig dürfte es wohl auch hier werden. Doch  wir glauben fest daran, dass es guter Trash wird!
 
Schade übrigens: Obwohl Capcom zuletzt fast jeden größeren Titel komplett für den deutschen Markt lokalisiert hat, wird das, wie wir von Michael Evans erfahren, bei Marvel vs. Capcom – Infinite nicht der Fall sein. Es soll lediglich deutsche Bildschirmtexte respektive Untertitel geben. Aber bis zum Release am 19. September bliebe ja noch etwas Zeit, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken.
 

Chun-Li versus Chris Redfield

Hiryu aus Strider (links) ist auch dabei.
Neben dem Storymodus wird es natürlich auch viele weitere Spielmodi geben. Im Arcade-Modus prügelt ihr euch wie gehabt durch eine Reihe von Matches, um euch am Ende auch dort mit Ultron Sigma anzulegen. Im Missionsmodus dürft ihr versuchen, alle Special Moves und noch komplexeren Angriffe und Kombos der einzelnen Kämpfer erfolgreich anzuwenden. Wie viele Spielfiguren es am Ende sein werden, hat Capcom noch nicht verraten. Bekannt sind bislang 14 Charaktere, darunter auf Seiten der Capcom-Figuren Chris Redfield aus Resident Evil und Hiryu aus Strider. Von den Marvel-Helden sind etwa Rocket Raccoon aus Guardians of the Galaxy oder Nordmann-Hammerschwinger Thor mit von der Partie.
 
Selbstverständlich sind mit all diesen Figuren auch Versus-Matches gegen die KI, lokal oder online gegen andere Spieler möglich. Crossplatform-Funktionen wie bei Street Fighter 5 wird es indes nicht geben. Diesmal bleiben Spieler auf PC, PS4 und der (anders bei Street Fighter 5 nicht bedachten) Xbox One unter sich.
 

Aus drei mach zwei

Grundsätzlich wählt ihr in allen Modi nur noch zwei statt drei Kämpfer für euer Team aus. Das ist natürlich eine Einschränkung, allerdings könnte das Spielerlebnis davon profitieren: Die Matches nehmen nicht mehr ganz so viel Zeit in Anspruch. Ihr müsst schließlich nur noch zwei Lebensenergie-Balken eures Kontrahenten leeren und nicht mehr drei. Kompakter und noch dynamischer als früher fühlen sich die Kämpfe auch aus anderen Gründen an. So seid ihr in Marvel vs. Capcom – Infinite fast jederzeit in der Lage, auf den anderen Charakter zu wechseln. Das geht bisweilen sogar während der Gegner eine Kombo ausführt. Damit könnt ihr euren Recken folglich auch mal aus einer Notsituation retten und müsst nicht mit anschauen, wie die Kombo nach und nach den Energiebalken leert.
 
Umgekehrt könnt ihr natürlich auch Partner-Kombos ausführen, wenn ihr im richtigen Moment wechselt. Dabei sind irrwitzige Schlagabfolgen möglich, wenn ihr die Aktionsliste des jeweiligen Helden beherrscht. Wenngleich sich Profispieler über eine mangelnde Spieltiefe keine Sorgen machen müssen, geht Capcom gleichzeitig einen Schritt auf Einsteiger zu. So haben die Entwickler etwa einen simpel auszuführenden Special Move eingebaut, dessen Tastenkombination bei allen Charakteren identisch ist. Wir glauben tatsächlich, dass Einsteiger damit besser abgeholt werden und sie schneller und mehr Spaß haben können. Ob das aber auch bei der Langzeitmotivation hilft, bleibt abzuwarten.
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Marvel vs Capcom - Infinite ist komplex, bietet aber Genre-Neulingen einen sanfteren Einstieg als der Vorgänger.
Benjamin Braun Redakteur - P - 355669 - 27. April 2017 - 15:55 #

Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

Aladan 23 Langzeituser - - 39727 - 27. April 2017 - 16:27 #

Sieht nicht übel aus. Einsteigerfreundlicher scheint es auch zu sein, werde ich bestimmt mal Probe spielen, wenn es da ist.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12040 - 27. April 2017 - 16:45 #

MAHVEL BABY!

Olphas 24 Trolljäger - - 48741 - 27. April 2017 - 17:09 #

Als Marvel-Fanboy würde mich das ja schon extrem reizen ... aber gleichzeitig musste ich in den letzten Jahren leider feststellen, dass ich in solchen Spielen einfach wirklich schlecht geworden bin. Hmm.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12040 - 27. April 2017 - 20:02 #

man ist auch nicht einfach nur gut in solchen spielen. man muss auch schon das moveset der figuren und ihre combos lernen, wenn man denn kompetitiv spielen will. wenn du meinst du wärst schlecht geworden, dann heißt das eigentlich nur, dass du bei neueren spielen eben keine zeit mehr investiert hast diese zu lernen. dann kann man natürlich auch nicht erwarten online mithalten zu können gegen spieler die genau das getan haben.

Olphas 24 Trolljäger - - 48741 - 27. April 2017 - 21:30 #

Wer redet denn von kompetetiv? Das will ich gar nicht.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12040 - 27. April 2017 - 22:05 #

na dann braucht man ja auch nicht gut in solchen spielen zu sein um damit spaß haben zu können.

Iceblueeye 15 Kenner - - 2939 - 27. April 2017 - 18:04 #

Als DCler^^ hol ich mir selbstverständlich lieber Injustice 2 aber nett sieht es schon aus.

Ich hatte vor Jahren mal ein Marvel vs Capcom das war mir aber zu sperrig irgendwie. Zumal mir ein Storymodus oder zumindest Abspänne für alle Charaktere gefehlt haben.
Das mit dem Storymodus ist bei diesem Teil glaub ich allerdings behoben.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12040 - 27. April 2017 - 20:25 #

zum thema esport will ich anmerken, dass die netherrealm-spieler so ziemlich eine eigene gruppe darstellen. die springen immer von einem netherrealm-spiel zum nächsten. Mortal Kombat X ist dann zum release von Injustice 2 in der esport-szene auch kein thema mehr. insofern ist das zumindest beim esport eigentlich keine direkte konkurrenz (für den casual-markt sieht das natürlich anders aus).

die MvsC-spieler sind seit dem dritten teil (2011) dabei geblieben und werden sicherlich auf den neuen teil wechseln. alleine dadurch ist schon für ein gewisses standbein im esport-bereich gesorgt. allerdings ist die serie bislang traditionell immer nur in den USA sehr populär gewesen. durch die höhere mediale präsenz von Marvel durch die kino-filme könnte es aber auch in europa und asien zu einem spieler-zuwachs kommen.

Ganon 23 Langzeituser - P - 39851 - 28. April 2017 - 9:05 #

Sieht ja alles ziemlich cool aus, aber Vorbesteller-DLC mit sechs Charakteren? Puh, das will mir nicht so recht gefallen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 12040 - 28. April 2017 - 11:11 #

oh, das ist auch nicht richtig dargestellt. es gibt einen vorbesteller-bonus, aber das sind nicht extra chars sondern kostüme und zwar Warrior Thor und Evil Ryu.

die sechs charaktere von denen die rede ist, sind teil der deluxe edition (80€)oder lassen sich auch hinzu kaufen per season pass (wahrscheinlich 30€). allerdings werden die dann eben auch erst im laufe des zeitraums 2017/18 erscheinen. nur Sigma wird von diesen zum release verfügbar sein.

siehe:
http://store.steampowered.com/app/493840/Marvel_vs_Capcom_Infinite/

Ganon 23 Langzeituser - P - 39851 - 28. April 2017 - 11:19 #

Ach so. Löst zwar auch keine Begeisterung aus, aber um DLC (oder warten auf Komplettpakete) kommt man wohl heutzutage nicht mehr rum, gerade bei so einem Spiel.
Danke für die Klärung.

gamalala2017 (unregistriert) 28. April 2017 - 14:28 #

Wenn damit eine Fortsetzung zu Megaman ZX / Advent querfinanziert/-gedingst wird, dann ist das ja net sooo schlecht.
Allerdings hat man Advent ja mit dem Openworld-Ansatz gegen die Wand gefahren. Außerdem habe ich da das Gefühl gehabt das nun die richtigen Endgegner ins spiel kommen und dann war plötzlich Spielende mit "to be continue ...".
Ich war regelrecht schockiert und das bei einem Megaman Game. Mich wundert es echt nicht das Megaman X auch heute noch das Maß ist obwohl die Nachfolger schon sehr viel richtig gemacht haben.
Trotz des Storytrailer und dem gezeigten Gameplay überzeugt mich das Ganze noch nicht. Da fand ich den Arcarde-Crossover Streetfighter vs X-Men wesentlich besser. (Backgrounds und so)

Wieso muss es übrigens immer nur X sein? Wieso nicht Zero? Schließlich ist es spannend zu sehen wie X die seite wechselt und Zero in den hintern von X tritt obwohl´s angeblich nur ein Klon von X gewesen sein soll.
Das ist soo typisch in der Animations, Film und Spieleindustrie. Die Autoren mussten mal wieder einiges cutten weil für die Zielgruppe sonst die Welt zusammengebrochen wäre. Ähnlich ungefähr wie zuletzt bei Dragonball Super und das ist mittlerweile auch echt nur noch eine farce :(

Das war jetzt keine Kritik an den schaffenden des Games aber irgendwer wird doch dafür verantwortlich sein das des öfteren immer die falsche Idee zur Umsetzung aufgezwungen wird!? Vielleicht sollten sich hier Marvel und Capcom beide Mal überlegen etwas zu ändern bevor sie das nächste mal ein Crossover machen.

Ansonsten hole ich mir das Game wenn es Gameplaymäßig wirklich besonderes hat. Immer nur SF 5 ist auch öde ;)

steffets 03 Kontributor - 16 - 29. April 2017 - 0:33 #

sieht gut aus,wird höchstwahrscheinlich gekauft. singleplayer wird eher nur ein kurzweiliger spass aber der vs modus ist bestimmt langzeit motivierend

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