Injustice 2 Preview

E3 2016: Hoffnungsvoller Comic-Prügler

Benjamin Braun / 20. Juni 2016 - 9:00 — vor 1 Jahr aktualisiert
Steckbrief
PS4Xbox One
Action
Prügelspiel
ab 16 freigegeben
16
NetherRealm Studios
Warner Bros. Interactive Entertainment
18.05.2017
Link
Amazon (€): 41,54 (PlayStation 4), 42,50 (Xbox One)
Superhelden muss man nehmen, wie sie sind. Falsch! In Netherrealms neuem Prügelspiel dürfen wir sie nach Belieben anpassen und mit Batman, Superman und Co. gegen Gorilla Grodd und viele weitere Schergen antreten. Unsere Eindrücke von der E3 vermitteln: Es riecht stark nach einem Beat-em-up-Fest für Comic-Fans.
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Zum dritten Mal nach Mortal Kombat vs. DC Universe und dem direkten Prequel Injustice – Götter unter uns (Test: Note 8.5) widmet sich Ed Boons Spieleschmiede Netherrealm Studios einem Superhelden-Prügelspiel. Injustice 2 macht allerdings einiges anders als sein Vorgänger. Diesmal können Spieler jeden einzelnen Helden oder Schurken mit Belohnungsobjekten umfangreich individualisieren, was nicht bloß visuelle, sondern auch spielmechanische Unterschiede mit sich bringt.


Mach mir den Affen

In Injustice 2 haben wir Zugriff auf eine ganze Reihe von Superhelden und Superschurken aus dem Universum der DC Comics. Bestätigt sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt Batman, Superman, Supergirl, The Flash, Aquaman sowie die Schurken Atrocitus und Gorilla Grodd. Die verdeckte Charakterübersicht verspricht allerdings mindestens 13 weitere spielbare Charaktere in der Grundversion – kostenpflichtige DLCs mit weiteren Helden und Schurken wird sich Publisher Warner wohl nicht nehmen lassen.

Erst seit 2007 Teil des DC-Universums: Der dämonische Injustice-2-Kämpfer Atrocitus.
Wer alles dabei sein wird, bleibt vorerst unklar. Mit Lex Luthor ist allerdings genauso zu rechnen wie mit Captain Marvel, Bane oder dem Joker. Andere Figuren wie Harley Quinn, Mad Hatter oder Poison Ivy sind ebenfalls denkbar. Reichhaltig genug ist das DC-Universum so oder so. Mit den Spielfiguren kämpfen wir, ähnlich wie schon im Vorgänger, in Arenen, die sich auf mehrere Bildschirme verteilen. Das heißt, ihr könnt den Gegner an bestimmten Stellen durch Wand oder Decke befördern, um nach dem Start vor einem Kino plötzlich in einer anderen Szene zu kämpfen.

Nutze die Arena

Ebenfalls aus dem Vorgänger übernommen wurden die Infights, bei denen wir mutmaßen müssen, welche Aktionsknöpfe das Gegenüber drücken wird. Der Angreifer macht dann Bonusschaden, falls sein Kontrahent falsch reagiert. Vergleichbar bleibt auch das System der Umgebungsnutzung. So gibt es in jeder Arena interaktive Objekte, die die Spielfiguren für Sprünge außerhalb der Schlagreichweite des Gegners nutzen. Die werden von den Charakteren aber auch teilweise direkt für den Angriff genutzt.

Ein Straßenschild dient also nicht unbedingt nur zum Positionswechsel in einer brenzligen Situation, sondern auch als Prügelhilfe, um es dem Opponenten geradewegs über den Schädel zu ziehen. Neben Einzelmatches gegen die KI oder echte Gegner (sowie online als auch lokal) könnt ihr auch in die Einzelspieler-Kampagne einsteigen. Die knüpft laut Netherrealm direkt an die Story-Kampagne des ersten Teils an. Wir dürften also erneut diverse vorgerenderte, mehr oder minder trashige Zwischensequenzen zwischen den Kämpfen erleben.
Alle Kampfarenen bestehen aus mehreren Sektionen, in die ihr euren Gegner befördern könnt. Das erfolgt immer mittels einer netten Übergangssequenz, in der in diesem Fall Supergirl von diesem Van in die nächste Umgebung gerammt wird.


Totalausfall PC umgangen

Anders als zuletzt Netherrealms Mortal Kombat X (Test: Note 8.5) verzichten die Entwickler diesmal auf eine PC-Umsetzung und planen die Veröffentlichung von Injustice 2 ausschließlich für Xbox One und PlayStation 4 – ob auch eine Umsetzung für Nintendos NX für den Release im kommenden Jahr vorgesehen ist, bleibt abzuwarten. Die präsentierten Spielszenen wirken ansonsten bereits jetzt sehr ausgereift. Die Animationen sind stark, die Kollisionsabfrage ist wenigstens auf dem Niveau des letzten Mortal Kombat, die Hintergründe strotzen nur so vor Details. Keine Frage: Visuell ist das mithilfe der Unreal Engine 4 realisierte Injustice 2 ein echter Leckerbissen.
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Superman gegen Batman: In Injustice 2 können auch zwei Helden gegeneinander antreten,
Benjamin Braun Redakteur - 309149 - 19. Juni 2016 - 0:17 #

Viel Spaß beim Lesen!

Aladan 22 AAA-Gamer - - 34036 - 20. Juni 2016 - 9:18 #

Der erste Teil war schon wirklich toll und hatte eine ansprechende Kampagne (und weiterführende Comiclinie, die ich sehr empfehlen kann).

Freu mich auf Teil 2.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 32957 - 20. Juni 2016 - 9:39 #

Der Trailer hat Spaß gemacht, ebenso Teil 1 auf der 360. mal abwarten, aber bisher gefällt mir, was ich sehe und lese.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11163 - 20. Juni 2016 - 12:30 #

sry, aber solange der fehler gemacht wird, muss ich es erwähnen. das genre nennt sich fighting games, bei beat'em ups handelt es sich um spiele wie Castle Crashers oder Double Dragon Neon.

saxz 14 Komm-Experte - P - 1817 - 20. Juni 2016 - 13:30 #

Sehr schade, dass man die Plattform PC nicht bedienen will. Das Fighting Games nur auf Konsolen beliebt sind, sollte doch mittlerweile die Runde gemacht haben. Und falls es an der Portierung scheitert: es wird doch auch sicher andere Firmen geben, die so etwas vernünftig umsetzen können? ... naja, wieder Geld gespart

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11163 - 20. Juni 2016 - 14:18 #

netherrealm hat das ja bei ihren vergangenen titeln auch nie gemacht. bei WB wird nur jemand die reißleine gezogen haben, da sie durch ihre letzten ports (insbesondere MKX und B:AK) doch einen sehr starken image-verlust hatten.

wenn man jedenfalls steamdb glauben schenken darf, dann wird derzeit relativ viel an der PC-version von MKX gewerkelt. das lässt darauf schließen, dass WB einen neuen PC-entwickler gefunden hat der jetzt erst mal die neuen inhalte von MKX portiert. wahrscheinlich gibts dann mit verzögerung auch eine PC-version von Injustice 2. immerhin hat sich der vorgänger etwa 800 tausend mal verkauft, das potential wird man nicht einfach so ungenutzt lassen.

Red Dox 16 Übertalent - 4235 - 20. Juni 2016 - 16:42 #

Ich frag mich wie die Story weitergeht. Supi bricht aus...und dann?
Im "Injustice" Universum ist die Riege der Helden/Schurken ja recht zusammengeschrumpft (weil Superman selbst die Hälfte ermordet hat). Wenn man z.b. sicher von Lex Luthor und Joker ausgehen soll, bräuchte es ja wieder ein Parallel Universum wo man die Charaktere ausleiht ;)

Aladan 22 AAA-Gamer - - 34036 - 20. Juni 2016 - 22:23 #

Du weißt doch, es gibt immer genug Parallele Universen ;-)

Red Dox 16 Übertalent - 4235 - 21. Juni 2016 - 0:18 #

Die Comicreihe zu Injustice hat die 5 Jahre "vor" dem Spiel abgehandelt. Das waren 5 Jahre Widerstand von Batman mit allen Tricks gegen die Superman-Diktatur ohne das jemand aus dem Paralleluniversum auftauchte. War durchaus interessant und imo wäre es durchaus spannend wenn das zweite Spiel auch mehr "sein eigenes Universum" durchzieht anstatt den Superman aus der Nachbardimension wieder als Allzwecklösung heranzuziehen ;)

Aladan 22 AAA-Gamer - - 34036 - 21. Juni 2016 - 6:22 #

Ja, hab sie auch gelesen. Mal sehen, was sie machen.

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