Sonntagsfrage: War das RPS-Interview mit Molyneux zu hart?
Teil der Exklusiv-Serie Sonntagsfrage

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Benjamin Braun 302687 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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22. Februar 2015 - 11:15 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
News-Update (Ergebnis):

Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (rund 57 Prozent) vertritt die Ansicht, dass Rock Paper Shotgun Peter Molyneux im Interview zu hart angefasst hat. Mehr als ein Drittel ist zwar der Meinung, dass kritische Fragen angebracht sind, empfanden das Interview allerdings als respektlos, weitere 17 Prozent halten die Art des Umgangs mit Molyneux gar für unmenschlich, 7 Prozent der Teilnehmer wundern sich in Anbetracht der Härte darüber, dass der Spieledesigner so ruhig geblieben ist.

34 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden das Interview nicht als zu hart, was mehr als die Hälfte davon damit begründet, dass Molyneux' Verfehlungen an Betrug grenzen. 12 Prozent finden, die Härte war genau richtig, nur 2 Prozent finden, dass Molyneux noch härter hätte angegangen werden müssen. Weitere 9 Prozent haben keine Meinung dazu.


Ja. Kritische Fragen sind angebracht, aber das geht auch mit mehr Respekt!                                                                                                                                                                                                         33%
 
Nein. Was Molyneux getan hat, grenzt an Betrug. Die Härte war angemessen.                                                                                                                                                                                                         20%
 
Ja. Unabhängig von Molyneux' Fehlern darf man mit Menschen nicht so umgehen.                                                                                                                                                                                                         17%
 
Nein. Das Interview hat genau das richtige Maß an Härte.                                                                                                                                                                                                         12%
 
Ist mir egal.                                                                                                                                                                                                         9%
 
Ja -- und ich bewundere Molyneux, wie er dennoch die Fassung bewahrt.                                                                                                                                                                                                         7%
 
Nein. Molyneux hätte sogar noch viel härter angegangen werden müssen.                                                                                                                                                                                                         2%
 


Ursprüngliche News:

Die Website Rock Paper Shotgun führte kürzlich ein Interview mit Peter Molyneux, in dem der britische Spieledesigner (Black & White, Populous, Dungeon Keeper, Magic Carpet, Fable u.a.) sehr hart angegangen wurde. Die Einstiegsfrage etwa lautet, ob Molyneux ein notorischer Lügner sei. Vor allem dreht sich das Interview um das via Kickstarter finanzierte Godus (zum Test), das unter anderem aufgrund eines unverschämten Monetarisierungssystems in die Kritik geraten war und bei dem Molyneux' Studio 22Cans erst sehr spät eingestand, dass einige der während der Crowdfunding-Kampagne gemachten Versprechen nicht gehalten werden können. Auch die Tatsache, dass sich Molyneux entgegen vorheriger Aussagen, im Zusammenhang mit der Kickstarter-Kampagne auf einen traditionellen Publisher zu verzichten, letztlich dennoch einen Geldgeber besorgte, oder der Umstand, dass Godus auf PC immer noch im Early-Access bei Steam festhängt, während die App längst verfügbar ist, werden im Interview angesprochen.

Während die gewählten Themen des Interview-Führenden John Walker wenigstens zum größten Teil ihre Berechtigung haben, stieß die Art und Weise, wie er das Interview geführt hat, auf vielfache Kritik. In unserer heutigen Sonntagsfrage möchten wir von euch wissen, wie ihr das Interview empfunden habt. Ist Rock Paper Shotgun zu hart mit Peter Molyneux umgegangen oder geht euch der, neutral formuliert, schonungslose Umgang mit dem Spieledesigner zu weit? Teilt eure ausführlichere Meinung zum Thema gerne in den Kommentaren unter dieser News mit und diskutiert eure Haltung mit den anderen.

Ihr habt eine Idee für eine der kommenden Sonntagsfragen? Dann besucht einfach diesen Foren-Thread, in dem ihr uns Vorschläge dafür hinterlassen könnt – gerne auch mit möglichen Antwortmöglichkeiten. Ob zeitlose Themen oder brandaktuell spielt dabei keine Rolle. Sofern wir eure Frage für interessant genug erachten, könnte sie schon bald an dieser Stelle gestellt werden.

War das Rock-Paper-Shotgun-Interview mit Molyneux zu hart?

Ja. Kritische Fragen sind angebracht, aber das geht auch mit mehr Respekt!
33% (175 Stimmen)
Ja -- und ich bewundere Molyneux, wie er dennoch die Fassung bewahrt.
7% (35 Stimmen)
Ja. Unabhängig von Molyneux' Fehlern darf man mit Menschen nicht so umgehen.
17% (90 Stimmen)
Nein. Das Interview hat genau das richtige Maß an Härte.
12% (61 Stimmen)
Nein. Was Molyneux getan hat, grenzt an Betrug. Die Härte war angemessen.
20% (104 Stimmen)
Nein. Molyneux hätte sogar noch viel härter angegangen werden müssen.
2% (13 Stimmen)
Ist mir egal.
9% (46 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 524
Wunderheiler 20 Gold-Gamer - 20970 - 22. Februar 2015 - 11:17 #

Ich seh noch keine Antwortmöglichkeiten, aber sage pauschal, "Ja".

eksirf 15 Kenner - P - 3006 - 22. Februar 2015 - 11:22 #

Dito; "Nein"

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340494 - 22. Februar 2015 - 11:33 #

Die Umfrage war nicht mit der News verbunden, jetzt geht's.

TagWächter (unregistriert) 22. Februar 2015 - 16:04 #

Es fehlt die Antwortmöglichkeit:

"Ja! OK... ich hab zwar das Interview selbst nicht gelesen, aber trotzdem ne starke Meinung dazu!"

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 17:49 #

Das war jetzt nicht zufällig ein Seitenhieb auf mich?

TagWächter (unregistriert) 22. Februar 2015 - 18:52 #

Du hast es ja jetzt gelesen :) Wir beide haben bei der Nachtwache die Schwachpunkte des Interviews sauber rausgearbeitet. Gutes Gespräch übrigens!

Der Seitenhieb hier geht in die Richtung "hasserfüllte Community-Shitstorms färben auf die Jounalisten ab" und zwei, drei ähnliche Kommentare. Als wäre das Interview der Tiefpunkt und Untergang des Games-Journalismus. Ich mag mich irren, aber wer das aus dem Interview rausgelesen haben will, der hat das Interview eher gar nicht gelesen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 21:02 #

"Gutes Gespräch übrigens!"

-> Kann ich so zurückgeben :)
War mir wirklich eine Freude zur Abwechslung auch mal wieder eine Diskussion führen zu können, die nicht ins Persönliche ausgeufert ist. Hatte ich gefühlt in letzter Zeit viel zu wenig.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21470 - 22. Februar 2015 - 11:22 #

Ist das Interview zu hart, ist der Peter zu weich.

Makariel 19 Megatalent - P - 13898 - 22. Februar 2015 - 18:45 #

Wenn die erste Frage ist ob das Gegenüber ein krankhafter Lügner ist, kommt in den gefühlt 20 weiteren Seiten auch nix besseres mehr.

erasure1971 14 Komm-Experte - 2186 - 23. Februar 2015 - 14:06 #

Die Frage ist sicher nicht sehr freundlich, aber ich finde sie absolut berechtigt. Wer wie Molyneux seit 15 Jahren immer und immer wieder in Massen Features verspricht, von denen dann später nichts mehr zu sehen ist, der muss sich eine solche Frage auch mal gefallen lassen.

Ich zumindest habe mich schon oft gefragt, was in PM vorgeht, wenn er solche Äußerungen tätigt. Ist das in dem Moment seine Designvision und er macht sich schlicht über die Machbarkeit nie Gedanken? Oder will er Marketing machen, weiß, dass er nie alles unterbringen wird, es ist ihm aber egal? In ersterem Fall könnte man noch Nachsicht haben, in zweiterem nicht.

RPS versucht das zu ergründen. Leider scheitern sie letztendlich, weil Molyneux sich nicht erklären will (was sein gutes Recht ist natürlich), aber sie haben es halt mal versucht - hartnäckig versucht. Ich finde, dass das mal an der Zeit war. Und vielleicht, nur ganz vielleicht, bringt es PM ja doch mal zum Umdenken und er kennzeichnet seine Visionen eindeutig als solche.

Dexter 10 Kommunikator - 441 - 22. Februar 2015 - 11:23 #

Vielleicht ein bisschen, aber ein zuckerwatte Interview wäre auch falsch gewesen.

D43 15 Kenner - 3589 - 22. Februar 2015 - 11:23 #

Ich finde es OK. Der Peter muss auch mal aus seiner Traumwelt abgeholt werden und seine Beine wieder ins reale Leben bekommen. Ich glaube dem man seit Jahren kein Wort mehr.

Für mich ist er ein notorischer Lügner.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7373 - 22. Februar 2015 - 11:23 #

Würde auch gern antworten und sage tendenziell "Nein". :)

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 33662 - 22. Februar 2015 - 11:24 #

Ich finde es absolut fantastisch, dass PM mal mit harten Bandagen befragt wurde und auch genau solche Fragen gestellt wurden, die doch vielen im Kopf herumschwirren. Das ist gut für alle. Denn so kann PM auch mal Stellung zu all den Vorwürfen beziehen. Und danach kann sich jeder selbst ein besseres Bild machen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 16:48 #

Wer ewig absurde Versprechungen aufstellt, muss auch mal mit der Realität konfrontiert werden. Politiker*innen werden auch mal hart interviewt und weinen idR danach nicht rum, weil das eben Journalismus ist.

Es waren durchaus ein paar Stellen fies im Interview, aber insgesamt fand ich es nicht zu hart, zumal PM ja dennoch teilweise versuchte, keine Antworten zu geben.

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 33662 - 23. Februar 2015 - 1:10 #

Absolute Zustimmung!

Hal Fischer 17 Shapeshifter - - 7180 - 22. Februar 2015 - 11:31 #

http://www.gamersglobal.de/news/77244/molyneux-zweifelt-ruhig-an-mir-aber-godus-wird-es-schaffen

Quot erat demonstrandum ... Quot erat demonstrandum

RPS forderte nur diesen Beweis ein

Jeder andere, der solche Arbeit abliefern würde wie PM wäre schon Lange arbeitslos

RoT 18 Doppel-Voter - 9348 - 22. Februar 2015 - 11:30 #

hehe, die antworten fehlen in der tat :D

Wi7cher 11 Forenversteher - 605 - 22. Februar 2015 - 11:34 #

Das Interview ging klar zu weit. Ich bin auch für kritische Interviews aber der Ton macht die Musik. Das hier war absolut unter der Gürtellinie, aber das scheint ja in der Spielebranche langsam normal zu werden. Zuerst hasserfüllte Community-Shitstorms und jetzt färbt das schon auf die Jounalisten ab. Langsam fange ich an mich für mein Hobby zu schämen.

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - P - 1332 - 22. Februar 2015 - 11:40 #

Schließe mich an: Schafft Antwortmöglichkeiten her!

Zum Thema: Fand es teilweise unverschämt gefragt. Die Fragen an sich: Berechtigt und gut, dass kritisch nachgehakt wird, die Art wie: Eher nicht.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 22. Februar 2015 - 11:47 #

In Internetkommentaren würden man die Aussagen des Interviewers Trollen nennen. Ich sehe es sehr kritisch, dass viele Menschen so Aussagen unter der Gürtellinie okay finden, sobald sie gegen die vermeintlich richtigen Personen gehen. Man hätte Molyneux Fehler auch weniger polemisch angehen können, da wäre trotzdem ein kritisches Interview bei heraus gekommen.

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4273 - 22. Februar 2015 - 11:46 #

Ist mir egal. Persönlich hätte ich das Interview anders geführt.
Molyneux ist ein erwachsener Mensch und wird es schon verkraften. Über die Erziehungsdefizite von Herrn Walkers Eltern maße ich mir jetzt mal kein Urteil an.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24396 - 22. Februar 2015 - 11:53 #

Die Emotionalität des Interviewers fand ich etwas überzogen, dafür ist Godus am Ende einfach viel zu belanglos. Daher hätte man die Fragen auch in einem sachlicheren Ton vortragen können. Der Vorwurf ein notorischer Lügner zu sein, kommt aber nicht von ungefähr. 2011 auf der E3 hat Peter noch behauptet, dass Fable: The Journey nicht auf Schienen wäre. Als es 2012 erschien war es natürlich auf Schienen:

"Here’s the thing: Fable: The Journey is not on rails. Whilst presenting the game at Microsoft’s booth the day after its unveiling at Microsoft’s press conference, Molyneux said the words “not on rails” no less than sixteen times. The press conference demo doesn’t do it justice, he says – and that’s something he feels genuine frustration about.

“We begged for eight minutes, we only got 4, and it was really hard to get across what Fable: The Journey actually was,” says Molyneux. “We only had time to show a little bit of navigation and little bit of magic. A lot of people have written since that it’s Fable on rails – it’s NOT on rails. That is a definitive statement. Part of making a Fable experience is to give you a sense of freedom. We absolutely want that. You’re free to travel through Albion, taking 300-mile journeys, there are paths and hamlets and caves to explores – it’s not on rails.”

http://www.vg247.com/2011/06/08/e3-molyneux-on-fable-the-journey-%E2%80%9Cits-not-on-rails%E2%80%9D/

Wenn man bei Fable Anniversary alle Regionen besucht, erhält man übrigens ein "Definitely Not On Rails"-Achievement. ^^

Triton 16 Übertalent - P - 5625 - 22. Februar 2015 - 11:46 #

Das Interview war schon hart aber er scheint ja auch kein Respekt mehr vor seinen Fans / Kunden / Backer zu haben, daher war es verdient so hart attackiert zu werden.

Wobei John Walker auch mal die Spieler interview sollte, warum sie Molyneux überhaupt noch irgendetwas abnehmen. Die Zuverlässigkeit in Person ist er schon seit Jahren nicht mehr.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21065 - 22. Februar 2015 - 11:49 #

Ich fand das Interview zu hart. Klar kritische Fragen sind ok aber nicht so. Ist leider kein Einzelfall. Ich denke nicht das ich da ruhig geblieben wäre...

stylopath 16 Übertalent - 4338 - 22. Februar 2015 - 12:06 #

Sehe ich auch so, bei manchen abschnitten dachte ich mir, Damn dem Walker hätte ich schon längst den Unterkiefer aus dem Gesicht getreten.

Gut ich bin von dem Thema PM nicht so betroffen daher ist er mir auch eher positiv in Erinnerung, auch wenn man natürlich die News rund um PM in letzter Zeit gelesen hat und ich das narürlich auch nicht gut finde was da passiert ist, war die Überhebliche Art von John Walker (was für ein scheiss Name) echt zuviel für mich.

Stonecutter 19 Megatalent - - 15794 - 22. Februar 2015 - 11:58 #

Die Fähigkeit, sich aus einem so hart geführten Interview effektiv rauszuwinden, hat mich am meisten schockiert. Ich würde PM nicht mal mehr einen Kugelschreiber leihen.

Azzii (unregistriert) 22. Februar 2015 - 12:04 #

Habs so 3/4 gelesen und fands jetzt nicht unverschämt. Die Eingangsfrage vielleicht etwas hart, aber ansonsten geht das durchaus klar dazwischenzuhauen, wenn wieder irgendwelches Rauswinden oder an der Frage vorbeilamentieren einsetzt.

In dem Interview ist halt der narrative Teil kaum vorhanden und es orientiert sich alles sehr stark am Leitfaden des Interviewers, der halt Molyneuxs Versprechen nacheinander zerpflückt.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 22. Februar 2015 - 12:06 #

Die kritischen Fragen waren prinzipiell berechtigt, aber der Ton war einfach unerträglich und unprofessionell. Auch die Fragestellungen waren teilweise völlig weltfremd, etwa die Fragen nach den Kosten bzw. der Kostenplanung eines solchen Spieleprojekts. Der Interviewer hatte sicher gute Intentionen, aber die Art und Weise fand ich gar nicht okay und hatte am Ende eher Mitleid mit dem "armen" Herrn Molyneux - was ganz sicher nicht der beabsichtigte Effekt war.

BitteWas (unregistriert) 22. Februar 2015 - 17:15 #

Bitte was? Die Frage nach einer ordentlichen Finanzplanung sind "völlig weltfremd"?

[laughs]

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Februar 2015 - 2:42 #

Nein, die Vorstellungen des Interviewenden hinsichtlich der schwierigen Planbarkeit und Budgetierung einer Spiele-Entwicklung waren weltfremd. Auch wenn der Peter 30 Jahre in der Spieleindustrie tätig ist, heißt das nicht, dass er im Voraus exakt weiß, wieviel das nächste Projekt kosten wird. Das geht den meisten anderen Spieleentwicklern ja auch nicht anders, wenn du dir mal Titel wie Broken Age, The Last Guardian, Witcher 3 und Konsorten anguckst... Verzögerungen, explodierende Kosten, komplette Neu-Designs - das sind keine seltenen Phänomene. Das nun dem speziell dem Peter Molyneux in der Härte vorzuwerfen, halte ich daher tatsächlich für völlig weltfremd.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 23. Februar 2015 - 3:06 #

Nein, diese Fragen waren nicht weltfremd. Aber PM, der seit fast 30 Jahren Spiele macht und noch nahezu nie ein pünktliches Projekt abgeliefert hat, dafür bekannt ist, unrealistischen Krams über seine potentielle Spiele zu erzählen, etwas mehr Realismus zuzumuten, ist sicher nicht zu viel verlangt - aber offenbar doch.

Es geht auch nicht darum, exakt alles zu wissen, sondern die Planungen etwas im Rahmen zu halten. Godus sollte in 7-9 Monaten fertig sein, inzwischen sind wir bei mehr als der dreifachen Zeit. Das Budget hat hinten und vorne nicht gereicht, was auch wohl daran lag, dass bei Kickstarter notorisch zu wenig eingefordert wird, was aber auch nicht nur PM vorgeworfen werden kann.

Was PM aber vorgeworfen werden kann, ist dass er immer und immer wieder Dinge erzählt, deren Eintreffen so wahrscheinlich ist wie die Erscheinung des nächsten Messias. Und auch bei Godus hat er das getan und diesmal hat er eben tausende Spieler*innen um ihr Geld gebracht und das ist der Grund, warum John so hart nachhakt. Das sind vermutlich Leute, die für ihre Geld nie eine ordentliche Gegenleistung sehen werden und manche haben immernoch nicht ihre physischen Pledge-Rewards erhalten, was vermutlich schon ein ausreichender Grund für eine Klage wäre.

Wenn PM und 22Cans nicht in der Lage sind, ein solches Projekt zu managen, dann sollen sie sich halt einen Publisher holen oder es einstampfen. Aber ein Early-Access-Release zu machen und auch heute immernoch davon zu reden, dass Godus ja ganz toll wird ist nicht mehr weltfremd, sondern entweder eine dreiste Lüge oder ein psychopathologisches Symptom.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Februar 2015 - 11:16 #

Aber genau das sind letztlich die Risiken, auf die man sich bei Kickstarter einlässt - ob da nun ein Peter Molyneux oder irgendein unbekannter Indie-Dev dahintersteht: man riskiert mit jeder Kickstarter-Investition, sein eigenes Geld zu verlieren und keine ordentliche Gegenleistung zu erhalten.

Auch ich finde das nicht gut, aber das ist nun mal das Risiko dabei. Das muss den Backern bewusst gewesen sein.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 23. Februar 2015 - 15:27 #

Das ist mir auch schon ganz klar und ich habe auch schon Geld in verlorene Kickstarter-Projekte reingepumpt, die vermutlich niemals das Licht der digitalen Welt erblicken werden. Das sind allerdingsdie Ausnahmen und auch noch kleinere Teams (oder Einzelpersonen) als 22Cans.

Bei Godus kommen halt noch weitere Ungereimtheiten dazu. Es ist nicht nur so, dass das Spiel selbst ziemlicher Mist ist, sondern dass auch einige Pledge-Rewards noch nicht verschickt worden sind, dass der versprochene Linux-Support (der auch ein Strech-Goal war) wohl nur ein Wunschtraum bleiben wird, dass die PC-Version doch irgendwie einen Publisher (der das Multiplayer- und Server-Framework liefert) hat oder die ganze Sache mit dem Curiosity-Gewinner.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. Februar 2015 - 11:46 #

"Was PM aber vorgeworfen werden kann, ist dass er immer und immer wieder Dinge erzählt, deren Eintreffen so wahrscheinlich ist wie die Erscheinung des nächsten Messias. "
Genauso kann man anderen Leuten vorwerfen, dass ihm das geglaubt wird. Peter ist doch mittlerweile seit Jahrzehnten dafür bekannt, visionäre Ideen zu haben, die er dann hochtrabend präsentiert, um dann danach erst mal zu gucken, ob das klappt. Naturgemäß klappt's sehr oft nicht.

Man könnte soweit gehen zu sagen "dafür steht er seit jeher mit seinem Namen". Sich da dann zu wundern, dass es mal wieder so kommt, ist schon merkwürdig. Sich darüber aufzuregen auch.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 23. Februar 2015 - 15:27 #

Ja klar, PM ist ja bekannt für seine astronomischen Versprechungen, aber diesmal hat er halt Leute etwas versprochen, die ihm bereits Geld gegeben haben und darum hat RPS so hart nachgehakt, weil diese Leute jetzt schon jahrelang auf Ergebnisse warten.
Es macht halt doch einen Unterschied, ob ich nur einen Publisher blöde bequatsche oder ein paar tausend Leute um ihr Geld bringe.

Godus hat gerade 38% positive Reviews bei Steam. Das ist niederschmetternd. Das ist eben nicht die neue Generation der God-Games (da empfehle ich eher das alte Populous oder halt Reprisal Universe), sondern irgendein Murks.

Und es gibt so viele Gerüchte über Godus, das Team und 22Cans, da musste mal Klarheit geschaffen werden. Immerhin arbeiten ja doch noch fast 10 Leute an Godus und nicht nur 3.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. Februar 2015 - 15:55 #

Ich seh da keinen Unterschied. Es ist doch nicht so, als hätte man nicht gewusst, *wem* man da das Geld gibt.

Mad World (unregistriert) 22. Februar 2015 - 12:26 #

Solche Interviews ist man von deutschen Spielejournalisten gar nicht mehr gewohnt. Da haben kritische Nachfragen Seltenheitscharakter. Einfach mal in einer aktuellen Spielezeitschrift die Interviews durchlesen.

Tribal Force (unregistriert) 22. Februar 2015 - 12:42 #

Peter Molyneux ist nicht nur ein Lügner, er ist ein Betrüger. Statt mit dem Geld der Backer ein modernes Populus zu entwickeln, hat er ein übles Pay2Win-Spiel erschaffen. Die ersten zwei Stunden sind noch in Ordnung, aber danach darf man nur noch warten. Spielspaß kommt so keiner auf. Der PC-Version fehlen nach drei Jahren (!) immer noch viele Elemente, das Studio hat sich scheinbar längst anderen Projekten zugewandt. Und da das Spiel offiziell immer noch nicht fertig ist, werden auch keine physikalischen Rewards wie Artbooks verschickt.

Mich wundert es nicht, dass Microsoft ihn irgendwann loswerden wollte. Sein Lionhead-Team hat seit Fable 2 im Oktober 2008 auch nix gescheites mehr auf die Beine gestellt.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21065 - 22. Februar 2015 - 12:45 #

Der PC-Version fehlen nach drei Jahren (!) immer noch viele Elemente, das Studio hat sich scheinbar längst anderen Projekten zugewandt.

Bist du aus der Zukunft???? 2017?

Tribal Force (unregistriert) 22. Februar 2015 - 13:07 #

Ich hatte es gehofft, aber scheinbar ist es immer noch das schnöde 2015...

"2012 war es soweit und Molyneux startete mit seiner neuen Firma 22Can eine Kickstarter-Kampagne zu “Godus”, welches versprach, das alte Populous-Feeling wieder zurückzubringen. Dieses Versprechen ist nun fast 3 Jahre her und von der PC-Version gibt es kaum mehr als eine halbfertige Beta und eine F2P-verseuchte Mobile-Version."

insertmoin.de/im1218-le-brunch-die-akte-peter-molyneux/

Mad World (unregistriert) 22. Februar 2015 - 13:12 #

Insert Moin? Dass sich immer noch Leute trauen diesen Mist zu verlinken. Wenn auch nur anonym. In meiner Welt ging die Kickstarter-Kampagne von November bis Dezember 2012. Das ist gut zwei Jahre her.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6093 - 23. Februar 2015 - 12:50 #

Was hast du gegen Insert Moin? Gerade in der Podcast-Folge sprechen zwei Kenner mit dem Moderator...

Tasmanius 16 Übertalent - P - 4833 - 23. Februar 2015 - 22:40 #

InsertMoin ist ein großartiges Projekt!

Kirkegard 19 Megatalent - 15726 - 24. Februar 2015 - 7:58 #

Bei Peter würde InsertCoin besser passen ^^

euph 23 Langzeituser - P - 41905 - 24. Februar 2015 - 11:10 #

Gut dass du hier registriert gepostet hast :-)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 12:47 #

War genau richtig so. Seit vielen Jahren verspricht der gute Peter immer das Blaue vom Himmel und am Ende bleibt meist nichts über.
Siehe Fable, zweifelsohne gute spiele, aber meilenweit von dem entfernt was immer versprochen wurde.
Mich stört es eher das manche glauben das man solche Typen wie PM unbedingt mit Respekt behandeln muß.
Weshalb ?
Weil er älter ist ?
Weil er ein VIP ist ?
Respekt muß man sich verdienen !

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 12:51 #

Was hast du denn schon geleistet?
Populous, Dungeon Keeper u.a. hat PM aufm Konto. Du Null!

Wipeout (unregistriert) 22. Februar 2015 - 13:26 #

An Dungeon Keeper saßen viele bekannte Köpfe, nicht nur Peter Molyneux. Dieser hat dem Projekt wahrscheinlich mehr geschadet als geholfen. Er wäre gern der Steve Jobs der Spieleindustrie, hat aber seit 20 Jahren nur noch Enttäuschungen vorzuweisen.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 16:44 #

Also halten wir mal fest du bringst eigentlich ein Argument dafür das mit diesem, nennen wir es mal, "Interview" etwas im Gesamtkontext nicht stimmt. Dazu eine Behauptung der genug zufriedene Spieler wiedersprechen dürften. Ach ja und eine von dir weder belegbare noch begründbare Behauptung die nahe an der Beleidigungsgrenze ist.

Jap deine Meinungsäusserung ist eindeutig wichtig und zu akzeptieren.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 16:51 #

"Enttäuschungen" sind nicht gleichzusetzen mit schlechten Spielen. Und spätestens seit Black&White hat PM eben nur noch Entäuschungen produziert. Die ganzen wahnwitzigen Versprechungen, die er zu Titel wie B&W oder Fable gemacht hat und wo am Ende komplexe Tamagotchis bzw. simple Action-RPGs bei rauskamen, sind halt alle dokumentiert.

Und bei Godus ist es nicht anders. Wobei ich echt versucht bin, das Spiel aus einer Mischung aus Neugier (so bad it's good) und Mitleid doch mal im Sonderangebot zu kaufen.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 16:55 #

Black & White wurde 2001 veröffentlicht ... wie war das mit den 20 Jahren?

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 17:57 #

Ich habe die 20 Jahre nicht ins Spiel gebracht. Dann wären es eben 14 Jahre. Dungeon Keeper und Theme Hospital sind 1997 erschienen, vor knapp 18 Jahren. Wenn wir noch DK2 dazu nehmen, wo der Peter allerdings "nur" Projektleiter war, dann wäre das 1999 und wir wären bei knapp 16 Jahren mit Enttäuschungen.

Das ist allerdings gar nicht mehr so lang von der 20 entfernt. Vielleicht könnten wir uns auch auf 15 Jahre einigen. (Und Godus ist keine Enttäuschung, sondern eine Unverschämtheit, außer es verwandelt sich jetzt noch in den nächsten Monaten in eine Schwanengöttin.)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 18:12 #

Ich bezog mich aber auf die 20 Jahre Aussage. Und auf die allgemein hingeschluderten Behauptungen/Lügen. Und wenn du dann meine Aussage aufgreifst solltest du auch den Ursprung im Blick behalten.

Das PM schon in dem Zeitraum rund um B&W angefangen hat weniger zu liefern als versprochen steht ausser Frage. Und B&W war auch das letzte Spiel von ihm das ich persönlich als gut empfunden habe.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 18:35 #

Uh, wir haben dann doch gar keinen Dissens. Ich habe mich halt hauptsächlich auf den Enttäuschungspunkt bezogen, der Zeitraum war da eher nebensächlich.

Ich glaube auch nicht, dass er mal "zu alter Stärke" zurückfindet, dazu ist diese "Stärke" eben viel zu lang her.

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 18:41 #

Das hätte tatsächlich eine mögliche Stärke des Interviews sein können:
Herausarbeiten der Stärken und Schwächen PMs und Nachfragen, ob mit dediziertem Controlling und guten Projektmanagment (aka nicht PM) nicht doch ein sehr gutes Spiel herauskommen kann.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 18:54 #

Aber so ein Interview ist mit PM selbst nicht möglich, weil er sich entweder selbst gerne reden hört oder einfach irgendwas schwafelt und später nicht mehr genau weiß, was er eigentlich gesagt hat.

PM lebt doch nur von seinen Erfolgen, die nun über 15! Jahre zurückliegen. Seither ist da nichts Großes mehr gekommen - aber er selbst hat immer die Öffentlichkeit gesucht, um seine Spiele zu hypen und hat erst kürzlich damit aufgehört, selbst beim Godus-Kickstarter hat er damit noch mitgemacht. Und diese Öffentlichkeit, die über seine irrealen Versprechen nur noch lacht, kommt jetzt zurück und stellt bodenständige Fragen - das kann nicht gut ausgehen.

Und welche Stärken PMs? Die sind seit 15 Jahren nicht mehr in Erscheinung getreten. Es wäre wohl besser gewesen, wenn des Godus-Kickstarter-Projekt gescheitert wäre.

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 19:10 #

Ich habe in meinem Berufsleben mit sehr vielen genialen Köpfen zusammengearbeitet, die sich überhaupt nicht gut präsentieren können, um nicht zu sagen eine fatale Außenwirkung haben. Daher fällt mein Urteil über PM milder aus (hab allerdings auch nicht gebacken). Ob der Mann mit seinen letzten X Projekten gescheitert ist, ist letztlich auch egal:

-> der Deutsche kramt die Mistgabeln beim ersten Scheitern aus
-> der Ami behält immer seine(n) Erfolg(e) im Kopf und gibt weitere Chancen

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Februar 2015 - 2:49 #

Ich weiß nicht, ob wir dieselbe Definition von "Scheitern" haben. Fable 1-3 waren sehr ordentliche Spiele, die mir lange Zeit Spaß bereitet haben und selbst Black & White würde ich nicht als Totalausfall werten. Sicher erreichten diese Titel nicht das Niveau alter Glanztaten und dass Peter gerne mehr verspricht, als er am Ende halten kann, ist mehr als nur ärgerlich ... aber "Scheitern" finde ich zu hart formuliert.

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 23. Februar 2015 - 9:43 #

Definition des Scheiterns? Nicht meine, aber schau dir die Mistgabeln im thread an :)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 23. Februar 2015 - 2:59 #

Das Rechtssystem der USA (Stichwort: Three Strikes) hätte gerne mal ein Wörtchen mit dir.
Sonst sind auch beim Interviews keine Amis beteiligt gewesen, die beiden sind Briten.

Und es nicht die zweite oder dritte, sondern eher die zehnte Chance, die PM hier bekommt, seit er bei B&W schon maßlos übertrieben hat. Und trotzdem konnte er eine halbe Million Pfund sammeln und mal wieder tausende Leute enttäuschen. Wäre Godus ein mittelprächtiges Godgame geworden, wäre heute alles friedlicher und es gäbe auch keinen Shitstorm gegen PM. Aber jetzt, über 2 Jahre nach dem Kickstarter und einem Mobile-Projekt, was lächerlich scheiße ist, spricht er immernoch davon, dass Godus ein tolles, grandioses Spiel werden soll.

Aber da ende ich auch mit einem passenden englischen Sprichwort: "Fool me once, shame on you - fool me twice, shame on me."

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Februar 2015 - 3:04 #

>> Aber da ende ich auch mit einem passenden englischen Sprichwort: "Fool me once, shame on you - fool me twice, shame on me."

Nein, das geht anders. Ich kenn das aus Tennessee und das geht so:
"Fool me once, shame on - shame on you. Fool me - you can't get fooled again."

:D

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 23. Februar 2015 - 9:48 #

Bevor du mit dem Rechtssystem winkst, solltest du durch das Kapitel Kapitalbeschaffung, Abt. Risikobewertung, blättern. Da gibt's fundamentale Unterschiede in D bzw. im angelsächsischen Raum.

thoros 11 Forenversteher - 576 - 23. Februar 2015 - 8:36 #

Soweit ich weiss ist Molyneux Brite.

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 23. Februar 2015 - 9:42 #

Korrekt. Mein Argument hat aber weder mit RPS noch mit PM zu tun; es ist ein allgemeiner Vergleich.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 19:01 #

Nee gedisst hat hier keiner einen. Finde ich.

Und ja der PM sollte den Sid Meier Weg gehen. Im Hintergrund Ideen entwickeln Berater sein aber eher weniger am Spiel werkeln. Dann und nur dann glaube ich das es nochmal ein Spiel unter seiner Ägide und Namen in den Bereich schafft wo es hingehört. Nämlich ein von den Fans gern gespieltes und Projekt das daraufhin auch erfolgreich sein kann.

Macht er jedoch so weiter, egal ob nun mit zukünftigen Interviews oder nicht, wie bisher, auf Trends aufspringen Federführend das Projekt bearbeiten etc, sehe ich schwarz.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 23. Februar 2015 - 3:00 #

Dass wir keinen Dissens haben, bedeutet nur, dass wir uns einig sind. Mit "dissen" hat das nichts zu tun.

Sonst stimme ich dir zu, er sollte wirklich Mikrofone und Kameras meiden und einfach mal ein tolles Spiel entwickeln. Dann kommt der Ruf auch von ganz allein zurück.

Mad World (unregistriert) 22. Februar 2015 - 18:55 #

Auf Äußerungen wie "Du Null" sollte man keine höfliche Antworten erwarten...
Und wo hat er hier einen der User beleidigt? Ob 14 oder 20 Jahre macht den Braten jetzt auch nicht fett.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 19:02 #

Er hat mehr als nur die 20 Jahre falsch gemacht. Aber wenn das allein hängen geblieben ist. Viel Spass :-D.

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 19:17 #

Henrik ist laut Profil 40, also 40 Jahre nichts geschafft, und nach seiner Logik keinen Respekt verdient ^^

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 19:21 #

Aha, woher weißt du das ich nichts geschafft habe ?
Aber solch schwachsinnige Sprüche bringst du ja gerne.

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 19:23 #

Respekt muß man sich verdienen !

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 19:29 #

Respekt ? Von dir Feo ?
Glaub mir von niemandem brauche ich weniger Respekt als von Leuten wie dir.
Leute die ständig auf irgendwas aus dem Kontext gerissenen herumreiten, weil ihr eigenes Leben scheinbar mächtig öde ist.
Und ich vergesse es mal wieder, aber diskutieren mit dir bringt eh nichts.
Würdest du konstruktive Kritik an meinen Aussagen üben, könnte man ja drüber reden, aber so....

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 19:39 #

Mit dem Rage-Mode wirst du dir sicher bei allen Lesern Respekt erarbeiten.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 19:56 #

Lustige Aussage :D

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 19:54 #

Das hast du hier und heute aber selber auch schon gebracht. Wie war das nochmal mit an die eigene Nase fassen?

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 19:57 #

Nichts für ungut Chuck, hast Recht. *rotwerd*

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 20:05 #

Wie gesagt an die eigene Nase fassen kann sich jeder manchmal :-D.
Manche selten manche öfter (du und ich zb) und manche sollte erst fassen dann denken und dann erst posten ^^.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 20:09 #

Kein Ding, und ich wollt dich auch nicht wirklich dissen. Ein wenig kitzeln vielleicht...:D

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 20:10 #

Sowas klappt manchmal ganz gut ^^
Aber heute bin ich total entspannt ...

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 20:12 #

Bah ist ja ekelhaft, wenn wir uns alle so lieb haben. Wo ist denn da bitte die WAGENBURG?

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 21:00 #

Wagenwas? Ich verschanz mich im Wartburg!

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. Februar 2015 - 11:36 #

Ich kenne nur Teewagen.

Christian (unregistriert) 22. Februar 2015 - 19:30 #

Wer mit 40 Jahren noch auf Computerspieleseiten abhängt, der hat es wirklich geschafft und meinen Respekt verdient !einself!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340494 - 22. Februar 2015 - 21:35 #

D.h. du bist erst 39?

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 19:53 #

Ähm ich meinte Wipeout. Henrik bin ich hier nie drauf eingegangen ausser auf seinen "Diss" in meine Richtung.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Februar 2015 - 2:44 #

Die Argumentationsweise finde ich problematisch: ist das Spiel gut, war es eine Teamleistung und Molyneux war nur ein kleines Rädchen im Getriebe - wird das Spiel hingegen enttäuschend, ist nur er allein schuld?

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 15:48 #

Ohhh, hat der Kleine heut seinen Haferbrei nicht bekommen ?

justFaked 16 Übertalent - 4339 - 22. Februar 2015 - 12:55 #

Weil man jeden Menschen mit Respekt behandeln sollte?? Das hat nichts mit PM an sich zu tun, sondern ist einfach ein Gebot der Höflichkeit.

Ich finde es erschreckend dass einige hier krittische Fragen mit Polemik und Schlechtem Umgangston gleich setzen. Viele Interviews die Jörg Langer hier für GG geführt hat zeigen dass es auch anders geht. Kritische Fragen stellen und sich dabei nicht im Ton vergreifen.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21065 - 22. Februar 2015 - 12:59 #

Eben. Ich würde bei so nen Interview nach spätestens der dritten frechen Frage, aufstehen und ohne ein weiteres Wort gehen. Punkt. Ende!

Oder doch noch ein Satz: Machs besser oder STFU!

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 13:25 #

Noe, man wünscht noch einen schönen Tag - auch der Abgang geht mit Würde :)

Jimmy 12 Trollwächter - 1162 - 22. Februar 2015 - 13:03 #

Genau so ist es, oder fändet ihr es ok wenn ihr in eurem Job Fehler macht und dann beleidigt werdet, anstatt das sachliche Kritik geübt wird.

Hermann Nasenweier 15 Kenner - P - 2971 - 22. Februar 2015 - 18:16 #

Das sehe ich genauso. Ob wohl alle Leute die das Interview ok fanden noch genauso denken, wenn sie der eigene Chef vor versammelten Team mit der Frage konfrontiert:"Sind sie eine pathetischer Versager ?".

Aber da ist dann bestimmt das Geheule gross weil das ja sowas von fies und voellig unberechtigt war.

Man sollte sich immer Respekt vor dem anderen bewahren, auch wenn es schwer faellt und man vielleicht besser das Thema vertagt. Von daher finde ich es eigentlich erschreckend wie viele Leute das Interview gut fanden.

Grad denke ich mir, wenn das eigene Kind einfach schlecht in der Schule ist, darf man das dann auch vor der ganzen Klasse fragen ob es ein notorischer Versager ist ... :(

Triton 16 Übertalent - P - 5625 - 22. Februar 2015 - 14:50 #

"Weil man jeden Menschen mit Respekt behandeln sollte??"

Respekt verdient nur derjenige der andere respektiert. Und Peter Molyneux respektiert offensichtlich seine Kunden, Backer und Fans nicht. Wenn er überhaupt noch letzteres hat. Glaubwürdig und Zuverlässig ist er schon seit Jahren nicht mehr. Wurde also mal Zeit für so ein hartes aber verdientes Interview.

Alleine was er in den letzten paar Jahren abgezogen hat, ist ein Unding. Wer jetzt diesem Herrn noch irgendetwas glaubt, der hat selbst Schuld wenn er (wieder) Enttäuscht wird. Den Titel "Lügenbaron von Münchhausen" hat er sich schon vor Jahren verdient.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 17:58 #

Man sollte meinen, wir wären schon längst aus dem Zeitalter des Alten Testaments heraus. "Respekt verdient nur derjenige der andere respektiert"? Auge um Auge, Zahn um Zahn? Ganz schlechter Stil, finde ich.

justFaked 16 Übertalent - 4339 - 22. Februar 2015 - 18:04 #

Eigentlich sollte man doch schon in der Vorschule beigebracht bekommen, dass schlechtes Verhalten eines anderen eigenes schlechtes Verhalten nicht rechtfertigt...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 18:15 #

Ja. Eigentlich.

Smutje 16 Übertalent - P - 4232 - 23. Februar 2015 - 18:20 #

Solche gesellschaftlichen Gepflogenheiten lernt man idealerweise im Elternhaus...

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. Februar 2015 - 11:38 #

Darüber hinaus ist ja auch die Aussage, dass PM seine Fans nicht respektiere, eine gewagte Aussage. Nur weil er nicht liefern kann, was er liefern wollte, heißt das noch längst nicht, dass er keinen persönlichen Respekt hat.

Ole122 12 Trollwächter - 931 - 23. Februar 2015 - 17:20 #

Naja, wie er mit dem Gewinner seines Curiosity-Spiels umgegangen ist (noch umgeht?) erscheint mir schon respektlos. Ist natürlioh erstmal nur eine Person, aber dennoch...

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 15:50 #

Siehe den Kommentar von Triton.
Ich respektiere jeden, der selber Respekt verteilt.
Dies tut PM absolut nicht.
Und es bringt nichts wenn man unverdienten Respekt zollt.
Auf diese Weise schürt man nur noch mehr die Arroganz bei solchen Leuten.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 17:15 #

Das hat nicht nur was mit Respekt zu tun sondern auch mit Menschenwürdigem Umgang. Nein man beleidigt keinen. Und auch in Frageform ist eine Beleidigung eine Beleidigung.

Du musst PM nicht als Person oder als Entwickler oder sonst was respektieren. Aber das er ein Mensch ist und somit ordentlich zu behandeln ist solltest auch du akzeptieren.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 17:48 #

Nun, was Respekt angeht, sieht man oft in deinen Posts nicht viel davon. Ergo, erstmal an die eigene Nase fassen !

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 18:10 #

Dem kann ich schlecht wiedersprechen. Und? Hat jetzt was mit dem Umgang mit PM zu tun?
Ich respektiere auch nicht viele Menschen. Und wenn ich beleidigend werde schaukelte sich das vorher hoch und startet nicht schon mit der Intention, wobei ich es im nachhinein immer bereue sofern ich es bemerkt habe.
Und auch hier zählt die Verfehlungen anderer egalisiert nicht die eigenen.

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 22. Februar 2015 - 17:35 #

Wirklich lächerlich Herrn Langer über John Walker zu erheben. Die beiden spielen in vollkommen unterschiedlichen Ligen. Herr Langer lässt in seinen Interviews vielleicht ein oder zwei Fragen mit kritischem Unterton vom Stapel, gibt sich mit den Antworten in der Regel aber auch extrem schnell zufrieden. Er würde auch nie im Leben sagen: "Das ist schlecht! Das ist nicht hinnehmbar! Das müsst ihr verbessern!", er traut sich höchstens ein: "Meint ihr nicht, dass in diesem Bereich noch etwas Luft nach oben ist?" In der deutschen Spielejournalistik gehört Jörg Langer sicherlich zur Rige der überdurchschnittlichen Schreiber, im internationalen Kontext bedeutet das aber nachwievor genau 0.

justFaked 16 Übertalent - 4339 - 22. Februar 2015 - 17:55 #

Ich sehe, du verstehst den Kommentar genau 0.

Es geht nicht darum die Qualität von irgendwelchen(!) Autoren miteinander zu vergleichen, sondern einfach aufzuzeigen dass es möglich ist kritische Fragen in angemessener Art und Weise zu stellen. Ob Jörg Langer bei seinen Fragen hartnäckiger sein könnte ist doch in diesem Kontext völlig egal.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. Februar 2015 - 11:29 #

Warum sollte man ihn bitte *nicht* mit Respekt behandeln?!
Mit Alter und VIP hat das rein gar nichts zu tun. Respekt muss man sich auch nicht verdienen, gegenseitiger Respekt ist eine Grundvoraussetzung im gesellschaftlichen Umgang.

Davon abgesehen sind mit Leute wie PM lieber als Maulkorb-Designer, die nur die abgesegneten PR-Phrasen der Publisher dreschen dürfen. Interview-Situationen wie "Aber wie ist denn das mit der KI?" - "Ja, also besonders stolz sind wir auf unsere neue Fell-Engine!" sind schlimmer als wenn man einem PM bei seinen spannenden Visionen zuhören kann. Dass viele Ideen sich später nicht umsetzen lassen, ist überall so, nur PM tut eigentlich genau das, was Spieler anderswo immer fordern: Früh erzählen, was er alles plant. Inklusive der Dinge, die dann halt nicht klappen.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 23. Februar 2015 - 15:50 #

Gegenseitiger Respekt ist eine Grundvoraussetzung, stimme ich zu. Allerdings sieht die Realität doch meist ganz anders aus.
Respekt wie ich ihn noch aus meiner Jugend kenne ist fast völlig verschwunden.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. Februar 2015 - 15:58 #

Und weil andere keinen Respekt mehr haben, machen wir da einfach mit oder heißen das sogar gut? Ne, das ist mir zu einfach.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 23. Februar 2015 - 17:06 #

Das hab ich damit nicht gesagt.
Ich meine nur das es wenig bringt respektvoll zu sein wenn man dafür nur Hohn erntet.

BigBS 15 Kenner - P - 3056 - 22. Februar 2015 - 13:06 #

Kritische Fragen sollen und müssen sein. Aber bitte immer mit Respect vor dem anderen Menschen.
Leider nimmt genau diese Einstellung immer mehr ab.

Sciron 19 Megatalent - P - 16810 - 22. Februar 2015 - 13:07 #

Schade, dass der Interviewer keine Frau war. GamerGate bräuchte wieder ein paar frische Impulse.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 16:49 #

John Walker ist nach den ganzen Frauen*, die GaGa so angreift, vermutlich die nächste Person auf der Liste, er gilt nämlich als Vorzeige-SJW sondergleichen.

Mad World (unregistriert) 22. Februar 2015 - 19:00 #

Die Leute, die hier John Walker kritisieren, wollen also in Wahrheit nur GamerGate in Schutz nehmen? Weil John Walker zeigt wie respektlos der Spielejournalismus ist und GamerGate als Korrektiv nötig hat. Interessant.

Streisand (unregistriert) 22. Februar 2015 - 19:07 #

Es geht im Grunde nur um Frauenhass. John Walker hat der Misogynie der Branche den Spiegel vorgehalten. Das hat ihn zur Zielscheibe gemacht. Deswegen muss man ihm jetzt wegen einen hart, aber immer fair geführten Interview ans Bein pinkeln. Die ganze Diskussion ist so lächerlich. Als ob Peter Molyneux nicht vorher schon hart angegangen in Interviews. Immerhin hat er sich 90 Minuten Zeit für das Interview genommen und nicht aufgelegt.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 23. Februar 2015 - 3:01 #

Huh, ich, eh, wollte nur sagen, dass John so oder so schon Zielscheibe von GaGa war und dieses Interview jetzt vermutlich nichts daran ändern wird.
(Und GaGa, die ja dolleren und weniger schmusigen Spielejournalismus wollen, finden das Interview auch scheiße, also von mir ein dickes FU, GamerGate!)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12583 - 22. Februar 2015 - 13:08 #

Teilweise waren die Fragen schon unverschämt aber ganz ehrlich Nein es war nicht zu hart.

Der gute Mann hat die letzten 15 Jahre so vieles versprochen was nie eingehalten wurde oder Sachen kritisiert die er dann aber selbst gemacht hat (F2P und Godus zb), irgendwann muss einer mal auf den Tisch hauen. Wenn man den Peter kritisiert hat kommt von vielen immer ja aber er hat doch mal blabla gemacht... Ja vor 20 Jahren deshalb sollte man aber keinen Freifahrschein haben. (selbe gilt für t. Schafer)

Jeden anderen Entwickler hätte man dafür wohl in der Luft zerrissen, bei ihm traut sich anscheinend keiner... bis jetzt zumindest. Die Presse müsste bei bekannten Entwicklern die Mist bauen einfach generell kritischer sein.

x_wOXOw_x 11 Forenversteher - 612 - 22. Februar 2015 - 13:08 #

Nach den Berichten zum Interview hatte ich etwas wesentlich härteres erwartet, aber zumindest von Seiten des Interviewers war es sehr sachlich, er hält PM seine eigenen Aussagen und Versprechungen vor und gibt ihm viel Raum für Antworten.

PM hingegen kann anscheinend nicht zwischen der sachlichen und persönlichen Ebene differenzieren. Besonders deutlich wird dies in seinem Schlusssatz: "Get an Apple phone so you can Find A Friend." In seinen eigenen Augen hat er nichts falsch gemacht, er wird nur von der ganzen Welt falsch verstanden.

Klar, die Eröffnungsfrage "Do you think that you’re a pathological liar?" war schon heftig, aber sie war notwendig, um PM aus seiner Wohlfühlzone heraus zu holen. Und angesichts so vieler nicht eingehaltener Versprechen auch gerechtfertigt.

Mo von Wimate 17 Shapeshifter - P - 6034 - 22. Februar 2015 - 13:12 #

Zwei Dinge fehlen mir in der Einführung zur Frage.

1. Molyneux hat beschlossen nie wieder ein Interview zu geben (mein fertige Newsvorschlag konnte wegen meines Ranges leider nicht übernommen werden).
Das er das Interview trotzdem beendet hat, zeugt von professionaität, aber dass er nie wieder ein Interview geben will zeigt nicht, dass er die Fassung bewahrt hat.
Er ist vom 1-Meter-Brett ins Wasser gesprungen und das Wasser war eisig. An einem heißen Sommertag mag das überraschen, kann aber auch erfrischend sein.

2. In dem Interview wurde auch der Umgang von Molyneux Studio mit Bryan Henderson, dem Gewinner des Curiosity Spiels, besprochen. Dieser sollte als Gottheit in Godus auftauchen und 1% der Gewinne erhalten. Die letzten 1 1/2 Jahre hat wohl Funkstille geherrscht.
Das Godus zu spät erscheint und nicht alles so sein wird wie versprochen, rechtfertig unangenehme Fragen, aber nicht den Ton. Der Umgang mit Henderson rechtfertig zwar immernoch nicht den Ton, macht ihn aber verständlicher.

zfpru 15 Kenner - P - 3537 - 22. Februar 2015 - 13:15 #

Das war schon Ok so, das Interview.

Saphirweapon 16 Übertalent - 5239 - 22. Februar 2015 - 13:19 #

Soso...die Mehrheit der abstimmenden ist also der Meinung, es fehlte der Respekt. Wo hat Molyneux denn den Backern gegenüber sich Respektvoll verhalten ?

justFaked 16 Übertalent - 4339 - 22. Februar 2015 - 13:22 #

Ohne deine Frage jetzt beantworten zu wollen: Was ist das denn für eine Kindergartenlogik? "Der war böse, deshalb darf ich´s auch sein!"

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 16:59 #

Ja dieses eigene rumpöbeln mit fadenscheiniger Begründung scheint echt immer beliebter zu werden.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 18:02 #

Ich bin auch ernsthaft schockiert, dass sich so manch ein User hier auf diese Argumentation einlässt, um Walkers Benehmen zu rechtfertigen. Da kann man wirklich nur noch in die Ecke gehen und sich für die anderen schämen. Unfassbar.

Saphirweapon 16 Übertalent - 5239 - 23. Februar 2015 - 11:49 #

Viel Spaß in der Ecke Sven, ich hoffe doch, du behälst auch von dort die Kommentare der Bösen User im Auge ; )

Saphirweapon 16 Übertalent - 5239 - 23. Februar 2015 - 11:48 #

Was ist das denn für eine Kindergartenlogik, dass jemand der anderen gegenüber nicht respektvoll sich verhalten hat, für sich selber respektvolles Verhalten geltend machen kann ?

Meine Meinung: In dem Moment wo jemand den Weg eines respektvollen Umgangs miteinander verlassen hat, darf er sich auch nicht darüber beschweren, dass man ihm keinen Respekt mehr entgegenbringt.

Unabhängig davon empfand ich das Interview nicht als respektlos.

justFaked 16 Übertalent - 4339 - 23. Februar 2015 - 13:49 #

Das ist Grundbestandteil des gesellschaftlichen Zusammenseins. Weil sich einer daneben benimmt, nimmt man das nicht zum Anlass sich diesem gegenüber auch daneben zu benehmen.

Wenn jemand einen Diebstahl begeht und vor Gericht steht, wird er auch nicht vom Richter oder den Anwälten respektlos behandelt, nur weil er sich dem Opfer gegenüber respektlos verhalten hat.

Saphirweapon 16 Übertalent - 5239 - 23. Februar 2015 - 14:10 #

Ich sage ja nicht, dass man Unrecht mit Unrecht vergeltet. Sondern nur, dass wer Unrecht begeht sich nicht auf Recht beziehen sollen dürfte.

Wenn jemand in dein Haus einbricht und deine Frau erschlägt, hast du ihn gefälligst noch respektvoll und unter Wahrung seiner Würde und körperlichen Unversehrtheit zu behandeln ?

justFaked 16 Übertalent - 4339 - 23. Februar 2015 - 14:16 #

Optimalerweise: Ja.

Dass man die "Beherrschung" verlieren kann ist ja durchaus möglich, aber im Normalfall und gerade in einem Interview (also einem PROFESSIONELLEN Verhältnis) kann man durchaus verlangen dass es nicht zu solchen Ausrutschern kommt.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 23. Februar 2015 - 16:49 #

Da vergleichst Du leider die berühmten Äpfel mit den Birnen. Ein Einbruch inklusive Mord an der eigenen Frau ist eine emotionale Extremsituation - da kann man beim besten Willen nicht verlangen, dass der Ehemann die Ruhe bewahrt und den Einbrecher freundlich hinauskomplimentiert (überspitzt ausgedrückt, natürlich).
In einer Interview-Situation jedoch, die justFaked ganz richtig als professionelles Verhältnis bezeichnet, sollten Respektlosigkeiten nicht zum Grundton bzw. in diesem Fall in den Einstieg gehören.

Kirkegard 19 Megatalent - 15726 - 24. Februar 2015 - 8:00 #

Was ein Schwachsinnsvergleich. Lern mal differenzieren.

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6014 - 22. Februar 2015 - 13:35 #

Meine Antwort: Ja, das war zu hart.

Peter Molyneux ist ein Mann, der für seine Arbeit lebt, für den es nicht nur ein Job ist zu dem man morgens hingeht, abends raus geht und dann nichts mehr damit zu tun haben will. Es ist seine Leidenschaft und ich glaube auch, dass wenn er über ein Spiel erzählt er überzeugt davon ist, dass es das richtige ist. Ich halte ihn nicht für einen Lügner und Betrüger, wie er auch hier in den Kommentaren dargestellt wird, dafür braucht man eine gewisse kriminelle Energie dahinter. Vor allem: er weiß das selber nur zu gut. Zum Vergleich kann man sich mal das Interview mit der GameStar anschauen, welches er auf der GamesCom letztes Jahr gegeben hat. OK, weniger Interview da er sehr oft frei erzählen konnte, aber da hat man eher gesehen wie er ist, statt in ständig mit unangemessenen Fragen in die Defensive zu treiben.
https://www.youtube.com/watch?v=bzizBmgL6lw
https://www.youtube.com/watch?v=pWaUSDK0xyg
https://www.youtube.com/watch?v=79V_iIhzfLA
Das heißt nicht dass man nicht kritisch fragen und ihn mit seinen Versprechen konfrontieren sollte. Das kann man aber auch mit mehr Respekt vor der Person machen, was nichts mit Peter Molyneux persönlich zu tun hat sondern mit generellem Respekt vor Menschen. RPG schätze ich eigentlich sehr als Seite, wobei mir John Walker schon negativ aufgefallen ist indem er auch bei Reviews völlig übers Ziel hinaus schießt und sich in Details verliert und darauf rumreitet.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8190 - 22. Februar 2015 - 13:35 #

Ich fand den Interviewer respektvoll genug, Molyneux verhält sich aber bei den Fragen wie ein Pudding - der sich nicht an die Wand nageln möchte.

Selbst wenn man ihm Sachen vorhält, die er erst 2 Minuten vorher gesagt hat, wird gerudert wie Wild.

Daher hab ich "Nein. Das Interview hat genau das richtige Maß an Härte." gewählt - mit der Tendenz zu: Hätte ruhig noch bissle rabiater sein können.

Izibaar 16 Übertalent - 5857 - 22. Februar 2015 - 13:39 #

Ich fand das Interview genau richtig, weil Molyneux offensichtlich damit klar gekommen ist. Und das was bei Godus abläuft ist imho Betrug. Alle modernen Methoden aus einem Spiel Geld rauszupressen wurden umgesetzt. Nur mehr als eine ganz simple (Abzock-)App ist nicht bei raus gekommen.

Sehr interessant fand ich, dass Molyneux erklärt warum das Spiel im geplanten Zeitraum von <1 Jahr gar nicht umgesetzt werden konnte. Es allerdings versucht wurde, weil sie daran geglaubt haben. Später erfährt man noch, dass das Projekt gescheitert ist, weil mehrere Technologien auf die man gesetzt hat nicht so entwickelt wurden wie vorgestellt. Das sind natürlich beste Vorraussetzungen gewesen um Godus in Rekordzeit umzusetzen: Mit Technologien die es noch gar nciht gibt. XD
Heute bekommt jeder Student eine bessere Projektplanung hin!

Red Dox 16 Übertalent - 4226 - 22. Februar 2015 - 14:37 #

Der Ton der im interview angeschlagen wurde war stellenweise vielleicht ein wenig spitz aber insgesamt wars OK. Der gute Peter redet so oft und so gern mit der Presse, irgendwann musste halt mal jemand die Fragen stellen die im Internet zur Genüge rumgeistern. Allein die Thematik um den "God of Gods" Mist mit Henderson ist doch irgendwie dreist. Erst die große PR darum aufziehen, dann gibt es den Gewinner und dann folgen nur Ausflüchte warum er von seinem Gewinn nichts hat.

Solstheim (unregistriert) 22. Februar 2015 - 14:39 #

Da kann sich Chris Roberts schonmal auf sein Interview in zwei Jahren vorbereiten...

WildfriedWildmoserer (unregistriert) 22. Februar 2015 - 15:23 #

Für Roberts leg ich die Hand ins Feuer, dass er seine Leute nie so betrügt wie David Braben. Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh Wasser, meine Hand..........

Sturmrabe85 13 Koop-Gamer - 1330 - 22. Februar 2015 - 14:42 #

Ja, kritische Fragen sind angebracht, aber man kann respektvoll umgehen. Ja, Peter Molyneux gehört kritisiert, gerade was den Umgang mit Curiosity-Gewinner angeht. Aber ich habe den Respekt vermisst und finde es ehrlich gesagt, dass es eine Tendenz dahingehend gibt, dass sich manche Spielejournalisten den Schreiereien, Beschimpfungen und Hasstiraden in den Onlineforen angleichen und nicht umgekehrt. Was ich Molyneux vorwerfen muss, dass er ein ganz großer Träumer ist, der dann anscheinend immer erst entwickelt, bevor darüber nachdenkt, ob das so überhaupt machbar ist.

Und wenn ich schon immer höre: "Der ist ein Lügner!", dann kriege ich immer einen Zu viel. Die halbe Spieleindustrie lügt, zum Beispiel wenn das nächste Cod jedes Mal vor Erscheinen als die Innovationsmaschine angepriesen wird und dann doch nur wieder mehr vom gleichen ist. Oder wenn Rockstar sagt, dass GTA 5 punktlich für den PC erscheint, um dann zwei Wochen später die Verschiebung bekanntzugeben. Ich habe aber noch nie gehört, dass Rockstar oder die CoD-Entwickler Lügner sind. Nur beim Molyneux schreit sofort jeder los, sobald man auch nur ein Bild von dem Mann sieht.

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 22. Februar 2015 - 15:02 #

Wieso gibts das nicht in Video Form?! Soviel Text...

Stonecutter 19 Megatalent - - 15794 - 22. Februar 2015 - 16:36 #

Das war ein Telefoninterview.

lay6r7h (unregistriert) 22. Februar 2015 - 15:47 #

Das Interview war in Ordnung.
Es war ebend ein Roast. Nicht der fröhliche witzige, der gerne mal auf CC im deutschen Fernsehen gezeigt wird sondern ein ernsthafter, der den Interviewpartner wirklich erstmal in die Defensive bringen soll.
Klar war der Einstieg hart, aber besonders zum Ende hin wird der Ton wieder versöhnlicher. Nebenbei kamen dann auch noch einige Dinge ans Licht die so wohl in keinem anderen Interview gesagt worden wären.
Und um die beiden Dinge geht es doch bei den ganzen Roasts. Tief auf den Zahn fühlen und am Ende doch noch die Kurve zum Versöhnlichen bekommen. Es ist ja auch so, dass der Interviewer den Gast eigentlich schätzt und nur deshalb mit ihm hart ins Gericht geht.

Sicherlich nichts was wir aus Deutschland gewohnt sind, aber wenn die Presse in Deutschland mal was einführen könnte, dann ist es das tiefer Bohren.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 17:03 #

Was ich lustig finde, anscheinend ist wiedermal die Minderheit "am lautesten". Stand des Posts 36% finden das es PM recht geschieht und plärren gefühlt am meisten rum ^^.

OderOder (unregistriert) 22. Februar 2015 - 17:32 #

Oder es liegt daran, dass 64% sich kaum die Mühe gemacht haben, das Interview selbst zu lesen. Die Leute machen sich dann auch tendentiell weniger Mühe, ein Posting mit eigenen Gedanken abzusetzen. Aber für nen Klick im Multiple-Choice reicht's halt immer.

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 22. Februar 2015 - 17:42 #

Der Meinung bin ich auch. Die überwiegende Anzahl der Leute, die das Interview als zu hart empfinden, haben es nicht gelesen. Die kennen nur die diversen hysterischen Zusammenfassungen. Wenn man das Interview nach dem Lesen immernoch als zu hart empfindet, ist man höchstwahrscheinlich einfach ein ganz großes Sensibelchen, das sein Leben offenbar in sehr wohlbehüteten Verhältnissen verbracht hat.

Gadreel 11 Forenversteher - 747 - 22. Februar 2015 - 18:29 #

Ich habe das Interview gelesen ..... . Bestätigt mich nur darin in welcher Welt wir leben, wenn das als normal gesehen wird.
Respekt vor Menschen ??????? Braucht doch keiner jeder ist sich selbst am nächsten.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Februar 2015 - 2:56 #

Das ist jetzt aber eine sehr umständliche Art, um dem Gegenüber ein "DU HAST DOCH KEINE AHNUNG! WAH WAH WAH!" an den Kopf zu werfen...

Ich hab das Interview gelesen und fand den Interviewer unverschämt, ob du mir das jetzt glaubst oder nicht. Und das empfinde ich als wirklich schade, denn es wurden eigentlich viele wichtige Punkte angesprochen und Molyneux absolut zu Recht kritisiert... nur die Art und Weise war mies und rückt jetzt leider in den Vordergrund der allgemeinen Diskussion.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 18:32 #

Du vergisst zu allererst die Stimmenthaltungen von 8%. Und btw wir sind sogar nur noch auf 33% runter.

Und natürlich der Großteil derer die anderer Meinung sind haben logischerweise nur oberflächlich wenn überhaupt die Grundlage studiert.

Die dem Interviewton Zustimmer aber haben ganz sicher alle das Interview studiert, analysiert und erst daraufhin ihre sachliche Meinung kund getan.

Es gibt natürlich keinen der rein aus Gewohnheit wieder nur auf PM draufhaut ohne das Interview gelesen zu haben.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 18:35 #

Da könntest Du den Nagel auf den Kopf getroffen haben ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 19:05 #

Nee kann nicht sein ^^
Ich bin doch der respektlose dauer Beleidigerer hier hab ich vorhin gelernt.
Ich kann somit keine Nägel treffen :-D.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 19:06 #

Das trifft dich anscheinend sehr. ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 19:56 #

Ehrlich gesagt nicht. Wenn mich das treffen würde hättest du ganz andere Reaktionen bekommen. Das war einfach nur zum lachen für mich das es ausgerechnet von dir kam. Klar gibt es so einige schlimmere als uns beide aber ... ach egal.

OderOder (unregistriert) 22. Februar 2015 - 19:32 #

Ich wollte Dir lediglich andere Zusammenhänge aufzeigen, die ebenfalls eine Rolle spielen könnten, denn Du scheinst in Deiner Urteilsfindung etwas arg monokausal zu sein.

Dass die "Mehrheit" auf GG maßgeblich durch die Kolumne von Lenhardt beeinflusst ist, während die "Mehrheit" auf Gamestar genau gegenteiliger Ansicht ist, da maßgeblich von der Kolume von Hr. Graf beeinflusst, ist ein weiterer Aspekt, auf den ich gerne deine Aufmerksamkeit lenken mag.

Aber weisst Du, ganz ehrlich, Du bezeichnest die Meinung anderer nur abwertend als "rumplärren", gibst aber gleichzeitig 6 Kommentare hier ab, dass man anderen Menschen immer mit Respekt begegnen sollte. Da erwartest Du sicher keine 100% bierernst gemeinte Reaktion drauf ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19210 - 22. Februar 2015 - 20:10 #

Also wenn du was aufzeigen willst dann versuch es doch das nächste mal nicht gleich so einseitig.

Und sorry diese Auge um Auge Argumente die so oft gezogen werden sind nichts anderes wie unreflektiertes plärren. Also das reflexartige Laute von sich geben. Und ein allgemeines Verhalten zu beschreiben ist etwas anderes wie den Respekt vor einer Person zeigen oder eben nicht.

TagWächter (unregistriert) 22. Februar 2015 - 17:29 #

Die suggestive Frage "bist du ein *krankhafter Lügner*?" ist eine glasklare Beleidung. Aus dem Kontext gerissen und bei Betonung auf *krankhafter Lügner*.

Molyneux wird seit Monaten von Fans, Backern und Presse als Lügner, Dampfplauderer, Blender und noch viel Schlimmeres tituliert. Wenn ich nun mit diesem speziellen Menschen spreche und ihn frage:

"*Bist* Du ein krankhafter Lügner?", dann ist das KEINE Beleidigung. Es ist die Frage "bist du wirklich das, was alle anderen von Dir behaupten?". In diesem Kontext, mit dieser Betonung, ist es die Aufforderung, jetzt Tacheles zu reden und eine Chance, sich umfassend zu erklären.

Die Tatsache, dass Molyneux nicht direkt nach der 1. Frage aufgelegt hat, sondern insgesamt noch 90 Minuten (!) mit Walker gesprochen hat, sollte ein klares Indiz sein, wie Walker diese Eingangsfrage gestellt und gemeint hat. Der gesamte Rest des Interviews enthält keine, auch nur unterschwelligen oder missverständlichen Beleidigungen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 17:58 #

John erklärt ja auch später, wie er die Frage gemeint hat. "Pathologisches Lügen" bezeichnet halt den Zwang, Dinge zu erzählen, die nicht wahr sind, obwohl mensch es gar nicht will oder irgendwo weiß, dass das nicht stimmt. Das sind eben keine böswilligen Lügen, sondern pathologische.

PM selbst beschreibt das halt als "enthusiastisch" gegenüber den eigenen Spielen.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12973 - 22. Februar 2015 - 17:32 #

Die Fragen waren in ihrem Kern richtig und schon längst überfällig.

Der Ton in dem diese Fragen gestellt wurden, war es leider nicht.

Grundsätzlich war es aber schon ein gutes Interview, was nur die Fragen gestellt hat, die eh jeder stellt. Aber man hätte die selben Fragen aber trotzdem viel besser stellen müssen...

Beispielbitte (unregistriert) 22. Februar 2015 - 17:35 #

Nenn doch bitte ein Beispiel. Lass mal die provokante erste Frage weg, die hätte man natürlich auch weniger provokant formulieren können.

Welche Frage hätte Walker wie genau anders formulieren sollen?

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 18:12 #

"Ja. Unabhängig von Molyneux' Fehlern darf man mit Menschen nicht so umgehen."

Das trifft im Grunde den Kern des Ganzen. Die Einstiegsfrage ist ein absolutes Unding, insbesondere als Einleitung. Anscheinend hat es ja nicht einmal eine höfliche Begrüßung gegeben, sondern es wurde gleich losgefeuert.
Das Interview habe ich inzwischen gelesen. Ich finde das unnachgiebige Bohren und Nachhaken prinzipiell gut, nur hat Walker mit seinem Einstieg den Grundton des Interviews völlig falsch gelegt. Dass das Gespräch dann im Laufe zunehmend emotionaler (von beiden Seiten) und dabei nicht immer zielführend geführt wurde, wundert mich da nicht.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 22. Februar 2015 - 18:45 #

Dass es keine Begrüßung gegeben haben soll ist, mit Verlaub, grober Unfug. Die wurde nur einfach nicht transkribiert. Am Anfang des Interviews wurde ja noch darauf hingewiesen, dass eben noch darüber geredet wurde, in welcher Form das Gespräch stattfinden soll.

Auch beim Überfliegen muss ich doch feststellen, dass PM doch sehr geschickt in kognitiver Dissonanz ist. Er sagt, dass alle seine Spiele nicht pünktlich waren, aber Godus sollte es werden - wohl kaum. Er sagt, der Fokus auf die Mobilversion war falsch, aber gleichzeitig sagt er das Gegenteil. Dann hat die PC-Version einen Publisher und gleichzeitig doch keinen.

Ganz ehrlich: Vermutlich ist es besser, wenn PM keine Presse-Interviews mehr gibt, denn ganz offensichtlich weiß er selbst nicht, was er da redet.

P.S.: Und die Sache mit dem Linux-Strechgoal ist einfach nur dreist. "Shitty" ist da nur eine sehr nette Umschreibung.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 21:07 #

Genau. Die Begrüßung wurde einfach nicht niedergeschrieben, aber das überflüssige, dreimalige Lachen von Walker muss unbedingt in den Artikel.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340494 - 22. Februar 2015 - 21:45 #

Die Begrüßung wird nie niedergeschrieben, außer, darin wäre schon irgendwie eine Frage enthalten. Der Spiegel hat sein formalisiertes "Wir danken Ihnen für das Gespräch" am Ende, aber das ist Tradition, nicht allgemeiner Usus. Man lässt in der Regel dem Interviewten das letzte Wort.

Übrigens versucht man, so habe ich das gelernt, den Interviewten nicht aus Formaliengründen schlecht aussehen zu lassen, indem man zum Beispiel Stammeln wiedergibt, wie dieses Interview das auch macht. Schlecht aussehen kann der Interviewte gerne durch den Inhalt, den er von sich gibt. Aber nicht dadurch, dass man die einfach bei so gut wie keinem Menschen perfekte freie Rede in einer Interviewsituation 1:1 wiedergibt, als wäre der andere etwas doof oder von der Rolle.

Streisand (unregistriert) 22. Februar 2015 - 19:13 #

Es ist eine provokant-witzige Frage. Das kann man schon mal als Einstieg in ein Interview nehmen. Sie hat ja einen wahren Kern und Herr Walker gibt selber zu, dass die Frage "harsch" ist. Einen 20-Jährigen auf der GDC sollte man so eine Frage aber nicht am Anfang stellen. Selbst wenn er einmal gelogen hat. Aber Molyneux hat so viel Unwahrheiten über Curiosity und Godus verbreitet, das ist schon beispiellos.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340494 - 22. Februar 2015 - 21:41 #

Du sprichst wohl kaum aus Erfahrung. Nein, so eine Frage sollte man nicht an den Anfang eines Interviews stellen, sowohl aus Gründen der professionellen Distanz als auch aus rein sachlicher professioneller Kenntnis. Die erste Frage sollte die Lokomotive des Interviews sein und den Gesprächspartner öffnen. Eine Frage nach dem Motto "Lügst du immer noch" ist hingegen ein Würfeln mit der sehr großen Chance, dass der Befragte sofort auf Abwehr schaltet oder den Telefonhörer auflegt. Hätte PM das letztere getan, und hätte RPS dann geheult, hätten sie bei diesem Gesprächsbeginn schlechte Karten gehabt, außer bei beinharten PM-Hassern.

Ist dir aufgefallen, dass ich bislang nicht mal mit "allgemeiner Höflichkeit" argumentiert habe?

Wenn man so eine Frage stellt, dann anders formuliert und mit Einleitung, etwa der Aufzählung von drei hieb- und stichfesten Falschaussagen, verknüpft mit einem "Mir drängt sich bei dieser Häufung der Verdacht auf, dass du bewusst die Leute falsch informiert hast."

Hat exakt denselben Inhalt, aber nicht diesen plump-dreisten, beleidigenden Ton.

x_wOXOw_x 11 Forenversteher - 612 - 23. Februar 2015 - 0:01 #

Diese Technik der provokativen Eröffnung ist mir in politischen Diskussionen allerdings schon häufiger begegnet (in der Spielewelt hingegen bisher nicht).

Edit: Was natürlich nicht heissen soll, das nun jeder diese Technik in jedem Interview anwenden sollte.

steever 16 Übertalent - P - 5650 - 22. Februar 2015 - 18:24 #

Da wird mir der Molyneux auf einmal sogar sympathisch :)

Tracecat 12 Trollwächter - 1183 - 22. Februar 2015 - 19:55 #

Muss auch sagen dass er sich erstaunlich viel Zeit dafür genommen hat um auf die teils überzogenen Fragen zu antworten. Zum Ende hin hatte ich wirklich den Eindruck er ist mit seinen Nerven am Ende. Trotzdem wird meiner Meinung nach deutlich, dass es schwierig ist für ihn (als Angestellter) und mit ihm (als Backer/Publisher) zu arbeiten. Auch wenn es Visonäre braucht. Peter ist vielleicht zu sehr Visonär und zu wenig Realist um heutige Spieleprojekte zu managen...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 21:11 #

"Peter ist vielleicht zu sehr Visonär und zu wenig Realist um heutige Spieleprojekte zu managen..."

-> Genau das halte ich ebenfalls für das Hauptproblem bei Molyneux. Der hat einfach klare Vorstellungen von seinen Spielen und tritt dann an die Öffentlichkeit, ohne vorher zu evaluieren, ob seine Vorstellungen realistisch umsetzbar sind. Dadurch kommt es zu falschen Versprechungen.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7778 - 22. Februar 2015 - 18:57 #

Molyneux balanciert in der Tat hart an der Grenze zum Betrug oder hat sie bereits überschritten. Insofern sind auch die Fragen im Tonfall angemessen, insbesondere zu den Kickstarter-Rewards und zu Bryan Henderson. Und wenn man sich die Karriere von PM anschaut, vor allem die Jahre seit Black & White, dann ist die Einstiegsfrage nach einem pathologischen Lügner auch völlig richtig. Es kann ja sein, dass er es selbst in den Momenten einfach nicht merkt, aber er hat schon so vieles angekündigt, was dann nicht mal ansatzweise Realität wurde, das geht einfach nicht, schon gar nicht, wenn man dann per Kickstarter das Geld der Leute vorab einsammelt.

andreas1806 16 Übertalent - 4983 - 22. Februar 2015 - 19:25 #

Peter Molyneux ist schon sehr speziell... Ich denke er hatte schon mal damit rechnen können, wenn er sich bewusst ist wie er sich gibt. Also damit rechnen, dass mit Ihm mal so "umgegangen wird".
Nichts desto trotz halte ich es für wichtig, Respekt allen anderen gegenüber zu bewahren... etwas was mir in heutiger Zeit, schon längere Zeit fehlt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340494 - 22. Februar 2015 - 21:49 #

Ich glaube, ich werde morgen im Podcast einige Dinge zu Peter Molyneux sagen. Sie werden nicht sehr positiv sein, aber seine Art vielleicht ein wenig näher erklären...

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 33662 - 23. Februar 2015 - 1:18 #

Ich freue mich drauf :)

andreas1806 16 Übertalent - 4983 - 23. Februar 2015 - 11:31 #

Ok, danke, da werde ich mir den Podacast mal anhören. (Tut mir leid, bisher keinen einzigen konsumiert)

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 22. Februar 2015 - 20:15 #

Die Zeiten, in denen Molyneux' Dummschwätzereien als liebenswert galten, sind lange vorbei. Zu Recht. Seit Jahren immer die selbe Masche, irgendwann wird klar, dass es sich schlicht nicht länger um eine Respektsperson handelt. Respekt ist endlich.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 5697 - 22. Februar 2015 - 20:39 #

Meine Wunschantwort wäre gewesen: so hätte ich mich nicht ausgedrückt, aber wer derart scheitert wie Molyneux, muss damit rechnen, dass einer der 27 proletigen Journalisten auf dieser Welt derartig reagiert.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 22. Februar 2015 - 22:59 #

Absolut nicht. Hier wird immer wieder nachgehakt bis PM eine Antwort auf die Fragen gibt. Das gibts es so in Deutschland ja schon garnicht mehr, man denke nur mal an Politikerinterviews, da wird ja eigentlich fast nie auf die Frage geantwortet. Warum finden hier viele, dass das unverschämt oder respektlos war? Ich sehe das garnicht so.

Man sieht allerdings, dass PM emotional sehr mitgenommen ist und ich kaufe ihm auch ab, das ihm wirklich sehr sehr viel an seinen Projekten liegt. Aber es stimmt schon, er versteht es einfach nicht, was Walker von ihm will in Sachen "overpromising" sondern nimmt seinen Fussball und läuft heim, das ist menschlich, aber für PM irgendwie peinlich.

Was ich mir beim Interview immer wieder gedacht habe ist: Mir tut seine Familie sehr, sehr leid, da sie nichts von ihm haben und seine Familie hinten anstehen muss.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 95784 - 22. Februar 2015 - 23:01 #

Oh, wir haben 2% Sadisten! ^^

guapo 18 Doppel-Voter - 10186 - 22. Februar 2015 - 23:30 #

liegt am aktuellen Kinoprogramm ^^

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 23:33 #

Von einer passionierten SM'lerin wurde mir ja erklärt, dass zumindest die Verfilmung von "50 Shades of Grey" quasi Null mit SM zu tun hat. Ist wohl eher eine Mischung aus "9 1/2 Wochen" und "Pretty Woman" geworden.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 23:34 #

Also ein klassischer Hausfrauenporno :D

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 23:37 #

Genau sowas^^

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 23:39 #

Aussage meiner Frau nach Lektüre aller 3 Bücher .;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 23:41 #

Ach, ihr praktiziert auch SM? Los, erzähl mal ein wenig! :P

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 22. Februar 2015 - 23:47 #

Also wenn lesen schon praktizieren ist^^
Sie hat es nur wegen dem Hype gelesen. Mir wurde schon vom Klappentext schlecht ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23517 - 22. Februar 2015 - 23:49 #

Na, ich dachte halt. Weil Deine Frau ja zum gleichen Ergebnis wie die von mir erwähnte SM'lerin gekommen ist ;)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 63192 - 23. Februar 2015 - 0:09 #

Du kannst Leute kennen....
Nee lass mal, SM ist nicht wirklich was wir beide unter Lust verstehen. Aber wers braucht....

BananasWithGuns (unregistriert) 23. Februar 2015 - 0:06 #

Ich hab vor zwei Jahren meiner Freundin das Buch für den Urlaub besorgt, so mit dem Hintergedanken dass sie dann dauergeil ist. ;-)

Dann ab und an bei ihr quergelesen, meine Fresse, dagegen ist Twilight ein tiefgründiges Meisterwerk (ist ja auch ursprünglich eine Twilight Fanfiction gewesen). Das ist nicht mal amüsantes Fickificki sondern einfach nur grenzdebile Scheiße. So...unfassbar...schlecht! Und in etwa so erotisch wie Dieter Bohlens Wurstwerbung.

Eine Verfilmung des Stoffs mit Helge Schneider in einer Doppelrolle hätte episch werden können, so ist das nur ein weiteres Vorzeichen für die nahende Apokalypse, eine Menschheit die so einen wirklich miesen Schund zum Welterfolg macht, hätte es sich auf jeden Fall verdient.
Das krasse ist, und das wusste ich nicht, dass es auch noch Folgeromane gibt.

Jetzt hab ich mich auf einer Party von so einer schmerzfreien Tussi, die sich den Abfall tatsächlich reingepfiffen hat, mal spoilern lassen was da noch kommt.
Wenn die mich nicht nach Strich und Faden verarscht hat, dürfte das was folgt unter zur Hilfenahme starker Drogen für meisterliche Trashunterhaltung sorgen.

BananasWithGuns (unregistriert) 23. Februar 2015 - 0:14 #

Ich muss bei Peter Molyneux immer an diese Typen denken, die einem Haarwachsmittelchen oder Globuli-Küglechen verkaufen wollen. Aber er macht das unglaublich unterhaltsam, hab jeden seiner E3-Auftritte gefeiert, auch wenn ich wenig davon geglaubt habe. Und richtig schlecht sind die Spiele ja nie geworden. Am Ende sind es ja nur Spiele und keine Flughäfen, an denen Milliarden von Steuergeldern hängen.

Xentor 14 Komm-Experte - 2217 - 23. Februar 2015 - 5:58 #

Das stimmt allerdings. Sag ja solche Interviews müsste es viel mehr geben, eben mit so Leuten die auch reale schlimme Sachen machen.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 34326 - 23. Februar 2015 - 0:48 #

Mir ist das Interview egal, ich hab keine Lust, es zu lesen. ;) Was Peter Molyneux so macht, interessiert mich eh nicht so sehr, sein letztes gutes Spiel ist schon zu lange her.

Xentor 14 Komm-Experte - 2217 - 23. Februar 2015 - 5:57 #

Ich find die sache ok so.
Nicht weil es PM ist, oder sonst wer spezielles. Es geht hier auch nicht um das blöde Godus. (War mir von Anfang an klar, das es Müll wird, weil aus der Richtung eben grundlegend nixmehr gekommen ist, also gabs dafür auch kein Geld von mir.)
Sondern es es geht eben darum, daß man eben halt Leuten, die nur Versprechen brechen, mal ans Bein treten muss, und zwar GANZ gewaltig.
Egal wer die sind.
Klar kann mal passieren, daß Projekte nicht so laufen, aber wenn man so lange in der Brange ist muss man einfach wissen wie der Hase läuft, wenn nicht dann....
Und da ist es egal wie der Typ heisst.
Hat auch, wie ich finde, nichts mit 2Trollen" zutun. Trolling ist meist grundlos, um einfach zu provozieren.
Hier gibt es mehr als genug Gründe.

Kann der Mann auch mal Angela Merkel interviewn?

Kirkegard 19 Megatalent - 15726 - 23. Februar 2015 - 8:53 #

Ein Interview mit 2 Säcken Reis. Wovon der Eine noch an seinem Ton arbeiten muss.

Ganesh 16 Übertalent - 5012 - 23. Februar 2015 - 11:28 #

Ich hab das Interview zwar nur überflogen (es ist einfach zu lang und so sehr interessiert mich Molyneux jetzt auch nicht), fand es aber nicht zu hart. Wenn jemand mit seinem Namen schon unbedingt Kickstarter nutzt, obwohl er eigentlich Kontakte und Kapital besitzen sollte, dann kann man ihn auch hart angehen, wenn das Versprochene nachher nicht eintrifft. Gerade, wenn er Wiederholungstäter ist.

Was mir sowohl an Heinrichs Kritik als auch an vielen Kommentaren hier aufgefallen ist, ist dass man das Modell RPS zu wenig betrachtet. RPS ist halt eine Seite, die stolz ist auf ihre Distanz zur Industrie. Was man unter anderem daran merkt, dass jeder teure AAA-Titel gleichwertig mit Garagenproduktionen behandelt wird. Da wird halt eben mal einem FTL mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem neuen Battlefield, eben weil es das interessantere Spiel ist. In einer derartigen Position müssen sie auch Molyneux hart angehen, weil er ein Instrument, spannende Spiele zu machen (Kickstarter) hier ganz offensichtlich missbraucht hat. Wenn man dann deswegen auch nur ein Banner Saga weniger hat, ist das ein Riesen-Verlust.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6637 - 23. Februar 2015 - 13:15 #

Ich habe mir nicht das ganze Interview durchgelesen (nur 50% vom Anfang und dann noch mal ein paar Abschnitte am Ende). Das Interview ist echt hart und geht an manchen Stellen über die Grenzen des guten Geschmacks, aber vielleicht ist es gerade deswegen so interessant. Man kann nachvollziehen, wie Peter Molyneux so drauf ist, ein extrem kreativer aber auch verwirrter Mensch der sich sehr stark für etwas begeistern kann und bei den Ankündigungen dann sehr schnell über das realistische Maß hinaus schießt.

Eigentlich sollte Molyneux nicht im Projektmanagement und Pressearbeit arbeiten, sondern nur auf der kreativen Seite. Das täte ihm glaube ich selbst auch gut. In dem Interview tut er mir stellenweise wirklich leid, auch wenn viele der Vorwürfe definitiv gerechtfertigt sind. Oft schießt der Interviewer aber auch über das Ziel hinaus und verliert die Fassung. Das sind die Stellen, wo sich dann eigentlich beide etwas blamieren. Aber gerade deshalb ist es auch sehr aufschlussreich.

Xentor 14 Komm-Experte - 2217 - 23. Februar 2015 - 16:24 #

Ich find an diesem ganzen Pro und Kontra PM eins lustig.
Die Leute die für Pm sind, meinen, das die Contra Leute "böse" sind, wegen EINEM Fehlgriff.
Es geht aber doch viel mehr um eine ganze Reihe von Fehlgriffen, und vorallem geht es um falsche Versprechen, wenn nicht sogar Lügen.
(siehe die Curiosety sache).
Erst der Hype: In dem WÜrfel ist was Lebensveränderndes (schon das hab ich nicht geglaubt)
Und dann, "vergisst" er den Gewinner halt mal eben, is ja egal, der Curiosety Hype hat trotzdem gut funktioniert.
Das Kernproblem der meisten "PM Gegner" ist denke ich nicht, daß er mal hier und da übers ziel raus schießt, sondern das er schlicht und einfach lügt (sorry).
Entweder aaus Absicht, oder aus Unfähigkeit. Diese beiden Gründe haben natürlich unterschiedliche Konsequenzen.
Bei 1.: Darf man ihm halt nixmehr glauben
Bei 2.: Sollte man ihn aus Leitendne Positionen fern halten.

Respekt muss man sich verdienen, und da shat er mal. Aber sorry, er hat diesen Respekt verspielt, weil man kann das auch. Respekt ist kein Dauerzustand, sondenr muss gepflegt werden.
Und nun komm ja keiner "Du hast aber nix geschafft..." Ja und? Ich verspreche auch anderen nicht, das ich was megasuperhypertolles, weltveränderndes schaffe, weil ich nicht die Mittel habe und ich nehme mal an, auch sonst sogut wie keiner hier. Also lasst solche Sprüche stecken.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 27. Februar 2015 - 7:07 #

Heh, naja, "machs besser" war noch nie, egal in welchem Zusammenhang, ein valides Argument. Dieses Argument ist mit viel gutem Willen allerhöchtens jemandem vorbehalten, der von einem Kollegen, der im selben Feld tätig ist, kritisiert wird. Gegenüber dem reinen Konsumenten, der sich nicht selbst auf die Bühne stellt/ein Youtube-Video produziert/ein Spiel veröffentlicht/etc.pp. funktioniert diese Antwort auf Kritik schlicht nicht.

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