eShop-Check: Chariot
Teil der Exklusiv-Serie eShop-Check

WiiU
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mrkhfloppy 30789 EXP - 21 Motivator,R10,S10,C4,A10,J10
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15. Januar 2015 - 18:18
Jede Woche stellen wir euch ein interessantes eShop-Spiel (WiiU, 3DS oder Virtual Console) vor, egal ob Indie oder Vollpreis. Um diese Rubrik kümmern sich unsere User CptnKewl und mrkhfloppy.

Das haben wir uns auch anders vorgestellt: Unser Vater, der dahingeschiedene Regent des Landes, sollte eigentlich bei den Ahnen verweilen, und wir nach dessen Beerdigung die Amtsgeschäfte übernehmen. Stattdessen schubsen wir jetzt einen rollenden Sarg durch hübsch gezeichnete 2D-Landschaften und sind auf der Suche nach Edelsteinen und anderen Schätzen. Was es mit alledem auf sich hat, erfahrt ihr im heutigen eShop-Check zum WiiU-Plattformer Chariot.
Egal wie, der Sarg ist euer stetiger Begleiter.
Der König ist tot, es lebe die Königin!
Als Prinzessin und angehende Königin müssen wir vor dem Amtsantritt den Vater zur letzten Ruhestätte geleiten. Dessen sterbliche Überreste sind in einem vierrädrigen Sarg aufbewahrt, den wir über Stock und Stein schieben. Stoßen wir während des Weges auf unüberwindbare Höhenstufen oder Schluchten, kommt ein Seil zum Einsatz. Damit ziehen wir den Wagen hinter uns her oder auf Klippen hinauf, nachdem wir die Hindernisse in klassischer Plattform-Manier überwunden haben. Die Feinheiten der Steuerung bringt euch ein in den Spielfluss integriertes Tutorial bei – und nach wenigen Minuten ist bereits die lauschige Krypta erreicht.

Statt einem Abschied erleben wir jedoch ein Wiedersehen mit dem Geist des Verstorbenen und müssen zunächst dessen Klagelied erdulden. Dem blaublütigen Snob gefällt schlicht und ergreifend die Gruft nicht. Es fehle an Luxus, die Lage sei schlecht, und ohne Schmuck und andere Kostbarkeiten wäre an eine Niederlassung nicht zu denken. Den Sarg im Schlepptau machen wir auf dem Absatz kehrt, um nun dem hoffentlich allerletzten Wunsch des Herrn Papa nachzukommen.

Eine Wagenladung voll Gold
Weil die Kronjuwelen der Familie tabu sind, müssen wir in 20 Levels die Grabbeilagen aufsammeln. Neben der Stückware gilt es auch besonders gut versteckte, große Klunker zu finden. Ihr könnt die Steine aber nicht selbst aufnehmen, sondern müsst den Wagen in deren Nähe bringen, der diese magnetisch anzieht. Innerhalb der großzügig bemessenen Areale gibt es viel zu entdecken, den Überblick behaltet ihr dank der automatischen Karte. Leider müssen wir dafür das Spiel pausieren, der zweite Bildschirm des Gamepads spiegelt nur das TV-Bild.
Die grüne Schiene trägt nur die Prinzessin.
Im Mittelpunkt eurer Unternehmung steht stets der Wagen, das Leveldesign ist konsequent darauf ausgelegt. So gibt es blaue Geisterschienen, die nur diesen und nicht euch tragen. Umgekehrt könnt ausschließlich ihr die grün schimmernden Pfade nutzen. Die Physik des Spiels ist größtenteils gelungen: Das Gefährt nimmt hangabwärts an Fahrt auf, reißt euch von Plattformen, wenn ihr nicht gegen die Pendelrichtung arbeitet, und verursacht Krach bei heftigen Aufprällen.

Laute Geräusche locken jedoch Fledermäuse an, die euch die Beute stehlen. In solchen Situationen müsst ihr außer Reichweite der Räuber flüchten und per Tastendruck die Keule schwingen. Obwohl die Kämpfe leicht zu bewältigen sind, strapazieren sie doch unnötig die Nerven und hätten auch außen vor bleiben können. Bereits das Aufsammeln der Edelsteine erregt die Aufmerksamkeit der Biester, deren Nester oft in Hörweite der großen Schätze platziert sind.

Ein Fall für zwei
Wenn ihr Besuch habt, drückt ihm den Pro Controller (alternativ Wiimote und Nunchuck) in die Hand. Der kooperative Modus verdoppelt den Spaß – Chariot ist eindeutig für gemeinsame Abende auf der Couch ausgelegt, da sich die meisten Hindernisse so leichter überwinden lassen und einzelne Passagen nur im Koop zugänglich sind.
Im Koop-Modus können sich beide Spieler gewinnbringend einbringen.
Fazit
Chariot ist ein schöner 2D-Plattformer mit kleinen Physik-Puzzles. Im Einzelspiel artet der Titel teils in Sisyphusarbeit aus, aber zu zweit kann er sein volles Potenzial entfalten. Dank vieler Speicherpunkte müssen die großen Levels nicht in einem Rutsch absolviert werden, sodass nur die lästigen Kämpfe dem Nervenkostüm zur Last fallen.
  • Einzelspiel und lokaler Koop
  • 2D-Plattformer
  • Für Anfänger und Fortgeschrittene
  • Off-TV-Feature
  • Erhältlich seit 8.1.2015 für 14,99 Euro
  • In einem Satz: Schöner Koop-Plattformer für gemütliche Couchabende.

Video:

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64873 - 15. Januar 2015 - 18:24 #

Ich bin mir nicht sicher, ob das Spiel den schönen Check überhaupt verdient hat.

TheEdge 14 Komm-Experte - 2380 - 15. Januar 2015 - 18:39 #

Begründung?

xan 15 Kenner - P - 2958 - 15. Januar 2015 - 18:40 #

Ich finde es hat die Würdigung durchaus verdient. Ist ein Kleinod für das Koop-Spiel vor einer Konsole. Hatte einige schöne Abende damit.

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30789 - 16. Januar 2015 - 11:05 #

Ich denke auch der Koop ist sehr schön. Hier ist es auch der Fall, dass beide Spieler zusammenarbeiten und nicht einfach nur dieselbe Handlung doppelt ausführen. In Spielen wie Guacamelee oder auch Borderlands hauen z.B. alle Beteiligten nur auf die Gegner drauf. Da finde ich den Zweispielermodus bei Portal oder eben hier viel spannender.

Marulez 15 Kenner - 2736 - 15. Januar 2015 - 19:43 #

Ist mal was anderes das Spiel. Nicht immer so ein standard Gehüpfe.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166879 - 15. Januar 2015 - 22:30 #

Danke für den Check. Habe es kostenlos auf der Xbox One bekommen aufgrund der Games with Gold-Aktion, aber selbst noch nicht gespielt.

Marulez 15 Kenner - 2736 - 16. Januar 2015 - 0:44 #

Lohnt sich zur Abwechslung mal wieder. Mal kein shooter

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2084 - 16. Januar 2015 - 0:50 #

Hab's auf der One kostenlos dank Gold, fand ich jetzt aber persönlich nicht so doll. Mal nett für Zwischendurch, wenn echt nichts anderes zum Zocken da ist, aber für mich definitv keine 15 EUR wert.

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30789 - 16. Januar 2015 - 9:42 #

Meiner subjektiven Einschätzung nach würde ich dir beim Preisargument zustimmen. Nicht undbedingt wegen der Höhe, sondern den Spielen, die ebensoviel oder weniger kosten. Allerdings besitzen die nicht alle einen Koop-Modus.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64873 - 16. Januar 2015 - 9:44 #

Kalimba, Kalimba!

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30789 - 16. Januar 2015 - 10:02 #

Falsche Konsole, Herr Kollege!

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64873 - 16. Januar 2015 - 10:05 #

Och menno!

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2084 - 16. Januar 2015 - 16:51 #

Daran hab ich es verglichen, an Spielen die in etwa gleich viel kosten oder günstiger sind und mir mehr Spaß machten. Ich will nicht sagen, dass Chariot schlecht ist, es hat seinen Charm und macht manchem sicher viel Spaß. Ob die anderen Titel jetzt einen Koop-Modus hatten hab ich dabei aber nicht bedacht. Und ich habe an alle Systeme gedacht, nicht nur WiiU, bin halt Multi-Konsolero ;)

thatgui 10 Kommunikator - 535 - 16. Januar 2015 - 7:59 #

Schade, wieder ein Titel bei dem die Möglichkeiten der Zielplattform nicht genutzt werden. Siehe auch Child of Light, bei dem sich der Touchscreen wunderbar für die Ausrüstungs/Fertigkeitenbaum - Menüs geeignet hätte.
Vielen Dank für diesen Check bzw. auch die Vorangegangenen!

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