Battleborn Preview

Borderlands mal anders

Christoph Vent / 28. Oktober 2015 - 15:38
Steckbrief
PCPS4Xbox One
Strategie
MOBA
ab 12 freigegeben
16
Gearbox Software
Take 2 Interactive
03.05.2016
Link
Amazon (€): 4,49 (PC), 6,06 (PlayStation 4), 4,00 (Xbox One)
Gamesrocket (€): 44.49 (Download) 40.04 (GG-Premium)
Mit seinem abgefahrenen Humor, haufenweise Loot und nicht zuletzt dem tollen Koop-Modus gewann Borderlands die Herzen unzähliger Actionspieler. Gearbox' neuestes Spiel greift viele Tugenden des Shooterhits auf, geht aber dennoch seinen eigenen Weg. Wieso, weshalb, warum – das erfahrt ihr in unserer Preview.
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Während Fans der Borderlands-Reihe selbst nach zwei Spielen und Presequel vor allem auf einen waschechten dritten Teil warten, arbeitet Gearbox an einem neuen Koop-Universum. Auch Battleborn – nicht zu verwechseln mit Battlecry, Battlefield und Battlefront – entführt euch in fantasievolles, wenn auch futuristischeres Szenario. Wir haben vor Ort bei 2K sowohl den PVE- als auch den PVP-Modus anspielen können.
 

Äxte, Bögen, Schwerter

Die Hitpoints über den Gegnern und das HUD sehen aus wie in Borderlands.
Auf den ersten Blick erinnert Battleborn, die Schauplätze mal ausgenommen, sehr stark an Borderlands. Vor allem der Aufbau der Minimap und die Zielmarkierungen werden Spielern der Grenzland-Reihe sofort bekannt vorkommen. Doch eine Sache ist ganz anders: Anstatt uns nämlich für eine von vier Klassen zu entscheiden, stehen beim Spielstart von Battleborn stolze 25 Helden mit eigenen Fähigkeiten und Ausrüstung für uns bereit.
 
Der große Charakterpool führt dazu, dass wir nicht zwingend mit einer Schusswaffe losziehen. Die elfische Jägerin Thorn etwa packt in den Kämpfen ihren Langbogen aus, während Phoebe in ihrem prächtigen Kleid ihre Gegner mit einem Degen malträtiert. Freunde klassischer Balleraction kommen dennoch auf ihre Kosten und schlüpfen beispielsweise in die Haut des Sturmgewehr-Spezialisten Oscar Mike. Zusätzlich unterscheiden sich die Charaktere auch noch durch ihre Werte, die in Gesundheit, Kraft, Reichweite und Tempo unterteilt sind. So gibt es sowohl langsame, aber starke und bestens gepanzerte Tanks, wieselflinke Helden, die jedoch nicht viel aushalten, als auch Allrounder mit ausgeglichenen Werten. Den größten Erfolg sollt ihr natürlich nur dann haben, wenn sich die Fähigkeiten eurer Mitspieler optimal ergänzen, weshalb es sich empfiehlt, immer einen Supporter wie Heilerin Miko im Team zu haben.
 
Mit jeder Partie beginnt das Leveln von vorne. Ob ihr den linken oder rechten Strang steigert, entscheidet ihr bei jedem Stufenaufstieg aufs Neue.
Jeder der Kämpfer besitzt darüber hinaus zwei normale und einen ultimativen Skill, die nach der Anwendung einen Cooldown haben. Thorn etwa verschießt mit ihrem Hagel mehrere Pfeile gleichzeitig, führt mit dem Pesthauch einen Flächenangriff aus und wirft die "Wilde Wut", eine zerstörerische Energiebombe, auf ihre Feinde.
 

Die DNA macht's

Durch die Festlegung auf Charaktere entfällt in Battleborn das typische Looten von Waffen, die es in Borderlands noch in hunderttausenden Variationen gab. Ganz auf das Öffnen von Kisten müssen wir zwar auch jetzt nicht verzichten, jedoch findet ihr meist Credits, die ihr später in Gear-Packs mit weiteren Fähigkeiten investiert. Mit ihrem neuen Spiel legt Gearbox viel mehr Wert auf den Charakterausbau, der sich äußerst ungewöhnlich gestaltet: Anstatt mit unseren Helden dauerhaft im Level aufzusteigen, beginnen wir mit jeder Partie von vorne.
 
In der Praxis könnte der Ansatz durchaus funktionieren, wie sich beim Anspielen bereits herausstellt. Im Helix-Menü verfügt jeder Held über genau zehn Stufen mit je zwei Verbesserungen. Mal sind die beiden Stränge der Helix nach offensiven und defensiven Fähigkeiten unterteilt, mal wertet jede Seite einen der beiden Skills mit diversen Upgrades auf. Ihr müsst euch jedoch nicht beim ersten Aufstieg für einen Strang entscheiden, sondern dürft euch immer spontan auf A oder B festlegen, bei Stufe 1 etwa die linke Seite, bei Stufe 2 dann die rechte Seite ausbauen. Daraus ergeben sich satte 1024 Kombinationen. Allerdings wagen wir zu bezweifeln, dass viele Spieler nach den ersten Partien noch Lust zum Experimentieren haben werden: Irgendwann wird vermutlich jeder seinen Lieblingscharakter gefunden haben und ganz genau wissen, welche der beiden Fähigkeiten bei welchem Stufenaufstieg am besten zu seiner Spielweise passt.
 
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Nicht jeder Charakter kämpft mit klassischen Waffen: Chaoshexe Orendi etwa verschießt mit ihren Griffeln Blitze auf ihre Feinde.
Christoph Vent Redakteur - P - 125146 - 28. Oktober 2015 - 15:41 #

Viel Spaß beim Lesen!

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11630 - 28. Oktober 2015 - 18:34 #

Liest sich nicht schlecht. Ich habs heute auch schon vorraus geladen und werd am 29. mal reinspielen. Bin gespannt.

Toxe 21 Motivator - P - 26543 - 28. Oktober 2015 - 15:48 #

Battleborn, Battlefield, Battlefront, Bloodborne... zu viel Battle & Born(e) in letzter Zeit, irgendwie verlese ich mich da ständig. :-/

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 28. Oktober 2015 - 16:15 #

Tja, die üblichen generischen Namen.
Gegen Overwatch wird das eh keine Chance haben und wahrscheinlich schnell wieder in der Versenkung verschwinden.

Toxe 21 Motivator - P - 26543 - 28. Oktober 2015 - 16:29 #

Ja das steht sicher zu befürchten, zumindest für Gearbox.

Mabeo 13 Koop-Gamer - P - 1694 - 28. Oktober 2015 - 17:23 #

(Jetzt musste ich erst mal Overwatch nachschauen.) Das würde ich so nicht direkt sagen, es gibt genug Borderlandsfans, die auf neues Koop-Material warten und dann gerne zur Gearbox-Variante greifen. Wenn ich beide Previews vergleiche, scheint BB besser wegzukommen und Overwatch kein Alleinstellungsmerkmal zu haben. Und zumindest mir und meiner Runde gefallen Spiele von Blizzard einfach nicht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 28. Oktober 2015 - 17:36 #

Als ich gestern Abend Twitch anmachte habe ich nicht schlecht gestaunt. Overwatch und Battleborn beide gleichzeitig mit ihrem Beta-Start. Jetzt rate mal welches Spiel die bekannten Spieleseiten und Streamer gespielt haben und welcher der beiden Titel überwältigend mehr Zuschauer hatte. Ein kleiner Hinweis: Battleborn war es nicht.

Blizzard, unabhängig von deiner Abneigung, ist einfach doch eine andere Hausnummer was die Bekanntheit angeht.

Mabeo 13 Koop-Gamer - P - 1694 - 28. Oktober 2015 - 21:23 #

Das überrascht doch niemanden. Ich werde mich nicht auch wiederholen.

Bluff Eversmoking 13 Koop-Gamer - P - 1605 - 28. Oktober 2015 - 16:13 #

Die quietschbunte Optik gefällt. Der Multiplayer-lastige Fokus dann allerdings weitaus weniger - ich gehöre zur Mehrheit der aktuellen Sonntagsfrage :-/

Warten wir mal den Test ab.

Toxe 21 Motivator - P - 26543 - 28. Oktober 2015 - 16:15 #

Ich denke ich werde einfach auch weiterhin auf Borderlands 3 warten.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17462 - 28. Oktober 2015 - 17:11 #

Hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Mal im Auge behalten. Mit Borderlands hab ich viel Spaß gehabt.

stylopath 16 Übertalent - 4158 - 28. Oktober 2015 - 17:24 #

LoL als Ego-"Shooter", hmm, mal gucken...F2P?

anon1234 (unregistriert) 28. Oktober 2015 - 23:35 #

Battleborn Interessiert mich bis heute leider immer noch gen Null. Da ist u.a. Overwatch definitiv eher etwas langfristigeres wobei Overwatch auch erstmal im Punkte Langspielzeit sich Beweisen muss, da gerade die Casuals nun mal irgend ein Feature haben wollen, wo sie drauf hinarbeiten können.
Ich hoffe Gearbox fängt sich noch und es wird irgendwann noch mit Borderlands 2 klappen aber nach den diversen Abgängen u.a. des Storywriters bin ich da noch nicht so von Überzeugt. Borderlands the Pre Sequel fand ich auch eher grütze da die Level sehr eintönig gewesen sind und es auch so relativ wenig zu lachen gab. Das einzige was mich daran aufheiter ist das es nicht direkt von Gearbox entwickelt wurde.

Marulez 15 Kenner - P - 2984 - 13. November 2015 - 10:54 #

Das immer erneut Leveln würde mich nerven, auch wenn es wohl das Prinzip dieses Games /-Genres ist.

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