Arcade-Check: White Night
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

XOne
Bild von Old Lion
Old Lion 68433 EXP - 26 Spiele-Kenner,R10,C10,A10,J10
Platin-Gamer: Hat den sehr hohen GamersGlobal-Rang 25 erreichtNews-Redaktion: Hat von der Redaktion weitere Rechte für das News-Redigieren erhaltenDieser User unterstützt GG seit einem Jahr mit einem Abonnement.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtGold-Cutter: Hat 100 Videos gepostetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Archivar: Hat Stufe 10 der Archivar-Klasse erreicht

17. März 2015 - 11:46
White Night ab 14,99 € bei Amazon.de kaufen.
Jede Woche stellt der Arcade-Check ein interessantes Download-Spiel vom Xbox-Marktplatz vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Die Rubrik wird von unseren Usern Vampiro und Old Lion betreut.

Stilelemente sind für Spieldesigner oftmals eine gute Möglichkeit, um eine gewisse Atmosphäre im Spiel zu erzeugen. Ganz egal, ob sich das in der Musikuntermalung, der Architektur oder auch rein visuell wiederspiegelt. Im Fall von White Night setzt Entwickler OSome stark auf visuelle Stilmittel und verknüpft diese mit Elementen des Film Noir und klassischen Grusel-Abenteuern. Ob dem Indie-Studio, das zum Teil aus den Machern von Alone in the Dark 5 besteht, ein atmosphärisches Erlebnis und vielleicht sogar ein gutes Spiel gelungen ist, erfahrt ihr im Arcade-Check.

Die geheimnisvolle Frau
Wir schreiben das Jahr 1938. Die Auswirkungen der Großen Depression sind immer noch zu spüren. Es sind harte Zeiten, aber nicht ohne Hoffnung. Nach einer weiteren durchzechten Nacht in einer Kneipe tretet ihr den verdienten Heimweg an. Ihr steigt in euer Oldsmobile, kommt aber nach wenigen Kilometern von der Straße ab. Kurze Zeit später findet ihr euch arg ramponiert, aber lebend in den Trümmern eures Autos wieder. Ihr erinnert euch an eine weibliche Gestalt, die mitten auf der Straße erschien. Wer war diese Frau? Und wo ist sie abgeblieben?

Von Schmerzen geplagt, irrt ihr auf der Suche nach Hilfe im Lichtkegel der Scheinwerfer umher, bis ihr vor den schweren Toren eines alten Herrenhauses steht. Mit letzter Kraft betretet ihr das Grundstück und schleppt euch den Weg zum Anwesen entlang, hämmert an die Tür und wartet darauf, dass man euch einlässt und die nötige Hilfe verschafft. Euer Klopfen wird nicht erhört, aber irgendwie müsst ihr hinein...

Der Vorgarten der Villa gleicht einem Friedhof.
Schwarz-Weiß
So beginnt die Story um den namenlosen Helden, der sich von nun an auf einen nicht vorhersehbaren Horrortrip begibt. In die Villa gelangt ihr nur mit dem passenden Schlüssel, der irgendwo im Vorgarten versteckt ist. Die Suche danach entpuppt sich als Mini-Tutorial, bei dem ihr auf einfachste Weise alle nötigen Funktionen der Steuerung kennenlernt. Sobald ihr im Besitz des Schlüssels seid, begebt ihr euch in die schaurigen Hallen. Hinter euch schließt sich die Tür und sofort werdet ihr von einer beklemmenden Dunkelheit umgeben.

Wo wir auch schon beim ersten Stilmittel wären: die Grafik. White Night ist komplett in schwarz und weiß gehalten und bringt durch den starken Kontrast faszinierende Bilder auf die Mattscheibe. Am ehesten zu vergleichen ist dieser Stil mit einer von Frank Millers Graphic Novels der Sin City-Reihe. Die farblose Optik bildet auch die Grundlage für zahlreiche Film-Noir-Anleihen, mit unheilvollem Klavierspiel und einer tiefen Erzählerstimme, die jede Szene aus dem Off kommentiert.

Die bedrohliche, teils gruselige Hintergrundgeschichte dreht sich um die Familie Vesper, deren Schicksal ihr in der Villa auflöst und euch durch Zeitungsausschnitte, Tagebücher, Nachrichten und Berichte erschließt. Ihr löst Rätsel, findet weitere Schlüssel und bewahret euch mittels Lichtquellen vor den angreifenden Geistern, die durchs Haus spuken. Zu Beginn stehen euch dabei nur Streichhölzer zur Verfügung, die ihr im Prinzip dauerhaft brennend in der Hand halten müsst. Tut ihr das nicht, treibt euch die Dunkelheit nämlich schnell in den Wahnsinn, womit das Spiel verloren ist. Aufgrund der geringen Sicht schreckt ihr bei jedem Geräusch zusammen, müsst aber dennoch jede auch noch so dunkle Ecke gründlich absuchen, um alle Hinweise zu finden. Gründlich ist dabei keine Floskel. Es gibt keine Hinweise, kein Fundstück wird angezeigt. Echte Detektivarbeit ist gefragt, wollt ihr am Ende das Haus lebend verlassen.

Licht ist rar in diesem Haus des Horrors. Und sehr kostbar.
Technik und Atmosphäre
Action-Sequenzen sucht ihr in White Night vergeblich. Das Spiel ist eindeutig darauf ausgelegt, eure Nerven bis zum Zerreißen zu spannen ohne euch in Kämpfe zu verwickeln. Das Flackern des letzten Streichholzes, bevor ihr den rettenden Lichtschein der brennenden Schreibtischlampe erreicht, ist genauso spannend wie die Suche nach den Puzzleteilen, die ihr benötigt, um White Night zu beenden. Die monochrome Farbwahl wirkt dabei oftmals schon fast grell, zudem sind Gegenstände im Dunkeln nur sehr schwer zu erkennen, da auch die Kamera nicht frei bewegbar ist, sondern starr von festen Punkten auf das Spielgeschehen blickt.

Oftmals ist eines eurer Streichhölzer die einzige Lichtquelle im Raum.
Fazit
Wenn ihr die ersten Resident Evil-Teile oder viel eher die ersten Teile der Alone in the Dark-Reihe mochtet, kommt ihr an White Night nicht vorbei. Der Titel besticht durch seine außergewöhnliche Optik und die damit verbundene Klavier-Akustik, die die bedrückende Grundstimmung perfekt untermalt. Das ausgeklügelte Licht- und Schattenspiel wirkt dabei umso bedrohlicher. Technisch macht das Spiel auch wenig Fehler. Hier und da flimmern die Kanten und das Weiß ist auch mal etwas zu grell. Das sind aber letztlich Kleinigkeiten, die das Gesamterlebnis nicht schmälern. In den acht bis zehn Spielstunden werden die Grusel- und Film-Noir-Fans unter euch hervorragend unterhalten und können sich auf einen wohldurchdachten Rätsel-Schocker freuen. Alle Aufgaben sind stimmig und durchweg logisch, selbst die ominösen Spukgestalten werden nachvollziehbar erklärt. Kaufempfehlung.
  • Horror-Rätselspiel
  • Einzelspieler
  • Für alle Spieler geeignet
  • Preis am 17.3.2015: 14,99 Euro
  • In einem Satz: Für alle, die zwar nicht in schwarz-weiß denken, aber gerne spielen.

Video:

euph 23 Langzeituser - P - 41283 - 17. März 2015 - 11:51 #

Klingt gut, leider auf der falschen Konsole :-(

Benjamin Braun Redakteur - 297888 - 17. März 2015 - 11:53 #

Das Spiel gibt es auch für PC und PS4.

euph 23 Langzeituser - P - 41283 - 11. Juni 2015 - 8:00 #

Und im Moment sogar im Angebot. Wird runtergeladen.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68433 - 13. Juni 2015 - 12:42 #

Viel Spaß!

mrkhfloppy 22 AAA-Gamer - P - 31273 - 17. März 2015 - 12:24 #

Ui, der Titel ist so gut beschrieben, dass ich das Ding garantiert nicht anfassen werde. Schaurig-schön sozusagen.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68433 - 17. März 2015 - 12:25 #

Dafür hast du doch jetzt Mario Party 10! Danke!

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68433 - 17. März 2015 - 12:24 #

Echt ein tolles Spiel, kann ich sehr empfehlen. Wie oft ich Schiss hatte, in eine Ecke zu gehen. Krass. Und dann das Gefühl, wenn man in all dem Stress versucht, ein neues Streichholz anzumachen. Probiert es dringend aus!

xan 15 Kenner - P - 3190 - 17. März 2015 - 12:42 #

Klingt gut. Kommt auf die ewige Liste von Spielen, die ich noch spielen will.

Jimmy 12 Trollwächter - 1162 - 18. März 2015 - 0:00 #

hmm... klingt als müsse man es haben. Wie verhält sich das mit den Streichhölzern, findet man genug davon, brennen die schnell ab ?
Kurz gesagt kommt man durch sie in Stress, oder hat man genug zeit die alten Gemäuer zu erkunden ?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68433 - 18. März 2015 - 0:38 #

Naja, die liegen da schon rum, allerdings erstmal finden, im Dunkeln. Du kannst maximal 12 tragen, die brennen geschätze 1,5-2 Minuten. Stress kann schon mal passieren, vor allem, wenn es kein elektrisches Licht in der Nähe gibt!

Jimmy 12 Trollwächter - 1162 - 18. März 2015 - 13:47 #

okay danke für die Info

justFaked 16 Übertalent - 4318 - 18. März 2015 - 23:38 #

Hmm, das sieht doch echt gut aus. Werd´ ich mir sicher in naher Zukunft mal gönnen.

Kann mir jemand sagen wie groß der Download (auf der One) etwa ist?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68433 - 18. März 2015 - 23:42 #

Ich glaub 2GB.

justFaked 16 Übertalent - 4318 - 18. März 2015 - 23:49 #

Danke!

Old Lion 26 Spiele-Kenner - P - 68433 - 18. März 2015 - 23:51 #

Bitte

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)