Hatred erhält "Adults Only"-Rating in USA, somit kein Konsolen-Port

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18. Januar 2015 - 14:25 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Das kontrovers diskutierte Amoklaufspiel Hatred wurde in Nordamerika nun von der ESRB (Entertainment Software Rating Board) geprüft und mit einem "Adults Only", also "Nur für Erwachsene", eingestuft. Ein Stempel, der äußerst selten genutzt wird und gleichzeitig auch das höchste Rating des Boards darstellt. Angewandt wird es, wenn explizite Gewalt dargestellt oder sexueller Inhalt gezeigt wird. Zudem noch, wenn Wettspiele um echtes Geld im Spiel implementiert sind.

Interessanter ist aber, was noch an diesem Rating dranhängt, nämlich, dass Hatred so aller Wahrscheinlichkeit nach niemals auf einer Konsole erscheinen wird. Alle drei Branchenschwergewichte – Sony, Microsoft und Nintendo – schreiben in ihrer Firmenpolitik vor, dass diese mit Adults Only bewerteten Spiele nicht auf ihren Geräten erscheinen dürfen. Und auch Valve hat auf Steam bisher nie ein solches Spiel zugelassen. Ein Creations Developer vom Entwickler Destructive Creations sagte im offiziellen Forum dazu:

Ich weiß nicht so ganz, warum Hatred ein AO bekommen hat, ohne dass jegliche sexuelle Handlungen zu sehen sind. Allerdings ist es auch eine Art Auszeichnung, das zweite Spiel in der Bewertungshistorie zu sein, das nur aufgrund von Gewalt und harter Sprache dieses Rating bekommt, auch wenn die Gewalt nicht wirklich so schlimm dargestellt und die Sprache nicht übermäßig genutzt wird. Der Typ vom Board, sehr nett, höflich und kooperativ übrigens, sagte mir, dass es nur aufgrund des Kontextes [Amoklauf] dazu kam. 

Abschließend schrieb er:

Ich würde lieber ein standardmäßiges M+-Rating (Mature+, also die zweithöchste Stufe) bevorzugen, denn so hat Hatred nun ein Problem, es in Zukunft jemals auf die Konsolen zu schaffen.

Es bleibt also abzuwarten, wie es mit dem Spiel weitergeht.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 18. Januar 2015 - 14:32 #

hatred hatte ja in rekordzeit auf steam grünes licht erhalten. aber jetzt mit diesem rating ist es wohl wahrscheinlich, dass das nichts wird auf dieser plattform.

steever 16 Übertalent - P - 5099 - 18. Januar 2015 - 14:37 #

Welches ist denn das andere erwähnte Spiel (mit AO nur aufgrund von Gewalt)?

Mädchen 16 Übertalent - 4527 - 18. Januar 2015 - 14:41 #

Das müsste Thrill Kill gewesen sein.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12381 - 18. Januar 2015 - 15:17 #

Die Ursprüngliche Version von Manhunt 2 hat ein AO bekommen.
Ein anderes war lustigerweise Fahrenheit (uncut), wegen dem interaktiven Sex xD

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5338 - 18. Januar 2015 - 16:05 #

Gibts dafür keine married only-Stufe?

immerwütend 21 Motivator - P - 29327 - 18. Januar 2015 - 17:04 #

Interaktiver Sex in der Ehe? O__O

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5338 - 19. Januar 2015 - 13:01 #

Sex nur für Verheiratete. Alter!

immerwütend 21 Motivator - P - 29327 - 19. Januar 2015 - 13:05 #

Und ich dachte immer, Sex in der Ehe nennt man Fremdgehen...^^

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 18. Januar 2015 - 17:34 #

Manhunt 2 uncut ist AO.
Thrill Kill hat ein AO bekommen, wurde aber von EA deswegen nie veröffentlicht.
Alle anderen Spiele haben es wegen Sex/Nudity.

steever 16 Übertalent - P - 5099 - 18. Januar 2015 - 20:43 #

@Mädchen @Vidar @Decorus: Danke euch für eure Antworten! :O)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23624 - 18. Januar 2015 - 14:46 #

Hätte wahrscheinlich auch mit M-Rating nicht den Weg auf Konsolen gefunden.

Age 19 Megatalent - P - 13978 - 18. Januar 2015 - 15:05 #

Kein Verlust.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 19. Januar 2015 - 20:38 #

Könnte ich über Minecraft sagen, wenn es verboten werden würde ... ^^

Der Punkt ist, Postal oder ein quasi identisches und abgefeiertes Hotline Miami haben dieses Problem nicht, was einfach eine ungleiche Behandlung ist.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11909 - 18. Januar 2015 - 15:26 #

Ist jetzt kein großer Verlust denke ich...

Kotanji 12 Trollwächter - 1056 - 18. Januar 2015 - 16:30 #

Wie das Spiel konstant in den Schlagzeilen gehalten bzw. darüber berichtet wird...

justsomeguy (unregistriert) 18. Januar 2015 - 19:13 #

Warum schon wieder eine News zu so einem Drecksspiel? Die Entwickler wollen bloss provozieren, ignoriert doch diesen Mist.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73818 - 18. Januar 2015 - 19:31 #

Warum klickst du dann die News an?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 4:33 #

ob es sich um ein drecksspiel handelt ist bisher noch nicht klar. und über andere spielen deren qualität zweifelhaft ist wird ja auch berichtet. bei diesem hier kommt die ganze gewaltdebatte hinzu. wieso sollte man also nicht darüber berichten, ein leser-interesse besteht ja offenkundig daran.

Triton 16 Übertalent - P - 5314 - 19. Januar 2015 - 18:00 #

Nur weil Du es als Mist ansiehst, heißt es nicht das es andere nicht interessiert. Nur weil es dieses Rating bekommen hat, bedeutet es nicht das es zum Beispiel schlimmer ist als GTA. Für mich macht es kein Unterschied ob ich in einem Spiel Polizisten, Soldaten oder Zivilisten töte, denn auch die erstgenannten sind Menschen. Das Problem ist ja eher das es ein Amokläufer Szenario und vielleicht zu Blutig ist.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2150 - 18. Januar 2015 - 21:51 #

Da haben wir den Beweis! Konsolen sind was für Kinder, Erwachsene spielen auf dem PC ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18854 - 18. Januar 2015 - 22:14 #

Eine Schlussfolgerung der man einfach nicht widersprechen kann ^^.

Lacerator 16 Übertalent - 4007 - 18. Januar 2015 - 23:14 #

Ich stimme zu. Allerdings war mir das schon vorher klar! ;)

Namaste (unregistriert) 18. Januar 2015 - 23:56 #

Sowas nennt sich Qualitätssicherung.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 19. Januar 2015 - 7:02 #

Die "" bei "Erwachsen" vergessen. Steam hätte das Ding ohne den wütenden Möp es auch nicht gebracht.

Und wer meint, dass Spiele wie Postal, Hatred oder auch GTA etwas mit "Erwachsen" zu tun haben.. Mein Beileid.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 7:41 #

steam hat es bisher auch noch nicht "gebracht", sondern lediglich ins greenlight-programm aufgenommen. mit einem wütenden mob hat das nichts zu tun, immerhin wurde es schon in allererster instanz aufgenommen. das hin-und-her kam ja erst anschließend aufgrund einer fehlentscheidung eines mitarbeiters zustande.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2150 - 19. Januar 2015 - 10:05 #

Bist du bei diesem Thema so verbohrt so dass du keine Ironie erkennst?

McSpain 21 Motivator - 27105 - 19. Januar 2015 - 10:22 #

Meinte ja nicht dich mit dem Beileid. Aber (primär außerhalb von GamersGlobal) wirst du viele finden die diese Ansicht vollkommen ironiefrei vertreten. ;)

immerwütend 21 Motivator - P - 29327 - 19. Januar 2015 - 11:04 #

Der wütende Möp? :-)

McSpain 21 Motivator - 27105 - 19. Januar 2015 - 11:28 #

Der wütende Mops:
http://puglove.eu/pdata/t/l-99.gif

Despair 16 Übertalent - 4504 - 19. Januar 2015 - 11:47 #

Ich kenn' nur den hier:
http://asset-1.soup.io/asset/7100/8663_19c3.png

DarkYoda 09 Triple-Talent - 251 - 18. Januar 2015 - 22:04 #

Die Frage nach dem Konsolen Port stellt sich meiner Meinung nach garnicht, vielmehr stellt sich die Frage wird es auf Steam jemals erscheinen? Denn Valve hat bisher auch keine AO Titel aufgenommen.

Desweiteren muss ich schon sagen das die Entwickler ziemlich Naive zu seien scheinen, denn wer bei so einem Titel nicht mit so einem Rating Rechnet und darüber auch noch mißverständnis äußert der sollte von der Entwicklung solcher Spiele Definitive abstand nehmen. Mit einem gewissen Maß an Satire und der damit verbundenen Ironie kann man sowas schon entwickeln. Schließlich gibt es ja auch Postal (Wobei mich da stark wundert warum das kein AO hat), doch genau das vermisse ich bei Hatred stark, denn hier wird im Ironischen Sinne nicht stark überzeichnet mit Absurden Waffen z.B. im Gegenteil hier wird einfach nur Stumpf Gewalt Glorifiziert mit der Begründung von Hass eines Geistes gestörten Psyhopaten.

Generell kann das Medium ja Spiele gebrauchen welche die Geseltschaft erschüttert um Fragen aufzuwerfen und Diskusionen anzuregen (Was GTA z.B. versucht auch wenn sich der Erfolg in Grenzen hält), jedoch ein Spiel welches einfach nur Gewalt ohne Tieferen Sinn Glorifiziert das brauch das Medium Video Spiele vorallem beim Hintergrund der immer wieder Aufkommenden Killerspiele Debatte nun beileibe nicht. Da ist so ein Spiel eher Wasser auf die Mühlen von Shooter Gegnern.

Das Traurige wird sein wenn es tatsächlich erscheint wird es sich wohl auch gut verkaufen, weil sich Gewalt ja grundsätzlich erstmal verkaufen lässt.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23624 - 18. Januar 2015 - 23:46 #

Es sind allerdings auch nicht so viele Adults Only-Spiele erschienen seit dem Start von Steam. Und diese waren fast alle so unbekannt, dass sie sowieso nicht bei Steam erschienen wären. Solange es keine nackten Tatsachen in Hatred gibt, wird das Spiel wohl bei Steam erscheinen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 19. Januar 2015 - 14:46 #

Ich wette dagegen. Auch die Uncut-Version von Manhunt 2 gibt es nicht auf Steam, weil die ebenfalls ein AO-Rating hat. Durch die Entscheidung der ESRB hat sich der Steam-Traum von Hatred dann wohl endgültig erledigt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 18:38 #

wobei es auch ne m-version von dem spiel gibt. nur scheint rockstar ohnehin nicht viel interesse zu haben, das spiel noch zu vertreiben. derzeit gibts keine möglichkeit mehr überhaupt irgendwo digital an eine version ranzukommen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 4:33 #

das ist insofern schon überraschend, da, wie man an den bisherig so gekennzeichneten spielen sieht, dieses rating (bis auf eine ausnahme) stets nur für inhalte sexueller natur vergeben wurde. das ausmaß der dargestellten gewalt schien diesbzgl nie reine rolle gespielt zu haben. wie du schon sagst hatte postal ja ebenfalls nicht so eine einstufung und zumindest der erste teil ist da genauso ironie-befreit wie es hatred sein wird.

im übrigen muss man auch nicht immer verängstigt über die eigene schulter gucken, was denn außenstehende über das medium denken könnte. solch eine haltung zu dem medium widersprrcht der doch angestrebten seriösität des mediums. spieler sind nun mal keine homogene gruppe, da gibts viele unterschiedliche ausrichtungen und jeder mag etwas anderes. als filmgucker fühle mich ja auch nicht dafür verantwortlich, was andere sich für eventuelle in meinen augen abstoßende streifen reinziehen.

ich und andere interessieren sich ja ernsthaft für das spiel. ob das so ein "müll" wird wie von vielen nur aufgrund des szenarios alleine behauptet, muss sich auch erst einmal rausstellen. technisch sieht das vom trailer her schon mal sehr gut aus. und ich könnte mir vorstellen, dass das im sinne eines neu gemachten postals und als arcade-twinstick-shooter ein ziemlich gutes spiel mit hiscore-motivation sein kann. warten wir es mal ab ;)

DarkYoda 09 Triple-Talent - 251 - 19. Januar 2015 - 21:49 #

Das Problem ist nicht die Spielerische Qualität darüber kann man in dem Entwicklungsstand noch kein Urteil fällen, denn auch z.B. Postal hatte ja Spielinhalt sofern man das so nennen kann. Es geht jedoch um den Context in dem die Gewalt Spielinhalt ist. Warum läuft der Spieler Amok? Welchen Sinn soll das ganze haben? Soll ein Geseltschaftliches Problem aufgezeigt werden? Wäre möglich wenn im Rahmen der Handlung die Spielfigur als Mobbing Opfer dargestellt wird, dann wäre es eine Sehr Drastische aber nicht ganz Unrealistische Reaktion wie die Amokläufe in den USA und auch hier in Deutschland gezeigt haben. Nur genau solche Ansätze fehlen (Es muss ja nicht Mobbing sein aber irgentein Thema was die Gewalt zumindest versucht zu erklären braucht dieses Spiel sonst ist es nur ein Sinnloser Metzel Shooter mit dem die Entwickler mit möglichst Grausamen Mittel Geld machen wollen)

Und mal eine Ernsthafte Frage wenn man sich nicht gedanken um die Reaktionen andere machen sollte wie kann man dann jemals erwarten das das Medium Video Spiele in der Öffentlichkeit jemals Seriös behandelt wird? Den der Esport im Professionellen bereich leid immer zuerst wenn die Killerspiele Debatte wieder losgeht. Und das Vollkommen zu unrecht.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 22:15 #

wieso sollte das spiel überhaupt eine tiefere rechtfertigung für das handeln liefern? der protagonist ist ein hasserfüllter irrer und will menschen umbringen, komplizierter wirds in anderen arcade-spielen auch nicht. auch solch ein szenario kann man halt trivial ohne weitere auseinandersetzung mit dem thema nutzen, das funktioniert nicht nur mit kriegen ;)

bzgl deiner frage. es geht ja nicht darum kritik oder debatten nicht zuzulassen, sondern sich in seiner wahrnehmung und freiheit des mediums nicht durch unqualifizierte kritik beeinflussen zu lassen. solche dinge zu ignorieren wäre sinnvoller und da muss ich dir auch widersprechen. außer dem medienshitstorm den sowas hier und da mal wieder auslöst, hat dies mittlerweile keine nennenswerten auswirkungen mehr. dazu ist das medium eben doch zu sehr im mainstream angekommen.

DarkYoda 09 Triple-Talent - 251 - 20. Januar 2015 - 9:34 #

Da muss ich widersprechen, denn in anderen Arcade Shooter wie Seriös Sam oder dem Duke usw. steckt Entweder zumindest im Ansatz nachvollziehbare Handlung oder es werden keine Menschen reihenweise getötet. Desweiteren scheinst du immernoch nicht verstanden zu haben das der Context das Problem ist es geht um das Warum werden Menschen getötet? Weil der Spieler einen Psyhopaten Repräsentiert der einfach nur alles Hasst. Wo ist die Motivation? Warum hasst er alles? Selbst Doom hatte damals mehr ja sogar jedes CoD hat mehr. Und das ist für sich genommen schon eine Sehr traurige Tatsache.

Und bei der Bewertung der Auswirkungen muss ich auch entschieden widersprechen, denn die Änderungen an den Jugendschutz gesetzen und der BPJM sind sehr wohl zu spüren. Sicherlich sollte man nicht auf jeden Talkmaster hören und mit ihm Diskutieren aber mit der Politik muss sehr wohl ein Dialog geführt werden sonst wird die Akzeptanz für Video Spiele nicht besser und das belastet sehr Wohl den Pro Esport. Denn warum sollte es sonst die Verbände des Esports kümmern was in der Presse steht?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 20. Januar 2015 - 10:45 #

bei serious sam und duke nukem handelt es sich allerdings auch nicht um arcade shooter. wenn du passende vergleichbare spiele nenen willst, sind titel wie nation red, crimsonland oder zombie shooter eher entsprechende titel in dieser kategorie. und nein, bei diesen hast du bis auf "töte alle aliens/zombies!" auch keine nachvollziehbare motivation.

und ich verstehe schon, dass du diese frage nach der rechtfertigung zu einem problem machen willst. nur dem zustimmen tu ich nicht. ich sehe keinen zwang, dass eine spielmechanik abhängig vom szenario überhaupt irgendeine plot-verankerte motivation haben muss.

bzgl des deutschen jugendschutzes scheint dir nicht klar zu sein, dass es seit den letzten 10 jahren erheblich besser geworden ist. eine verschärfung gab es hier nicht, ganz im gegenteil. die letzte reform diesbzgl ist von 2003 und hatte als konsequenz, dass von der USK eingestufte spiele seitdem nun nicht mehr indiziert werden konnten. seitdem vergibt diese prüfstelle nun auch immer öfter vormals eigentlich sicheren indizierungs-kandidaten ab18-einstufungen.
und ich weiß ja nicht auf welche esports-verbände du dich beziehst, aber die die ich verfolge interessiert eine ohnehin nur noch selten auftauchende medien-gewalt-debatte absolut nicht.

Nokrahs 16 Übertalent - 5709 - 19. Januar 2015 - 2:54 #

Was ist das nun eigentlich? Ein poliertes "Postal" ohne den schrägen Humor? Spricht mich immer noch nicht an, auch wenn es laufend einem Hype unterzogen wird.

Als Film würde ich mir das reinziehen. Herrlich trashig und ohne hohe Produktionskosten mit ultra schlechten Schauspielern.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12823 - 19. Januar 2015 - 9:34 #

Na, ich lasse die Leute lieber in Spielen Amok laufen, anstatt das sie wirklich in der Realität Amok laufen.

Es gibt auch Stalker- und Vergewaltigungsspiele die sogar in den USA vertrieben werden. Was soll also diese ganze Aufregung um einen Amoklaufspiel?

In Spielen in den Krieg ziehen und "Boah, ist das geil!", rufen und Leute umbringen ohne sich zu fragen ob es eigentlich richtig ist, was man in dem Spiel macht, sich aber zugleich über ein Amoklaufspiel aufregen?

Ich weiß nicht, bei den "Militärshootern" sehe ich deutlich mehr AO Kandidaten als bei diesem Spiel... aber die Army ist ja cool.

Phin Fischer 16 Übertalent - P - 4253 - 19. Januar 2015 - 10:10 #

Es geht um die Darstellung der Opfer und die Hintergründe deines Feldzuges. In der Regel hast du in den meisten Militärshootern Terroristen, Diktatoren, Nazis oder andere überzeichnete Bösewichte, die mit ihren Waffen auf dich losgehen.

In Hatred bist du aber der Böse, dessen Ziel es ist möglichst viele Unschuldige und haufenweise unbewaffnete abzuschlachten.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 10:16 #

den aspekt hatten wir in der letzten diskussion ja auch schon. es gab ja auch schon vor hatred spiele in denen du bzgl der story keine moralische rechtfertigung für dein handeln hast. das spiel am ende für den spieler ohnehin keine rolle, schließlich ist für diesen nur interessant ob ihn das szenario anspricht und die spielmechanik stimmt. schließlich muss man sich für die vergehen innerhalb einer fiktiven welt nicht schuldig fühlen.

Phin Fischer 16 Übertalent - P - 4253 - 19. Januar 2015 - 10:33 #

Es geht aber eben nicht nur um den Protagonisten, sondern auch um die Darstellung der Gewalt, der Opfer, der politischen Hintergründe und letztendlich auch um die Werte der einzelnen Gesellschaften.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 11:11 #

.. oder es geht einfach nur um den nächsten highscore. das sind alles punkte die ähnlich irrelevant sind wie bei einem action-film. wie gesagt, hatred ist nun kein spiel was diesbzgl irgendetwas neu machen würde. wem es zu brutal oder abstoßend ist, soll es halt net spielen. aber deswegen muss man sich, wie novachen schon sagte, eigentlich weder aufregen noch eine grundsatzdebatte starten.

Phin Fischer 16 Übertalent - P - 4253 - 19. Januar 2015 - 12:03 #

Das sehe ich anders. Wenn ich etwas als geschmacklos/verachtenswert empfinde, dann sollte ich mich darüber aufregen dürfen. Und wenn eine Behörde oder Spielekonzerne etwas als bedenklich einstufen, dann sollten sie das auch dürfen.

Wenn es nur ums Gameplay geht und man Kritik an der Thematik oder darin befindlichen Moralvorstellungen nicht zulassen würde, dann wären der Gewaltverherrlichung, Hetze, politischer Propaganda (wobei es die jetzt schon gibt) und der kinderpornographischen Darstellung in Videospielen das Tor geöffnet. Viele Gamer machen es sich dann doch etwas einfach, jede Kritik mit dem Totschlagargument "Es ist nur ein Spiel" abzutun.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 12:40 #

na dann viel spaß beim aufregen ;)

"dann wären der Gewaltverherrlichung, Hetze, politischer Propaganda (wobei es die jetzt schon gibt) und der kinderpornographischen Darstellung in Videospielen das Tor geöffnet."

da biste aber zu naiv, entsprechende dinge gibts alle schon in videospielen. und trotzdem kann man entsprechende inhalte sehr wohl eben abtun mit "es ist nur ein spiel", denn es ist zugleich eben auch kultur. die ganze aufregung begründet anhand der eigenen subjektiven ansichten ändert nichts daran, dass andere ihr recht auf kulturelle freiheit nutzen indem sie entprechende werke erstellen oder konsumieren. das hat nichts mit einem abwürgen einer diskussion zu tun, sondern lediglich mit der einsicht, dass die eigenen ansichten nicht maßgeblich sind für den geschmack anderer.

Phin Fischer 16 Übertalent - P - 4253 - 19. Januar 2015 - 13:39 #

"die ganze aufregung begründet anhand der eigenen subjektiven ansichten ändert nichts daran, dass andere ihr recht auf kulturelle freiheit nutzen indem sie entprechende werke erstellen oder konsumieren"
Hetze definierst du als kulturelle Freiheit?
Für Videospiele gelten genau die gleichen Rechte und Pflichten, wie für andere Medien auch.

Wo mein Gedankengang naiv ist, musst du mir auch mal näher erläutern. Ich halte eine "es wird schon nichts passieren" oder die "stell dich nicht so an" Einstellung für weitaus naivier, als die kritische Auseinandersetzung mit Gewalt in Medien.

Mag sein, dass der Geschmack anderer Leute anders ist und sie das nicht ganz so kritisch sehen. Das respektiere ich auch. Aber mir gehts ja nicht darum anderen zu erzählen, sie seien Idioten, weil sie es anders sehen. Sondern nur darum zu erklären, wieso ich das Verhalten der Behörden / Konzerne für richtig empfinde.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 18:42 #

dass mögliche inhalte strafrechtlicher natur sein können ist ja klar. dafür gibts dann entsprechende nationale gesetze. in deutschland etwa werden solche werke beschlagnahmt, erwerben und besitzen darfst du sie aber dennoch.

Despair 16 Übertalent - 4504 - 19. Januar 2015 - 12:06 #

Mal ganz abgesehen vom Spiel, das am Ende dabei herauskommt: Ich verstehe nicht, warum man sich als Entwickler ausgerechnet das Thema Amoklauf aussucht. Als einzige Erklärung kommt mir da in den Sinn, dass man mithilfe der aufkommenden Empörung (trotz minderer Produktqualität?) gute Verkaufszahlen erzielen will. Also nur 'ne billige Marketing-Nummer, des Umsatzes wegen. Für mich ist das der einzig denkbare Grund, diese Thematik bierernst und ohne satirischen Hintergrund in einem Computerspiel umzusetzen.

Dem Entwickler mag dadurch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gewiss sein - gleichzeitig schadet er aber unserem Lieblingshobby, das nach wie vor kein allzu hohes Ansehen bei der breiten Masse genießt. Muss sowas sein..?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 12:52 #

ach, ich kann das in gewisser weise schon nachvollziehen. schließlich ist es in vielen spielen so, dass wenn man das böse spiel dies dann völlig ins komödiantische abdriftet (zB overlord) oder man entsprechende pseudo-rechtfertigungen bekommt. da ist so ein szenario mal eine abwechslung.

und wir wollen doch eigentlich das medium seriös betrachten. dann sollte es auch jedem entwickler möglich sein seine vision umzusetzen wie es ihm passt, ohne ständig mit angsterfülltem blick auf außenstehende kritiker zu schauen, was die denn vlt darüber denken könnten. obwohl die sich ja eigentlich ohnehin nicht für videospiele interessieren.

Despair 16 Übertalent - 4504 - 19. Januar 2015 - 13:23 #

Ich frage mich nur, welchen Reiz das Thema Amoklauf auf die potentiellen Spieler und den Entwickler (von der Gewinnmaximierung mal abgesehen) ausübt? Shooter gibt's wie Sand am Meer in allen erdenklichen Szenarien, von harmlos witzig bis derbe splatterig. Braucht's da wirklich noch ein "Hatred"?

Ich bin kein Freund selbsternannter Sittenwächter, die anderen ihre Sichtweise der Dinge aufzwingen wollen. Ich will auch keine Zensur oder gar Verbote - was mir nicht passt, ignoriere ich einfach. Trotzdem halte ich ein Spiel wie "Hatred" für vollkommen überflüssig, weil es unnötigerweise Wasser auf die Mühlen der Pfeiffers und Spitzers dieser Welt gießt. Und für diese Leute ist ein GTA schon Amoklauf-Simulator genug.

immerwütend 21 Motivator - P - 29327 - 19. Januar 2015 - 13:46 #

Da kann ich mich anschließen!

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 19. Januar 2015 - 20:46 #

Ich Widerspreche, je mehr kontroverse Titel es gibt desto eher und mehr muss über Spiele diskutiert werden, damit sie letztlich auch juristisch als Kunst angesehen sind und endlich erwachsen werden dürfen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21065 - 19. Januar 2015 - 20:53 #

Pffrrzz. Je mehr Schwachsinn wie Hatred produziert wird, desto mehr fuehrt sich jedweder kuenstlerische Anspruch der Branche von selbst ad absurdum. Provokation als solche, ohne Sinn und Zweck und uebergeordnetes kulturelles Ziel, ist noch lange keine Kunst.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 19. Januar 2015 - 20:59 #

Kunst liegt im Auge des Betrachters. Die Spielfiguren und die Levelgrafik von Hatred haben sicher mehr künstlerisches Können und Anspruch als die Hälfte der Werke, die in einem Museum für Moderne Kunst ausstehen - und letztere werden sogar noch staatlich gefördert.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21065 - 19. Januar 2015 - 21:07 #

Aha. Vielleicht ist dir beim "Betrachten" der Massenmord an unschuldigen Buerokraeften entgangen. Wenn du so oberflaechlich beim Betrachten eines Kunstwerkes bist, hast du ganz offenbar keine Ahnung von Kust. Womit dein Kommentar Null Gehalt hat und dieses Gespraech beendet ist. Schoenen Tag noch.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34559 - 19. Januar 2015 - 23:29 #

Du machst es dir aber auch gerade sehr einfach. Kunst ist oft kontrovers und stellt auch mal Gewalt drastisch dar. Nur weil es dir nicht gefällt, ist es keine Kunst.
Wenn ich so überlege, was ich bei meinem Besuch des Museums für Moderne Kunst in Amsterdam vor vielen Jahren teilweise so gesehen habe... fand ich auch schwachsinnig. Aber wer sich so was aufhängen will, meinetwegen.

v3to (unregistriert) 20. Januar 2015 - 15:34 #

also rein von der thematik amoklauf her und selbst von der perspektive des amokläufers gäbe es sicher künstlerisches potential (denke da spontan an natural born killers).

nur irgendwie sehe ich da nicht den ansatz davon. was man bislang kennt, ist die reine action - vom sichtwinkel eines entfernten betrachters. erinnert etwas an diese polizeivideos von verfolgungsjagden. an sich wäre das eine steilvorlage, um diesen voyeurismus bei entsprechenden tv-formaten zu thematisieren. nur scheint das spiel sich derweil rein an die leute zu richten, die solche gewalt und leidenszenen toll finden...

man kann sicher kunst auch auf eine rein handwerkliche ebene ziehen. da könnte auch beispielsweise epische romanverfilmungen mit aufwendigen visualisierungen in wissenschaftlichen dokumentationen in künstlerischer hinsicht gleichgesetzt werden. das macht jede diskussion darum obsolet, weil eh alles eine frage der definition ist. imo geht allerdings gerade hier auf realismus geeichten spielen schnell die luft aus. denn hier zählt eigentlich nur noch die technische umsetzung. spätestens hier fehlt mir das verständnis, was ein hatred da in irgendeiner form besonders machen soll. mit seiner kahlen gestaltung, 0815-modellen und aschig- bis erdiger farbgebung...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 20. Januar 2015 - 18:52 #

technisch siehts auf jeden fall ordentlich aus. und jup, das szenario ist ja gerade das besondere an dem spiel. obs vom gameplay her grütze wird oder nicht, wird man ja dann sehen. zumindest haben die entwickler mit necrovision, painkiller hell & damnation und deadfall adventures bewiesen, dass sie gute action-spiele abliefern können.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 22:25 #

natürlich kann auch pure provokation kunst sein. wie hier schon jemand richtig anmerkte, wird nichts anderes oftmals im theater gemacht ob nun durch aufstapelung nackter körper oder geschmadderei mit kunstblut.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2055 - 20. Januar 2015 - 3:02 #

na, das ist aber schon ein arg enges verständnis von kunst.

Cat Toaster (unregistriert) 19. Januar 2015 - 15:11 #

Ich denke nur auf das Thema "Amoklauf" bezogen ist Hatred vielleicht sogar ehrlicher wenn ich sehe wie viel Abertausende NPCs ich in "vermeintlich guter Absicht" und gedankenlos sonst in den vergangenen zwölf Monaten so getötet habe. Da regt Hatred durchaus zum Nachdenken an, zumindest ob das in Brand stecken von Leuten in FarCry4 oder das Geschnetzel in AC Unity dem wirklich so haushoch moralisch überlegen ist. Über wie viele Leichen zu gehen ist denn noch OK? Spielt man denn in diesen Titeln nichts anderes als einen Massenmörder und kann dies durch noch so ein hehres Ziel wirklich legitimiert sein? Stellt sich diese Frage unser Protagonist? Stellt sie sich der Spieler? Und wenn ich das moralisch ausblende, ist es dann fair das ausgerechnet bei Hatred nicht zu tun, wo ich noch gar nichts weiß über die Motive der Spielfigur?

Ist Aiden Pearce in Watch_Dogs denn etwas anderes als ein Amokläufer der Hunderte "Gangster und Kriminelle" abmurkst um den Tod seiner Nichte zu rächen? Ist dagegen ein biblisches "Auge um Auge" nicht geradezu harmlos? Sehnen wir uns nicht alle gelegentlich nach Selbstjustiz? Sind wird nicht letztendlich froh das es sie nur selten gibt?

Oder spielen wir diesen Mumpitz nicht gerade deshalb weil er (zum Glück!) Dinge ermöglicht die wir in der Realität niemals tun würden, die unsere primitivsten Bedürfnisse ansprechen? Ist das denn überhaupt Kunst nur weil die Grafik schön ist und der Soundtrack rockt?

Amokläufe geschehen wirklich, Kriege geschehen wirklich, grausame Despoten und Massaker gibt es wirklich. Depression, Suizid und Genozid gibt es wirklich. Doch kaum ein Spiel zeigt die Grausamkeit dahinter wie sie wirklich ist, nicht mal im Ansatz.

"This War of Mine" kann ich da empfehlen. "The Cat Lady". Auch noch einen Hauch "Spec Ops: The Line". Beispiele das man sich auch ernsthaft mit Themen in einem Videospiel beschäftigen kann, nur wer will das immerzu?

Ich kann mir "The Help" anschauen und auch "The Expendables" und auch den Uwe Boll "Assault on Wall Street". Und das mag ja jetzt für viele verstörend wirken, aber ich kann verstehen das sich jemand derart in die Ecke gedrängt, verhöhnt, verspottet und von allen guten Geistern verlassen fühlt das er so etwas unternimmt. Das zu verhindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und man wird niemals alle Fehlerquellen ausschalten können. Ob ein Buch, Film, Spiel, Song maximal ein "Zünder" ist in einer ganzen Kette von Ereignissen ist die zu einem Amoklauf führt sollte man ruhig mal diskutieren (neben biochemischen Ursachen in unserem Körper). Denn dem Amokläufer ist es scheißegal ob das Töten in FarCry4 moralischer legitimiert ist als in Hatred, er tötet real und hat diese Grenzen längt hinter sich gelassen.

Ich will nicht ein Unrecht durch ein anderes rechtfertigen, jedoch werden jährlich mehr Menschen von Kokosnüssen erschlagen als von Haien gefressen als bei Amokläufen getötet. Obwohl wir alle Hunderttausende NPCs abschlachten! Da stellt sich mir eher die Frage ob all die Killerspiele nicht unsere Toleranz gegenüber realer Militärgewalt durch unsere gewählten Regierungen erhöhen, wo das Töten zunehmend durch Drohen von Soldaten an Joysticks und Kameras automatisiert zum realen "Videospiel" wird. Abstrakt und weit entfernt. Und dann frage ich mich "Hatred", wirklich? Ist das nicht nur eine Ablenkungsdebatte?

Wichtig ist Bildung, Bildung und Bildung und nicht vor jedem Scheiß Angst zu haben nur weil es sich durch das weltweite Netz so anfühlt als könnte jeder von uns täglich an Ebola oder Vogelgrippe sterben oder er müsste nächstes Jahr zu Weihnachten in die Moschee wegen der Islamisierung...Solang die Chance größer ist von einer Kokosnuss erschlagen zu werden richte ich den Blick lieber gen Himmel oder spiel Lotto...

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34559 - 19. Januar 2015 - 15:58 #

Ganz toller Beitrag mit viel Wahrheit. Vielen Dank dafür. Ich würde dir 10 Kommentarkudos geben, wenn das ginge. :-)

Despair 16 Übertalent - 4504 - 19. Januar 2015 - 18:55 #

Dass in einem Shooter massenweise Pixelgestalten weggeputzt werden, steht außer Frage - das gibt die Spielmechanik so vor. Die drumherum gewobene Story ist zu 99 Prozent nur Beiwerk und deswegen meist für die Füße. Das wird bei "Hatred" höchstwahrscheinlich auch so sein; zumindest deutet bis jetzt nichts auf eine tiefergehende oder gar anspruchsvolle Rahmenhandlung hin. Ich spiele nur noch selten Shooter, weil ich heutzutage mehr auf Story aus bin und mich die meisten Shooter in dieser Hinsicht langweilen. Falls ich doch mal einen anfasse, habe ich keinerlei Gewissensbisse, die feindlichen Heerscharen in rote Matsche zu verwandeln. Interesse an möglichst realistischen Gefechten oder Szenarien habe ich allerdings nicht, ich finde fiktive Welten interessanter.

Inwiefern "Hatred" auf ein "realistisches" Szenario setzt, wird sich zeigen. Mich stört hauptsächlich - wie schon oben geschrieben - das hier versucht wird, mit einem hundertprozentigem Aufregerthema auf plumpe Art und Weise Aufmerksamkeit zu erregen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 19. Januar 2015 - 20:48 #

Auch negative Schlagzeilen sind Werbung. Und was bei einem GTA 5 recht ist, dass muss dann bei vergleichbaren Titeln eben billig sein.

Despair 16 Übertalent - 4504 - 20. Januar 2015 - 12:05 #

Rockstar soll bei GTA V Negativschlagzeilen provoziert haben? Da kann ich mich aber nicht dran erinnern... ;)

Ok, da wäre die berüchtigte Folterszene. Die kann ich nicht beurteilen, weil ich GTA V nicht gespielt habe. Kann einem aber sicherlich übel aufstoßen. Ob Rockstar diese Szene aber wirklich nur eingebaut hat, um vielleicht noch 'ne halbe Million Einheiten mehr abzusetzen von ihrem "endkrassen" Game? Man weiß es nicht. Sieht meiner Meinung nach bei "Hatred" ein wenig anders aus...

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 12:21 #

Die "Negativschlagzeilen" zur Folterszene waren genau wie die PETA-Vorwürfe zum Jagd-Abschnitt ein Furz im Wasserglas. Und Rockstar provoziert seit Jahrzehnten geschickt auf der Grenze zu Sozialkritik und Satiere.

Sehr unaussagekräftiges Ablenkungsargument. Wieso beantworten wir die Frage nach dem Grund für ein Amoklaufsetting in dieser Umsetzung ohne auf Gameplay-Ist-Vielleicht-Gut und Aber-In-CoD-Erschießt-Man-Auch-Leute Themen zu verweisen. Einmal beim Thema bleiben und gut ist.

Despair 16 Übertalent - 4504 - 20. Januar 2015 - 13:02 #

Hä? Den zweiten Abschnitt musst du mir nochmal genauer erläutern.^^

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 15:19 #

Meinte damit nicht dich sondern die immer wieder aufkommenden Argument: "Aber GTA ist auch so; Aber CoD ist auch so"

Despair 16 Übertalent - 4504 - 20. Januar 2015 - 19:17 #

Ach so, alles klar.

Wobei ja schon ein Körnchen Wahrheit drinsteckt. Allerdings sind sie nicht komplett auf Geschmacklosigkeiten ausgerichtet wie ein "Hatred".

Aber schon interessant, dass manche Leute Gesellschaftskritik in "Hatred" entdecken wollen. Es ist wohl eher wie mit dem Film "John Rambo": Ein paar an den Anfang geklatschte Realszenen und ein wirklich existierendes Kriegsgebiet machen aus einer Metzelorgie keinen Antikriegsfilm...

Cat Toaster (unregistriert) 20. Januar 2015 - 19:52 #

Ja, deswegen spiele ich nur moralisch integere Titel wie Assassin´s Creed, wo ich vor historischem Hintergrund Aberhunderte Leute meucheln kann. Liegen sie kampfunfähig am Boden kann ich sie trotzdem abstechen und ich bekomme 100 Gummipunkte für stylische Finnishing-Moves, Exekutionen und Kopfschüsse.

Ein kriegsverherrlichender Kinofilm auf dem kommerziellen Niveau eines CoD der von Kritikern gefeiert wird fällt mir gar nicht erst ein.

Dagegen ist Rambo ein Paradebeispiel für Gesellschaftskritik.

Doppelmoral ist das Wort...

Despair 16 Übertalent - 4504 - 20. Januar 2015 - 20:20 #

"Dagegen ist Rambo ein Paradebeispiel für Gesellschaftskritik."

Das gilt vielleicht für den ersten Rambo-Film, die Nachfolger sind schlichte Action-No Brainer. Besonders der von mir erwähnte "John Rambo". Wer darin tatsächlich Gesellschaftskritik zu entdecken glaubt, der labert sie wohl auch in "Hatred" rein. :rolleyes:

Cat Toaster (unregistriert) 20. Januar 2015 - 20:36 #

Ich rede natürlich nur vom ersten. Den vierten habe ich nach fünf Minuten ausgemacht. Aber schön das es sonst nichts zu erwidern gab. Rofl lol rolleyes.

Ist der Thematik ja angemessen wenn es auf den Beitrag sonst nichts zu erwidern gab...

Despair 16 Übertalent - 4504 - 21. Januar 2015 - 12:13 #

Was soll ich darauf erwidern? Ich habe meine Ansichten zum Thema bereits kundgetan. Kann mich nicht daran erinnern, Assassin's Creed oder CoD als "moralisch integer" dargestellt zu haben. Wie bereits geschrieben, ich bevorzuge bei Shootern fiktive Szenarien á la "Unreal", "Heretic" oder "Bioshock". Dementsprechend interessieren mich deine Ausführungen zu den genannten Spielereihen recht wenig. "Stylisches Töten" mag ich nicht, da ist mir derber Splatter lieber. Und trotzdem darf ich ein "Hatred" widerlich finden.

Desweiteren wollte ich nur klarstellen, dass ich von "John Rambo", also dem vierten Teil, gesprochen habe. Der gaukelt durch ein paar Realbilder zu Beginn einen gewissen Anspruch vor, den der Film keineswegs halten kann bzw. will.

Toxe 21 Motivator - P - 26566 - 19. Januar 2015 - 12:21 #

Ich weiß, Toleranz und jeder soll spielen was er mag usw. aber das hier ist so ein Spiel, auf das die Welt echt verzichten kann, IMHO. Von daher kein Verlust für die Konsolen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 19. Januar 2015 - 20:50 #

Ob du das bei GTA auch so sehen würdest? Die Unterschiede diesbezüglich scheinen recht marginal zu sein ...

Toxe 21 Motivator - P - 26566 - 20. Januar 2015 - 13:28 #

Wieso GTA? Verstehe ich gerade nicht. Wo muß man bei GTA unschuldige Passanten töten?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73818 - 20. Januar 2015 - 13:39 #

Könnte mir vorstellen er meint den Rampage-Modus, der in den USK-GTA-Teilen ja entfernt wurde, was sehr, sehr viele deutsche Spieler empört hat.

Noodles 21 Motivator - P - 30768 - 20. Januar 2015 - 14:13 #

Gibt es in GTA 5 nicht auch wieder solche Missionen? Ich glaube, das sind Trevor-Missionen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73818 - 20. Januar 2015 - 14:20 #

Kann ich dir erst sagen, wenn ich GTA 5 spiele :). Glaube aber ja und daß die USK da anscheinend in der Hinsicht nicht mehr so streng ist. Soll ja auch eine Folterszene geben, die nicht zimperlich ist und die vermutlich vor Jahren auch entfernt worden wäre.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 15:34 #

Ja sie sind drin. Und sind mit der Anzahl 5 ungefähr 0,05% des Spielinhaltes (Nur SP gerechnet). Die Folterszene ist in einer(!) Mission des Singleplayers und auch recht kurz und im gesamten Kontext voller sehr klarer Anspielungen und Kritik auf die amerikanische Politik in diesem Bereich.

Wie bereits oben Geschrieben ist der Verweis auf GTAV und CoD ne ziemlich witzlose Blendgranate als Argument für Hatred.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73818 - 20. Januar 2015 - 15:57 #

Ja, finde auch, daß der Vergleich hinkt.

v3to (unregistriert) 20. Januar 2015 - 16:39 #

'blendgranate' ist da schon etwas übertrieben. die argumentation, weshalb der vergleich wohl scheinbar hinkt, geht auch rein auf das storytelling.

in der beziehung finde ich die eingangssequenz mit dem psychater bei gta5 auch bezeichnend (bin das spiel mitlerweile mal angegangen). die gab mir deutlich zu verstehen, dass man das ganze bitte, bitte als fantasie-szenario zu verstehen hat, sonst wird man ein problem mit dem spiel haben. die ganze werte-grundlage liegt gta5 durchgängig am unteren ende, geht man von gesellschaftlichen normen aus. man spielt skrupellosen abschaum und benimmt sich entsprechend. die von dir angemerkten anspielungen und kritik geben dem ganzen eine gewisse tiefe und unterhaltungswert, allerdings ändert das an der struktur nicht wirklich etwas.

das ist auch in etwa der punkt, der mich an der diskussion stört. es ist eigentlich aufregung nach einschätzung der qualität. danach wirkt hatred einfach nur platt, brutal, abstoßend und konsequent auf effekt gebürstet. nimmt man diese dinge und schaut alleine nach solchen kriterien bei anderen spielen, wird man tatsächlich ebenfalls schnell fündig. gta ist da durch dessen umfang und vielfalt nicht unbedingt ideal zum vergleich, bietet dem spieler allerdings auch genügend freiheiten, um seinen persönlichen amoklauf zu starten...

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 17:18 #

Aber "Freiheit zu" und "Einziger Spielinhalt" sind ein Faktor der sich aus der Debatte nicht wegdiskutieren lässt. Das die Struktur die du hier meinst und die lässt sich nicht vergleichen.

Wenn du es auf "Man tötet oder handelt gegen normale ethische Regeln" runterreden willst dann sind wir wieder beim ollen "Mario Tötet ja auch Schildkröten"-Thema. Das bricht die Welt in eine Schwarz-Weiß-Färbung in der man nur Sims spielen sollte oder eben alles inklusive Hatred.

Und den Anfang zu der Eingangsequenz beim Psychater verstehe ich nicht ganz. GTA war schon immer eine Art USA-Gesellschaftskritik auf die Spitze getrieben. Eine klare Übersteigerung aller Farben der Gesellschaft und Klischees aus Popkultur und Medien.

v3to (unregistriert) 20. Januar 2015 - 17:41 #

bitte. nicht schon wieder der versuch, meine haltung durch spitzfindigkeiten zu negieren. ich rede nicht runter. das ist mein völliger ernst, wie ich das in meinem kommentar geschrieben habe und es lässt sich sehr wohl vergleichen. die thematik ist in beiden spielen ernsthaft gehalten und in der mechanik gibt es parallelen. wo ich durchaus mitgehe, ist, dass die punkte, die ein hatred im kern ausmachen, sich bei gta5 in der summe seiner teile verlieren.

die eingangssequenz in gta habe ich nicht als gesellschaftskritik verstanden. das mag daran liegen, dass ich das szenario bereits als problematisch ansehe, nur für mich ist das gebotene nichts anderes als eine spielbare interpretation von 'der pate' in der gegenwart. für mich stellt der dialog zwischen einem cholerischem gangsterboss, der gewissermaßen auf sein lebenswerk einen gewissen stolz verspürt, und einem psychater, der bei gereitzheit seines klienten auf durchzug stellt, einfach nur die situation da: für dich gibt es keine regeln. punkt.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 22:17 #

Natürlich gibt es Regeln. Die Geschichte der Hauptfigur wird im Verlauf der weiteren Story ja auch einiges an Entwicklung durchmachen. Ansonsten: Ja. Es ist ein Open-World Spiel. Damit habe ich aber eben weit aus mehr Spielräume. Ich kann bei GTA eben sehr wohl Unschuldige in Ruhe lassen und Golfen statt einen Amoklauf zu machen. Ich habe eine Wahl. Lässt mir Hatred eine Wahl?

Wie gesagt ist es ja eher eine Spitzfindigkeit Spielmechaniken zu Vergleichen als würde es die Spielmechanik des virtuellen Tötens sein die hier in der Kritik steht. Es ist die Art der Präsentation und die Thematik des Spiels um die es geht. Nicht mehr und nicht weniger.

Und die ist für einige ein Schritt über dem was sie gerne Spielen würden. Für andere ist es ein mutiger unverbrauchtes Setting.

v3to (unregistriert) 20. Januar 2015 - 23:22 #

also - meine spitzfindigkeit liegt eher in meiner persönlichen moralischen empfindung. demnach sind mafia, terror, mord und ebenso amoklauf absolut auf einem level. da bestehen für mich keine besonderen moralischen nuancen und meines wissens weitgehend analog zur hiesigen gesetzgebung. das muss man nicht so sehen, das ist schon klar. nur aus genau dem grund mache ich keinen unterschied zwischen hatred und gta5, wenn die spielerfahrung das ermorden von gegnern voraussetzt (aus welcher motivation der spielfigur auch immer).

storytelling und charakterentwicklung kommen da obenauf, bringen tiefe, atmosphäre, immersion und im glücklichen fall anspruch. da sehe ich auch - da fiktion - keinen widerspruch, dass gta in sich ein durchweg gelungenes spiel ist. die grundthematik bleibt dennoch und ich denke mal, dass ein gta5 vor 2003 vermutlich auf dem index gelandet wäre. das spiel ist eindeutig nur für erwachsene geeignet und das nicht alleine wg des gewaltgrades (nebenbei: bereits im tutorial kommt man nicht umhin, reihenweise polizisten zu erschießen. eine wahl lässt einem das spiel da auch nicht wirklich).

McSpain 21 Motivator - 27105 - 21. Januar 2015 - 8:33 #

Das Tutorial erzählt ja auch bewusst eine Vergangenheit die die Hauptfigur hinter sich lassen bzw. verarbeiten wollte und dann in der Geschichte wieder hineindriftet bzw. dazu gebracht wird dies zu tun.

Und ansonsten ist die Grenze zwischen GTA und Hatred eben nicht die 100% andere Spielmechanik sondern das Gesamtpaket. Für mich sind Story und Charakterentwicklung ein überwichtiger Spielinhalt und kein Beiwerk oder Immersionsförderer. Siehe dazu aber den Kommentar über Gangster-Film vs. Gangster-Simulator.

Natürlich wäre GTA 5 2003 auf dem Index gelandet. Und ich hätte es auch so gern gespielt. Hatred wäre 2003 auf dem Index gelandet und es wäre mir damals wie heute scheißegal gewesen. Wie gesagt geht es mMn völlig am Thema vorbei hier künstlich andere Spiele mit dem "Aber Peter darf auch immer bis 12 Uhr auf bleiben"-Argument zu kommen. Vergleichbare Amoklauf-Spiele können wir gerne dazu ziehen. Von Postal bis zu diesem Flashspiel das es nach Columbine gab.

v3to (unregistriert) 21. Januar 2015 - 10:44 #

genauso, wie du sagst, dass die story mit der gebotenen gewalt eine einheit bildet und rechtfertigung genug ist, stehe ich nach wie vor auf dem standpunkt, dass die handlung zunächst mal dazu genutzt wird, um menschenverachtende szenen zu rechtfertigen, bzw im zuge von umsatzerwartung und technischem fortschritt immer mehr zum standard bzw zeitgeist erklärt werden.

und auch wenn es für dich scheinbar schwer nachvollziehbar scheint, in meinen augen sind beides valide meinungen. von denen gibt es auch noch ein paar mehr facetten, wenn ich hier die kommentare zu diesem artikel überfliege. da gibt es nicht nur eine wahrheit.

nur bitte hör damit auf, bestimmte teilsätze aus kommentaren rauszufischen, um via nitpicking totschlagargumente zu verteilen. alleine, dass du aus 'sehr wohl vergleichbar' ein '100% vergleichbar machst', verfälscht meine aussage. und diesen 'aber peter darf auch...' vermerk empfinde ich fast schon beleidigend, weil er sich direkt an meinen moralischen grundsätzen hochzieht. das kernargument hast du geflissentlich ignoriert. nämlich dass die aktionen in beiden spielen durchaus in den gleichen gewässern fischen. damit man story und charakterentwicklung da gewicht erhalten, muss sie erstmal zünden. zum einen ist dahingehend gta imo nicht eindeutig, zum anderen kann man bei hatred aufgrund der rein auf schock getrimmten videos das noch nichtmal beurteilen.

btw ist mir die story beim spielen auch wichtig, nur die ausufernde menge realistisch gehaltener gewaltdarstellung reißt mich regelmäßig aus der immersion. das hätte mir damals fast das sonst hervorragende tomb raider reboot verleidet und auch ein grund, warum ich zu military shootern abstand halte.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 20. Januar 2015 - 18:24 #

viele figuren in den GTA-spielen sind zwar überdreht und hier und da gibts sogar regelrecht komische szenen, allerdings handelt es sich nicht um ein saints row. da muss ich v3to beipflichten, das ist im kern immer noch ein ernstes spiel. aber das ist auch völlig in ordnung. man muss nicht handlungen in spielen die in der realität verachtenswert sind stets durch satire oder eine zwingende plot-gegebenheit rechtfertigen. dieses medium bietet nun mal auch die möglichkeit böse dinge virtuell zu tun, auch das ist ein reiz der das medium ausmacht.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 22:08 #

Bleibt die Frage wieso Leuten dann die Doppelmoralkeule übergebraten bekommen sollen weil sie trotz der möglichkeiten des Mediums eine Grenze zwischen einem Gangster-Film zum Mitspielen und einem Amoklauf zum Mitspielen ziehen.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2055 - 20. Januar 2015 - 22:29 #

na, das ist aber nicht ganz durchgängig.

wenn gta ein gangster-film zum mitspielen ist, ist hatred ein amoklauf-film zum mitspielen. oder umgekehrt, wenn hatred ein amoklauf-simulator ist, ist eben auch gta ein gangsterkarrieren-simulator.

und damit sind sich die beiden imo schon um einiges näher, moralisch gesehen, als in deiner darstellung.

(wenn man das fass schon aufmachen muss, dann aber bitte konsequent)

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 22:36 #

Womit wir wieder bei den Spitzfindigkeiten wären.

1. Habe ich Hatred nicht als Amoklaufsimulator beschrieben sondern habe es einen Amoklauf zum Mitspielen genannt.

2. Der Unterschied zwischen einem Gangster-Film zum Mitspielen und einem Gangsterkarrieresimulator liegt in seiner filmischen Präsentation und seinen bewußt überzeichneten Figuren. Zudem kopiert Rockstar ja nicht ohne Grund seit Jahren bekannte und Einschlägige Filme für ihre GTA-Spiele (ViceCity->Scarface;SanAndreas->Boyz in the Hood)

3. Wenn Hatred das Thema Amoklauf auch nur ein Stück weit als Amoklaufilm zum Mitspielen verkaufen würde, würde ich es mit Freude so nennen.

4. Wenn es dir so sehr am Herzen liegt dann mach aus meinem Satz ruhig (auch wenn es den Punkten 1-3 wiederspricht):

"Bleibt die Frage wieso Leuten dann die Doppelmoralkeule übergebraten bekommen sollen weil sie trotz der möglichkeiten des Mediums eine Grenze zwischen einem Gangster-Film zum Mitspielen und einem Amoklauf-Film zum Mitspielen ziehen."

Die Frage bleibt auch so noch genauso stehen. Nur hab ich jetzt jede Menge Lebens und Arbeitszeit verschwendet deine Spitzfindigkeit aufzudröseln die an meinem Punkt absolut nichts ändert.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2055 - 20. Januar 2015 - 23:52 #

1. du hast hatred einen amoklauf zum mitspielen genannt. das war der punkt. war das so missverständlich?
2. das ist höchstens graduell ein unterschied. genauso kann man argumentieren, dass schon die iso- oder 3rd-person-ansicht genug abstrahiert.
3. (a) siehe punkt 2 (b) keiner von uns weiss, wie hatred das verkauft.
4. ist das als widerspruch zu meinem "und damit sind sich die beiden imo schon um einiges näher, moralisch gesehen, als in deiner darstellung." gemeint? wenn ja: da ist kein widerspruch.

zum schluss ("Nur hab ich jetzt jede Menge Lebens und Arbeitszeit verschwendet deine Spitzfindigkeit aufzudröseln die an meinem Punkt absolut nichts ändert."): ich lach mich tot. ich zwing dich nicht, mir zu antworten. mach halt was, was du für sinnvoller hältst, mit deiner zeit. ich halt dich nicht.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 21. Januar 2015 - 8:39 #

Wow. Weißt du den Vorwurf der Spitzfindigkeit und "graduelle" Unterschiede bringt waaaaahnsinnig viel wenn mein Hauptargument ist:

"Es gibt eine dünne Grenze die jeder persönlich setzt was er moralisch vertreten kann und was nicht"

Dieser Punkt ist meine Kernaussage und ich finde es leider schade das hier mit den CoD und GTA-Vergleichen immer auf dieser totalitären "Kunst und Spiele müssen alles dulden und man muss alles machen was möglich ist"-Welle schwingt. Aber das hatten wir ja schon bei der Toleranz-Debatte, gell?

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 21. Januar 2015 - 4:22 #

aufgrund ihrer argumentation natürlich. denn wie v3to schon richtig angemerkt hat, handelt es sich bei beiden inhalten um handlungen die in der realen welt schwere und verachtenswerte straftaten sind. durch tolle radiosender und zynisch überzeichnete charaktere wird dieser umstand ja nicht abgeschwächt.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 21. Januar 2015 - 8:35 #

Euhm. Doch.

Genau wie der Umstand des Tötens von Orks in Shadow of Mordor die Sache abschwächt, dass der Held ein Massenmörder ist und eben Mario fast wahnsinnig reihenweise Schildkröten und andere Tiere umbringt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 21. Januar 2015 - 9:02 #

nö, das trifft es nicht. denn die von dir genannten vermeintlichen gegenbeispiele haben bzgl der dort ausgeführten handlungen und ihrer darstellung keine gegenstücke in der realität. in unserer welt laufen nun mal weder orks noch koopas und gumbas durch die gegend.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 21. Januar 2015 - 9:51 #

Schön. Dann bleiben wir halt bei GTA, wenn Menschenähnlich und Menschen und Tierähnlich und Tiere eine Grenze ist die wir ziehen können ohne darüber zu streiten.

Die zynisch überzeichneten Charaktere und Radiosender und Präsentation sind ein (wichtiger) Unterschied. Auch zwischen GTA und Hatred. In etwa so (vorsicht analogie) wie ich einen enthaupteten Menschen in Machete Kills anders wahrnehme als einen enthaupteten Menschen in einem (Anti-)Kriegsfilm oder in einem Film über Enthauptungsvideos von Terrorzellen.

Cat Toaster (unregistriert) 21. Januar 2015 - 10:14 #

Ich finde gerade bei GTA ist die Grenze wie viel Selbstironie und Gesellschaftskritik da wohl drin ist sehr schwer zu erkennen, weil eben Dinge passieren - wie in der Realität - die nicht lustig sind und nicht lustig sein sollen. Das ist so wie jemandem in die Eier zu treten und dann einen Witz zu reißen und zu sagen "war doch alles nur Spaß".

Während ich bei einem Saints Row analog zu Machete keine derartigen Erkennungsprobleme habe. :)

Also nehmen wir das allesamt eben nicht so furchtbar ernst und legen es nicht auf die Goldwaage.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 21. Januar 2015 - 17:56 #

da stimme ich dir absolut zu, dass man es dadurch anders wahrnimmt. du hattest eingangs ja gefragt woher da die doppelmoralkeule kommt. dieser vorwurf kommt eben nicht zustande, weil denjenigen hatred nicht gefällt gta5 aber schon. sondern weil sie aufgrund des beiwerks das morden in dem einen spiel als weniger verwerflich erachten als in dem anderen. moralisch ist das aber eine grenze die zwischen diesen spielen nicht existiert.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 21. Januar 2015 - 18:28 #

Siehst du. Und genau diese Grenze bzw. unterscheidung sehe ich weiterhin. Doppelmoral ist insofern ein Vorwurf, weil ich eine Grenze ziehe die du nicht siehst oder akzeptierst.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 21. Januar 2015 - 19:05 #

in sachen beiwerk gibt es natürlich unterschiede. aber bzgl der moralisch verwerflichen handlungen gibt es hier keine grenze. das hat auch nichts mit einer persönlichen sichtweise zu tun, sondern nur mit dem objektiven inhalt der diskutierten spiele. und deshalb wird bei solch einer argumentation absolut zurecht die anwendung unterschiedlicher maßstäbe vorgeworfen, kurz: doppelmoral.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 21. Januar 2015 - 19:46 #

Du drehst dich aber weiter auf der Lieblingsunterstellung von Killerspiel-Gegnern im Kreis, wenn du jetzt den Akt der Tötung eines Menschen als grundsätzlich Verurteilungswürdig darstellen willst und den Kontext nur als Beiwerk deklarierst. Generell ist die Motivation und das "Beiwerk" gerade in einem fiktionalen also künstlich erschaffenen Rahmen entscheidender als die Tat selbst (letztlich ist alles nur ein Klick oder Tastendruck) Insofern ist dein "Beiwerk" eigentlich alles um das hier diskutiert wird. Solang du diesen Kernpunkt klein bzw. wegredest hast du ja auch keinen Grund auf diesen Punkt einzugehen.

Und Ansonsten: Egal ob im Spiel, in der Realität und vor dem Gesetz: Das Töten von Menschen als Tat wird in einem bunten Regenbogen von moralischen Abstufungen gemessen und bewertet. Diese Abstufungen und moralischen Grenzen sind diskuttierbar, aber in keinster Weise zwangsläufig eine Doppelmoral nur weil sie existieren.

Und genau das was in der Realität gilt, gilt bei einem künstlichen Produkt nicht weniger sondern eben weit aus stärker.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 22. Januar 2015 - 8:22 #

genau das meinte ich mit meiner eingehenden aussage, dass der vorwurf auf der argumenation derjenigen basiert und nicht auf deren persönlichem gefallen oder missfallen am spiel.
denn das beiwerk ändert absolut nichts an der einstufung der taten (wohlgemerkt, nicht die warhnehmung). da hilft dir auch die verallgemeinerung auf die ebene von allgemeinen tötungsdelikten nicht, denn wir reden hier bzgl der diskutieren spiele generell von mord.

diese taten in einem spiel überhaupt anhand ihrer moralischen und juristischen einstufung zu unterscheiden, spielt hingegen genau der argumentation von "killerspiel-kritikern" in die hände. denn das gegenargument ist ja etwa nicht, dass es in den meisten spielen ja gar nicht so schlimm ist wegen des tollen beiwerks sondern, dass videospiele generell fiktiv sind und unabhängig von ihrem inhalt weder jemanden real schaden noch zu realer gewalt führen.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 22. Januar 2015 - 9:33 #

Natürlich nicht. Behaupte ich irgendwo, dass Hatred zu echten Morden führt oder der Auslöser für Amokläufe ist?

Auf der Ebene bewege ich mich doch nicht. Ich beurteile das "Beiwerk" und nach dieser Beurteilung finde sehe ich GTA als sehr gutes Unterhaltungsprodukt und Hatred als absoluten Schund. Nicht mehr nicht weniger.

Das beides nicht zu echten Morden führt sondern es immer nur "Spiele" sind steht außer frage. Daher mein Filmvergleich: Auch da kann ich Gewalt in Filmen tendenziell "okay" finden aber ein Inglourious Basterds gut und Saw scheiße finden.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 22. Januar 2015 - 19:11 #

nö, tust du nicht. und das du aufgrund des beiwerks die titel als spiele unterschiedlich bewertest, ist ja kein problem. tu ich ebenfalls, wie wohl jeder andere spieler auch.

Cat Toaster (unregistriert) 21. Januar 2015 - 10:05 #

Das was der Spieler in FarCry, GTA, Watch_Dogs, Sleeping Dogs, Assassin´s Creed die meiste Zeit über tut um die Handlung voran zu treiben ist töten von menschlichen NPCs in einer Menge von Hunderten wenn nicht sogar Tausenden pro Titel. In manchen dieser Titel wird exzessive Brutalität dabei in Form von Extrapunkten, Moves, Sounds und Achievments besonders belohnt und das alles auf Basis der Realität entliehener Szenarien.

Das kann man gut finden, schlecht finden, verurteilen und meiden. Dasselbe gilt für Hatred. In meinen Augen.

Letztlich verstehe ich die Aufregung nicht, da sie für mich eben (Vorsicht Keule!) aus einer Doppelmoral herrührt wenn jemand das eine moralisch verurteilt ohne das andere auch nur zu hinterfragen um daraus irgendeine Art moralischer Überlegenheit herzuleiten und das eine wie das andere als Kunst oder Nicht-Kunst zu feiern.

Ich habe Postal und GTA1 überlebt und beides fand ich - es tut mir ja leid - in der Pubertät schon ziemlich abartig. Und natürlich hatten wir es als Minderjährige in den Fingern weil es so verboten war.

Ganz persönlich habe ich den Eindruck das exzessive Gewalt toleriert, millionenfach verkauft und von Kritikern gefeiert wird sobald man sich eine wie auch immer geartete noch so hanebüchene und am besten pseudo-gesellschaftskritische Rahmenhandlung dazu überlegt. Parallelen zur Realität sind natürlich rein zufällig weil Folter und Inhaftierung in rechtsfreien Räumen zum Schutze der Freiheit ja auch tatsächlich praktiziert und toleriert wird.

Wenn jetzt ein Spiel einfach nur Böse ist und Hass draufsteht und jeder weiß was er bekommt und zu erwarten hat, dann ist das irgendwie bedenklich?

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9223 - 19. Januar 2015 - 14:58 #

Da sieht man wieder das Konsolen in der Wahrnehmung immer noch für Kinder gedacht sind. Während Erwachsene muskulöse eloquente mit Freundin und Sozialleben ausgestattete Spieler eher den Pc bevorzugen.

Toxe 21 Motivator - P - 26566 - 19. Januar 2015 - 15:35 #

Oder einfach jeden Schund kaufen. ;-)

McSpain 21 Motivator - 27105 - 19. Januar 2015 - 19:13 #

Oder alles machen solang der Preis und die Aufmerksamkeit stimmt. So wie RTL. ^^

Freylis 20 Gold-Gamer - 21065 - 19. Januar 2015 - 18:50 #

Fuer dieses Machwerk sollte ein ganz neues Rating eingefuehrt werden: V fuer Vollidioten. Komplettes Verkaufsverbot. Ganz ehrlich.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 19:22 #

das könnte man meiner meinung dann auch gleich COD und den sims geben.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 19. Januar 2015 - 19:40 #

Klar. Aber die Debatte mit dir kann ich auch von der letzten News Copy-Pasten. ;)

Nicht jeder der Hatred kritisiert macht es weil er deine Spielvorlieben nicht tolleriert und ja auch einige Leute unterschieden CoD und Hatred, auch wenn dir diese Einteilung nicht gefällt oder du sie nicht gelten lässt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 19. Januar 2015 - 22:28 #

da scheinst du wie beim letzten mal weiterhin meine motivation meiner kommentare misszuverstehen. ich antworte ja nicht auf entsprechende kommentare, nur weil denjenigen das spiel nicht gefällt. auch lasse ich sehr wohl gelten, wenn leute entsprechende spiele unterscheiden. da hast du dich leider aufgrund deiner persönlichen abneigung für diesen titel völlig auf mich eingeschossen mein lieber ;)

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 12:18 #

Naja. An der Postanzahl sieht man das du der aktiveste Vereidiger des Titels auf GG bist. Das hat nichts persönliches. ;)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 20. Januar 2015 - 13:49 #

an der postanzahl sieht man nur, dass ich mich besonders stark an der diskussion beteilige. mehr nicht, dafür müsstest du schon den inhalt meiner kommentare erfassen.

McSpain 21 Motivator - 27105 - 20. Januar 2015 - 15:27 #

Deine Kommentare erfasse ich schon. Und widerspreche ihnen eigentlich nur.

Um es direkt zu unserer Kerndiffernz zu bringen:

Kunst muss sich Kritik stellen und in ihrem Zweitjob als Unterhaltungsprodukt hat sie eine Verantwortung zu tragen. Und Vertriebsplattformen und Konsolen haben keine Verpflichtung Meinungs- und Kunstfreiheitsbegriffe zu verteidigen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 20. Januar 2015 - 18:09 #

leider widersprichst du mir nicht nur, sondern unterstellst mir eine motivation für die diskussiosteilnahme die gerade meiner argumentation zu wider läuft.

und klar, kunst darf man natürlich kritisieren. werke zu diskutieren ist ja gerade ein elementarer bestandteil davon. verantwortung trägt aber kunst keine. das wird zwar oftmals als ausrede oder gar rechtfertigung verwendet wenn mal wieder jemand amok läuft, journalisten eines satire-magazins umgebracht werden oder die kriminalitätsrate ansteigt. konsequenterweise würde das aber implizieren, dass man bestimmte kunstinhalte nicht mehr veröffentlichen dürfte. das hätten zwar manche wohl gerne, kann aber nicht das interesse unserer liberalen und demokratischen gesellschaft sein.
veranwortlich für das handeln sind schlussendlich nicht vermeintliche vorbilder oder provokationen in der kunst sondern nur die ausführenden personen selbst. weiterhin haben vertriebsplattformen und konsolen ebenfalls nicht die aufgabe eine sittenschranke durchzusetzen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 19. Januar 2015 - 20:51 #

Gute Idee, als erstes packen wir gleich Fifa, Minecraft und GTA auf die Liste!

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 19. Januar 2015 - 22:17 #

Irgendwie schon traurig, dass Adult Only oder auch Indizierung, was ja eigentlich nichts anderes bedeutet, dass es sich nur Erwachsene kaufen dürfen meist bedeutet, dass solche Spiele gar nicht erst in den Handel kommen.

Unabhängig ob man jetzt den Inhalt dieser Spiele befürwortet oder nicht. Als Volljähriger Zocker sollte man schon die Möglichkeit haben Spiele die sich spezifisch an einen richten zu kaufen. Die Kids besorgen sich solche Spiele eh über TPB oder ähnliche Portale.

Phin Fischer 16 Übertalent - P - 4253 - 20. Januar 2015 - 8:59 #

Du kannst dir solche Spiele doch in der Regel digital kaufen, oder nicht?

Skeptiker (unregistriert) 20. Januar 2015 - 9:37 #

Kommt das jetzt als kostenloser Download ("Ja, ich bin echt über 18/21"-Button) und mit In-Game-Werbung für Waffen und XXX?

Freylis 20 Gold-Gamer - 21065 - 21. Januar 2015 - 16:03 #

So, kleines Update. Weil ich gestern Nacht nichts Besseres zu tun hatte, habe ich mir auf Youtube tatsaechlich mal den sogenannten "Trailer" angeschaut. Fuer mich ist der Fall nach dem "Genuss" dieser Orgie aus Nihilismus und Gewalt aus der Feder offenbar voellig unterbezahlter, unterforderter oder schlicht uninteressierter Scriptwriter klar. Es ist weder Kunst noch Kultur noch ein Spiel(!). Es ist genau wie Kinderpornographie, Vergewaltigung, Folter, Schulmassaker und die letzten Greueltaten im Namen einer Religion nichts anderes als ein perverses Hirngespinst von Asozialen fuer Asoziale. Es ist das erste Mal seit Manhunt, dass der Fall fuer mich so klar ist. Dieser Titel reisst ausnahmslos alles in den Abgrund, was Videospiele ausmacht und was wir ueber all die Jahre versucht haben, mit Videospielen zu bewirken. Es ist nichts, aber auch gar nichts Begehrenswertes oder Entschuldbares an einer interaktiven Szene, wo einer unbewaffneten, unschuldigen Frau, die am Boden um ihre Leben fleht, von Haenden am Controller der halbe Kopf weggeschossen wird!!! Und das aus reiner Lust an Gewalt, Gewalt als Selbstzweck, ohne jeglichen Grund und ohne ein anderes Ziel als eben das!!!
Und fuer die Akten: Ich mag viele Tarantino-Filme, habe Bedenken aber keine ernsthaften Probleme mit GTA, Borderlands oder Bulletstorm und habe selbst mit teilweise brutalem Manga kein Problem. DAS hier ist allerdings etwas ganz anderes. Punkt und aus. Ich werde mich wieder der positiven Seite des Lebens zuwenden und versuchen, das Gesehene zu vergessen. Ich distanziere mich als gamer und artist zutiefst von jedem, der den Titel bewirbt, befuerwortet oder das in ihm Dargestellte im Rahmen einer Diskussion um Wertgehalte fuer verhandelbar haelt, sei es im Rahmen der Spielebranche, kuenstlerischer Ausdrucksformen oder Kultur.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 21. Januar 2015 - 18:05 #

soweit wir wissen, wird das spiel keine story haben. scriptwriter gibts demnach auch nicht. und wie dir weiter oben schon richtig gesagt wurde, entscheidet nicht dein persönlicher geschmack darüber ob etwas kunst oder kultur ist. über den begriff videospiel brauch man erst gar nicht zu diskutieren, da ist es noch viel eindeutiger, dass es natürlich eines ist.

da brauchste jetzt auch keine hochtrabenden floskeln von dir zu geben. was hast du denn bitte "über all die jahre versucht mit videospielen zu erreichen"? ich schätze mal nichts, bis auf dein persönliches anliegen spaß beim zocken zu haben. gerade diese übertrieben reaktionen auf ein spiel, was in filmform niemanden hervor locken würde, zeigen doch, dass es nötig ist weiterhin leute mit so etwas vor den kopf zu stoßen.

v3to (unregistriert) 21. Januar 2015 - 18:19 #

denke mal, "über all die jahre versucht mit videospielen zu erreichen" steht in etwa dafür, dass sich gamer über jahre bzw jahrzehnte sich einer killerspiel-debatte stellen mussten und eigentlich in den letzten jahren eine gewisse gesellschaftliche akzeptanz erfährt. wobei das auch nur augenwischerei ist. frag einen x-beliebigen politiker in der öffentlichkeit nach seiner meinung zu egoshootern und der wird gift und galle spucken.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 21. Januar 2015 - 19:09 #

jup. das was der akzeptanz tatsächlich zuträglich war, waren nicht unsere beiträge in der debatte sondern die immer größer werdende kundengruppe und umsatzzahlen. es gibt zwar immer noch unsachliche kritiker, aber auf viele wirken diese eher wie "ewig gestrige" die sich nicht an ein modernes medium gewöhnen können.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34559 - 21. Januar 2015 - 20:58 #

Du setzt also die Darstellung eines fiktiven Amoklaufs mit realen Vergehen wie Kindesmisshandlung und Terrorismus gleich, alles klar. Damit erübrigt sich jede weitere Diskussion. Traurig, dass du dich auf das Niveau von verbissenen "Killerspiel"gegnern begibst.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62164 - 21. Januar 2015 - 21:08 #

Hat damit nichts zu tun. Ich stimme Freylis zu, und bin selbst nicht grad zart besaitet. Freylis nimmt dies meines Erachtens mehr als Metapher um die Stufe darzustellen auf welcher dieses "Game" steht.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34559 - 22. Januar 2015 - 0:04 #

Das Spiel steht aber doch nicht auf derselben Stufe wie ein echtes Attentat. Es ist ja kein Verbrechen und schadet niemandem unmittelbar. Selbst wenn es in Deutschland indiziert oder gar beschlagnahmt werden sollte (was ich mir gut vorstellen kann).

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62164 - 22. Januar 2015 - 0:11 #

Darum geht es doch gar nicht. Es ist sinnbildlich ein Attentat auf alles das Negativimage was die Branche seit Jahren abzulegen versucht.
Darüber hinaus eine Beleidigung für jeden intelligenten Spieler.
Auch wenn viele meinen,man soll das Endergebnis abwarten. Wozu ?
Weil das Endergebnis ja alles in total anderem Licht erscheinen lässt ?
Genauso könnte man darauf warten, das der Papst evangelisch wird.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34559 - 22. Januar 2015 - 0:15 #

Da merke ich aber nichts von, dass "die Branche" da abzulegen versucht. Zumindest im AAA-Bereich überbieten sich die Spiele doch seit Jahren gegenseitig mit brutalen Darstellungen, rechtfertigen das aber im Rahmen der Story fadenscheinig damit, dass man "der Gute" ist, der gegen "die Bösen" kämpft. Vielleicht ist Hatred ja auch ein Kommentar über diesen Trend? Lässt den pseudomoralischen Storyballast weg und überspitzt das Ganze damit. Ich sag nicht, dass es so ist, sind alles Mutmaßungen, aber das sind andere Äußerungen wie die von Freylis auch.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62164 - 22. Januar 2015 - 13:13 #

Das tun sie stimmt. Aber meist versuchen sie nicht damit zu protzen. Oder sie überzeichnen das ganze so derb, wie bei Bulletstorm.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 22. Januar 2015 - 8:09 #

ich sehe nicht, inwiefern der inhalt des spiels ausschlaggebend sein soll für die intelligenz des spielers. die die hier voreilig das spiel als müll erklären, sind ja diejenigen denen das szenario an sich schon zu wider ist. d.h. aber nicht, dass das spiel vom gameplay her schrott sein wird. wie gesagt, die entwickler des spiels sind alle von farm 51 und die haben zwar bisher keine exzellenten aber durchschnittlich gute action-spiele entwickelt. und in dem rahmen eines arcade-shooters kann ich mir schon vorstellen, dass sie das gut hinkriegen. technisch siehts ja schon prima aus.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62164 - 22. Januar 2015 - 13:12 #

Die Diskussion hatten wir ja schon bei der Ankündigung. Aber erwartest du ernsthaft ein geniales Game ? Hatred ist in meinen Augen pure Provokation, die gezielt genutzt wird um ein höchstwahrscheinlich unterirdisches Game an den Mann zu bringen. die Diskussion erinnertmich an Thrill Kill. Was haben die Leute dem Game entgegengefiebert, warum auch immer. Und was war der Aufschrei groß als es nicht erschien.Ich hab dann mal vor ein paar Jahren auf dem PS Emu die im Netz erhältliche beta? Version gespielt. Was für ein Grottengame. Ohne Brutalität äre das Game nichtmal eine müde Erwähnung wert.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 10257 - 22. Januar 2015 - 19:13 #

das wird natürlich kein geniales game was einen goty-award bekommt. aber ich denke auch nicht, dass das schrott wird. wie gesagt, die entwickler sind keine neulinge. einen motivierenden und gut gemachten arcade-shooter traue ich denen absolut zu. der ganze rummel der um das spiel gemacht wird, passt natürlich nicht zur sonst üblichen aufmerksamkeit fürs genre.

wegen thrill kill, das wurde ja halt eben auch nie fertig gestellt. wie das im fertigen zustand ausgesehen hätte, weiß niemand. gibt ja aber auch genügend beispiele von spielen mit umstrittenem gewaltgrad, die unumstritten dennoch gute spiele sind. man denke an doom, mortal kombat, manhunt, resident evil oder nicht zuletzt GTA.

kommentarabo 14 Komm-Experte - 2055 - 22. Januar 2015 - 9:00 #

"Es ist genau wie Kinderpornographie, Vergewaltigung, Folter, Schulmassaker und die letzten Greueltaten im Namen einer Religion nichts anderes als ein perverses Hirngespinst von Asozialen fuer Asoziale."

ohjemine. vergewaltigung (etc.) ein hirngespinst.

na, wird schon nicht so gemeint gewesen sein. bisserl weniger hysterie täte aber vielleicht gut.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 71505 - 21. Januar 2015 - 16:57 #

wem das gefällt, der ist wohl auch charles-manson-fan...
Gegen ein verbot bin ich aber auch. Ein Flop wäre mir lieber.

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