Nintendo geht härter gegen Software-Piraten vor

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Dennis Ziesecke 29505 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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1. September 2009 - 5:34

Illegale Kopien von aktuellen Spielen sind nicht nur auf dem PC ein großes Problem für Publisher und Entwickler. Auch auf Konsolen gibt es illegale Software, auch wenn der Aufwand dafür ungleich größer ausfällt.

Nintendo verschärft jetzt sein Vorgehen im Kampf gegen illegale Kopien. Das japanische Unternehmen gründete eine Taskforce aus Fachleuten, welche die Verbreitung von Kopiermodulen und Moddingchips für das Nintendo DS und die Wii eindämmen sollen. Der Brite Neil Boyd soll diese Taskforce für den europäischen Markt verstärken. Zuvor war Boyd als Rechtsberater bei der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) und bei Warner Brothers tätig. Unterstützt werden soll er von Jonathan Tully und Matthias Damm, die zuvor für Universal Music beziehungsweise am Institut für Informationsrecht der Universität Karlsruhe arbeiteten.

Publisher wie Ubisoft oder Take2 macht für den aktuellen Umsatzrückgang bei den Spielen für mobile Konsolen hauptsächlich das sogenannte R4-Modul verantwortlich. Mit diesem Modul ist es möglich, illegal kopierte Spiele auf Nintendos DS zu starten. Doch auch die Moddingchips für Nintendos Wii sind den Publishern natürlich ein Dorn im Auge.

Boyd verfolgt eine auf vier Kernbereiche ausgelegte Strategie. So soll juristisch stärker gegen Softwarepiraten und Hersteller von Moddingchips und R4-Modulen vorgegangen werden. Weiterhin sind neue Kopierschutzmechanismen geplant. Auch die Aufklärung der Konsumenten und politische Einflussnahmen sind geplant. Letzteres bedeutet verstärkte Lobbyarbeit bei den Parteien, nachdem von Seiten der Internetprovider keine Kooperationsbereitschaft signalisiert wurde. Boyd ärgert sich diesbezüglich, dass die Provider zwar offenbar  in der Lage seien, Kinderpornographie zu blockieren aber keinen Weg finden um gegen illegale Softwarekopien vorzugehen.

Stefan1904 30 Pro-Gamer - P - 128500 - 31. August 2009 - 13:28 #

Ein bisschen spät, oder? Bei 100 Millionen DS Handhelds auf dem Markt und Millionen von diesen Modulen hilft das jetzt auch nicht mehr. In Europa und in den USA hätten sie von Anfang gegen eine Verbreitung vorgehen müssen.

Noir 15 Kenner - 2711 - 31. August 2009 - 13:40 #

Ja ... die "Erkenntnis" kommt reichlich spät möchte ich meinen ;) Ach was wollen se machen, es wird immer nach solchen Möglichkeiten gesucht werden.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 31. August 2009 - 13:49 #

Ohne das als Befürwortung illegaler Kopien zu meinen: Ist immer wieder beachtenswert, wie "die Großen" es nicht leiden können wenn "die Kleinen" etwas auf den Markt werfen, was die Bedürfnisse des Kunden abdeckt. Also hopp hopp, dagegen vorgehen, statt gegen die eigene Unfähigkeit ;)

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 31. August 2009 - 13:55 #

Piraten kielholen...

Sven 18 Doppel-Voter - 9146 - 31. August 2009 - 13:57 #

Man benötigt ja trotzdem die Hardware, um die Software zu spielen - wie viele Leute haben sich wohl allein deswegen eine Wii besorgt, auch (nicht nur!) weil sich die Spiele dafür so leicht kopieren lassen? Es kann mir niemand erzählen, dass die Jungs bei Nintendo nicht von der ersten Stunde an gewusst hätten, wie man ihre Systeme knacken kann - erst jetzt, wo sich die Hardware etabliert hat und man an zahlreichen Entwicklungen von Drittherstellern mitverdient, lohnt es sich, ein wenig gegenzusteuern... die Raubkopiererei eindämmen werden sie damit wohl kaum, aber keiner kann behaupten, sie würden es nicht versuchen - Geschäftsbeziehungspflege eben. :)

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 31. August 2009 - 15:33 #

"Weiterhin sind neue Kopierschutzmechanismen geplant."
Geld in etwas investieren, was seit jeher eh immer wieder geknackt wird? Aber die Entwickler selbst, merken anscheinend nicht, dass es sinnlos ist.

"Boyd ärgert sich diesbezüglich, dass die Provider zwar offenbar in der Lage seien, Kinderpornographie zu blockieren aber keinen Weg finden um gegen illegale Softwarekopien vorzugehen."
Holy Shit... Blocken ist derzeit wohl das neue Allheilmittel... Warum haben wir das nicht früher entdeckt?

LEiCHENBERG 13 Koop-Gamer - P - 1788 - 31. August 2009 - 17:18 #

"Boyd ärgert sich diesbezüglich, dass die Provider zwar offenbar.."

Bullshit, die Provider haben die Sperre nicht eingeführt, weil eine Firma an sie herantrat und diese Blockade anfragte. Man könnte sagen das ganze Ding ist nicht freiwillig passiert .. wieso sollte es hier anders sein? Im übrigen ist sowieso nichts wirklich gesperrt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 31. August 2009 - 17:27 #

Der Mann will Lobbyarbeit machen. Dem geht es nicht um Fakten und die Realität. Da gehts nur darum, entsprechenden Politikern einen Floh ins Ohr zu setzen, die Internetsperren auch auf illegale Kopien und Shops für Moddingchips auszudehnen.

Hunterwolf (unregistriert) 31. August 2009 - 20:52 #

Die, die ich Kenne haben keinen Modchip in ihrer Wii sonderen nutzen den Bug aus Twilight Princess aus um ihre "Sicherheitskopien" zu spielen... ist der eigentlich in den aktuellen Verkaufsversionen behoben?

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 - 31. August 2009 - 23:50 #

Und die, die ich kenne, haben weder Chip noch den Bug aus Twilight. Was ich damit sagen will: es wird immer Wege geben. Jeder Kopierschutz wird irgendwann mal geknackt.

PARALAX (unregistriert) 1. September 2009 - 7:54 #

Wenn ich sowas schon wieder lese...als ob Nintendo sowas nötig hätte. Abgesehen davon ist auch nicht von Nintendo lizensierte Zusatzhardware legal, solange man sie nicht für illegale Zwecke mißbraucht. Ich selbst besitze ein "M3 Perfect", um z.B. diverse Animationen aus der Demoszene dort laufen zu lassen, genauso wie Emulatoren, dessen Softwaretitel längst freigegeben wurden. Man kann es wie mit einer ungeladenen Waffe vergleichen. Nur, wer mit scharfer Munition schießt, macht sich strafbar.

Fudohde 09 Triple-Talent - 339 - 1. September 2009 - 11:03 #

Gegen Raubkopien soll gerne vorgegangen werden, so lange nicht die bezahlenden Kunden und kleine Hobbyprogrammierer leiden müssen. Allerdings leiden momentan leider immer die Falschen und Kopierschütze werden immer geknackt. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.

Sebastian Conrad 16 Übertalent - 4740 - 1. September 2009 - 12:09 #

Es ist aber immer der bezahlende Kunde der darunter leiden muss. Guck dir doch den Kopierschutz von Spore und Co an. DRM oder wie der sich geschimpft hat. Für die, die sich die Spiele aus dem Netz holen, ist das alles schnuppe. Aber der bezahlende Kunde zieht die A-Karte. Und auch das wird sich nie ändern, wenn man nicht gerade so einen genialen Kopierschutz wie bei the Whispered World hat.

Henry 06 Bewerter - 98 - 1. September 2009 - 13:28 #

Problem: Die Hersteller der Flashcards geben den Nutzern mit ihren Produkten die einzige Möglichkeit Eigenprogrammierungen (Homebrew) lauffähig zu machen. Spiele-Piraterie ist nie beabsichtigt. Das macht es rechtlich sehr schwer, denn das Coden und Kompilieren im .nds-Format ist völlig legal. Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Richtig wäre es schon.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6688 - 2. September 2009 - 13:03 #

Ich hatte für mein erstes DS auch so ein Modul um Homebrew laufen zu lassen, genau genommen einen Tracker um mobil auf dem DS komponieren zu können. Dieses Teil hat leider einen wesentlich besseren Funktionsumfang als das kommerzielle Modul von Korg, warum auch immer...

Ich hoffe dass sich in Zukunft der Ansatz wie bei der PS3 durchsetzt (Unterstützung der Nutzung von Linux), so dass Homebrew schnell und einfach gemacht werden kann und Raubkopien trotzdem unterbleiben. Denn die darf ich als ehrlicher Kunde mit jedem Modul das ich kaufe mitbezahlen, da natürlich die Kopien kalkulatorisch eingerechnet werden müssen.

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