Eurogamer verzichtet ab sofort auf Zahlenwertungen

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Saphirweapon 4958 EXP - 16 Übertalent,R7,S2,A2,J8
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10. Februar 2015 - 15:33 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
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Die Bewertung von Spielen etwa auf einer 100er-Skala ist seit jeher Bestandteil des Spielejournalismus und nicht selten Gegenstand kontroverser Debatten. Vor allem der Versuch verschiedener Websites wie Metacritic, die teils sehr unterschiedlichen Wertungssysteme zu einer Durchschnittswertung zu verbinden sowie der allgemeine Vergleich einzelner Bewertungen führt regelmäßig zu hitzigen Diskussionen. Im Rahmen der Sonntagsumfrage fragte auch GamersGlobal Ende letzten Jahres, wie ihr über das Thema denkt. Die Möglichkeit, auf eine Wertung zu verzichten, entsprach dabei lediglich dem Wunsch eines guten Viertels der Userschaft.

Das englischsprachige Spielemagazin Eurogamer.net begeht nun jedoch genau diesen Weg, wobei auch die länderspezifischen Portale von der Änderung betroffen sind. Anstatt wie bisher ein Zehnersystem ohne Halbnoten zu verwenden, wird ab sofort auf Zahlenwertungen bei Spieletests verzichtet. Stattdessen wird ein Empfehlungssystem mit vier Qualitätseinstufungen eingeführt:

  • Finger weg! (entspricht grob dem bisherigen 3 und weniger)
  • (gar nichts. Keine Wertung. Leere.) (entspricht grob dem Bereich zwischen 4 und 7)
  • Empfehlung (entspricht bisher grob einer normalen 8 oder 9)
  • Herausragend! (entspricht bisher grob einer hohen 9 oder 10)
Als Begründung für diesen Schritt wird ausgeführt, dass die Differenzierung zwischen den Noten vom Leser sowieso nur in Kategorien wie "Kauf" beziehungsweise "Nichtkauf" sowie "Interesse am Spiel" vorgenommen wird. Ob dabei beispielhaft ein Titel eine 4, 5 oder 6 bekommt, würde als unwichtig empfunden, da bei allen nicht sowieso am Titel interessierten Spielern eher das Ergebnis "Nichtkauf" am Ende stünde. Des Weiteren wird angeführt, dass bei Interesse an einem Spiel sowieso der Test gelesen würde und die darin aufgeführten Argumente dann kaufentscheidender seien als die Zahl am Ende. Letztlich will man den Lesern auf diese Weise auch eine schnellere Einschätzungsmöglichkeit geben, ob ein Test für die Kaufentscheidung gelesen werden muss oder die Bewertung für sich spricht.

Die vollständige Begründung findet ihr in den Quellen. In dieser könnt ihr unter anderem auch etwas zum mit der Umstellung verbundenen Ausstieg aus Metacritic sowie der allgemeinen Denkweise zu Durchschnittszahlen erfahren. Das erste Spiel im neuen System ist The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D, das ein "Herausragend!" erhalten hat. Erst vor wenigen Wochen hatte das mittlerweile in Auflösung befindliche Magazin Joystiq.com bekannt gegeben, künftig auf das erst nachträglich eingeführte Zahlenwertungssystem (Fünfer-Skala mit Vollnotenschritten) zu verzichten.

Toxe 21 Motivator - P - 26125 - 10. Februar 2015 - 15:39 #

Gut, sehr löbliche Entscheidung, nieder mit numerischen Bewertungssystemen.

Und alles, was Metacritic in die Suppe spuckt, ist eh gut.

bsinned 17 Shapeshifter - 6833 - 10. Februar 2015 - 16:08 #

Sehe ich genau so.

Vor einigen Tagen hab ich noch alte Gamestar-DVDs gefunden und mir enthaltene Wertungskonferenzen angeguckt. "Spiel X hat bei Sound aber eine 8 bekommen, da müssen wir also bei Y drunter bleiben". Sowas find´ ich total banane.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 10. Februar 2015 - 19:59 #

Naja, dort gibt es jetzt 4 Bewertungsstufen. Ist natürlich besser als die 20 hier und noch viel besser als eine 100 Punkte Skala, aber vom Prinzip her ändert sich doch nichts.

Qualimiox 13 Koop-Gamer - P - 1556 - 10. Februar 2015 - 23:12 #

Eben nicht unbedingt, genauso wie Kotaku's System keine 2-Punkte Skala ist.
Beispiel: Ich könnte mir gut vorstellen, dass SimCity nach diesem System (vorerst) mit Avoid bewertet worden wäre, auch wenn das im Grunde ein gutes Spiel war und ohne die Probleme wohl eher im Bereich von 7-8 bewertet worden wäre.

Wunderheiler 19 Megatalent - 19077 - 11. Februar 2015 - 5:02 #

Gibts hier keine glatte "0"?

LeDoc (unregistriert) 11. Februar 2015 - 21:07 #

Vielleicht, aber Deine Meinung ist die Ausnahme, sogar eine sehr rare. Wenn z.B. Seiten wie 4players (und auch GG) die Anzeige der Wertung für Abonnenten optional machen und dann feststellen, das weiterhin 90%+ der User die Anzeige haben möchten, gibt das immer wieder laute Schreien nach der Abschaffung der Zahlwertungen ein ziemlich verzerrtes Bild der Realität; auf die Gesamtmenge der User bezogen. Ich mache mir diesen Standpunkt nicht zu eigen, will aber darauf hinweisen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 11. Februar 2015 - 22:07 #

Jörg hatte irgendwo mal gepostet, wie viele registrierte User die Wertungen abgeschaltet haben. Ich weiß nicht mehr wie viele es waren, aber es waren erstaunlich viele, wenn ich mich recht erinnere.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 12. Februar 2015 - 8:12 #

Nee, es waren erstaunlich wenige. McDonald's-Syndrom.

DerAntimon 02 Sammler - 7 - 10. Februar 2015 - 15:40 #

Wenn man sich ein Spiel kauft, ist es doch eigentlich egal, was die Leute von metacritic, eurogamer oder von sonstwo davon halten. Entweder ich mag das Spiel oder nicht. Und wenn ich mir unsicher bin, dann lese ich den dazugehörigen Test (oder auch mehrere) durch. Die Wertung am Ende ist doch sowieso nur dazu da, dass man in Trailern oder auf Spieleplattformen damit angeben kann ^^

New One (unregistriert) 10. Februar 2015 - 15:42 #

Schon klar, dass hier kein Journalist und auch kein "Videospiel-Journalist" am Werke war, aber ein betrunkener Legastheniker muss es ja auch nicht gleich sein, oder?

Was für eine Sprache ist das hier:
"Ob dabei beispielhaft ein Titel eine 4, 5 oder 6 bekommt, würde als unwichtig empfunden, da alle bei nicht sowieso am Titel interessierten eher das Ergebnis Nichtkauf am Ende hätten. Desweiteren wird angeführt, dass bei Interesse an einem Spiel sowieso der Test gelesen würde und die darin aufgeführten Argumente dann kaufentscheidender seien als die Zahl am Ende. Letztlich will man den Lesern auf diese Weise eine schneller Einschätzungsmöglichkeit geben, ob ein Test gelesen für die Kaufentscheidung gelesen werden muss oder die Bewertung für sich spricht."

Und wer schaltet sowas frei?

So macht das Lesen jedenfalls gar keinen Spaß... ich ärger mich einfach nur über die Lieblosigkeit und über die Zeitverschwendung.
*stänker, stänker*

Seraph_87 (unregistriert) 10. Februar 2015 - 15:57 #

Die News ist wirklich absolut grauenhaft formuliert und wimmelt vor Fehlern. Einfach selbst nochmal drüberlesen oder es jemand anderen machen lassen, aber so ist das ein Witz.

Saphirweapon 16 Übertalent - 4958 - 10. Februar 2015 - 16:55 #

Wie war das mit den vielen Köchen und dem Brei ? Dadurch dass die Redaktion oft noch sprachliche Änderungen vornimmt, entstehen leider teilweise Fehler die im Original nicht enthalten gewesen sind. So auch in diesem Fall.

Striker Eureka (unregistriert) 11. Februar 2015 - 1:43 #

Dann halt vernünftig und vollständig ändern. Wer sich das Recht rausnimmt andere zu "verbessern" solls dann bitte auch komplett machen.

Saphirweapon 16 Übertalent - 4958 - 11. Februar 2015 - 8:39 #

Tja, ein leidiges Thema. Ich gebe dir grundsätzlich Recht und sehe das genauso. Aber die Redaktion hat leider nicht die Zeit, eigene Änderungen an User-News gründlicher auf Fehler zu überprüfen, ehe sie freigeschaltet werden.

Für die Autoren ist das ebenso eine blöde Situation: Sie fertigen in der Matrix eine mehr oder weniger fehlerfreie News an (wobei Kleinigkeiten immer mal durchrutschen können, egal wieviele Personen vorher drüber geschaut haben). Diese wird dann entweder von anderen Usern freigegeben oder (wie im vorliegenden Fall geschehen) von einem Redaktionsmitglied verändert/ergänzt/angepasst und dann direkt freigegeben. Am Ende steht dann eine mit Fehlern freigegebene News, welche zum großen Teil wieder von den Usern fehlerbereinigt wird.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 11. Februar 2015 - 8:50 #

Die beste Lösung: Gleich eine gut formulierte News schreiben. Dein Narrativ, die Redaktion würde User-News regelmäßig fehlerbehaften, entbehrt jeder Grundlage und zeugt von Selbsteinschätzungsproblemen.

Solltest du hierzu weiteren Diskussionsbedarf haben, mach das bitte im Feedbackforum.

Saphirweapon 16 Übertalent - 4958 - 11. Februar 2015 - 13:07 #

Nein kein weiterer Diskussionsbedarf. Ich wollte der Redaktion keineswegs unterstellen, regelmäßig Fehler in News hineinzuarbeiten, lediglich dass dies ab und an aber vorkommt. Ich gebe dir Recht, dass mein Kommentar diesbezüglich besser hätte formuliert sein können.

Striker Eureka (unregistriert) 12. Februar 2015 - 3:07 #

Hätte er ja korrigieren können ;)

Ganerc-Calypso (unregistriert) 12. Februar 2015 - 17:25 #

Lieber Jörg,

du kennst vielleicht den Spruch "Du bekommst das, was du bezahlst". Du bezahlsts nichts dafür, dass der User dir eine News schreibt, da solltest du nicht so dreist sein und ihn auch noch anmeckern. Besonders, wenn die Fehler in der news von eurer Seite aus ausgingen

Morlock 13 Koop-Gamer - 1654 - 10. Februar 2015 - 16:14 #

Ich verstehe nicht, was du meinst. Kannst du deine Kritik bitte in einer numerischen Wertung ausdrücken? Danke.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 16:27 #

klingt wie eine 4/10

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14537 - 10. Februar 2015 - 15:43 #

Hmm, schon ein bisschen mutig, aber auf jeden Fall interessant. Ich lasse mir die Wertung hier auf GG anzeigen und vergleiche auch gerne, aber... eigentlich ziehe ich alle Infos aus dem Test-Text und dem Pro&Kontra-Kasten. Und natürlich dem Meinungskasten des Testers. Von daher könnte ich wohl auch auf Noten verzichten, aber irgendwie bin ich an sie gewöhnt... ^^

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 10. Februar 2015 - 16:31 #

Nachwirkungen der Schulzeit?^^

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28286 - 10. Februar 2015 - 15:47 #

Eine bestimmt nachvollziehbare Entscheidung.
Mir gefällt das numerische System aber genauso gut. Nichts, was ich auf eurogamer.de gelesen dazu gelesen habe, lässt mich glauben, dass eine "Empfehlung" oder ein "Herausragend" nun besser (im Sinne von verständlicher) als eine 8 oder 10 sind. Ohne Test oder Meinungskasten ist es eine Aussage, die mir nicht weiterhilft, weil ich sie nicht einordnen kann.

Cobra 16 Übertalent - 4606 - 10. Februar 2015 - 15:50 #

Bewertung in zahlen ist oft fraglich. Ist ein Spiel mit 79 schlechter als 81 Punkte. Das eurogamer Bewertungskriterien sind fragwürdig. Die idee ist gut aber nucht um inhalt ausschlaggebend.

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 10. Februar 2015 - 15:50 #

Ja. Es ist um exakt 2% schlechter.

Cobra 16 Übertalent - 4606 - 10. Februar 2015 - 15:52 #

Aber die 2 Punkte sagen nicht viel aus.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32825 - 10. Februar 2015 - 15:54 #

Who cares, völlig unnütz sich darüber einen Kopf zu machen.

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1126 - 10. Februar 2015 - 15:58 #

Oh doch. Ein Spiel, das 93% bekommt, ist auch jeden seiner 93 Euro wert. Im Gegensatz dazu bin ich nicht bereit, für ein Spiel, das lediglich 12% erhält, mehr als 12 Euro zu zahlen. Da warte ich dann lieber auf den nächsten Steam-Sale.

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 10. Februar 2015 - 15:49 #

Warum ist das in der Kategorie 3DS?

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33857 - 10. Februar 2015 - 16:05 #

Weil es mit Majora's Mask 3D verknüpft ist. Kategorie "Branche" würde allerdings besser passen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 10. Februar 2015 - 16:05 #

Weil die News mit dem Steckbrief von Majoras Mask 3D verknüpft ist, bekommt dann automatisch die Plattform aus dem Steckbrief verliehen.

Hab jetzt aber mal auf Branche umgestellt, ich denke das passt wesentlich besser, wie ja auch Ganon schon meint.

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55891 - 10. Februar 2015 - 15:51 #

Aber irgendwie ist das doch auch eine Wertung, nur halt in vier Stufen?!

MicBass 19 Megatalent - 14273 - 11. Februar 2015 - 13:50 #

War auch genau mein Gedanke.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 10. Februar 2015 - 15:53 #

Also im Grunde das System von Kotaku, finde ich sehr gut :)
Aber einen Kritikpunkt gibts da in meinen Augen noch, da man die Empfehlung bereits sieht ohne den Test überhaupt aufzurufen....

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1126 - 10. Februar 2015 - 15:54 #

Man sollte noch ergänzen, dass eine gute 7 dort jetzt ebenfalls das Prädikat "Empfehlung" bekommen kann, wenn es trotz Schwächen genügend Herausstellungsmerkmale besitzt, um als spielenswert erachtete zu werden.

Mecker, Fehler: Joystiq hatte keine Voll- sondern Halbnotenschritte, also effektiv auch ein 10er-System. So wie GamersGlobal kein 10er-System mit Halbnotenschritten sondern effektiv ein 19er-System besitzt - ziemlich einzigartig auf diesem Planeten ;P

Ich finde das neue EG-Wertungssystem jedenfalls nachahmungswürdig. Tolle Sache!

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28286 - 10. Februar 2015 - 16:42 #

Aber das System hat doch die gleichen Fehler und Schwächen wie eine Zahlenwertung.
Letztes Jahr habe ich Costume Quest gespielt und geliebt. Trotzdem kann ich die 6,5 der Redaktion nachvollziehen. Nach der neuen Wertung bei Eurogamer wäre es dieses "Nichts" geworden. Läuft das nicht aufs Gleiche raus? Und eine Empfehlung, weil es wie Du schreibst "trotz Schwächen genügend Herausstellungsmerkmale besitzt, um als spielenswert erachtete zu werden"? Welche Schwächen und Stärken sollen das sein? Das muss ja wieder im Test und im Meinungskasten stehen, ergo ist das für mich keine Verbesserung.

Nicht falsch verstehen: ob da eine Zahl oder ein Wort steht, ist mir schnuppe. Ohne den großen Teil (sprich den Test) nützt mir keins von beiden. Aber genau deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass einige Gamer diese Umstellung als Heilsbringer feiern (überspitzt formuliert).

Arparso 15 Kenner - 3025 - 10. Februar 2015 - 16:47 #

>> dass einige Gamer diese Umstellung als Heilsbringer feiern

Nicht als Heilsbringer, aber als Verbesserung. Zahlennoten - besonders Prozentzahlen mit Nachkommastellen - gaukeln ein präzises Testverfahren vor, das so für Videospiele gar nicht existieren kann. Ein schlichtes Yay-or-Nay-Wertungssystem ist da viel passender.

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28286 - 10. Februar 2015 - 16:54 #

>>Ein schlichtes Yay-or-Nay-Wertungssystem ist da viel passender.<<
Das gauckelt doch genauso eine feste Wertung vor, die es nicht geben kann. Da kann man gleich wieder Fotos von Redakteuren mit verschiedenen Gesichtsausdrücken abdrucken.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 10. Februar 2015 - 17:01 #

Es gauckelt wohl eher eine Meinung vor - eben die Meinung des Testers, ob er das Spiel jetzt weiterempfehlen würde oder nicht. Und natürlich kann es so eine Meinung bzw. so eine Empfehlung geben.

Wenn du deinen Kumpel fragst, was er von Film X oder Spiel Y hält, erwartest du ja auch keine präzise Prozente-Wertung, aber sehr wohl eine Aussage in der Art: "Ja/Nein/Vielleicht, weil..." - und nichts anderes hat Eurogamer hier vor.

... natürlich ging das auch vorher mit den Zahlenwertungen, nur musste man diese erstmal gedanklich in das Ja/Nein/Vielleicht-Schema umwandeln, was bei verschiedenen Wertungsskalen und -standards auf verschiedenen Seiten manchmal gar nicht so leicht ist.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 10. Februar 2015 - 17:00 #

Nein es gaukelt keine Wertung vor weil es keine Wertung ist, es ist eine Empfehlung (ohne Wertung) und das ist nun einmal ein Unterschied.

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28286 - 10. Februar 2015 - 18:51 #

Eine Empfehlung kann mir nur jemand geben, der mich persönlich kennt. Alles andere ist eine Wertung, die diese Person abgibt.
Aber wie gesagt: solange der für mich wirklich wichtige Teil bestehen bleibt, ist mir der kleine Rest, sprich die Wertung/Empfehlung egal.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2015 - 17:33 #

Naja, es gibt ja auch Abstufungen. Besser als diese Zahlen finde ich es auf jeden Fall, weil es weniger Rumgeheule geben wird, warum das eine Spiel nun ne 9.2 und das andere ne 9.1 bekommen hat. (Oder ne 8.8 ;D.)

Es gibt so viele Möglichkeiten, gute Reviews zu machen. Vergleiche mit ähnlichen Spielen und was der Titel besser/schlechter macht als diese. Oder so Kästen wie "Könnte gefallen, wenn..." bzw. "Lieber vermeiden, wenn...". Und dazu muss dann auch nicht der ganze Test gelesen werden, um eine grobe Einschätzung zu bekommen, die dennoch genauer ist als "Yay".

Pomme 16 Übertalent - P - 5964 - 10. Februar 2015 - 15:55 #

Cool!

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2015 - 15:57 #

Ein guter Schritt in die richtige Richtung, wobei mir vier Kategorien doch als etwas zu viel des Guten erscheinen. Einfach einen Anti-Award und einen Pro-Award und alles dazwischen halt einfach so. Das würde schon reichen.

Ich brauche auch keine Wertungen, vertraue inzwischen durchaus den Steam-Reviews, auch wenn sie nur eine Massenbewertung sind, allerdings gibt es dort auch manchmal sehr große Differenzen zur Metacritic-Zahl. Wertungen sagen nämlich gerne mal gar nichts über den Spielspaß aus - und sind somit überflüssig.

P.S.: Die Gee hat damals alles richtig gemacht. ;_;

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 10. Februar 2015 - 16:02 #

Der Text wimmelt ja vor Fehlern und schlechtem Ausdruck. Da hätte mal jemand drüber lesen sollen...

Zur News: Das 10er-System war doch schon ok. Das erinnert mich jetzt an Kotaku. Gerade im mittleren Bereich ist es doch schon wichtig zu differenzieren, weil da die Kaufentscheidung am schwersten fällt.

Skeptiker (unregistriert) 10. Februar 2015 - 16:11 #

Es gibt nicht um Kaufen oder nicht Kaufen, sondern um wann kaufen! Zum Vollpreis? Im Angebot für halben Preis? Vom Wühltisch für 10 Euro, oder als Ramsch-Key oder Teil eines Bundles für ein paar Euro?

Redakteur (unregistriert) 10. Februar 2015 - 16:11 #

"Empfehlung (entspricht bisher grob einer normalen 9 oder 8)"

Das stimmt so nicht. Sie betonen ganz klar, dass das Prädikat "Empfehlung" auch für Spiele mit einigen Mängeln ausgegeben werden kann, sofern diese originelle oder spaßbringende Designentscheidungen darstellen.

Ich würde es deshalb eher so eingrenzen:

Empfehlung (entspricht bisher grob einer normalen 6 bis 8), mit Betonung auf grob!

Saphirweapon 16 Übertalent - 4958 - 10. Februar 2015 - 17:11 #

Ich zitiere mal aus der deutschen Begründung:

Kann man also die alten Wertungen direkt umrechnen? In einem gewissen Rahmen ja. Was vorher eine 10 oder eine sehr enthusiastische 9 gewesen wäre, wird nun das Prädikat Herausragend erhalten. 8er oder "normale" 9er sind die Empfehlungen. Alles mit 3 oder drunter bekommt sein "Finger weg!"

---

Sie schreiben lediglich, dass es auch Ausnahmen geben kann, wo eine strikte Umrechnung einer 7 statt in "Gar nichts" als "Empfehlung" ausgeben wird, wenn das Spiel trotz der Mängel etwas so richtig macht, dass man es erleben sollte.

Das klingt in Summe inkonsequent und komisch, weil Eurogamer sich dann doch noch Schlupflöcher lassen will.Das eine normale 6 eine Empfehlung wird, lese ich nicht aus dem Originaltext heraus.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 10. Februar 2015 - 17:22 #

Ich schätze mal das soll eher 'ne Orientierung werden, um die alten Tests dann unter dem neuen System noch interpretieren zu können. Da in die Zukunft die Zahlenwertung entfällt, kann ja sowieso keiner mehr nachprüfen, ob wirklich nur 10er und hohe 9er ein "Herausragend" erhalten werden.

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1225 - 10. Februar 2015 - 16:15 #

Witzig, ist genau das System, das ich an dieser Stelle auch vorgeschlagen hab. Ich erteile Eurogamer die Note "Herausragend" ;)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4619 - 10. Februar 2015 - 16:18 #

Ich bin für 2 Stufen: gut und schlecht.
Wenn ein Text dabei steht, sagt dieser sowieso viel mehr aus als alles andere. Und war es nicht auch früher so, auf dem Schulhof? "Kennst Du Impossible Mission?" - "nee, ist das gut?" - "ja.", "ok, dann probier ich es mal aus.".
Diese ganzen Abstufungen dienen doch sowieso nur der Werbung.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 16:31 #

Ein bisschen mehr als yay und nay gibts dann schon. Denn selbst am Schulhof wurde schon gesagt "ist bionic commando gut?" "ja, aber spiel vorher mega man!"

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4619 - 10. Februar 2015 - 16:51 #

klar macht jeder für sich Abstufungen. Aber in Tests sind gerade marginale Unterschiede schwer intersubjektiv vermittelbar. Da gibt ein Tester RPG A 3 Punkte mehr, weil dieses im Vergleich zu RPG B keine Questmarkierungen besitzt und es somit etwas anspruchsvoller ist.
Genau das finden aber manche Gamer zu mühsam und würden deshalb RPG B vorziehen. Und wie vermittelt man diese kleinen unterschiede? Letztlich doch nur mit einem aussagekräftigen und nachvollziehbaren Test.
Ich finde, dass sich Bewertungen ausschliesslich auf die Frage nach Qualität richten sollten. Also im Text steht, was genau das Rollenspiel ausmacht und die Wertung sagt dann letztlich aus, ob es insgesamt gut gelöst ist.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 17:01 #

"Ich finde, dass sich Bewertungen ausschliesslich auf die Frage nach Qualität richten sollten."

Dann müsste man das auch entsprechend anführen, aber vom Prinzip her fände ich das eine gute Herangehensweise. Quasi ein TÜV Siegel ob das Spiel einwandfrei läuft und von guter technischer Qualität ist (AC: Unity wär da mit Pauken und Trompeten durchgefallen) und begleitend der Text für Fans welcher Genres das Spiel geeignet ist, oder was wie "wer xyz mochte, wird auch an diesem Spiel seine freude finden".

Toxe 21 Motivator - P - 26125 - 10. Februar 2015 - 16:43 #

Ich finde drei Stufen genau richtig: Gut, durchschnittlich, nicht gut ("schlecht" will ich es nicht nennen).

Alles weitere MUSS dann der Text bzw. ein Wertungskasten aussagen, das kann eine numerische Bewertung einfach nicht.

Ich hoffe, in Zukunft gehen mehr Web-Seiten / Magazine diesen Weg.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4619 - 10. Februar 2015 - 16:52 #

Ungerade Stufen halte ich für gefährlich, weil Menschen dazu neigen, sich in der mitte zu platzieren... so gäbe es eine unüberschaubare Masse an "mittelmässigen" Spielen.

Dann lieber noch 4 Stufen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20716 - 11. Februar 2015 - 14:02 #

Naja, aber die Masse an "mittelmäßigen" Spielen ist - wenn man versucht, sich mal das komplette, plattformübergreifende Line-Up vorzustellen - eben unüberschaubar. Herausragende Spiele sind genauso selten anzutreffen wie absolute Mülleimerkandidaten. Insofern halte ich ein Dreier-System ähnlich wie Toxe für optimal, zumal die Differenzierung zwischen den einzelnen Produkten ja in den Reviews selbst nachzulesen ist (bzw. sein soll).

MicBass 19 Megatalent - 14273 - 11. Februar 2015 - 13:53 #

Ich bin für eine Stufe: Spiel existiert. Der Rest ist viel zu subjektiv. ;)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8039 - 10. Februar 2015 - 16:18 #

Klingt nicht schlecht, jetzt müsste ich nur noch regelmässig Eurogamer besuchen...

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 10. Februar 2015 - 16:20 #

Mir ist eine Wertung auch nicht mehr so wichtig. Durch Lesen des Textes und Testvideos oder Let's Plays kann ich viel besser beurteilen, ob mir ein Spiel Spaß machen könnte als durch eine Zahl oder sonstige Art von Wertung. Hab auch schon oft genug Spaß mit Spielen gehabt, die keine gute Wertung bekommen haben.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 10. Februar 2015 - 16:28 #

Sehr begrüßenswerter Schritt, hätte ich auch auf Gamersglobal nix dagegen.

Bin gespannt, ob das die Leser auch annehmen. Auch die Metacritic-Wertung verliert dadurch natürlich weiter an Relevanz, wenn sich eine doch recht große Seite aus dem Metascore verabschiedet.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 10. Februar 2015 - 16:33 #

Thumbs up! Und jetzt du, GG! ;)

Tand 16 Übertalent - 4321 - 10. Februar 2015 - 16:35 #

So ein einfaches System reicht vollkommen aus und wirkt auch glaubwürdiger als beispielsweise einer 100er-Skala oder SpielspaßNOTE. Als ob man wirklich behaupten könne, dass ein Titel 3 Prozentpunkte mehr Spaß macht, als ein anderer. Und die Loslösung von einer Zahl ist da der nächste konsequente Schritt.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12872 - 10. Februar 2015 - 16:43 #

Finde ich auch gut. Eine subjektive Meinung in eine Zahlenskala zu packen ist doch auch Unsinn. Entweder hat man Spaß mit einem Spiel oder nicht.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 10. Februar 2015 - 16:46 #

Wenn es doch 7,5 von 10 Spaß macht??? =)

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 16:51 #

Ich würd meiner Cola die ich heut getrunken hab nur eine 6/10 geben.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 10. Februar 2015 - 17:04 #

Wie lange hast du getrunken? Warst du Haupt- oder nur Nebentrinker und hast du sie auch wirklich richtig getrunken?

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 17:05 #

Ich kann die leere Flasche sowie Urinprobe ins Labor schicken. Nebentrinker gab es keine, gesamt-Drinkdauer waren 17 Minuten und 23 Sekunden. Multiplayer-Modi (drehen der Flasche) wurden wegen fehlender Infrastruktur (nicht genug Frauen im Büro) noch nicht getestet.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 10. Februar 2015 - 17:13 #

Hoffentlich gibt es ein Testvideo (inkl. MP-Nachtest)!

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12872 - 10. Februar 2015 - 17:05 #

Und wie sah sie aus? Ganz wichtige Frage!!!

Arparso 15 Kenner - 3025 - 10. Februar 2015 - 17:23 #

Lief's denn auch flüssig oder war ein Ruckeln zu spüren? XD

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12872 - 10. Februar 2015 - 18:14 #

Und wie war der Sound?

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 18:32 #

Lief halt nur mit 30ml pro sekunde, ab und zu kam ich aber schon ins ruckeln und der sound war jetzt auch nicht so besonders. Ein bisschen Zischen am Anfang, aber wo bleibt Hans Zimmer wenn man ihn mal braucht?

Calmon 13 Koop-Gamer - 1217 - 10. Februar 2015 - 16:45 #

Ich mag die Zahlenwerte, von mir aus sogar in Einzerschritten, tummelt sich ja eh alles im oberen Drittel! Die Lösung die Wertung ausblenden zu lassen finde ich bei GG gut gemacht.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20967 - 10. Februar 2015 - 16:55 #

Ich mag individuelle Zahlenwertungen fuer Story, Sound, FX, Music, Graphics, Gameplay, SP/MP, Stability. Leider tun das inzwischen nur noch sehr wenige (Online)Magazine und Youtuber.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 17:04 #

Getrennte Noten für SP und MP macht GG ja in vielen Fällen schon. Aber mit individuellen Zahlenwertungen schafft man sich dann ja das nächste Problem: "omg XYZ hat 2 Punkte mehr für Sound wo doch ZYZ so viel tollere Musik hat einseinself!!111", Musik, Sound und Grafik sind in vielen Fällen subjektiv, da kann man die allgemeine Qualität der Animationen vielleicht bewerten, aber das lässt sich mit einem Screenshot besser rausfinden ob man die Grafik selbst gut findet. Manche finden z.B. die Bonbongrafik von WoW charmant, andere würden am liebsten rheiern.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20967 - 10. Februar 2015 - 17:15 #

Subjektiv ist alles.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 10. Februar 2015 - 18:37 #

Nein.

Das hier ist nicht subjektiv verbuggt, das ist objektiv gesehen verbuggt:
https://www.youtube.com/watch?v=72heZxt2RlU
https://www.youtube.com/watch?v=zgKJWS_fDM8
uvm.

Das ist ein Bild mit 2 Äpfeln:

http://www.shashca.com/wp-content/uploads/2012/07/Two-Apples.jpg

Es gibt sehr wohl objektive Kriterien, denn egal von welchem Winkel man es betrachtet hatte Unity beim Launch Bugs Galore und 2 Äpfel bleiben 2 Äpfel und werden nicht zu Birnen nur weil man RPG mag.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20967 - 10. Februar 2015 - 19:16 #

Ja hallo?! Das sehe ich doch genauso. :D Aber viele sehen es SUBJEKTIV wohl anders, weshalb ACU trotz seiner spielmechanischen Komplettverbloedung so hohe Wertungen bekommt. Fuer die sind UNSERE "objektiven bugs" offenbar "Features". Oder sie merken sie gar nicht, weil sie auf andere Dinge mehr Wert legen. Suum Cuique. Verstehen tue ich das auch nicht.

PS: So ein paar Clippingfehler wie bei deinem ACU Videos oben finde ich jetzt persoenlich auch nicht tragisch. Mich nervt eher, wenn man in seinen Bewegungsmoeglichkeiten gehemmt und gegaengelt wird oder sogar mangels einer speziellen Taste fuer eine Aktion der Protagonist klettert, springt, etc. ohne dass ich das wollte. Das sind die Dinge, die mich nerven und die die frueheren ACs noch nicht hatten. - Auch wieder sehr subjektiv meinerseits. :)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9254 - 10. Februar 2015 - 16:57 #

Ist doch Jacke wie Hose...Klar, man spart sich die Diskussionen um ein paar Punkte und "warum hat das Spiel 85% und das andere nur 82%".

Meiner Kaufentscheidung hilft das aber nicht, denn ich mag auch Spiele, die man nur eingeschränkt empfehlen kann und andere, die man unbedingt kaufen sollte, mag ich manchmal nicht.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6535 - 10. Februar 2015 - 17:05 #

Das alte Wertungsdilemma. Bei GG ist das ganz ok gelöst, weil man auch mal bis 10/10 Punkten geht. Was mir seit Jahren auf den Geist geht, ist, dass man sich seit knapp zehn Jahren bei jedem durchschnittlichen Spiel bei 80%+x bewegt. Wo früher noch 75% ein Topspiel für Genrefans bedeutet, ging man immer höher und tat so, als würde ein 90% von 2004 bis auf alle Ewigkeit so stehen müssen. Ganz schlimm ist es vor allem dann, wenn manche Redaktionen meinen, sie könnten Spiele objektiv bewerten.

Mike H. 14 Komm-Experte - P - 2245 - 10. Februar 2015 - 17:31 #

"Ganz schlimm ist es vor allem dann, wenn manche Redaktionen meinen, sie könnten Spiele objektiv bewerten."

Na, dann bist Du ja hier auf genau der richtigen Seite... :)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 10. Februar 2015 - 17:10 #

Kommt aufs gleiche hinaus. Nicht jeder Schuh passt jedem Träger.

Triton 16 Übertalent - P - 5290 - 10. Februar 2015 - 17:28 #

Was sind schon Wertungen, ich habe oft mehr Spaß mit einem 6/10 Spiel als mit einem 10/10 Spiel. Die Artikel sind für mich wichtiger als am Ende eine Note oder eine Empfehlung. Mich interessiert nur eine Bewertung, meine Spaßbewertung eines Spiels.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20967 - 10. Februar 2015 - 17:32 #

Der einzige Vorteil an einem solchen System waere, dass man als Magazin zwischen den Zeilen oder sogar ganz direkt Kritik ueben koennte, ohne Angst haben zu muessen, von den fetten Fischen wie EA, Ubisoft etc. wegen einer "messbaren" Zahlenwertung diskreditiert zu werden und in Folge bei Testmustern und Vorabberichten uebergangen zu werden. Wenn das zu einer objektiveren Berichterstattung der Branche im allgemeinen fuehrt, waere ich natuerlich dafuer. Falls dem aber nicht so ist, macht es keinen Unterschied, ob ein COD im TEXTkoerper des Tests ins Unmoegliche verzerrt gelobhudelt wird oder im ZAHLENKASTEN satte 20 von 10 moeglichen Punkten erhaelt. ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 10. Februar 2015 - 19:26 #

Wo soll das nur Enden? - Am Ende gibt's Testberichte, die wie Arbeitszeugnisse formuliert werden. Creative Assembly bemühte sich nach Kräften mit A:I ein herausragendes Spiel auszuliefern.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20967 - 10. Februar 2015 - 21:40 #

Lol, der war gut :)
Haette mir nur ein anderes Beispiel gewuenscht, denn ich finde A:I wirklich gelungen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 10. Februar 2015 - 22:29 #

Hast du zwei Wochen Weichspüler getrunken?
Naja, denk dir einen anderen Spielnamen.

crackajack 11 Forenversteher - 586 - 11. Februar 2015 - 15:38 #

au ja,
der Hort der deplatzierten Superlative als Vorlage für Testberichte!
Sodass Verkäufe nur ja nicht behindert werden. Es geht schließlich auch um Arbeitnehmer!

Warum gilt der gleiche Mumpitz nicht eig. auch fürs Abschlusszegunis in der Schule?
Egal wie gut man war, nur Bestnoten! Wäre das nicht herrlich für den Arbeitnehmer wenn er nur aus einem Topf lauter scheinbar bestausgebildeter Vollpfosten wählen kann?

timeagent 16 Übertalent - P - 4374 - 10. Februar 2015 - 17:39 #

Ob sich dadurch was ändert? Statt des bisherigen "Wieso hat Spiel X eine 9?" wirds nun "Wieso ist Spiel A eine Empfehlung/Herausragend (im Gegensatz zu Spiel B)?" geben, weil die Leute nur kurz auf das Fazit schauen und nicht den Text bzw. die Meinung des Redakteurs dazu lesen. Ohne Kontext bringt keine Wertung am Ende etwas, ob das jetzt Zahlen, Empfehlungen oder Torten sind.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 10. Februar 2015 - 17:43 #

Aus meiner Sicht ist das eher ein trickreicher Versuch, möglichst viele Prädikate für Spielepackungen zu produzieren und gleichzeitig unliebsamen Diskussionen mit den Spieleherstellern aus dem Weg zu gehen: Da wird nämlich durchaus auch mal eine Anzeige storniert, weil "nur" eine 7 vorne dran steht. Und 3 und weniger heißt "Finger weg!"? Na dann wird's nur noch sehr wenige Warnungen geben in Zukunft. Wo wir doch alle wissen, dass eine 4 oder 5 genauso eine Warnung ist. Das Beste finde ich, wie diese aus meiner Sicht großteils marketinggetriebene Entscheidung hier von manchem begeistert kommentiert wird :-)

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 10. Februar 2015 - 17:55 #

Da mich ein neues Logo hier auf der Seite irritiert, bin ich schon froh zu hören, dass es hier demnächst kein Ja / Nein / Vielleicht / Ich mag Toastbrot als Wertungskategorien gibt.

v3to (unregistriert) 10. Februar 2015 - 18:11 #

hm... ist das nun gut oder schlecht? also, bei metacritic gelistet zu sein, ist ja auch eine form von marketing, wenn man so will. da dreht man sich doch im kreis. nichts desto trotz ist das durchaus ein vernünftiger ansatz, sich auf dem weg mit der dauerdiskussion über sinnhaftigkeit von wertungen auseinanderzusetzen.

was die prognose richtung ausbleiben von warnungen angeht, hab ich zweifel. jedenfalls, wenn es um diesen ehemals kritischen bereich zwischen 4 und 7 punkten angeht. bislang empfand ich eurogamer immer als ähnlich bauchgesteuert wie 4players (ohne den zuweilen gezwungen interlektuellen anspruch) und wertungen unterhalb dieser schwelle waren auch in der vergangenheit rar.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 10. Februar 2015 - 18:33 #

Aber genau das meine ich doch: Es wird nicht mehr "Finger weg" geben als vorher 1 bis 3. Und dadurch gibt es fsktisch weniger Warnungen, weil sich 4 und 5 nun eben plötzlich im großen "Mittelfeld" befinden. Also wir sehen sehr deutliche Unterschiede zwischen einer 4 und einer 7...

v3to (unregistriert) 10. Februar 2015 - 19:25 #

bislang empfand ich dieses mittelmaß-wertungsspektrum weniger als warnung, sondern eher als einordnung 'fans des genres könnten spaß dran haben'. es hat sich ja durch metacritic so ein statistischer maßstab eingeschlichen, dass alles unter einer 7 eh durchschnitt oder mist ist, für das man kein geld ausgibt. einige magazine richten da sogar ihr wertungsschema danach aus. das sind jetzt genau die spiele, die quasi leer ausgehen. bis zu dem punkt spielt es auch keine rolle, ob da nun eine zahl drunter steht oder nicht.

der rest ist eher eine frage, wie man damit umgeht. natürlich ist eine 4 klar unterdurchschnittlich und eine 7 könnte auch als gute wertung gemeint sein. nur in dem spektrum zu sagen, dass man keine gesonderte empfehlung ausspricht, passt doch.

andersherum ist eine zahl auch trügerisch. sie wird von einer individuellen meinung bestimmt und suggeriert eine gewisse allgemeingültigkeit. jetzt lass mal die großen aufreger-diskussionen des letzten jahres revue passieren und wie oft hast du dich gefragt, ob da nicht bei vielen kommentaren konsenz mit deiner meinung bestand - nur nicht mit der wertung unten drunter? das problem geht ja schon mit scheinbar messbaren kriterien los, die sich auf rein technischer ebene ergeben. da könnte man sich ewig drüber streiten, ab wann technik relevant für den spielspaß ist. oder die spieldauer... anderer punkt, gleiche baustelle...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 10. Februar 2015 - 19:50 #

Also ich habe in meinem Leben noch nicht, weder als Spieler noch als Tester, eine 4 oder 5 als "Fans des Genres könnten Spaß dran haben" empfunden. Eine 6 schon, eine 7 noch eher, aber eine 4 oder 5? Genau darum geht es mir: Statt eine real existierende Qualitätsgrenze zu ziehen, wird von "ziemlich schlecht" (4) bis "ziemlich gut" (7) nicht mehr unterschieden. Würde Eurogamer alles von 5 abwärts mit "Finger weg" versehen -- was ja, wir wissen es alle, die Realität in dem insgesamt oberhalb des wirklichen Durchschnitts angesiedelten Wertungssystem ist – würde ich leiser meckern.

v3to (unregistriert) 10. Februar 2015 - 20:33 #

tatsächlich gab es bei mir schon den einen oder anderen fall, wo ich mal an einem vermeintlich unterdurchschnittlichen spiel hängen geblieben bin. zu 8bit zeiten sogar öfter, hin und wieder kam das später auch bei adventures vor...

afair hatte eurogamer den durchschnitt bei 6 und die wertungen drumherum als tendenz festgelegt. ist aber letztendlich reine definition. was kann eine 5 sein? die ultimative langeweile, bei der die entwickler sonst alles richtig machen oder ein spiel mit richtig potential, wo diverse mängel das auf ein gerade mal tolerierbares maß runterziehen. oder eins wo sich diese dinge insgesamt die waage halten. auf einer skala trifft sich das auf einem punkt, nur ist es noch lange nicht das selbe.

ich verstehe schon deine sichtweise, nur imo bleibt es doch am ende, dass der test reiner text ist, und ausreißer werden mit einem award oder wie ja in der vergangenheit auch teils üblich einer gurke ausgezeichnet.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. Februar 2015 - 21:04 #

Ach, die Frage ist ja, ob das Zahlensystem jetzt im Hintergrund einfach so weiter läuft, oder ob nun wirklich eine neue Denke Einzug erhält.

Und muss vor einer 5 gewarnt werden? Ist das wirklich so ein Müll, dass es gar nicht mehr geht? Es gibt schlechte Spiele, aber einige davon sind eben nicht soo schlecht, dass ich ihnen ein "Finger weg!" verpassen würde. Eben auch, um sie von noch schlechteren Titeln zu differenzieren. Dass sie schlecht sind, steht dann im Text. Und hierbei finden sich vermutlich die alten 4er und 5er wieder.

P.S.: Ich habe sehr viel Spaß mit einem Spiel gehabt, dass auf Metacritic nur 44 Punkte hat. Wobei mir auch nicht klar ist, wie eine solche Wertung zustande gekommen ist.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 10. Februar 2015 - 23:13 #

Ich hoffe doch einfach mal, dass in solchen Fällen dann der Test-Text ausreichend darüber informiert, ob man die Finger von dem Spiel lassen sollte oder nicht. Bei Titeln, die ein bisschen zu gut für ein pauschales "Finger weg!", aber viel zu schlecht für eine klare Kaufempfehlung sind, sollte man das doch herauslesen können. Hoffe ich zumindest, wird dann wohl die Praxis zeigen müssen.

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 11. Februar 2015 - 1:42 #

Ich müsste wohl auch in meiner Spielehistorie weit zurückgehen, als 5 von 10 noch der Durchschnitt war....oder ich wechsel das Bewertungssystem zur "objektiven" Schulnote der Computerbild Spiele. In seiner damals vollendeten Schwachsinnigkeit wurden Adentures generell schlecht mit der Note 3 oder 4 bewertet.

Inter Mailand (unregistriert) 11. Februar 2015 - 8:53 #

... interlektuellen anspruch ... ? o.O

v3to (unregistriert) 11. Februar 2015 - 9:45 #

ich empfehle mal ganz speziell die tests von jörg luibl zu lesen, welche kriterien er bei spielen für bemerkenswert und welche für veraltet hält und sich entsprechend in der benotung auswirken. das ist arg verkopft gewürzt mit persönlichem zeitgeist-empfinden. mir schwirren gerade die tests von dragon age inquisition oder heroes of might and magic hd im hinterkopf. oder auch der test zu gta 5 xbox360/ps4 von mathias oertel, mit dem man kaum was anfangen konnte, wenn man die ganzen film-referenzen nicht kennt...
die redaktionsvideos schlagen auch in diese kerbe und haben allgemein den beigeschmack eines kultur-magazins.

Inter Mailand (unregistriert) 11. Februar 2015 - 13:20 #

Schon klar, mir ging es eher um die „intellektuelle“ Interpretation der Rechtschreibung.
Macht sich ganz gut, wenn man die Fremdwörter auch schreiben kann, die man benutzt ;-)

guapo 18 Doppel-Voter - 9880 - 11. Februar 2015 - 13:33 #

Bravo! Du hast einen Rechtschreibfehler gefunden.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 11. Februar 2015 - 13:38 #

Er darf ihn auch behalten ;).

v3to (unregistriert) 11. Februar 2015 - 14:09 #

ah... danke. meine rechtschreibung ist gemeint. nimm dir nen keks. nur ernsthaft: auf erbsenzählerei auf der ebene lege ich keinen wert. das ist imo ein luxusproblem und du hast mich offensichtlich auch so verstanden.

Greedy 11 Forenversteher - 797 - 10. Februar 2015 - 17:49 #

Gabs da nicht mal das beispiel das Spielentwickler ihre Angestellte nach metacritic Wertung bezahlt haben? Das waer fuer mich ein Grund auf diese Wertung zu verzichten.

Ich brauch keine Zahl um diese Entscheidung zu faellen und es gibt noch andere Publikationen die keine Wertung haben. Finde ist nen Schritt in ne gute Richtung.

Elfant 15 Kenner - P - 3843 - 10. Februar 2015 - 17:57 #

Jein. Meines Wissens machen Verleger Bonuszahlungen an die Entwickler davon abhängig.

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 10. Februar 2015 - 17:59 #

Ja, zum Beispiel Obsidian hat von Bethesda keine Bonuszahlung für Fallout New Vegas bekommen, da der Metacritic-Schnitt ein oder zwei Punkte unter dem von Bethesda geforderten Wert lag.

zfpru 15 Kenner - P - 2987 - 11. Februar 2015 - 13:16 #

Manchmal geht es im Leben auch gerecht zu.

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 6930 - 10. Februar 2015 - 17:56 #

Ist doch schwachsinnig. Dann sollen Sie es ganz weg lassen und gar keine Note vergeben oder alles weg lassen und nur bei Spielen, die Sie wirklich oberaffenhammergeil finden eine "Eurogamer Empfehlung" aussprechen.

Kotanji 12 Trollwächter - 1042 - 10. Februar 2015 - 18:02 #

Respekt. Scheint ja so langsam anzurollen (Davor wars Joystick oder?). Hoffentlich werden weitere folgen, und ich würde Spieleseiten auch mal wieder öfters besuchen. Es gibt nichts lächerlicheres als Zahlenwertungen. Hut Ab vor dem Mut, voran zu gehen und Metacritic und dem Mainstream Publikum den Popo zu zeigen. Ich träume gerade, aber vielleicht wird irgendwann in der Zukunft Schrott wie Metacritic im Mainstream nicht mehr so dominant sein?!
Aber wird wohl noch etwas dauern, da die Masse ja weiterhin noch gierig nach Zahlen lechszt.

Disturbed 10 Kommunikator - 442 - 10. Februar 2015 - 18:08 #

Das Bewertungssystem von Eurogamer ist genau so gut oder schlecht wie alle anderen Bewertungssysteme, die ich bis jetzt gesehen habe. Höchstens als eine grobe Einschätzung zu gebrauchen. Entweder man betrachtet die Spiele als Kunstwerk, oder als eine mathematische Gleichung. Alles andere ist, weder Fisch noch Fleisch.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9967 - 10. Februar 2015 - 19:31 #

das ist doch unsinn, nicht alles ist nur das eine oder das andere. neben dem künstlerischen spiele sind spiele aber immer auch ein handwerk ganz verschiedener disziplinen. dies kann man natürlich bewerten, wie es viele magazine mit aufgeteilten wertungsbereichen ja auch machen.

Kühlschrankmagnet (unregistriert) 10. Februar 2015 - 18:14 #

Niemand ist zu einem regen Publikumsverkehr verpflichtet.

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 10. Februar 2015 - 18:30 #

Eine solche Entscheidung würde GamersGlobal auch gut anstehen. Dann wäre die dümmliche Alien Isolation Diskussion wohl nie entstanden. Naja wenigstens kann man die Wertungen hier ausblenden.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20967 - 10. Februar 2015 - 18:32 #

Im Endeffekt ist Spielspass wohl ohnehin nicht messbar oder einschaetzbar (von einigen spielmechanischen Vollkruecken mal abgesehen), egal ob das Ganze in eine Note, eine Skala oder einen ausfuehrlichen Textkoerper gefasst wird. Dafuer gehen die Meinungen bei vielen Titeln einfach zu sehr auseinander. Beste Beispiele: Metro 2033, Risen 3, Alien Isolation, Dying Light. Da ist von "genial" bis "grauenhaft" alles vertreten. Je nachdem wie man individuell die Latte anlegt - Immersion, Spielwelt/Komplexitaet, Gameplay, Sound und/oder Story - kann man zu diametral auseinanderliegenden Meinungen kommen, obwohl dies alles an sich gute, ambitioese Titel sind (und auch wenn man den Wertungsdurchschnitt betrachtet).

Sciron 19 Megatalent - P - 15787 - 10. Februar 2015 - 18:34 #

Von zehn auf vier. Verkappte Zahlenwertungen sind auch Zahlenwertungen.

Lorin 15 Kenner - P - 3638 - 10. Februar 2015 - 19:21 #

Na ja es wird ja immer noch bewertet. Ob jetzt eine Zahl da steht oder nicht die sich dann jeder auch selbst dahinter malen kann ist doch egal.
Im Endeffekt ist es doch ein 4er System und nichts anderes..... Ob jetzt 1/4 oder "nicht kaufen" da steht spielt sowas von keine Rolle.

Ich finde numerische Systeme gut wenn sie in sich stimmig sind. Wenn sich spiele also vergleichen lassen die in der gleichen Kategorie Spielen.
Wenn AC:u eine 8.0 bekommt und Mittelerde:MS eine 7.5 muss ich davon ausgehen können dass AC das bessere Spiel ist. Wenn ich das nicht kann dann taugt das System nicht.
Nicht vergleichbar sein muss ein Telltalespiel mit GTA.

So seh ich das

obiwandi 15 Kenner - P - 3078 - 10. Februar 2015 - 19:23 #

Ist ein auf Zahlen bezogenes Wertungssystem nicht auch abhängig von der grundsätzlichen Einstellung der Berurteiler? Als ich 1987 Last Ninja bei Funtastic in der Münchnerstraße erwarb, hatte ich keine Vorstellung davon, wie sehr mich System 3 in den Bann ziehen und den Sommer mir rauben würde, der Happy-Test war noch nicht erschienen, englische Medien hat aber bereits Armakuni durchs mittelalterliche Japan gesteuert; bis dato ist Last Ninja für mich ein tolles Spiel, das bei Zzap64 besonders hohe 90er Werte erzielte, im Happy Computer gerade mal mit einer 64 oder so bedacht wurde. Beides konnte ich nachvollziehen.

Zzap beurteiltete diese erste Begegnung mit einem Spiel, ist in der Schachtel, was die Werbung verspricht; Happy Computer, sprich Heinrich und Boris, stellten und stellen immer den Langzeiteffekt in den Vordergrund, unabhängig von Effekthascherei. Und Last Ninja kam seit September 1987 nicht mehr aus dem Regal heraus, Wizball (3x 97 in der Happy) hüpfte hingegen immer wieder in das Diskettenlaufwerk, die Happy-Wertung spiegelte exakt das wieder.

Gamers Global setzt diese Tradition meines Erachtens nach fort. Was eine 6 ist, kann wohl unterhalten, aber die lang fesselnde Sensation ist es nicht. Diese mathematisch aufgelöste Beurteilung ist grafisch ein Blickfang, inhaltlich ein willkommener Vorgeschmack, die Lektüre für mich ein Muß. Und was wenn keine Zahlen mich mehr führen?

Im Grunde passiert das bei Eurogamer nur indirekt; ich nehme an, ein Punktesystem schlummert da noch im Hintergrund, gibt die Begrenzungen zu den unterschiedlichen Icons vor, und das hoffentlich nachvollziehbar: Miami Vice war am C64 unspielbar schwer, eine 45 oder so als Gesamtwertung war ein perfekter Erstindikator in der Happy, der Kaufzwang konnte nicht entstehen. Solange Icons eindeutig zuordenbar bleiben, spricht nichts dagegen. Ich befürchte jedoch, dass mitunter Last Ninjas mit Miami Vices verwechselt werden könnten, zum Leidwesen der Entwickler.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 10. Februar 2015 - 19:42 #

... zum Leidwesen der Spieler!

obiwandi 15 Kenner - P - 3078 - 10. Februar 2015 - 23:27 #

Hast Du natürlich vollkommen recht, Jörg, das war als Spieler zu selbstlos formuliert. Zum einen könnten unterhaltsame wenn auch durchschnittliche Titel verpasst werden wie damals Uchi Mata von Martech, zum anderen ist es möglich, dass Spieler zum größten Desaster seit Oceans Knight Rider greifen, eben weil ein Icon potentiell beides ausdrückt, sollte es mit einer gewissen Unschärfe definiert worden sein.

v3to (unregistriert) 10. Februar 2015 - 19:55 #

last ninja ist imo eines der historischen paradebeispiele, wo ein wertungssystem versagt. wenn man so will, ist das spiel der urvater der modernen action adventures. ein spiel, dessen faszination sich durch die damals sensationelle präsentation und einer relativ komplexen (aus heutiger sicht umständlichen) steuerung tragen lässt. das ganze gestützt von einer der größten marketingbudgets, die es im gamesbereich damals überhaupt gab.

nun war da die allgemeine presse, die komplett gehypt war und dazwischen als alien die happy computer bzw in folge power play, deren ehemalige redakteure bis heute den erfolg nicht verstehen - das statement gab es vor einiger zeit im veteranen podcast. last ninja war das erste aaa-spiel aus europäischer produktion, und das wurde schlichtweg nicht gesehen. das selbe problem hatten die gleichen leute btw auch mit cinemaware-titeln. da versteckte sich ebenfalls der anspruch hinter einer beeindruckenden optik und die spiele machten auf der ebene auch irrsinnigen spaß - bis man irgendwann das ende gesehen hat (in der hinsicht ist es ähnlich wie bei adventures). fängt man gleich an, kategorisch zu differenzieren, bleibt da nicht viel über.

wizball (imho das beste originale c64-spiel aller zeiten) kann man da allerdings schlecht vergleichen. es ist im kern ein arcadiger shooter. es hat keine story, und, bedenkt man die endlosschleife, auch kein echtes ziel. das ist in etwa so, als würde man assassins creed und resogun nebeneinander stellen.

thepixel 14 Komm-Experte - P - 1957 - 10. Februar 2015 - 21:33 #

Der Bayer sagt: Sollns des do mocha, is doch mir wurscht. Aber wieso wird hier Werbung für andere Magazine gemacht?

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 10. Februar 2015 - 23:00 #

Absolut nachvollziehbar die Entscheidung. Eine Hand voll Abstufungen ist absolut ausreichend ein Spiel zu bewerten.

zfpru 15 Kenner - P - 2987 - 10. Februar 2015 - 23:05 #

Es gibt für Deutschland noch einen weiteren Faktor: Die Tradition. Seit Happy Computer wird in Deutschland in den meisten Publikationen (Print, Online, Himmelsschreiber etc.) das 10er oder 100er System für Wertungen genutzt. Das hat sich sowohl bei den Redakteuren als auch bei den Lesern festgesetzt. Die Versuche einer Revolution (z.B. Sterne in der PC Player) wurden von den Lesern nicht angenommen und waren meistens auch nicht von Dauer. Das Wertungssystem basiert also auf dem bewährten Satz: "Das haben wir immer schon so gemacht". Das kommt daher, dass die Happy Computer bzw. die Redakteure (wie z.B. der qualitativ eher mäßig orientierte Anatol Locker) der selbigen dieses Wertungssystem in ihre Folgehefte (Powerplay, Videogames, usw.)übernommen haben. Insofern hat sich dieses System schon festgesetzt. Nur der Wert einer 7 ist jetzt eben anders als vor 30 Jahren. Also einen durchgehenden Erfolg des neuen Systems würde ich der Eurogamer jetzt nicht garantieren wollen. Und es wird auch einen Grund haben warum GG mit dem 10er System arbeitet.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 11. Februar 2015 - 0:21 #

Bewertung bleibt Bewertung. Egal wie sie gestaffelt ist...

Ob jetzt das 10er oder 100er Bewertungssystem besser ist, darüber kann man sich freilich streiten. Ich halte von Bewertungssystemen allgemein nicht soviel, weil eine objektive Bewertung von Videospielen gar nicht möglich ist und man irgendwie doch versucht die eigene Meinung der Masse in Form einer Zahl aufzudrücken, und ja nichts anderes ist eine Zahl unter einen Artikel.

Ich sehe bei, wenn es sowas denn geben muss, Bewertungen viel mehr das Problem, dass die Skala nicht wirklich ausgenutzt wird. Die untere Hälfte der Skala wird doch eigentlich nie ausgenutzt... eigentlich ist die 100er oder 10er Skala doch eigentlich nur ein Betrug an sich selbst, weil eigentlich doch nur alles oberhalb von 50 stattfindet. Ein schlechtes Spiel bekommt seine 60%... anstatt 30, die es wohl verdient hätte und all sowas...

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 11. Februar 2015 - 9:33 #

Da hast du mal recht. Bei einer Testnote (egal ob auf GG oder andernorts) ziehe ich routinemäßig 2 oder 20 Punkte ab, womit die Ergebnisse in der Regel ganz gut in mein privates Wertesystem passen...

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6535 - 11. Februar 2015 - 9:37 #

Mein Problem mit aktuellen Wertungen ist, dass seit Jahren das Spektrum nicht mehr ausgenutzt wird. Jeder halbwegs gute Titel erhält seine 80% plus x, das passt irgendwie nicht.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9967 - 11. Februar 2015 - 12:19 #

würde sagen das passt schon, und zwar zum allgemeinen hohen qualitativen standards die heute der großteil der spiele erreicht. es gibt zwar auch weiterhin genügend schrottige spieler, aber von denen weiß man das auch schon im vorhinein und diese testet man nicht auch noch extra.

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 1883 - 11. Februar 2015 - 2:47 #

Klingt ja schön und gut, aber:

Wenn ein Spiel nach dem Eurogamer-System ein "Heraussragend!" bekommt, aber trotzdem 70€ plus DLC kosten auf mich zu kommen, könnte es ich für mich persönlich eher das Gegenteil von Herrausragend sein.
Umgekehrt, ein "Finger weg"-Spiel für 2,49€, warum nicht wenn mir grad langweilig ist?

Also nur mal so als Gedanke, wie wärs mal mit einer Preis/Leistungs-Wertung? Nur als beispiel:

Das Spiel "Cry of Drölf" kostet bei Release 70€, bietet brachiale Action auf hohem technischen Niveau. Anderseits gibts leider nur wenig Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger bzw der Konkurrenz, daher wenig Langzeitmotivation. Weitere Inhalte nur per Mikrotransaktion bzw DLCs alle paar Monate. Fazit: Schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.

Das Spiel "Tales Of Blabbablubb" kostet bei Release 20€, bietet relativ dürftige aber zweckmässige Grafik im eigenwilligen Stil. Andererseits vermag es zwar altbekanntes Gameplay dennoch frisch und aufregend zu verpacken und hat eine tolle Story. Fazit: Gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Das Spiel "Mayday X" kostet bei Release 45€, bietet top Grafik, innovatives Gameplay sowie eine hohe Langzeitmotivation. Allerdings vermiest die krass hohe Bugdichte das Vergnügen. Fazit: Schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.

Bei so einem System kann das jeweilige Fazit mit der Zeit noch besser werden, falls sich denn bei Preis oder Leistung noch was tut. zB. könnte es kurze Nachtests geben die auf Patches oder starke Preissenkungen eingehen und dann das jeweilge Preis/Leistungsverhältnis anpassen, wie im Beispiel von "Mayday X": Die gröbsten bugs wurden gefixt, das Preis/Leistungsverhältnis ist statt schlecht nur noch mittelmässig. Ein paar Monate später sinkt der Preis auf 25€, Preis/Leistungsverhältnis wird gut.

So kann jeder für sich selbst leicht entscheiden, ob Kauf oder nicht.

Grundsätzlich halte ich das für ein besseres Wertungsystem als die üblichen 100er/10er/5er/2er Wertungen. Oder gab es sowas schon und wurde wieder abgeschafft? Vielleicht ist das ganze auch nicht praktikabel, weil zu sehr von den vielen Updates und Preisschwankungen abhängig, sprich zuviel Arbeit für Redakteure?

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 11. Februar 2015 - 3:54 #

Bitte auch direkt die Hardwareanforderungen und das Wetter bei der Wertung/Empfehlung berücksichtigen! Danke. ;D

Der Preis bzw. die UVP hat mit der Qualität des Produkts bzw. dem Spielspaß nichts zu tun und gehört maximal irgendwo im Test erwähnt. Der Interessent muss selbst entscheiden, was ihm der Spaß dann wert ist.

Praktikabel ist das System ohnehin nicht, da sich jeder Test zu einer never-ending story entwickeln würde.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9967 - 11. Februar 2015 - 12:22 #

dieser vorschlag wurde bei den ganzen wertungssystem-diskussionen auch schön öfter gemacht und völlig zurecht abgelehnt. die qualität bzw der spielspaß des werks ist eine vom preis unabhängige größe. vor allem hätte es als konsequenz, dass das spiel mit der zeit eine immer höhere wertung bekommt, was leich schwachsinnig ist.

De Vloek 14 Komm-Experte - P - 1883 - 11. Februar 2015 - 15:21 #

Jo alles klar, danke für die Antworten.

Ich persönlich achte schon auf das Preis/Leistungsverhältnis, und ich denke letztendlich kann das jeder selbst aus einem Test (mit oder ohne Wertung) und den aktuellen Preisen herleiten. Daher habt ihr wohl recht das sowas in einem Test selbst weniger Sinn macht.

Hab mir sowas schon gedacht als ich fertig war mit dem Schreiben meines These. Aber man kanns ja mal versuchen ^^

Goldfinger72 15 Kenner - 3093 - 11. Februar 2015 - 8:40 #

Sehr gute Entscheidung von Eurogamer! Punkte- und Prozentwertungen fand ich schon immer ziemlich verwirrend.

BigBS 15 Kenner - P - 2906 - 11. Februar 2015 - 9:32 #

Gute Entscheidung. Ich entscheide mich für oder auch gegen ein Spiel anhand bestimmter Infos im Text.

Wenn dort z.B. steht, dass die Spielzeit zu kurz sei, gibt es meistens Abzüge in der Wertungsnote.
Für mich ist das allerdings ein Plus, weil, aufgrund von Familie ich einfach nicht mehr die Zeit habe zeitintensive Spiel überhaupt jemals zum Ende zu bringen.

Und so gibt es noch mehr Beispiele.

Daher, ich bin dafür dass die Wertungen entfallen.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 11. Februar 2015 - 10:18 #

Ich bin für eine 5 Sterne Skala:
* Müll (Powergurke oder sowas)
** Schlecht
*** Durchschnitt
**** Gut
***** Legendeeeeeär

Noch besser fände ich allerdings verschiedene Medaillen (passt ja zu GG), die dem Spiel vergeben werden oder nicht.
So könnten Medaillen vergeben werden für:
-Innovation
-Technik
-Artdesign
-Sound
-Soundtrack
-Bockschwer!
-usw.

...oder auch negative Medaillen:
-Im Westen nichts Neues
-Grind
-Bugs
-Beta Version zum Vollpreis
-usw.

Das wäre dann quasi wie bei den Oscars. Medaillen werden vergeben, wenn ein Spiel in bestimmten Bereichen besonders glänzt oder eben abfällt. Den Vorteil dieses Systems sehe ich darin, dass es dann weniger darum geht, ob ein Spiel nun gut ist oder nicht (Kauf oder Nichtkauf). Es gibt dem Leser vielmehr eine Vorstellung davon, ob Spiel X vielleicht seinen Geschmack trifft oder nicht. Die einen wollen vielleicht unbedingt die Grafikmedaille, die anderen suchen nach Innovationsmedaillen. Apropos Suche: Man könnte es dann auch so einrichten, dass die Leser auf der GG-Seite die Tests nach bestimmten Medaillen "filtern" können.
Ich glaube es gab mal ein Printmagazin, das so "bewertet" hat. Namen habe ich vergessen.
Diese Art der Beurteilung hätte mehr qualitativen Charakter und würde stärker auf die subjektiven Geschmäcker der Leser eingehen. Vielleicht gibt es dann auch weniger Streit bei COD15 und Dark Souls 13, was die Beurteilung angeht.
peace!

edit: obwohl, man könnte dann natürlich über jede einzelne Medaille streiten. WAR, WAR NEVER CHANGES...

Disturbed 10 Kommunikator - 442 - 11. Februar 2015 - 12:18 #

Das mit den Oscars/Medaillen predige ich schon seit Jahren, aber die Magazine halten sich immer noch an das alte und überholte Format, statt etwas neues zu versuchen. Für mich sind Spiele etwas besonderes und die verdienen es nicht wie am Fließband abgearbeitet zu werden. Manche Spiele sind nichts anderes als kleine Meisterwerke und ich finde das solche Spiele mindestens eine oder noch besser, mehrere Auszeichnung verdienen. Zahlenwertungen dagegen, interessieren mich nicht im geringsten.

Wenn ein Spiel z.b durch Artdesign, Story, Grafik, Synchronsprecher oder was auch immer glänzt, dann will ich dafür auch eine Auszeichnung am Ende sehen. Das eine oder andere wird mit Sicherheit auch an irgendeine Stelle im Test erwähnt, aber ich lese nun mal nicht alle Tests, sondern nur das was mich interessiert.
Allerdings wenn ich kurz auf Fazit gehe von einem Spiel das mich kaum interessiert und da steht dann so etwas wie "sehr stimmungsvoll" dann werde ich es mir genauer anschauen. Das ist doch viel aussagekräftiger als eine einfache Zahl. Die meisten Tests lesen sich die ganze Zeit wie eine 6, aber am Ende steht dann doch eine 8. Woher kommt plötzlich eine 8 ? Aus dem a.... gezogen ?

Greedy 11 Forenversteher - 797 - 11. Februar 2015 - 13:25 #

Finde die Idee super!

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11694 - 11. Februar 2015 - 13:37 #

Letztendlich wird doch auf all das in einem guten Test hingewiesen. Bei AC Unity stand z.B. im Test, dass es super Grafik hat, einige technische Probleme und fragwürdige Mikrotransaktionen. Wüsste nicht, welchen Mehrwert es jetzt bringt, das alles nochmal als extra "Medaille" drunter zu klatschen. Oder willst du nur noch Bewertungen und keine Texte mehr?

Noodles 21 Motivator - P - 30232 - 11. Februar 2015 - 14:06 #

Also die Gamestar hat zwar kein 5-Sterne-System, aber sie vergeben in ihrem Heft immer Awards, wenn ein Spiel eine besondere Leistung erbracht hat, unabhängig von der Wertung. Zum Beispiel hat im aktuellen Heft Elite Dangerous eine 75 bekommen und zusätzlich einen Award für "Retro-Faszination". Und die von dir genannten Awards für Innovation, Technik, Sound usw. gibts dort auch.

Disturbed 10 Kommunikator - 442 - 11. Februar 2015 - 14:37 #

Gut ist nun mal gut, es ist nichts besonderes. Für nur "gute Grafik" gibt es auch kein Grafik Award. Es muss schon etwas besonderes sein. Für AC Unity gibt es höchstens ein "Bug Award" oder "und täglich grüßt das Murmeltier Award". Elite Dangerous bekommt von mir Award für den ersten "Space Truck Simulator" :D
Grafik Award würde ich z.b an "The Vanishing of Ethan Carter" verleihen.

v3to (unregistriert) 11. Februar 2015 - 14:42 #

also, die idee mit dem bug-award hat was.

Sher Community-Event-Team - 3634 - 11. Februar 2015 - 11:40 #

Je mehr Seiten Zahlenwertungen wegfallen lassen, desto besser :) Quantifizierung von Spielspaß bzw. Weiterspielmotiviation war von Anfang an eher ein Notbehelf.

volcatius (unregistriert) 11. Februar 2015 - 12:33 #

Ich mag Zahlen. Sie bieten eine Orientierungshilfe, je nach eigenen Vorlieben und Abneigungen kann man anhand des des eigentlichen Textes dann sehen, ob das Spiel wirklich zusagt.

Angesichts des eigenen Geschmacks und manchmal engen Verhältnisses eines Rezensenten zu bestimmten Entwicklern, Publishern oder gar persönlichen Verbindungen sollte man ohnehin verschiedene Reviews lesen.

Das neue System von Eurogamer ist auch nur Wischiwaschi.
Überragende Spiele, gute Spiele, durchschnittliche Spiele, miese Spiele. Dafür gibts jetzt goldene Medaillen inklusive Lorbeerkranz, die sich werbemäßig wahrscheinlich noch besser vermarkten lassen.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6535 - 11. Februar 2015 - 13:58 #

Das Problem ist aber doch, dass heutzutage anscheinend 9/10 Spielen der großen Publisher per se super sind und mit absoluten Kaufwertungen versehen werden. Entweder testen die Redaktionen dann in der Masse zu wenig oder man muss das Wertungssystem reformieren, denn mir kann niemand sagen, dass Spiele von heute durch die Bank besser sind als welche anno 1998 oder 2005. Irgendwie erinnert mich das System an meine alte Biolehrerin, die nie schlechtere Noten als eine 3+ vergeben hat. Waren also alle Schüler nun so super in dem Fach oder war einfach das Notensystem der jungen Dame für den Hintern?

PS: Ich hatte eine Eins, ein Jahr später bei etwa gleichbleibender Leistung bei einem anderen Biolehrer eine 2-, so viel dazu.

obiwandi 15 Kenner - P - 3078 - 11. Februar 2015 - 18:29 #

Wichtiger Punkt: nicht nur der Ansatz einer Beurteilung, sondern auch die nachvollziehbare Anwendung eines Punkte-/Notensystems spielt eine Rolle.

Hier fällt mir spontan der sprichwörtlich 1-seitige Test von Afterburner (C64) in der ASM ein, da die Grafik gleich 10/12 und das Spiel insgesamt ebenso hoch gelobt wurde. Dazu kam erschwerend, dass mich Flugsimulationen und Arcade-Umsetzungen begeisterten, also hieß es Abflug, Erspartes...

Hingegen eine richtige Anwendung des Wertungssystems bei Boris in der Power Play, wenn auch zu spät, um das Sparschwein zu retten: (bs) gab Activisions Afterburner die wohl niedrigste Wertung der Markt & Technik Geschichte, 8 von 100.

v3to (unregistriert) 11. Februar 2015 - 19:15 #

der einseitige bericht in der asm war sehr widersprüchlich geschrieben. nachträglich hatte ich den eindruck, dass dort wohl nicht wirklich die c64 getestet wurde, sondern preview der 8bit- und test der 16-bit version in einem artikel zusammengefasst waren (wobei die wertung für die st-fassung auch deutlich zu hoch ausfiel). irgendwas muss da jedenfalls höllisch schief gelaufen sein, denn für den c64-version gab es später einen kurz und knackigen konvertierungsartikel, wo die sehr berechtigt ihr fett weg bekommen hatte - siehe hier:
http://www.kultboy.com/index.php?site=t&id=6758&s=3

was ich allerdings ebensowenig verstehe, was matthias siek damals am c64 so toll fand - oder vielleicht doch. falls activision auf dem presse-event die us-fassung von after burner gezeigt hatte, wäre die wertung garnicht mal falsch. die war technisch (sowohl grafik als auch sound) um längen besser als die pal-fassung und sogar recht ordentlich spielbar.

obiwandi 15 Kenner - P - 3078 - 11. Februar 2015 - 21:34 #

Danke für den Link, diesen Neu-Test hatte ich damals überlesen; dass es die europäische Fassung gewesen sein könnte, die da ungerechtfertigt als Sensation im ursprünglichen Test gefeiert wurde, deutet der Screenshot von der Auftanksequenz der C64er Version an.

In jedem Fall verlangt jedes Bewertungssystem eine gewissenhafte Anwendung, nebst nachvollziehbarer Grundlage.

v3to (unregistriert) 11. Februar 2015 - 23:25 #

im fall von afterburner wird man das wohl nie erfahren, wie das entstanden ist. gespielt wurde laut test nicht in einer redaktion, die quelle der bildschirmfotos kennt man auch nicht...

und grundsätzlich hast du recht. den vergleich zwischen asm und power play finde ich btw auch sehr passend, weil es ja sinnbildlich für subjektiven und objektiven wertungsansatz steht. und beide varianten hatten so ihre tücken.

die power play setzte auf konstante vergleichbarkeit und redaktionswertungen, asm sehr auf bauchgefühl des einzelnen und community-nähe. die power play neigte dabei zu etwas selektiven umgang mit innovationen, konzeptionellen experimenten und last-gen-systemen... und technische qualitäten wurden tendenziell zu niedrig bewertet.

bei der asm gab es dagegen regelmäßig das problem, dass das wertungssystem an grenzen kam, skurrile ausreißer inklusive. mal wurde das wertungsspektrum erhöht, dann wurden testmethoden nach genre unterschieden, bei arcades verzichtete man vorsichtshalber auf eine benotung. vergleichbar war da eigentlich nur jeder redakteur für sich.

MicBass 19 Megatalent - 14273 - 11. Februar 2015 - 14:04 #

Kann ich nur so unterschreiben.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 11. Februar 2015 - 21:07 #

Evolve hat nun von GG eine 8.8 erhalten.
Aber was unterscheidet eine 8.8 von einer, sagen wir mal, 8.5?
So genau kannst du ein Spiel gar nicht bewerten. Die Zahlen täuschen darüber hinweg, dass letztendlich alles sehr subjektiv ist.
Im 4 Punkte System (überragend, gut, durchschnittlich, mies) hätte Evolve als "gut" abgeschnitten, und das reicht vollkommen.

hazelnut (unregistriert) 11. Februar 2015 - 12:38 #

waldorfforwin

hazelnut (unregistriert) 11. Februar 2015 - 12:38 #

wertungen tanzen wäre doch was ;)

Despair 16 Übertalent - 4437 - 12. Februar 2015 - 12:03 #

Ich hab' nichts gegen Zahlenwertungen, aber ein prägnant formulierter Satz als Fazit unter einem Test würde mir ebenfalls reichen. Den kann man auch auf eine Packung/in einer Werbeanzeige drucken, liebe Hersteller.

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