Kurztest: Etherium

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Rüdiger Steidle 4404 EXP - Freier Redakteur
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25. März 2015 - 15:15 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Eines kann man diesem Echtzeit-Strategiespiel aus Frankreich nicht vorwerfen: Dass es um neue Ideen verlegen wäre. Unter anderem dürft ihr das RTS im Conquest-Modus fast wie Globalstrategie spielen. Aber sind die Innovationen gelungen?
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Ob Unobtainium (Avatar), Spice Melange (Der Wüstenplanet), Tiberium (Command & Conquer) oder eben Etherium aus dem heute erschienenen, gleichnamigen Echtzeit-Strategiespiel: Scheinbar toben überall im Universum erbitterte Kriege um sagenumwobene Rohstoffe. Was genau das Besondere an Etheriums fantastischem Element sein soll, erläutert die größtenteils in Standbildern erzählte Story genauso wenig wie die Hintergründe der drei Fraktionen, die sich um die Ressource balgen. Aber egal. Wichtig ist nur: Wir müssen uns möglichst viel von dem Zeug unter den Nagel reißen, um damit unsere Armeen aufzurüsten und unsere Gegner plattzumachen.

So einfallslos wie das Szenario von Etherium präsentiert sich auf den ersten Blick die Optik: Generische Science-Fiction-Truppen marschieren über detailarme 3D-Karten in den Farben Rostrot, Matschbraun, Wüstengelb und Südpolweiß, vorbei an Gebäuden, die sich kaum auseinanderhalten lassen, umrahmt von nichtssagenden Icons und Buttons. Da gibt es kein Schönreden – Etherium sieht ziemlich übel aus.

Dass spielerisch allerdings eine Menge in dem Echtzeit-Titel steckt, demonstriert bereits das Tutorial, indem es den unbedarften Einsteiger mit Texthinweisen und Infos förmlich erschlägt. Querbeet: Es gibt Terraineinflüsse, neutrale Parteien, Upgrades, Kommandolimits, Formationen, Schlüsselpunkte, Versorgungslinien, Spezialattacken, Landezonen, Erfahrungspunkte, Reparaturen, Lufttransporte, Wettereffekte und viele weitere Details, die sich unmöglich alle schon im ersten Einsatz erfassen lassen.
Wir haben eine der neutralen Partien für uns gewinnen können (die markierten Insekten) und putzen nun mit ihren mächtigen Einheiten den Gegner weg.

Den Knoten zerschlagen
Die drei Fraktionen sind optisch schwer auseinanderzuhalten, bringen aber immerhin ein eigenes Spielgefühl mit.
Wir versuchen das Kuddelmuddel mal etwas zu entwirren: In einem typischen Etherium-Gefecht treten zwei verfeindete Armeen gegeneinander an, die üblicherweise an entgegengesetzten Enden des Schlachtfelds starten. Die Kampfgebiete gliedern sich in mehrere Abschnitte, in denen es jeweils ein Hauptquartier und gegebenenfalls eine Rohstoffquelle gibt. Wenn wir so eine Zentrale erobern – wozu wir bestimmte Infanteriegruppen einsetzen müssen –, dürfen wir dort Erweiterungen wie Forschungslabore oder Werkstätten errichten.

Der Raum ist allerdings stark begrenzt: Meist reicht er nur für ein bis drei Gebäude plus drei Abwehrtürme. Wir sollten uns also gut überlegen, welche Einrichtungen wir wohin setzen. Es empfiehlt sich, Raumhäfen nahe der Front zu bauen, da wir nur an diesen Verstärkungen anfordern dürfen, die aus dem Orbit eingeflogen werden. Umgekehrt sollten wir verwundbare Infrastruktur wie das Kommandozentrum, das unser Truppenlimit erhöht, besser abseits der Hauptkampflinie halten. Andere Installationen machen nur an ganz bestimmten Stellen Sinn. Zum Beispiel können wir mit Raffinerien das Etherium-Einkommen in Gebieten mit einer Rohstoffquelle weiter steigern.
 
Die Unterteilung der Levels und der begrenzte Bauplatz fördern und fordern aggressives Vorgehen und konzentrieren die Gefechte auf die Schlüsselstellen. Zwar können wir etwa mittels Luftlandetruppen auch hinter den feindlichen Linien zuschlagen. Allerdings bringen uns dort eroberte Areale erst mal nichts, da stets eine direkte Verbindung zum Hauptgebäude notwendig ist, damit unsere Einrichtungen auch funktionieren. Nur mithilfe eines teuren Versorgungszentrums können wir auch Exklaven unterhalten. Schaffen wir es also, einen zentralen Knotenpunkt im feindlichen Gebiet einzunehmen, durchtrennen wir damit mit einem Schlag die Nachschublinie unseres Kontrahenten. Unserer Erfahrung nach ergibt sich zu solchen Manövern allerdings äußerst selten Gelegenheit. Rohstoffeinkommen und Truppenlimit scheinen uns zumindest in Soloscharmützeln die wichtigeren strategischen Faktoren darzustellen als die Versorgungslinien.

Zur Seite 2 unserer Review zu Etherium
Das Interface erdrückt uns mit einer Flut seltsamer Icons und vielen Zahlenwerten.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 323796 - 25. März 2015 - 15:20 #

Viel Spaß beim Lesen!

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6555 - 25. März 2015 - 15:24 #

Dankeschön für den Kurztest, hat meinen ersten Eindruck soweit bestätigt. Und schon habe ich fast die Abogebühren für 1 Jahr GG wieder raus :)

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2026 - 25. März 2015 - 15:54 #

Netter Kurztest. Liest sich etwas entäuschend, hatte mir eigentlich besseres erwarted, aber vielleicht schau ich's mir ja trotzdem mal an.

Chakoray 12 Trollwächter - P - 1187 - 25. März 2015 - 18:52 #

Ach schade. Irgendwie hatte ich mir hier deutlich mehr versprochen.
Der Preis geht eigentlich in Ordnung, aber mir fehlt eindeutig die Zeit.
Grey Goo habe ich bis jetzt noch nicht gekauft weil ich es einfach zu teuer finde.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 25. März 2015 - 19:20 #

Ght mir genauso

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1422 - 25. März 2015 - 20:10 #

Hatte auf ein besseres Spiel gehofft. Schade. Die grundsätzlichen Features klingen toll. Vielleicht nimmt sich ein anderer diesen Ideen an.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17234 - 25. März 2015 - 21:18 #

Hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Die Kontra-Punkte klingen in meinem Anspruchskontext aber gar nicht so schlimm.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6661 - 25. März 2015 - 22:07 #

Ooooch :/ Ich hatte mir von dem Spiel wesentlich mehr erhofft. Aber, na gut, vielleicht sollte ich endlich Mal Sins of a Solar Empire wieder herauskramen und mich richtig rein arbeiten

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6555 - 26. März 2015 - 8:57 #

Ja, das ist das Beste was in den letzten Jahren so rausgekommen ist. Davor war es Imperium Glactica II, davon gibt es ja jetzt eine Tablet-Version.

Aber so was in der Richtung wäre schon cool.

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Strategie
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