Turbine vs. Atari - Neues zum Rechtsstreit

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7. September 2009 - 7:09
Das von geringen Userzahlen geplagte MMO Dungeons & Dragons Online - Stormreach wird zurzeit auf die Umstellung auf ein neues Bezahlmodell vorbereitet. Der neue Weg führt weg von einer monatlichen Gebühr geradewegs in Richtung Free to Play. Während des momentan laufenden Umstellungsprozesses wurde die Beziehung zwischen Entwickler Turbine und dem Publisher für den US-amerikanischen Markt Atari erheblich ins Wanken gebracht. Turbine wirft Atari vor, dass die Vermarktung des Spiels erheblich vernachlässigt wurde und fordert Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen US-Dollar (wir berichteten). Der Publisher mit Sitz in New York hat nun Stellung zur aktuellen Situation bezogen:
 
Letzte Woche reichte Turbine eine Klage gegen Atari ein, die man nur als leichtsinnig betrachten kann. Dieses Vorgehen kann den D&D-Fans und der MMO-Community als Ganzes letztendlich nur schaden. Turbines Handlungen lenken auch die Aufmerksamkeit von vertraglichen Verpflichtungen ab, deren Erfüllung sie Atari noch schuldig sind. Als Reaktion darauf stellte Atari nun Antrag auf Abweisung der Klage. Außerdem wurde auch eine separate Beschwerde eingereicht, mit der man nach einer unabhängigen Prüfung durch Dritte Geldsummen einzuholen versucht, die Turbine Atari noch schuldet. Atari hofft auf eine schnelle und Faire Entscheidung, fühlt sich nach wie vor der D&D-Community verpflichtet und wird das Franchise sowie die eigene Integrität mit aller Kraft schützen.

Eine Entscheidung zu diesem Fall durch das Gericht steht im Moment noch aus. Auch ist der Öffentlichkeit bis jetzt noch nicht bekannt, um welche Summen es sich handelt, die Turbine Atari angeblich noch schuldig ist. Der Rechtsstreit breitet sich langsam zu einer wahren Schlammschlacht aus und somit steht noch in den Sternen, ob der Relaunch von Dungeons & Dragons Online - Stormreach mit neuem Bezahlmodell wie geplant problemfrei am 9. September in den USA stattfinden kann. Europäische Spieler dürfen sich das Spektakel vorerst als Zaungäste anschauen, denn auf dem "alten Kontinent" ist nicht Atari, sondern Codemasters für den Vertrieb zuständig und eine Umstellung auf Free to Play wurde noch nicht offiziell angekündigt.

Reaktorblock 11 Forenversteher - 769 - 7. September 2009 - 8:47 #

Es dürfte Atari in dieser Position schwer fallen, den Launch des free to play zu verhindern. Insbesondere, da sie drauf pochen, ebenfalls Geld von Turbine zu bekommen. Da ist es einem Gericht schwer zu erklären, dass man die Produktionsmittel (DDO), die die fragliche Kohle ja erstmal herein spülen sollen, abzuschalten. Ausserdem wäre das für Atari ein ziemliches PR Desaster, was ihnen beim Start des neuen, geplanten und irgendwie nicht mehr ganz geheimen D&D Spieles von Cryptic durchaus schaden könnte.

IMHO: ich spiele seit rund einem Jahr DDO und muss sagen: das Spiel ist klasse, das Marketing ist saumässig. Auch Codemasters gibt in EU kein tolles Bild ab. In einem Gespräch mit einem Blogger haben ein paar führende Turbine Manager bereits angedeutet, das sie am liebsten ALLE Rechte an DDO - also auch die Auslandslizenzen - zurück holen möchten, um sie selber zu betreuen.

http://www.xconomy.com/boston/2009/08/04/in-bold-move-toward-free-online-fantasy-gaming-turbine-prepares-to-throw-open-the-gates-to-dungeons-dragons/3/

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