App der Woche: Alto's Adventure
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

iOS
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Christoph Vent 123931 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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1. März 2015 - 7:00
Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Könnt ihr euch noch an Tiny Wings (App der Woche) erinnern? Der zuckersüße Endless-Runner mit einem knuffigen Vogel als Protagonisten eroberte Apples App Store Anfang 2011 im Sturm. Fast auf den Tag genau vier Jahre später ist nun ein Spiel erschienen, das sich spielerisch sehr stark am damaligen Überraschungshit orientiert. Warum uns Alto’s Adventure in den letzten Tagen aber noch mehr als seinerzeit Tiny Wings ans iPad und iPhone fesselt, verraten wir euch im Folgenden.

One-Touch-Snowboard-Abfahrt
Zu Beginn jeder Abfahrt werden die noch offenen Missionsziele eingeblendet.
Mit einem Affentempo rasen wir auf einem Snowboard einen schier unendlichen Hang hinab. Taucht vor uns plötzlich ein Hindernis wie ein Felsen auf, setzen wir kurzerhand zum Sprung, im Idealfall sogar gleich zu einem Rückwärtssalto an. Nur durch erfolgreich absolvierte Tricks – hierzu zählen neben den Backflips auch Grinds auf Seilen oder über Dächer hinweg – schaffen wir es nämlich, noch mehr Geschwindigkeit aufzunehmen.

Die Steuerung unseres Spielcharakters könnte dabei kaum einfacher sein. Alto’s Adventure bedient sich der im Mobilbereich beliebten One-Touch-Steuerung, soll heißen: Tippen wir auf den Bildschirm, setzt unser Snowboarder zum Sprung an. Halten wir das Display gedrückt, führen wir einen Salto aus. Der Rest der rasanten Talfahrt hingegen läuft völlig automatisch ab. Damit wurde das Spielprinzip aus dem eingangs erwähnten Tiny Wings sogar nochmals vereinfacht.
Mit Schwebefeder ausgestattet rasen wir dem Sonnenuntergang entgegen.
Motivierende Missionen
Auch wenn die Steuerung sofort in Fleisch und Blut übergeht, gibt es eine klassische Lernphase. Mit zunehmender Erfahrung bekommen wir etwa ein immer besseres Gespür dafür, wann sich gleich doppelte oder dreifache Salti für eine höhere Punktzahl lohnen. Alto’s Adventure besitzt zudem eine Missionsstruktur, die am besten mit Spielen wie Jetpack Joyride vergleichbar ist. Um den nächsten Level zu erreichen, müssen wir stets drei Aufträge zu erfüllen. Mal sollen wir beispielsweise eine bestimmte Distanz erreichen, mal einen doppelten Salto hinlegen, oder aber sogar Kombos aus Saltos und Grinds ablegen. Wichtig ist jedoch, dass ihr die drei Einzelziele nie zwingend im gleichen Lauf abschließen müsst.

Der kleine Ingame-Shop verzichtet auf die mittlerweile üblichen Inapp-Käufe.
Das missionsbasierte Spieldesign trägt einen enormen Teil zur Langzeitmotivation bei, können hin und wieder aber auch für etwas Frust sorgen. Wenn wir beispielsweise unter Einwirkung einer Schwebefeder ein Lama einfangen sollen, kann eine Einzelaufgabe schnell zum Geduldsspiel mutieren. Das Problem in diesem Fall ist, dass die Abfahrtspisten in Alto’s Adventure zwar immer aus den gleichen Elementen bestehen, sich aber von Lauf zu Lauf zufällig zusammensetzen. Es kann also durchaus vorkommen, dass ihr mehrere Anläufe benötigt, um überhaupt auf eine zufällig platzierte Feder zu treffen.

Tolle Lichtstimmungen
Erstmals nach 11 Levels, danach im Zehn-Level-Rhythmus, schalten wir weitere Spielfiguren frei. Maja, auf die wir direkt nach Alto Zugriff erhalten, wurde gleich zu unserer Favoritin. Mit ihr bauen wir zwar langsamer Geschwindigkeit auf, dafür führt sie viel schneller als der Standardcharakter Backflips aus. An diesem Punkt verdient es zudem eine Erwähnung, dass es sich bei Alto’s Adventure um ein sogenanntes Premium-Spiel handelt: Auf Ingame-Käufe jeglicher Art wird verzichtet – das gilt auch für die Nutzungsdauer der Schwebefedern und Geldmagneten, die ihr nur durch Einsatz der im Spiel gesammelten Währung verlängern könnt.

Alto’s Adventure setzt optisch auf einen einfachen, aber mehr als hübschen Stil. Besonders die Lichtstimmung, die sich auch innerhalb eines Laufs durch den fließenden Tag- und Nachtwechsel verändert, sorgt für eine tolle Atmosphäre. Hinzu kommen kleine Details wie Lamas, die auf steilen Hängen nicht hinab laufen, sondern den Halt verlieren und rutschen. Dennoch wundern wir uns darüber, dass Alto’s Adventure selbst auf einem iPad 3 nicht hundertprozentig flüssig läuft: Sammeln wir ein Item ein, kann es sogar zu einem kurzen Stocken kommen. Auch der Spielstart dauert uns mit 15 Sekunden zu lange.
Ab einer Distanz von etwa 2.500 Metern müssen wir besonders viele Kunststücke ausführen, um dem "Älteren" zu entkommen.
Fazit: Suchterregend
Endless Runner gehören zu den beliebtesten Genres auf Mobilgeräten. Alto’s Adventure geht aber einen Schritt weiter und erweitert das Spielprinzip um Missionen, die euch immer wieder besondere Leistungen wie bestimmte Kunststückchen abverlangen. Das motiviert ungemein, gleich nach einem Fehlversuch einen neuen Anlauf zu starten. Hinzu kommen ein hübscher Grafikstil sowie ein faires Verkaufsmodell.
  • Preis für iPhone/iPad: 1,99 Euro (Partner-Link)
  • Tiny Wings auf dem Snowboard, kombiniert mit Minimissionen
  • 65 MB (iOS 7.0 oder höher)
  • Screenshots: GamersGlobal / iPad 3
  • In-App-Käufe: Nein
Wi7cher 10 Kommunikator - 522 - 1. März 2015 - 9:49 #

Danke für den Tipp. Ist gekauft!

Paydriver 13 Koop-Gamer - P - 1411 - 1. März 2015 - 10:12 #

Spiele es schon seit ein paar Tagen, macht wirklich Spaß.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22493 - 1. März 2015 - 10:14 #

Das sieht in der Tat sehr witzig aus. Danke für den Tipp - auch wenn ich es verpasst habe über den Link zu kaufen. Das muss ich mir noch per Post-It an den Monitor kleben

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86537 - 1. März 2015 - 13:24 #

Tolles Prinzip! Hab bisher immer Time Surfer gespielt, war ja eigentlich so die Referenz im Genre, vielleicht wechsel ich ja jetzt. Vorausgesetzt es erscheint auf Android. ;)

Jailbird 11 Forenversteher - 645 - 2. März 2015 - 22:38 #

Ich spiel's auch seit Tagen mit viel Freude.
In Bewegung sieht das Spiel noch hübscher aus und der Soundtrack ist (besonders mit Kopfhörern) großartig.

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