Hannspree Micro PC angeschaut

PC
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Christoph Vent 123674 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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22. Januar 2015 - 17:26 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert
Waren große PC-Gehäuse unter dem Schreibtisch bis vor einigen Jahren noch Standard, geht der Trend in letzter Zeit immer mehr zu kleineren Lösungen – mit dem Raspberry Pi erschien etwa bereits 2012 der wohl prominenteste Vertreter seiner Gattung. Auf einem Preview-Event zur CeBit haben wir uns den Micro PC von Hannspree angesehen.

Auf den ersten Blick würde wohl kaum einer davon ausgehen, dass in dem kleinen Kästchen des Micro PC ein vollwertiger Computer steckt. Mit Abmessungen von 111 x 38 x 10 Millimeter ist das Gehäuse zwar größer als heutige handelsübliche USB-Sticks, aber immer noch ein gutes Stück kleiner als eine externe Festplatte oder ein Smartphone. Auch das Gewicht fällt mit 38 Gramm angenehm leicht aus – auf ein hochwertiges Alu-Gehäuse muss der Miniatur-PC da natürlich verzichten. Das verbaute Plastik wirkt in der Hand nicht unbedingt hochwertig, die Verarbeitung hinterlässt dennoch einen sehr guten Eindruck.

Einmal einsatzbereit, werdet ihr von dem Micro PC eh nicht mehr viel sehen. An einer der Längstseiten befindet sich ein HDMI-Stecker, das Gerät wird also direkt in einen passenden Bildschirm gesteckt. Über die Einrichtung des Betriebssystems müsst ihr euch beim ersten Start keine Gedanken machen – Windows 8.1 ist vorinstalliert. Angetrieben wird der Mini-Rechner durch einen Intel Atom Z3735F Quadcore mit maximal 1,83 GHz und 2 GB DDR3-RAM. Als Speicherplatz stehen euch intern 32 GB zur Verfügung, wobei sich der Speicher durch eine USB-2.0-Festplatte sowie eine Micro-SD-Karte beliebig erweitern lässt.
Auf einer Seite befinden sich USB- und Micro-USB-Steckplatz, Ein-/Aus-Schalter und Lüftungsschlitze. Auf der anderen Seite findet sich der Micro-SD-Schacht.
Bei den externen Anschlüssen muss der Micro PC dann aufgrund seiner geringen Abmessungen wieder etwas zurückstecken – neben dem USB- und dem Micro-SD-Anschluss gibt es nur noch einen Micro-USB-Eingang, der allerdings für die Stromzufuhr reserviert ist. Dank Bluetooth 4.0 und WiFi-Adapter nach 802.11bgn-Standard sollte es aber im Normalfall kein Problem sein, den Computer mit Maus und Tastatur sowie dem Internet zu verbinden.

Der Micro PC richtet sich – und das dürfte wohl niemanden wundern – nicht an Spieler, wenn auch alte Klassiker natürlich kein Problem darstellen sollten. Vielmehr ist der kleine Stick vor allem für Office-Anwendungen und zum Surfen gedacht, auch Streamingdienste sind möglich. Durch seine Größe und sein Fliegengewicht ist er schnell in der Hosentasche verstaut und kann in Windeseile an jedem Monitor oder Fernseher mit HDMI-Eingang zum Einsatz kommen. Interessant könnte das Produkt auch für diejenigen sein, die häufig zwischen mehreren Arbeitsplätzen pendeln, dafür aber nicht zwingend einen Laptop benötigen. Die UVP liegt laut Hannspree bei 239 Euro, der Straßenpreis beträgt aktuell rund 200 Euro.
Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47877 - 22. Januar 2015 - 17:35 #

Wie schon beim Intel Compute Stick mache ich mir Sorgen, dass beim Dauereinsatz an einem Monitor entweder irgendwann die Buchse den Geist aufgibt oder aber der Stecker des Sticks die Biege macht.

Christoph Vent Redakteur - P - 123674 - 22. Januar 2015 - 17:42 #

Das hatte ich mir anfangs auch gedacht. Aber selbst, wenn der HDMI-Eingang nicht nach unten, sondern waagerecht nach hinten weggeht, sollte das bei 38 Gramm kein ernsthaftes Problem sein. Notfalls kann man ja immer noch ein HDMI-Verlängerunskabel dazwischen stecken und den Stick dann auf den Tisch legen.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47877 - 22. Januar 2015 - 23:54 #

Also fast 40 Gramm halte ich schon für ziemlich viel. Keine Ahnung, wie gut HDMI-Anschlüsse verarbeitet sind, aber z.B. 3,5"-Klinkeneingänge machen bei Dauerbelastung ja auch bei kleinem Gewicht beizeiten die Grätsche...

thatgui 10 Kommunikator - 534 - 23. Januar 2015 - 7:03 #

Eventuell kommt noch Peripherie hinzu, wie z.B. ein kabelgebundenes Gamepad, was die Belastung einmal rein durch die Masse des Kabels als auch durch die Bewegung des Kabels vergrößern dürfte.
Allerdings nichts was sicht nicht mit einem HDMI Verlängerungskabel und eventuell ein paar Kabelbindern vermeiden ließe

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Januar 2015 - 9:14 #

In Zukunft dürfte solche Peripherie per Bluetooth angeschlossen werden. Dann kann man drüber streiten, ob Funkwellen die Belastung erhöhen oder nicht ;) .

einmalumdiewelt (unregistriert) 22. Januar 2015 - 17:47 #

Sieht aus wie ein Werbegeschenk. Viel Computer steckt da noch nicht drinn.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 22. Januar 2015 - 17:55 #

Och, warte noch zwei Jahre, dann werden die Dinger vielleicht tatsächlich als Werbegeschenke verteilt.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 22. Januar 2015 - 19:12 #

1,8GHz sind ziemlich viel Computer...

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20727 - 22. Januar 2015 - 19:30 #

Das Ding hat ähnliche Konfig wie mein Dell Venue 8 (auch Atom, 2 GB RAM, 32 GB Flashspeicher und Win8.1

https://www.youtube.com/watch?v=3J3otRvhbX8
Skyrim
https://www.youtube.com/watch?v=NI1hVs8eX0Y
Battlefield 4
https://www.youtube.com/watch?v=_yPpQSialkc
GTA4

zwar alles Low Detail und keine richtigen Treiber von Intel speziell für die Games aber lass Intel da mal aufholen. 2-3 Gens später hast die heutige PC Technik auf so nen kleinen Ding.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 85939 - 22. Januar 2015 - 18:01 #

Klingt ja unerwartet total interessant! :)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21480 - 22. Januar 2015 - 18:08 #

Ich finde sowas schon sehr praktisch, aber noch zu teuer. Deshalb warte ich noch, denn ich hoffe, dass noch mehr Hersteller aufkreuzen.

thatgui 10 Kommunikator - 534 - 23. Januar 2015 - 6:58 #

Dies ist aber herstellerspezifisch, wenn man keinen Wert auf den Namen legt, bekommt Mann/Frau derartige Geräte (z.B. Meego-T01) oder zumindest gleich ausgestatte Geräte (Voyo Mini, Guleek i8) schon für weitaus weniger Geld.

Cheezborger 15 Kenner - P - 3079 - 22. Januar 2015 - 18:27 #

Heise oder so haben das Ding getestet und festgestellt, dass es noch nicht mal vernünftig HD-Videos auf youtube kann - daher leider (noch) uninteressant. Aber in 1-2 Jahren fände ich sowas als rudimentären HTPC durchaus spannend.

CmdCool 13 Koop-Gamer - P - 1678 - 23. Januar 2015 - 2:25 #

Das sehe ich ganz genauso.
Mindestens HD-Videos sollte so ein Mini-PC abspielen können.
Momentan sehe ich noch keinen wirklichen Nutzen von diesen Mini-PCs.
Zumal mal man für den Preis teils Notebooks (evtl. nicht ganz aktuelle) mit HDMI-Ausgang bekommt.

thatgui 10 Kommunikator - 534 - 23. Januar 2015 - 7:00 #

Gibt es dazu einen Link ? Ich halte das für extrem unwahrscheinlich.

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 23. Januar 2015 - 10:37 #

Das teil hat auch Probleme mit der Abwärme, wir er zu heiß taktet er runter auf 66Mhz.

"In der Praxis laufen aber bereits 720p-Videos nicht völlig ruckelfrei. Full-HD-Filmchen von Youtube stottern unerträglich.
Insgesamt konnte uns der Winzling aber nicht überzeugen, weil er bei der wohl wichtigsten Aufgabe patzt – dem Abspielen von HD-Videos – und man zum Einschalten hinter den Fernseher turnen muss."
http://heise.de/-2517149

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Januar 2015 - 10:48 #

Woher hast du die 66 MHz?

blobblond 19 Megatalent - 17755 - 23. Januar 2015 - 10:50 #

Steht dort im Heisetest bzw. im Screenshot.
http://1.f.ix.de/ct/imgs/04/1/4/1/5/1/0/3/CPU-Z-Hannspree_66_MHz-944012708d79b78f.png

thatgui 10 Kommunikator - 534 - 23. Januar 2015 - 13:00 #

Danke für den Link.
Scheint aber eher ein Problem des Kühlkonzeptes zu sein, nicht das des SoC an sich.
Wenn man sich Videos (https://www.youtube.com/watch?v=NBf-bph8Qo8) von dem (auch laut) Heise wahrscheinlich baugleichen Meego-T01 anschaut, frage ich mich aber, ob das nur ein Hanspree spezifisches Problem ist.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32617 - 22. Januar 2015 - 18:46 #

Könnte was fürs Hotelzimmer sein. Mal die dritte/vierte Generation abwarten.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4604 - 22. Januar 2015 - 18:51 #

Nur her damit. Auf einem Tablet kann man sowieso nicht vernünftig schreiben, also stört es mich nicht, dass man eine externe Tastatur / Maus braucht.

Sciron 19 Megatalent - P - 15741 - 22. Januar 2015 - 18:51 #

Pfff, das Ding hat nahezu exakt die gleichen Specs wie mein neues Netbook (abzüglich Display und Tastatur natürlich) und liegt im gleichen Preisrahmen. Bin mal auf ausgereiftere Modelle gespannt.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1464 - 22. Januar 2015 - 23:12 #

Wenn das Ding ein bisschen günstiger und ein wenig mehr Power hätte wäre ich dabei. Schon heftig, was heutzutage auf engstem Raum alles alles machbar ist. Auch wenn hier ein Intel Atom verbaut ist, ohne die extreme technische Weiterentwicklung der Smartphones über die letzten Jahre wäre sowas heutzutage nicht möglich gewesen und die Entwicklung in dem Bereich wäre deutlich langsamer vonstatten gegangen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 22. Januar 2015 - 23:45 #

Es war dank ARM und dem Erfolg von Smartphones, plötzlich wieder ein Anreiz da, energiesparende Prozessoren zu entwickeln. Die wohl beste Entwicklung im CPU-Bereich seit langem wie ich finde.

Diese HDMI-Rechner werden im Laufe diesen Jahres noch einmal spannender wenn sie auf Basis von Intels neuen Core-M-CPUs entwickelt werden. Und dann, einen Schritt weiter, mit Skylake zum Ende des Jahres. In genau 12 Monaten dürften wir hier also einen Stick diskutieren, der ein vielfaches der Power dieses Modells hat, vor allem bei der Grafikleistung wird sich in den kommenden Monaten sehr viel tun. Ich finde es gut.. :)

Jadiger 16 Übertalent - 4874 - 23. Januar 2015 - 3:51 #

weist du eigentlich das ARM unter last mehr Verbraucht als ein Atom. ARM sind sehr effizient beim nichts tun, sobald die CPU belastet wird ist ein Atom effizienter. Hört sich komisch an weil man das so gesagt bekommt mit den tollen ARM Cpus die super Effizient sind eben beim nichts tun.

Sonst würdest du es ja nicht glauben:
http://www.tomshardware.de/atom-z2760-leistungsaufnahme-arm-vergleich,testberichte-241187-5.html

thatgui 10 Kommunikator - 534 - 23. Januar 2015 - 6:52 #

Ist dieser käsige Bericht denn nicht totzukriegen ? Der sagt überhaupt nichts aus:
- Intel bestimmte die Testparameter und machte die eigentlichen Messungen
- Der ARM Chip war zu diesem Zeitpunkt bereits über 1 Jahr auf dem Markt, war also in einem derart "iterationsgetriebenen" Bereich bereits kalter Kaffee
- Zu keinem Zeitpunkt ist klar inwieweit die Messergebnisse vergleichbar sind, da keine Angaben dazu gemacht werden inwieweit die Software für die einzelnen Test auch auf die Testplattform angepasst bzw. für diese optimiert war.

Ich möchte hier keinen Streit ARM vs. X86 aufmachen (der auch völlig blödsinnig ist, da es bei beiden Architekturen eh auf den Anwendungsfall bzw. das Anwendungsszenario heruntergebrochen werden muss), sondern nur einen Gegenpol zu diesem völlig blödsinnigen Artikel bilden.

Jadiger 16 Übertalent - 4874 - 23. Januar 2015 - 18:20 #

Die ist schon klar das Toms Hardware nicht gerade Anfänger sind und TH spricht das auch an mit Intel. Sie haben sehr wohl selbst getest, hast du überhaupt das ganze gelesen oder nur die Überschrift?
Der Atom war doch sogar noch älter wie die ARM Version, es wurde auch ein aktueller verglichen.

Tomshardware:

"Jedenfalls sehen wir aus dem Vergleich unserer Messwerte mit den Messwerten von Intel sofort, dass in der Mobilgeräte-Branche viel Missinformation zirkuliert. Bevor wir ein Tablet mit Atom-Prozessor in unserem Labor hatten, sind auch wir der Mär von den effizienten ARM-Prozessoren und den stromfressenden Atom-CPUs aufgesessen. Der Cortex-A9-Core ist langsamer als ein Atom, also sollte er auch effizienter sein. Als dann der –A15 auf den Markt kam und die Performance nach oben schraubte, schien es, als sei der Anfang vom Ende der x86-Architektur gekommen. Aber niemand fragte nach, ob die Leistungsaufnahme des –A15 immer noch so gering war. Erst als wir begannen, die Batteriekapazität durch die Laufzeit im Batteriebetrieb zu dividieren, führte das auch zu Fragen nach der Verlustleistung und der Effizienz."

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Januar 2015 - 22:11 #

Tomshardware ist schon lange keine Profiseite mehr, sorry. Vor allem die deutsche Version ist teils unerträglich laienhaft.

Allgemein ist es bei SoCs für Tablets und Smartphones fast schon nebensächlich, wie hoch der maximale Verbrauch ist (solange das Kühlsystem nciht überfordert wird). 90% der Zeit krebsen die Chips eh im Idle herum. Wenn also der Idle-Verbrauch eines SoC zu hoch ist, wars das mit der tollen Akkulaufzeit. Ganz egal, wie niedrig sein Lastverbrauch ist.

Diese Beobachtung habe ich schon beim Test von Atom-Tablets wie dem Asus MemoPad FHD 10 gemacht (für Notebookcheck.com): Der Atom war nett (auch wenn die Grafik etwas schwach war), brauchte aber viel zu viel Strom im Idle. Da ist mir ein anständiger ARM lieber, zumindest in diesem Segment.

thatgui 10 Kommunikator - 534 - 26. Januar 2015 - 7:11 #

Mir es ist egal ob eine Seite eine gewisse Reputation hat oder nicht, wenn In einem Artikel Käse steht bleibt es Käse.
Irgenwie scheinen aber unsere Quellen etwas zu differieren: Auf Arm Seite kam ein Tegra 3 zum Einsatz, der Im Q4 2012 bereits tatsächlich in Geräten im Einsatz war, während der Atom Z2760 frühestens Ende Q3 2012 in Produkten auf dem Markt gewesen sein kann. Falls du andere Daten hast, bitte ich um Quellennennung.
Wenn du den von dir zitierten Teil mal in Relation zu anderen Textstellen stellt, findest du schnell heraus, dass das ausgeklügelte Testsystem von Tomshardware aus einem Luminanz-testgerät und einer Software zur Strommessung besteht, an den Testgeräten von Intel durfte man mal "herumspielen" - so stell ich ich mir die Arbeit von "nicht gerade Anfänger" nicht vor.
Zumal das sowieso totaler Quatsch ist, da Sie im Endeffekt auch nur eine spezielle Implementierungen eines ARM Designs getestet haben, dass womöglich auch darunter leidet, dass NVIDIA eventuell einen anderen Fokus beim Chipdesign hat, als Intel. Es wird zwar im Artikel auch bezüglich anderer Systeme spekuliert, weiter geht es aber nicht.
Sinnvoll wäre es gewesen, man hätte das Geld statt in ein Helligkeitsmessgerät lieber in diverse Referenzboards der einzelnen Hersteller investiert (gibts, muss man nur nachfragen). Dann hätte man sich auch gleich irgendwelche merkwürdigen Akkukapaziätsrechnereien schenken können, und als Bonus auch noch den Einfluss des Restsystems minimieren können.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Januar 2015 - 3:48 #

Interessant wird so ein Mini-PC auch für Steam-Nutzer, die ihre Spiele am TV zocken wollen. Steam bietet dafür ja eine Streaming-Lösung, um Spiele von einem PC auf einem anderen spielen zu können.

... allerdings ist WLAN dafür nicht ideal und dann hängts natürlich noch davon ab, wie gut der Kleine den Stream wiedergeben kann - wenn's bei HD-Videos auf Youtube schon hapert ...

Trotzdem eine schöne Entwicklung. Da kommen dieses und nächstes Jahr sicher noch ganz andere Kaliber mit besserer Technik und günstigerer Preisgestaltung.

Dusty (unregistriert) 23. Januar 2015 - 10:40 #

Steam Streaming dürfte wohl problemlos funktionieren. Also kann sich dieses Teil durchaus an Spieler richten.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Januar 2015 - 11:29 #

Kommt auf die Qualität der WLAN-Verbindung an - in meiner Wohnung funktioniert das drahtlos einfach nicht rund. Da müsste ich erst LAN-Kabel verlegen, wofür dieser Micro PC ja offenbar gar keinen passenden Anschluss hat.

200 Euro wären mir für das Gerät hier aber auch zu viel. Für den Preis kann ich mir 'nen wesentlich potenteren Micro ITX Rechner zusammenstellen.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2126 - 23. Januar 2015 - 11:34 #

Dann verleg doch einfach WLAN-Kabel!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Januar 2015 - 14:34 #

Hmm, zwei sogar ;) . Ich hab da gute Erfahrungen mit AMDs AM1-Kabini gemacht.

guapo 18 Doppel-Voter - 9877 - 23. Januar 2015 - 14:50 #

Gibt's das "in-a-box"? So ähnlich wie:
http://www.heise.de/open/meldung/Luefterlose-Mini-PCs-mit-Vierkern-CPU-und-Linux-2519671.html

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Januar 2015 - 15:40 #

Da die Hersteller AMD offenbar nicht so wirklich lieb haben ist das schon knifflig. Mir ist noch nichts fertiges über den Weg gelaufen. Für www.projekt-exodus.com basteln wir uns aus den AM1-Teilen halt kleine Terminals, die dann ein Raumschiff simulieren sollen. Die 10 Minuten Bastelzeit pro System stecke ich da aber gerne rein.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Januar 2015 - 15:55 #

Zwei für 200€? Was für Hardware verwendet ihr denn da genau, wenn ich so neugierig sein darf?

Ich dachte eigentlich spontan an Intels Celeron J1900. Den gibts als SoC ab 60€, was schon sehr günstig ist. Nur fehlen eben noch RAM, Festplatte, Gehäuse und Netzteil - schwierig, den Gesamtpreis da unter 100€ für ein System zu halten. ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Januar 2015 - 17:19 #

Zugegeben, zwei für 200 ist etwas geschummelt. Und wir brauchen nur wenig RAM (wobei ein HTPC auch nicht mehr als 2 GByte braucht). Wir nutzen den Sempron 3850, ein günstiges Board, 2 GByte RAM, eine preiswerte HDD (auf einigen Systemen wo es nicht auf Datenmengen ankommt auch eine 32er SSD) sowie ein preiswertes Case mit NT.

CPU und Board kosten zusammen knapp über 50 Euro, RAM liegt bei 16 Euro, Case mit NT gibts eigentlich schon für 20 Euro (kleinere Cases werden teurer, leisere NTs auch und wir mussten tiefer in die Tasche greifen weil wie 110V brauchen), HDD gibts für 35 Euro, eine 32er SSD ist genauso teuer. Keyboard und Maus sind preiswert, beim OS ist man kreativ :D .

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Januar 2015 - 18:15 #

Klingt schon recht knapp kalkuliert. Zumindest für ein Windows-System würde ich für meine Einsatzzwecke etwas mehr RAM und wenigstens 'ne 64er SSD einplanen. Für 'nen HTPC dann natürlich auch ein möglichst kleines Case mit lüfterlosem Netzteil - für 20 Euro wird das leider nix. :(

Der Sempron 3850 und Celeron J1900 scheinen ja recht vergleichbar in Sachen Performance zu sein - der Celeron etwas CPU-stärker und sparsamer, der Sempron dafür grafisch deutlich flotter. Ich schätze mal für eure Software bei Projekt Exodus ist gerade die GPU-Performance nicht ganz unwichtig? ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Januar 2015 - 21:54 #

Genau, etwas GPU-Power hat nicht geschadet, da sich unser Raumschiff nicht komplett aus der Bash steuern lässt ;) .

Im Alltag kommt man mit 2 GByte unter Win7 und 8 übrigens erschreckend gut zurecht. Klar, Ansprüche sollte man keine großen haben. Aber es läuft flüssiger als man erwarten mag.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 23. Januar 2015 - 23:46 #

Kann sogar sein, hab's nie ausprobiert - nutze Windows ja nur an meinem Hauptrechner und da stieß ich mit 4GB immer öfter an die Grenzen, was bestimmte Spiele oder selbst intensives Websurfen angeht (sprich: viele offene Tabs). Das spielt für 'nen LowPower HTPC natürlich nicht die große Rolle - derart anspruchsvolle Spiele laufen da eh nicht flüssig.

Die Mehrkosten von 4GB gegenüber 2GB sind aber überschaubar, wenn es sich nicht gleich um ein Dutzend Geräte oder mehr handelt. ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 24. Januar 2015 - 10:23 #

Klar, wenn wir unser Technik-Budget nicht lieber für andere Spielereien genutzt hätten, wären auch 4 Gig drin gelandet. Letzten Endes siegte aber die Vernunft (wir haben die Systeme mit 2 und 4 Gig evaluiert, da zwei GByte reichten war es unsinnig, 10x 15 Euro zusätzlich zu investieren). Da haben wir lieber für das eine etwas anspruchsvollere System (DRADIS, das Galactica-Raumschiffradar) eine etwas schnellere CPU (Athlon statt Sempron) gewählt und sonstige nette Spielereien angeschafft. Ich werde nach dem Event auf jeden Fall Background-Artikel schreiben. Einer für das Corona Magazine ist schon sicher (März-Ausgabe), Gamestar ebenfalls (da gehts dann aber mehr um Allgemeines und Fotos). Mal sehen, wer sich noch überreden lässt ;) .

schreibmaschine (unregistriert) 25. Januar 2015 - 17:40 #

Sag mal Dennis, wenn ich nur ein ganz günstiges System als Textprozessor will, was würdest du da vorschlagen? Gibt es nen günstigen Stick oder so der für bequemes Tippen und Dateimanager reicht, mit Steckplatz für usB Tastatur und zustätzlich Usb-Stick oder SD Slot für Speicher? Gibt es für sowas spezialisierte oder minimalisierte OS?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 25. Januar 2015 - 19:23 #

Theoretisch tuts da ein Banana Pi mit Linux (Ubunti-Derivat + Textverarbeitung und Zeugs). Für Heimkinoaufgaben und 3D-Zeugs ist die Banane mangels brauchbarer Grafiktreiber zwar kaum zu gebrauchen, Textverarbeitung und OS packt der Doppelkern-ARM aber besser als beispielsweise ein Raspberry Pi. USB ist auch ausreichend vorhanden. Mit einer SD-Karte kostet so ein Banana Pi knapp 40 Euro, Strom gibts via Micro-USB-Kabel oder Micro-USB-Netzteil.

schreibmaschine (unregistriert) 25. Januar 2015 - 21:35 #

Danke, das scheint schonmal besser und günstiger als die zwei Ideen die ich hatte (1x mit raspberry, 1x mit keygrabber).

Arparso 15 Kenner - 3025 - 26. Januar 2015 - 1:26 #

Wobei die Kosten für Raspberry Pi oder Banana Pi je nach Anspruch nicht zu unterschätzen sind: ja, das Board kostet nur um die 32 Euro, aber dann braucht man noch 'ne schnelle SD- oder microSD-Karte, ein Gehäuse, Netzteil, zusätzliche Kabel, WIFI-Adapter, 'nen USB-Hub, usw. - natürlich abhängig davon, was man mit dem Gerät anstellen will und was an Zubehör vielleicht schon vorhanden ist. Da können die Kosten mal schnell auf 70-80€ ansteigen, wenn man all das zusätzlich bestellen muss.

Banana Pi hab ich bei mir als Server laufen, aber auch kurz mit Desktop-OS probiert. Machte 'nen guten Eindruck, zumindest für langweiligen Alltagskram. Der Raspberry Pi ist da deutlich langsamer, benutze ihn wegen der guten Medien-Kompatibilität aber recht erfolgreich als Mediacenter.

schreibmaschine (unregistriert) 26. Januar 2015 - 12:57 #

Das ist mir dann auch aufgefallen. Banana will anscheinend mindestens ein eigenes 2A Netzteil, dabei habe ich hier genug 1A. Mal sehen ob ich zusätzliche Aufgaben finde um die Kosten zu rechtfertigen oder nen alten Gameboy oder so abwandeln kann.

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