Gabe Newell: "Bezahlte Mods sollen Qualität fördern"

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Johannes 38151 EXP - 23 Langzeituser,R10,S3,A8,J10
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26. April 2015 - 20:13 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
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Valves Vorhaben, von Usern erstellte Mods künftig auch kostenpflichtig anzubieten (wir berichteten), sorgte in den vergangenen Stunden in den Weiten des Internets für Unmut und den Start einer Petition. Auf Reddit stellte sich Firmenchef Gabe Newell jetzt den Fragen der Community zu diesem Thema. So beschreibt er die Intention hinter diesem Schritt:

Skyrim ist ein gutes Beispiel für Spiele, die enorm von Mods profitiert haben. Die Option für bezahlte Modifikationen soll das Engagement für qualitativ hochwertige Mods fördern und ihm nicht schaden. Ungefähr die halbe Belegschaft von Valve kommt direkt aus der Mod-Landschaft. [...] Sie alle können sich voll und ganz der Spieleentwicklung widmen, seit sie dafür bezahlt werden. Bei Waffle House [amerikanische Fastfood-Kette] zu arbeiten, hilft einem nicht dabei, bessere Spiele zu entwickeln.

Im Zuge dessen sei auch eine Qualitätskontrolle wichtig, so Newell weiter. Wenn eine bezahlte Mod nicht den Spielern und den Machern dient, werde sie entfernt, schreibt er, ohne genauer darauf einzugehen. Das würde erklären, wieso eine 99 Dollar teure Modifikation für die Pferde-Genitalien in Skyrim mittlerweile wieder von der Plattform verschwunden ist.

Für Kritik sorgte auch die Information, dass Skyrim-Modder nur 25 Prozent der Einnahmen aus ihren Inhalten ausgezahlt bekommen. Der Rest wird zwischen Valve und Bethesda aufgeteilt. Gabe Newell stellt hierzu klar, dass die Anteile des Modders nicht von Valve selbst, sondern vom Entwickler des gemoddeten Spiels festgelegt werden. Zur Einordnung des Ganzen sagte er:

Wir sehen Steam als eine Sammlung nützlicher Werkzeuge für Konsumenten und Entwickler. Beim Steam Workshop haben wir inzwischen den Punkt erreicht, wo die Community ihren Lieblings-Kontributoren mehr zahlt als diese als herkömmliche Spieleentwickler verdienen würden. Wir halten das für einen richtigen Schritt. Die Option, dass Mod-Entwickler für ihre Arbeit bezahlt werden, sehen wir als Erweiterung dessen.

Wie viele Spieler tatsächlich für Mods bezahlen, wie viel sie dafür auszugeben bereit sind und inwieweit sich Qualität dabei durchsetzen kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Fakt ist, dass zumindest Valve in der Vergangenheit stark von Mods profitiert hat, durch die zum Beispiel Day of Defeat, Counter-Strike und Left 4 Dead entstanden sind.

doom-o-matic 16 Übertalent - P - 4215 - 26. April 2015 - 18:27 #

Tjo, die Idee ist ja an und fuer sich net so schlecht, aber wie so oft wirds an den schwarzen Schafen scheitern. Was mir eher ein bisschen Angst macht ist, wer festlegt was "Geldmacherei" ist... das ist schon sehr subjektiv.

Johannes 23 Langzeituser - P - 38151 - 26. April 2015 - 18:33 #

Dazu hat sich Gabe leider auch nicht sehr konkret geäußert. Zitat: "Our goal is to make modding better for the authors and gamers. If something doesn't help with that, it will get dumped."

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 26. April 2015 - 18:33 #

Ein weiterer Versuch von Valve einen Markt für unfertige Software zu generieren.

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3241 - 27. April 2015 - 17:52 #

...wenn Mods morgen Apps heisen ist aber alles wieder im Lot?

bsinned 17 Shapeshifter - 7077 - 26. April 2015 - 18:36 #

Also auf Qualitätskontrolle sollte Steam zuallererst mal bei Greenlight und Early Access achten.

LeDoc (unregistriert) 26. April 2015 - 18:55 #

Wobei dies ja auch jedem selbst überlassen ist, ohne Valve in Schutz nehmen zu wollen. Ich kaufe schlicht keine Titel mit Early Access Zeichen. Das ist zwar nicht der Sinn der Sache, aber für mich der einzige Weg, mich effektiv vor Betrügereien und Bauernfängerei der (wenigen) schwarzen Schafe zu schützen.

TValok 13 Koop-Gamer - 1649 - 26. April 2015 - 18:37 #

Klappt bei early access ja auch hervorragend ... oder so ähnlich ...

steever 16 Übertalent - P - 5733 - 26. April 2015 - 18:55 #

Wie ist es denn, wenn ich mir eine Mod kaufe und diese im nächsten Update des Hauptspiels nicht mehr funktioniert? Hoffen, dass der Modder lieb ist und seine Mod updatet? Oder sind Modder von kostenpflichtigen Mods dann verpflichtet ihre Mods up tu date zu halten?

doom-o-matic 16 Übertalent - P - 4215 - 26. April 2015 - 18:59 #

Gut mitgedacht. Ich glaube modbuy ist as-is. Da heissts dann wohl Pech gehabt. Aber "Profi"-Modder werden es wohl in ihrem Sinne sehen wenn sie sich da weitgehend kompatibel verhalten.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3709 - 26. April 2015 - 19:59 #

Das frage ich mich auch. Wird man dann wohl sehen, wenn der Fall eintritt. Und ich wette, das Geschrei wird groß.
Ich sehe auch die Entwickler des Hauptspiels in der Pflicht, frühzeitig über Patchänderungen zu informieren. Schließlich verdient der an den Mods mit.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19228 - 27. April 2015 - 0:32 #

Na Patch aussetzen als Option könnte dann ja langsam mal wieder eingeführt werden bzw noch besser man sollte nun bei Steam die genaue Patchversion anwählen können die man braucht ...

Wäre eine logische Konsequenz.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 27. April 2015 - 0:43 #

Ist alles schon möglich, aber die Mühe macht sich kaum einer.
Die Leute vom neuesten Thief Teil machen das z.B.
Oder auch Paradox bei einigen Titeln und ein paar kleinere Indies. Aber ja, wenn ein Publisher schon am Modverkauf verdient, sollte er den Moddern *zumindest* einen Betachannel einrichten, damit die sehen was sich ändert und testen können. Das wäre imho das mindeste.

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 27. April 2015 - 8:47 #

Dasselbe wie beim Hauptspiel? Hoffen der Entwickler macht sich die Mühe dein Problem zu beheben oder du hast Pech gehabt.
Wenn z.b Valve oder EA etc. ein Spiel rausbringen, was nach einem Patch bei dir nicht mehr läuft, kannst du auch nur auf den Support hoffen und wenn diekeine Lösung finden sitzt du auch da und hast Pech gehabt.

steever 16 Übertalent - P - 5733 - 27. April 2015 - 15:13 #

Berichtige mich wenn ich falsch liege, aber ist es nicht so, dass nach einem Update des Hauptspiels, die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass die Mod nicht mehr geht?
Während nach einem Update des Hauptspiels, die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass das Hauptspiel weiterhin geht?

Natürlich kann es passieren, dass der Entwickler sein Spiel für bestimmte Grafikkarten (oder ähnlichem) zerschiesst. Aber es ist doch was anderes bei den Mods, oftmals von Hobbyprogrammierern, die nach einem Update in den meisten Fällen ihre Mod anpassen müssen, damit sie weiterhin geht.

Und wenn nicht gewährleistet werden kann, dass meine 10€ Mod nächste Woche, in 4 Wochen, beim nächsten Update noch unterstützt wird, dann sehe ich darin schon ein sehr großes Problem.

McSpain 21 Motivator - 27448 - 27. April 2015 - 15:17 #

Joah. Und da sehe ich den größten Nachteil für den Kunden. Ich bezweifle irgendwie das Publisher oder Valve da irgendeine Form von Verantwortung übernehmen. Insofern liegt die Verantwortung und am Ende der Blick in den Ofen beim Endkunden der dann seine 10€ Mod in ein paar Wochen nicht mehr nutzen kann.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8199 - 26. April 2015 - 19:14 #

Das wäre natürlich schön, endlich Qualität bei den Mods. Nicht auszudenken, wenn uns Valve da nicht helfen würde. Wie haben wir das nur die ganzen Jahre davor ausgehalten, mit diesen unqualitativen Mods, welche die Bugs des Hauptprogramms gefixt haben, das Spiel mit leben füllen und die Highres Bilder nachliefern die vorher nicht gemacht wurden ... oh halt.

Sorry, but i call this BS.

Es geht ums Geld, mehr aber auch nicht weniger.

Cat Toaster (unregistriert) 26. April 2015 - 19:20 #

Ja, aber jetzt sind die Modder total viel motivierter weil sie für die Erstellung einer Modifikation für Geld den allergeringsten Anteil bekommen! :)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3290 - 27. April 2015 - 8:09 #

PR-BS eben. Bezahlte Mods werden genau zum Gegenteil führen, weil viele versuchen einen schnellen Euro zu machen. Da hilft auch Valves "Qualitätscheck" nichts.

Aber auch daran werden sich die Spieler gewöhnen. Wie an Steam selbst...

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 27. April 2015 - 8:49 #

Stimmt, aber zwingt ja bisher keiner die Modder dazu das mitzumachen oder? Solange die Spiele nicht so konzipiert sind, dass man nur noch über den Bazahlmodus Mods installieren darf, bzw die Firmen nur noch Bezahlmods erlauben und alle anderen verklagen, hat Steams Variante genau .. null Auswirkung?

McSpain 21 Motivator - 27448 - 27. April 2015 - 8:54 #

Und du meinst nicht das ist sehr naiv gedacht?

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 27. April 2015 - 9:09 #

In welcher Hinsicht? :)

Das Publisher das nicht erzwingen werden? Hmm bleibt abzuwarten, die werden sich in Ruhe anschauen wie die Diskussion abläuft und dann entscheiden.

Das Modder es nutzen wollen? Voll verständlich, wer da grad bei ernsthaften Mods Monate und Jahre seiner Freizeit reinsteckt, darf da gern mehr erhalten, als was ihm normalerweise über Spenden zugeht und was seien wir ehrlich schon so manche Mods zum scheitern gebracht hat. Nur weil mans gewohnt ist es bisher alles kostenlos zu bekommen, ist das noch lange nicht unfair jetzt zahlen zu sollen.

Die Spieler? Absolut... die Hoffnung, dass sie nicht wie bei den DLCs nur rumweinen wie bös die Welt ist, um sich dann umzudrehen und doch zu zahlen dürfte eher vergebens sein, aber hey sie stirbt bekanntlich zuletzt.

Die Betrüger.. nö die werden kommen und gehen und es werden genug drauf reinfallen, aber wer sich nicht informiert sondern die Katze im Sack kauft ist auch selber Schuld. Im Internet mit seiner Überflut an Informationen, gibts wahrlich genug Seiten die sich mit Mods beschäftigen.

McSpain 21 Motivator - 27448 - 27. April 2015 - 9:21 #

Nein. Das alles von dir geschilderte keine Auswirkungen hat.

Es hat alles sehr wohl Auswirkungen. Alleine die Dynamiken und Verhältnisse innerhalb der Modding-Community werden sich rapide ändern. Für den Spieler werden Mods jetzt eben zu DLC mit noch weniger Support-Anspruch. Ergo ein Produkt über das ich mich (wie du schreibst) informieren muss. Kundenschutz sehe ich da keinen wirklichen auf mich als Kunden zukommen.

Sicher waren Mods früher "kostenlose" Dinge. Es waren Hobbyprojekte. So wie Fanfiction oder Zeltfeste und Laienschauspiel. Aber für mich war der Reiz von Mods sie einfach mal "auszuprobieren" und am Ende wenn eine wirklich wirklich gut war konnte ich dem Macher einen Trinkgeld geben. Wie ich es auch bei Laienschauspiel oder Fanfiction tue. Wenn aber jetzt der Stückschreiber und Lizenznehmer für das Theaterspiel direkt 8€ Eintritt verlangt und davon vielleicht nur 2€ bei den Darstellern bleiben.. dann muss ich mir sehr genau überlegen ob ich da hin gehe oder nicht für 8€ einen Blockbuster schaue oder ein paar € mehr in eine Profitheater investiere.

Insofern ist es naiv zu sagen: "Niemand wird zu etwas gezwungen" und dabei sämtliche Auswirkungen ignoriert die es völlig ohne direkten Zwang auf Spieler, Publisher, Modder und Käufer haben wird.

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 28. April 2015 - 6:44 #

Das trifft aber auch nur zu, wenn Publisher und Modder allesamt auf den Zug springen und Mods nur noch über diesen Kanal vertrieben werden dürfen und können.

Das wiederum kommt aber nur Zustande, wenn die Spieler das einerseits bezahlen und die Modder allesamt plötzlich das große Geld wittern. Was gefühlt bei vielen nicht das primäre Motiv für ihre Arbeit ist. Bisher hat der große Teil aus einer Mischung aus Idealismus, Neugier am Programmieren, dem umsetzen eigene Ideen und klar auch der Freude an der Anerkennung und dem Namen den sie sich damit machen erschaffen gemoddet. Glaub man wird ihnen nciht ganz gerecht, wenn man glaubt das würde alles nu adhoc verschwinden.

Abgesehen davon, die Anzahl der Modder die ernsthaft damit Geld verdienen können, weil sie so gute Produkte abliefern, dass jemand dafür bezahlt wenn ihre Sachen nicht mehr kostenfrei sind, dürfte sich im niedrigen zweistelligen Bereich bewegen und daher imo nicht grad ein Massentrend werden... well ausser die Spieler fangen wirklich an willkürlich Geld rauszuwerfen, aber dann kann man auch nicht helfen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8199 - 27. April 2015 - 11:43 #

"Stimmt, aber zwingt ja bisher keiner die Modder dazu das mitzumachen oder?"

Leider gibts da aber Kollateralschäden. Nehmen wir 10 Modder, einer davon ist wirklich gut und versteht sein Handwerk. Er entscheidet sich dafür nen Euro zu nehmen. Die anderen 9 Modder wollen gar kein Geld dafür haben, dummerweise bräuchten sie aber genau den einen Mod vom Kollegen, weil ihnen selber das Know-How fehlt, aber dafür haben sie Ideen was man daraus alles machen könnte.

Ergebnis? Im Worst-Case: 9 Mods weniger und 1 leidlich guter Mod.

Auch wird es mit der Methode quasi unmölich für Total-Conversions oder Mod-Compilations. Bei solchen Projekten arbeiten 2-3 stellig Leute zusammen im fliessenden Wechsel (einer hat keinen Bock mehr, einer hat plötzlich nen Beruf etc.) ... das wäre ein Albtraum was bezahlung und rechte angeht.

TL;DR: "null Auswirkung" -> Leider doch.

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 28. April 2015 - 6:55 #

Im besten Fall, einer der ein brilliantes Grundmod schreibt ständig ausbaut und unterstützend für alle anderen Modder tätig sein kann, anstatt nach 2 Jahren festzustellen, dass er den Beruf in der Fabrik doch braucht, weil das Plugin unterstützen zuviel Geld und Zeit kostet und damit auch alle Mods zum Stillstand bringt, weil die seit Jahren seines als Grundlage haben :).

Oder eine Gruppe entsteht die ein Totalconversion zusammen programmiert und schreibt und dabei bleiben, weil sie wissen nur wenn sie es fertig bekommen bekommen sie auch etwas von dem Geld und es gehen nicht 9/10tel den Bach runter, weil mittendrin alle Leute abspringen..

Fiktive Szenarien funktionieren in alle Richtungen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8199 - 28. April 2015 - 8:42 #

Ja uns könnte auch ein W20 erschlagen.

Beide Fälle haben wir heute schon als IST Zustand - ohne Geld.

Aber nungut, schauen wir uns die Entwicklung an und öffnen den Thread nöchstes Jahr noch mal.

Ich für meinen Teil habe Skepsis.

Suzume 14 Komm-Experte - 1933 - 26. April 2015 - 19:58 #

Wie soll denn 25% von "kaum etwas" auszahlbar erst ab 400$ dem Modder helfen, eine höhere Qualität zu erzielen? Wo ist denn da bitte Valves professionelle Hilfestellung?
Wenn Valve denn wenigstens wirkliche Hilfe anbieten würde - Workshops, Tutorials, vergünstigte Authoring Software oder eine QA...
Sorry Gabe, aber so nehm ich dir das nicht ab. Sag doch einfach, wie es wirklich ist - ihr wollt für geringes Investment ganz viel abschöpfen und das Risiko gänzlich auf Dritte abwälzen. Das wäre wenigstens ehrlich und folgte dem heute gängigen Kapitalismusverständnis.

blobblond 19 Megatalent - 18300 - 26. April 2015 - 20:27 #

Was denn jetzt,100$ oder 400$?
Entscheidet euch doch mal bitte.

Mh
"F. Gibt es einen Mindestbetrag, den ich eingenommen haben muss, bevor ich eine Auszahlung erhalten kann?
A. Ja. Mit jeder einzelnen Auszahlung entstehen Kosten, genauso wie potenzielle Gebühren der Bank, wenn Sie Zahlungen erhalten. Dies macht es leider nicht möglich, kleinere Beträge auszuzahlen. Deswegen ruht Ihre Auszahlung, bis Sie einen Auszahlungsbetrag von $100 erreichen."
http://steamcommunity.com/workshop/workshoppaymentinfofaq/#Payments
Woher kommt eigentlich das Gerücht mit den 400$?
Oder ist das eine Übertreibung wie denen von den DRM-Gegnern immer verwendet wird?
Bleibt doch einfach mal bei den Fakten...

Suzume 14 Komm-Experte - 1933 - 26. April 2015 - 21:29 #

Ich weiß nicht, welcher rhetorischen Mittel DRM-Gegner immer verwenden, ich habe nur wiedergegeben, was ich aus den Kommentaren der ersten News zum Thema hier auf GG entnommen habe. Wenn das nicht stimmt - mea culpa.
Aber auch 100$ sind noch eine ordentliche Hürde.

Johannes 23 Langzeituser - P - 38151 - 26. April 2015 - 21:35 #

Ohne jetzt zu viel Zeit in den Kommentarbereichen der anderen News verbracht zu haben würde ich vermuten, die 400 $ kommen daher, dass der Modder selbst (im Fall von Skyrim) nur 25 % der Einnahmen ausgezahlt bekommt, der Rest geht an Bethesda und Valve. Die Leute müssen also erst 400 $ für deine Mod gezahlt haben, damit du 100 bekommst.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 26. April 2015 - 21:36 #

Das kommt daher, dass die Leute rechnen: Modder bekommt 25% also müssen 400$ umgesetzt werden bis dem Modder seine 100$ ausgezahlt werden. Dann kommt der Erste der nur "400$" und "Auszahlung" liest, gefolgt von viel lecker Copypasta.
Edit: Zumindest war das so der Werdegang dieser Sache im NeoGaf.

Xentor 14 Komm-Experte - 2226 - 26. April 2015 - 20:22 #

Bezahlte Mods sollen wohl eher Onkel gabes Geldbörse fördern.
Sorry.
Aber .....

Novachen 19 Megatalent - 13025 - 26. April 2015 - 20:53 #

Ich denke nicht, dass manche Total Conversions besser geworden wären, wenn man für die hätte bezahlen müssen. Wahrscheinlich hätten die nicht einmal diesen Ruf erarbeitet, den sie teilweise haben.
Dazu eben die vielberichtete Problematik, dass die Total Conversions in der Regel immer nur auf dem Know-How oder Elemente von anderen Moddern aufgebaut sind und da teilweise auch manche Mods nur zusammengefügt werden.

Ich sehe an dieser ganzen Sache nur das Positive, dass Spiele dadurch vielleicht irgendwie wieder größeren Modding-Support erhalten.
Ich hoffe da aber trotzdem auf die Vernunft der Modersteller, dass das mit diesen bezahlbaren Inhalten sich ein bisschen von selber regelt und ein bisschen im Sande verläuft.

Ich zweifel da ein bisschen dran, dass Spiele langfristig von einer Paid-Mod Community überleben können. Bei einem 5-15 Jahre alten Spiel habe ich zumindest keine Lust mehr irgendwie noch Geld in Mods zu stecken, die damit deutlich teurer sind als das Spiel selbst. Ist eben das selbe wie bei DLCs... das dort Spiele für 3€ verramscht werden, die DLCs aber noch 30€ kosten ist da auch nur der berühmte schlechte Witz.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 36717 - 26. April 2015 - 21:37 #

Ich muss hier mal klugscheißen: Von den drei im letzten Satz genannten Spielen ist nur Counter-Strike aus einer Mod entstanden. Portal basiert auf Narbacular Drop, einem Studentenprojekt, und L4D war eine Entwicklung von Turtle Rock.

Johannes 23 Langzeituser - P - 38151 - 26. April 2015 - 21:38 #

Hat nicht L4D als CS-Mod angefangen bei der man gegen unendlich viele Terroristen gekämpft hat?

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 36717 - 27. April 2015 - 11:07 #

Ist mir nicht bekannt, aber ausschließen kann ich es nicht. Immerhin wurde nun Portal durch das passendere Day of Defeat ersetzt. :-)

knallfix 14 Komm-Experte - 1840 - 26. April 2015 - 21:39 #

Qualität fördern ...
blablabla
$ fördern.
Darum gehts.

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7641 - 27. April 2015 - 17:06 #

Ich mag eigentlich Valve und Steam, aber deine kurze Abhandlung trifft es gut. Allerdings muss man hier auch eindeutig Bethesda nennen, denn die wollen auch von den Mods und der Arbeit anderer profitieren. Dabei sollen die mal froh sein, dass die Modder Ihrer Spiele immer richtig patchen!

Solstheim (unregistriert) 26. April 2015 - 22:31 #

So einfach ist das auch nicht mit den Mods verkaufen.
Kann jetzt nicht jeder Mods machen und dann wild herumverkaufen.

Lediglich Titel, deren Entwickler UND Publisher zustimmen, werden in das Programm aufgenommen.

http://www.pcgames.de/Killing-Floor-2-PC-258714/News/EULA-Klausel-verbietet-Bezahl-Mods-auf-Steam-1157373/

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11163 - 26. April 2015 - 22:33 #

wobei dann wieder die frage ist, inwiefern solche eula-klauseln überhaupt zulässig sind.

matthias 13 Koop-Gamer - 1355 - 26. April 2015 - 23:06 #

häh? gehts darum zu diskutieren oder einfach nur stimmung zu machen? natürlich ist das zulässig oder seit wann gelten urheberrechte nicht mehr auf steam?

Xentor 14 Komm-Experte - 2226 - 26. April 2015 - 23:25 #

Wenns Geld stimmt, sind Urheberrechte sehr sehr nebensächlich.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11163 - 27. April 2015 - 7:20 #

nö. nur weil irgendwas in einer eula drinsteht, muss das noch lange nicht zulässig sein, selbst wenn du es akzeptierst. und urheberrechte gelten eben nicht nur für publisher. wenn jemand eine mod mit eigenständigem inhalt erzeugt, dann hat er das urheberrecht daran und eben nicht valve oder der eigentliche entwickler des spiels. an diesem umstand ändert auch eine EULA nichts.

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 27. April 2015 - 8:43 #

Bin mir da nicht so sicher, ob du wirklich recht hast. Wenn mans mal paralell zur Musikbranche z.b. sieht, klar darfst du Lieder covern/samplen etc. aber nicht ohne die Einstimmung des Rechteinhabers und nicht ohne Einnahmen draus abzutreten.

Glaub mal so rigoros wie die Spielehersteller gegen kostenlose Mods vorgegangen sind, in denen sie ihre Urheberrechte oder Marken gefährdet sahen, so werden sie auch gegen Bezahlmods vorgehen die ihnen nicht passen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11163 - 27. April 2015 - 17:46 #

der unterschied hier ist aber, dass du im gegensatz zu einem song-cover ja gar nicht den inhalt des orginal-spiels veränderst und anbietest (das wäre nämlich klar ein urheberrechtsverstoß), sondern neue inhalte anbietest. diese funktionieren zwar nur mit dem eigentlichen spiel und verweisen intern auf dessen inhalte, allerdings bietest du diese eben nicht selbst an.

in demselben sinne sind daher zB auch plugins von drittanbietern für anwendersoftware absolut legal. und im spielesektor ist es eigentlich auch nicht ganz neu. in den neunzigern gab es für populäre spiele sogenannte mission-CDs, welche oftmals von drittanbietern stammten und keine lizenz hatten. legal war es dennoch.

wenn du natürlich zB eine starwars-mod für ein total war spiel machst, verletzt du klar eine geschützte marke. wenn du das ganze dann noch verkaufen willst, brauchste nicht lange auf ein anwaltsschreiben warten.

matthias 13 Koop-Gamer - 1355 - 27. April 2015 - 17:52 #

in den 90ern wurden auch assets geklaut und keiner hat sich die mühe gemacht deshalb was zu unternehmen ( bsp. turrican duke nukem ). heute könnte man so einpacken. wenn eine mod mit hilfe von entwicklertools erstellt wurde wars das. klar kann man eigene models bauen die die leute nur drüber kopieren müssen, um die gehts aber in der masse nicht. dazu muss bei steam der spielentwickler sein ok für eine bezahlmod geben, wird wohl kaum passieren wenn er vorher schon nein sagt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11163 - 27. April 2015 - 18:02 #

schon in den neunzigern gabs mehr rechtsstreitigkeiten als man glaubt. gab schließlich auch solche expansion-parks die dann auch vom markt entfernt werden mussten oder man denke an nintendo vs giana sisters. heißt aber nicht, dass das nicht gehen würde. wieso große mods nicht kommerziell werden hat ja ganz andere gründe, die bedenkt man im ersten moment aber gar nicht. diesbzgl ist diese kolumne hier von einem der enderal-entwickler (große TC für skyrim) sehr aufschlussreich:

http://www.gamestar.de/spiele/the-elder-scrolls-5-skyrim/artikel/enderal_entwickler_zu_bezahlten_mods,45309,3085218.html

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 37679 - 27. April 2015 - 19:45 #

Danke für den Link, ist sehr lesenswert!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23797 - 27. April 2015 - 20:15 #

Finde ich auch!

Just my two cents 16 Übertalent - 4690 - 26. April 2015 - 23:56 #

"Ungefähr die halbe Belegschaft von Valve kommt direkt aus der Mod-Landschaft. [...] Sie alle können sich voll und ganz der Spieleentwicklung widmen, seit sie dafür bezahlt werden."

Autsch. Das erklärt also warum Valve einen so unglaublichen Spieleoutput hat...

blobblond 19 Megatalent - 18300 - 27. April 2015 - 0:05 #

Tja, nur wenige dürfen schon HL2E3, HL3, L4D3, Portal3 spielen!:p
Wenn man im Big-Picture-Mode per Controlller den Konami Code verwendet, kommt man auf eine geheime Shopseite mit diesen Spielen, aber psst nicht weiter sagen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3290 - 27. April 2015 - 8:22 #

Na hör mal, jetzt können Modder endlich ihren Job hinschmeißen und von ihren Mods leben! Undankbares Pack! :D

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 27. April 2015 - 9:10 #

Ihr Spieleoutput ist garnichtmal so schlecht. Wenn du dir mal die Liste der Veröffentlichungen anschaust ist da fast jedes Jahr was erschienen seit ihrere Gründung. Sicher man kann drüber argumentieren, obs alles tolle Titel waren, aber die Quote ist für ein Spieelstudio was eben nicht wie EA oder Ubisoft dutzende Spieleentwicklerteams hat vollkommen in Ordnung.
Das letzte war zwar 2013 Dota 2, aber da sie nebenher ihr Linuxsystem programmieren und die neue Source Engine angekündigt haben, für die vermutlich dann auch Starttitel existieren werden, sind sie absolut im normalen Zeitrahmen was Entwicklungen angeht.

Nokrahs 16 Übertalent - 5756 - 27. April 2015 - 0:14 #

Einem Modder etwas spenden, klar warum nicht. Aber diese Steam Nummer geht mal gar nicht klar.

Kulin 13 Koop-Gamer - P - 1529 - 27. April 2015 - 10:46 #

Früher wurden Mods auf Basis einer Art OpenSource Community entwickelt. Man musste halt Fragen, ob man eine Mod verwenden darf. Da es sich dabei zumeist um Frameworks(SKSE), Grafiksammlungen oder Meshes gehandelt hat, hat einem das oft viel Arbeit abgenommen und viele Mods überhaupt erst ermöglicht. Ich bin z.B. eher Programmierer und Scripter. Für die visuellen Aspekte bin ich einfach nicht gemacht.

Wenn nun die besten dieser Modder auf einmal Kommerziell arbeiten, wie siehts dann mit der Zusammenarbeit wohl aus? Als Softwareentwickler kann ich sagen: sobald es um Geld geht, gibt es nur noch eins: Geheimhaltung, Geheimhaltung und noch mehr Geheimhaltung. Statt Zusammenzuarbeiten, werden die Modder künftig gegeneinander an den Start gehen. Oder man muss dafür blechen, dass man deren Mods verwenden darf.

Wo früher unzählige Mods überhaupt erst entstehen konnten, weil andere Modder schon einen großen Teil der nötigen Vorarbeit geleistet haben, werden wir künftig einfach garnix haben.

Gadeiros 15 Kenner - 3097 - 27. April 2015 - 16:52 #

warum soll es die qualität von 3rd party mods erhöhen, wenn valve praktisch das ganze geld bekommt?

was macht valve eigentlich heutzutage außer sich geld zu erschleichen?

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 27. April 2015 - 17:45 #

Naja im Grunde sind wir selber Schuld. Seit HL2 haben wir steam wachsen gesehn. Haben uns über die plattform und ihre sales gefreut und nun expandieren sie in alle richtungen. Trotz allem mag ich die Plattform trotzdem. Schon verrückt. Aber man muss sich in errinnerung rufen, dass sollche entscheidungen nicht vorm kreativen team kommen. Hoff ich zumindest. Über welche projekte sie immo brüten ka. Aber denke das was zur steamMaschine und der VR brille zu sehn sein wird. Und das muss endlich mal wieder rocken.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 27. April 2015 - 21:45 #

Sie bekommen nicht das ganze Geld, sondern 30-35% und kann auch insgesamt die Qulität der Mods erhöhen da Valve noch einen Teil ihrer Einnahmen aus Items/Mods an Projekte wie Blender weiterleiten und davon profitieren dann auch Leute die kostenlose Mods produzieren.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11163 - 28. April 2015 - 1:25 #

sie haben es wieder abgeschafft:
https://steamcommunity.com/games/SteamWorkshop/announcements/detail/208632365253244218

Jadiger 16 Übertalent - 5188 - 28. April 2015 - 15:18 #

Wären die Abgaben nicht so hoch würde es die Qualität fördern aber so stopft es nur die Taschen voll von Valve und dem Publisher. Außerdem ist das überhaupt keine gute Idee weil es wieder ein Versuch ist aus einem Markt der kostenlos war Profit zuschlagen. Die Moder arbeitet oft an ihren Projekten zusammen und Geld wird das völlig verändern. Das man mit allen Geld verdienen will ist typisches Firmen denken wie schaut es aus wenn wirklich jeder Geld will für sein zutun. Mods sind Hobby Projekte und gute Moder haben auch chancen Jobs zu finden wo sie richtiges Geld verdienen. Das wird dazu beitragen das sich Moder wie Firmen verhalten und Gegenseitig im Wettkampf stehen statt sich zu helfen.
Das ist die dümmste Idee seit Jahren und unterstütz nicht die Mods sondern bewirkt genau das gegenteil.

Zum Glück hat Valve da noch mal eingelenkt das wäre echt nicht gut gewesen. Im Ansatz eine gute jemanden Geld zuzahlen aber dann müsste es so einen Art Mod Preis geben und die Leute so entlohnen und zwar richtig.

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Mitarbeit
Jörg Langer
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