Indie-Check: Oceanhorn - Monster of Uncharted Seas

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22. März 2015 - 16:31 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir euch jede Woche ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl und Dominius betreut.

Auf den ersten Blick wirkt Oceanhorn – Monster of Uncharted Seas wie ein billger Abklatsch von Legend of Zelda – Wind Waker. Und dann ist das Ganze auch bloß ein Port eines iOS-Titels (siehe auch unsere damalige App der Woche), was hat sich das Studio Comfox & Bros. dabei bloß gedacht? Offenbar ziemlich viel! Der erste Anschein trügt, denn Oceanhorn ist auf dem PC aktuell ziemlich konkurrenzlos.
Hier wohnt ein freundlicher Einsiedler, der euch bei eurer Reise unterstützt.

Kisten schieben und Monster hauen
Die Geschichte von Oceanhorn beginnt klassisch: Euer Vater ist losgezogen, um ein böses Ungeheuer, das namensgebende Oceanhorn, zu bekämpfen und kommt nicht wieder zurück. Als ihr eines Morgens erwacht, findet ihr nur noch einen Abschiedsbrief und die Halskette eurer – ebenfalls verschollenen – Mutter. Doch wie es sich für einen Helden gehört, lasst ihr das nicht auf euch sitzen und macht euch auf, Oceanhorn zu besiegen und euren Vater zu retten. Der Einsiedler, der mit euch auf der Insel lebt, unterstützt euch dabei und hat auch den einen oder anderen guten Rat. Doch mit Worten allein ist es nicht getan, ihr müsst drei magische Embleme suchen, um schließlich eine alte böse Macht wieder aus der Welt zu vertreiben. Die weitere Geschichte wird an wichtigen Stellen mit vertonen Ingame-Zwischensequenzen erzählt, ab und an findet ihr auch ein paar antike Fundstücke oder könnt in alten Notizen mehr über die Welt erfahren.

Oceanhorn sieht zwar aus wie ein 3D-Zelda, spielt sich aber wie die 2D-Varianten. Ihr betrachtet das Geschehen von schräg oben, eine freie Kameraperspektive ist nicht wählbar. In der Spielwelt gilt es allerlei Monster und sonstige Feinde mit dem ehrwürdigen Schwert eures Vaters niederzustrecken, Kisten umherzuschieben, Schalterrätsel zu lösen oder auch jegliche Tonkrüge in den Häusern der Inselbewohner zu zerdeppern. Anfangs ist das alles noch recht simpel, aber umso mehr Gegnertypen auftauchen, umso mehr Gegenstände ihr erhaltet, desto komplexer und vielfältiger werden auch die Herausforderungen, denen ihr euch stellen müsst. Richtig schwierig wird Oceanhorn allerdings nie, das liegt auch am fairen Speichersystem: Falls ihr einmal doch das Zeitliche segnen solltet, ersteht ihr am letzten Speicherpunkt einfach wieder auf und könnt euch erneut ohne Verzögerung ins Abenteuer stürzen.

Die Inselwelt, die ihr in Oceanhorn erkundet, ist abwechslungsreich. Da gibt es das Dorf auf der Insel Tikarel, das sich auf ein Fest vorbereitet, die Minen auf der Bombeninsel, in denen ein mysteriöses Unglück passiert ist oder auch die Wüsteninsel Welklande, die einmal ein fruchtbarer Wald war. Auch wenn der Spielverlauf eher linear angelegt ist, könnt ihr zwischendurch alle bekannten Inseln besuchen und mit neuen Fähigkeiten neue Wege öffnen. So erlauben euch Bomben den Zugang zu einer verschütteten Höhle. Daneben gibt es auch optionale Inseln, die Bonus- oder Sammelobjekte bereithalten. Wenn ihr alle Inseln erkunden und alle Schätze heben wollt, seid ihr auf jeden Fall einige Zeit beschäftigt; die Entwickler sprechen von über 15 Stunden.

Auf euren Seereisen erblickt ihr auch schwierig zu erreichende Eilande

Segel setzen!
Grafisch wird Oceanhorn keine Technikpreise gewinnen, aber Auflösung und Texturen wurden bei der Portierung auf den PC kräftig aufgebohrt. Die Inseln und Monster wirken stimmig, der comichafte Stil passt gut zum Spiel. Und auch wenn die Umgebungen manchmal etwas abwechslungsreicher wirken könnten, gibt es genug Vielfalt. Allerdings kann das Spiel auch seine iOS-Wurzeln nicht ganz verbergen. Die Charakteranimationen sind noch passabel, aber wenn die Charaktere in den Zwischensequenzen mal den Mund bewegen, kommt schnell der Wunsch auf, es wäre lieber komplett auf Gesichtsanimationen verzichtet worden.

Dagegen wirkt die muskalische Untermalung immer passend und hochqualitativ, was aber kein Wunder ist, schließlich waren Nobou Uematsu und Kenji Ito am Soundtrack beteiligt. Auch die (englische) Sprachausgabe lässt keinen Raum zur Kritik. Auf dem PC könnt ihr Oceanhorn entweder mit Tastatur und Maus oder mit Gamepad steuern, wobei letzteres etwas besser funktioniert: Nur beim Zielen der Kanone während der Schifffahrt erweist sich die Maus dem Gamepad als überlegen.

Auch die Schifffahrt darf nicht vergessen werden. Die Welt von Oceanhorn besteht wie in Wind Waker aus Inseln, und wie in Wind Waker besitzt ihr ein kleines Boot, mit dem ihr zwischen diesen Inseln hin- und herreist. Auf diesen Reisen passiert nicht viel, aber ein paar Monster tauchen auf, die ihr mit einer Kürbiskanone bekämpft. Daneben schwimmt noch einiges an Treibgut rum, dessen "Zerstörung" euch Gegenstände oder Geld einbringt. Und wenn euch das ganze Spiel zu sehr anstrengt, erhaltet ihr im Spielverlauf eine Angel, mit der ihr zur Entspannung Fische fangt. Eure Ergebnisse dürft ihr dann auf Steam mit denen anderer Spieler vergleichen.

Dieses Schieberätsel ist noch einfach zu lösen

Fazit
Oceanhorn – Monster of Uncharted Seas ist kein billiger Zelda-Abklatsch, sondern eine sehr gute Adaption eines zeitlosen Spielprinzips, welches auf der PC-Plattform kaum vertreten ist. Angesichts der Tatsache, dass der Titel auch noch recht günstig zu haben ist, spricht für Fans des Zelda-Spielprinzips nichts gegen eine Anschaffung. Eine kleine Warnung: „Nur noch eine Insel“ zu spielen, wird euch viel Schlaf kosten.

  • Action-Rollenspiel
  • Einzelspieler
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Preis: 14,99 Euro (oder Dollar)
  • In einem Satz: Sehr gelungene Zelda-Adaption, endlich von iOS auf den PC gesegelt.
Der Marian 19 Megatalent - P - 18284 - 22. März 2015 - 16:56 #

Danke für den Check. Mal im Hinterkopf behalten. Wäre auf jeden was gutes mir meiner Großen zusammen zu spielen.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 23841 - 22. März 2015 - 17:13 #

Hab es schon auf iOS, kann es aber auch sehr empfehlem

calleg 14 Komm-Experte - 2423 - 22. März 2015 - 17:58 #

Ja, sehr gutes Spiel auf iOS! Was ihm auf iOS fehlt ist ein Quest-Log. Wenn man länger mal nicht gespielt hat, hängt man manchmal.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11363 - 22. März 2015 - 18:18 #

sieht auch super schnuckelig aus. kam für mich jedenfalls überraschend, da ich mich mit dem iOS-spielesektor nicht auskenne. ist jedenfalls schon auf meiner wunschliste!

Maverick 30 Pro-Gamer - - 221472 - 22. März 2015 - 18:19 #

Danke für den Check. ;)

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6025 - 22. März 2015 - 18:43 #

2D Zelda, wird auf die Wunschliste gesetzt. Bei den 3D-Vertretern bin ich an der Kamera verzweifelt...

maddccat 18 Doppel-Voter - 11605 - 22. März 2015 - 19:08 #

Für'n iOS- bzw. Mobil-Spielchen ist es mangels vernünftiger Konkurrenz ganz okay, auf dem PC (oder Konsolen) würde ich es hingegen nicht spielen wollen. Hinkt Zelda meilenweit hinterher.

Link der Echte (unregistriert) 22. März 2015 - 19:34 #

Natürlich ist es ein dreister Zelda Klon, ein richtig schlechter noch dazu. Der Tester hat wohl die DS Zeldas nie gespielt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11363 - 22. März 2015 - 20:21 #

gerade die beiden DS-teile sind doch beispiele für eher mittelmäßige und uninspirierte zelda-ableger.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20850 - 22. März 2015 - 20:40 #

Das habe ich schon häufiger gelesen und frage mich, was wirklich dran ist.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12704 - 22. März 2015 - 19:43 #

Nett aber noch zu teuer.
Wegen bisschen höherer Auflösung und paar schärferen Texturen zahle ich nicht das doppelte im vergleich zur "kleinen" Version.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 35852 - 22. März 2015 - 22:00 #

Klingt ja gar nicht so übel, hätte ich nicht erwartet.

Hyperlord 15 Kenner - P - 3740 - 23. März 2015 - 0:57 #

Wieder Mal etwas zusätzlich für die Kategorie "billiger Indiquatsch für Kinder". Bäh

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3214 - 23. März 2015 - 8:44 #

Der Komponist heißt aber "Nobuo" und nicht "Nobou"-

Ansonsten scheint das Spiel gar nicht schlecht zu sein, werde es mir mal anschauen, danke für den Check!

thatgui 11 Forenversteher - 588 - 23. März 2015 - 8:47 #

Sieht doch ganz nett aus, auch wenn es ein Abklatsch sein sollte. Nachdem ich nie so richtig warm wurde mit den 3D Zeldas (und bei Twilight Princess und WindWaker auch spielemechanisch so einiges im Argen liegt, andere Titel habe höchsten mal angespielt) bin ich prinzipiell offen.
Es ist nur etwas schade, dass man nicht versucht hat über das offentsichtliche Vorbild etwas hinauszuwachsen
Auch wenn ich verstehe, dass der vergleichsweise hohe Preis durch die Portierung gerechtfertigt ist, warte ich trotzdem bis es bei einer gog.com Aktion in den 7-8 Euro bereich fällt.

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