Lenhardts Nachtwache vom 21.3.15
Teil der Exklusiv-Serie Lenhardts Nachtwache

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Heinrich Lenhardt 9092 EXP - Freier Redakteur,R8,S3,A1
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21. März 2015 - 1:20 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Stinkefinger der Woche: Jeff Minter veröffentlicht Drohbrief von Atari-Anwälten. In Dänemark will man derweil mehr Blut sehen.

Live aus Vancouver für GamersGlobal: Während Deutschland friedlich schläft, grummelt Heinrich Lenhardt an der fernen Westküste in seine Tastatur und kommentiert aktuelle Spielegeschehnisse. „Lenhardts Nachtwache“ erscheint (fast) jeden Samstagmorgen und ist die heitere Gute-Nacht-Geschichte für Rotaugen beziehungsweise der Muntermacher für Frühaufsteher.

Abt. „Copyright“:
Lama, Drama, Tempest-Terz 

Atari, die gibt’s wirklich noch, zumindest vom Namen her. Nach zahlreichen Eigentümerwechseln und einem Konkurs landeten die Rechte an Namen und Marken des Videospiele-Pioniers in den Fängen gewiefter Geschäftsleute. Was machen diese Genies zum Beispiel aus einer Marke wie dem Arcade-Ballerklassiker Asteroids? Natürlich ein „Open World Sandbox Survival Game“, und das wurde nicht etwa am 1. April, sondern letzten Februar angekündigt. Klar, beim Namen Asteroids denkt man natürlich sofort an ein DayZ-inspiriertes Rohstoffabbau-MMO mit Ego-Ansicht… die Vorfreude über Asteroids: Outpost ist nur mühsam zu bändigen.
 
Man darf also an Produkt- und Marktverständnis der Klassiker-Leichenfledderer zweifeln, aber nicht an deren Streitfreudigkeit. Die englische Programmierer-Legende Jeff Minter enthüllte diese Woche Details einer Rechtsstreit-Androhung, die den Verdacht erweckt, dass bei Atari inzwischen mehr Anwälte als Kreative arbeiten.
 
Der Lama- und Mutantenkamel-Meister Minter hatte letztes Jahr ein Vita-Spiel namens TxK veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Variante des „Vektor-Neon-Shooter“-Subgenres, das auf den 1981-Automaten Tempest zurückzuführen ist. Und damit kennt Minter sich aus, im Atari-Auftrag programmierte er 1994 ganz offiziell das Jaguar-Spiel Tempest 2000. TxK sei als dessen „spritual successor“ zu verstehen, kein offizieller Nachfolger, aber natürlich Tempest-inspiriert. Und nun lässt Atari juristische Drohbriefe schreiben, weil man damit das Tempest-Copyright verletzt sieht.
 
Der ungezähmte Jeff Minter gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen, er hat einen Brief der Atari-Anwälte veröffentlicht und wutschnaubend Stellung genommen. Man hat Verständnis für den guten Mann: In welchem Ausmaße lässt sich das Grundprinzip von Vektorlinien-Geballer mit abstrakten Formen schützen? Und was ist mit den unzähligen anderen Tempest-inspirierten Spielen dieser Welt? Sollte Atari sich nicht auch mit Electronic Arts anlegen, wo man 1983 den offensichtlichen Tempest-Klon Axis Assassin für C64 & Co. veröffentlicht hatte?
 
Das Bauchgefühl sagt „Schwachsinn, soll Atari mal klagen“. Aber in Copyright-Fragen kommen oft die erstaunlichsten Urteile raus, wie man unlängst bei der Klage der Marvin-Gaye-Erben gegen die Komponisten des Pop-Hits „Blurred Lines“ gesehen hat. Und Gerechtigkeit ist ein teurer Spaß, nicht jeder kann sich das Risiko leisten, vor Gericht zu ziehen. Jeff Minter kommentiert: „Alleine ein paar Mal hin und her zu schreiben und mit Briefen auf ihre Drohungen zu antworten, hat [für mich] Anwaltskosten in Höhe von ein paar tausend Pfund verursacht. Es ist einfach völlig unmöglich, dass ich mir irgendeine Art von Rechtsstreit leisten kann.“
 
Die geplanten Umsetzungen von TxK sind jedenfalls erst einmal vom Tisch und Atari möchte, dass der Verkauf der Vita-Version endet. Natürlich will man auch finanziell entschädigt werden und Minter soll versichern, dass er nie wieder ein Tempest-ähnliches Spiel macht. Viel Spaß bei der genauen Definition: Das ist schon arg einschränkend, wenn ein Actionspiel-Programmierer am Umgang mit bunten Linien und Schüssen gehindert werden soll.
 
In einer besseren Welt würden die „Copyright-Trolle“ Jeff Minter nicht einschüchtern, sondern ihm anbieten, doch mal wieder ein offizielles Tempest-Spiel zu machen. Aber der Winkeladvokaten-Hochburg Atari, der zu Asteroids nichts Besseres als ein Rohstoff-MMO einfällt, kann so viel Vernunft nicht zugemutet werden. Schade, dass man bei Sony gerade jeden Yen zweimal umdrehen muss. Das wäre doch ein Spaß, wenn der TxK-Anbieter die Kosten für Minters Rechtsstreit übernehmen würde, um die Atari-Schlunze durch alle Instanzen zu klagen. Ein Gutes hat der Ärger jedenfalls: einige Minter-Twitter-Zitate von schwer übersetzbarer Herrlichkeit.

Abt. „Spendenaufruf“:
Bluten für Bloodborne 

Dänen lügen nicht“ erklärte einst der große Poet Otto Waalkes, aber unsere nördlichen Nachbarn sind durchaus in der Lage zu bluten. Und das umso lieber, wenn dafür eine Vorab-Kopie des neuen PS4-Spiels Bloodborne herausspringt. Blutige Anfänger, die sich vor dem hohen Schwierigkeitsgrad fürchten, dürfen alternativ auch ein anderes PlayStation-Spiel als Aderlass-Honorar wählen.
 
„Giv dit blod for Bloodborne!“ lautet der Aufruf ganz eindrucksvoll. Bei dieser Aktion handelt es sich um eine Zusammenarbeit der dänischen Sony-Dependance mit der Organisation GivBlod. Im Hinblick auf Spenderblut-Mangel eine gute Tat, und so ein neues PS4-Spiel ist als Belohnung geringfügig attraktiver als Orangensaft und Kekse, oder was man sonst so für seine Opferbereitschaft bekommt. Zudem wirkt es bestimmt besonders beeindruckend, wenn man kurz nach dem Blutlassen im wirklichen Leben zusieht, wie die eigene Spielfigur gleich literweise Blut „spendet“.
 
Hoffen wir nur, dass die dänischen Blutentnehmer etwas weniger ungestüm zur Sache gehen als die Bloodborne-Monster… und dass die Aktion nicht in Wirklichkeit vom dänischen Vampirbund gesteuert wird. Mich könnte man damit nicht locken, ich brauche mein Blut – und werde schnell ohnmächtig, wenn medizinisches Personal mir etwas davon entnehmen will. Der Bloodborne-Schwierigkeitsgrad dürfte bei mir auch ohne vorherige Lebenssaftspende reichlich Schwindelgefühle verursachen.

sneaker23 12 Trollwächter - P - 1101 - 21. März 2015 - 2:26 #

Danke Heinrich!
Wieder sehr unterhaltsam.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32793 - 21. März 2015 - 2:54 #

Schließe mich an, tolle Nachtwache.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32803 - 22. März 2015 - 21:43 #

Da schliesse ich mich auch mit an. ;)

Dreadnout 09 Triple-Talent - 330 - 21. März 2015 - 5:32 #

Moin!

"Schade, dass man bei Sony gerade Yen zweimal umdrehen muss."
Fehlt da nicht das Wort jeden im Satz?

Mfg

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 21. März 2015 - 8:45 #

Wenn man nuschelt muss man "Yen" nur zwei mal lesen...

Maverick 30 Pro-Gamer - - 167134 - 21. März 2015 - 6:35 #

Klasse Ausgabe der Nachwache. ;)

Lorin 15 Kenner - P - 3637 - 21. März 2015 - 6:52 #

Kickstarter-Kampagne zur finanzierung der Anwaltskosten?
Und gleich mal TxK kaufen....

Markus 13 Koop-Gamer - 1323 - 21. März 2015 - 7:17 #

Die Kampagne würde ich sofort backen. Kein Witz.
Tolle Nachtwache wieder mal!

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3580 - 21. März 2015 - 9:32 #

War auch mein erster Gedanke.
Ich denke, um Abmahnanwälten eine reinzuwürgen, fände sich schnell eine größere Unterstützergruppe.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32803 - 22. März 2015 - 21:44 #

Ich würde ihn dabei auch sofort unterstützen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 21. März 2015 - 8:22 #

Sehr unterhaltsam wieder einmal, Danke!

Irre ich mich, oder hatte / hat Atari nicht auch noch die AD&D-Lizenz irgendwo rumliegen? Jahrelang fragte ich mich, wozu, denn ein neues Spiel kam nach Icewind Dale 2 (welches auch mit Atari nix zu tun hatte) nie raus, nun weiss ich: sie warten darauf, jemanden zu verklagen, der irgendwie was mit Monstern und Helden macht. Armes Pillars of Eternity.

Im Übrigen soll das kleinere-Gegner-in-Grund-und-Boden-verklagen ja von Jack Tramiel bei Commodore kultiviert worden sein, lese ich in Winnie Forsters Buch. Und wir wissen, alle, wo Tramiel gelandet ist, nachdem er Atari mehr oder minder freiwillig verlassen hat: bei Atari. So schliesst sich der Kreis.

v3to (unregistriert) 21. März 2015 - 9:02 #

Zumindest die Spiele-Sparte von Atari war damals offensichtlich wesentlich entspannter. Jedenfalls wirkt es aus heutiger Sicht als Ironie der Geschichte, wie eine Firma pleite gehen konnte, welche das Patent auf 'Scrolling' hielt.

Name (unregistriert) 21. März 2015 - 12:24 #

Zwischen Tramiels Atari und der heutigen Atari gibt es allerdings keinerlei unmittelbaren Zusammenhang. Was heute Atari verkörpert, hieß ursprünglich Infogrames und GT Interactive, Firmen mit ganz eigener Tradition. Dass die heute Atari heißen können, verdanken die auch nur einem Assethandel von Hasbro mit JT Storage, die die Marke nach der Kapitulation der Tramiels vor dem Markt an Hasbro Interactive verscherbelten.

Als Icewind Dale 2 rauskam, begann Ataris D&D-Lizenzverwertung gerade erst: NWN, NWN2, Dragonshard, Forgotten Realms: Demon Stone, D&D Online, D&D Heroes, D&D Tactics, Heroes of Neverwinter, Daggerdale. Alles Atari-Produktionen, und als die damit angefangen haben, hießen die noch gar nicht Atari. NWN zählte ja gerade zu den ersten Spielen überhaupt, die unter dem wiederbelebten Markennamen veröffentlicht wurden.

Heute liegt die Lizenz übrigens wieder beim Rechteinhaber, Wizards of the Coast. Resultat: Arena of War, Lords of Waterdeep (eigtl. ein Brettspiel) und aktuell Sword Coast Legends.

v3to (unregistriert) 21. März 2015 - 8:51 #

Bei diesem Atari-Copyright-Schnellschuss sprichst du mir aus der Seele. Das Verständnis für die Aktion erschöpft sich bei mir in der V-Form des eigenen Spielers, aber sonst kann man nur mit dem Kopf schütteln, um was hier Recht eingefordert wird.

Da hab ich mir gewünscht, dass Yak den Spieß umdreht und als Antwort ein Gridrunner mit gekippter und gekrümmter Perspektive raushaut...

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11143 - 21. März 2015 - 8:49 #

Schöne Nachtwache. Kann man als Deutscher auch an der dänischen Aktion teilnehmen? So weit ist Dänemark von mir ja nicht. Ach nee, ich bleibe bei der Vorfreude auf meine Nightmare Edition...

Griswald Meistersuppe 18 Doppel-Voter - P - 11732 - 21. März 2015 - 9:32 #

Sehr schöne Nachtwache wieder. Vielen Dank für die Lektüre am Morgen.

Esketamin 14 Komm-Experte - P - 2555 - 22. März 2015 - 8:07 #

Kann ich so unterschreiben :-)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4491 - 21. März 2015 - 10:13 #

Ich kannte TxK bisher nicht, aber verglichen mit Tempest 2000 ("T2K"?), sieht es in einigen YouTube-Videos ja wirklich wie ein 1:1-Klon aus. Hm...

Trivialitäten patentieren ist eines, aber ein Spiel nahezu identisch nachzubauen und unter anderem (auch wieder angelehntem) Namen rauszubringen, ist dann auch nicht so die ganz feine Art.

v3to (unregistriert) 21. März 2015 - 10:59 #

Tube-Shooter sind ein Genre und in Tempest 2000 steckt bereits mehr Jeff Minter als das Original-Tempest. Nur mal etwas durch seine Spiele-Historie gestöbert und es wird offensichtlich. Was den Klon ausmacht, sind die Form des Raumschiffes, ein paar Gegner-Designs und das Lebens-Symbol.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4491 - 22. März 2015 - 12:15 #

Die Spielen sehen halt auch fast 1:1 identisch aus. Wie du selbst ja schon geschrieben hast bis auf die Form des Raumschiffs. Genre und Spielmechanik ist eines, aber der komplette Style?

Mir fällt es schwer, hier Atari als die böse Seite zu sehen.

v3to (unregistriert) 22. März 2015 - 13:20 #

Das Problem sehe ich erstmal in der Spielmechanik, welches - bis auf die 3d-Perspektive völlig austauschbar ist mit dem Gros aller arcadiger Spiele der frühen 80er. Die Line-Vektoren mag man vielleicht als Stil empfinden, allerdings bewegt man sich etwa auf der gleichen Ebene, als wolle man die Form einer Pyramide schützen. Dann war das Spiel eine Co-Produktion, die Neuerungen wurden von Llamasoft (bzw Jeff Minter) beigesteuert und erinnern teils frappierend an deren bekannte Spiele. Gerade an der Stelle werde ich hellhörig, wenn es um Diskussionen, wie geistiges Eigentum geht.

Hier agiert Atari offensichtlich nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip. 'Mag ja sein, dass der Input von Minter, bzw eigentlich seiner Firma und des Produzenten Imagitec stammt, aber wir haben die Marke und das deckelt alles.' Es erinnert mich an eine Firma, mit der ich in Vergangenheit mal gearbeitet habe, welche ein anderes Entwicklerteam auf Rechtswege dazu zwingen wollte, niemals mehr Rollenspiele zu entwickeln zu dürfen, weil man sich für einen Titel nebst nie erschienenen Sequel vertraglich ja aneinander gebunden hat. Oder wenn einem befreundeten Musiker seitens seines Publishers plötzlich eröffnet wird, dass mit der Veröffentlichung seines Stückes alle Rechte abgetreten seien. Alleine für solch ein Selbstverständnis bräuchte es IMO Grundsatz-Urteile, damit es mal klare Grenzen für Rechte- bzw Namensinhaber gibt, was die Marke definiert und wie viel davon eigentlich inzwischen Allgemeingut darstellt oder jemand anderem gehört.

Was bleibt, sind grafische Elemente und an dem Punkt hat Minter definitiv zu viel gewagt und es auch nichtmal bestritten. Das Raumschiff hat die selbe Form wie in Tempest, einige Gegner sind eindeutig dem Original nachempfunden und die Lebensanzeige vermutlich sogar aus Tempest 2000 gerippt. Das geht nicht und das sowas auch finanzielle Konsequenzen hat, ist ebenfalls klar.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4491 - 22. März 2015 - 17:15 #

Ich denke einfach, dass hier primär "kleiner, nicht reicher Entwickler mit Wurzeln aus den 80ern wird teuer von Publisher verklagt" entscheidend für die Wahrnehmung ist und nicht die Sache an sich.

Nehmen wir mal an, Minter hätte die vollen Rechte an Tempest 2000 und nun käme Ubisoft (die sind ja gerade der Buh-Mann) daher, würde einen optisch identischen Klon namens "TxK" auf den Markt bringen, Elemente wie das Raumschiff 1:1 kopieren und würden von Minter verklagt werden.

Also genau der Fall wie hier, nur mit verdrehten Rollen. Da würden sich doch alle auf Ubisoft stürzen, oder? Wenn man die Akteure aber mal ignoriert und nur beide Spiel ansieht... nunja, da ist die Sache meines Erachtens sehr klar. Und nicht zugunsten von Jeff Minter.

Ich denke übrigens auch nicht, dass er verklagt worden wäre, wenn er das Spielprinzip beibehalten, aber alles optisch komplett anders gestaltet hätte. Dass sich Atari in der Klageschrift auf einzelne Elemente bezieht, liegt eher daran, dass sie dem Gericht ja die Kopie irgendwie nachweisen müssen. Andere Tube-Shooter klagen sie ja auch nicht weg, nur weil die Spielfigur dort auch springen kann...

v3to (unregistriert) 22. März 2015 - 18:10 #

Dein Beispiel ist an sich genau der gleiche Punkt. Bzw so lange es sich um Geschmacksmuster dreht, gehe ich mit. Im Fall von Atari jetzt ist es erstmal rein Gefühlsmäßig die Art und Weise, wie damit umgegangen wird ein Quell der Ungerechtigkeiten.

Es ist mit Sicherheit so, dass für es für den Rechteinhaber zum Problem würde, wenn es zu einer Verhandlung zu einem Marktvergleich inkl historischer Betrachtungsweise käme (mal abgesehen davon, dass ich mir bei einem Branchen-Urgestein nicht vorstellen kann, dass dort bei Tempest 2000 keine Vertragsklauseln existierten, die Minter Urheberrechte für das Design zugestehen). Da wird eher die Keule geschwungen und darauf vertraut, dass aus Kostengründen jegliche Aktivität zum Erliegen kommt, anstatt sich mit Minter zu einigen, wovon vermutlich beide Seiten profitieren würden.

Aber ist halt Atari heute und auch nicht das erste Mal, wenn man sich mal an die Welle vor einigen Jahren erinnert, wo Atari-Fan-Seiten reihenweise abgemahnt wurden.

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4072 - 21. März 2015 - 11:17 #

Geht das eigentlich nur mir so, daß Axis Assassin gefühlt so gar nicht ins damalige ECA Line-up passen wollte? Verglichen mit M.U.L.E., 7 Cities, Archon, Racing Destruction Kit, Mail Order Monsters usw. fand ich das Spiel völlig fade. Oder habe ich nur die Genialität hinter tempestartigen Spielen nicht verstanden?

Hyperlord 15 Kenner - P - 2949 - 21. März 2015 - 12:23 #

Sehr schön, so startet der Caturday schon Mal heiter

Der Marian 19 Megatalent - P - 17292 - 21. März 2015 - 13:11 #

> Caturday

Nanu? Was mit Katzen?

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 21. März 2015 - 13:48 #

Nicht mit mir.^^

timb-o-mat 15 Kenner - P - 3071 - 21. März 2015 - 12:56 #

"...und werde schnell ohnmächtig, wenn medizinisches Personal mir etwas davon entnehmen will."

Oje, ein Gleichgesinnter. Ich fühle mit dir.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17292 - 21. März 2015 - 13:12 #

Wie immer, kurzweilig zu lesen und unterhaltsam. Weiter so.

Uzzi77 (unregistriert) 21. März 2015 - 18:17 #

Wann klagen Carmack und Romero eigentlich? Und Ron Gilbert? Und der Typ, der die Idee hatte, die Spielfigur aus der 3rd-Person-Verfolger- Perspektive zu zeigen?

Arno Nühm 15 Kenner - - 2758 - 21. März 2015 - 19:47 #

Eine sehr schöne Nachtwache. Immer weiter so :-)

y3000 13 Koop-Gamer - P - 1247 - 21. März 2015 - 19:58 #

Immer wieder schön Heinrichs Nachtwache zu lesen. Weiter und so!

schlammonster 26 Spiele-Kenner - P - 71540 - 21. März 2015 - 23:17 #

Herrlich! Ich hoffe das jemand von Atari auch mal "vorbeiliest"!

Hanseat 13 Koop-Gamer - P - 1423 - 22. März 2015 - 0:52 #

Wenn ich hier die Namen lese, freue ich mich. Ich finde es herrlich wieviel Leute schon ein Abo haben. Es werden gefühlt immer mehr und diese schöne Kolummne ist ein weiterer guter Grund GG zu unterstützen.

anni 12 Trollwächter - P - 1118 - 22. März 2015 - 9:39 #

Super Nachtwache!!!

Gerns (unregistriert) 22. März 2015 - 20:27 #

Könnte dies nicht schon ein kleiner Vorgeschmack auf TTIP etc. sein ?

Die von Heinrich genannten "Geschäftsleute" sind doch im Grunde nix anderes, als Investoren, deren Interessen durch Investorenschutz und Geheimgerichte geschützt werden sollen.

Da "freue" ich mich schon auf die Zukunft !!

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