Wochenend-Lesetipps KW07: Vorbestellungen, Wertungen, Godus
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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Johannes 39095 EXP - 23 Langzeituser,R10,S3,A8,J10
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14. Februar 2015 - 10:00 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Was immer sich unter den Millionen von Steinen, aus denen der große Würfel von Curiosity - What's inside the cube? verbirgt, werde lebensverändernd sein und so aufregend, dass es in den Nachrichten kommen würde, obwohl es übrigens keine tote Katze ist, versprach Peter Molyneux bei der Ankündigung seines experimentellen Mobile-Games. Es stellte sich heraus, dass der Gewinner eine besondere Rolle im Mehrspieler-Part von Godus übernehmen und 1% der Einnahmen des Titels bekommen sollte. Nur: Bis heute hat er das nicht, der Multiplayer ist nachwievor nicht implementiert. Um den Gott, den Molyneux vergessen hat, geht es in den heutigen Lesetipps. Außerdem geht es noch um Vorbestellungen, Spiele, die zum Ende hin nachlassen und um Wertungen.

"Games vorbestellen: Ein Schuss ins eigene Knie"
Derstandard.at am 31. Januar, Rainer Sigl

Vorbestellungen von Spielen sind ein "Relikt aus der Zeit vor der digitalen Distribution", schreibt Rainer Sigl auf Derstandard.at. Während sie einen früher noch vor dem Gedränge im Laden und dem Risiko, am Releasetag leer auszugehen, bewahrten, können sie heute sogar eher nachteilhaft sein: "Stellt sich der vorbestellte Titel dann allerdings als verbuggte Software-Ruinen [sic!] heraus, haben die vom Pre-Release-Hype Geblendeten das Nachsehen. Nur mit großer Mühe lassen sich Fehlkäufe, wenn überhaupt, retournieren - vor allem dann, wenn die Herausgeber vorab Review-Embargos verhängen, wie im Fall von "Assassin’s Creed: Unity", wo erst einen Tag nach Verkaufsstart Kritiken in der Fachpresse erscheinen durften."

"Armselig"
Seniorgamer.wordpress.com am 7. Februar, Hazzarch

Diverse Titel, die den Großteil des Spielverlaufs über spannend waren, lassen gegen Ende hin stark nach, schreibt der Autor dieses Blogeintrags. Ein aktuelles Beispiel ist Dying Light [Achtung: Spoilergefahr]: "Ein lahmer Quick Time Event als Abschluß eines Spieles, in dem Spieler seinen Charakter nach Gusto aus einer Vielzahl von möglichen Fähigkeiten ausbauen und aufleveln konnte. Wo all das, was der Spieler zuvor getan hat, überhaupt keine Rolle mehr spielt, weil er jetzt den dressierten Affen machen soll. Drücke A, drücke X, drücke A. Und zwar gefälligst dann, wenn wir Dir das sagen und NUR dann. Wenn Du das nicht tust … Fuck you!"

"Bewertungen in Reviews"
Zeitzeugin.net am 10. Februar, Guddy

Das Spielemagazin Eurogamer vergibt seit neuestem keine Wertungen mehr in Reviews, sondern nur noch Empfehlungen (wir berichteten). Guddy kommentiert diese Entscheidung auf ihrem Blog und meint, zu detaillierte Wertungssysteme seien ohnehin nicht besonders hilfreich: "Ganz davon abgesehen, dass die Punkte nur ein Richtwert sein sollen. Oder besser: Ein erster Ausblick auf die kommende, schriftlich ausgeführte Rezension. Denn während das eine Spiel mit 50er Wertung für mich ein Griff ins Klo wäre, wäre das nächste mit einer 50er Wertung vielleicht genau das richtige für mich. Die einzelnen Kritikpunkte, die ein Reviewer anspricht, sind letztlich das, was für mich zählt. Der eine hat bei Kritikpunkt A ein gutes, der andere ein schlechtes Gefühl."

"The God who Peter Molyneux forgot"
Eurogamer.net am 11. Februar, Wesley Yin-Poole (Englisch)

Bryan Henderson aus Edinborough hat im Jahr 2013 den letzten Stein in Curiosity abgetragen und wurde dafür belohnt: Er würde für eine Zeit lang der "Gott der Götter" im Multiplayer von Godus sein und an den Einnahmen des Spiels beteiligt werden. Nur dass er bis heute keinen einzigen Cent gesehen hat. Wesley Yin-Poole von Eurogamer.net sprach darüber sowohl mit Bryan als auch mit Peter Molyneux. Während Bryan inzwischen die Hoffnung aufgegeben hat und sich auf sein Studium konzentriert, entschuldigte sich Molyneux, wollte sich aber nicht darauf festnageln lassen, zu garantieren, dass der Multiplayer jemals fertig entwickelt wird.

Im heutigen Video: Das Lied "Lord British comes".

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar. Dieses Mal bedanken wir uns bei den GG-Usern Admiral Anger, joker0222 und Starslammer!

Video:

Nefenda 14 Komm-Experte - 1889 - 14. Februar 2015 - 10:13 #

Ein lahmer Quick Time Event als Abschluß eines Spieles, in dem Spieler seinen Charakter nach Gusto aus einer Vielzahl von möglichen Fähigkeiten ausbauen und aufleveln konnte. Wo all das, was der Spieler zuvor getan hat, überhaupt keine Rolle mehr spielt, weil er jetzt den dressierten Affen machen soll. Drücke A, drücke X, drücke A. Und zwar gefälligst dann, wenn wir Dir das sagen und NUR dann. Wenn Du das nicht tust … Fuck you!"

Und genau dahin wird die industrie weiter gehen. Weniger experimentell, immer weiter das ein erlebniss genau so wird wie der entwickler das will. Das zeigte mir am besten immer noch beyond two souls. Bei heavy rain war das ende doch immer noch ein wenig anders. (Versuche ein spoilerfreies ende).
Entweder der böse taucht unter und macht weiter. Bis zum hollywood ende. Family is happy. War alles dabei. Jeder wichtige charakter konnte ein anderes schicksal erleiden.
Beyond gibt dir zwar auch diverse sehr interessante enden. Für mich wars aber an dem punkt vorbei an dem man diesen anderen spacken geküsst hat. Egal wie oft man ihn davor abblitzen und hass gegenüber gezeigt hat. Am ende sagte David cage, und dann küssen sie sich doch. Das war eine vergewaltigung meines Spielererlebniss. Und ein würdiges ende der last gen area.
Ich hoffe diese generation ändert das.
Bezweifele es aber sehr stark...

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 2107 - 14. Februar 2015 - 11:54 #

" Weniger experimentell, immer weiter das ein erlebniss genau so wird wie der entwickler das will."

das fängt schon bei all den sammel-füll-"quests" an, wie da:i es erst vor kurzen an die spitze trieb.
anstelle, da die technik eig. weit genug sein sollte, man seine eigene geschichte schreiben dürfte, läuft man gefühlt mehr auf schienen.
das tragische(komische) daran ist, dass man vor 15-10 jahren noch große augen bei der vorstellung hatte, dass sich spiele immer mehr richtung interaktiver film entwickeln.

in den letzten jahren gab es mehrere solcher enden(mass effect 3, deus ex human revolution z.b.), dort gab es auch aufreger - mit der entschuldigung, dass sowieso nur ein kleiner teil das ende sehen würde.
business as usual.

Noodles 23 Langzeituser - P - 38145 - 14. Februar 2015 - 20:16 #

Mordors Schatten hatte auch einen sehr enttäuschenden Endkampf, der nur aus QTEs bestand.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31845 - 14. Februar 2015 - 11:13 #

Der Artikel über Vorgestellungen spricht mir so richtig aus der Seele!

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36433 - 14. Februar 2015 - 13:59 #

Aber so richtig. Genau deshalb verzichte ich auf Vorbestellungen, aktuell z.B. bei The Order: 1886

Cat Toaster (unregistriert) 14. Februar 2015 - 11:46 #

Da bin ich aber froh das ich nach 16h noch nicht fertig bin und schon mal weiß dass das Ende von Dying Light total Scheiße ist.

Hyperbolic 16 Übertalent - P - 4774 - 14. Februar 2015 - 17:15 #

da steht doch extra: Achtung Spoiler! ;-)

Johannes 23 Langzeituser - 39095 - 14. Februar 2015 - 21:56 #

Das stand da noch nicht als er oder sie den Comment geschrieben hat

Cat Toaster (unregistriert) 14. Februar 2015 - 23:35 #

Oder so! Ich musste das Wort "Spoiler" schon mit STRG+F auf der Seite suchen um es zu finden.

Noodles 23 Langzeituser - P - 38145 - 14. Februar 2015 - 23:44 #

Versaut dir das denn jetzt so sehr dein restliches Spielerlebnis, nur weil du schon weißt, dass das Ende mies ist? Ich hab schon viele Spiele gespielt, von denen ich wusste, dass sie miese Enden haben, entweder weil ich es irgendwo im Internet gelesen hab oder es sogar in Tests erwähnt wurde und hatte trotzdem Spaß mit den Spielen (ein Beispiel wäre Deus Ex HR). Und andersrum: Hättest du es auch schlimm gefunden, wenn du gelesen hättest, Dying Light hätte eines der tollsten Enden aller Zeiten? Es ist klar, dass beides eine Erwartungshaltung bezüglich des Endes aufbaut, aber versaut es wirklich das Spielerlebnis von vornherein? Dass ein mieses Ende ein Spiel nach dem Spielen ziemlich runterziehen kann, kann ich nachvollziehen (da wäre Fahrenheit ein Beispiel).

Cat Toaster (unregistriert) 15. Februar 2015 - 0:11 #

Nein, das versaut es nicht.

Den größten Spaß habe ich an Büchern, Filmen, Serien und Spielen von denen ich möglichst noch nichts gehört habe aufgrund dessen ich mir irgendwelche (Vor-)Urteile gebildet habe.

Das Ende muss nicht automatisch schlecht sein weil man Tasten in bestimmter Abfolge drücken muss.

Dies wiederum vor dem Hintergrund dessen das sich jeder GZSZ-Autor in Grund und Boden schämen würde für das was in vielen Computerspielen an "Geschichte" geboten wird. Ich muss mich nicht drei Stunden an einem Endboss abarbeiten für ein gutes Gefühl. Nichts ist ätzender als dabei zu scheitern und um das Ende gänzlich betrogen zu werden.

Ich bin recht zuversichtlich dass das Ende von DL spaßiger sein wird als die zuletzt erlebten von FarCry4 und AC:Unity. :)

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36433 - 14. Februar 2015 - 13:29 #

Interessanter Text von Guddy. Ein wenig inkonsequent, was eigene Wertungen betrifft :-)

rammmses 19 Megatalent - P - 13341 - 14. Februar 2015 - 13:51 #

Dying Light (Retail) ist noch nicht mal erhältlich und da muss schon jemand das Ende spoilern? :( Sonst wieder eine schöne Auswahl.

Johannes 23 Langzeituser - 39095 - 14. Februar 2015 - 14:15 #

Na ja, nachdem ich im Einleitungssatz geschrieben habe, dass es in dem Artikel um Spiele geht, die zum Ende hin nachlassen und dann Dying Light erwähne könnte man ja folgern, dass es im nachstehenden Zitat irgendwie um das Ende von Dying Light geht. Zumindest wird ja von der Handlung nichts verraten, aber ich bringe trotzdem mal eine kleine Spoiler-Warnung an.

rammmses 19 Megatalent - P - 13341 - 14. Februar 2015 - 14:27 #

Ging mir auch mehr um den Artikel an sich. Der hätte doch für sein Argument auch etwas weniger aktuelle Spiele nehmen können, die die meisten schon beendet haben, statt eins, das wie gesagt außerhalb von Amerika noch gar nicht offiziell erhältlich ist.

volcatius (unregistriert) 14. Februar 2015 - 13:56 #

Also der aktuelle Stand von Godus ist jetzt

Geld
- Kickstarter
- Early Access
- Mikrotransaktionen

Spiel
- KS-Versprechen werden höchstwahrscheinlich nicht eingehalten
- PC-Version ein Clusterfuck
- Multiplayer ist völlig ungewiss

Bryan Henderson
- der Kontakt zum Curiosity-Gewinner wurde von 22Cans abgebrochen
- er hat noch keinen einzigen Cent gesehen
- er ist kein Gott im Spiel geworden

Status
- das aktuelle Godus-Team besteht aus 2 Leuten
- der eine erst seit ein paar Wochen als Angestellter dabei
- eine Person ist für die Mobile-Version, die andere für die PC-Version verantwortlich

Das RPS-Interview ist der Hammer und zeigt leider deutlich, dass er nicht mehr nur ein missverstandenes Großmaul ist

http://www.rockpapershotgun.com/2015/02/13/peter-molyneux-interview-godus-reputation-kickstarter/

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36433 - 14. Februar 2015 - 14:08 #

Danke für den RPS-Link. Schon die erste Frage ist ja genial:

"Do you think that you’re a pathological liar?"

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6207 - 14. Februar 2015 - 14:41 #

Ich finde das Interview mindestens unverschämt. Nichts gegen harte Interviews, aber das geht mir schlicht zu weit. Respektlos.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 14. Februar 2015 - 15:30 #

Wieso? Das ist genau die richtige Einstiegsfrage, denn das ist der Vorwurf, den sich Peter Molyneux derzeit gerechtfertigterweise - wie ich finde - anhören muss.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 36433 - 14. Februar 2015 - 16:19 #

Es ist eine unverschämte Frage, das stimmt.
Aber er muss sich nach all den Jahren in der Spielebranche schon auch fragen lassen, ob er vielleicht das nächste Mal etwas weniger versprechen könnte.

Einige Aussagen aus dem Interview fasse ich mal so zusammen:

Wir haben über Kickstarter zwar mehr Geld eingenommen, als wir angefragt haben. Aber wir hatten ja von Anfang an extrem knapp kalkuliert. Kreative Prozesse werden immer teurer, als ursprünglich gedacht. Aber mehr Geld zu verlangen wäre über Kickstarter nicht vermittelbar gewesen.

Das war bestimmt blauäugig. Aber es ist nun einmal so, dass er doch einige Jahre Erfahrung auf dem Buckel hat und ein wenig mehr Realismus walten lassen sollte.

Ghost0815 13 Koop-Gamer - 1776 - 15. Februar 2015 - 8:25 #

Es wird nie wieder jemand per Kickstarter ihm Geld geben. Vielleicht sollte er sich wirklich zur Ruhe setzen.

Warwick (unregistriert) 16. Februar 2015 - 5:34 #

Was ist respektloser: dieses Interview oder Molyneux's Umgang mit dem Curiosity-Gewinner und den Godus Backern? Ja, im Netz kann es ziemlich hart und unfair zugehen und es trifft sicherlich oft die Falschen ... aber manchmal auch genau den Richtigen.

joker0222 28 Endgamer - - 101621 - 14. Februar 2015 - 14:58 #

Da hätte ich an seiner Stelle den Höhrer aufgelegt.

Cat Toaster (unregistriert) 14. Februar 2015 - 15:52 #

Ich auch und es spricht für Peter das er´s nicht getan hat. Man kann ihm auch weder die Einsicht noch die Leidenschaft absprechen. Nun muss er mit dem Scheiß umgehen ohne dabei komplett unter zu gehen. Ich verstehe nicht was der wütende Mob noch mehr von ihm will? Würde er den Freitod wählen kämen wahrscheinlich noch "Recht so" und "nicht grausam genug" Kommentare.

joker0222 28 Endgamer - - 101621 - 14. Februar 2015 - 16:02 #

Ihm ist zweifellos einiges über den Kopf gewachsen und seine Äußerungen und Versprechungen waren nicht sonderlich überlegt. Aber ich denke schon, dass es ihm derzeit ganz schön an die Nieren geht.

WasWillManMehr (unregistriert) 14. Februar 2015 - 18:09 #

Oh doch, ihm fehlt es gänzlich an Einsicht, was die Backer von ihm (zu Recht) erwarten.

Ich habe viele Kickstarter-Projekte gesehen, die meilenweit "of schedule" sind. Bei einigen sagen die Backer "egal, macht einfach weiter so lange ihr braucht, ihr seid großartig" und bei anderen sagen die selben Leute "ihr seid Lügner, liefert endlich, was ihr angekündigt!".

Woran liegt das?

Es liegt am Selbstverständis der Entwickler, wer hier wem was schuldet. Informationen sind keine Holschuld der Backer, es ist eine Bringschuld der Entwickler! Und es gibt keine Rechtfertigung für nicht eingehaltene Zusagen, es gibt nur die Bitte um Verzeihung! Mit anderen Worten: Es spielt überhaupt keine Rolle, wie hart Molyneux arbeitet. Es spielt auch keine Rolle, wie leidenschaftlich er dabei ist. Es spielt keine Rolle, dass Publisher ihm früher jahrelangen Verzug erlaubt haben. Das alles sind Versuche, ein fehlendes Ergebnis zu rechtfertigen. Und das geht IMMER schief.

Wie man es RICHTIG macht, kann man z.B. hier sehen:
https : // www. kickstarter . com/ projects/ tomjohnson/enemy/posts/658811

Es hat nach diesem Posting im November 2013 noch über ein Jahr gedauert, bis das versprochene Spiel endlich rauskam, aber Du wirst keinen einzigen, bösen Kommentar finden. Nicht einen! Weil Tom Johnson, anders als Peter Molyneux, sofort und ohne vorherigen Druck von aussen das Richtige sagt: "Sorry, I have to delay the release". Das Spiel ist übrigens großartig geworden, die 2 Jahre Wartezeit haben sich gelohnt! :)

rammmses 19 Megatalent - P - 13341 - 14. Februar 2015 - 14:08 #

Aber so ein wenig kann er einem auch Leid tun, wie er da vorgeführt wird. Dass der Mann ein Träumer ist, sollte ja nichts neues sein.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 14. Februar 2015 - 15:32 #

Fantastisches Interview ist das! Als ich das gelesen habe wusste ich wirklich bei keiner Antwort, ob ich lachen, weinen oder einfach nur weiter den Kopf schütteln sollte. Wahnsinn, was Peter da abliefert...

Eine wunderbare Zusammenfassung, was bei Godus so komplett schief lief und läuft ist übrigens dieser Artikel hier: http://kotaku.com/why-peter-molyneuxs-godus-is-such-a-disaster-1685539932

Maulwurf 12 Trollwächter - 969 - 14. Februar 2015 - 16:34 #

"...There are about 22 people here and the average salary is about $40,000. Do the math on how much that costs to run the studio for a month. It doesn't take a genius to work out that the $800,000 or so we raised on Kickstarter is only enough to take you a certain amount through development..."

Das sind 880 000$ pro Monat.
Da das Kapital "vorher" feststand wollte er das Spiel also in einem Monat entwickeln ^^

rammmses 19 Megatalent - P - 13341 - 14. Februar 2015 - 16:37 #

Die 40.000 sind das Jahreseinkommen, nicht pro Monat.

Maulwurf 12 Trollwächter - 969 - 14. Februar 2015 - 16:38 #

Mist stimmt x)

Dann ist es ein Jahr ^^

rammmses 19 Megatalent - P - 13341 - 14. Februar 2015 - 16:43 #

Ja und angeblich wollte er es ja in 7 Monaten fertig stellen, wofür das Budget gereicht hätte. Dass es am Ende aber eher 2-3 Jahre dauert, hätte sich jemand mit seiner Erfahrung schon irgendwie denken können...

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 14. Februar 2015 - 17:10 #

Der dazu passende Part aus dem Interview:

RPS: You asked for less money on Kickstarter than you knew you were going to need because you didn’t want to ask for too much money.

Peter Molyneux: No, I didn’t say that. I asked for a sensible amount. If I was a sensible business man, then you would probably have a 100% contingency. That is the way that you run a business, is you would have contingency, and I would have to say in the Kickstarter campaign, we need one and a half million, because we want a 100% contingency in case something goes wrong. Now that is problematic if you’re a backer and anyway, if you go back to the Kickstarter time, people were already very… They’d been quite fractious that I was going on Kickstarter anyway. There was a lot of negative press about, you know ‘Why does Peter Molyneux need to go on Kickstarter?’, ‘Why is he doing it, Kickstarter isn’t for people like him.’ I think most people if you speak to about Kickstarter will say, don’t set your price too high, and make sure that every penny you ask for is justified. And asking for an additional five hundred thousand for a 100% contingency is something that’s hard to justify, especially in those times.

Cat Toaster (unregistriert) 14. Februar 2015 - 15:49 #

Satan, fast eine Stunde Lesestoff. Interessantes Interview, wenn auch für meinen Geschmack sehr hart, gibt jedoch deswegen gute Einblicke.

Trotzdem frage ich mich ob dem Autoren und den Backern klar ist was "Kickstarter" bedeutet wenn ich da immer von "Ich will mein Geld" zurück lese. Zumal selten zwischen der App und dem PC-Spiel differenziert wird.

Das Versprechen mit der "Linux-Version" sehe ich bei Star Citizen ganz genau so. Es ist immer eine ganze schlechte Idee Dinge zu versprechen die man selbst nicht in der Hand hat und sich auf Aussagen der Middleware-/Engine-Hersteller zu verlassen. Das kenne ich gerade in der Software-Entwicklung aus eigener Erfahrung. Ich habe mal einem Fitness-Studio eine Branchenlösung vermittelt die noch im "Laufe des Jahres" von DOS auf Windows portiert werden soll. Das war 2005. Die Anwendung läuft heute in wesentlichen Teilen noch in einem DOS-Fenster unter Windows 7...aber sie tut halt was sie soll nur das "Versprechen" wurde zehn Jahre später immer noch nicht eingelöst.

WasWillManMehr (unregistriert) 14. Februar 2015 - 18:21 #

Es geht nicht darum, dass die Backer, die für die Entwicklung des Spiels gespendet haben, ihr Geld zurück erhalten. Das macht RPS auch mehrfach im Interview klar.

Es geht um die Goodies. Hier haben Leute (extra) Geld für eine Ware bezahlt, Molyneux verwaltet dieses Geld treuhändisch. Das Geld DARF er gar nicht für die Entwicklung des Spiels verwenden, sondern muss es zur Seite legen um davon später mal die Goodies zu kaufen und zu versenden - das ist in den Kickstarterbedingungen auch klar geregelt. Wenn nun absehbar ist, dass das Spiel auf lange Zeit nicht fertig wird und damit auch die Goodies nicht versendet werden, dann ist es doch absolut gerechtfertigt danach zu fragen, ob diese Leute ihr Geld nicht zurückbekommen sollten.

Cat Toaster (unregistriert) 14. Februar 2015 - 18:36 #

Sicher, nur ich als Backer habe doch mehr Interessen daran dass das eigentliche Spiel fertig wird und nicht an irgendeinem physikalischen Mumpitz. Das Spiel kommt doch zuerst, oder nicht?

WasWillManMehr (unregistriert) 14. Februar 2015 - 19:18 #

Ich neige zu einem spontanen "ja", denn ich spende immer nur den Basisbetrag für Spielentwicklungen. Mir wäre daher auch das Spiel immer am wichtigsten. Nicht Godus, das hab ich nicht gebacked, sondern ganz allgemein gesagt.

Wenn jemand statt 10 Dollar aber nun 100 Dollar gegeben hat, um dafür (unter anderem) das Godus Artbook zu bekommen, dann weiss ich ehrlich nicht genau, was ihm wichtiger ist.

Zumindest ist aber die Frage von RPS gerechtfertigt, ob Molyneux die +90 Dollar nun jahrelang behalten darf oder ob es nicht fairer wäre, diesen Backern das Geld für die Goodies zurückzugeben. Dahinter steckt wahrscheinlich der naheliegende Gedanke, dass das Geld für die Goodies längst weg sein und ins Spiel geflossen sein könnte - was laut Kickstarter Statuten nicht erlaubt ist und eine Veruntreuung darstellen würde. Da wären dann die Backer nicht nur zu Recht sauer, das hätte ggf. sogar Konsequenzen in einem zivilrechtlichen Schadenersatzprozess. Zwar jat kein Backer einen Anspruch auf ein perfektes Ergebnis, wohl aber darauf, dass das Geld für den angekündigten Zweck eingesetzt wird.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 49853 - 14. Februar 2015 - 20:02 #

Die Woche lief wohl nicht so gut für Peter, das hat ihn wohl doch etwas mitgenommen. Im "Guardian" sagt er sinngemäß, dass er in Zukunft nicht mehr mit der Presse sprechen wird, beziehungsweise ganz die Klappe halten will.
http://www.theguardian.com/technology/2015/feb/13/peter-molyneux-game-designer-interview-godus

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3824 - 14. Februar 2015 - 21:03 #

Der Guardian führt ja selber an, dass er noch am selben Tag einer anderen Seite ein Interview gegeben hat. Molyneux drückt das im RPS-Interview übrigens folgendermaßen aus: "This is not me doing press, this is me reacting to the press."
Also, keine Sorge! Peter wird uns auch zukünftig mit Schlagzeilen versorgen.

Warwick (unregistriert) 16. Februar 2015 - 0:56 #

Ich hab mir das Inetrview auch durchgelesen. John ist sicherlich zu extrem und das Herumreiten auf den Goodies der Backer ist letztendlich ein argumentativer Teufelskreis auf beiden Seiten.

Trotzdem: ich habe keinerlei Mitleid mit Molyneux gehabt, denn es wird vollkommen klar, dass Molyneux kein Kickstarter-Typ ist. Wenn er etwas besonders aussergewöhnliches und weltbewegendes programmieren will, dann soll er das Geld nicht bei Kickstarter einsammeln, wo die meisten Leute einfach ein modernes Populus von ihm erwartet haben und keine Spielesoftware-Revolution, für die es keinen funktionierenden Finanzplan gibt. Ich habe aber auch kein Mitleid mit den Backern, denn wer einem Molyneux auf KS Geld gibt, der muss mit einer Luftnummer rechnen.

Die Sache mit Bryan Henderson ist nur die Spitze des Eisbergs. Wie kann man es vergessen, diesen EINEN Menschen informiert zu halten, der Curiosity gewonnen hat? So einen Unsinn nehme ich nicht mal Molyneux ab, der wollte die Sache aussitzen, womit er vollkommen zurecht auf die Schnauze gefallen ist.

Drapondur 27 Spiele-Experte - - 78000 - 14. Februar 2015 - 14:12 #

Cooles Video.

rammmses 19 Megatalent - P - 13341 - 14. Februar 2015 - 17:00 #

Ergänzend noch ein guter Artikel über das komplexe Audiodesign von Alien Isolation:
http://www.pcgamer.com/the-audio-of-alien-isolation/

Slaytanic 23 Langzeituser - P - 40526 - 14. Februar 2015 - 22:52 #

Das Video ist echt witzig, aber mit einer unerträglichen Musik dazu. Meine Nackenhaare hängen immer noch kraus im Winde, gruselig.

Ghost0815 13 Koop-Gamer - 1776 - 15. Februar 2015 - 8:32 #

Ich hoffe das der Wahnsinn mit den Vorbestellung abnimmt.
Wenn man wenigsten alles (also alle DLC`s und Addon`s) bekommen kann. Aber am Beispiel von Evolve ist man ja nicht mal mit den Season-Pass möglich.

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