Nintendo: YouTuber kritisieren neues Partnerprogramm

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1. Februar 2015 - 21:59
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Vor wenigen Tagen stellte Nintendo sein neues Partnerprogramm für YouTube vor (wir berichteten), das die Aufteilung der erzielten Werbeeinnahmen zwischen dem Konzern und den Produzenten der Videos vorsieht. Dies steht im Gegensatz zur gängigen Praxis anderer Videospielhersteller, die den Clip-Erstellern für gewöhnlich ihre Inhalte kostenlos überlassen oder sie aus Promotionszwecken in den Himalaya fliegen. Es überrascht von daher wenig, dass die ersten Kritiken nicht lange auf sich warten ließen.

Zu den Wortmeldern gehört der 34 Millionen Abonnenten schwere Schwede Felix Kjellberg, besser bekannt unter seinem YouTube-Kanal PewDiePie. Er sieht sich und seine Zunft als kostenlose Werbemaßnahme für die vorgestellten Titel, die zum Beispiel den 2,5-Milliarden-Dollar-Deal von Minecraft ermöglicht haben. Kjellberg, dessen jährliche Werbeeinnahmen der Daily Telegraph auf sieben Millionen US-Dollar schätzt, fragt, welchen besseren Weg der Promotion es gäbe. Das Angebot der Japaner sei daher ein Schlag ins Gesicht der Kanäle mit Inhalten von Nintendo.

Auch der Brite John Bain alias TotalBiscuit bezieht in einem Video Stellung zu dem Thema. Seiner Meinung nach nehme Nintendo das Geld den YouTubern ohne echten Grund weg. Ebenso wie PewDiePie betrachtet er die Inhalte als kostenlose Werbung und bezeichnet das Programm als Müll. Die Gewinnabgabe an die Japaner sieht er als Bezahlung und setzt dies einem Interessenskonflikt für Spieletester gleich. Zudem kritisiert er, dass die Gelder ausschließlich via PayPal und in US-Dollar ausgezahlt werden.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 1. Februar 2015 - 22:03 #

Ich sehe überhaupt keine LPs. Mal so für mich gesprochen.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 2. Februar 2015 - 0:05 #

Es geht ja nicht nur um LP sondern auch um Inhalte wie Reviews, die in den USA eigentlich unter Fair Use fallen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 2. Februar 2015 - 9:25 #

Ich behaupte, dass Menschen, die so etwas tun, einen Vorteil erhalten, der bei grösseren Nutzerzahlen auch finanziell verwertet werden kann (und sicher auch wird, bspw. durch Werbung). Mir erscheint es schon plausibel, wenn Nintendo da nicht einfach so zuschaut.

Name (unregistriert) 2. Februar 2015 - 12:46 #

einige youtuber liefern mit reviews eine leistung von wert, und wie langer derzeit mit dem update zur monetarisierung von GG wieder betont, muss harte arbeit belohnt werden.

für nintendo ist es plausibel sowas zu versuchen: 1. mehr direktes geld für nin, 2. zensur kritischer stimmen in reviews durch zurückgehaltene oder verzögerte authentifizierung, 3. befangenheit der youtuber weil sie geld vom publisher annehmen 4. verbesserte kontrolle der meinungen der käufer. für informierte käufer ist es schlecht.

für die erfolgreichen youtuber ist das ihre arbeit, natürlich "verwerten die das auch finanziell". anders gäbe es solche kanäle überhaupt nicht. nintendo hingegen ist nicht auf das geld angewiesen (relativ geringer gewinn), andererseits kann man den prozentsatz als preis für die lizenz für die nutzung ihrer inhalte interpretieren (für non-reviews und für nicht transformative werke). dahingehend sei es ihnen gegönnt, der markt dürfte früher oder später zeigen ob der preis zu hoch ist.

aber auch in dem fall sollte der youtuber nicht durch die hintertür zensiert werden.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 2. Februar 2015 - 14:30 #

Du kannst die Arbeit von GG nicht mit LPs und Hobby-Reviews vergleichen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Kategorien und deshalb gelten andere Regeln der Monetarisierung.
Am Ende klingt bei Dir Kritik an der Zensur durch. Das ist mir zu platt. Selbstverständlich haben alle Kuturschaffenden ein Interesse an möglichst guten Rezensionen. Dabei können sie aber nicht die Meinung anderer zensieren. Jedoch können sie Reviews, bei denen hauseigener Content gezeigt wird, aufgrund des Urheberrechts sperren. Das ist eben keine Zensur, auch wenn der Effekt derselbe ist. Aber sorry, was erwarten die Leute? Vom Content einer Firma profitieren und gleichzeitig diesen Content niedermachen zu dürfen?
Das ist doch sehr weltfremd.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 15:03 #

"Das ist eben keine Zensur, auch wenn der Effekt derselbe ist."
Hm, oder doch?

Ich denke nicht, dass Unternehmen einfach so Kritiken sperren lassen können, ganz egal, ob da nun eigener Content gezeigt wird oder eben nicht. Das würde nämlich bedeuten, dass jede Firma aufgrund dessen den Großteil aller multimedialen Reviews kontrollieren könnte - und das ist glücklicherweise nicht so.

Es gibt ja immer wieder Studios, die sowas versuchen, etwa bei 'Day One: Garry's Incident' oder auch 'The Slaughtering Grounds' und auch, wenn Youtube da zunächst kuscht, ziehen die im Endeffekt immer den Kürzeren.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 15:42 #

Solange keine Großzitate vorliegen, können sie das zumindest nach dem Urheberrecht auch nicht. Wenn YT das durch sein komisches System erlaubt, ist das natürlich problematisch.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 16:22 #

Genau das erlaubt Youtube ja. Darum ist dieses Content-ID-System, was oft auch fehlerhaft arbeitet, auch total verhasst. Und im schlimmsten Falle, also bei einem 'copyright strike', ist auch der eigene Channel in Gefahr. Und weil sich die nicht einfach so vermeiden lassen und auch erstmal ohne Basis ausgeführt werden können, vermeiden halt einige Youtuber*innen gewisse Inhalte.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 2. Februar 2015 - 16:43 #

Das ist ja der grundlegende Gedanke der Medienkritik: wie kann eine Presse frei sein, wenn sie letztlich Teil des Marktes ist? Ich habe früher immer wieder gelesen, dass Softwarefirmen versucht haben, negative Rezensionen zu verhindern, indem sie bspw. angedroht haben, zukünftige nicht mehr zu bemustern. Das sind so extreme und offene Umtriebe, aber es gibt auch subtilere Formen wie eben diese hier vorliegende.
Ich finde das grundsätzlich also kritikwürdig, bin aber wenig hoffnungsvoll. So funktioniert eben der Markt und deshalb nehme ich ausserhalb der Indie-Szene auch kaum noch etwas ernst.
Aber genauso wenig kan ich die sog. Community ernst nehmen mit ihren Mythen von Graswurzeltum und der eingebildeten Freiheit des Internets.
Deshalb kann ich nicht nachvollziehen, wieso die LPer nun so tun, als hätte Nintendo jemandem etwas weggenommen.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 2. Februar 2015 - 16:59 #

Wie frei können denn eigentlich LetsPayer sein, die von einigen Publischern gesponsert werden, sein es mit kostenlosen Spielen oder mit Reisen?

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 2. Februar 2015 - 17:03 #

Da sind mir klassische Redaktionen noch lieber. Keine Softwarefirma kann es sich leisten, eine ganze Redaktion auf die Bahamas fliegen zu lassen.

Name (unregistriert) 2. Februar 2015 - 17:27 #

Klingt so als hättest du prinzipielle Einwände gegen den informierten Käufer, und gegen Reviews die Käufer vor schlechten, betrügerischen oder täuschenden Inhalten oder Geschäftspraktiken warnen. Ja? Nein?

"Content niedermachen" ist feie Meinungsäußerung (Verleumdung trotzdem ahndbar). Du kannst dich negativ über einen Film oder Buch oder Spiel äußern, Copyright erlaubt es rechtlich (theoretisch) nicht, dir dieses Recht zu nehmen. Du kannst sagen der Film sei blöd wenn du aus dem Kino kommst, du kannst es übers Telefon sagen, und übers Netz (es gelten gewisse Regeln). Hier klingst tatsächlich du sehr weltfremd (oder Welterfahren, je nachdem ob man vom theoretischem Recht oder tatsächlich praktiziertem Recht: vorrauseilende Löschung bei Youtube, Amazon, Appstore, EULA/AGB Nutzerrechtsbeschneidung und Sicherheitsgesetzen spricht).

Erfahrene Youtuber (siehe Artikel) die damit ihren ihren Lebensunterhalt bestreiten, achten i.d.R. auch sehr genau darauf, was sie rechtlich zeigen dürfen und was nicht. Meist sind die sogar sehr viel transparenter als das so professionelle GG. Beispiel CynicalBrit. Der weist am Anfang jedes Videos auf eine mögliche Befangenheit hin (falls er mal einen Werbeauftrag hatte, von den Machern Geschenke erhalten hat, nen Kaffee ausgegeben bekommen hat, befreundet ist oder die gut kennt). GG auf der anderen Seite hatte neulich folgendes zu sagen: wir machen gerne Reviews mit dem Geld das wir haben, aber noch besser ist es wenn uns ein Publisher nach Schweden einlädt, das Ticket und Aufenthalt bezahlt und Autor XY mit einem tollen Review im Gepäck nach Hause kommt (schlecht/wahrscheinlich falsch paraphrasiert aus der Erinnerung, finde die Quelle auf Anhieb nicht). Das sie damit Geld verdienen ist wohl kaum verwerflich, solange sie das im rechtlich erlaubten Rahmen tun. Und das tun sie. (und viele neue Youtuber die auf den Zug aufgesprungen sind tun es nicht, auch wahr).

Letztendlich halten sie sich dran und bringen eine Leistung (informativ, beraterisch, unterhaltend etc, wie jeder Entertainer, Musiker, Schauspieler, Dorfschreier) die vergütet gehört, so wie möglicherweise bei GG, oder sie halten sich nicht daran und bereichern sich illegitim. Platt zu sagen die machen Geld mit Content ist platt, denn Geld mit fremdem Content zu machen ist auch mit Urheberecht vereinbar. Meinst du hier werden 40% der Einnahmen für das Teaserbild an Nintendo abgeführt?

Name (unregistriert) 2. Februar 2015 - 17:34 #

Ah, habe deinen Kommentar zu neoliberalen Medien erst nach absenden gesehen, bist als def. ausreichend welterfahren.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 2. Februar 2015 - 18:56 #

Im Gegenteil, ich würde mir mehr aufgeklärte User/Konsumenten nutzen, nur denke ich nicht, dass jemand "frei" denkt, weil er keiner der offiziellen Agenturen der Industrie angehört.
Auch ist es nicht hilfreich, darauf hinzuweisen, dass man befangen sein könnte. Das mag evtl. von einer gewissen Reflektiertheit zeugen, aber dann ist man eben reflektierter Konsument, aber keineswegs freier als bezahlte Journaille.
Zuletzt stimme ich Dir zu: klar kann man auch mit fremdem Content Geld machen, aber es kommt auf die Verteilung der Einnahmen an. Beispiel Musik: der Autor eines Ohrwurms bekommt die komplette Gema, während der darbietende Musiker für die Darbietung bezahlt wird. Davon lebt ein ganzer semiprofessioneller Sektor, und das nicht schlecht: Sting bekommt für jede Aufführung von every breath you take Geld, egal ob es P.Diddys Version oder jene eines Alleinunterhalters auf der Hochzeitsparty in Tuttlingen ist. So sollte das auch bei LPs sein: der content ist und bleibt Eigentum von Nintendo, darf aber kostenpflichtig weiterverarbeitet werden. Und dann kann der LPer gerne auch etwas daran verdienen.

Name (unregistriert) 2. Februar 2015 - 21:14 #

Doch es ist hilfreich auf Befangenheit hinzuweisen, Freiheit spielt da aber weniger stark rein als Glaubwürdigkeit. Youtuber und Redakteur färben immer subjektiv (und beizeiten manipulativ), egal was sie behaupten. Die einen mögen das leugnen, die anderen machen es zum Erkennungsmerkmal. Befangenheit in Reviews muss man wohl nicht diskutieren, geht einfach nicht.
Es ist aber auch klar dass Youtuber bereits durch Mitgliedschaft in Mutlichannel Networks beeinflusst werden können, dahingend stimmt der Vergleich zur Journaille - mit dem Unterschied das man Markenzeichensubjektivität beim ersten erwartet, und Abweichungen davon sehr viel offensichtlicher sind, zweiterer sich nicht selten in oft ungerechtfertigte Objektivität zu hüllen versucht. Schwer zu sehen wer hier überhaupt redaktionell schreibt (und dann wie), dafür wird der geneigte Besucher hier ins Impressum bemüht.

Bei der Monetarisierung sehe ich das Problem eher nicht in der Verteilung (besonders in Reviews die meist ohnehin kurze Ausschnitte oder freigegebenes Gameplay benutzen), sondern (bedeutsam für LPs) in der Frage ob das Produkt des transformativ oder derivativ ist. Fair Use spielt auch mit rein.

Grumpy 16 Übertalent - 4498 - 1. Februar 2015 - 22:13 #

die beiden passen auch noch ganz gut zum thema von bekannteren youtubern:

farfromsubtle: https://www.youtube.com/watch?v=8Ud0j9q7pk0
boogie2988: https://www.youtube.com/watch?v=I5cEU51PbTw

das große problem wenn sich youtuber, die geld damit verdienen, dazu äußern ist jedoch, dass sie natürlich stark voreingenommen an das thema herangehen

Fabowski 13 Koop-Gamer - 1678 - 1. Februar 2015 - 22:21 #

Gibt's überhaupt namhafte YouTuber, die Nintendotitel lets playen?

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 2. Februar 2015 - 0:07 #

Angry Joe hat von seinen Zuschauern extra deshalb eine Wii-U geschenkt bekommen ;)

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70306 - 2. Februar 2015 - 0:26 #

der hätte sich allein bestimmt keine leisten können...

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 2. Februar 2015 - 0:47 #

Natürlich, aber er macht das nur, wenn sich das für ihn lohnt, sprich er genug Zuschauer für den Content hat.
Denn in der Zeit, in der er ein Video für die WiiU macht, könnte er auch über ein Spiel auf einem anderen System berichten und damit mehr Zuschauer (= Werbeeinnahmen) erreichen.

NickL 13 Koop-Gamer - 1579 - 1. Februar 2015 - 22:21 #

Wer gibt denn schon gerne was vom verdienten Geld ab.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 1. Februar 2015 - 22:24 #

Ich! Ich zahle gerne meine Steuern, hasse dafür den Zwangs-Rundfunkbeitrag.

Makariel 19 Megatalent - P - 13448 - 2. Februar 2015 - 18:22 #

Same here. Steuern: kein Problem, immer gerne wenn das heißt das Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr finanziert werden und die Müllabfuhr kommt. Rundfunkbeitrag meh, die einzigen Sachen die ich mir regelmäßig anseh sind F1 und Top Gear, schon bisschen teuer für die zwei Dinger...

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 18:50 #

Wird Zeit, dass die Rundfunkgebühren zu den Steuern dazugerechnet werden, dann beschwert sich da keiner mehr :D

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 2. Februar 2015 - 20:40 #

Pfff! Pay-TV draus machen und gut ist.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 20:45 #

Nö, ich will dass du blutest! ;p Außerdem würde das nicht funktionieren, weil es viel zu wenig Leute gibt, die für wirklich hochwertige Fernsehformate zahlen würden. Stattdessen wird Dschungelcamp geguckt.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 2. Februar 2015 - 21:08 #

Richtig, dann müssten viele ÖR-Sender, die sich dem Programmniveau der Privaten ohnehin stetig und mit immer mehr Sendezeit annähern, schließen. Das passt schon so. Weg damit oder privat finanzieren.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2014-12-15-gutachten-medien.pdf?__blob=publicationFile&v=5

32 Professoren sehen ebenfalls Handlungsbedarf.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 22:39 #

Och, Handlungsbedarf sähe ich auch. Das heißt aber nicht, dass ich gleich alles verteufle, was ÖR ist. Im Gegenteil, ich bin sehr froh, dass es gerade im Fernsehen noch vernünftige Programme gibt.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20679 - 2. Februar 2015 - 22:39 #

Unterschreibe ich!

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 3. Februar 2015 - 7:08 #

Vernünftiges Programm gerne, aber nicht auf Kosten einer Zwangsabgabe.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 3. Februar 2015 - 8:19 #

Ich akzeptiere deine Sichtweise, stimme ihr aber nicht zu :) Außerdem sind Steuern auch Zwangsabgaben :p

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 3. Februar 2015 - 18:50 #

Ok. Ich präzisiere: ÖR gesund schrumpfen. Alles was die Privaten abdecken raus. Die ganzen Dritten raus, dafür auf einem Sender ein zeitbegrenztes regionales Programm, beispielsweise von 18 bis 20 Uhr. ARD und ZDF zusammenlegen. Bleiben zwei Sender übrig, einer der auf Nachrichten, Politik, Wissenschaft und Bildung spezialisiert ist und einer für die Unterhaltungsformate. Und das ließe sich auch privat und ohne Werbung finanzieren.

Natürlich sind Steuern Zwangsabgaben, fürs Gemeinwohl. Der ÖR-Apparat ist aber schon lange nicht mehr fürs Gemeinwohl.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 3. Februar 2015 - 20:14 #

Das ist halt immer Geschmackssache :)

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 3. Februar 2015 - 20:40 #

Es soll ja eben nicht privat finanziert werden. Wegen der Unabhängigkeit. Und ja, natürlich gibt's auch beim ÖR Abhängigkeiten, aber die scheinen mir in der Regel deutlich geringer als bei privaten Medien.

Und es geht ja auch um Vielfalt, darum die vielen verschiedenen Anstalten. Der unverschämt und unverständlich erfolgreiche MDR macht ein Regionalprogramm für sein Publikum, dass sich nicht in zwei Stündchen Fensterprogramm.

Der ÖR-Apparat ist sicherlich nicht perfekt, zu verbessern gibt es viel. Aber das grundsätzliche Prinzip finde ich gut und am Gemeinwohl, Information, Bildung, Kultur, Unterhaltung, interessiert. Achso, Transparenz und so: Für die Öffis arbeite ich auch mal.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 3. Februar 2015 - 22:48 #

Privat finanzieren im Sinne von Pay-TV um die Unabhängigkeit zu wahren. Die ÖR sind politischer als man meinen möchte.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 3. Februar 2015 - 23:56 #

Aber auch nicht so politisch, wie viele denken. ;-)
Wenn's PayTV wäre, würde man mit einem Schlag so ziemlich alle Personen ausschließen. Kostenfreie Informationen haben ja auch einen riesigen Wert. Demokratietheoretisvh und so.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 3. Februar 2015 - 22:18 #

Klingt nach einem Programm, nur entdecke ich nirgends eine Begründung dafür. Um Geld zu sparen? Ist Kultur nicht genauso förderungswürdig wie irgendwelche Konzerne?

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 3. Februar 2015 - 22:47 #

Begründung? Das veraltete Modell zeitgemäß gestalten. Was das mit Kultur zu tun hat erschließt sich mir nun nicht.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 3. Februar 2015 - 22:50 #

mag schon sein, dass es modern ist, niveaulos zu sein, aber das ist noch lange kein Grund, den letzten Rest kultur aufzugeben. Welche Kultur, fragst Du?
Naja, siehst Du einen Unterschied zwischen dem Dschungelcamp und dem literarischen Quartett?

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 3. Februar 2015 - 23:31 #

Ja, sehe ich. Ich sehe auch, dass das Literarische Quartett vor 14 Jahren eingestellt wurde. Siehst du einen Unterschied zwischen dem Dschungelcamp und einem Auftritt von Jürgen Milski beim ZDF-Fernsehgarten? Oder zwischen Die Rettungsflieger und K11? Zwischen Heiß und Fettig - Das Sexmagazin und Galileo? Zwischen Leute heute und Prominent!?

Darum geht's mir doch, Schrott, den die Privaten zu genüge liefern, müssen die öffentlich-rechtlichen nicht bringen.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Februar 2015 - 0:04 #

Das Doofe ist: Wer definiert, was Schrott ist? Ich kann Günther Jauch nicht ausstehen, mag keine Quizshows und auch keine Check-Sendungen, von Fußball mal ganz zu schweigen. Und nun? Dem ÖR verbieten, alles, was so oder so ähnlich bei den Privaten läuft, dem ÖR verbieten? Die Vielfalt ist doch eine Stärke.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 4. Februar 2015 - 6:46 #

Schrott ist vielleicht das falsche Wort, denn das ist durchaus unterschiedlich bei dem einen oder andern (obwohl auch ich weder Günther Jauch noch Quizshows mag). Aber das heisst nicht, dass alles nur eine Frage der persönlichen Vorliebe wäre.
Oft gibt es einen Unterschied in der Frage, ob Kultur affirmativ ist oder Bestehendes (auch beim Rezipienten) in Frage stellt. Oder ob Bezug genommen wird auf politische Umstände oder gesellschaftliche Zusammenhänge.
Auf der anderen Seite gibts natürlich berechtigte Kritik an elitärer Kultur als Unterscheidungsmerkmal zwischen Klassen oder besser: Schichten.
Trotzdem möchte ich Kutlur nicht komplett dem Privatfernsehen überlassen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 4. Februar 2015 - 6:38 #

Ah ok, dann sind wir uns in diesem Punkt einig. Ich bin für die komplette Entfernung solcher Formate aus den ÖR. Ich schrieb es bereits anderswo, aber kein Mensch liest sich den ganzen KOmmentar-Thread durch.
Allerdings bin ich schon dafür, die ernsthaften Formate weiter aus öffentlicher Hand zu finanzieren. Wahre Unabhängigkeit gibt es nicht durch Schaltung von Werbung.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 4. Februar 2015 - 6:57 #

Den letzten Satz ziehe ich mal unverschämt in Zweifel. Wie will ein Journalist ordentlich arbeiten, wenn ihm nicht nur Chefredaktion, Intendanz, Verwaltungsrat etc. im Nacken sitzen, ja keinen politischen Kumpel anzupissen, sondern auch noch das Marketing, das die Werbeplätze vermarktet? Im gedruckten Lokaljournalismus ist das gang und gäbe.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 9:52 #

die ganzen dritten raus, spinnst du? die sind doch die einzigen in dieser gruppe die hier und da mal interessante und niveauvolle sendungen bringen.
da würde ich eher ARD und ZDF rausschmeißen. auf deren propaganda-nachrichten kann man gut und gerne verzichten.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Februar 2015 - 11:42 #

Pssst: Die dritten Programme bestücken das ARD-Programm. Und nochmal pssst: Da passiert keine Propaganda. Lügenpresse sind die anderen. Was passiert sind: Fehler, falsche Entscheidungen, Journalisten, die im Alltagsgeschäft und in der Themenauswahl einer scheinbar vorherrschenden Meinung nachrennen, weil ihnen der Blick von Außen fehlt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 12:32 #

pssst: ändert nichts daran, dass auf ARD selbst nur selten entsprechende sendungen landen. und nochmal pssst: die entschuldigungen wieso das schlussendlich so ist, sind dabei ziemlich irrelevant. fakt ist, dass du bei den nachrichtensendungen ziemlich einseitige und nicht-neutrale berichterstattungen hast.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 4. Februar 2015 - 12:46 #

Wie möchtest du den "Fakt" belegen?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 13:11 #

da gibt es viele beispiele für, wie der artikel etwa zeigt:
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43911/1.html

ansonsten nimmt dieser blog das auch regelmäßig auseinander:
https://propagandaschau.wordpress.com/

und falls du dich erinnerst, wurde ja sogar senderintern die berichterstattung der öffentlich rechtlichen bzgl der ukraine-krise im letzten jahr schwer kritisiert.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 13:51 #

Und ein Blog mit *dem* Titel will ernstgenommen werden? Lol. Ein Probelesen bestätigt alle bei dem Titel aufkommenden Vorurteile. Die Seite ist selbst reine Propaganda.

"Dass ARD und ZDF in jeder Hinsicht als regierungsnahe Staatsmedien, treffender noch als Presseorgane des Staates bezeichnet werden müssen, weiß jeder, der diesen Blog und andere kritische Medien verfolgt.

Sie sind die willfährigen Propagandisten einer vermeintlich alternativlosen Regierungspolitik, die an erster Stelle von den USA und an zweiter Stelle von den deutschen Wirtschaftseliten dominiert wird. Frühestens an dritter Stelle fühlen sich ARD und ZDF denjenigen verpflichtet, die sie zwangsweise finanzieren: den Bürgern.

Außenpolitisch dienen ARD und ZDF als Büchsenspanner, Hetzer und Erfüllungsgehilfen, die sich eher in die Zunge beißen würden, als die Politik der deutschen Regierung zu hinterfragen oder gar zu kritisieren. Neben dem Ukrainekonflikt ist das griechische Drama aktuell ein weiterer Hauptkampfschauplatz politischer Agitation, Verleumdung und Desinformation."

Das kann man doch nicht ernst nehmen.

"Was PEGIDA tatsächlich meint ist: “Wir sind auch das Volk“."

Ah, natürlich. Wie konnten wir das missverstehen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 14:52 #

gibt viele formate, seiten oder sendungen mit provokativen namen. auch die ÖR machen ja sowas, das sagt ja nichts über den inhalt aus.
und dass du einen kolumne zitierst, deren meinung du nicht zustimmen kannst, ist zwar schön und gut, aber wenn du sachlich das ganze hinterfragen willst, hättest du dich schon mit einen der artikeln auseinandersetzen müssen, auf die diese seite regelmäßig hinweist. wie zB auf den von mir verlinkten telepolis-artikel.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 15:10 #

Ich habe doch geschrieben, dass die Inhalte dazupassen. Ich habe mich da eine Weile lang durchgelesen und man weiß nicht, ob man nun lachen oder weinen soll ob der unnötigen Skandalisierungen, die da vorgenommen werden. Die Bezeichungen, die man sich dort für die "Lügenpresse" überlegt, sind jedenfalls geradezu kreativ-lustig, aber keinesfalls sachlich, hilfreich oder informativ.

"hättest du dich schon mit einen der artikeln auseinandersetzen müssen"
Habe ich, sogar mit mehreren. Aber das ist hier nicht Thema, daher habe ich nur exemplarisch zwei Zitate herausgegriffen, die den Charakter der Seite ganz gut zusammenzufassen in der Lage sind. Die verlinkten Inhalte sind nach meinem Lesen der Startseite nicht selten vernünftig oder zumindest vertretbar (von Ausrutschern wie RT Deutsch mal abgesehen), das, was die Seite daraus macht, ist aber absurd überzogen und nicht ansatzweise ernstzunehmen.

Der Telepolis-Artikel gehört mMn übrigens zu den schwächeren Verlinkungen dort, da er in seiner Aussage eigentlich gar keine wirklichen Belege findet, sondern sich auch mehr auf Vermutungen und Tendenzen beruft, um daraus dann irgendwas abzuleiten, was gar nicht so recht klar wird. Für den instruierten Medienkritiker(tm) ist natürlich klar, was er danach zu denken hat, die Propagandaschau bringt einen da schon in die richtige, einseitig-tendenziöse Stimmung. Sicherlich war der betreffende Bericht kein Glanzstück journalistischer Qualität, aber mehr kommt da bei sachlicher Betrachtung dann auch nicht heraus. Das erinnert ein wenig an die GamerGate- und Anti-GamerGate-Bewegungen, da wird ähnlich auf Basis von "x kennt y"-Grundlage argumentiert, um irgendwelche vermeintlichen Skandale zu belegen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 15:37 #

die inhaltliche auseinandersetzung mit der kritik an den öffentlich rechtlichen nachrichtensendungen ist hier genau das thema (sieh die eingehende frage von guapo) und nicht der charakter irgendeiner dir unliebsamen seite. mit sprüchen wie "der titel ist schon unseriös" oder "das ist selten vernünftig und absurd überzogen" kann man das zwar schön schnell für sich abhaken, aber eine sachliche auseinandersetzung sieht anders aus. auch deine einschätzung bzgl des telepolis-artikels besteht leider nur aus solchen unkonkreten floskeln.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 16:15 #

Ich habe das nicht schnell für mich abgehakt, sondern mich ziemlich lange dort durchgelesen. Hatte ich auch schon geschrieben, hast du wohl übersehen oder ignoriert. Die von mir gewählten Formulierungen stellen den Schluss dar, den ich für mich daraus gezogen habe, und der lässt sich nun mal so kurz zusammenfassen, da dort nicht mehr drin steckt. Verzeih mir, dass ich nun keine Stunden darin investiere, dir mit einem Aufsatz im Detail darzulegen, wie ich dazu gekommen bin, aber inhaltlich wäre das jeweils sehr ähnlich zu den Zitaten, weshalb ich sie ja auch gewählt habe.

Außerdem sind meine Hinweise so unkonkret nun nicht, ich beschreibe die Masche, die dahintersteckt, recht genau. Keine Ahnung, was dir da fehlt.

"[...]und nicht der charakter irgendeiner dir unliebsamen seite."
Eben, deshalb der exemplarische Auszug. Dass es sich bei derartigen Verlautbarungen erübrigt, diese Seite als vernünftigen Nachweis für vermeintliche Propaganda zu akzeptieren, versteht sich von selbst. Und bei den verlinkten vernünftigen Quellen ist das eben dann meistens gar nicht mehr so dramatisch, wie du und diese Seite es darstellen.

Was den Telepolis-Artikel angeht: Schau dir den Artikel doch einfach selbst nochmal an und guck, wie schwammig und unkonkret *dort* argumentiert wird und wie ungeeignet er dadurch als Nachweis für irgendein größeres Problem wird. Keines der dort genannten Argumente ist sachlich betrachtet in der Lage, die in der knackigen Unterüberschrift formulierte Situation zu belegen. Der Fernsehbeitrag ist demnach schlicht nicht einwandfrei erstellt und hätte besser sein können/ müssen, aber das war's dann auch. Wo ist da der große Fakt der Einseitigkeit? Bevor du es falsch verstehst: Nicht die vorgebrachten Punkte selbst sind schwammig und unkonkret, sondern der Transfer von den genannten Punkten zur initial trompeteten Schlussfolgerung. Ich hatte am Ende des Artikels jedenfalls ein nüchternes "Aha, und jetzt?" im Kopf.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 17:21 #

solche schlicht nicht einwandfreien oder lückenhaften berichterstattungen reichen ja in ihrer systematik ja schön völlig aus für diese einschätzung. wie ich pomme schon eingangs gesagt habe, ist hier nicht die ursache relevant. von mir aus kann man denen auch gutgläubig unterstellen, dass sie einfach zu unfähig oder faul sind um entsprechende pressemitteilungen noch weiter aufzuarbeiten oder in frage zu stellen. das ändert nur wie gesagt nichts an der einseitigen und nicht-neutralen sichtweise die diese nachrichten vermitteln.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 17:45 #

Für die Einschätzung, dass Menschen Fehler machen, reicht es aus, ja. Für die Einschätzung, dass grundsätzlich einseitige Berichterstattung stattfinde oder es sich gar um Propagandasender handele, nicht.

Nur wenn dir schon diese absolut menschlichen Fehler zu viel sind, hast du das Problem, dass kein derartiges Nachrichtenformat deinen Ansprüchen genügen kann.

Deine Forderung, mehr in Frage zu stellen, ist ein bisschen problematisch, die von dir verlinkte Seite hat sich an einigen Stellen just darüber beschwert, dass an anderer Stelle *zu viel* Einschätzung und zu wenig reine Berichterstattung erfolgen würde. Klar, betrifft da natürlich dann ein anderes Thema. Aber da wird es immer jemanden geben, dem einen Nachrichtenbeitrag zu viel, zu wenig oder zu wasweißich findet.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 17:50 #

doch dafür reicht es, denn diese problematik kannst du eben bei den nachrichtensendungen von ARD und ZDF absolut regelmäßig beobachten. und diese "fehler" gehen auch jedes mal zu lasten der opponierenden regierungsposition. das ist in der wirkung schlicht einseitig und lässt sich damit sehr wohl auch als propaganda bezeichnen.
natürlich findest du fehler bei jeder nachrichten-sendung oder magazin, aber eben zufällig und unregelmäßig. das lässt sich weder von tagesschau noch von den heute-nachrichten und deren sonstigen ablegern behaupten.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 17:58 #

"und diese "fehler" gehen auch jedes mal zu lasten der opponierenden regierungsposition."
Mein Eindruck ist da irgendwie ganz anders. Im Blog taucht ja beispielsweise auch die Aussage auf, dass die USA ja immer nur positiv dargestellt würden, solange es irgendwie möglich sei. Das entspricht auch überhaupt nicht meiner Wahrnehmung. Aber das kann man wohl alles schlecht belegen und wir bleiben auf unseren Gefühlen sitzen :) Solange wir akzeptieren, dass es unsere Gefühle sind, ist das auch in Ordnung.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 18:05 #

da brauchste nicht versuchen das mit persönlicher wahrnehmung und gefühlen zu relativieren. umfragen bestätigen da ebenfalls diesen eindruck genauso wie es etliche beispiele und kritische kommentare zu diesen sendungen gibt. ja selbst intern hat sich wie erwähnt die ARD selbst angeprangert.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 19:05 #

Das muss ich nicht versuchen, das mache ich einfach. Nur weil es einen Haufen Leute und Berichte gibt, die ein anderes Empfinden haben als ich, ist das längst noch keine Wahrheit. Und in irgendeiner Form empirisch belastbare Aussagen gibt's da wohl nicht.

Die interne Kritik beinhaltet aber meines Wissens nach nicht, dass die Fehler "jedes mal zu lasten der opponierenden regierungsposition" gingen, sondern da geht's eben um den Ukraine-Fall. Dass es diese Kritik gibt, zeigt für mich allerdings, wie auch Pomme schrieb, dass wir es hier mit einem funktionierenden System zu tun haben, an dem man konstruktiv arbeiten kann. Das gleiche gilt für die vielen Veränderungen, die man in den letzten Jahren beobachten kann und von denen ich viele auch positiv finde, beispielsweise den Neustart von DRadioWissen. Alles in allem sehe ich somit keine Berechtigung für eine pauschalisierte Abneigung Marke "alles Propaganda", ganz im Gegenteil. Wenn du das natürlich so sehen möchtest, ist das deine Sache, aber verbreite das bitte nicht als Fakt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 21:36 #

da muss ich dir erneut widersprechen. da kannst du persönlich von mir aus gerne die augen verschließen, aber dass dort regelmäßig andere aspekte übergangen werden und das eben im sinne der regierung ist nun mal fakt. gerade auch der ukraine-fall hat das ja gezeigt, wo man den bürgerkriegskonflikt und die rolle russlands dabei entsprechend im sinne der außenpolitik der BRD selektiv und spekulativ dargestellt hat. die kritik gerade bei diesem thema (im übrigen auch bzgl der artikel von tageszeitungen und illustrierten) kam ja nicht von ungefähr.
wenn du zufrieden bist mit deren berichterstattung, bitte sehr. aber behaupte nicht, dass dies seriöser journalismus wäre.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 5. Februar 2015 - 8:20 #

"aber dass dort regelmäßig andere aspekte übergangen werden und das eben im sinne der regierung ist nun mal fakt."
Schon wieder so ein mysteriöser Fakt.
Die Kritik im Ukraine-Fall habe ich selbst eben thematisiert, das ist aber längst kein Beleg für ein systematisches Problem.

"aber behaupte nicht, dass dies seriöser journalismus wäre."
Wo du das erwähnst, könnte ich damit tatsächlich mal anfangen :) Schon mangels Alternativen auf ähnlichem Niveau.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 4. Februar 2015 - 13:53 #

Das belegt eigentlich gar nichts. Das Blog beschäftigt sich mit allen Medien (Die Zeit/FAZ/RT/Die Welt/BBC - und da bin ich immer noch auf der 1. Seite).

Das unsere Medien Fehler machen ist menschlich; sie stellen sich der Kritik und räumen Fehler ein. Wir können sehr froh über die heterogene Landschaft sein. Viel optimaler geht's nicht oder kannst du ein Programm nennen, was keine Fehler macht?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 14:47 #

natürlich nicht, aber das war auch nicht meine behauptung. ich möchte dich an den eingehenden einwurf von pomme erwidern. nochmals: ob das nun fehler sind oder absichtlich gemacht wird, spielt in der wirkung keine rolle.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 4. Februar 2015 - 18:25 #

Mit der Logik kritisierst du alle Medien - von daher ist das dein persönlicher rant gegen ÖR und _kein_ Fakt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 21:22 #

nö, ich kritisiere hier speziell die nachrichtensendungen von ARD und ZDF. das hat mit einem "persönlichem rant" nichts zu tun, sondern lediglich mit der feststellung der probleme in deren berichterstattung die auch schon viele andere (einschließlich des senders selbst) gemacht haben.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Februar 2015 - 15:24 #

Du darfst aber bitte auch nicht alles glauben, was die Propagandaschau textet. Da wird viel behauptet. Und "XY lügt und verschweigt" ist schnell geschrieben, stimmen muss das aber noch lange nicht.

Wenn sogar senderintern die Berichterstattung kritisiert wird, dann spricht das dafür, dass das System funktioniert und Fehler und Fehlentwicklungen angesprochen und kritisiert und offen gelegt werden. Macht das die Propagandaschau auch? Reine Meinung von mir natürlich.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 15:29 #

natürlich nicht. genau wie jede andere seite oder sendung auch, sollte man auch dies kritisch sehen. ich habe da auch weniger auf die kolumnen verwiesen (auf die sich larnak natürlich gleich gestürzt hat), sondern auf die verwiesenen artikeln von tageszeitungen oder news-portalen.

und, dass sie das ganze intern kritisieren ist zwar löblich, aber keineswegs ein merkmal davon, dass das ganze funktioniert, wenn daraus keinerlei konsequenzen gezogen werden.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Februar 2015 - 16:02 #

Och, ich glaube schon, dass Konsequenzen gezogen werden. Bestimmte Themen - Ukraine, Pegida - scheinen mir sehr viel vorsichtiger angegangen zu werden. Ist aber nur eine subjektive Wahrnehmung.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 16:17 #

Du hast nicht auf die Links dort verwiesen, sondern auf das Auseinandernehmen, was die Seite betreibe. Entsprechend muss man als Leser davon ausgehen, dass du die Inhalte der Seite meinst und nicht nur die Links.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 17:11 #

ich meinte den inhalt der seite und damit beides ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 12:49 #

Du musst andere ARD/ZDF-Nachrichten empfangen als ich^^ Im Vergleich zu dem, was es sonst so im Angebot gibt, empfinde ich die als ausgesprochen hochwertig. Aber, zugegeben, ich verfolge nicht jede einzelne Nachrichtensendung dort.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 13:14 #

im vergleich zu anderen nachrichten-sendungen im fernsehen mag das sogar stimmen. problematisch wird es, wenn man sich auch noch über andere quellen informiert und dann regelmäßig unklare darstellungen wahrnimmt oder aussagen die einfach übernommen und nicht weiter hinterfragt werden. so ohne vergleich wirkt es ohne frage seriös.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 13:53 #

Ich hatte schon vermutest, was du wohl mit "andere Quellen" meinst, aber mittlerweile habe ich ja Gewissheit.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 14:48 #

medien abseits des fernsehens eben ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 4. Februar 2015 - 14:56 #

So könnte man das euphemistisch überhöhen, ja.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 15:36 #

mit ner beschönigung hat das nichts zu tun. man sollte sich eben nicht nur übers fernsehen über das aktuelle tagesgeschehen informieren. dürften die meisten hier mit videogames ja auch nicht so machen.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Februar 2015 - 15:19 #

Propaganda und Fehler sind zwei verschiedene Dinge.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 15:25 #

nicht wenn die fehler systematisch vorliegen und stets in eine richtung zeigen.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Februar 2015 - 16:00 #

Ich glaube allerdings, es wird sehr oft aufgeschrieben, wenn Informationen gebracht werden, die dem Rezipienten nicht in den Kram passen. Man ist ja immer auch auf bestimmte Themen fixiert - ich jedenfalls - und neigt dazu, sich zum Blick über den Tellerrand zwingen zu müssen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 16:10 #

wenn in der sport-sparte oder bei bestimmten auslandsgebieten was an der berichterstattung zu kritisieren wäre, würde mir das auch nicht auffallen. man macht sich ja nicht zu jedem thema schlau.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 3. Februar 2015 - 8:42 #

Bin der gleichen Meinung, nur verlieren die ÖR sehr viel an Glaubwürdigkeit, wenn sie so Formate wie "brisant" oder das Musikantenstadl weiterführen. Das stösst mir echt sauer auf. Trotzdem bin ich für die Abgabe.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 3. Februar 2015 - 8:58 #

90+% im ÖR ist Schrott. Versuch mal dir selbst eine Liste von Sendungen zu erstellen, die du gucken möchtest. Und dann schau mal, ob du dafür bereit bist, den Betrag zu zahlen. Ich würde behaupten die Akzeptanz fällt dann deutlich leichter, als wenn man die ganzen schrottigen Sendungen auflistet

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 3. Februar 2015 - 10:09 #

Alleine schon dadurch, dass sämtliche Formate auf den Privaten durch Werbung zerhackstückelt werden, kommen diese für ernstzunehmende TV-Konsumenten nicht in Frage. Vll war mein vorheriger Kommentar irgendwie missverständlich formuliert, aber ich bin trotz Musikantenstadl der Meinung, dass das Programm auf den ÖR um Klassen besser ist als auf den Privaten, arte ausgenommen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 3. Februar 2015 - 10:46 #

Hab dich schon verstanden (Larnak auch), wobei ich den letzten Satz nicht gesehen ab. Mein kommentar gilt dann denen die meinen GEZ sei teuer :)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 3. Februar 2015 - 14:34 #

arte ausgenommen?
Nun, arte ist wirklich nicht um Klassen besser als das Privatfernsehen, es ist um Äonen besser. Ein direkter Vergleich mit RTL würde arte nur runterziehen. (Und ja, das meine ich ernst. arte ist vermutlich einer der besten, wenn nicht der beste ÖR-Sender.)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 10:17 #

da hat sich unregistrierbar wohl missverständlich ausgedrückt oder er will nur trollen ^^

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 4. Februar 2015 - 15:52 #

mein Fehler. Ich irrte in der Annahme, arte sei ein privater Sender. Was dann wieder für die Daseinsberechtigung ör Sender spricht.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 4. Februar 2015 - 17:10 #

Ah, daher kam das Missverständnis. Ne, arte ist tatsächlich ÖR, halt in Kooperation mit Frankreich. Und Werbung habe ich da auch noch nie gesehen ;).

Und ja, die ÖR haben definitiv eine Daseinsberechtigung, wenn ich mir vorstelle, es würde nur Privatfernsehen geben. (Das erinnert mich an das Fernsehen in 'Idiocracy'.)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 4. Februar 2015 - 17:53 #

ich habe mal in einem Hotel übernachtet und mein Laptop nicht dabei. Also habe ich gezwungenermaßen ferngesehen. Beim Zappen dachte ich "cool, Braveheart"... und musste völlig entnervt nach der 3. Werbepause aufgeben. Da war der Film gerade mal mit dem ersten Drittel fertig... furchtbar.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 3. Februar 2015 - 10:17 #

Es gibt in den ÖR insgesamt mehr Sendungen, die ich gucken würde/ interessant finde, als ich zeitlich tatsächlich gucken kann. Es sei denn ich bin krank und kann den ganzen Tag kaum anderes tun :D Nicht zuletzt deshalb, weil ÖR nicht nur aus den zwei Hauptfernsehkanälen besteht.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 3. Februar 2015 - 12:01 #

Der Musikantenstadl hat 4 Sendetermine für 2015. Wow. Diese Sülze drängt sich einem ja wirklich geradezu auf. Im Übrigen ist der Musikantenstadl haupsächlich eine ORF-Produktion. Es drängt sich die Frage auf, ob hier nicht über Peanuts diskutiert wird. Übrigens steht der sowieso auf der Kippe.

Allerdings verstehe ich nicht, weshalb der ÖR an Glaubwürdigkeit einbüßt, weil er derartige Unterhaltungs- und Trashformate im Programm hat. Vielleicht sollte Glaubwürdigkeit eher an jenen Programmbestandteilen gemessen werden, die Glaubwürdigkeit reklamieren.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20679 - 3. Februar 2015 - 12:07 #

Der Musikantenstadl dürfte hier lediglich ein Platzhalter für die zahlreichen anderen Sendungen gleicher Art gewesen sein. Es gibt da ja auch noch die verschiedenen "Feste der Volksmusik", "Willkommen bei Carmen Nebel" usw.
Wobei ich persönlich jetzt nicht weiß, welche Sendungen es aktuell tatsächlich noch gibt.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 3. Februar 2015 - 12:17 #

Das M'Stadl dient als (Platzhalter für Schrott im ÖR) und damit als Grund, die GEZ zu verteufeln. Wenn jemand keine 5 gute Sendungen zusammenbekommt, wäre das ein deutlich validerer Punkt, die Gebühren abzulehnen.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 3. Februar 2015 - 12:34 #

Kann sein. Und wie soll nun Kritik glaubwürdig sein, die mit Platzhaltern und wischi-waschi argumentiert? Ist eine rhetorische Frage und nicht speziell an dich gerichtet.

Man kann solche Unterhaltungsformate ja grundsätzlich in Frage stellen und heutzutage sind diese Dinge wohl nicht mehr zeitgemäß. Aber man sollte schon berücksichtigen, welchen Anteil diese Sendungen am Gesamtprogramm und auch den -kosten haben. Ich plädiere dafür, nach strukturellen und systematischen Fehlern beim ÖR zu suchen. Denn die gibt es. Wenn pro Jahr und Gebührenzahler 6 Euro für Unterhaltung ausgegeben werden, kann man das zwar abstellen, es ist jedoch verschmerzbar. Viel gewichtiger sind m.E. Strukturen und Etatgewichtungen, die zu massiven Qualitätseinbußen bei den Info-Formaten führen. Außerdem Seilschaften zu Parteien und einflussreichen gesellschaftlichen Gruppen (Kirchen, Gewerkschaften, etc.), die Einfluss auf das Programm und Personalentscheidungen (wer wird Chefredakteur bspw.) nehmen. Das gehört beseitigt! Und wenn sich am Ende rausstellt, dass für die Wiederherstellung der Qualität, die ja nicht pauschal am Boden liegt, mehr Geld benötigt wird, DANN darf man gerne weniger Unterhaltung produzieren anstatt den Beitrag zu erhöhen.

Kritik am ÖR mit dämlichen Unterhaltungsshows zu fundieren und sie vor allem auf die beiden Hauptprogramme zu begrenzen, geht strikt am Problem vorbei. Ich sehe nur aufgrund der Tatsache, dass Unterhaltung produziert wird, keine Legitimationskrise.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 3. Februar 2015 - 14:42 #

kann es sei, dass Seicht-Formate auf der einen und ein gewisser Personal-Klüngel auf der anderen Seite im Grunde dasselbe Problem sind?
Im übrigen kritisiere ich nicht Unterhaltung an sich, denn letztlich ist so gut wie alles Unterhaltung, auch sog. "ernsthafter" Polit-Talk. Es geht ur um ein Mindestmass an Niveau und das ist bei volstümlichem Schlager deutlich unterschritten.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 3. Februar 2015 - 19:43 #

Oh, keine Ahnung, ob es dasselbe Problem ist.

Was die Unterhaltung angeht, schließe ich mich deiner differenzierten Ansicht an. Man muss Erkenntnisgewinn nicht unbedingt staubtrocken wie das Telekolleg verpacken sondern durchaus auch so wie bspw. die Knoff-Hoff-Show. :) Und wenn Unterhaltung einfach nur unterhalten soll kann das auch mit Niveau passieren.

Was Polit-Talk angeht sollte ein Diskurs im habermaschen Sinne im Vordergrund stehen. Das brächte alle voran.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20679 - 3. Februar 2015 - 21:45 #

Ach ja, der gute Joachim Bublath! Dessen Show sowie sein "Abenteuer Forschung" habe ich als Kind geliebt wie sonst was :)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 3. Februar 2015 - 21:51 #

Die Gestik ist merk(el)-würdig. Harald Lesch FTW (obwohl er Hesse ist).
BR alpha sowieso

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20679 - 3. Februar 2015 - 21:52 #

Harry ist auch toll!

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 3. Februar 2015 - 22:44 #

Ob dieser Harry auch den Wagen holen soll.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 4. Februar 2015 - 6:58 #

Er wird sich mit nichts weniger als dem Großen Wagen abgeben.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 4. Februar 2015 - 17:56 #

ich hingegen möchte zdfkultur und zdfneo nicht missen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 4. Februar 2015 - 18:26 #

zdfkultur ist doch seit gefühlten drei Jahren tod wegen des RF-Staatsvertrags und sendet nur noch Konserven.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 3. Februar 2015 - 20:43 #

Ich habe auch keinen Bock Musikantenstadl zu gucken oder doofe Radiosendungen zu hören. Selbst viele ordentliche Dokus und Berichte mag ich nicht sehen. Muss ich ja auch nicht. Der Sinn von dem Ganzen folgt ja einem Solidaitätsprinzip: Wir zahlen ja auch, damit Menschen den Kram sehen können. Und wir zahlen auch, damit Menschen Nachrichten und Informationen produzieren. Selbst wenn kaum jemand hinguckt.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 3. Februar 2015 - 11:30 #

Und was ist mit den Radiosendern? Gibts schon UKW-/DAB-Radios mit Smartcardschlitz? Wobei. Dann könnten sie endlich die Umstellung auf DAB erzwingen.

Noodles 21 Motivator - P - 30164 - 2. Februar 2015 - 19:20 #

Diese zwei Dinge werden doch noch nicht einmal durch den Rundfunkbeitrag finanziert, kommen doch auf Privatsendern, oder nicht? ;)

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 2. Februar 2015 - 20:39 #

Korrekt. ;)

Valeo 15 Kenner - 2743 - 2. Februar 2015 - 7:06 #

Die Frage, die sich eher stellt ist die, ob die, die etwas von Deinem verdienten Geld bekommen, es auch immer verdienen.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 1. Februar 2015 - 22:47 #

Und ohne Hersteller wie Nintendo, gäbe es diese Youtuber garnicht.
Aber soweit können die wohl nicht denken.

lolaldanee 13 Koop-Gamer - 1234 - 1. Februar 2015 - 23:12 #

wie weit die denken, und auch wie weit nintendo denkt, (und sie denken in diesem fall nicht sonderlich weit, glaube ich) ist eigentlich komplett irrelevant
relevant ist eigentlich nur die geltende rechtslage ob das zitatrecht greift, welchen landes auch immer

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 2. Februar 2015 - 0:14 #

Schlimmer in dem Fall ist ja, dass der Mist wohl von Nintendo JP ausgeht, während Nintendo US da einfach nur verzweifelt daneben steht...

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 2. Februar 2015 - 0:19 #

So sehe ich das nicht. Klar, ohne Spiele gäbe es keine Youtuber die die Spiele testen, anspielen oder nur vorstellen. Aber diese Youtuber haben in meinen Augen die Arbeit gemacht und sich etwas aufgebaut. Jetzt kommen die Konzerne und sagen "hey wir wollen auch was vom Kuchen". Dabei haben viele Spiele erst durch bekannte Youtuber erfolge bzw. höhere Verkaufszahlen. Es macht nämlich schon was her, wenn ein Youtuber mit n paar Millionen Followern Spass an nem Spiel hat oder gar zum Kauf rät. Meine 2 cent. Achja, ich bin kein Youtuber...

invincible warrior 12 Trollwächter - 1031 - 2. Februar 2015 - 3:55 #

Du sagst also ernsthaft, dass Spiele spielen und dann fast 1:1 zu schneiden ist echte Arbeit??? Tut mir Leid, aber Kosten/Leistung ist bei Let's Plays lachhaft und dagegen steht, dass ein Spiel eben deswegen nicht gekauft wird. Natuerlich, fuer ein Spiel ala Minecraft, wo man sich frei entfalten kann, ist sowas dann natuerlich ein ordentlicher Booster, vielleicht auch fuer ein Metroid oder Super Mario, was man eben spielen muss um es zu erleben. Aber bei grade storylastigen Spielen sehe ich in Let's Plays eher eine Gefahr, wer die Geschichte kennt, muss ja nicht nochmal nachzocken.
Jedenfalls kann ich gut verstehen, dass Nintendo da mitverdienen moechte. Es geht ja wirklich darum, dass die mitVERDIENEN wollen. Bezweifle das PewPewPie ein Super Mario jedenfalls werbefrei online stellen wuerde, selbst wenn er das aus freien Stuecken gespielt hat. Nee, da sieht nur einer seine Millionen weniger werden.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 2. Februar 2015 - 7:44 #

Es geht hier nicht nur um Let's Plays, sondern auch im klassische Reviews, wie sie jede Spielewebseite (u.a. auch Gamersglobal) macht. Da wird auch mit den Werbeeinnahmen Geld verdient, von irgendwas müssen ja die Redakteure Geld verdienen.
Ergo: jeder, der ein Video von einem Nintendo Spiel auf Youtube packt und monentarisiert muss davon 30-40% an YouTube abgeben - aber erst, nachdem alles andere abgezogen wurden. Außerdem (das wurde in der News sträflich vergessen) nimmt sich Nintendo das Recht, die Videos vorab zu prüfen bevor sie freigeschaltet werden. Sie könnten dami unliebsame Redaktionen mundtot machen oder zumindest ihrer Existenzgrundlage (Werbeeinnahmen) beraubt werden. Langfristig dürfte sich Nintendo damit selbst ins Knie schießen, da sie die Werbewirksamkeit von Let's Play & Co wohl immernoch unterschätzen.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 2. Februar 2015 - 12:23 #

"Außerdem (das wurde in der News sträflich vergessen) nimmt sich Nintendo das Recht, die Videos vorab zu prüfen bevor sie freigeschaltet werden."

Was aber auch ihr gutes Recht ist als Urheber.
Als Urheber möchte ich schon entscheiden was, wie und in welchen Kontext meine Werke verwendet werden.
Stell dir mal PEGIDA vor, die mit einen Spiel Werbung für ihre Sache machen. Würdes du als Urheber darüber froh sein?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 2. Februar 2015 - 22:38 #

das erlaubt dir das urheberrecht aber keineswegs. wenn du verhindern willst, dass andere über dein werk in welcher form auch immer etwas äußern, dann darfst du es schlicht nicht veröffentlichen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73394 - 3. Februar 2015 - 7:50 #

Das ist jetzt aber etwas arg schönreden :).

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 3. Februar 2015 - 8:19 #

Inwiefern? Ist doch was dran.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73394 - 3. Februar 2015 - 9:39 #

Sicher ist da was dran. Allerdings muß sich nicht jeder auf das Werk eines anderen stürzen, nur weil er es kann.

Im Laden kann man auch Sachen klauen, deswegen sage ich dem Ladenbesitzer nicht, er solle seinen Laden zumachen. Darum ist es schönreden.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 3. Februar 2015 - 12:31 #

Es ging doch immer noch um Previews, also durchaus journalistische Arbeit. Da verhält es sich halt leider so: Wer nicht will, dass sein Produkt öffentlich besprochen wird, darf es nicht veröffentlichen. Wie du auf die Idee kommst, die Analogie mit dem Ladendieb zu ziehen, erschließt sich mir nicht.

Andere bezahlen Reviewer sogar dafür, die eigenen Produkte zu testen/besprechen. Ich behaupte nicht, dass das im Einklang ist mit einem journalistischen Ethos steht, aber es passiert. Und alleine das hat eine gewisse Aussagekraft.

Bei simplen LPs gehe ich konform. Nicht mit der Ladendiebanalogie, aber damit, dass dahinter nicht pauschal eine große Eigenleistung steht. Wobei es natürlich auch stark darauf ankommt, wie das LP umgesetzt ist. Da gibts ja schon Leute, die sich extrem viel Mühe machen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73394 - 3. Februar 2015 - 12:37 #

Es geht in den News im Let's Player und mir rein um Spookyfox' Aussage, auf die ich geantwortet habe. In dem Zusammenhang mit seiner Aussage ist mein Beispiel gar nicht mal so abwegig. Warum du dir da jetzt irgendeinen Rest zusammenreimst, wovon ich nicht mal sprach, erschließt sich mir wiederum nicht.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 3. Februar 2015 - 13:31 #

Spookyfox hat allerdings nur von "über [das] Werk [...] etwas äußern" gesprochen, womit der Dieb-Vergleich wirklich nicht passt.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73394 - 3. Februar 2015 - 14:02 #

Er sprach auch von das Werk veröffentlichen. Ergo, bei meinem Beispiel einen Laden aufmachen.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 3. Februar 2015 - 14:18 #

Ja, die Analogie ist ja in Ordnung. Aber wo ist denn "darüber reden" bei einem Spiel, Film oder was auch immer zu vergleichen mit Ladendiebstahl? Über einen guten Laden kann man genauso reden wie über einen guten Film und ihn entsprechend weiterempfehlen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73394 - 3. Februar 2015 - 14:32 #

Müssen wir uns da jetzt wirklich in Spitzfindigkeiten verlieren? Es dürfte doch wohl klar sein, worauf das Beispiel hinaus wollte.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 10:20 #

du beachtest schon wieder nicht den kontext meiner antwort ;)
ansonsten haben larnak und hedeltrolle schon diesbzgl alles in meinem sinne erwidert.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 2. Februar 2015 - 10:09 #

das argument kann ich zwar nachvollziehen, aber gerade nintendo hat doch keine storylastigen spiele. die angst, dass sie dadurch kunden verlieren sollte sie doch am wenigsten kümmern. da hätte ein entwickler wie telltale tatsächlich einen grund zur sorge.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12270 - 2. Februar 2015 - 8:33 #

Die Youtuber verdienen mit etwas Geld wo sich eigentlich keine Rechte haben. Würden sie kein Geld bekommen wäre das okay aber da sie Geld verdienen sollen sie froh sein wenn sie es machen dürfen.
Rechtlich hat Nintendo schon recht.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 10:31 #

Ist das so? Ist Nintendo wirklich im Recht oder das Youtube-Content-ID-System einfach nur scheiße?

'Fair Use' erlaubt eigentlich jedes Review und jede kritische Betrachtung, ohne dass Nintendo da etwas zu sagen hätte.

Die meisten LetsPlays würden vermutlich auch unter dieses Prinzip fallen - außer vielleicht unkommentierte Gameplay-Videos, aber wer schaut sich die denn an? ;)

Die Youtuber*innen schaffen eigenen Content, dafür brauchen sie Zeit und Geld. Da ist es nur naheliegend, dass sie auch Geld damit verdienen wollen - für die großen Channels, die richtig Arbeit reinstecken (etwa AngryJoe etc.) macht es einen Unterschied ums Ganze, ob sie ein Video monetarisieren können oder eben nicht. Es wird dann einfach weniger Nintendo-LetsPlays geben - und ob das ins Big-Ns Sinne sein kann, weiß ich nicht. (Andererseits produzieren sie ja eh hauptsächlich Franchise-Spiele, die blind gekauft werden können.)

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 10:40 #

Das ist so, siehe Gamesanwalt :)

Natürlich schaffen sie eigenen Content, der sicherlich seinerseits urheberrechtlich geschützt ist (ok, nicht bei allen, aber gehen wir mal von den guten aus ;) ). Aber sie tun das auf der Basis anderen Contents, der ebenfalls geschützt ist und für deren Verwendung eine Berechtigung vorliegen muss.

Es kann sein, dass das in den USA wg. Fair Use anders ist, aber damit kenne ich mich im Detail nicht aus. Reviews und kritische Betrachtung sind auch in D. problemlos möglich, auch ohne Fair Use, und da hat Nintendo auch kein rechtliches Mittel. Ein LP ist aber weit mehr als das.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 10:49 #

Dass auf einer internationalen Plattform wie Youtube total unterschiedliche Rechtsnormen gelten, ist wohl auch ein Problem. Was entscheidet denn, welchen Gesetzen ich nun bezüglich meiner Videos unterliege? Dann ließe sich ja auch irgendwie rumtricksen...

In D ist es mal wieder anders, aber da ist der Rechtsschutz mMn ja auch übertrieben hoch. Und dazu stellt sich mir die Frage, wo die Grenze zwischen LetsPlay und Review gezogen wird. Beide können kommentiertes, ungeschnittenes Gameplay bieten, beim LetsPlay käme es dann nur auf den Umfang an.

Vermutlich gibt es dazu aber noch keine Gerichtsurteile.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 13:06 #

Naja, der Unterschied wird oft schon durch das Prinzip sehr deutlich. Es mag einige sehr wenige Fälle/ Formate geben, wo man darüber diskutieren müsste, aber in der Regel ist die Unterteilung doch klar, schon allein dadurch, dass ein LP in der Regel schlicht ein komplettes Zitat des Spiels beinhaltet, während Reviews in vielleicht 5-30 Minuten nur einen sehr kleinen Teil wiedergeben.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4516 - 2. Februar 2015 - 10:44 #

1) "...Da ist es nur naheliegend, dass sie auch Geld damit verdienen wollen" - Da bin ich letzte der was dagegen hat.

2) "Die Youtuber*innen schaffen eigenen Content" - nicht ganz, hier sind die Details wichtig: Sie benutzen den bestehenden Content von anderen, in diesen Fall Nintendo um eigenen zu schaffen. Daher ist es nur Verständlich wenn Nintendo auch was von dem Geld sehen will.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 10:49 #

Zu 2):
Nuja, das ist wohl ein Streitpunkt, bei dem unterschiedliche Philosophien aufeinander prallen. Rechtlich gesehen kommt es da auf die Schöpfungshöhe an, das müsste vermutlich ein Gericht entscheiden.
Ich bin da eher der Meinung, dass auch ein "Remixing", was LetsPlays ja mindestens sind, neue Werke mit entsprechender Bedeutung sind. Bei LPs ist es halt eindeutiger als bei anderen Formen, aber prinzipiell ist es dasselbe.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 2. Februar 2015 - 12:29 #

Nintendo bleibt Urheber an den ganzen Assests die im Spiel verwendet werden. Und da haben sie schon eingige Rechte.

'Fair Use' gilt nur in den USA.
Oder holen wir uns jetzt schon aus den USA Gesetze die uns gefallen und bei den unliebtsamen Gesetzen kommt dann ein "Aber, aber wir sind in Deutschland, hier gelten nur deutsche Gesetze".?

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 15:02 #

Ja, mit TTIP holen wir uns auch US-Gesetze nach D-Land, allerdings wohl nicht die guten...

Und nein, Nintendo ist NICHT Urheberin der Assets, sondern besitzt die Verwertungs- und Publikationsrechte an diesen Assets. Die Urheber*innen bleiben die Leute, die die Assets geschaffen haben, das Recht daran ist in D nicht übertragbar, die beiden anderen genannten schon.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 2. Februar 2015 - 22:41 #

auch in deutschland gibt es das, nennt sich zitatprivileg.

Name (unregistriert) 2. Februar 2015 - 0:25 #

Argumentationslücke bei Kjellberg: Minecraft hat Microsoft kein Geld gebracht, sondern Geld gekostet. Der einzige, der Geld verdient hat, war Notch. Und so wird es weiter laufen. Wer nichts zu verlieren hat, der stellt weiter kostenlos bereit. Dass er zuwenig verdienen würde, glaub ich ihm auch nicht. Vermutlich könnte er sogar Sonderkonditionen herausschlagen. Willkommen in der Marktwirtschaft.

GlobalGamer (unregistriert) 2. Februar 2015 - 0:26 #

Die LP´er wollen Geld verdienen,
Nintendo will auch Geld verdienen,
YT irgend wann auch...

Jetzt fragt euch mal, wer die ganze Zeche letzlich zahlen wird...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 2. Februar 2015 - 10:06 #

die unternehmen die ihre werbeblöcke da unter bringen wollen. als zuschauer kommt man jedenfalls auch nicht dafür auf, falls du darauf anspielen wolltest.

Kookser 12 Trollwächter - 1064 - 2. Februar 2015 - 1:01 #

"YouTuber kritisieren neues Partnerprogramm", "Youtuber kriegen den Hals nicht voll" oder "Youtuber befürchten, dass auch andere Publisher in Zukunft einen Anteil an den mit ihren Werken verdienten Youtube-Millionen verlangen"?

Kostenlose UND UNGEWOLLTE Werbung, deren Nutzen zumindest für Nintendo nirgends nachgewiesen wurde, vergessen die ganzen Youtuber immer zu erwähnen. Große Nintendo-Lets player und Spielewebseiten bekommen ja seit jeher Videospiele zugeschickt und werden auf Events eingeladen, um dort dann gewollte Werbung zu machen.

Was sich durch das ganze ändert:
Man kann jetzt problemlos auch ohne Nintendos explizite Zustimmung mit Lets plays Geld verdienen und "sorgt dabei weiter dafür, dass es weiterhin gute Spiele gibt". Man darf jetzt unmonetarisiert Nintendo Lets plays veröffentlichen, ohne dass diese geflaggt werden. Man hat jetzt Rechtssicherheit, sowohl Nintendo als auch Youtube/Lets player.

Die Großen betrifft das vermutlich ohnehin wenig, weil die eh alle von Nintendo abgesegnet sind und eigene Absprachen haben, weil ihre "PR" zu wichtig ist.

Fair use ist auch immer so ein Hammer, der von Youtubern geschwungen wird, der eigentlich nichts aussagt und bei Lets plays definitiv nicht greifen dürfte. Das gilt für Parodien, Reviews und einfache Berichterstattung. Nicht für die kommerzielle, öffentliche Aufführung ganzer Spiele.

Wenn ich Videos von PewDiePie hochlade, bin ich innerhalb von 24h abgemahnt, auch wenn ich da die Intros rausschneide und man mich im Hintergrund gelegentlich lachen hört.

thatgui 10 Kommunikator - 535 - 2. Februar 2015 - 7:05 #

"Was sich durch das ganze ändert:
Man kann jetzt problemlos auch ohne Nintendos explizite Zustimmung mit Lets plays Geld verdienen und "sorgt dabei weiter dafür, dass es weiterhin gute Spiele gibt". Man darf jetzt unmonetarisiert Nintendo Lets plays veröffentlichen, ohne dass diese geflaggt werden. Man hat jetzt Rechtssicherheit, sowohl Nintendo als auch Youtube/Lets player."

Verstehe ich hier den Dreh und Angelpunkt nicht? Für mich hat es sich bis jetzt so dargestellt, dass die einzige "Rechtssicherheit", die aus dieser Aktion erwächst, die Sicherheit ist, dass man "Post" von Nintendo /von Youtube durch Nintendo erhält, sobald man ein Video mit Ninteno Inhalten auf Youtube veröffentlicht, ohne in dem Partnerprogramm registriert zu sein.

Gnu im Schuh (unregistriert) 2. Februar 2015 - 1:03 #

Da mir die Produkte des japanischen Spieleherstellers mehr Stunden Spaß gescheckt haben, als all die großen, millionenschweren LPer zusammen, sollen letztere einfach mal die Klappe halten (auch wenn es schwer fällt).

gravedigga 10 Kommunikator - 447 - 2. Februar 2015 - 5:13 #

Ich mag LP u.ä. persönlich nicht. Es kommt mir ein wenig so vor das jemand die Möglichkeit mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen auf Teufel komm raus verteidigt. Dabei beschränkt sich die eigene Leistung auf das Zocken vor einer Kamera.

Anonhans (unregistriert) 2. Februar 2015 - 22:20 #

Das ist doch Quatsch. Kaum jemand schaut sich LPs an, um den Leuten beim Zocken zuzuschauen. Gute Let's Player sind Entertainer und werden nur deswegen von vielen Leuten geschaut. Wie bei den meißten Entertainern sieht das oberflächlich betrachtet erstmal nicht nach besonders viel Leistung aus. Trotzdem kann das lange noch nicht jeder, weil dann doch sehr viel mehr dahintersteckt und die meißten bei sowas schon auf den ersten Metern gnadenlos scheitern würden.

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28242 - 3. Februar 2015 - 14:14 #

Natürlich gibt es besser und schlechtere Let's Player. Trotzdem spielen sie ein Spiel, das sie nicht geschaffen haben und kommentieren es. Diese "Leistung" erbringt meine Tochter andauernd - nur wird sie von mir nicht dafür bezahlt :-)

Anonhans (unregistriert) 3. Februar 2015 - 18:22 #

Würdest du einem guten Tänzer eine Eigenleistung absprechen, nur weil er die Musik, zu der er tanzt, nicht selbst gemacht hat? Dass in dem Fall die Sache mit dem Copyright etwas anders aussieht, lasse ich mal außen vor, weil es mir jetzt in erster Linie um die Behauptung ging, dass Let's Player keine Eigenleistung erbringen.
Deine Tochter tanzt sicherlich auch zu Musik. Trotzdem würdest du sie als Tänzerin nicht auf die selbe Stufe stellen, wie Justin Timberlake (? Falls der wirklich ein hervorragender Tänzer ist. Ich kenn mich da jetzt ehrlich gesagt nicht besonders gut aus :D).
Ich hab als Kind ein bisschen Fußball gespielt und kann auch heute noch im Notfall nen Ball in ein Tor schießen. Ich kann also Fußball spielen. Trotzdem würde ich einem Ronaldo doch irgendwie etwas mehr Eigenleistung und Skills zugestehen als mir, wenn es ums Fußballspielen geht.
Im Endeffekt kannst du mit deiner Argumentation fast alles und jeden kleinreden. Die allerwenigsten erfolgreichen Menschen sind erfolgreich, weil sie irgendetwas tun, was sonst niemand macht. Sie sind erfolgreich, weil sie es besser können oder machen, als die meißten anderen.

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28242 - 3. Februar 2015 - 18:39 #

Ich wollte die Leistung meiner Tochter nicht mit der von Let's Playern vergleichen. Ich wollte auf genau den Punkt hinaus, den Du bei Deinem Vergleich ausschließt:

"Dass in dem Fall die Sache mit dem Copyright etwas anders aussieht, lasse ich mal außen vor"

Genau darum geht es mir. Natürlich liegt eine Eigenleistung vor, trotzdem hat der Tänzer für die Nutzung der Musik bezahlt.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 3. Februar 2015 - 18:44 #

"Würdest du einem guten Tänzer eine Eigenleistung absprechen, nur weil er die Musik, zu der er tanzt, nicht selbst gemacht hat?"

Der Musiker kriegt aber bei jeder Aufführung Geld.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 3. Februar 2015 - 19:02 #

Der Let's Player auch, vorausgesetzt der Zuschauer ist kein Adblock-Nutzer.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 3. Februar 2015 - 19:33 #

Tänzer=Let's Player.
Musiker=Nintendo/Urheber.

Der Tänzer zahlt den Musiker Geld, sobald er(Tänzer) das Lied seiner Aufführung benutz und zwar jedes mal.

DarkYoda 09 Triple-Talent - 251 - 2. Februar 2015 - 6:46 #

Nicht sonderlich dramatisch, da viele LP'er inzwischen sowieso auch auf Twitch unterwegs sind oder komplett darauf umgestiegen sind. Mal abgesehen davon kann man beide Seiten schon verstehen, denn die LP'er führen sich zuweilen schon genauso Arrogant wie diverse Konzerne.

Allgemein glaube ich aber das die LP Szene auf YT langsam aber sicher aussterben wird, der Trend geht einfach zu mehr Live Events in form von Livestreams und auch die Technik ist in der hinsicht deutlich besser geworden. Streams in HD Quali sind nicht mehr so das Problem.

Noodles 21 Motivator - P - 30164 - 2. Februar 2015 - 16:30 #

Da hätte ich aber keine Lust drauf. Ich will ein Let's Play gucken, wann ich will und mich nicht nach den Live-Stream-Zeiten der Let's Player richten.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4516 - 2. Februar 2015 - 8:14 #

"Der Schwed", der einmal im Monat Leute an den (Twitter-)Pranger stellt die PewDiePie Merchandise verkaufen ohne ihn um Erlaubnis zu fragen oder Geld abzudrücken, spricht Nintendo mit einer abenteuerlichen Argumentation das selbe Recht ab. Ja, ne ist klar.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 2. Februar 2015 - 12:35 #

Diese Spezies haben wir auch in Deutschland.
Siehe zum Beispiel die Streitigkeiten eines Herrn Böhmermann gegen den Fotografen Martin Langer.

http://www.heise.de/foto/artikel/Meinung-Das-war-nicht-witzig-Herr-Boehmermann-2533418.html
http://kwerfeldein.de/2015/01/28/eine-geschichte-zum-thema-urheberrecht-im-internet/

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 15:03 #

"Ich habe vor über 20 Jahren ein Foto gemacht und möchte heute noch daran verdienen!" Klar, gerne, von mir gibt es für so eine Einstellung jedoch nur den Finger.

P.S.: Ich weiß, dass das rechtlich alles korrekt ist, allerdings untermauert das für mich nur die Notwendigkeit einer weitgehenden Reform dieser Rechte.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 2. Februar 2015 - 16:20 #

Wo steht dieses Zitat in den genannten Quellen?
Mit falsch zitieren würde ich vorsichtiger umgehen...

Zitier doch ma richtig...
"Ich lasse mir diese Anliegen in der Regel schriftlich geben und gebe das Bild dann für die skizzierte Nutzung frei; häufig kostenlos, manchmal gegen geringe Schutzgebühren."

"Denn – und diese Haltung will ich mir leisten – ich verkaufe meine Bilder nicht an jeden."

Würde eine Reform dieser Rechte kommen, könnte auch einige Gruppe diese verwenden mit den man nicht in verbindung gebracht werden will.

Und btw schomal die Twitter AGB durchgelesen?...
"Durch Übermittlung, Veröffentlichung oder Anzeigen von Inhalten über die Dienste gewähren Sie uns eine weltweite, nicht exklusive, unentgeltliche Lizenz (mit dem Recht zur Unterlizenzierung), diese Inhalte in sämtlichen Medien und über sämtliche Verbreitungswege, die gegenwärtig bekannt sind oder in Zukunft bekannt sein werden, zu verwenden, zu vervielfältigen, zu reproduzieren, zu verarbeiten, anzupassen, abzuändern, zu veröffentlichen, zu übertragen, anzuzeigen und zu verbreiten."
"Die von Ihnen im Rahmen der Dienste übermittelten, veröffentlichten, übertragenen oder anderweitig bereitgestellten Inhalte können von Twitter oder anderen mit Twitter zusammenarbeitenden Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen zusätzlich verwendet werden, ohne dass Ihnen hierfür eine Vergütung gezahlt wird."
https://twitter.com/tos

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 16:26 #

Das ist kein Zitat, sonst hätte ich ja auch eine Quelle angegeben. Das ist halt für mich die Haltung, die oft aus diesen Positionen spricht.

Und nein, ich sehe es nicht als gerechtfertigt an, ein Leben lang und noch darüber hinaus über die Verbreitung und Nutzung der eigenen Werke zu bestimmten. In keinem Fall. Nichts gegen moderate Schutzfristen, aber irgendwann sollten Kultur- oder/und Kunst- bzw. Medienerzeugnisse einfach gemeinfrei werden und von allen genutzt werden können.

Zu deinem Edit:
Solche AGB hat(te) auch ICQ. Oder fast alle Chats, Communities und so weiter. Diese sind vermutlich völlig nichtig und hätten vor Gericht keinerlei Bestand. Aber die schreiben das halt erstmal rein, um sich in erster Instanz gegen Klagen abzusichern und für Privatpersonen wäre es auch idR völlig unerschwinglich, eine Klage gegen einen Großkonzern zu führen.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 2. Februar 2015 - 19:36 #

"In keinem Fall. Nichts gegen moderate Schutzfristen, aber irgendwann sollten Kultur- oder/und Kunst- bzw. Medienerzeugnisse einfach gemeinfrei werden und von allen genutzt werden können."

Und warum?

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 21:22 #

Weil es für mich keinen Grund gibt, irgendwelche Werke bis in die Ewigkeit zu schützen. Alle Werke sind auch immer Ergebnisse der Kultur, der Gesellschaft in der sie entstanden sind. Es ist nur fair, diese Werke auch wieder an die Gesellschaft zurückzugeben - außerdem können daraus dann vielleicht neue Werke entstehen.

Und kein Mensch hat das Recht, ein Leben lang von irgendeinem Werk zu profitieren. Das ist ja nichtmal bei Patenten so, die laufen ja auch aus guten Gründen irgendwann aus.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 3. Februar 2015 - 20:53 #

Die werden ja auch nicht bis in alle Ewigkeit geschützt. 70 Jahre nach dem Tod eines Urhebers kann man mit seinem Werk machen, was man will... Ok, 70 Jahre sind ziemlich viel, aber eigentlich finde ich es auch ok, wenn ein Autor sein Leben lang von seinem Werk profitiert - und seinen Erben auch noch was vermachen kann. Es gibt ja genügend Autoren zum Beispiel, die den eigenen Erfolg nicht mehr erlebt haben.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 3. Februar 2015 - 21:14 #

70 Jahre nach dem Tod, das können auch gut und gerne mal weit über 100 Jahre nach Erscheinen des Werks sein - das ist der reine Wahnsinn. Vor 100 Jahren gab es solche Gesetze nichtmal.

Und nein, ich finde es auch nicht okay, wenn Leute mit einem (Glücks-)Erfolg ihr Leben lang Geld verdienen können. Die meisten Menschen müssen nämlich tagtäglich schuften und können nicht bspw. jedes Mal 5 Euro abkassieren, wenn sich irgendwer auf den Stuhl setzt, den sie gezimmert haben. (Eine solche Forderung würde auch zurecht als absurd bezeichnet werden, bei nem Musikstück ist das aber plötzlich ganz anders.)

Früher oder später wird diese ganze Content-Industrie mit einem Knall untergehen und die Gesetze und Schutzfristen werden schon noch zurecht gestutzt. Die zunehmende Digitalisierung und der vermehrte Austausch von Informationen läuft einer restriktiven Handhabung von Kulturgütern diametral entgegen. Die dystopische Alternative der totalen Kontrolle aller Datenströme ist allerdings auch noch nicht ausgeschlossen.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 3. Februar 2015 - 21:31 #

Es geht hier ja um kreative Leistungen. Wenn jemand ein Buch schreibt, das die Menschen so sehr begeistert, dass sie es massanhaft kaufen wollen, in Kinoform sehen möchten, in Comic- und Game-Adaptionen - dann hat der Mann für diese Leistung etwas verdient. Ein Stuhl ist keine geistige Schöpfung. Wenn es nicht ein total neuartiger Stuhl ist. Und dann wird der Urheber wieder kassieren, wenn sich das Ding durchsetzt. Wie gesagt, verdient, wie ich finde, sonst würde er sich den Stuhl ja gar nicht erst ausdenken.

70 Jahre sind natürlich eine extreme Zeit. Das hat man sich in Deutschland irgendwann im 19. Jahrhundert ausgedacht und dieseSchutzfrist wurde dann immer wieder heraufgesetzt.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 4. Februar 2015 - 4:03 #

Ich sage ja nicht, dass die Leute nichts verdienen sollen, ich würde nur die Schutzfristen massiv verkürzen, etwa auf 10-15 Jahre mit der Option auf Verdoppelung. Danach gehen Verwertungs- und Veröffentlichungsrechte an die Allgemeinheit. Aber auch das würde die Urheber*innen nicht davon abhalten, weiter mit ihren Werken Geld verdienen zu können. Lesungen, Jubiläumsausgaben mit speziellem Vor- und Nachwort, Konzerte etc. usw..
Nur könnten eben auch alle anderen die Werke nutzen - für was auch immer, etwa auch für Comic-Adaptionen.

Erfindungen sind übrigens auch geistige Schöpfungen - allerdings sind die Schutzfristen bei Patenten wesentlich kürzer.

P.S.: Wären die Schutzfristen so kurz wie ich es mir wünschen würde, gäbe es jetzt vermutlich einen Herr-der-Ringe-Anime :D. Das ist Argument genug, oder?

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Februar 2015 - 11:46 #

Ha, ein Herr-der-Ringe-Anime ist das beste Argument GEGEN eine Verringerung der Schutzfristen... ich mag kein Anime und bin da auch ein wenig verbohrt. ;-)

Davon abgesehen gebe ich dir sehr gerne recht: 10, 15 Jahre klingen nach einem passenden Kompromiss.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 4. Februar 2015 - 17:10 #

Ach, bei dem Anime wären sicherlich auch einige künstlerische Freiheiten dabei und sowas. Ich würde sowas wirklich mal gerne sehen, das wäre sicher richtig abgefahren und der Kampf zwischen Gandalf und dem Balrog wäre sicher richtig episch. Ebenso Eowyn gegen den Hexenkönig von Angmar. *schwärm*

Aber fein, da haben wir ja eine gemeinsame Basis gefunden. Mal schauen, was die Zukunft so bringt.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 4. Februar 2015 - 17:51 #

Der Herr der Ringe (1978)
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe_%281978%29

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 4. Februar 2015 - 18:23 #

Den kenne ich sogar, der ist sehr trashig, das geringe Budget ist deutlich zu sehen. Aber das ist allerdings auch kein Anime - dennoch sehenswert, auch aus historischen Gründen.

Und wenn ein Anime, dann auch richtig, mit Magie-Kämpfen ala 'Fairy Tail' bzw. Schwertkämpfen wie bei 'Sword of the Stranger'.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4612 - 2. Februar 2015 - 9:20 #

Es ist eine Illusion, zu glauben, irgendein Bereich unseres Lebens sei vom Markt getrennt. Computerspiele sind Industrieprodukte. Wennsich Communities dieser Produkte bedienen, prüft die Industrie, ob die Masse an beteiligten Konsumenten gross genug ist, dass eine wirtschaftliche Auswertung rentabel wäre.

Das mag man beurteilen, wie man will, aber zunächst einmal ist es eine Tatsache. Und erzähle mir keiner, dass Lets Player oder Hobby-Reviewer ihr Tun auf rein altruistische Motive zurückführen.

e.N.d.e. (unregistriert) 2. Februar 2015 - 9:30 #

Ich verstehe ehrlich gesagt die Aufregung nicht. Wenn ich einen Film, der gerade rausgekommen ist auf Youtube stelle und zwischendurch mal nen Satz dazu sage bzw. das Gesehene kommentiere, dann sind sich wohl die meisten einig, dass das nicht ok ist und von den Verleihen verfolgt wird. Auch wird da keiner sagen, dass ich doch für den Film werbe und es ne tolle Werbung für Disney, Warner oder Sony ist. Wieso ist das bei Spielen also anders? Ich versteh es nicht, klärt mich auf! Klar bei einem Spiel wie Minecraft kann ich das noch verstehen, hier geht es um Kreativität, jedes Spiel sieht anders aus etc… Aber bei jedem anderen Spiel erschließt es sich mir nicht wieso ich mir das Spiel anschließend kaufen sollte, wenn es mir vorher vorgespielt wurde. Ein Bioshock Infinite lebt nun mal nicht vom Gameplay, wenn ich da das Spiel kenne will ich es nicht mehr spielen. Klar irgendwelchen Indieperlen, bei denen es primär um Gameplay geht hilft es vielleicht, aber allen Tripple AAA spielen sicherlich nicht! Es kann mir doch niemand ernsthaft sagen, dass er sich ein lets play von „The Walking Dead“ angesehen hat und danach Lust bekommen hat, das Gleiche nochmal zu erleben. Eigentlich müssten alle Let‘s player froh sein, dass sie kostenlos auf so viel Material zurückgreifen dürfen! Einen Nutzen sehe ich auf Seiten der Entwickler und Publisher nämlich nicht! Wer schaut sich denn bitte die gesamte Story von Assasins Creed Unity an und sagt anschließend, dass er jetzt Lust hat diesen verbuggten Murks zu spielen?

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 10:11 #

"Auch wird da keiner sagen, dass ich doch für den Film werbe und es ne tolle Werbung für Disney, Warner oder Sony ist."
Wenn das erst mal einer von denen, die das einstellen, vorplappert, würden die Zuseher, also die, die davon profitieren, das schon recht bald nachplappern^^

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 2. Februar 2015 - 13:52 #

Ich glaube meines Wissens hat das noch nie jemand gemacht.

Theoretisch müsste ein Audiokommentar zu einem Film genau den selben Wert wie ein Let's Play zum Spiel haben. In beiden Fällen ist in der Tonspur der eigentliche Film/das Spiel ja nur auszugsweise zu hören und überwiegend eben von dem Kommentator bestimmt.

Und in wie weit unterscheidet sich ein Audio-Kommentar von einer Neusynchro wie Lord of the Weed oder Sinnlos im Weltraum, die ja rechtlich keine Probleme haben, solange sie unkommerziell sind? Gibt es da wirklich einen Unterschied zu einem herkömmlich erstellten Audio-Kommentar?

Wirst du zwar auf YouTube wohl nicht hochladen können, weil Filmfirmen da noch genauer hinschauen und auch sofort visuelle Übereinstimmungen erkennen und das Video sperren, womit eher andere Portale interessant wären... aber wo soll der Unterschied zwischen einem "Let's Watch" und "Let's Play" liegen?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 2. Februar 2015 - 22:43 #

problematisch wirds dann bei filmen allerdings bei einem unkommentieren "let's watch" ^^

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 2. Februar 2015 - 23:35 #

Die heißen ja sicherlich auch anders. Bei Videospielen gibt es ja auch die Unterscheidung zwischen Playthrough und Let's Play... eben den Kommentar.
Bei einem Videospiel gibt es aber eben dann noch immer die Komponente desjenigen der es spielt und dort eben für Unterscheidungen sorgen kann. Das ist ja bei einem Film nicht gegeben.

Allerdings gibt es im Internet ja auch einen Haufen an Filmen die von Fans auch anders geschnitten sind, sog. Faneditionen oder Fancuts, und teilweise ja sogar trotz der ausschließlichen Nutzung von Originalszenen entsprechend die ganze Handlung eines Filmes, oder sogar einer ganzen Serie/Reihe ändern können... da kenne ich mich mit der Rechtelage aber ebenfalls nicht wirklich aus... glaube aber das es irgendwo in den Nutzungsbedingungen von Filmen auch irgendwie die Klausel "Darf nicht verändert werden" gibt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 2. Februar 2015 - 23:55 #

fancuts sind wohl zu nahe an dem jeweiligen original, sodass das fairuse prinzip hier nicht zieht. zumindest bietet fanedit.org selbst gar nicht die werke an, sondern lagert die downloads aus in nicht kontrollierbare bereiche auf einer anderen website.
schlussendlich ist es in der wirkung ja dann doch wie eine warez-seite, wo man die neuesten filme umsonst bekommt mit dem bonus eines besseren cuts.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 3. Februar 2015 - 0:11 #

Kann man das wirklich so sagen?

Ich selbst habe nie einen von diesen editierten Filmen gesehen. Aber mir ist bekannt, dass es auch einen Star Wars Film gibt, der aus Szenen der Filme 4-6 besteht und dort das Imperium als der strahlende Gewinner dargestellt wird. Es also die drei Filme in diesem Fall gar nicht einzeln in vollem Umfang mit minimalen Änderungen oder anderer Schnittfolge gibt.

Ebenso ist mir auch ein Star Trek: The Next Generation Film bekannt, der durch mehrere Szenen aus den unterschiedlichsten Staffeln eine Handlung für einen Film ergibt... hat ja eigentlich eher wenig mit dem Original zu tun.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 10:32 #

ist halt ein fließender übergang der bei einer rechtlichen auseinandersetzung jeweils im einzelfall entschieden werden müsste.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 3. Februar 2015 - 18:14 #

Wie sieht es mit Speedruns aus? :o

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 4. Februar 2015 - 10:32 #

speedruns sind doch von der problematik her wieder auf der ebene wie let's plays bzw playthroughs (hängt davon ab ob ein kommentar vorhanden ist oder nicht), nur eben schneller.

bsinned 17 Shapeshifter - 6828 - 2. Februar 2015 - 9:35 #

Ich kann die Youtuber da bisher gut verstehen. Wenn man TotalBiscuits (der ja keine Nintendo-Vids macht) Rechnung glauben schenkt, bleiben von 100 verdienten USD dann noch etwa 21 USD übrig. Abgezogen werden Anteile für Google/YT, eventuelle Network-Zugehörigkeit, Nintendos Anteil und - da Nintendo ja nur in USD auszahlt - Umrechnungsgebühren, wenn man sein Geld eben nicht in USD erhält.

Wenn ich Let´s Plays außen vor lasse, gibt es immer noch ganz schön viele aufwendige Videos, ob nun Reviews, Impression-Vids oder wasauchimmer, in denen gehörig Arbeit steckt und die gleichzeitig auch Werbung für ein Nintendo-Produkt darstellen können. Ich persönlich hätte mich zB kaum für Bayonetta interessiert, hätte ich nur irgendwelche Tests gelesen und Screenshots davon gesehen.

Und dann darf man auch nicht vernachlässigen, dass Nintendo zur Prüfung eines eingereichten Videos bis zu 3 Werktage beansprucht, bis es freigegeben wird. Das ist in der heutigen Zeit, in der es im Netz um größtmögliche Aktualität geht, geradezu unverschämt.

tl;dr
Ich würde mich ohne Videomaterial für viele Spiele garnicht interessieren und sehe selbiges meist als Werbeträger an, also finde ich Nintendos Programm völlig überzogen.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 2. Februar 2015 - 10:57 #

"Und dann darf man auch nicht vernachlässigen, dass Nintendo zur Prüfung eines eingereichten Videos bis zu 3 Werktage beansprucht, bis es freigegeben wird. Das ist in der heutigen Zeit, in der es im Netz um größtmögliche Aktualität geht, geradezu unverschämt."
Die Zeit sehe ich da nur als zweitrangiges Problem, eher ist das eine Einladung zur Zensur durch Nintendo. Ein Video macht dass Nintendo nicht passt wird einfach nicht freigegeben, und wenn es doch veröffentlicht wird schlägt Content-ID zu.

falc410 14 Komm-Experte - 2356 - 2. Februar 2015 - 9:39 #

Ich glaube der hat einfach Angst das er in Zukunft etwas von seinen 7 Mio abgeben muss. Seien wir mal ehrlich, für ein Let's Play braucht man kein Talent. Wahrscheinlich je dümmer man ist umso mehr Abonennten hat man - die Masse schaut ja auch Dschungel Camp oder Big Brother. Und die LP'er profitieren extrem von den Spielen, ohne die sie ja kein Geld verdienen könnten. Auch wenn sie diese Spiele gekauft haben und angeblich Werbung machen, wie viele Leute haben sich Spiel X nicht gekauft da sie es schon komplett auf YT angesehen haben? Es ist was anderes ob man ein Review macht oder ein komplettes Spiel zeigt. Ist ja auch ein Unterschied ob ich einen Kino Trailer hochlade oder einen ganzen Film und dazwischen meinen Senf dazu gebe.

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 2. Februar 2015 - 12:22 #

So ein bescheurter Kommentar. Soso, weil Du mal 5 Spacken auf YT gesehen hast die scheisse sind, braucht man also fürs Let's playen kein Talent? Sehr geistreich und überhaupt nicht pauschalisierend.

Noodles 21 Motivator - P - 30164 - 2. Februar 2015 - 16:33 #

Diese Meinung haben hier aber leider viele von Let's Playern.

supersaidla 15 Kenner - P - 3891 - 2. Februar 2015 - 18:49 #

Weil die keine Ahnung haben. Ich höre da immer nur den blanken Neid raus.

Noodles 21 Motivator - P - 30164 - 2. Februar 2015 - 19:24 #

Nicht immer ist es Neid, oft einfach nur Ahnungslosigkeit und Vorurteile. Die meisten haben mal ein Video von einem Schreihals-Let's-Player gesehen oder von einem der großen wie Gronkh und meinen dann, die ganze Szene bestünde nur aus solchen Let's Playern. Noch dazu wird dann gesagt, Let's Plays seien eh nur was für die Jugend und man will nix damit zu tun haben. Klingen dann für mich immer wie alte Leute, die Videospiele verteufeln, weil sie sowas nicht kennen. ;)

supersaidla 15 Kenner - P - 3891 - 2. Februar 2015 - 19:32 #

Ja die spielen in der selben Liga ;)

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 3. Februar 2015 - 9:35 #

Danke, Du sprichst mir aus der Seele :-)

Major_Panno 15 Kenner - 2933 - 2. Februar 2015 - 9:54 #

Also ich sehe die Sache als Arbeitnehmer relativ klar: Ich gehe morgens arbeiten und komme abends erschöpft nach Hause. Abends spiele ich zur Abwechslung noch ein bisschen und gehe dann schlafen. Am Ende des Monats sehe ich immer auf meiner Gehaltsbescheinigung, wieviel ich pro Stunde netto verdiene und denke mir immer, ein bisschen mehr könnte es schon sein, aber ich bin trotzdem recht zufrieden, da ich meinen Beruf mag.
Wenn ich dann aber lese, dass irgendwelche YouTuber, die nichts anderes tun, als den ganzen Tag zu Hause zu sitzen, zu spielen und sich dabei noch zu filmen mehr im Monat verdienen als ich und sich dann noch beschweren, dass der Eigentümer des Produkts, dass sie vollkommen unbeschwert Millionen von Menschen online präsentieren, etwas von ihrem verdienten Geld abhaben wollen, geht mir das Messer im Sack auf.
Wenn sie durch die Abgaben so arg am Hungertuch nagen, dann sollen sie einfach mal darüber nachdenken, nebenher noch arbeiten zu gehen. Ich zum Beispiel überlege auch immer wieder, ob ich mir noch einen Nebenjob suchen soll, damit ich mal eine Familie ernähren kann. Oder sollte ich vielleicht doch lieber YouTuber werden? Anscheinend gehts denen ja laut News ziemlich gut...

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 10:14 #

Naja, die allermeisten YTer können von ihren Videos sicher nicht leben. Das sind eben einige wenige Leuchttürme, die Zuschauermassen um sich versammeln und die auch die nötige Passion und Leidenschaft dafür mitbringen, so weit gekommen zu sein. Mit "ich mach jetzt mal 'ne Woche 'n paar Videos" ist es ja nicht getan :)

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 2. Februar 2015 - 11:02 #

Also reich werden von der Sache die wenigsten, PewDiePie dürfte die große Ausnahme sein. Gronkh und Sarazar sind auch mal dazu gefragt worden, und haben nur vieldeutig gesagt "man kann davon leben, reicht wird man incht". Das gleiche dürfte für fast alle gelten, wenn sie überhaupt davon leben könne.
Je nachdem wie viel Zeit man da reinsteckt kann das auch richtig in Arbeit ausarten und speziell wenn man dadurch seinen Lebensunterhalt bestreitet ist da ein enormer Druck da, das hat nichts mehr mit dem "normalen" Spiele nach Feierabend zu tun. Profi-E-Sportler haben auch ein ganz anderes Verhältnis zu ihren Spielen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 2. Februar 2015 - 12:19 #

Einstellung passt! :)

Noodles 21 Motivator - P - 30164 - 2. Februar 2015 - 16:34 #

Also ich hätte keine Lust, 8 Stunden am Tag zu spielen und dazu zu labern, für mich wäre das auch Arbeit. ;)

ÄRGER!!!!!! (unregistriert) 2. Februar 2015 - 17:16 #

Immer schön Ärgern!!!!!!!

ludicrous (unregistriert) 2. Februar 2015 - 17:52 #

tzz.. bekommen Geld für Unterhaltung, sowas parasitäres..
.. und die ganzen Fußballer. Die spielen zum Spaß und bekommen mehr Geld als du, für eine Leistung die man wohl kaum als produktiv bezeichnen kann. Und dann wollen die auch noch pro Stunde bezahlt werden..
.. und diese Sänger.. Singen einmal ein Lied ein und wollen dann immer wieder dran verdienen. Warum gehen die nicht jeden Tag in die Firma und singen für jede Vorführung Live ein?

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 10:12 #

Kann die Aufregung nicht so nachvollziehen. Ist diese Regelung nicht schon deutlich besser aus Sicht der YTer als die vorherige?

Dehace (unregistriert) 2. Februar 2015 - 10:17 #

Diese Diskussion findet im Unterhaltungsbereich tatsächlich nur bei Videospielen statt. Wenn Medien Filme oder Bücher besprechen wollen, wenden sie sich selbstverständlich an den Verlag oder den Verleiher und bekommen dann die Erlaubnis oder auch nicht. Und kann sich einer vorstellen, dass es erlaubt wäre, wenn irgendjemand eine Halle mietet, Eintritt verlangt und dann aus dem neuen Game of Thrones-Buch vorliest? Und dass diese ganzen Lets Plays Werbung sind, kommt immer wieder als Argumentation. Nur: Nintendo kann bei seinen Produkten ganz allein entscheiden, ob sie diese "Werbung" wollen oder nicht. Also: Einfach nicht Lets Playen, wenn man der Meinung ist, zuwenig Geld damit zu verdienen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 10:31 #

Der Vergleich hinkt ja gleich zweifach.

Bücher kann ich in jeglicher Publikation besprechen, wenn ich sie mir gekauft habe. Kein Verlag der Welt hat da das Recht, mir dazwischen zu reden. Für Filme gilt dasselbe - da geh ich ins Kino und kann dann (egal wo) schreiben, wie derbst schlecht doch der neue Transformers-Streifen ist. Faktisch kann ich diese Besprechungen auch in Video-Form auf Youtube durchführen, bei Büchern ist das eher langweilig, bei Filmen kann ich auch auf öffentlich zugängliches Material zurückgreifen oder im Rahmen des Zitatrechtes einzelne Teile nutzen.

Die Verlage und Verleihe haben da einfach mal gar nichts zu melden, das fällt alles unter grundlegende Rechte, die ich (und alle anderen) mir nicht von irgendwelchen Unternehmen der Content-Maf.. ääh... Content-Industrie nehmen lasse.

Und ein Buch vorlesen ist etwas anderes als ein nicht-interaktives Video von einem interaktiven Spiel anzusehen. Wenn ich jetzt über einen Stream die Spiele auch spielen könnte, dann könnten die Unternehmen zurecht einschreiten.

EbonySoul 16 Übertalent - P - 4516 - 2. Februar 2015 - 10:43 #

"Für Filme gilt dasselbe - da geh ich ins Kino und kann dann (egal wo) schreiben, wie derbst schlecht doch der neue Transformers-Streifen ist."

-Richtig und wenn du dich einfach vor eine Kamera hockst und erzählst wie gut/schlecht das Nintendo Spiel XY ist wird/kann niemand was sagen.

Aber um die Youtube-Situation auf dein Kinobeispiel zubringen musst du dein Bild etwas umbauen nämlich zu: -Wenn ich ins Kino geh, eine Kamera mitlaufen lasse und das dann hochlade und sage wie gut/schlecht es ist- Und schon solltest du das Problem sehen, oder?

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3575 - 2. Februar 2015 - 12:21 #

Mal davon abgesehen, dass es illegal ist, Kinofilme im Saal abzufilmen, kannst du bei einer Besprechung des Films natürlich kurze Ausschnitte zeigen. Das ist vom Zitatrecht praktisch aller westlichen Länder gedeckt.
Deswegen kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Nintendo das Programm auf Reviews ausdehnt.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 13:11 #

Sie können auch so zurecht einschreiten, weil du das Werk zu einem sehr großen Teil darstellst, Interaktion hin oder her. Und die "Besprechung" wiederum ist beim Spiel genauso wie bei Film oder Buch.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 15:03 #

Ich will dir da nicht so pauschal widersprechen, allerdings fehlen mir da die Verweise auf Grundlagenurteile. Gerade bei Mischformen, die LetsPlays ja durchaus sein können, sehe ich das nicht endgültig entschieden.

Und irgendwie scheint mir das auch nicht für alle Titel und alle Genres gleich zu sein. Ein Minecraft verhält sich da anders als ein Fifa, was sich anders verhält als ein Starcraft 2, was sich anders verhält als ein Grim Fandango, was...

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 2. Februar 2015 - 15:51 #

Erheblich ist nicht, ob es eine Mischform aus Review und Unterhaltung ist, sondern ob und wie viel vom Werk zitiert wird, also ob es noch unter das zulässige Maß fällt. Bei einem LP, das einfach das komplette Spiel zeigt (wie es die Regel ist), kann es daher im Wissen um das Urheberrecht doch gar keinen Zweifel geben, dass das in Bereiche der zustimmungspflichtigen Handlungen fällt.

Dass einzelne Fifa-Partien oder auch Minecraft-Episoden und Starcraft-Multiplayerpartien da in gewisser Weise ganz anders gelagert sind als ein Durchspielen von The Last of Us oder auch Grim Fandango, ja, da stimme ich dir zu. Allerdings sind die meisten Nintendo-Spiele eher typische "Durchspiel"-Spiele ohne besonderen kreativen Freiraum, womit hier dieser Streitpunkt nicht bestehen dürfte.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 16:26 #

Wie gesagt, da will ich dir gar nicht widersprechen.

Allerdings sieht das in der Praxis dann so aus, dass es vielleicht LetsPlays zu manchen Spielen geben darf und zu manchen eher weniger. (Also, monetarisierte LetsPlays, alles andere sollte sowieso erlaubt sein.) Das mag zwar rechtlich alles korrekt sein, ist den Konsument*innen allerdings kaum zu vermitteln.

Und sowohl Mario Kart als auch Smash Bros. sind ja auch weniger "typische Durchspielspiele" ;).

Eigentlich müsste eine allgemeine Regelung Klarheit schaffen können, das ist aber wohl aufgrund der unterschiedlichen Gesetzeslagen, der unterschiedlichen Handhabung und auch aufgrund der unterschiedlichen Arten der Spiele kaum möglich.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 2. Februar 2015 - 14:04 #

"Die Verlage und Verleihe haben da einfach mal gar nichts zu melden, das fällt alles unter grundlegende Rechte, die ich (und alle anderen) mir nicht von irgendwelchen Unternehmen der Content-Maf.. ääh... Content-Industrie nehmen lasse."

Und Urheber haben auch Rechte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrecht_%28Deutschland%29

BTW ohne "Content-Maf.." gäb es keinen Content.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 2. Februar 2015 - 15:03 #

Content gibt es durch die Urheber*innen, nicht durch die milliardenschwere Verwertungsindustrie. Die übrigens auch meist diejenigen sind, die den Großteil der Profite einstreichen.

Bei Besprechungen, Kritiken und anderen vergleichbaren Formen haben aber beide einfach nichts (oder eben nicht viel) zu melden. Wenn ich einen Film kritisiere, zeige ich ein paar Szene, wenn ich ein Spiel kritisiere, ebenfalls. Es wäre absurd lächerlich, wenn dann die Unternehmen (oder auch die Urheber*innen) rechtlich in der Lage wären, unpässliche Kritiken zu zensieren. Ich denke, dem stehen halt so ein paar Grundrechte im Weg.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12863 - 2. Februar 2015 - 11:11 #

Finde das schon richtig, das der Entwickler oder Hersteller beteiligt wird.

Dre 13 Koop-Gamer - 1437 - 2. Februar 2015 - 11:50 #

Youtuber beschweren sich, dass sie mit dem Eigentum von Nintendo jetzt nicht mehr das große Geld machen, sondern was an den Eigentümer abgeben müssen. Irgendwie süß ^^

Als ob Nintendo Werbung durch Lets Player Deppen nötig hätte^^ Die Systemseller (Mario Kart, Smash Bros, etc.) sind auch ohne Youtuber in aller Munde.

Sonyboy 11 Forenversteher - P - 734 - 2. Februar 2015 - 12:51 #

Nintendo schnappt sich Teil des Let's-Play Kuchens
40 Prozent der Werbeeinnahmen
Raffzahn Nintendo!!!!!!
Deshalb bin ich froh, das ich diesen Verein nicht unterstütze.

Dre 13 Koop-Gamer - 1437 - 2. Februar 2015 - 13:57 #

40 Prozent finde ich noch zu wenig, wenn jemand mit meinem (geistigen) Eigentum Geld verdient und sich dann noch beklagt, dass er neuerdings Werbeeinnahmen abgeben muss.

Die Youtuber bzw. Lets Player müssen halt langsam klar kommen, dass sie nur aufgrund der Spiele und ihren Fans so viel Geld verdienen.

https://www.youtube.com/watch?v=Tl1ttApOdsw Dem Kommentar kann ich nur zustimmen :)

EvilNobody 13 Koop-Gamer - 1631 - 2. Februar 2015 - 19:49 #

Ich schau mir sehr gerne LP´s von Gronkh an und habe aufgrund seiner Videos auch schon Spiele gekauft.
Ist schon etwas behämmert, wie hier auf den Let´s Playern eingedroschen wird, denn es gibt nunmal auch hochprofessionelle Gestalten in dieser Zunft. Man muss auch entertainen können, mit Leidenschaft dabei sein, die richtige Auswahl an Spoielen treffen etc, sonst ist man halt nur ein weiterer Hansel mit 50 Abonnenten. Wenn es jeder könnte, dann wären alle YouTuber reich oder zumindest erfolgreich.
Klar hat Nintendo das Recht, Geld einzufordern, klug ist das aber nicht und viel zu kurz gedacht.

Aladan 21 Motivator - - 28627 - 2. Februar 2015 - 20:43 #

Ich bin ganz ehrlich. Gerade Nintendo braucht keine einzige Minute Let´s Play, um auch nur ein einziges Spiel zu verkaufen oder ein Let´s Play als Werbung hinstellen zu müssen. Jeder weiß, was er bei Nintendo bekommt, einfach jeder.

Entweder man mag die Spiele und kauft sie sowieso, oder man mag Nintendo-Spiele nicht und kauft sie sich nicht. Da kauft man keine Katze im Sack.

Und zum Thema: vorher wurden viele Nintendo Videos direkt gesperrt, jetzt besteht zumindest die Möglichkeit, legal zu streamen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 2. Februar 2015 - 22:33 #

so gesehen kannst du das von allen spielen behaupten. also nintendo bildet da keine ausnahme, auch von deren spielen sind manche leute enttäuscht oder eben überrascht.

Master_Sandro 10 Kommunikator - 456 - 3. Februar 2015 - 18:03 #

Ich finde es einfach unglaublich interessant dieses Phänomen, damit meine ich natürlich in erster Linie die Reaktionen, zu beobachten.
Gerade weil Nintendo als erstes danach strebt.

Alle liiiieben doch Nintendo :)

Freue mich einfach über den jetzt schon entstandenen Image-Schaden für Nintendo.

Und natürlich darauf in Zukunft weniger Nintendo Lets Plays sehen zu müssen.

Ich bin seit dieser Botschaft den ganzen Tag nur noch laut am lachen und laufe mit breitem Grinsen durch die Gänge. Zu goldig!

Verdammt ich wollte eigentlich nicht trollen, aber konnte es mir nicht verkneifen :P böse

Nachvollziehbar finde ich was Nintendo versucht (nein eigentlich nicht), aber bin mal gespannt in welchem Ausmaß das nach hinten los geht.

Überraschend großes Verständnis hier für die Aktion von Nintendo.
-Wo sind die Groß-Konzern Hasser
-Alles muss umsonst sein Mentalität
Na gut das erklärt das hohe Durschnittsalter aber trotzdem
Ich könnte/möchte wirklich gerne auch der Meinung sein (bin ich es ?) dieser "Sachliche" Umgang hier wird davon beeinflusst das viele mit Lets Plays nichts anfangen können oder und Nintendo Fanboys sind :)!

Gucke aber selber keine Lets Plays stundenlang das ist eher was für die Jüngeren..
Kostet mir zuviel Zeit die sinnvoller in zocken investiert ist und Kommentare lesen, so jetzt ist aber gut. Möp :P!

Gehe jetzt Playstation 4 zocken in der Anstalt!

Mist bin viel zu spät mit dem Kommentar..

Aladan 21 Motivator - - 28627 - 4. Februar 2015 - 6:36 #

Welcher Image Schaden, bitte? Bei Leuten, die eh kein Interesse an Nintendo haben?

Wer sich mal bisschen damit beschäftigt, weiß, dass vor diesem Programm ein Großteil aller Nintendo Videos direkt gesperrt wurden. Erst jetzt gibt es tatsächlich eine legale Methode, wirklich Videos über Nintendo Spiele zu machen. Und das ohne Angst, dass diese gesperrt werden.

Hellequin 12 Trollwächter - 1127 - 5. Februar 2015 - 20:19 #

Lustig. Immerhin verdienen diese komischen YTber ihren Lebensunterhalt mit diesem Spass. Da zu Meckern, dass Nintendo ein wenig davon haben will, dass ihr Produkt letztlich mit zur Finanzierung dieser Leute beiträgt, kann ich absolut nachvollziehen.
Und im Gegensatz zu echten Redaktueren haben diese Möchtegern-"Journalisten" nicht mal eine gescheite Ausbildung. Sie haben NICHTS, was die qualifiziert, ein Spiel angemessen zu testen und zu besprechen. Zumindest nichts, was man in irgend einer Form mit Geld entlohnen sollte.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 6. Februar 2015 - 12:10 #

Och, es gibt auch in "richtigen" Redaktionen relativ viele Journalisten, die keine richtige Ausbildung haben. Da ist ganz viel Learning by Doing.

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