Rebellion: Sniper-Elite-Entwickler ist Metacritic-Schnitt egal

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18. Februar 2015 - 10:40 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Sniper Elite 3 (GG-Test: 7.5) schneidet mit einer Durchschnittswertung von 71 bei Metacritic zwar nicht schlecht ab, dennoch wären wohl nur wenige Entwickler zufrieden mit diesem Ergebnis. Rebellion sieht das jedoch anders, wie CEO Jason Kingsley nun im Gespräch mit GamesIndustry.biz verrät. So seien Plattformen wie Metacritic für sein Studio irrelevant, stattdessen kümmere man sich viel mehr um die Meinung und das Feedback der Spieler:

Uns interessiert nur, was die Spieler denken – und bei ihnen schneidet [Sniper Elite 3] rundum besser ab als in professionellen Tests.

Kingsley geht sogar so weit zu sagen, dass klassische Tests an Bedeutung verlieren. Das liege unter anderem daran, dass professionelle Tester einen anderen Blickwinkel auf ein Spiel haben als zahlende Kunden:

Der Durchschnittsspieler ist beinahe verpflichtet, ein Spiel zu mögen. Sie hoffen, dass das, wofür sie Geld ausgegeben haben, auch gut ist. Und falls es dann Mist ist, sind sie sehr, sehr unzufrieden und kaufen womöglich keine weiteren Spiele dieses Herstellers.

Für Rebellion als Entwickler spielen hingegen vor allem YouTube und Twitch eine wichtige Rolle. Dort könne man Leuten beim Spielen zusehen und sofort erkennen, ob einem das Gameplay persönlich zusage.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64882 - 18. Februar 2015 - 10:45 #

Hab das Spiel gestern mal angefangen und mir gefällt es bisher ganz gut! Muss ja auch nicht immer hochkomplex sein!

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 18. Februar 2015 - 11:57 #

Rebellion hat seine Nische gefunden und liefert genau das was seine Kunden erwarten. Solide WW2 Shooter in denen man Nazis die Eier abschießen kann. Das die Sniper-Spiele nichts bahnbrechend neues sind oder fantastische Reviews einheimsen wird ihnen wurscht sein, wenn sie ihre Geldsäcke zur Bank bringen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 18. Februar 2015 - 12:09 #

so gehts abseits der absoluten blockbuster-serien ja den meisten entwicklern mit ihren spielen. gerade wenn es dann um speziellere genres geht.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 18. Februar 2015 - 12:22 #

Sollte auch nicht anders sein. Es sollte ja auch um die Spieler und nicht um die Tester gehen ^^.

Und ich denke einfach mal, dass Spieler da in gewisser Weise wirklich anspruchsloser sind als professionelle Tester denen Mängel halt einfach aufgrund der Berufserfahrung wirklich viel mehr ins Auge springen, weil sie ja in gewisser Weise ja schon auch danach suchen.
Wenn ich als Spiele spiele, habe ich auch ganz automatisch die Sicht einer Entwicklerin. Da fallen mir Mängel halt auch sehr extrem auf, weil da ganz automatisch der Gedanke kommt, dass ich bestimmte Sachen anders und wahrscheinlich besser gemacht hätte.

Manchmal ist meine Meinung daher auch ziemlich abseits vom allgemeinen Tenor... teilweise auch unterschiedlich von den Testern, weil da bei mir widerum das Insiderwissen mit reingerät.

Name (unregistriert) 18. Februar 2015 - 13:24 #

Nur sind selbst 500.000 Käufer irgendwelcher Nischenproduktionen eben auch nicht der Maßstab für den Gesamtmarkt. Jeder einzelne Teil von Call of Duty in den letzten Jahren hat vermutlich mehr individuelle Käufer als alle Spiele in der Firmengeschichte von Rebellion zusammengerechnet. Dass diese Menschen nur wegen des Marketings und der Presse CoD kaufen würden, wäre genauso gelogen und würde die Produktionsqualität der Programme ignorieren. Es ist eben nur so, dass Rebellion eine bequeme Nische gefunden hat. Genauso wie sich so einige deutsche Entwickler bequem in der Browser-/F2P-/Skillgaming-Ecke eingerichtet haben und das Feld der Großproduktionen aufgegeben haben. Man kann auch wie Rex Gildo am Ende seines Lebens in Möbelhäusern auftreten und sich anders als Gildo dabei gut fühlen. Dann spielt man aber in der Mainstream-Berichterstattung auch keine Rolle mehr. Denn die breite Masse will definitiv was anderes. Aber natürlich muss sich Rebellion als ehemals namhafter Entwickler der Oberliga auch irgendwie rechtfertigen

Vor einigen Monaten klang das bei Rebellion übrigens noch anders. Da kündigte das Unternehmen an, zukünftig wieder verstärkt auf Qualität achten zu wollen.

marshel87 16 Übertalent - 5584 - 18. Februar 2015 - 12:33 #

Ha, der gute Herr vertritt genau meine Sichtweise :) Direkt mal sympathisch :D
Lieber Gameplay und Spielfluss begutachten als steril Text zu lesen über ein bewegtes Medium mit interaktiven Möglichkeiten. Auch nimmt jeder alles anders wahr. Den einen stören viele Kletterpassagen, der andere mag sie. Der eine freut sich ausschließlich zu Snipern, der nächste hätte auch gerne mal ne Pistole oder Bazooka in der Hand. Immer schön selber ein Bild machen durch Demos, Let's plays, oder beim live Zugucken auf Twitch :)

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14537 - 19. Februar 2015 - 1:18 #

Naja, ob jetzt viel geklettert wird oder es nur eine Waffe gibt steht aber auch im Test. Und den hab ich in 5-10 Minuten gelesen! Ein Let's Play müsste ich vermutlich ne ganze Weile gucken um zu sehen, wie die Gewichtung der einzelnen Spielanteile ist. Von daher finde ich Tests durchaus berechtigt und im Normalfall die schnellere, bessere Informationsquelle als ein Let's Play...

marshel87 16 Übertalent - 5584 - 19. Februar 2015 - 11:24 #

Da scheiden sich die Geister ;)
Wenn im Test steht "Es gibt sehr viele Kletterpassagen" (bei z.B. Uncharted), dann ist auch wieder die Frage, wann es denn "sehr viele" sind. Wenn der Tester klettern nicht so mag, dann sind schon 3-5 viel. Wenn er sehr gerne klettert, dann sind erst 10-15 sehr viel. Und man kann in einem Test nicht jeden Satz nochmal extra begründen... Auch sehe ich im Test nicht wie diese Kletterpassagen aufgebaut sind, wenn das immer mit einer Tollen aussicht oder Spannung verbunden ist, dann ist es durchaus für mich interessanter als für jemand anderen.
Testvideos sehe ich da schon eher als gute Alternative zwischen Text-Test und Let's play. Man sieht direkt in bewegten Bildern, wovon geredet wird. Wenn ich nur lese, was ein Spiel zu bieten hat, dann kann ich mir nicht wirklich ein Bild vom Spielverlauf und der Athmospähre machen, auch wenn im Test evtl. steht "Atemberaubende Abenteurer Athmosphäre".
Vll ist da auch der Unterschied bei uns? Ich brauche anschauungsmaterial um mir ein genaues Bild von der Sache zu machen, die blose Beschreibung ist mir da nicht genug

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 19. Februar 2015 - 11:59 #

Mann bist du phantasielos :D

marshel87 16 Übertalent - 5584 - 19. Februar 2015 - 13:26 #

kam mir beim schreiben auch in den Sinn ;D
Aber hey, wieso soll ich mir etwas vorstellen, was ich in erwägung ziehe mir zu kaufen? Nacher stelle ich es mir voll toll vor und dann sieht es doch ganz anders aus ;)

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14537 - 19. Februar 2015 - 20:30 #

Das stimmt natürlich. Deswegen - lieber vorher in der Verwandtschaft mal kleine, neugeborene Kinder für länger als 20 Minuten erleben, bevor man sich selber welche macht :P
BTT: Ja, ein vernünftiges Testvideo ist natürlich ein gute Quelle - Du siehst das Spiel in Bewegung, kriegst aber auch alles wichtige erzählt, was sich vielleicht nicht direkt oder nicht in so kurzer Zeit zeigen lässt. Aber Let's Plays als "Testersatz" - das funktioniert für mich nicht. Allein schon wegen des Zeitaufwandes (hoffentlich war das jetzt korrektes Deutsch^^).

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11687 - 18. Februar 2015 - 13:19 #

Liegt hier aber auch daran, dass Sniper Elite eine Nische bedient, aber die eben sehr gut. "Professionelle" Tests richten sich meist aber nicht an das Nischenpublikum, sondern allgemeiner und es gibt nun mal deutlich bessere Actionspiele. Aber als Sniper-Simulation ist das Teil unerreicht, hat mir auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Freue mich auf den kommenden Zombie-Ableger.

Name (unregistriert) 18. Februar 2015 - 13:26 #

Nach demselben Prinzip funktioniert ja auch der Landwirtschaftssimulator.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11687 - 18. Februar 2015 - 13:32 #

Nein, der ist wirklich Schrott. xD

Esketamin 14 Komm-Experte - P - 2555 - 18. Februar 2015 - 19:32 #

Mit einer Simulation hat das aber auch herzlich wenig zu tun ;-)
So ganz irrelevant finde ich geschriebene Tests allerdings nicht. Wenn der ordentlich geschrieben ist, dann sollten ja positive und negative Aspekte rausgearbeitet werden. Und bei Youtube ist die Aufmerksamkeit der Zuschauer oft schon nach wenigen Sekunden verloren. Für so einen Test nimmt man sich zum Lesen ja doch mal etwas Zeit. Dann kann man auch mehr Infos aufnehmen. Ich zumindest ;-)

Skeptiker (unregistriert) 18. Februar 2015 - 13:55 #

Habe vor Weihnachten Alien Isolation und Wolfenstein New Order durchgespielt und beide haben bei mir einen sehr durchwachsenen Eindruck hinterlassen. Ganz anders Sniper Elite 3, dass für mich das stimmigste Komplettpaket abliefert.

Noodles 21 Motivator - P - 30222 - 18. Februar 2015 - 14:01 #

Er hat auf jeden Fall recht damit, dass Let's Plays gut dafür sind, um zu entscheiden, ob einem das Gameplay gefällt. Hab auch schon viele Kaufentscheidungen mit Hilfe von Let's Plays getroffen. Zur Sniper-Elite-Reihe kann ich nicht viel sagen. Hab den zweiten Teil gespielt, als er bei Steam verschenkt wurde. Hat mich immerhin gut genug unterhalten, so dass ich ihn durchgespielt habe. Vielleicht schlag ich beim dritten Teil mal in nem Sale zu.

zfpru 15 Kenner - P - 2983 - 18. Februar 2015 - 16:13 #

Heisst übersetzt, dass die Boni nicht nach Metacritic abgerechnet werden.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 18. Februar 2015 - 16:32 #

Warum sollten sie auch? ;)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33843 - 18. Februar 2015 - 16:34 #

Weil manche Hersteller das traurigerweise so machen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23300 - 18. Februar 2015 - 16:41 #

Der Metacrtic-Score kann schon ein Indikator dafür sein, ob den Leuten ein Spiel gefällt. Aber entscheidend sind natürlich die Eindrücke der Spieler. Viele Filme, die mir gut gefallen haben, liegen bei Metacritic z.B. zwischen 50 und 60.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 18. Februar 2015 - 17:40 #

solche schwachstellen haste ja bei vielen bewertungsplattformen. bei imdb werden zB serien immer zu hoch und horror-filme zu niedrig bewertet. bei solchen spiele-plattformen kriegen hingegen AAA-games regelmäßig ihr fett weg wegen bugs oder DLCs, während auch durchschnittliche indie-games oft gutmütig betrachtet werden.
schlussendlich lese ich immer im detail eine hand voll user-kritiken und entscheide dann anhand dieser bzw noch zusätzlich zum trailer / video-reviews.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23300 - 18. Februar 2015 - 21:09 #

Das ist aber ein neues Phänomen. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern als ein neues Call of Duty, Halo oder Forza immer einen Metacritic-Score um die 90 hatten. Ich nutze die Seite hauptsächlich, um mir einen Überblick über die internationalen Reviews zu verschaffen.

Triton 16 Übertalent - P - 5290 - 18. Februar 2015 - 17:42 #

Ob Metacrtic-Score oder andere Wertungen, am ende zählt der eigene Spaßfaktor. Ich glaube das viele Spieler das eine oder andere (für sich) Topspiel verpasst haben, weil sie zu sehr auf Wertungen achten. Egal wie Objektiv ein Tester auch sein möchte, es schwingen immer dessen Vorlieben / Abneigungen mit.

Ob Spiele, Filme oder Serien, ich hätte vieles gutes verpasst wenn ich mich nur nach Wertungen richten würde. Oft sind die Texte der Tester oder Spieler / Zuschauer Meinungen viel Aussagekräftiger als eine Wertung. Bei Spielen liefern mir besonders Let's plays / Test-Videos wichtige eindrücke.

Name (unregistriert) 19. Februar 2015 - 9:44 #

Es geht viel eher darum, wieviel sinnlos vergeudete Zeit oder Geld man sich dadurch gespart hat. Weil das ist ja die eigentliche Funktion von Testberichten, dem potentiellen Käufer eine Einschätzung zu geben, ob sich für ihn Zeit- und Geldaufwand lohnen - und das bei möglichst geringem Zeitaufwand der Recherche. Zahlenwertungen sind dafür ein vollkommen legitimer Code, der leicht verständlich ist und schnell entschlüsselt werden kann. Je spezieller die Interessenlage wird, desto unzureichender ist das natürlich, aber wer einfach mal nach seinem Tagesjob als Kongressabgeordneter gepflegt 'ne Stunde ballern will, wälzt nicht vorher zwanzig Testberichte.

Es ist außerdem eine Lüge, dass der Mensch lesen will. Wäre das so, müsste die Zeit die höchste Auflage aller Zeitungen haben. Tatsächlich sind es aber Bild, Sun und Bildermagazine wie Bunte oder Gala. Lesen ist anstrengend, das sieht man nicht zuletzt an der Kurzsichtigkeistquote unter Akademikern. Und Anstrengungen nimmt man nur da auf sich, wo es einem persönlich wichtig ist. Computerspiele gehören da nicht unbedingt dazu. Ich bin mir sicher, die Mehrheit aller GG-Testleser liest auch nicht den ganzen Artikel, sondern springt sofort zur letzten Seite mit dem Fazit und der Wertung.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 19. Februar 2015 - 10:06 #

dieses verhalten dürfte sich zumindest auf GG aufgrund des laterpay-systems mittlerweile verändert haben.

Name (unregistriert) 19. Februar 2015 - 11:44 #

Glaub ich nicht. Ich hab auch zu Printzeiten nicht alle Tests gelesen. ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 19. Februar 2015 - 17:11 #

da scheinste was misszuverstehen. ich meinte, dass das zur letzten seite blättern um wertung und fazit zu sehen aufgrund des laterpay-systems zu kostspielig ist.

Name (unregistriert) 20. Februar 2015 - 11:00 #

Schon verstanden, glaub ich trotzdem nicht. Die üblicherweise praktizierte Reihenfolge ist Intro lesen, Fazit lesen, Wertung checken, bei anhaltendem Interesse den Rest lesen.

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