Indie-Check: Shelter 2
Teil der Exklusiv-Serie Indie-Check

PC Linux MacOS
Bild von Der Marian
Der Marian 17824 EXP - 19 Megatalent,R7,S3,A10,J10
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17. März 2015 - 13:35 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
In unserer Rubrik Indie-Check stellen wir euch jede Woche ein interessantes PC-Spiel eines unabhängigen Entwicklerstudios vor. Die Rubrik wird von unseren Usern Der Marian, Zaunpfahl und Dominius betreut.

Shelter 2 des schwedischen Indie-Studios Might Delight fällt, wie auch der 2013 erschienene Vorgänger Shelter, durch seine ungewöhnliche Grafik auf -- aber nicht nur dadurch. Was es mit dem Natur-Simulator um den Luchs, in dessen Rolle ihr schlüpft, auf sich hat, erfahrt ihr in diesem Indie-Check.

Das harte Leben als Luchsmama
Das interaktive Intro führt euch direkt in die Geschichte ein, die über wenige kurze, aber nur auf Englisch verfügbare Texte erzählt wird. Eure Spielfigur ist eine werdende Luchsmama, mit der ihr durch eine verschneite Nacht trottet. Wenige Meter später lauert Gefahr in Form eines Wolfes. Flugs wird euch erklärt wie gesprintet und gesprungen wird, und schon befindet ihr euch auf der Flucht vor einem ganzen Rudel zähnefletschender Wölfe. Ein beherzter Sprung auf einen Felsabsatz rettet die Luchsmama zunächst vor der tödlichen Bedrohung. Doch es ist noch ein weiter Weg zum Unterschlupf (englisch Shelter), Sterne am Himmel weisen euch den rechten Pfad.

Die Steuerung, die euch das Intro nahebringt, ist immersiv, aber gewöhnungsbedürftig. So entspricht eure Blickrichtung auch der Bewegungsrichtung, die Kamera gewährt kaum einen Blick nach oben oder unten. Die Luchs-Dame steuert sich zudem arg träge, legt aber auch – so lange noch Ausdauer vorhanden ist – zwischendrin flotte Spurts hin.
Auf der Lauer liegend, zwei weiße Hasen im Blick
Die Welt, ein Gemälde
Das gesamte Spiel ist in einem sehr eigenwilligen Stil gestaltet, der die Welt wie ein Gemälde erscheinen lässt, auf dem noch die Pinselstriche zu erkennen sind. Im Zusammenspiel mit den Wettereffekten und der an die jeweilige Jahreszeit angepasste Farbpaletten ergibt sich ein atmosphärisches Gesamtbild. Die Tätigkeiten der Luchsdame bestehen im Wesentlichen darin, Futter zu finden, den Nachwuchs zu versorgen und die Welt zu erkunden. Zum Jagen sprintet ihr einfach über fliehende Beute wie Hasen oder Frösche, oder erbeutet Rehe, die ihr mit einem beherzten Sprungangriff niederwerft. Das erlegte Wild schleppt ihr dann zu euren Nachkommen. Das alles klingt allerdings leichter, als es tatsächlich ist, zumal ihr eine Fütterung nicht zu spät vornehmen dürft. Andernfalls können von den vier Luchskindern schnell nur noch drei übrig bleiben, falls ihr nicht früh genug Nahrung liefern könnt. Nicht schnell genug auf das klägliche Wimmern des hungernden Nachwuchses reagiert zu haben, sind Momente, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben können.

Diese werden euch recht bald auf Streifzüge folgen, müssen aber weiterhin regelmäßig versorgt werden. Per rechter Maustaste wird kurz der Geruchssinn aktiviert, der euch in der Nähe befindliche Beutetiere, die Luchskinder sowie zu erkundende Ziele anzeigt. Im Laufe des Abenteuers gelangt ihr in weitere Gebiete, die sich landschaftlich unterscheiden und euch in andere Jahreszeiten bringen. Das Ziel lautet stets, zu überleben, was gleichzeitig auch den Löwenanteil der Motivation bei der Erkundung der einzelnen Gebiete ausmacht. Dezent bei der Orientierung hilft euch eine abstrakt gehaltene Karte.
Familienidyll, leider nur noch drei von vier Junge
Fazit
Shelter 2 kann man am besten als Überlebens-Simulation einer Luchsfamilie mit bemerkenswerter Grafik beschreiben. Die große, offene Spielwelt erlaubt ausgiebige Entdeckungsstreifzüge auf der Suche nach Nahrung, wobei sich die Jagd selbst als vergleichsweise anspruchsvoll erweist. Die visuell abstrakt anmutende Darstellung muss man mögen. Nicht zuletzt dank der passenden Soundkulisse und der stimmungsvollen Farbpalette ergibt sich jedoch ein ingesamt atmosphärisches Gesamterlebnis.
  • 3D-Überlebenssimulation
  • Einzelspieler
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Preis: 14,99 Euro
  • In einem Satz: Gelungene Natur-Simulation in offener Welt mit sehr ungewöhnlicher Grafik
Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68406 - 17. März 2015 - 13:37 #

Schöner Check. Grafik sieht aber eher aus wie Ausgewürgtes einer Luchsfamilie!

Der Marian 19 Megatalent - P - 17824 - 17. März 2015 - 14:01 #

Wie der Kommentar drunter auch schreibt: In Bewegung deutlich schöner anzuschauen. Aber auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig.

bsinned 17 Shapeshifter - 6983 - 17. März 2015 - 13:43 #

Die Idee ist eigentlich ganz nett, aber für 15EUR bietet mir das Spiel eigentlich zu wenig. In Bewegung sieht die Grafik allerdings auch weit besser aus.

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 17. März 2015 - 14:05 #

Bei der Grafik kommt mir glatt das Frühstück hoch *würg*.
Indie Tonne damit!

Loco 17 Shapeshifter - 8190 - 17. März 2015 - 15:17 #

Wirkt nur auf Screenshots so... wunderbares Design.

keimschleim 15 Kenner - 3021 - 17. März 2015 - 14:07 #

Teil 1 liegt hier noch irgendwo ungespielt auf der Festplatte...

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