Agents of Mayhem Preview

E3 2016: Saints Row trifft Borderlands

Benjamin Braun / 20. Juni 2016 - 19:30 — vor 1 Jahr aktualisiert
Steckbrief
PCPS4XOne
Action
Open-World-Action
18
Volition
Koch Media
15.08.2017
Link
Amazon (€): 24,95 (), 28,95 (Xbox One), 21,89 (Playstation 4)
GMG (€): 59,99 (PSN), 53,99 (Premium), 37,99 (STEAM), 34,19 (Premium)
Volition kehrt zurück. Diesmal allerdings nicht mit einem Saints Row, sondern mit einer neuen Marke, die das abgedrehte Open-World-Szenario von Saints Row mit Elementen aus Borderlands kombiniert. Ob das Spaß macht oder eher langweilt, haben wir auf der E3 in einer ausführlichen Anspiel-Session für euch herausgefunden.
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Seit Januar 2013 gehört Volition offiziell zum deutsch-österreichischen Publisher Koch Media. Nach der Übernahme im Nachgang der THQ-Pleite blieb das US-Studio mit Saints Row 4 (Test: Note 8.0) und dem Stand-Alone-Addon Gat Out of Hell (Test: Note 6.5) ihrer abgedrehten Open-World-Actionserie zunächst treu. Im kommenden Jahr wollen sie mit Agents of Mayhem eine neue Marke auf PC, PlayStation 4 und Xbox One etablieren. Auch dabei handelt es sich um ein Third-Person-Actionspiel, allerdings schlüpfen wir im reinen Soloabenteuer in die Rollen von gleich drei Charakteren auf einmal. Wie das funktioniert und vor allem, wie es sich spielt, haben wir auf der E3 für euch herausgefunden.

Zu dritt gegen den Feind

Kunterbunt ist sie, die Welt von Agents of Mayhem. Anders als in der Saints-Row-Reihe, die sich laut Volition das Universum mit ihrem neuen Spiel teilt, ist der Schauplatz allerdings kein gänzlich fiktiver. Tatsächlich befinden wir uns in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul irgendwann, in einer fernen Zukunft. In Agents of Mayhem treffen zwei verfeindete Geheimorganisationen aufeinander, die genauso wie ihre Angehörigen direkt aus einer Comic-Serie entnommen sein könnten. Drei der Superagenten wählen wir zu Spielbeginn aus, um mit ihnen in den Kampf zu ziehen. Festen Klassen sind sie eigentlich nicht zugeordnet, aber ihre Bewaffnung und Fähigkeiten unterteilen sie indirekt dann doch in Kategorien wie Tank, Heiler oder Assault. Eine ausgewogene Mischung ist also ratsam, um gegen den Feind bestehen zu können.

Fliegender Wechsel

Rama verfügt nur über Pistolen, eine ihrer Spezialfähigkeiten ist eine automatisierte Kampf-Drohne.
Da es sich um ein reines Solo-Abenteuer handelt, können wir logischerweise immer nur eine der Spielfiguren leiten, die wir schon in dieser frühen Version präzise und flüssig durch die Spielwelt steuern. Kombinieren können wir deshalb lediglich die Spezialfähigkeiten, die auch aktiv bleiben, wenn wir per Knopfdruck in Windeseile zur nächsten Spielfigur wechseln. So verfügt die Heldin Fortune etwa über den Skill Treibsand, mit dem Feinde ausgebremst werden. Wechseln wir dann zum Hünen Hardtuck, können wir ihnen viel leichter mit unserer Schrotflinte auf die Pelle rücken. Rama widerum hat eine Drohne, die auch dann eine Zeitlang weiterkämpft, wenn wir nach der Aktivierung zu einem anderen Charakter wechseln.

In der Messedemo, die wir gut 45 Minuten spielen konnten, waren die Charakterwechsel und Skill-Kombinationen allerdings noch nicht notwendig. Der Schwierigkeitsgrad sei für die Demo besonders niedrig angesetzt worden, sagen uns die Entwickler. Das finale Spiel soll richtig anspruchsvoll werden und die Anwendung und Kombination der jeweils drei Skills pro Charakter zwingend erfordern. Mehrere wählbare Schwierigkeitsgrade soll es aber geben.

Potenzial für ein anspruchsvolles Spiel ist in jedem Fall da. Die Bosskämpfe verlaufen in mehreren Phasen, prinzipiell ist in dieser Phase der Kampf mit dem Sturmgewehr effizienter als der mit Waffen mit kürzerer Reichweite. Den Angriffen der Gegner können wir mit den agileren Helden leichter per Ausweich-Dash oder -Rolle entfleuchen, als es mit dem "Tank" der Fall ist. Warten wir diesbezüglich also mal ab, was Volition in den verbleibenden sechs bis neun Monaten, die es wenigstens noch bis zum Release dauern soll, vom Spiel zeigen wird.

Warum kein Koop?

Die Frage, die sich gleich beim Anspielen stellte, und die wir gleich an die Entwickler weitergaben, betrifft den Fokus auf den Einzelspieler-Modus. Weshalb gibt es nicht zumindest optional einen Koop-Modus, wollten wir wissen. Viel mehr, als dass man "halt ein Solospiel machen wollte", war aus den Entwicklern aber nicht rauszukriegen. Vielleicht gab es aber auch einfach Probleme bei der Umsetzung. Wir wissen es nicht, können die Entscheidung nach dieser Erklärung kein bisschen nachvollziehen.
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Wir wählen drei Helden, steuern aber immer nur einen. Einen Koop-Modus gibt es sonderbarerweise nicht.
Aladan 23 Langzeituser - - 39989 - 20. Juni 2016 - 20:01 #

Ich bin Riesen Fan von Saints Row 3 und 4, besonders wegen dem Story Koop.

Da das Spiel ohne Koop kommt, ist mein Interesse gerade auf 0 gesunken. Schade drum

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 32279 - 20. Juni 2016 - 20:29 #

Schon der Trailer wollte nicht zünden für mich und jetzt wird es nicht besser. Dabei mag ich die Saints. Ich warte dann lieber auf Crackdown 3.

endymi0n 17 Shapeshifter - P - 6436 - 20. Juni 2016 - 20:43 #

hat sich bei Stephan Freundorfers Schilderung im Bonus-SV-Podcast aber besser angehört. Also doch erstmal Hände weg.

Olphas 24 Trolljäger - - 48843 - 20. Juni 2016 - 20:53 #

Ich bin durchaus gespannt drauf, da ich gerade Saints Row 3 und 4 genial fand. Der Humor ist einfach genau mein Ding. Herrlich. Gat out of Hell fand ich allerdings eher enttäuschend und so richtig überzeugend fand ich den Trailer auch nicht. Mal schauen. Ich hoffe, es wird was.

Green Yoshi 21 Motivator - 25529 - 20. Juni 2016 - 22:33 #

Da wäre mir eine Fortsetzung zu Red Faction: Guerilla lieber gewesen.

jonsn01 10 Kommunikator - 375 - 20. Juni 2016 - 23:46 #

Ich bin auch schon gespannt auf diesen Titel hier; war auch Fan der Nummer 3; werd mich mal überraschen lassen :)

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