Bundesregierung: Grundschüler sollen programmieren lernen

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5. Januar 2015 - 0:10

Foto: NEXT Berlin unter CC BY 2.0

Dass die digitale Welt immer häufiger und umgreifender den Alltag bestimmt und in Zukunft weiter bestimmen wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Darum hält es Gesche Joost, Internetbotschafterin der Bundesregierung, für umso wichtiger, dass bereits Grundschüler in den Genuss eines schulischen Internetzuganges kommen und gezielt und verpflichtend im Lehrplan damit unterrichtet werden. So soll der große Vorsprung anderer Länder, der aktuell schon besteht, auf dem Gebiet vermieden werden.

Ich bin als Internetbotschafterin in ganz Europa unterwegs und merke, dass in anderen Ländern mehr für die digitale Bildung getan wird.

Seit diesem Jahr ist zum Beispiel in Großbritannien das Fach "Programmieren" für alle Grundschulen Pflicht, Deutschland würde allerdings zu lange mit Entscheidungen hadern und verliere so schnell den Anschluss:

Selbst wenn wir jetzt ein Konzept schreiben, würde die Umsetzung noch Jahre dauern. [Dabei] gibt es viele einfache Beispiele für Programmiersprachen, die wie Lego funktionieren - ich stecke die Module zusammen, und schon habe ich ein kleines Programm erstellt. [...] Diese tolle Erfahrung sollte man früh machen.

Digital Natives
Dabei bewegen sich deutsche Schüler in Sachen Computer-Kenntnisse laut einer aktuellen Studie zur digitalen Kompetenz noch im Mittelfeld. Allerdings wird dieser Platz hauptsächlich durch die "Digital Natives", die mit Computern und Internet aufgewachsenen Kinder, gesichert, die sich aber vielmehr mit dem Umgang als mit der eigentlichen Technik und den umfassenden Möglichkeiten der Ressourcen auskennen.

Dabei muss nicht mal ein neues Schulfach eingerichtet werden. Vielmehr sollen in die bestehenden Fächer immer häufiger Programmierung und Internet-Recherche eingebunden werden, so dass eine komplett neue Lernerfahrung entsteht, die alle Bereiche abdeckt. Auch Professor Christoph Meinel, der am Hasso-Plattner-Institut selbst Programmierkurse für Kinder veranstaltet, begrüßt den Vorstoß:

Die Grundlagen zu vermitteln, das halte ich gar nicht für aussichtslos und schwierig. Die Lebenspraxis ist doch, dass Kinder mit diesen Dingen umgehen. Wenn ich das und das drücke, kommt es zu diesem Ablauf.

Auch die Lehrer kamen zu Wort und reagierten vorerst skeptisch auf den Vorschlag, da der Fokus zunächst einmal auf sicheres Lesen, Rechnen und Schreiben zu richten sei, bevor Kindern das Programmieren und der Umgang mit Computern vermittelt wird. So "sollten wir nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun."

Masax 12 Trollwächter - 826 - 4. Januar 2015 - 14:05 #

Es gibt viele (für Kinder) grafisch ansprechende Tools, mit denen man durch einfache Baustein-Zusammensetzung spaßige Dinge "programmieren" kann. Sollte auch für Grundschüler geeignet sein und kann vermutlich auch Bereiche wie logisches Denken etc. schulen. Daher: Daumen hoch, solange es geeignet umgesetzt wird.

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 17:42 #

Ich verstehe den Sinn leider nicht.
In Hamburg werden die Basics abgebaut, zB in Mathematik die Division im Grundschulkanon eingeschränkt und Schreiben durch Hören und Probieren unterrichtet. Und dann soll Programmieren eingeführt werden? Das ist wesentlich anspruchsvoller und erfordert ein höheres mathematisches Verständnis.

HamuSumo 10 Kommunikator - 441 - 4. Januar 2015 - 19:20 #

Programmieren ist vielleicht das falsche Wort. Entwickeln passt eigentlich eher zu dem Schema, dass sich Frau Joost ausgedacht hat. Es gibt in der Tat kindgerechte Ansätze, um ein Kind an die Thematik ranzuführen. Vor zwei, drei Jahren gab es (glaube ich) in der c't einen schönen Artikel, der ein paar IDEs für Kinder vorgestellt hat.

Mit richtigem Programmieren hat das ganze natürlich nur wenig zu tun. Also keine Panik vor 8-jährigen, die in Eclipse an der verteilten Anwendung in Java rumschrauben.

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11143 - 5. Januar 2015 - 10:10 #

Ist das so? Hört sich ja erschreckend an! Den Ansatz von Fr. Joost finde ich aber trotzdem gut. Meine Tochter geht seit 4 Monaten zur Schule (Schleswig-Holstein) und ich bin immer wieder begeistert, wie gut Sie jetzt schon liest und schreibt und rechnet. Da kann ich mir gut vorstellen, dass schon gewisse logische Grundzüge des Programmierens (ist vermutlich das falsche Wort) beigebracht werden. Logische Kombinationen, so was in der Richtung.

Masax 12 Trollwächter - 826 - 5. Januar 2015 - 12:38 #

Nun, das andere Bereiche wie z.B. das Schreiben mit zweifelhaften Methoden unterrichtet werden, hat ja erstmal konkret mit diesem Fall nichts zu tun. Wobei ich natürlich zustimme, dass gerade bei der Grundschule der Blick in der Regel möglichst "ganzheitlich" sein sollte.

Hier redet man aber ja (so hoffe ich) nicht von tatsächlichem Programmieren mit C, Java, o.ä.. sondern den grafischen Oberflächen. Mir ist z.B. Kara bekannt (http://de.wikipedia.org/wiki/Kara_%28Programmierumgebung%29), wo man einfach das Verhalten eines Marienkäfers "programmiert" durch grafische Blöcke. Anfangs gleicht es mehr einer direkten Steuerung und später kann immer mehr Logik hinzugefügt werden. Nur auf Wunsch sieht man den tatsächlichen (Java-)Code.
Im einfachsten Fall kann man dadurch zählen und links/rechts üben. Im erweiterten Fall dann eben Logik, Verzweigungen, Fallunterscheidungen, Kausalität in anschaulicher Form usw. .

Ist nur ein Beispiel für vermutlich viele ähnliche Systeme, die kindgerecht sind oder sein können. Wichtig ist der angemessene Umgang mit diesen Systemen und entsprechend weitergebildete und interessierte Lehrer, woran es vermutlich leider scheitern wird!

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47999 - 4. Januar 2015 - 14:06 #

Wir haben eine Internetbotschafterin? Verrückt, was es so für "Jobs" gibt. So einen richtigen Plan sehe ich aber noch nicht.

Nameplus (unregistriert) 4. Januar 2015 - 16:08 #

Während des Sopa Desasters war Guttenberg Internetbotschafter.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 4. Januar 2015 - 16:13 #

Sie ist Professorin für Design, macht also was mit Computern. Und sieht nicht wie ein typischer Nerd aus, das reicht wohl für die Qualifikation.

Horschtele 16 Übertalent - P - 5389 - 4. Januar 2015 - 16:49 #

Tatsächlich arbeitet sie wohl als Beraterin im Wirtschaftsministerium, zumindest, wenn ich die Heise Nachricht richtig in Erinnerung habe.

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4072 - 4. Januar 2015 - 17:02 #

Internetbotschafterin ist wohl so zu verstehen, daß es ihr Job ist, dem deutschen Volk zu verkünden, daß die Bits und Bytes, die im Schneckentempo durch deutsche Netze kriechen, insgesamt doch noch so gerade als "Internet" durchgehen. ;)

Frother 13 Koop-Gamer - P - 1418 - 5. Januar 2015 - 0:33 #

Du meinst mit diesem "Internet" wohl Neuland

Zerberus77 13 Koop-Gamer - P - 1508 - 4. Januar 2015 - 19:13 #

Ist doch gut, dass wir diplomatische Verbindungen mit diesem Neuland haben, oder?

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 14:07 #

Was denn noch? Mein Sohn lernt gerade Englisch bevor er in seiner Muttersprache überhaupt schreiben gelernt hat. Mal abgesehen davon, dass das Lernen der eigenen Sprache heute total vernachlässigt wird und die Kids bis zur weiterführenden Schule kaum richtig schreiben lernen.

Statt immer neue Inhalte in den Unterricht zu zwängen sollten erstmal andere rausgeworfen und einige verstärkt werden.

fragenkostetnix (unregistriert) 4. Januar 2015 - 14:11 #

versteh ich auch nicht, zumal programmieren ohne fortgeschrittene Mathematikenntnisse total sinnlos ist, die Minister sind strunzdumm und sollten zurücktreten wegen Blödheit.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 14:22 #

Weiß auch nicht wofür das gut sein soll? Muss wirklich jeder programmieren können? Denke da gibt es wirklich wichtigere Dinge.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 4. Januar 2015 - 14:27 #

Och, ich halte Programmieren, bzw. das was damit einhergeht, nämlich Verständnis und Grundlagen von Computertechnik für überaus relevant. So gut wie alles wird in Zukunft mit Computern laufen; Datensicherheit, Cyberkriminalität sind äußerst bedeutsame Themen.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 4. Januar 2015 - 14:29 #

Und wofür benötigt man da programmieren? Da reicht normale Aufklärung.
gut klar wenn man den weg der Cyberkriminalität gehen will ist das schon hilfreich.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 4. Januar 2015 - 14:35 #

Ziel ist es doch, Leute auszubilden, die damit umgehen können. Sicherheit für Privatpersonen, Firmen und den Staat.

Innovationen für Firmen auf dem Sektor. Facebook, Google, Microsoft etc. sind alles riesige Firmen, die Arbeitsplätze und neue Technologien (er-)schaffen. So etwas braucht Deutschland eben auch, ansonsten ist man abhängig.

Dass Deutschland digital ein Entwicklungsland ist, dürfte eigentlich bekannt sein.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 14:41 #

Ah also geht es um die Vorbereitung der Kinder für die Zukunft. Ok da es in der Zukunft zu immer neuen Konflikten wegen Rohstoffen kommt sollten wir unsere Kinder auch an Schusswaffen und sonstigen militärischen Fertigkeiten ausbilden.
Weiter schlage ich vor, das aufgrund des steigenden Flüchtlingszuwachses nicht nur Englisch, sondern auch die gängigsten Sprachen aus den Flüchtlingsländern unterrichtet werden.
Das schreiben mit Stiften kann dabei auch abgesetzt werden, da in Zukunft ja eh jeder nur noch am Computer schreibt.

So mal im ernst, die Grundschule oder überhaupt die Schule soll auf das leben als Erwachsener vorbereiten und nicht auf einen bestimmten Beruf. Da ist schon heute das Problem, das Inhalte vermittelt werden die nachher niemand mehr benötigt der nicht z.B. Maschinenbau studiert. Immer mehr Stoff in immer kürzere Zeit ist nicht das was benötigt wird.
Es führt nur zu einer Abwertung des Schulabschlüsse. Früher konnte man noch mit Realschul- und Hauptschulabschluss einen normalen Beruf finden. Heute wird fast überall Abitur verlangt.

Einfach mal auf das Wesentliche konzentrieren.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 4. Januar 2015 - 15:11 #

Natürlich muss man gucken, dass man die Lehrpläne nicht überfrachtet und was noch benötigt wird. Aber ist ja nicht so, als würde das Fach Deutsch abgeschafft und dafür Programmieren eingeführt.
Aber digitale Grundlagen kann man durchaus lehren. Ich hatte in der Grundschule "Textiles Gestalten". 3x darfst du raten, wie toll ich das fand und wie sehr ich das heute noch brauche...

Und kurz und knapp: Das Leben als Erwachsener ist doch schon längst häufig digital. Es wird ja auch nicht weniger, gleiches gilt für Berufe. Kannst ja mal Arbeitgeber fragen, wie brauchbar denn Kenntnisse wie "Tweets schreiben" oder "Facebook-Eintrag schreiben" sind (ok, Community-Manager/Presseabteilung ausgenommen :P ). Und es zieht sich doch durch alle Berufe. Es gibt keinen Kfz-Mechaniker mehr, das sind Mechatroniker. Der Umgang mit Word und Excel sind für viele "Schreibtisch-Berufe" Grundvoraussetzung. Die Themen, die ich oben erwähne, sind doch dann nur der nächste Schritt.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 15:21 #

Ja aber nur weil ich irgendwann einen Führerschein machen muss ich ja vorher nicht wissen wie man ein Auto baut oder?

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 4. Januar 2015 - 15:50 #

Ne, aber spätestens in der Fahrschule hast du hoffentlich nicht nur das Fahren selbst gelernt, sondern auch, wozu Airbag und Sicherheitsgurt da sind, wo grundlegende Teile des Autos liegen und was sie bewirken, wie sich ein Auto fortbewegt, hast so etwas wie Bremsweg, Beschleunigung, Fliehkräfte und Witterungsverhältnisse (Haftung der Reifen auf dem Untergrund) gelernt, kannst Öl und Scheibenwischwasser nachfüllen, wie man Erste Hilfe leistet und hast die StVO halbwegs gelernt.

Darum geht es doch. Ansonsten schau dir den Beitrag von Novachen an, sie hat es anders als ich formuliert.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 16:22 #

Die grundlegenden Dinge werden aber heute schon gelehrt.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13879 - 4. Januar 2015 - 16:23 #

Genau, in der Fahrschule lernt man alles was nötig ist, um ein Fahrzeug im Straßenverkehr zu bewegen, nicht in der Grundschule.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 4. Januar 2015 - 17:05 #

Ja, aber es gibt halt keine Schule die einem Smartphones oder Computer beibringt. Und es ist halt heute so, dass man eben schon im Grundschulalter ein Smartphone besitzt oder Computer benutzt. Wo soll es denn ansonsten beigebracht werden? Kindergarten vielleicht? Nur ist der halt auch nicht gesetzlich verpflichtend.

Gibt zwar einen Computerführerschein, der hat allerdings keine Relevanz irgendwo.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13879 - 4. Januar 2015 - 17:19 #

Und schreibst du bessere Texte mit Word, weil du weißt wie es im Hintergrund läuft? Man muss ja wohl nicht zwingend die Technik hinter einer z.B Schreibmaschine erklären können, um einen Bestseller zu schreiben. Wenn nur Menschen Smartphones nutzen würden, die auch programmieren können, wären Apple und Co echt traurig, ich brauche auch keinen Atomphysiker um ne Mikrowelle zu benutzen. In der Grundschule lernt man die Grundlagen, programmieren zähle ich nicht dazu, programmieren baut darauf auf, man sollte schon die Reihenfolge einhalten, an Gymnasium und Uni, ist das schon gut aufgehoben.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 8:28 #

Gerade bei "nur"-Smartphone NutzerInnen sieht man immer wieder sehr deutlich, wie schwer sich diese Leute tun, Probleme im digitalen Bereich zu lösen, wenn sie keine Ahnung von den grundsätzlichen Prinzipien dieser Welt haben. Und diese grundsätzlichen Prinzipien lernt man am einfachsten, indem man programmiert.

Das zu einem exklusiven Gymnasium- oder Uni-Wissen zu machen, finde ich gefährlich.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13879 - 5. Januar 2015 - 11:04 #

Ich nicht. Aber nimm meinetwegen alle weiterführenden Schulen ins Boot.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 18:19 #

Das nutzen von Smartphones in der Grundschule ist nochmal ein ganz anderes Thema, der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht. Und ich bin nicht gerade schlecht bei der Bedienung und Nutzung von Computern und technischen Geräten und kann Null programmieren.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 14:43 #

Kennst du echt Grundschüler mit Smartphone ? Bekloppte Welt.....

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 5. Januar 2015 - 14:46 #

Also wenn ich manchmal mit dem Bus unterwegs bin und auch viele Schüler im Bus sind, da grad Schulschluss war, hat praktisch jeder von denen ein Smartphone, egal wie alt, ist wohl mittlerweile völlig normal. :D

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 14:56 #

Ich hör mich vermutlich jetzt echt wie ein verknöcherter alter Mann an, aber wäre es nicht sinnvoller seine Kinder wenigstens bis zu einem gewissen Alter von dem Kram fernzuhalten ?
Wenn ich mir meinen Neffen so ansehe, der wurde von seinem alleinerziehenden Vater seit er ein Pad halten konnte vor der Konsole geparkt.
Spielte oft genug selbst GTA SA und Konsorten.
Ansprechen des Vaters: Achselzucken und Sprüche ala "Lass ihn doch"
Kam zur Schule und seine ganze Welt kreist bis heute um zocken.
Es ist quasi unmöglich ihn für andere Sachen zu begeistern.
Schule ist für ihn ein lästiges Übel.
Was soll aus ihm mal werden ?
Ich weiß nicht wie es mit meinem Sohn werden wird.
Ich weiß nur, das er ganz sicher von unserer Seite aus nicht von Elektonik zugemüllt wird. Mal abgesehen davon,daß meines Erachtes Smartphones oder Handys im allgemeinen an Schulen absolut nichts verloren haben !

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 5. Januar 2015 - 15:08 #

Sehe ich auch so, ich wüsste nicht warum mein 8 Jähriger ein Handy haben sollte.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 15:32 #

Wir verstehen uns.:)

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 5. Januar 2015 - 15:36 #

Ja wenn soll er damit anrufen? Seinen Bankberater?

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 5. Januar 2015 - 15:43 #

Dich?

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 5. Januar 2015 - 15:53 #

Also ich hab keine Kinder, versteh aber auch nicht, warum Grundschüler schon ein Smartphone brauchen sollten. Und das Argument von manchen, man will die Kinder halt immer erreichen können, falls was ist, zählt für mich auch nicht, denn dafür tuts dann auch ein stinknormales Tastenhandy mit Prepaid-Karte.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 15:58 #

Und warum sollten sie kein Smartphone gebrauchen? Smartphones sind schon ganz grundsätzlich ein Luxusgut, das niemand *wirklich* braucht. Genauso wie Tablets, Küchenautomaten und das meiste heutige Spielzeug.

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 5. Januar 2015 - 16:01 #

Weil sie mit dem Smartphone schlimme Sachen machen können. :D
Und dann außerdem schon die Kinder damit anfangen, nicht mehr miteinander zu reden, sondern lieber auf ihr Smartphone starren. Reicht doch schon, wenn die meisten Erwachsenen verblöden. ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 16:03 #

Dafür gibt es ja Kindersicherungssysteme und Zeit-Regelungen, das funktioniert bei anderen Dingen doch auch :)

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 5. Januar 2015 - 16:11 #

Ich bleibe trotzdem der Meinung, dass ein Kind kein teures (und auch kein billiges) Smartphone braucht. :P

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 6. Januar 2015 - 9:48 #

Das Kommunikationsverhalten hat sich geändert seit der Wählscheibe :-)
Einen sorgsamen Umgang mit neuer Technologie halte ich gegenüber einem Entzug für adäquater.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 16:15 #

100% Zustimmung. Es ist zumeist dummes Gerede von mediensuechtigen Erwachsenen, die ihren eigenen Digitaljunkie unreflektiert auf ihre Kinder projizieren. Smartphones sind im Uebrigen auch ein tolles Kindermaedchen, wenn man selbst aufgrund total verkorkster Lebensprioritaeten keine Zeit hat (oder arbeitsversklavt wird, weil das Umfeld leider mehr und mehr so ist). Wie du schon sagst: in dem Alter reicht auch ein simples Handy, wenn es denn unbedingt sein muss. Wir brauchten frueher auch keins. Ich weiss nicht, wieso es ploetzlich so schwer ist, sich abzusprechen oder - Gott bewahre - im Freundeskreis Aufsichtsgemeinschaften und Fahrgemeinschaften zu bilden, was das ewige Handy-Positionstriangolieren, das den Kindern nebenbei saemtliche Bewegungsfreiheit nimmt, beenden wuerde. Ich haette es als Kind gehasst, dauernd an der Leine zu sein. Und dauernd meine Eltern anzurufen, waere so ziemlich das Letzte gewesen, das ich gebraucht haette.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 16:33 #

Genauso isses. Aber heutzutage ist ja Überwachung als "Sicherheit" das woran sich manche Eltern messen lassen.
Durch die Medien wird zudem eine Hysterie rund um Kinderschänder, Kindermörder etc propagiert,das es nicht mehr feierlich ist.
Mann könnte meinen in Deutschland lauern hunderte von Perversen an jeder Ecke, und dann kommen Stammtischparolen wie: "Früher gabs sowas nicht"
Nein sicher, das ist eine Modeerscheinung der letzten 20 Jahre.
*rolleyes*
Kennst du das Bild von dem Kind im Michelinanzug auf dem Baum ?
So bescheuert sind manche Eltern tatsächlich. Da lob ich mir meine bodenständige Erziehung, die ich an meinen Sprößling weitgebe.
Wenn ich ihn wirklich zu 100% überwachen würde,werd ich doch am Ende total bekloppt !

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:05 #

Da sind wir absolut einer Meinung.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 5. Januar 2015 - 19:00 #

Ein Grundschüler ist doch eigentlich ständig unter Aufsicht. Da muss er schon mal niemanden anrufen. Und selbst wenn er mal auf Entdeckungstour geht wird er sicher keine Standort Meldungen durchgeben. Ich finde Kinder brauchen keine Handys. Sie lenken die Kleinen nur ab und es wird nur für dummes Zeug genutzt.

MOGIDA (unregistriert) 5. Januar 2015 - 21:59 #

Zocken während des Unterrichts. Wer hat nicht davon geträumt? Aber einen Gameboy kann man nicht so leicht unter dem Tisch verstecken. Am Besten sind immer noch die Studenten gewesen, die während der Vorlesung Counterstrike auf dem Laptop gespielt haben. ;-)

MOGIDA (unregistriert) 5. Januar 2015 - 21:54 #

"Schule ist für ihn ein lästiges Übel.
Was soll aus ihm mal werden ?"

Frauen und Alkohol dürften noch zu den Interessen hinzu kommen. ;-)

Aber ich prophezeie mal, dass ihm die Schule auch ohne das Zocken keinen Spaß gemacht hätte. Er hätte dann halt den ganzen Tag TV geglotzt oder Fußball gespielt.

Der Vater scheint ja auch nicht der allerhellste zu sein.

Die Eltern des Bildungsbürgertums ticken in der Regel ähnlich wie du, manche geben allerdings zu schnell dem Gruppendruck nach ("Alle anderen Kinder haben ein Smartphone! Warum darf ich keins haben?")

Als ich 2005 Abi gemacht habe, hatte jeder ein Handy. Auf diese hat man aber nur gestarrt, wenn eine SMS kam. Wer mal zum Spaß in eine Uni-Vorlesung geht, sieht lauter Studenten auf dem Smartphone im Internet surfen. Dafür haben mir in der Schule zum Glück die Möglichkeiten gefehlt, sonst hätte ich vielleicht das Abi nicht geschafft.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 22:43 #

Sein Vater ist tatsächlich nicht die hellste Kerze auf der Torte, was man über ihn aber nicht sagen kann. Eigentlich ist er ein helles Bürschchen und könnte mit etwas Einsatz locker Abi machen.
Aber hier hat man wieder ein Beispiel dafür, wie man die vielversprechendsten Anlagen durch Desinteresse zerstören kann.
Was bitteschön ist eigentlich Bildungsbürgertum ?
Und die Antwort auf seine Frage: Ach du willst ein Smartphone?
Kein Problem !Geh arbeiten, dann gewöhnst du dich an die Preise ! :D

MOGIDA (unregistriert) 5. Januar 2015 - 22:55 #

Das Interesse für Bildung kann ja noch kommen. Kenne welche, die fast die ganze Pubertät über rebelliert haben (inklusive Leben auf der Straße usw.) und dann trotzdem noch die Kurve bekommen haben und jetzt studieren.

Wikipedia sagt zum Bildungsbürgertum:

"Als Bildungsbürgertum oder Bildungsbürger wird eine einflussreiche Gesellschaftsschicht bezeichnet (Bildungsschicht, Bildungselite), die humanistische Bildung, Literatur, Wissenschaft und Engagement in Staat und Gemeinwesen für sehr wichtig erachtet und pflegt. Das europäische Bildungsbürgertum entstand Mitte des 18. Jahrhunderts vor allem unter Professoren, Ärzten, reichen Kaufleuten und leitenden Beamten. Als moderne Bildungsbürger werden gelegentlich der Schriftsteller Thomas Mann oder die Familie Weizsäcker hervorgehoben."

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 23:10 #

Na, da gehör ich nun eindeutig nicht zu ;)

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 17:53 #

"Ok da es in der Zukunft zu immer neuen Konflikten wegen Rohstoffen kommt sollten wir unsere Kinder auch an Schusswaffen und sonstigen militärischen Fertigkeiten ausbilden.

Weiter schlage ich vor, das aufgrund des steigenden Flüchtlingszuwachses nicht nur Englisch, sondern auch die gängigsten Sprachen aus den Flüchtlingsländern unterrichtet werden.
Das schreiben mit Stiften kann dabei auch abgesetzt werden, da in Zukunft ja eh jeder nur noch am Computer schreibt." ~VikingBK1981

Sorry, das ist doch schon alles Realität.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 4. Januar 2015 - 17:58 #

Stimmt nicht.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 18:20 #

Sehe ich auch nicht.

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 19:29 #

Das erste erfolgt per Computerspiel im Heimbereich (u.a. wird auch von Ministerien Counterstrike als Familienspiel in einzelnen Schriften empfohlen), das zweite und dritte ist schon Realität an ersten Hamburger Schulen (ich erinnere da auch an die aktuelle bundesweite Schreibschriftdebatte). Es kommt dabei aber sicherlich auch auf das Bundesland an.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 4. Januar 2015 - 19:32 #

Ich wusste es: Du fängst wieder damit an, "Killerspiele" als adäquates Mittel zum Training im Umgang mit Schusswaffen darzustellen (ich erinnere: Viking hat davon gesprochen, Kindern den Umgang mit Schusswaffen nahezubringen). Das ist und bleibt völliger Unsinn, auch wenn Du das hier wiederholst ;)

Deiner Behauptung, Counterstrike würde als Familienspiel empfohlen werden, stehe ich auch skeptisch gegenüber. Meine spontane Recherche "familienspiel counterstrike" in der Google-Suchmaske hat nichts dergleichen ergeben. Hätte es tatsächlich eine so platte Empfehlung gegeben, wäre das medial sicherlich großflächig bearbeitet worden.

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 20:38 #

Ich denke du argumentierst mit Glauben, nicht mit wissenschaftlicher Auseinandersetzung, daher lassen wir es zum ersten Absatz einfach gut sein.

Zum Zweiten empfehle ich dir die Broschüre "Eltern.LAN" vom bzw mit Unterstützung des Familienministerium NRW (das entsprechende Exemplar habe ich aber leider auch nicht im Internet gefunden).

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 4. Januar 2015 - 22:17 #

Viel besser, vicbrother! Meine Argumentation beruht auf selbständigem, logischen Nachdenken. Und dass Du Dich mit der Thematik "wissenschaftlich auseinandersetzt", das möchte ich doch offen gestanden stark bezweifeln - Aber hey, Du kannst mir sicher glaubhaft erklären, wie mir ein Videospiel beibringt, wie ich eine Pistole halten muss, damit ich mir nicht gleich den Arm dank Rückstoß auskugle. Oder wie eine Pistole durchzuladen ist. Oder wie Kimme und Korn für einen wirklich GEZIELTEN Schuss einzusetzen sind. Und von komplexeren Waffen wie modernen Maschinen- und Scharfschützengewehren fange ich gar nicht erst an.
Ich bin auf Deine Antwort sehr gespannt.

Desweiteren gibt es weder ein pdf von "Eltern.LAN" zum Download, wie Du ganz richtig sagst, nein, es gibt nicht mal den leisesten Hinweis darauf, dass eine solche Broschüre existiert - nichtmal auf der offiziellen Homepage des NRW-Familienministeriums (wo die Suchfunktion bei mir aber gerade nicht funktionieren will). Bis auf weiteres gibt es also eine solche Broschüre entweder überhaupt nicht oder sie wurde aus dem Verkehr gezogen, womit sie in beiden Fällen für Deine Argumentation nutzlos ist.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 14:41 #

Mit was für Pistolen hast du denn geschossen ? Ich kenne keine die dir den Arm auskugelt...:D

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 5. Januar 2015 - 15:02 #

Sven ist halt zierlich ;-)

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 5. Januar 2015 - 15:14 #

Na, eine 44er Magnum hat schon Wumps. Und wie ich Sven kenne hat er einhändig geschossen ^^.

Aber Spaß beiseite: Ein entsprechende/s Gewehr/Schrotflinte falsch gehalten kann wirklich schmerzhaft für die Schulter sein.

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 5. Januar 2015 - 15:55 #

Oder für das Gesicht, wenn man zu nah am Visier ist und das Gewehr nicht vernünftig mit der Schulter stützt. :D Aber das lernt man ja alles bei Counterstrike!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:07 #

Siehst Du! Trotz jahrelangem Ego-Shooter-Konsums weiß ich noch immer nicht, dass der Rückstoß einer normalen Pistole völlig ungefährlich ist! Haben mir die Videospiele nicht beigebracht! Sauerei, sowas :(

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:11 #

Hier noch ein Nachtrag:
Heute morgen habe ich mal ganz freundlich beim nrw'schen Familienministerium per Mail angefragt, ob es eine Broschüre "Eltern.LAN" gibt, die entweder von oder mit Hilfe des Ministeriums erstellt und veröffentlicht wurde.
Die Antwort war negativ, eine derartige Broschüre ist dort nicht bekannt - irgendwelche Lösungsvorschläge? Vielleicht kennt ja auch ein anderer User diese Broschüre?

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 5. Januar 2015 - 16:33 #

http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/seminar-workshop/179405/eltern-lan-eine-lan-party-nur-fuer-eltern-und-paedagogen

http://www.spieleratgeber-nrw.de/site.1851.de.1.html

Wobei bei letzterem nicht alle Links nicht gehen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:45 #

Vielen Dank für Deine Links!
Der erste Link hat mir leider nicht weitergeholfen, vicbrothers Empfehlung kam ja auf meine Zweifel, Counterstrike würde als Familienspiel eingeordnet werden, und unter den wenigen Links der bpb findet sich nur ein pdf zu einer CoD-Eltern-LAN - wo das Spiel ganz deutlich als nicht kinder- oder jugendgeeignet klassifiziert wird.
Dein zweiter Link hätte deutlich hilfreicher sein können: Bei der dortigen Eltern-LAN sollte tatsächlich auch Counterstrike vorgestellt werden, leider lässt sich aber das entsprechende Handout nicht downloaden :(

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 16:23 #

Ich verstehe die Aufregung in deinen Beiträgen nicht und halte sie auch nicht für logisch, gerade wenn ich auch die Wertungsaussagen über meine Person in deinen Beiträgen hier lese. Ich verstehe nicht ganz, was diese der Diskussion bringen, denn auf Nachfrage bin ich immer gerne bereit näher auf meine Punkte einzugehen:

Ich tausche mich regelmässig mit Hochschulangehörigen der Fachgebiete Informatik und Psychologie über diese Themen differenziert aus. Diese sehen in Spielen nicht nur positive Seiten, gerade bei Spielen die unnormale Verhaltensweisen zeigen und moralische Grenzen überschreiten. Gerade wie das Gehirn lernt, gesehenes und unbewusst aufgenommenes verarbeitet und sich dann im Handeln wiederfindet ist in diesem Zusammenhang sehr interessant. Wenn dich das Thema interessiert so gibt es auch auf YouTube interessante und empfehlenswerte Vorträge, zB von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer.

Gut, dass du das NRW-Familienministerium angesprochen hast, seltsam dass die - im Gegensatz zu euch - nichts finden, ggf. liegt es an dem damaligen Regierungswechsel. M.W. erschien die betreffende Broschüre unter Armin Laschet (CDU), ist also schon ein paar Jahre und einen Regierungswechsel her, ich habe sie aber leider nicht mehr vorliegen (las die damals bei Freunden).
Die gute Idee ist sicherlich, Eltern die Spiele ihrer Kinder nahezubringen, aber leider schiesst man da über das Ziel hinaus und fängt an für Spiele mit kritischem Inhalt zu werden. Dies ist ggf. mit den Sponsoren dieser Veranstaltungen und Berater der Aufklärungsbroschüren zu erklären, u.a. werden Electronic Sports League und der BITCOM, sprich die Interessenvertretung der Spielindustrie, genannt.

Keine Ahnung warum du jetzt mit Schusswaffen argumentierst, ich dachte da mehr an die militärischen Fähigkeiten: Waffenkunde, militärstrategisches Denken, taktische Manöver, ggf. auch Sehen bei Nacht (Sprich Sehen ohne am Bildschirm die Beleuchtung oder im Spiel den Gamma-Wert zu erhöhen) oder Reaktionsgeschwindigkeit :D, usw ...

Ich denke man sollte diese Themen entsprechend distanziert und differenziert und nicht nur aus Augen eines Spielers sehen, ich denke die Eltern in diesem Forum werden es schon aus ihrer verantwortungsvollen Rolle getan haben. Vielleicht können wir dies hier aber ruhig und sachlich diskutieren.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 6. Januar 2015 - 16:49 #

Wenn Du weniger bissige Kommentare von mir haben willst, solltest Du zunächst einmal anfangen, weniger überheblich und arrogant zu argumentieren. Deine Behauptung weiter oben, ich würde nur mit "Glauben" argumentieren impliziert ziemlich deutlich, dass Du mir eine differenzierte, durchdachte Argumentation nicht zutraust - vor allem, da Du gleich mit wissenschaftlicher Auseinandersetzung als Gegenpol zu meinem "Glauben" ankommst.
Und bitte, verschone mich mit irgendwelchen Ausflüchten á la "Das war doch nur ein Missverständnis / eine Missinterpretation". Davon wirst Du mich nicht überzeugen können, dafür kenne ich Dich hier schon viel zu lange. Ich nehme Dir auch nicht ab, dass Deine Überheblichkeit nicht berechnend ist.
Also: Wenn Du mit mir sachlich diskutieren möchtest, dann solltest Du meine Aussagen in Zukunft besser ernst nehmen und sie differenziert betrachten.

"Ich tausche mich regelmässig mit Hochschulangehörigen der Fachgebiete Informatik und Psychologie über diese Themen differenziert aus."
-> Ach komm! Eine derartige Aussage liest man von Dir so oft, das ist inzwischen - entschuldige bitte den drastischen Ausdruck - lächerlich. Ich glaube Dir gerne, dass Du Dich auch mal mit Experten diverser Fachgebiete auseinandersetzt - aber in dem Maße, in dem Du mit solchen Behauptungen in Diskussionen wedelst, kann das einfach nicht ernst genommen werden.

"Keine Ahnung warum du jetzt mit Schusswaffen argumentierst, ich dachte da mehr an die militärischen Fähigkeiten: Waffenkunde, militärstrategisches Denken, taktische Manöver, ggf. auch Sehen bei Nacht (Sprich Sehen ohne am Bildschirm die Beleuchtung oder im Spiel den Gamma-Wert zu erhöhen) oder Reaktionsgeschwindigkeit :D, usw ..."
-> Ernsthaft? Du verstehst nicht, warum ich "jetzt mit Schusswaffen argumentiere"? Pass mal auf: Viking1981 hat weiter oben in sarkastischem Tonfall u.a. gefordert, Kindern solle doch gleich der Umgang mit Schusswaffen beigebracht werden. Auf diesen Beitrag inklusive der genannten Forderung hast Du geschrieben, dies sei doch längst alles Realität. Als ich und Viking geschrieben haben, dass das nicht stimmt, hast Du (auf die Aussage mit den Schusswaffen bezogen) geantwortet, dies geschähe per Computerspiel im Heimbereich. Na, wird Dir so langsam klar, warum ich "jetzt mit Schusswaffen argumentiere"? Ist weiter oben auch alles wunderbar nachzulesen und ich bin nicht der Einzige, der Deine Ausführungen exakt so aufgefasst und für unsinnig befunden hat.
Übrigens: Dinge wie militärstrategisches Denken oder taktische Manöver lernt man garantiert nicht in Spielen wie Counterstrike oder anderen einschlägigen Militärshootern - sondern deutlich eher in Strategiespielen wie "Endless Legend", welches von Dir hier in diversen Postings positiv bewertet wird. Waffenkunde lernst Du auch nicht (Du kennst nach dem Konsum von Shootern ein paar Bezeichnungen, aber ganz sicher nicht die Funktionsweise unterschiedlicher Modelle).

"Ich denke man sollte diese Themen entsprechend distanziert und differenziert und nicht nur aus Augen eines Spielers sehen, [...]"
-> Keine Sorge! Du darfst mir gerne glauben, dass ich genau das tue. Das ändert aber nichts daran, dass ich den Großteil Deiner Aussagen in Bezug auf die Wirkung von Shooter-Spielen anzweifle und auch weiterhin anzweifeln werde.

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 18:47 #

Ich denke ein jeder mache sich selbst ein Bild wie - in meinen Augen - aggressiv und persönlich du die Diskussion führst, sogar Kontakt mit dem Familienministerium NRW aufnimmst, um dein negatives Bild von mir zu untermauern und meine fehlende Glaubwürdigkeit zu beweisen.

Ich bin erstaunt über deine Energie und da ich deinem Beitrag entnehmen muss, dass du jede weitere Antwort von mir ablehnst oder meine Aufrichtigkeit bezweifelst, macht es wohl wenig Sinn für mich, die Diskussion fortzusetzen.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 6. Januar 2015 - 18:56 #

Total verwerflich, wenn Sven es wagt, deinen Behauptungen auf den Zahn zu fühlen. Soll gefälligst einfach glauben, was man schreibt! ;p

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 6. Januar 2015 - 19:51 #

Nun, der Teil über BITCOM war auch falsch. Wenn du dich/deine Ausführungen mit Industrie- oder Hochschulkontakten schmückst, diese jedoch widerlegt werden, brauchst du dich über mangelnde Glaubwürdigkeit nicht wundern. Warum sollten also deine anderen Aussagen der Wahrheit entsprechen?

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 0:40 #

Genau: Soll sich jeder selbst ein Bild machen, mit welcher Arroganz Du Diskussionen führst. Ich bin ja bei weitem nicht der Erste, der entsprechende Erfahrungen mit Dir gemacht hat.
Ach so, und dass ich Deine Glaubwürdigkeit damit anprangern wollte, indem ich mit dem Familienministerium Kontakt aufgenommen habe, ist wieder einmal eine Unterstellung Deinerseits. Du selbst hast eine Broschüre von dem Ministerium empfohlen und ich wollte tatsächlich aus Interesse (!) schauen, ob Spiele wie Counterstrike tatsächlich als Familienspiele dargestellt werden - egal ob nun wörtlich oder sinngemäß. Bis auf weiteres habe ich Deine Behauptung tatsächlich für null und nichtig erachtet, das stimmt wohl. Und zwar, weil ich mir Derartiges von einem Ministerium kaum vorstellen kann. Nichtsdestotrotz war es nicht Sinn und Zweck, eine Lüge von Dir aufzudecken.

Und weitere Antworten lehne ich von Dir keinesfalls ab. Was ich bei Dir ablehne ist Deine Überheblichkeit, mit denen Du Deinen Gesprächspartnern (ich rede hier explizit nicht nur von mir) entgegenkommst. Ich hasse es aufrichtig, wenn sich andere Menschen offenbar darüber definieren, sich intellektuell über ihre Mitmenschen zu stellen und das wird bei etwas genauerem Lesen Deiner Beiträge leider nur allzu oft deutlich. Da nützt auch Deine geschliffene Rhetorik (ist ein Kompliment) nichts.
Wenn Du also nicht in der Lage bist, auf Augenhöhe zu kommunizieren, dann kannst Du Dir tatsächlich jede weitere Antwort sparen - in allen anderen Fällen können wir gerne weiter diskutieren. Dann solltest Du Dich allerdings daran gewöhnen, dass ich mitunter auch mal zu harscheren Worten greife. Beleidigend werde ich in aller Regel nicht, höchstens mal sarkastisch. Das solltest Du aushalten können.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 11:07 #

Das lustige an der Geschichte ist ja, das auch Vicy durchaus für knappe, erheiternde und vor allem nicht arrogante Kommentare zu haben ist.
Aber dann hat die Akademie wahrscheinlich grad zu ! ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 11:30 #

Ja, das stimmt. In solchen Momenten ist er mir sogar fast sympathisch.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 11:57 #

Ich zitiere mal nur die ersten beiden Sätze deines neuen Beitrages:
"Genau: Soll sich jeder selbst ein Bild machen, mit welcher Arroganz Du Diskussionen führst."
Damit unterstellst du, dass ich arrogant Diskussionen führe.

"Ich bin ja bei weitem nicht der Erste, der entsprechende Erfahrungen mit Dir gemacht hat."
Auch das ist nur eine Behauptung.

Du sprichst von Augenhöhe und führst "Killerspiele" und leicht wiederlegbare Extrembeispiele mit der Wirkung von Waffenhandhabungen in die Diskussion ein, um dann öffentlich eine Zusammenfassung mit den Unterstellungen der Überheblichkeit abschliessen oder meine Beiträge als intellektuell oder rhetorisch geschliffen zu bezeichnen. Ich habe diese Begriffe nicht verwendet und auch nicht eine Sekunde an diese gedacht.

Ich sehe daher in deinen Vorwürfen keinen Sinn für eine Diskussion, sondern geht nur gegen die Person und ich halte es auch nicht für richtig, dass du zu "harscheren Worten" greifst oder deinen "hass" auf einen Personenkreis schilderst: Du bist hier schliesslich Moderator und genau das sollst du in Diskussionen verhindern.

Würdest du mir persönlich begegnen oder mit mir sprechen und spielen (wie es einige hier ja tun) dann würdest du sicherlich nicht behaupten, ich sei arrogant, auch wenn ich mich intellektuell mit Spielen und ihren Auswirkungen beschäftige und meinen Standpunkt auch erläutern kann.

Denn wenn ich es auch schon oft sagte gilt immer noch: Fragt einfach nach wenn es Unklarheiten oder Fragen gibt, ich will hier niemanden von meiner Meinung überzeugen.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 7. Januar 2015 - 12:05 #

Das mit den "entsprechenden Erfahrungen" ist keine Behauptung.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 12:09 #

Für ihn schon, weil derartige Kritik an ihn vollkommen abprallt bzw. gar nicht erst wahrgenommen wird. Auch das konnte man schon oft genug beobachten.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 7. Januar 2015 - 12:12 #

Na gut, dann erkläre ich hiermit ausdrücklich, dass ich das selbst auch schon erlebt habe. So! :-)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 12:30 #

Sven, denk an Monologe und Panzertape !!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 12:07 #

Nochmals, das Thema Waffenhandhabungen habe nicht ich eingeführt - das war zunächst mit sarkastischem Ton Viking, was Du dann anscheinend ernst gemeint aufgegriffen hast mit der Behauptung, dass dies doch schon alles Realität sei.
Schade, dass Du meine Beiträge nicht so wirklich zu lesen scheinst, sonst hätte ich mir diesen Absatz hier sparen können.

Natürlich hast Du Begriffe wie "intellektuell" oder "rhetorisch geschliffen" nicht verwendet. Wäre doch sehr ungewöhnlich, wenn jemand selbst jedes Mal vorweg schreiben würde: "Pass auf, ich schreibe jetzt rhetorisch geschliffen bzw. so, dass der Eindruck entsteht, ich würde mich intellektuell über andere stellen" - Du musst solche Begrifflichkeiten nicht verwenden, Du tust es einfach.

"Du bist hier schliesslich Moderator und genau das sollst du in Diskussionen verhindern."
-> Und wieder die Mod-Keule. Ich habe hier nicht als Moderator geschrieben, insofern sehe ich mich in solchen Diskussionen auch nicht verpflichtet, meine Gesprächspartner mit Samthandschuhen anzufassen.
Übrigens habe ich nicht meinen "Hass" auf einen bestimmten Personenkreis, sondern auf eine bestimmte Verhaltensweise geschildert. Demzufolge (nur um das klarzustellen) lässt sich auch nicht ableiten, dass ich Dich hasse, sondern lediglich Deine Art der Kommunikation ablehne.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 13:36 #

Du hast die Waffenhandhabung im Bezug auf meinen Beitrag explizit ausgeführt und legst dich auf diesen Gedankengang sehr detailliert fest:

"Aber hey, Du kannst mir sicher glaubhaft erklären, wie mir ein Videospiel beibringt, wie ich eine Pistole halten muss, damit ich mir nicht gleich den Arm dank Rückstoß auskugle. Oder wie eine Pistole durchzuladen ist. Oder wie Kimme und Korn für einen wirklich GEZIELTEN Schuss einzusetzen sind. Und von komplexeren Waffen wie modernen Maschinen- und Scharfschützengewehren fange ich gar nicht erst an." ~Sven Gellersen Community-Moderator - 4. Januar 2015 - 22:17

Wenn du aber meine Antwort auf Viking liest, wirst du feststellen, dass ich seine Aussage zitiere, verallgemeinere und dann beantwortet habe. Auf einzelne Aspekte ging ich nicht ein.

"Natürlich hast Du Begriffe wie "intellektuell" oder "rhetorisch geschliffen" nicht verwendet."
Das habe ich ja auch nicht geschrieben, ich schrieb, dass du diese Begriffe als Vorwurf verwendest: "Du führst..., um dann... meine Beiträge als intellektuell oder rhetorisch geschliffen zu bezeichnen."

"Du musst solche Begrifflichkeiten nicht verwenden, Du tust es einfach."
Ich glaube du verstehst da etwas nicht richtig, denn es ging mir um deine Einführung des negativ-wertend geprägten Begriffs "Killerspiel". Aber wenn ich dich jetzt richtig verstehe wirfst du mir jetzt rhetorisch/intellektuelles Schreiben vor: Was ist a) daran ungewöhnlich unter Erwachsenen und b) ist das durchdachte Schreiben nicht ein Faktor, mit dem sich GG von anderen Foren abhebt?

""Du bist hier schliesslich Moderator und genau das sollst du in Diskussionen verhindern." -> Und wieder die Mod-Keule."

Du hast eine Beispielfunktion und stehst ganz offiziell mit "Community-Moderator" hier im Kommentarthread. Wer sollte denn deiner Meinung nach eingreifen deine Beiträge zu regeln, wenn nicht du selbst, wann soll ich wissen welche du Rolle du gerade einnimmst, wer soll hier Vorbild sein, wenn nicht die Moderatoren? Niemand kann wissen in welcher Rolle du gerade sprichst und daher würde ich eine Lösung über einen Zweitaccount für Mods gut finden.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 13:51 #

1. Du hast Viking zitiert und dann ausdrücklich geschrieben, dass ALLES (aus seinem Zitat) bereits Realität sei. "Alles" ist ganz sicher keine allgemeine Aussage, sondern schließt explizit jeden Satz von Viking mit ein. Eine nähere Erläuterung zu Teilabschnitten seines Kommentares wären da unnötig gewesen.

2. "Geschliffene Rhetorik" habe ich ausdrücklich als Kompliment verfasst (die Klammer im entsprechenden Beitrag hast Du wohl übersehen), nicht als Vorwurf.

3. Ich werfe Dir nicht vor, intellektuell zu schreiben, ich stelle für mich persönlich fest, dass Du Dich intellektuell über Deine Gesprächspartner stellst und ihnen somit keinen Respekt erweist. Habe ich jetzt mehrfach erläutert. Mir erschließt sich nicht, wie man bzw. Du das noch immer missverstehen kann(st). "Intellektuell" schreibe ich selbst, möchte ich behaupten, das kann ich Dir also wohl kaum vorwerfen.

4. Als Moderator bin ich alles andere als die oberste Instanz. Wenn Du feststellst, dass ich mich als Moderator (!!! NICHT als User) falsch verhalte, kannst Du jederzeit mit der Redaktion bzw. Jörg in Kontakt treten. Entweder ich bekomme dann eine Zurechtweisung oder eben nicht.

5. Mit ein wenig Nachdenken ist es leicht ersichtlich, ob ein Moderator als User oder als Moderator eingreift. Letzteres ist üblicherweise nur dann der Fall, wenn Trollerei oder andere Regelverletzungen vorliegen. Nichts dergleichen wurde von mir hier erwähnt, ergo bin ich gerade ein User, mit dem Du Dich unterhältst.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 7. Januar 2015 - 14:01 #

Und so wird wieder ein Kommentarbereich zu einem persönlichen Schlachtfeld missbraucht! Geht bei euch die PN-Funktion nicht?

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 14:05 #

Du hast recht, alles Weitere sollte per PN besprochen werden.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 15:58 #

Finde ich nicht. Grade solche Redeschlachten sind manchmal interessanter als die eigentliche News.
Solange hierbei nicht flächendeckend beleidigt wird, Wayne ?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 7. Januar 2015 - 17:04 #

Nein, es ist nicht Wayne. Es ist dem Newsautor und anderen Usern nicht fair gegenüber, wenn Kommentare für zu ausschweifende Off-Topic-Themen gekapert (und persönlich) werden. Mal kurz abschweifen ist ja ok, aber irgendwann ist genug. Tracken sie die News, erwarten sie neue Kommentare zum News-Thema, nicht solche "Redeschlachten". Nur vicbrother ist da leider ein Meister darin und es nervt immer wieder aufs neue. Lange schaue ich bei diesem Trollen mit System nicht mehr zu.

Und ich denke jetzt auch, hier ist langsam mal gut und es sollte wieder über das eigentliche Newsthema diskutiert werden. Hier ist jetzt jedenfalls Schluß.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 17:16 #

Na gut, so gesehen....

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 17:18 #

Wobei man fairerweise dazusagen muss, dass ich ja nicht ganz unschuldig bin. Ich hätte vicbrother ja auch ignorieren können, selbst wenn es schwer fällt und an diesem "Schwerfallen" hapert's einfach.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 18:08 #

"Trollen mit System" ist dein Vorwurf: Bitte zeig mir hier bitte genau den Beitrag den du hier als Trollen empfandest damit ich das nachvollziehen kann.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 6. Januar 2015 - 17:11 #

"Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer."
Damit hat sich jede weitere Diskussion erledigt. Gib's auf Sven ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 6. Januar 2015 - 17:14 #

Aufgeben ist schwer bei vicbrother - Seine Äußerungen zwingen mich förmlich dazu, mich ebenfalls zu äußern ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 6. Januar 2015 - 17:21 #

Ich kann das nachfühlen ^^

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 6. Januar 2015 - 17:25 #

Versucht es trotzdem. Ich sagte schon immer, der trollt mit System.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 6. Januar 2015 - 17:30 #

Da hast du Recht.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 6. Januar 2015 - 17:49 #

Wer soll denn Bitcom sein?
BITCOM, sprich die Interessenvertretung der Spielindustrie

dazu gibt's nicht per schnellsuche Google

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 6. Januar 2015 - 17:55 #

http://www.bitkom.org/

Halt ein Buchstabe falsch gewesen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Januar 2015 - 7:48 #

Auch das ist falsch. Bitkom ist nicht der Interessenverband der Spiele-Industrie.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 10:54 #

Da hast du recht, das habe ich falsch ausgedrückt. Mir stiess auf, dass die Industrieverbände diese Veranstaltungen sponsern, damit also auch ihre Interessen vertreten. Da die Spieleindustrie mittlerweile eine Milliardenschwere Industrie ist, habe ich beides nicht korrekt in einen Topf geworfen. Dennoch sehe ich da einen Interessenskonflikt in der neutralen Aufklärung.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 6. Januar 2015 - 18:34 #

Tut mir leid das ich mich hier nochmal einklinke. Du möchtest militärische Fertigkeiten am PC trainieren? Mit Kinder? Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Waffenkunde bringt nichts wenn ich die Waffe nicht anfassen kann, um zu verstehen wie es funktioniert. Für richtiges strategisches und taktisches Denken im militärischen Sinne sind Kinder zu jung und die Programme zu schlecht. Nicht umsonst trainieren Soldaten das live. Eine Partie Starcraft zu gewinnen ist etwas anderes als eine Gefecht zu planen und durchzuführen. Sehen bei Nacht an einem PC Monitor zu üben ist das verrückteste was ich je gehört habe.

Das hättest du mir zu meiner aktiven Zeit sagen sollen, dann hätte ich Nachts nicht im Wald liegen müssen ;)

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 18:47 #

Ich war auch in der Armee ;)
Da gab es - zumindest in meiner Zeit - auch theoretischen Unterricht über Kampftaktiken und Verhaltensweisen im Feld. Klar, eine Waffe zu zerlegen ist natürlich der Höhepunkt der Grundausbildung ;) aber ich dachte da vor allem an die Unterscheidung von Waffen, deren Wirkung und Einsatzmöglichkeiten. Ich denke man lernt schon durch Spiele wann man ein Sturmgewehr oder eine MP einsetzen sollte oder leichte und schwere Panzer notwendig sind ;)
StarCraft hat für mich weniger mit Strategie als mit Action zu tun, aber taktische NATO-Codes kann man in so manchem Wargame lernen ;)

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 6. Januar 2015 - 21:57 #

Ok ich höre mir dann morgen mal eine Vorlesung zum Thema Herz-OP und werde es dann mal ausprobieren.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 6. Januar 2015 - 22:04 #

An Vicbrother ? :D

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 10:51 #

Soweit bin ich noch nicht ;)

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 7. Januar 2015 - 10:55 #

Dem lässt sich abhelfen :-)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 11:07 #

Bin dabei, er wohnt in der Nähe. Den find ich !!

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 11:59 #

Ich hatte schon das Vergnügen zweier Stromstösse durch Herz, aber ich fühl mich wirklich noch sehr fit ;)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 12:30 #

Perverse Schockerspielchen zählen nicht, wir sind schon auf dem Weg um dir den Unterschied zu demonstrieren.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 7. Januar 2015 - 12:36 #

Muss nur kurz die Hände waschen, ach eigentlich ist das überflüssig oder...

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 12:42 #

Wieso ? Gepflegte Hände sind leichter zu verkaufen.....

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 6. Januar 2015 - 21:43 #

"Keine Ahnung warum du jetzt mit Schusswaffen argumentierst, ich dachte da mehr an die militärischen Fähigkeiten: Waffenkunde, militärstrategisches Denken, taktische Manöver, ggf. auch Sehen bei Nacht (Sprich Sehen ohne am Bildschirm die Beleuchtung oder im Spiel den Gamma-Wert zu erhöhen) oder Reaktionsgeschwindigkeit :D, usw ..."

Seriously ?
Wenn du laut deiner Behauptung wirklich gedient hast, kapier ich nicht wie du auf eine solch schwachsinnige Aussage kommst.
Dies ist in etwa so glaubwürdig, wie Menschen die 10 Meter wegfliegen wenn sie von einem Schrotschuß getroffen werden in Actionfilmen.

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 6. Januar 2015 - 22:14 #

Also echt, in Wirklichkeit fliegen die nämlich 20 Meter weg!

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 11:08 #

Du nimmst mich nicht ernst, schnief....

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 12:02 #

Es gab viel Schwachsinn in der Armee, aber bei mir als Sani war das so, ich hatte nur theoretischen Unterricht. Die Einheit gibt es aber m.W. nicht mehr.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 7. Januar 2015 - 12:29 #

Praktisch. So kann man nicht nachhaken ;)
Tja und ich war ähnlich wie Viking nicht nur Theoretiker, sondern hatte genug Praxis damit. Und daher sage ich mit Bestimmtheit,daß deine Behauptung Schwachsinn ist.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 13:35 #

Ich kann nicht mehr als sagen wie es bei mir war, ich erinnere mich daran, dass zwei Berliner sogar die Einheit verliessen, weil sie lieber in der Infanterie im Gelände sein wollten.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 13:40 #

Nur theoretischen Unterricht? Interessant:

http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/a/sanitaetsdienst/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9quLEPL3sxKKizNSiVL3E0uKkzJyU0rx0vcT0RP2CbEdFAIQ_1S4!/

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 14:57 #

Nur theoretischen Unterricht - natürlich auf das Thema bezogen und da ging es um Kampf und im Felde.

Seit meiner Zeit hat sich in der Sanität sicher einiges geändert, so hörte ich davon, dass man erwogen hat, das Sanitätswesen neben Heer, Luftwaffe und Marine als vierte Teilstreitkraft aufzustellen - von daher kann ich nicht sagen wie heute ausgebildet wird (und ich will hoffen nicht so wie in meiner Zeit ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 7. Januar 2015 - 16:35 #

Naja, im Link steht ja ziemlich deutlich, dass es eben nicht nur theoretischen Unterricht, sondern auch Praxis gibt.
Aber Du hast schon nicht unrecht: Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist und wie lange Deine aktive Sani-Zeit nun zurück liegt, insofern kann es schon möglich sein, dass es zu Deiner Zeit keine praktische Ausbildung an der Waffe gab.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Januar 2015 - 17:15 #

Benenne doch bitte die offizielle Quelle zu Sani/4.TSK!
Du hörst ansonsten einiges was nicht der Wahrheit entspricht und du möchtest uns hier bestimmt nicht in die Irre führen

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 18:15 #

Das war vor 2000, aber schauen wir auf die Bundeswehrseite: Unter
https://mil.bundeswehr-karriere.de/portal/a/milkarriere/!ut/p/c4/PYxNC8IwEET_Ubap9OJN0YuiBz3YekuatS7mo6wbvfjjTUCcgQfDg4ErlEbzoskIpWg89DCMtLRvFcg_DDMho6I7438YS5JZWeR8e1ryDhku9cehGlNEqRSMQoUTG0ms5sTiq8nMxShyMDR6s9atbn7Rn-683_XtoukO2-MJ5hBWXz6FmvA!/

werden die Videos noch als "Teilstreitkraft Sanitätsdienst" benannt, obwohl man davon wohl Abstand nahm. Heute heisst es wohl Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Zentraler_Sanit%C3%A4tsdienst_der_Bundeswehr ). Ich bin da aber schon sehr lange raus.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Januar 2015 - 18:23 #

Das wird immer abstruser - eine Bildunterschrift ist neuerdings eine Bw-Reform? Das ist doch keine Quelle und das ganze entlarvt wie halbseiden die Diskussionsführung auf deiner Seite ist.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 19:45 #

Das ist nicht abstrus sondern der Zeit geschuldet. Wie gesagt: Das war vor zig Jahren mal Thema, Quellen habe ich dafür keine parat (Internet war da noch #Neuland oder Arpanet oder so ;). Wenn aber die Bundeswehr selbst noch Videos damit tituliert, ist dies aber ein Indiz auf diese damalige Überlegung.

Du kannst ja ggf. einfach beweisen, dass es NIE die Überlegungen zur vierten Teilstreitkraft Sanitätswesen gab (der Titel ist ja auch schon kurios gewählt), aber die Unterlagen wirst du wohl kaum vom Ministerium bekommen. Letztlich ist es ja wohl auch der zentrale Sanitätsdienst geworden, ich weiss aber nicht welche Konzepte da alle diskutiert wurden (aber abwegig erscheint mir eine Abtrennung im bewährten Format nicht).

EDIT: https://de.nachrichten.yahoo.com/sanit%C3%A4tsdienst-der-bundeswehr-bleibt-eigenst%C3%A4ndige-teilstreitkraft-121902181.html - demnach ist der zentrale Sanitätsdienst eine eigene Teilstreitkraft?

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Januar 2015 - 20:54 #

Ist er nicht, war er nicht - siehe wikipedia. Die Sanis tragen Unifom des Heers/der Lw bzw. der Marine

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 7. Januar 2015 - 23:24 #

Ist er aber nur nicht, weil er keine "Streit"kraft ist.

"Der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr stellt keine eigene Teilstreitkraft dar, sondern nimmt als militärischer Organisationsbereich (milOrgBer) querschnittliche Aufgaben für Heer, Luftwaffe, Marine und Streitkräftebasis wahr. Die Besonderheit des milOrgBer (genauso wie der Streitkräftebasis) ist das Fehlen einer eigenen Uniform und eigener Dienstgradabzeichen. Die Soldaten der ZSanDstBw tragen daher weiterhin die Uniformen der Teilstreitkräfte, aus denen ihre Einheiten ausgegliedert und in den Zentralen Sanitätsdienst überführt wurden."

http://de.wikipedia.org/wiki/Zentraler_Sanit%C3%A4tsdienst_der_Bundeswehr

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Januar 2015 - 23:55 #

q.e.d.

vicbrother (unregistriert) 9. Januar 2015 - 13:15 #

"Ist er nicht, war er nicht" - das war ja auch nie meine Aussage. Meine Aussage war, dass es dazu Überlegungen gab. Herausgekommen ist ja scheinbar derZentrale SanDienst.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 9. Januar 2015 - 13:18 #

Und die Aussage hast du nicht belegt, darum ging's

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 4. Januar 2015 - 19:34 #

Ausbildung an Schusswaffen per Computer? Spiel mal Formel 1 und setzt dich dann in einen echten Rennwagen - du wirst eine richtig große Überraschung erleben ;-)

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 23:34 #

So zum Thema Schusswaffen mal ein letztes Wort. Ich habe tausenden von Menschen das Schießen beigebracht. Und da waren tausende von Zocken dabei, die genauso dumm mit echten Waffen umgegangen sind wie die Nichtzocker.

Nur durch das Bedienen einer virtuellen Maschine oder das lesen eines Buches lernt man keine Tätigkeiten die man mit den Händen ausführt.

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 4. Januar 2015 - 23:39 #

Ja, ich finde es auch immer wieder erstaunlich, dass es Leute gibt, die ernsthaft meinen, durchs Shooter spielen lernt man mit echten Waffen zu schießen. Völlig bekloppt sowas.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 2:08 #

Ich glaube, das hätte eigentlich an vicbrother gerichtet sein sollen, oder?

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 5. Januar 2015 - 11:17 #

Sollte man meinen ;-)

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58790 - 5. Januar 2015 - 13:35 #

Könnte man auch als Bekräftigung des Standpunktes gelesen werden ;)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 14:40 #

Thats it !

blobblond 19 Megatalent - 17762 - 5. Januar 2015 - 0:59 #

Ich hab mit GTA Autofahren gelernt!
https://www.youtube.com/watch?v=7vfPpSfN3gM

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 2:09 #

Also Dir will ich nicht auf der Straße begegnen! O_O

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4072 - 5. Januar 2015 - 10:54 #

Ich habe mit DEFCON Atomkriegführen in Echtzeit gelernt. Wenn ich irgendwann mal in die Politik gehe, wählt mich lieber nicht. :D

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 5. Januar 2015 - 11:08 #

Peanuts! Mit dem was ich von all den gezockten Spielen gelernt habe, kann ich die Welt retten, die Galaxie, diverse Apokalypsen überleben, ach einfach alles und zusätzlich mit Chuck Norris den Boden aufwischen - ohne Wasser und Putzmittel. Und das blitzt sag ich euch ^^.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:09 #

Und was machst Du mit JCVD?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 5. Januar 2015 - 16:48 #

Den schuppste ich von den Trucks, während er seinen Spagat machte. Was glaubst du, warum das jetzt der Harald Fränkel macht ^^.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:57 #

Junge, der hat ja nachgelassen. In JCVDs besten Zeiten hätte er aus seinem Spagat heraus instant einen Rotor-Wirbelkick gemacht und Dich umgehauen!

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 5. Januar 2015 - 17:57 #

Ich gebe zu, er hat's auch versucht, als ich mich oben von einem der Trucks heranschlich. Aber da ich so klein bin, hatte er mich oberhalb des Kopfes verfehlt. Und mit einem gekonnten Tritt in den Schritt flog er ^^.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 23:52 #

Tja, unterschätze nicht die kleinen Menschen! Muss ich ja auch immer wieder meinen Kontrahenten sagen :)

Despair 16 Übertalent - 4436 - 5. Januar 2015 - 11:36 #

Dank Gothic 3 kann ich Wildschweine töten. Mit bloßen Händen!

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 5. Januar 2015 - 14:39 #

Seit ich Mario gespielt habe, springe ich Leuten die nicht mag auf den Kopf, und bewerfe sie mit Schildkröten !!

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 17:45 #

Da würde ich dann aber viel lieber Wirtschaft und Recht unterrichten, das braucht nun wirklich jeder Bürger.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 18:20 #

Da sagste was.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20288 - 5. Januar 2015 - 11:06 #

Es wäre schon ein großer Schritt, wenn Schulabgänger auch wirklich Zinseszinsrechnung beherrschen würden. Das könnte beim Umgang mit Geld helfen (Rente, Darlehen,...).

Namaste (unregistriert) 4. Januar 2015 - 18:49 #

Was für ein typischer BRD-Blödsinn. Da werden mal super Vorschläge aus der Politik gebracht, und trotzdem sind die erfahrenen Lehrmeister und -innen empört. Wo ist denn das Problem, wenn man mit +10 bereits HTML und CSS lernt? Das ist in den Ausbildungsgängen der IT immerhin Stoff des ersten Ausbildungsjahrs - mit dem gravierenden Unterschied, dass dieses Wissen problemlos Minderjährige anwenden können. Viel Verstehen von Mathematik muss man dafür nicht, eher sind die Englischkenntnisse wichtiger. Kreativität kann aber auch nicht schaden.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 4. Januar 2015 - 18:52 #

Nur, muß es gleich in der Grundschule sein? Reicht es nicht, daß es erst ab der Hauptschule in den Lehrplan aufgenommen wird? Ist es in der Grundschule nicht zunächst primär wichtiger, die essenziellen Fächer zu erlernen, als zusätzlich das auch noch, sofern nicht freiwillig?

Und was soll das mit dem "typischen BRD-Blödsinn", womit du dich eigentlich schon disqualifiziert hast, sachlich eine Diskussion führen zu wollen?

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 19:20 #

Wir reden von der Grundschule, wo die Kinder noch nicht richtig lesen und schreiben können, und du willst, dass sie HTML-Code (Englisch) in höheren Abstraktionsniveaus anwenden können? Wir haben früher Kreativität mit Farben und Ton gelernt.

Striker Eureka (unregistriert) 4. Januar 2015 - 22:46 #

Meine Grundschule ging 4 Jahre vom 6. bis zum 10. Lebensjahr. Sollte sich daran nichts geändert haben hast du mit deiner Aussage [...]wenn man mit +10 Jahre bereits HTML und CSS lernt[..] die Grundschule um min. 4 Jahre verfehlt

Anonhans (unregistriert) 5. Januar 2015 - 17:15 #

Viel mehr als die Grundrechenarten braucht es in Sachen Mathematik eigentlich nicht, um selbst in "normalen" Programmiersprachen wie C, Java usw fast beliebig komplexe Programme zu schreiben (viel mehr kann ne CPU übrigens garnicht). So Geschichten wie Logik klammere ich jetzt mal teilweise aus, weil sich die Konzepte, die aus dem Teilgebiet wirklich wichtig für die Programmierung sind, meiner Meinung nach auch ohne Mathe-LK oder sogar nem mathematikverwandtem Studium mehr oder weniger von selbst erschließen, wenn man erstmal drin ist und verstanden hat, wie son Programm abläuft.
Wenn man jetzt von stark abstrahierten "Programmierumgebungen" spricht, die sich primär an Kinder richten (wie die "saublöde" Frau Joost es tut), braucht es erst recht keine fortgeschrittenen Mathematikkenntnisse, um tolle Sachen zu basteln und nen Verständnis für die Grundlagen zu schaffen. Variablen, nen bisschen if-else und die ein oder andere Schleife versteht jeder durchschnittlich intelligente 9-Jährige, wenn es ihm ordentlich beigebracht und schmackhaft gemacht wird. Und mit dem Verständnis weiß man dann schon mehr über das Computern, als ein Großteil der Bevölkerung, der jeden Tag hunderte bis tausende von Programmen "nutzt", ohne einen blassen Schimmer zu haben, was so ungefähr dahintersteckt und wie es grob funktioniert.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 19:54 #

So würde ich das auch sehen.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 4. Januar 2015 - 14:26 #

Jeder Blick in die Kommentare unter einem Artikel zum Thema Bugs oder Patches offenbart einen Abgrund von nicht vorhandenem PC-Wissen. Gute Idee, da schon möglichst früh in der Schule gegenzusteuern.

Azzii (unregistriert) 4. Januar 2015 - 15:04 #

Das stimmt so nicht. Gibt genug Studien die zeigen das Kinder problemlos schon sehr früh mehrere Sprachen lernen können ohne das etwas vernachlässigt wird. Das junge Gehirn ist beim Neulernen erheblich leistungsfähiger als du denkst. Muss halt auch die richtigen Lehrer und Inhalte für die Kinder geben.
Und ehrlich gesagt weiss ich nicht wie es bei der Schule deiner Kinder zugeht, aber wir haben Mitte der 90iger definitiv fast alle ziemlich gut schreiben und lesen gekonnt, bevor wir auf die weiterführenden Schulen gegangen sind.

Glaube du leidest unter diesem typischen Elternsyndrom, die in den Schulen was neues sehn und das direkt mit der eigenen Schulzeit (in der Erinnerung meist geschönten)vergleichen und denken "Wtf mein Kind lernt ja viel weniger oder das falsche". Lass die Pädagogen nur ihre Arbeit machen, die haben das gelernt.Und wenn dein Kind die Schule verlässt, hat es wahrscheinlich mehr gelernt als du damals, war bei unserer Generation ja auch nicht anders.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12864 - 4. Januar 2015 - 15:25 #

Seit den 90ern hat sich leider viel verschlechtert. Heute wird das Schreiben anders unterrichtet als früher. Heute dürfen sie so schreiben wie sich meine. Das nennt sich Schreiben durch Lesen lernen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/guenter-jansen-ueber-die-schlechte-rechtschreibung-viele-kinder-a-906458.html

Das mein Sohn mehr lernt weiß ich auch, nur leider lernt er dafür vieles nicht mehr. Und nur weil jemand Pädagogik studiert hat bedeutet das nicht das alles sinnvoll ist was dort stattfindet.

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 18:01 #

Pädadogik studiert man bei Professoren, die seit Jahrzehnten nicht mehr unterrichtet haben. Was soll das bringen?

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 4. Januar 2015 - 18:33 #

Stimmt, diese ominösen Professoren denken sich einfach etwas in ihrem Stübchen aus und das wird dann einfach umgesetzt. So läuft die Bildungspolitik.....oh wait...

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5167 - 4. Januar 2015 - 23:42 #

Blablabla, kommt da noch was mit Substanz?

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 5. Januar 2015 - 9:56 #

Pädagogik ist eine Wissenschaft und hat nichts mit Praxis zu tun.

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 16:23 #

Laut Wikipedia: "Pädagogik und Erziehungswissenschaft sind Bezeichnungen für die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung auseinandersetzt."

Was ich sagen wollte: Die Praxiserfahrung der Lehrenden ist oftmals nur mehr ein Auswerten von Studien aber weniger auf eigene aktuelle Erfahrung basierend. Ich sehe darin eine Diskrepanz.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 6. Januar 2015 - 19:29 #

Wissenschaft und Praxis sind zwei Bezugspunkte pädagogischer Arbeit, aber sie werden schon sehr genau differenziert.

Grundsätzlich gilt: ein Pädagoge, der mit wissenschaftlichen pädagogischen Erkenntnissen nichts zu tun haben will, kann nicht als Profi bezeichnet werden.

Wissenschaftliche Medienpädagogik z.B. nimmt Abstand von der Verteufelung neuer Medien, da sie durch die theorietische Fundierung der lebensweltorientierung nicht anders kann und will, als das den Lebensalltag der Adressaten zuerst einmal wertfrei anzunehmen.

Und leider muss ich noch etwas zum hier genannten Manfred Spitzer sagen: er ist kein Pädagoge, sondern Psychologe und Neurologe. Seine Analysenberuhen für sich besehen zwar auf wissenschaftlichen Tatsachen, jedoch sind diese rein neurologischer Natur. Er blendet die Lebenswelt völlig aus. Seine Interpretationen sind in der ernsthaften wissenschaftlichen Pädagogik / Sozialen Arbeit kaum angesehen, da er keinen geisteswissenschaftlichen Hintergrund hat, der es ihm ermöglichen könnte, mediale Welten als Konstrukt zu begreifen, mit dem Kinder und Jugendliche umzugehen lernen können.

Es ist sehr schade, dass in gesellschaftlichen pädagogischen Diskussionen Psychologen, Neurologen, Lehrer, Psychiater und sogar Ärzte mehr Gehör zu finden scheinen als Pädagogen. Vielleicht, weil letztere (eher) Verständnis für das Medium Computerspiel aufbringen - sowas kommt immer schlecht. Gut hingegen kommen jene, die alles Moderne verteufeln, unsere Jugend scheisse finden und alles am liebsten nur mit noch mehr Disziplin lösen würden.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 6. Januar 2015 - 19:37 #

Ohne es genau zu wissen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Herr Spitzer auch bei anderen Neurologen nicht gut angesehen ist ... Mir scheint seine Argumentation jedenfalls nicht sehr wissenschaftlich orientiert zu sein, sondern eher ideologisch geprägt.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 6. Januar 2015 - 20:02 #

Naja, nur ein Beispiel zu Spitzer:
er zitiert (durchaus richtig) Studien, die eine Koinzidenz zwischen hohem Fernsehkonsum in der Jugend und niedrigem Bildungsabschluss zeichnen.
Daraus zieht er nun den Schluss, dass der Bildungsgrad abhängig ist vom Mass an Fernsehkonsum. Das ist klar, ein Neurologe / Psychologe kann gar nicht anders.

Der Soziologe aber weiss, dass der Bildungsabschluss stark von der sozailen Herkunft, dem Milieu (und somit den Chancen bzw. dem Mangel daran) abhängig ist. Dieses Faktum wird genährt durch die Erkenntnis, dass in Familien, die aufgrund prekärer Lebensbedingungen sowieso schon gute Bildungsabschlüsse verhindern, eben auch viel ferngesehen wird. D.h. hoher Fernsehkonsum und schlechte Bildung treten zusammen auf, aber der kausale Zusammenhang ist - zumindest in Spitzers Absolutheit - nicht haltbar. Und schon muss man das Fernsehen nicht per se verteufeln, sondern differenzierter betrachten - es gibt gute Formate, es gibt schlechte Formate, manche guten Formate sind schlecht für Kinder in einem gewissen Alter usw.

Spitzer hat durchaus richtig erkannt, dass Fernsehen und Medien besonders bei den Kleinen die Sinne und folgend die Wahrnehmung und Reizverarbeitung im Hirn überfordern. Nur hat er sich daran festgebissen. Viele Menschen glauben nun, dass man einfach nur das Fernsehen und Computerspiele verbieten müsste, und wir hätten automatisch besser gebildete Jugendliche, aber das ist zu einfach gedacht. Die Jugendlichen mit schlechten Abschlüssen, kommen aus derart präkären Lagen, dass es überhaupt nicht darauf ankommt, ob sie fernsehen oder nicht. Die verarbeiten ihre Gewalterfahrungen notfalls mit Comics oder Geschichten, völlig egal.

Also ich bin ebenfalls vorsichtig beim Thema "Medienkonsum und Kinder", aber grundsätzlich ist das Fernsehen sowie Computerspiele weder gut noch schlecht. Spitzer sagt aber: es ist grundsätzlich schlecht und das ist wissenschaftlich besehen einseitige naturwissenschaftliche Selbstgefälligkeit.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 6. Januar 2015 - 20:31 #

"Das ist klar, ein Neurologe / Psychologe kann gar nicht anders."
Dem würde ich widersprechen. Jeder Wissenschaftler sollte wissen, was aus Studien, gerade aus empirischen, abgeleitet werden kann und was nicht. Das ist elementare Grundlage jeder Forschung. Falsch verstandene Ergebnisse sind ein KO-Kriterium.
Und dass solche Beobachtungen oft nichts über Kausalitäten aussagen, muss auch ein Neurologe sehr genau wissen, was deutlich wird, wenn wir uns die Forschung an Demenzerkrankungen und den dabei oft auftretenden Plaque-Effekten ansehen, wo eben kein ernstzunehmender Wissenschaftler aus so einer beobachtenden Studie so ohne weiteres ableiten wird, dass Plaques zum Absterben der Zellen führen, nur weil beides gleichzeitig auftritt. Das kann man, genauso wie die Sache mit dem Fernsehkonsum, vermuten und weiter untersuchen, aber nicht als Ergebnis festschreiben.

Man muss wirklich kein Soziologe sein, um in deinem Beispiel den gigantischen Fauxpas zu sehen. Eine grundlegende allgemeine wissenschaftliche Ausbildung ist da schon ausreichend und bestimmt nicht einmal notwendig.

"Nur hat er sich daran festgebissen."
Und genau dieses scheinbar bedingungslose Festbeißen ist es für mich, was es mir schwer macht zu glauben, dass er von seinen Fachkollegen hoch angesehen wird (Wenn sie dieses Verhalten denn kennen), da dadurch ergebnisoffene Forschung doch gar nicht mehr möglich ist. Er wirkt so vernarrt in seine Überzeugungen, dass man zu glauben beginnt, er würde gegenteilige Ergebnisse selbst dann nicht zulassen, wenn sie bei einer eigenen Untersuchung zustande kämen.

Gegen Vorsicht beim Medienkonsum von Kindern spricht überhaupt nichts. Wenn ich das wissenschaftliche Ansehen von Herrn Spitzer bezweifle, heißt das ja nicht, dass ich dafür bin, Kinder 24/7 mit Medien vollzustopfen (Falls das jemand gedacht haben sollte ;) ). Es geht mir nur um methodische Fehler in seiner Argumentation, die so erschreckend auffällig sind. Es haben ja bereits einige Medienpsychologen diverse seiner Aussagen in einer etwas umfangreicheren Abhandlung mit Meta-Studien widerlegt und klargemacht, dass es die von ihm geäußerten klaren Zusammenhänge so nicht gibt, ohne dass sie dabei Medien einen Persilschein ausstellen.

Ist wieder länger geworden als geplant, aber bei diesem Thema kann ich nicht anders :p (Und ja, ich weiß, dass wir inhaltlich im Kern auf einer Linie sind :) )

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 12:24 #

Sicher ist kein Problem monokausal. Aber ich denke er stellt aber die richtigen Fragen und seine Hinweise auf die Gehirnforschung sind sicherlich nicht vollkommen falsch.
Was er aber sagt, ist in jedem Fall nicht im Sinne der Industrie. Er macht ja zB auch die Aussage, dass Google nur "Trial&Error" ist, das fand ich sehr passend und es ist erschreckend wie viele mit diesem Prinzip ernsthaft arbeiten.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 7. Januar 2015 - 13:07 #

Jemand in seiner Position kann und darf sich mit "nicht vollkommen falsch" bei so einer Fragestellung nicht zufriedengeben und ich werde ihn nicht wahrnehmen wie einen einfachen Studenten, der in der Klausur eine Frage "nicht vollkommen falsch" beantwortet hat und dem man dafür vielleicht noch einen Gnadenpunkt verteilt.

vicbrother (unregistriert) 7. Januar 2015 - 12:25 #

Ich bin vollkommen bei dir: Ja, es muss differenziert werden, ein Pädagoge muss wissenschaftlichen Erkenntnissen folgen und neue Medien gehören nicht per se verteufelt.
Aber hier in Hamburg beklagen viele Lehrer die universitäre Ausbildung als Praxisfremd und die Auswertung von Studien über Lehrmethoden aus dem Praxiseinsatz (wie Schreiben nach Gehör) kommen mir auch befremdlich als Experimente an Kindern vor. Da müsste es andere Lösungen geben.

In jedem Fall sollte die Debatte fachübergreifend sein, auch da gebe ich dir recht.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20288 - 5. Januar 2015 - 11:09 #

> Pädadogik studiert man bei Professoren, die seit Jahrzehnten nicht mehr unterrichtet haben.

Lies Deinen eigenen Satz noch einmal genau. Ich finde ihn sehr lustig.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 5. Januar 2015 - 11:10 #

Jetzt, wo du es schreibst :D

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 16:23 #

Studieren und unterrichten sind m.E. zwei paar Schuhe, aber dennoch natürlich seltsam in einem Satz ;)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 4. Januar 2015 - 20:10 #

Natürlich kann man Kindern alles Mögliche antrainieren. Die Frage ist aber, ob das auch Sinn macht. Ausserhalb des Lehrplans bleibt es nämlich nach wie vor dem Lehrpersonal samt Schulleitung überlassen, soziale Kompetenzen zu vermitteln. Hier wird viel zu wenig getan, obwohl eben diese sozialen Kompetenzen zu Schulerfolg beitragen.
Es ist also mehr oder minder dem Zufall überlassen, ob Lehrer auch (wie Du sie nanntest) Pädagogen sind oder lediglich Wissensvermittler.

Insgesamt besehen mangelt es in der Schule also an Pädagogen, und nicht an weiterem Unterrichtsstoff.

Das war früher anders, da hast Du recht. Aber war es schlechter? Ich denke nicht. Eine immer komplizierter werdende Welt hat zu enormen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt geführt und olgend hat man gemeint, dem entgegensteuern zu müssen, indem man diesen Druck auf die Schule übertragen hat. Mit dem Ergebnis, dass unsere Schülernzwar immer mehr lernen müssen, der Lernerfolg aber immer noch abhängig ist von den Determinanten Elternhaus und Integration in die Gesellschaft.

Deshalb halte ich nichts von diesem Vorschlag. Er wird die Selektionsfunktion von Schule weiter verstärken, anstatt bei der Verwirklichung von Chancengleichheit zu helfen.

hr7qlqn (unregistriert) 4. Januar 2015 - 20:32 #

Die Vermittlung sozialer Kompetenzen und die Förderung des Kindes außerhalb der Schule ist eigentlich eher eine Aufgabe der Eltern auf der die Lehrer allenfalls noch ein wenig was aufbauen sollten.

Nur stehlen sich mitlerweile viele Eltern aus dieser Verantwortung, machen einen auf Helikopter und ziehen kleine Kaiser ran.
Das Kind braucht natürlich niemals seine eigenen Fehler ausbügeln oder vor anderen zurückstecken. Und selbst wegen schlechter Noten wird dann eher der Anwalt bemüht als das verzogene Balg mal pauken zu lassen.

Den Rest wird ja schon die Schule richten. Und falls nicht, dann sind die doofen Lehrer dran schuld.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5167 - 4. Januar 2015 - 23:45 #

Dem ersten Absatz widerspreche ich massiv. Kinder sind einen Großteil ihrer Zeit in der Schule. Die Schule muss also AUCH erziehen, wobei ich damit nicht sage, dass dies nicht mehr Aufgabe der Eltern sei. Aber zu verlangen, Schule solle nicht (mehr) erziehen, halte ich für fatal.

Gerade in der sozialen Interaktion einer Klasse müssen die Lehrer eingreifen und soziale Kompetenzen fördern.

ybhze6h (unregistriert) 4. Januar 2015 - 23:53 #

Das habe ich auch nicht gesagt.
Nur findet diese Sozialisierung schon mal in großen Teilen vom 1 bis zum 6. Lebensjahr statt. Und auch danach verbringen Kinder mehr Zeit in der Familie als in der Schule.

Der Hauptverantwortung der Erziehung liegt daher auf jeden Fall bei den Eltern.
Das schließt keineswegs aus, dass die Lehrer auch Erziehungsarbeit leisten. Nur wenn das "Gör" mit 6 schon total verkorkst in der Schule ankommt und die Eltern sich nach kräften bemühen alles mit dem Arsch umzureißen was die Lehter eventuell aufbauen...
Und so verhalten sich leider mitlerweile viele Eltern. Und wenn das Kind dann komplett für den Arsch ist, dann sind natürlich alle Anderen schuld...

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 0:17 #

Die Sozialisation findet ein ganzes Leben lang und deren erste 6 Jahre vermehrt institutionalisiert statt, während die Familie immer mehr an Bedeutung verliert. Es ist also schlicht unwahr, was Du schreibst.

Kinder als "Gören" zu bezeichnen ist einer ernsthaften pädagogischen Diskussion nicht würdig. Ich weiss auch nicht, von welchen Kindern Du sprichst, die "völlig verkorkst" in der Schule ankommen. Das ist völlig verallgemeinernd und entbehrt jeglichen Wissens soziologischer / psychologischer / pädagogischer Natur.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 0:28 #

Sag mal, von welchen Kindern redest Du da? RTL-Vorabendprogramm?

"Die Förderung des Kindes außerhalb der Schule" - Kinder und Jugendliche verbringen die meiste Zeit ihres Alltags in der Schule oder schulbezogen (Hausaufgaben). Und wenn die Eltern todmüde vom Job heimkommen, sollen sie ihre Kinder noch im Sinne der Schule disziplinieren? Um Bernhard Buebs und Michael Winderhoffs Phantasien einer neuen schwarzen Pädagogik zu verwirklichen?

Der "Helikopter-Eltern"-Begriff steht in einer ganz üblen Tradition, von der sich zum Glück Ende der 60er junge Leute distanziert haben. Wenn Du das nicht weisst, schau Dir doch bitte mal an, wie es Bildungsinstitutionen vor ´68 ausgesehen hat. Es gibt genügend Videos im Netz, die diese "Pädagogik" drastisch illustrieren. Da war Erniedrigung und Gehorsam ganz wie bei den Nazis an der Tagesordnung und da hat es bestimmt auch keine "Helikopter-Eltern" gegeben.

Und was das alles mit dem Vorstoß der Internet-Ministerin zu tun haben soll, geht aus Deinem Kommentar auch nicht hervor.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 8:35 #

Was heißt denn "im Sinne der Schule disziplinieren"? Sie sollen einfach ihre Kinder erziehen, so wie man das von Eltern erwarten kann. Wenn das jemandem zu viel ist, sollte er sich kein Kind zulegen :)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 9:18 #

"so, wie man das von Eltern erwarten kann..." - wer erwartet was von den Eltern? Da gibt es durchaus Unterschiede zwischen Bernhard Bueb und Hans Tiersch, um mal zwei gegensätzliche zu nennen.
Und "ein Kind zulegen" ... seit wann muss man Bedingungen erfüllen, die einen berechtigen, das Natürlichste auf der Welt zu tun? Und wer stellt welche Bedingungen?

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 9:26 #

Pflege und Erziehung erwartet der Gesetzgeber und damit unsere Gesellschaft. Was das im Einzelnen heißt, kann man ja gern diskutieren, aber darum geht's hier nicht. Zumal du ja dann offenbar selbst weißt, dass es nicht heißen sollte, Kinder "im Sinne der Schule zu disziplinieren". Und das war das Entscheidende in meinem Kommentar.

Bedingungen muss man gar nicht erfüllen, davon habe ich auch nirgendwo etwas geschrieben. Aber da Eltern die Verantwortung für ihre Kinder haben, sollten sie in der Lage sein, sie wahrzunehmen. Wenn sie das nicht können oder wollen, sollten sie sich, wie gesagt, besser kein Kind zulegen, das wäre ansonsten unverantwortliches Verhalten, unter dem schon viel zu viele Kinder leiden müssen. Und nein, um die zu sehen, braucht es kein RTL-Vorabendprogramm :p

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 10:10 #

Du hast ja recht, was das gesellschaftliche Interesse angeht, aber das ist nur ein Teil der Geschichte.
Es gilt, den Blick aus drei Dimensionen anzulegen:
1. das Interesse des Kindes
2. das Interesse der Eltern
3. das Interesse der Gesellschaft

Diese drei Dimensionen überschneiden sich oft und müssen sich nicht widersprechen. Können sie aber. Ich hatte Eltern, die den Umgang ihres Kindes mit neuen Medien sehr stark reglementiert haben wollten und das waren beileibe keine "schlechten" Eltern. Diese Kinder waren oft Gymnasiasten. Ein widerspruch zum gesellschaftlichen Interesse, der aber berechtigt war.

Worauf ich aber hinauswollte:
wir gehen hierzulande von einem Staat aus, der in das Leben des Individuums nicht eingreift. Ausnahmen bestehen dort, wo grundlegende Interessen gefährdet werden. Du kannst also innerhalb Deiner Familie neue Medien verpönen, aber Du kannst Deinen Kindern nicht die Schule vorenthalten, wir haben Schulpflicht (zum Wohl des Kindes).

Ob nun o.g. Vorschlag dem Wohl des Kindes zuträglich ist oder nicht, lässt ich pauschal nicht sagen. Jedoch ist seitens ernstzunehmender pädagogischer Kreise längst übereinstimmend formuliert, dass die Bildungsdiskussion einseitig und ausufernd geführt wird. Ständig geht es nur noch um toll klingende Strategien, wie unsere Kinder noch früher noch besser auf das Berufsleben vorbereitet werden sollen, während Analysen die Zufriedenheit der Kinder betreffend ignoriert werden (Stichwort Ritalin/ADHS).

Um dem entgegenwirken, ist es notwendig, den Forderungen der Gesellschaft, wie Du sie schon richtig benannt hattest, entgegenzusetzen, dass diese allein für sich dem Wohl des Kindes nicht gerecht werden müssen.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 10:16 #

Irgendwie ist mir gerade der Bezug zu meinem Einwurf verloren gegangen und ich verstehe nicht so recht, worauf du hinaus willst.
Mir ging es nur darum, dass niemand erwartet, dass Eltern der erweiterte Arm der Schulen sind oder sein sollten, genau den Eindruck dieser Erwartung schienst du mir aber mit der Formulierung der 'Disziplinierung im Sinne der Schule' ausgedrückt zu haben. Den Begriff "Erziehung" habe ich ganz bewusst so allgemein belassen, da ich keine Diskussion über richtige oder falsche Erziehung führen kann.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 12:10 #

dann haben wir uns missverstanden. Ich bin auch der Meinung, dass der Druck nach Beruf und Schule nicht auch noch in der Familie weiter aufrecht erhalten werden kann. Ich glaube, wir sind am Leistungslimit.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:22 #

Vielleicht sind wir nicht am Leistungslimit angelangt, zumindest aber wird das Streben nach Leistung der Kinder seit Jahren übertrieben. Das beginnt bereits im Kindergarten, wo von den Eltern erwartet wird, dass am besten täglich zielgerichtete Angebote mit den Kids durchgeführt werden, um ihnen etwas beizubringen oder zu formen. Und am Ende des Tages sollte dabei auch was Handfestes bei rausspringen (etwa ein gemaltes Bild), damit die stolzen Eltern auch ja mit ihrem Kind angeben können.
Die Tatsache, dass Kinder sich ganz intuitiv selbst entwickeln (in ihrem eigenen und somit richtigen Tempo) und längst nicht so viel Anleitung benötigen wie heute oft üblich wird da gerne mal ignoriert.
Ist natürlich nicht in allen KiTas so, aber meiner Erfahrung nach in vielen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 16:35 #

"Die Tatsache, dass Kinder sich ganz intuitiv selbst entwickeln (in ihrem eigenen und somit richtigen Tempo) und längst nicht so viel Anleitung benötigen wie heute oft üblich wird da gerne mal ignoriert."

Sehr schoen formuliert. Genau das Problem sehe ich auch hier in den USA. Schule wie Freizeit werden programmatisch reglementiert, sodass kaum Zeit fuer Kreativitaet und selbstgesteuerte (Interessen-)Entwicklung der Kids bleibt. Und dann im Highschool/College Alter sind sie ploetzlich auf sich alleine gestellt und haben keine Ahnung, was sie ueberhaupt interessiert. Ich denke, wenn von staatlicher Seite statt dem "Kinder sollen schon in der Grundschule programmieren lernen" "Kinder DUERFEN..." sagen wuerde, klaenge es schon ganz anders. Und Kindern, die die Gadgets nicht interessieren, sollten sie nicht aufgedraengt werden.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 18:09 #

Da hast Du leider recht. Es ist auch nicht so, dass ich grundsätzlich gegen Leistung oder die Vermittlung von Kultursystemen wie Schrift oder Sprache(n) bin.
Mich stört lediglich der Mangel an Wahlfreiheit. Eigentlich könnte ein geeigneter Lehrer auf genau jene Unterschiede in Art und Tempo der Entwicklung von Kindern eingehen, von denen Du gesprochen hast - wenn nicht die Klassen hoffnungslos überfüllt wären, genauso wie die Lehrpläne. Und mangels Wahlfreiheit müssen alle Kinder, die in öffentliche Schulen gehen, alles mitmachen wie alle anderen. Es sei denn, man investiert das Geld in eine alternative Beschulung. Dieses Geld hat nur nicht jeder.

Ich sage das als Pädagoge ganz bewußt: es muss in unserem Bildungsverständnis einen Schwerpunkt auf Spiel als (scheinbar) sinnbefreiter Aktivität geben. Also nicht: Spiel als Mittel zum Wissenserwerb, sondern Spiel um des Spiels willen. Da würde ich Kindern lieber mal per Emulator (oder noch besser: in echt, wenn vorhanden) alte Daddelkisten hinstellen, damit die einfach mal einen anderen Bezugspunkt zu dem bekommen, was sie zuhause an Hi-Tec-Konsolen dastehen haben, anstatt ihnen das Programmieren beizubringen.

Hab ich schon gemacht :)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 19:56 #

In unserer Gesellschaft ist es ja leider eher so, dass Spielen allgemein als nutzlose Zeitverschwendung angesehen wird :(

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 20:19 #

Ja, dabei ist es eine Eigenart aller intelligenten Lebensformen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 23:54 #

Und absolut essentiell für Lernprozesse.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 6. Januar 2015 - 0:04 #

Das schon, nur wie gesagt: es ist auch Selbstzweck, denn wenn Spiel nur gut ist, wenn es einem "höheren Zweck" wie Bildung dient, besteht immer ein Rechtfertigungsdruck.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 6. Januar 2015 - 0:08 #

Ich meinte nicht Bildung, sondern Lernen allgemein - Laufen lernen, soziales Interagieren, Entwickeln und Einsortieren von Gefühlen etc.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 6. Januar 2015 - 9:20 #

Ah ok, ich war mir nicht sicher, welchen Bildungsbegriff Du meinst. Ja, da stimme ich voll und ganz zu, zumal dieser Begriff in der wissenschaftlich-pädagogischen Diskussion ebenfalls viel weiter und ausdifferenzierter gesehen wir.

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 17:59 #

Wie du schon sagst: "Die richtigen Lehrer". Das sagt auch die Hattie-Studie. Ist der Lehrer toll und motiviert zum Selbstlernen und bringt Dinge auf den Punkt ist alles klasse. Nur viele können das nicht.

Ich kann Eltern verstehen die gegen die Schulen vorgehen. Die Schulen sind heute Dienstleister, nicht mehr die Erziehungsanstalt. Ich hörte erst letzte Woche Geschichten, wo Lehrer die Aufgaben im Zentralabi durchgestrichen haben und dann eine eigene Aufgabe den Schülern stellten! Qualitätsmanagement ist in jedem Fall ein Thema für die Schulpolitik der nächsten Jahre.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6912 - 4. Januar 2015 - 15:36 #

Hm, so kritisch sehe ich das nicht. Allerdings ist die Grundschule dafür zu früh.
In den weiterbildenen Schulen, gibt es doch sowieso EDV Unterricht dort könnte man das mit einbauen. Zumindest die Grundkenntnisse - Binärcode etc... und leichte Programmiersprachen Assembler, HTML etc...

Scratch (unregistriert) 4. Januar 2015 - 17:43 #

Arg! Nein! Das ist doch schon wieder viel zu viel. Das braucht kein Mensch, ausser denen die später mal in dem Bereich arbeiten wollen. Nimm lieber Scratch evtl. in Kombination mit einem RaspberryPi. Das ist visuell und vermittelt, wie Programme funktionieren, ohne Klammer-/Einrück-/Syntax-Frust. Dazu noch den Umgang mit den Dingern vermitteln und gut ist's.

Wer dann wirklich mit Programmieren Geld verdienen will, der bekommt das immer noch spätestens in der Ausbildung vermittelt.

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 17:44 #

Voll deiner Meinung. Am Ende von G9 hat ein Schüler mal gerade fünf Stunden Englisch gesprochen - warum nicht lieber einen Fremdsprachenaufenthalt durch die Schule? Das bringt mehr.

Pomme 16 Übertalent - P - 5959 - 4. Januar 2015 - 21:38 #

Passiert ja nicht. Sie sagt ja nur "Wäre doch geil, wenn..." Keine Sorge also.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 4. Januar 2015 - 14:11 #

Finde ich zu früh, vor allem sollte es freiwillig als Zusatzfach oder AG sein. Die Kids haben heute schon genug auf dem Lehrplan, geschweige denn an Hausaufgaben. Laßt den Kindern in den jungen Jahren auch noch etwas Freizeit.

Olipool 15 Kenner - 3742 - 4. Januar 2015 - 14:32 #

Es geht dabei ja nicht drum das Programmieren an sich perfekt zu erlernen, sondern das Gehirn mit gewissen Denkweisen vertraut zu machen.
Und was die Freizeit angeht, mein Neffe ist in der dritten Klasse und hat von sich aus Spaß dran LegoFilmchen zu machen und mit Gimp Fotomontagen zu erstellen (ja, von Qualität wollen wir nicht reden, ebenso ist eine anleitende Hand hilfreich). Das würde er auch in seiner Freizeit machen. Allerdings darf er nicht so viel "mit der Kiste spielen". Es wird also auch viel über einen Kamm geschert. Und logisch, dass aktuelle Lehrer da Berührungsängste mit haben. Das allerbeste wäre es, wenn Jugendliche in Grundschulen AGs für sowas 2x die Woche anbieten würden...irgendwo wird dann schon ein neuer Carmack wachsen ;D

Desotho 15 Kenner - P - 3193 - 4. Januar 2015 - 20:40 #

Jop, ich denke die Grundlagen (sowas wie Schleifen und Variablen) wären fix vermittelt und man könnte das auch auf eine Art die Spaß macht tun.
Wenn der Groschen einmal gefallen ist, kann man sich dann auch selbst einfach in größere Sachen reinfuchsen wenn man das dann will.

Vaedian (unregistriert) 4. Januar 2015 - 15:18 #

Genau, damit wir im Vergleich mit 18-Stunden-Lernmarathons aus Asien immer weiter zurückfallen. Schließlich heißt es ja auch "Inder statt Kinder", ne?

Ich will auch kein Presslufthammerschulsystem, aber so langsam sollte die Bildung in den Mittelpunkt des Lebens rücken und nicht mehr nur eine nervige Notwendigkeit sein.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 4. Januar 2015 - 15:28 #

Das kann dann mit der Hauptschule kommen. Aber in der Grundschule sollten die Kids das Wichtigste lernen. Programmieren gehört für mich nicht dazu.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 4. Januar 2015 - 16:28 #

Warum sollen Kinder immer so auf Leistung getrimmt werden? Was bringt das? Bei diesen ganzen Bildungsvergleichen (die teilweise auch etwas Zweifelhaft sind) mögen asiatische Länder im Schnitt vorne sein, die Skandinavischen sind aber auch häufig auf den vorderen Plätzen zu finden, ganz ohne 18 Stunden Tag. Außerdem: in der Forschung ist es sehr ausgeglichen, da haben Asianten keinen signifikanten Vorteil. Eine andere Denkweise, die nicht nur auf rohe Leistung ausgelegt ist hat seine Vorteile, leider will das nur hier keine kapieren und sieht nur die kurzfristigen Vorteile.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 4. Januar 2015 - 17:26 #

Du reproduzierst in Deinem Kommentar exakt die Denkweise, welche zu unserer Bildungsexpansion mit allen bekannten Nachteilen geführt hat. Sieh Dir mal den Lehrplan in Finnland an und vergleiche deren Ranking mit unserem. Da gehen Dir die Lichter auf.
Die Reproduktionsgesellschaft ist am Limit angekommen. Schule wird immer anspruchsvoller und ich frage mich wirklich, wieso das immer noch weiter gehen muss, zumal die Effektivität sehr infrage gestellt werden kann.

bf8fre7 (unregistriert) 4. Januar 2015 - 20:39 #

Der Witz an der Sache ist, dass sich die skandinavischen Länder in der Struktur ihres Bildungswesens und auch durchaus in dem was vermittelt wird und was nicht an dem Bildungssystem der DDR orientierten.

Und grade deshalb wird es niemals etwas auch nur annähernd ähnlich funktionierendes in Deutschland geben.

Eher wird die Inklusion getestet und eingeführt.

Getestet mit Klassen mit 20 Kindern und 2 Lehrern pro Klasse und guter Ausstattung der Schule sowie entsprechenden Förderlehrern.
Funktioniert.

Umgesetzt in Klassen in denen der 27. bis 30. die Klasse teilt mit einem Lehrer, der auch noch die Förderpläne für jedes Kind machen soll und der richtige Förderlehrer kommt für 1 bis 2 Schulstunden die Woche als Springer.
Alles andere wäre natürlich zu teuer. Da werden dann doch lieber Mrd in Bahnhöfen und Flugplätzen versenkt.

Funktioniert erwartungsgemäß nicht. Und die Lehrer haben natürlich einen Maulkorb per Arbeitsvertrag.

Aber man hat ja was getan. Vor die Hunde gehts dann unter dem nächsten Minister.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 10:12 #

Es gab durchaus auch Gelungenes in der DDR, was meine allgemein Ablehnung deren Staatsform aber nicht schmälert.
Du sprichst mit Deinem Kommentar einen Kernpunkt an: die ganze Bildungsdiskussion wird von der Politik instrumentalisiert. Am Ende einer breit angelegten Debatte stehen dann Standards, die mit den vorhandenen Mitteln nur unzureichend oder auf Kosten anderer Aspekte der pädagogischen Arbeit erfüllt werden können. Inklusionskinder, das ist ja gut gemeint, aber es muss auch das entsprechende Fachpersonal dafür bezahlt werden.
Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, das ist ebenfalls gut gemeint, aber wenn man dann haufenweise ungelerntes und unqualifiziertes Personal in Baucontainer-Kitas steckt, und trotzdem die angestrebte Zahl an Betreuungsplätzen nicht ereicht, braucht mir keiner sagen, Kinderbetreuung sei in der DDR grundsätzlich schlechter gewesen.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 4. Januar 2015 - 14:28 #

Sollte man nicht erstmal sorgen das man genügend Lehrer hat welche die vorhandenen Fächer voll Abdecken statt zusätzliche zu schaffen?

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 18:04 #

Zumal alle von der Wichtigkeit der Bildung reden, die Klassen aber trotz schwacher Geburtenjahrgänge grösser werden...

Despair 16 Übertalent - 4436 - 4. Januar 2015 - 14:41 #

Grundschule ist vielleicht etwas früh. Ansonsten: Sollen sie ruhig machen, wenn sie die passenden Lehrkräfte dafür haben. Ich weiß nicht, wie es heute um die Qualität des "normalen" Informatikunterrichts bestellt ist. Zu meiner Schulzeit war der - harmlos ausgedrückt - für die Tonne.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 4. Januar 2015 - 14:57 #

Prima Idee, dann können die 20% Analphabeten wenigstens programmieren...

Despair 16 Übertalent - 4436 - 4. Januar 2015 - 15:10 #

"Ey, programmier' misch net!"^^

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 4. Januar 2015 - 15:14 #

Halte ich ehrlich gesagt schon für richtig.

Man sollte schon Wissen, wie ein Programm funktioniert, was man benutzt.

Wer einen Führerschein nutzt, weiß ja schließlich auch mehr als nur das Auto zu fahren, sondern kennt sich immerhin grundsätzlich mit den Komponenten des Autos aus.

Sich einfach vor dem Computer oder Smartphone setzen und seine Programme starten und zu bedienen ohne genau zu wissen, wie die Komponenten dazu aussehen ist doch ehrlich gesagt schon ein bisschen naiv.

Trotzdem soll es nicht darüber hinweg täuschen, dass es sicherlich auch andere Probleme in unserem Bildungssystem gibt. Aber Leute ohne Programmierkenntnisse in die heutige technisierte Welt entlassen? Wie gesagt, das ist ziemlich naiv...

Vaedian (unregistriert) 4. Januar 2015 - 15:19 #

Hätte ich nicht besser ausdrücken können.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 4. Januar 2015 - 16:25 #

"Wer einen Führerschein nutzt, weiß ja schließlich auch mehr als nur das Auto zu fahren, sondern kennt sich immerhin grundsätzlich mit den Komponenten des Autos aus."
Hab ich meine Zweifel. Wann warst du das letzte mal in einer Autowerkstatt? Das erste was die da machen ist ein Notebook anschließen, da die Elektronik so kompliziert geworden ist. Da helfen einem auch Grundkenntnisse über Verbrennungsmotoren nicht weiter, geschweige denn die anderne Komponenten in modernen Autos.

"Sich einfach vor dem Computer oder Smartphone setzen und seine Programme starten und zu bedienen ohne genau zu wissen, wie die Komponenten dazu aussehen ist doch ehrlich gesagt schon ein bisschen naiv.[...] Aber Leute ohne Programmierkenntnisse in die heutige technisierte Welt entlassen? Wie gesagt, das ist ziemlich naiv..."
Finde ich nicht. Angenommen sie können die Grundlagen der Programmierung: was bringt das? Selbst vermeintlich einfache Software ist heute so komplex dass das nix bringen wird, man braucht schon stark vertiefte Kenntnisse um da mitzukommen. Beispiel: Eine Messanger-App braucht eine Verschlüsselung, dann braucht man Grundkentnisse in der Kryptographie und dadurch wieder Wissen über Zahlentheorie - ich glaube das wird ein zu großer Rattenschwanz bevor da ein wirkliches Verständnis dafür entwickelt wird um einen praktischen Vorteil davon zu haben.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 4. Januar 2015 - 16:57 #

Ich war noch nie in einer Autowerkstatt, weil ich leider in meinem Leben keinen Führerschein mehr machen darf.

Könnte dir aber trotzdem die Funktionsweise eines Motors, Gangschaltug, Getriebe und allgemein des Autos erklären. Aber kannst du mir die Funktionsweise eines Programmes erklären, womit der Mensch von heute sicherlich mehr zu tun hat als mit Autos? Ich bin gespannt :)

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 4. Januar 2015 - 17:07 #

Ich nicht, weil die Kiste ja so oder so in die Werkstatt muss, wenn sie nicht mehr läuft. Aber Kochen kann ich gut ;-)

vicbrother (unregistriert) 4. Januar 2015 - 18:06 #

Naja, als erstes lernen die Kinder Objektorientierung mit Aspekten, Scrum und... wo steigen die Grundschulkinder da durch?

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 8:47 #

Man benötigt nicht das Wissen, die Dinge, die man benutzt, nachprogrammieren zu können, das wird doch nirgendwo gefordert. Es geht um die grundsätzliche Fähigkeit, sich mit der Thematik überhaupt auseinandersetzen zu können. Und wenn man sieht, wie einige u18-Jugendliche wie der Ochs vorm Berg stehen, wenn es um einfachste Alltagsfragen geht (wir reden nicht von Spielern, bei denen sieht es naturgemäß besser aus), wird deutlich, wo hier Probleme liegen. Die digitalen Problemlösungskompetenzen fehlen völlig bei Leuten, die sich nicht in ihrere Freizeit in die Thematik einarbeiten. Genau das ist aber wichtig in unserer Welt und wird immer wichtiger werden. Und die kann es nur geben, wenn ein Verständnis für die Probleme existiert.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5167 - 5. Januar 2015 - 0:26 #

Warum? Ich bin da sehr zwiegespalten. Jeder nutzt einen Hammer, um irgendwelche Nägel in irgendwelche Wände zu schlagen. Warum muss ich wissen, aus welcher Legierung der Hammer bestehen muss, um zu funktionieren? Muss ich wissen, welcher Mörtel für eine Wand und welches Zementrezept für ein Fundament richtig ist, nur weil ich ein Haus bewohne?

Grundsätzlich stimme ich dir schon zu, dass man schon ein gewisses Grundverständnis haben sollte um zu verstehen, wie die Welt so grob funktioniert. Aber die Frage ist halt immer, auf welchem Abstraktionsniveau das stattfinden sollte und welche Zusammenhänge so wichtig sind, dass sie jeder mal gehört haben sollte?

Mich erinnert das an ein Seminar, in dem es um die Förderung von Technikinteresse ging. Warum ist ein ausgeprägtes Technikinteresse bei SchülerInnen (vor allem bei den Mädels) wichtig? Die Antwort der Dozentin war, weil es wirtschaftlich relevant ist muss es breit gefördert werden. Das hat aber nichts mit Bildung oder gar Pädagogik zu tun. Am Ende geht es darum, dass man die Schüler in die Richtungen treibt, die für die Wirtschaft wichtig ist und sie vor allem schon für spätere Berufe vorbereitet. Das Individuum und seine eigenen Interessen spielen überhaupt keine Rolle. Fragt doch mal Grundschüler, was sie später mal werden wollen. Wieviele ergreifen später diesen Beruf? Kaum welche. Nicht etwa, weil es ihnen nicht ermöglicht wird sondern weil sich die Konzepte von Berufen und vor allem die eigenen Interessen erst später verdeutlichen und entwickeln. Vorher spielen die Berufe der Eltern oder andere Dinge eine Rolle bzgl. Wunschberuf. Warum also soll man in der Grundschule schon in konkrete berufliche Richtungen vorstoßen?

In den weiterführenden Schulen kann sowas gern angeboten werden, so wie Physik und Chemie auch erst in der Sekundarstufe kommen. Dann aber nicht eben kein Programmierkurs, sondern Informatik, weil darüber Konzepte gelernt werden, wie Programme funktionieren. Na gut, zum Nachvollziehen dann Übungen in einer Programmiersprache. :)

NIcht, dass wir uns falsch verstehen. Ich bin sehr für eine breit ausgerichtete Bildung und dabei meine ich Bildung im eigentlich Sinn und NICHT Berufsbildung.

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 16:22 #

Im Grunde bin ich bei dir, aber eine Bildung nur der Bildung willen ist eben keine Basis für ein Leben mit Wohlstand und Selbstverwirklichung. Dafür ist es schon gut, wenn man eine Basis für das Berufsleben hat.

Allerdings versagt die Schule in vielen Gebieten: Fremdsprachenunterricht ohne Fremdsprachenaufenhalt, Latein, keine verpflichtende Vermittlung von Kenntnissen in Politik, Recht und Wirtschaft.

Gnu im Schuh (unregistriert) 5. Januar 2015 - 0:28 #

Wenn ich generell an die Schule denke und speziell an den Informatik-Unterricht, dann kann ich nur sagen um Himmels willen nicht.

Man sollte nicht vergessen, wozu die Schule da ist: Kindern den Stempel für ihren späteren Lebensweg zu verpassen - und je praxisferner das ganze ist, um so besser. Dann bleibt das Gehirn unbelastet für die wirklich wichtigen Dinge.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 8:59 #

Mein Informatikunterricht war damals sehr hochwertig :)

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86503 - 4. Januar 2015 - 15:21 #

Vergisst es! Solange wir 16 unterschiedliche Kultusministerien haben, wird sich da gar nix tun.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 4. Januar 2015 - 15:59 #

Warum auch? Wenn die (Ex)Bildungsministerin mit einem geklauten Titel ins Amt gekommen ist und derzeit als Diplomatin beim Vatikan arbeitet - als einzige Diplomatin ohne Abschluss -, muss man sich doch wegen der Bildung keine großen Gedanken machen. Beziehungen zählen...

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 4. Januar 2015 - 16:15 #

16fache Expertise !

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5167 - 5. Januar 2015 - 0:21 #

Du unterstellst, dass Minister Expertise haben. Ernsthaft? ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 5. Januar 2015 - 9:28 #

Du unterstellst, dass Minister Idioten sind? Ernsthaft? ;)

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5167 - 5. Januar 2015 - 9:34 #

Ernsthaft: Minister sind in erster Linie politisches Führungspersonal. Die Experten sitzen weiter unten. Das halte ich nichtmal für schlimm, solange ein Minister sich ein einarbeiten kann und will.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 5. Januar 2015 - 9:49 #

Da hast du Recht - das Expertenwissen sitzt in aller Regel bei den Staatssekretären. Heißt aber trotzdem nicht, das oben 100% Hohlfrüchte sitzen, Manager/Führungspersonal besitzen andere Qualitäten.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 4. Januar 2015 - 16:14 #

Jede Bildung in diese Dinge ist sinnvoll. Wir sollten auch Englisch lernen in der Schule, und wer bitte außer den Gamern und Mtgo Spielern sprechen diese Sprache heute vernünftig? Richtig, kein Schwein, und das obwohl man es von der 5ten Klasse an hatte.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 4. Januar 2015 - 16:19 #

Halt ich nicht für sinnvoll. Mal abgesehen davon dass die Grundschule nicht die richtige Zeit ist sowas zu lernen, die tollen "Module" von denen sie da redet habem mit Programmieren soviel zu tun wie mit Stricken. Kumpel von mir hat das vor seinem Informatik-Studium gemacht und hat mir bestätigt, dass es genau gar nicht bringt weil AntMe! & Co viel zu simple sind.
Ich finde es auch lächerlich, wenn von der Politik Programmieren als Pflichtfach gewordet wird. Die wohl nicht verstanden, dass eine Programmiersprache keine Spracher zur Kommunikation ist und nur für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung relevant ist. Optional ja, damit man das Interesse an der Technik vor dem Studium fördern kann - aber dann auch nur in weiterführenden Schulen.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13879 - 4. Januar 2015 - 16:25 #

Absolut! Weiterführende Schulen! Dafür!

Anonhans (unregistriert) 5. Januar 2015 - 18:01 #

Hier ist die Rede von Grundschülern, nicht von angehenden Informatik-Studenten. Natürlich steht man wie ein Ochs vorm Berg, wenn man sich mit solchen Zusammenklick-Geschichten angemessen für nen Studium vorbereiten will, wo einem dann im ersten Semester C und Assembler um die Ohren gehaun wird.
Es geht nicht darum, dass Kinder dann nach der Grundschule C++ genauso gut coden können, wie sie ihre Muttersprache sprechen oder dass sie danach selbst hochkomplexe Programme in "normalen" Programmiersprachen schreiben können. Es geht doch allein darum, nen gewisses Grundverständnis für Computer und die allgemeinen Abläufe bzw. Funktionsweise von Software zu schaffen, das heute leider den allermeisten Menschen noch fehlt, obwohl fast jeder diese Kulturtechniken inzwischen rund um die Uhr benutzt und darauf angewiesen ist.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73396 - 5. Januar 2015 - 19:40 #

"Es geht doch allein darum, nen gewisses Grundverständnis für Computer und die allgemeinen Abläufe bzw. Funktionsweise von Software zu schaffen, das heute leider den allermeisten Menschen noch fehlt, obwohl fast jeder diese Kulturtechniken inzwischen rund um die Uhr benutzt und darauf angewiesen ist."

Schon richtig. Die Frage aber bleibt, muß das bereits in der Grundschule sein? Gibt's da für die Kids nichts wichtigeres zu lernen bzw. haben mit dem essentiellen Stoff nicht schon genug um die Ohren? Gehören Grundschüler allgemein schon wirklich an einen Computer? Reicht das nicht später auch noch, so ab Hauptschule, ergo ab Klasse 5?

Graschwar 13 Koop-Gamer - P - 1531 - 4. Januar 2015 - 16:55 #

Wenn da ein "können" am Ende stehen würde, fände ich es gut.

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1446 - 4. Januar 2015 - 17:05 #

Früh übt sich, was ein Hartz IVer und lebenslanger Niedriglöhner werden will, nämlich durch schulfächer wie Deutsch, Reli, Musik, Kunst, textile Gestalten, und die Vermeidung aller berufsrelevanten technisch-mathematisch-naturwissenschaftlich Fächer. Solche Vorstöße sind daher nur zu befürworten.

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4072 - 4. Januar 2015 - 17:17 #

Stimmt! Gott bewahre uns davor, daß wir uns noch eine Generation von Künstlern und anderem schmarotzenden Pack großziehen. Wenn wir erst die letzten Theater und Museen zu Gunsten einer neuen Shopping-Mall geschlossen haben, braucht die eh keiner mehr.

Namenlos (unregistriert) 4. Januar 2015 - 17:30 #

Ich bin irgendwie der Meinung das Deutsch irgendwie die absolute Grundlage für alles Weitere ist.
Ohne sinnerfassend lesen zu können kannst du stundenlang auf einen Programmcode starren. Vielleicht kannst du ihn dann auch nach Schema F zusammenklicken. Nur wirst du dann einen Fehler nicht erkennen.

Programmieren in der Schule gut und schön. Aber nicht in der Grundschule. Die Grundschule soll ein Fundament an Wissen legen und da wird heute schon genug Quatsch gemacht.

Und ja, die künstlerisch musische Bildung gehören durchaus auch dazu, genau wie Wissen über die Gesellschaft zu denen nun einmal auch Religionen gehöhren. Was da manche Religions"lehrer" machen und an christlicher Propaganda betreiben ist eine andere Sache.

Wenn dann in der Grundschule wirklich logisches Denken, sinnerfassendes Lesen und Basiswissen vermittelt wurden, wozu durchaus auch Wissen über das Innenleben eines Computers zählen kann, dann kann gerne auch in der weiterführenden Schule geproggt werden. Ich hatte ja selbst im Infounterricht TurboPascal. Nur kommst du als Kind ohne Ahnung von Tuten und Blasen schon bei Objektorientierten Programmiersprachen nicht weiter.

Es ist aber wirklich witzig wie so ein "Experte" (schließlich ging ja jeder irgendwann mal auf die Grundschule...) nun mehr Info in der Grunschule fordert mit Codingunterricht während gleichzeit gefordert wird, dass die Kinder weniger Zeit an Bildschirmen verbringen sollen.

Aber gut, alle 4 Jahre eine neue Regierung und neue Experimente in der Bildungspolitik. In jedem Bundesland.

Ich bin mir aber auch sicher, dass die betreffende Person keinen blassen schimmer von Programmieren hat. Kinder sollen in der Schule also Deutsch lernen. Und am Besten noch Englisch. Und dann noch mehrere komplett andere Fremdsprachen die sich Programmiersprachen schimpfen? Es ist jetzt ja nicht so, als ob es nur eine Sprache in dem Bereich gibt. Sollen die jetzt die beiden großen Sprachen lernen (Java und C) oder doch Pascal oder doch nur was in einem HTML-Editor zusammenklicken.

Egal was du machst, 90% der Kinder in der Grundschule wird es kaum interessieren trocken irgendwelche Codes zu hacken und ungefähr genau so viele werden es im späteren Leben nicht wieder brauche.

Es ist einfach mal wieder eine tolle Forderung ala Wirtschaft. Die Gören sollen aus der Schule kommen und gefälligst alles wissen um direkt im Beruf starten zu können. Natürlich für JEDEN Beruf. Und wenn sie aus der Schule kommen und kein C, Java, Pascal UND HTML beherschen, dann muss ja was falsch laufen...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 4. Januar 2015 - 18:44 #

Nur um mal klarzustellen, worum es eigentlich geht:

„Es gibt viele einfache Beispiele für Programmiersprachen, die wie Lego funktionieren – ich stecke die Module zusammen, und schon habe ich ein kleines Programm erstellt. Apps werden mit Jugendlichen in Workshops an einem Wochenende entwickelt. Diese tolle Erfahrung sollte man früh machen.“

"Neue Formen des digitalen Recherchierens, des Programmierens oder der Mediengestaltung [...]"

Es geht nicht darum, Grundschülern C, HTML und Co beizubringen...

Und ich denke, wenn der Gedanke (denn mehr ist es bis jetzt ja nicht) weiter ausgearbeitet würde, käme der auch mehr allgemeines digitales Wissen dazu, z.B. wie ein Handy funktioniert etc.

Namenlos (unregistriert) 4. Januar 2015 - 18:51 #

Es gibt nur keine Programmiersprache bei der das so funktioniert.
Das sind Editoren mit vorgefertigten Versatzstücken hinter denen immer eine der üblichen Sprachen steckt.

Und mit verlaub. Das Anlernen auf einen ganz bestimmten Editor...

Wenn die Kinder damit in der Freizeit eine Funktion für Lego Technik Schlagmichtot zusammenklicken - gut.
Wenn das aber unter programmieren laufen soll...

Mal ganz davon abgesehen das du bei den Editoren ebend nichts über die dahinter stehenden Funktionen lernst und im Zweifel auch nur die Bedienung eines Editors "lernst".
Mein Informatiklehrer hat uns damals bei HTML aus gutem Grund die Nutzung von Editoren untersagt. Webseite zusammenklicken ohne zu wissen was jetzt dahinter steckt kann jeder. Webseite zusammenschreiben, da muss ich dann schon wissen was was und warum tut.

Das sind zwei komplett unterschiedliche Ebenen.
Böse gesagt, sie will aus der Schule mehr Informatiker rausholen die Proggen können und läßt die Kinder dafür etwas in Windows rumklicken.

Computerwissen - ja gerne.
Editorengeklicke in der Grunschule? - Schwachsinn.

Paloma (unregistriert) 4. Januar 2015 - 18:15 #

Weil es ja auch nur technisch-mathematisch-naturwissenschaftliche Berufe gibt. Frag mal Biologen und Ingenieure nach dem Fachkräftemangel. Aber vorher in Deckung gehen. ;-)

Was wir wirklich brauchen sind Altenpfleger, KITA-Betreuer und Pflegekräfte.

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1446 - 4. Januar 2015 - 18:29 #

Fakten waren für meine Meinungsbildung noch nie von Belang.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5167 - 5. Januar 2015 - 0:27 #

Du hast nicht verstanden, dass Bildung nichts mit Berufsbildung zu tun hat. Dafür ist die Wirtschaft zuständig. Und darauf besteht sie seit Jahrhunderten.

Edit: Vielleicht hast du es doch verstanden.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 4. Januar 2015 - 17:51 #

Als Wahlpflichtkurs auf einer weiterführenden Schule finde ich Programmieren klasse, in der Grundschule sollten allerdings doch wirklich - wie der Name schon sagt - GRUNDlegende Dinge gelernt werden: Rechtschreibung, einfache Mathematik, Lesen. Künstlerische Fächer sind auch nicht verkehrt, um die kindliche Entwicklung voranzutreiben.

Den Umgang mit dem Internet bzw. dem PC kann und sollte man aber gerne auch schon in der Grundschule vermitteln, beides lässt sich bestens mit den oben erwähnten Grundlagen verbinden.

Paloma (unregistriert) 4. Januar 2015 - 18:11 #

In der Grundschule? Ich hab 2011 Abi gemacht und wir haben nicht ein mal was programmiert.

Ist aber ein guter Vorschlag, so könnte man die Begeisterung der Kinder für Mathematik wecken. Schließlich kann man ohne Mathekenntnisse keine Spiele programmieren.

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30796 - 4. Januar 2015 - 18:47 #

Die grundlegende Idee finde ich nicht verkehrt. Ohne den Vorstoß im Detail gelesen zu haben, sollen bestimmt auch keine Sprachen gelehrt werden. Spielerisch die logischen Grundbausteine, auf die letzten Endes nahezu die gesamte Informatik heruntergebrochen werden kann, zu vermitteln ist eine gute Sache. Diese Lego-Kästen mit einfachsten logischen Schaltungen zeigen, wie man intressierte Kinder gut an die Sache heranführen kann. Die Zukunft der meisten Berufe wird digitale Komponenten enthalten, deren einfachsten Grundlagen früh erlernt werden könnnen. Ob das nun ein Zwangsschulfach sein muss wage ich zu bezweifeln. Wie Tr1nity es mit den AGs vorschlug, halte ich auch für einen guten Weg. Dafür müssen sie aber eben angeboten werden. Die Voraussetzung von höherer Mathematik für einfache informatische Problemstellungen (selbst für viele späteren Aufgaben) ist hingegen mMn Unfug. Daran sollte es nicht scheitern.

Cat Stevens (unregistriert) 4. Januar 2015 - 19:10 #

Eine einfache Sprache wie Java könnte man den Kindern schon in der 4.Klasse beibringen. Mit Tools wie Eclipse geht das ja relativ easy.

Aber ich habe eher das Gefühl, dass die Ansprüche an die Schüler jedes Jahr sinken, damit noch mehr Leute Abitur machen und ein Studium anfangen.

Und gebildete Menschen verzichten öfter auf Kinder als Menschen aus sozial schwächeren Familien. Schließlich sind Kinder und Karriere nur schwer vereinbar, wenn man nicht auf sein Sozialleben und seine Hobbies verzichten möchte. Das wird uns auch noch auf die Füße fallen.

zynic 10 Kommunikator - 395 - 5. Januar 2015 - 3:29 #

Aha, also "gebildete" Eltern = gebildete Kinder und "dumme" Eltern = dumme Kinder? Du tust mir leid!

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 8:02 #

Wo liest Du das heraus? Cat Stevens hat lediglich geschrieben, dass bei gebildeten Familien deutlich weniger Kinder zu finden sein werden, als in bildungsschwächeren - ganz einfach, weil die Karriere bei ersteren Familien meist deutlich wichtiger ist als der Fortbestand des eigenen Stammbaumes ;)
Eine Aussage wie Du sie schlussfolgerst, kann ich da nirgends erkennen, auch nicht im restlichen Kommentar.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 8:57 #

Wieso tut er dir leid? Es ist doch traurige Realität, dass Kinder aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien nicht so gut mithalten.

Sunset Rider (unregistriert) 5. Januar 2015 - 9:41 #

Intelligenz wird zum Großteil vererbt, außerdem nehmen sich Kinder meist ihre Eltern als Vorbilder. Und wenn die kein Interesse an Bildung haben, dann ist die Gefahr groß dass es bei den Kindern ähnlich ist.

Wir sollten uns von dem Gedanken verabschieden, dass jeder ein MINT-Studium absolvieren kann, wenn nur das Umfeld stimmt. Selbst Adoptivkinder, die in bildungsnahen Haushalten aufgewachsen sind, haben es oft schwer den beruflichen Erfolg der Eltern zu wiederholen.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 9:51 #

Nein, Intelligenz wird nur zu einem kleinen Teil vererbt. Der Großteil entsteht in der Kindheit, wenn die Kinder gefördert und gefordert werden und in einer anregenden Umgebung aufwachsen. Die Vererbung spielt erst dann eine Rolle, wenn die "Umweltbedingungen" bereits optimal sind, ansonsten haben bessere Bedingungen einen viel größeren Einfluss als "bessere Gene".

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 5. Januar 2015 - 9:55 #

Der aktuelle Forschungsstand: eine Trennung in angeboren und erworben ist letztlich weder sinnvoll noch möglich.

Und im Punkt 'Förderung' der Kinder (resp. deren Intelligenz) seid ihr der gleiche Meinung :-)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 10:07 #

Ich sehe da irgendwie genau die gegenteilige Meinung ...
Bezüglich aktuellem Forschungsstand habe ich erst vor kurzem die von mir getätigte Aussage von entsprechenden Forschern gehört. Ich bin auf dem Gebiet aber selbst kein Experte und muss mich daher auf sie verlassen.

Sunset Rider (unregistriert) 5. Januar 2015 - 10:13 #

Davon war ich als Alt-68er auch mal überzeugt, aber die Realität und Studien zeigen leider was anderes. Aber ohne das richtige Umfeld bringt auch die beste Vererbung nichts. Wenn zwei dumme PEGIDA-Mitläufer ein Kind bekomen, wird da kein Einstein draus. Egal wo es aufwächst.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 10:18 #

Ich bin davon nicht überzeugt, ich habe mir das nur von Leuten sagen lassen, die daran forschen und zu diesem Ergebnis gekommen sind.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 20:07 #

Hmmm... das wuerde natuerlich die allgemeine Verbloedung erklaeren, weil - wie man ja so schoen sagt - "Dumm guckt fickt", waehrend die geekige Elite dazu oft zu verkopft oder einfach nur zu beschaeftigt ist. Darueber muss ich mal in Ruhe nachdenken. Oder gehe ich lieber ficken...

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 5. Januar 2015 - 20:38 #

Also was für Ausdrücke benutzt du denn? Hier lesen bestimmt auch programmierende Kinder mit!

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 20:41 #

Ach was, die programmierenden koennen ja zum Glueck nicht lesen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 20:53 #

made my day

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 5. Januar 2015 - 20:58 #

Jedes gute Programm muss dokumentiert sein

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 21:10 #

Ich glaube, wenn es mal solche Dokumente gab, hat Microsoft die waehrend der Sintflut verloren. - Was Vista und 8 erklaert... ;)

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4616 - 5. Januar 2015 - 17:47 #

Folgende Studien und wissenschaftlichen Publikationen belegen das genaue Gegenteil Deiner Aussage:

Reproduktion der Sozialstruktur der Gesellschaft („Zuteilung gesellschaftlicher und beruflicher Postitionen“, Schäfers 2002, S.154; ebd., S.156, S. 160 ff.; Floren 2007 S.96)

- Schäfers, Bernhard: „Sozialstruktur und sozialer Wandel in Deutschland“, Stuttgart, 2002
- Floren, Franz Josef: „Sozialstruktur – soziale Ungleichheit – sozialer Wandel“, Braunschweig, 2007

Ich kann Dir mehr dazu posten, wenn Du willst. Einen ganzen Haufen sogar. Zuvor möchte ich Dich aber bitten, mir eine einzige wissenschaftliche Quelle zu nennen, die Deine Behauptung stützt. Aber dann nix, was älter ist als 30 Jahre. Danke.

blobblond 19 Megatalent - 17762 - 5. Januar 2015 - 17:57 #

Seine Quelle ist bestimmt Thilo Sarrazin.;)

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 19:58 #

Der ist mir bei der Aussage auch direkt eingefallen.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 19:57 #

Meine Quelle wäre übrigens Richard Nisbett, um das noch zu ergänzen (ohne konkrete Veröffentlichung, war ein Sprachbeitrag)

Skotty 11 Forenversteher - 659 - 4. Januar 2015 - 19:22 #

Moin,

mal davon abgesehen, das Grundschüler oft nichtmal die Grundzüge beherrschen, um den normalen Lehrinhalt mitmachen zu können (z.B. Ausschneiden, Ball fangen oder überhaupt allgemeines Verständnis für Dinge, geschweige denn vernünftige Verhaltensweisen) ist die Ausstattung der Grundschulen mehr als marode. So ist es oft nicht möglich einfachste Dinge mit dem Rechner zu erledigen (selbst für die Lehrer nicht) Oftmals sind kaum ausreichend Rechner vorhanden und selbst die sind weitestgehend Schrott. Auch wird keinem Lehrer dafür Zeit gegeben sich um Installationen und Pflege der Rechner zu kümmern. Das läuft entweder in der Freizeit oder wird durch Angehörige wie mich gemacht (kostenlos) So bleiben gut gemeinte Sachen, die einen weiterbringen würden (Antolin, diverse Lernsoftware) auf der Strecke. Es gibt da keinerlei Hilfestellung von Schulamt, Träger (meist Stadt) oder sonstwem. Alles läuft, wie fast alles andere auch, über Eigenengagement der Lehrer. Geld fließt ausschließlich an Gymnasien oder Gesamtschulen. Die Quelle, wo essentielle Grundsteine gelegt werden müssen, wird vergessen.

Und dann kommt so ein Thema.......Einfach lächerlich! Ich könnte fast drüber lachen, wenn das nicht so unendlich traurig wäre. Und dann wird sich wieder über PISA gewundert.......

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 4. Januar 2015 - 19:45 #

Hey, wie waere es zunaechst mal mit Lesen und Schreiben, dann koennen sie vielleicht sogar die Lehrinhalte lesen und Begriffe auf dem Keyboard tippen, bevor sie hilflos in die Tasten hauen wie ein Schimpanse bei einem Shakespeare-Drehbuch.
Das goldene Alter, wo man erfolgreich anfaengt zu programmieren, ist 10-12. Davor sind Allround-Grundkenntnisse sowie Sozialkenntnisse einfach wichtiger. Bei Politikern, die anderes behaupten, ist die Grundschulausbildung offenbar schon gescheitert.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 4. Januar 2015 - 19:48 #

Kinder, die Lesen und Schreiben können?
Du kommst ja auf Ideen. O__O

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 4. Januar 2015 - 19:51 #

Es ist Sonntag. Ich bin hoffnungslos idealistisch. ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 4. Januar 2015 - 20:44 #

es reicht clicken und wischen. Mit wischen kann man zur Not auch Reinigungskraft werden

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 4. Januar 2015 - 20:04 #

Na klar.^^ Im Grundschulalter reichen geringe Anwenderkenntnisse, die die Kinder unter Aufsicht der Eltern und im überschaubaren zeitlichen Rahmen einsetzen dürfen, völlig aus.

Cobra 16 Übertalent - 4606 - 4. Januar 2015 - 21:02 #

Ich finde es für eine Gute Idee.

supersaidla 15 Kenner - P - 3892 - 4. Januar 2015 - 21:06 #

Bin echt froh keine Kinder in die Welt gesetzt zu haben.

Sylar 13 Koop-Gamer - 1331 - 4. Januar 2015 - 22:11 #

weil sie nicht in einer Welt aufwachsen sollen, in der Kinder schon programmieren lernen? lol

supersaidla 15 Kenner - P - 3892 - 4. Januar 2015 - 22:15 #

unter anderem.

BigBS 15 Kenner - P - 2766 - 5. Januar 2015 - 8:42 #

Du verpasst was......

supersaidla 15 Kenner - P - 3892 - 5. Januar 2015 - 22:59 #

Ich verpass so eniges.

Sunset Rider (unregistriert) 5. Januar 2015 - 10:45 #

Find mal eine Frau, die was in der Birne hat, Single ist und trotzdem Kinder möchte. Dafür braucht es eine Engelsgeduld.

supersaidla 15 Kenner - P - 3892 - 5. Januar 2015 - 22:57 #

Ja die Guten sind immer relativ schnell weg oder nicht lange am Markt :D

gnadenlos 16 Übertalent - P - 5446 - 4. Januar 2015 - 22:00 #

Wir brauchen zwar in Zukunft bestimmt viel Nachwuchs in der IT, aber sicher nicht in dem Umfang, dass Programmieren zum Pflichtfach für Grundschüler wird.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 4. Januar 2015 - 22:28 #

Der Vorschlag ist doch echt murks. In der Schule wird ohnehin zuviel Spezialwissen gelehrt und zu wenig Kompetenz zur Wissensaneignung. Statt Programmieren wäre in ordentlicher Umgang mit einer Textverarbeitung ein sinnvolles Ziel...

Und in der Grundschule? Da sollte man vielleicht erstmal Lesen, Schreiben und Rechnen lernen.

(Ich finde diese Schriftreformen übrigens ganz gut - leider hat man sie nicht vom Zehnfingertippen flankiert...)

Sylar 13 Koop-Gamer - 1331 - 4. Januar 2015 - 22:37 #

Kompetenz zur Wissensaneignung fänd ich auch gut, wobei dann womöglich noch jemand ein Fach namens "Googlen" einführt.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 4. Januar 2015 - 22:32 #

Hat mal jemand durchgezählt, wie viele Leute die Idee nicht kapieren und glauben, die Kids sollen bald C++ in der 1. Klasse lernen? -.- Leute, lest mal die News...aka Quelle...

Prism Break (unregistriert) 4. Januar 2015 - 22:45 #

Der Balg soll mir nicht mehr unter die Augen kommen, wenn er am Ende der Grundschule nicht perfekt Assemblersprache beherrscht!

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13879 - 4. Januar 2015 - 23:43 #

Gelesen, kapiert und für Gehirn.... garniert mit Bull.... eingestuft. Ich glaube auch nicht, dass die Leute, die diese Idee komplett ablehnen, denken es ist von C++ oder Ähnlichem die Rede, aber es herrscht ja Religionsfreiheit, somit kann jeder glauben, was er möchte.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9243 - 5. Januar 2015 - 0:31 #

Wobei die Überschrift wiedereinmal schlecht gewählt ist. Gesche Joost ist nunmal nicht die gesamte Bundesregierung (stellt sich die Frage, ob sie überhaupt irgendetwas mit der zu tun hat, sie scheint ja nicht einmal eine Beauftragte zu sein) und so richtig Programmieren meint sich auch nicht.

Wunderheiler 19 Megatalent - 18999 - 5. Januar 2015 - 2:51 #

Fühl mich irgendwie an die "Zwischensequenzen sind überflüssig" News erinnert. Da war die Headline genauso fragwürdig/reißerisch formuliert...

Prism Break (unregistriert) 4. Januar 2015 - 22:41 #

Programmierkenntnisse werden überschätzt. Schaut euch Ubisoft an!

Sylar 13 Koop-Gamer - 1331 - 4. Januar 2015 - 22:52 #

das Problem bei Ubisoft ist weniger dass die Leute dort nicht programmieren können als vielmehr dass der Führung das Fixen von enthaltenen Bugs nach (finanziell) erfolgreichem Release einfach am Arsch vorbei geht...

gnadenlos 16 Übertalent - P - 5446 - 5. Januar 2015 - 2:18 #

Die haben immerhin zwei der Spiele aus meiner persönlichen Top5 entwickelt - wenn die Kinder das lernen, dann unterstütze ich die Idee.

MOGIDA (unregistriert) 5. Januar 2015 - 22:50 #

Da ist was dran. ;-)

Wollte gerade eine Runde Far Cry 4 spielen, auf einmal verlangt er die Disc von mir, obwohl ich schon seit langem die digitale Version besitze und schon dutzende Male gestartet habe. Wenn ich in den Store schaue, steht beim Spiel "Nicht verfügbar". WTF? Ein Fehler, der behoben wird oder muss ich mich mit dem Support auseinandersetzen?

Andere berichten das gleiche:
forums.ubi.com/showthread.php/990158-Cannot-start-the-game-Xbox-says-Do-you-won-this-game-or-App-Digital-Version?p=10496360&posted=1#post10496360

andreas1806 16 Übertalent - 4298 - 4. Januar 2015 - 22:45 #

ich würde es gerne lernen und finde auch Kinder bzw deren Eltern sollten das entscheiden.

Sunset Rider (unregistriert) 5. Januar 2015 - 9:54 #

Die Kinder sollten lieber den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet, ihren persönlichen Daten und Windows lernen. Programmieren ist eher was für die Mittelstufe.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 5. Januar 2015 - 11:05 #

wenn da nicht Windows drin stehen würde könnte man zustimmen

Anonhans (unregistriert) 5. Januar 2015 - 18:13 #

Ich behaupte, dass mit Programmierkenntnissen bzw. -verständnis auch das Bewusstsein für Datensparsamkeit wachsen kann. Wenn man erstmal verstanden hat, wie die Daten gesammelt werden (in technischer Hinsicht) und wie sie mit Hilfe von Computern und Software effizient und in unglaublichen Mengen miteinander verknüpft werden können, kann das sicherlich dazu beitragen, dass man etwas geiziger mit seinen Daten umgeht.

antonrumata 12 Trollwächter - P - 1083 - 5. Januar 2015 - 10:43 #

Das ist wieder einmal typischer Aktionismus der Bunderegierung. Die wissen nicht, wie es um die technische Ausstattung der Schulen bestellt ist.
Ich kenne Grundschulen, da gibt es 5 Computerarbeitsplätze mit Ur-Alt-PC-Technik. Viele Spaß beim Programmier-Kurs in einer Grundschulklasse mit 14 - 18 Schülern.
An den Sekundarschulen sieht es nicht anders aus. Rechner von 2003, ein Server mit Windows 2000 und eine 2000er-Leitung für die ganze Schule. So sieht die Realität aus. Die Lehrer sind meist damit beschäftigt, den Kram am Laufen zu halten.
Es liegt sicher nicht an der fehlenden Bereitschaft der Lehrkräfte. Jedoch drückt die Politik von oben immer wieder Dinge durch, ohne zu wissen, wie es an der Basis aussieht. Gerade gibt es mit "Inklusion" viel Freude ...

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 5. Januar 2015 - 10:47 #

Genau, weil das immer so unsinniger Aktionismus ist, sagt die Dame extra "Selbst wenn wir jetzt ein Konzept schreiben, würde die Umsetzung noch Jahre dauern." ...

Marten 08 Versteher - 202 - 5. Januar 2015 - 11:29 #

Eben. Die Dame gibt ja selbst einen eher pessimistischen Kommentar ab.
Meine Tochter hat im Frühjahr das Abi in BaWü gemacht (bin also etwas älter) und gammelt derzeit in den US und A rum. Töchterchen hat also das Privileg genossen, von einer im Crash-Kurs auf Internet getrimmten Lehrkraft (vormals Mathe-Lehrer kurz vor Pensionierung) in die "neue" Welt des Computers eingeführt zu werden. Gelernt hat sie dort so gut wie nix (copy und paste und Spalten in Excel-Tabellen einzufügen werte ich jetzt mal als Lernerfolg).
Das Problem in unserem Schulsystem ist die Umsetzung, nicht das Thema an sich. Man sollte den Lehrkräften ihre alten Flachgebiete überlassen und für all diese "neuen" Themen wirkliche Fachkräfte (gibt auch Trainer für so etwas) anheuern.
Grundsätzlich halte ich dieses freakige "meine Kinder müssen Chinesisch lernen, weil ich in der FAZ gelesen habe das die bald die Welt beherrschen" eh für bescheuert. Die Jungs und Mädels werden in der Schule mit Inhalten bombadiert, hängen bleibt da das Wenigste.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20687 - 5. Januar 2015 - 16:29 #

Er hat aber nicht ganz unrecht. Viele Förderschulen werden abgeschafft, weil Inklusion ja so toll ist (ist es ja auch, streite ich nicht ab), nur sind für sowas eigentlich keine Kapazitäten in den "Auffang"-Schulen vorhanden. Ich meine, wir reden davon in Zeiten, wo Klassen schon jetzt bis zu 30 Kinder oder gar mehr haben, weil einfach kein Platz mehr vorhanden ist.
Ähnliche Probleme gab es nach dem Vorstoß, jedes Kind hätte ein Recht auf einen Krippenplatz. Dafür gab es überhaupt keine Kapazitäten und die bestehenden Krippen / KiTas sind aus allen Nähten geplatzt.

Sunset Rider (unregistriert) 5. Januar 2015 - 10:53 #

Das ist nicht Inklusion, sondern Exklusion. Die Behinderten werden nicht individuell gefördert und nachher in Werkstätten abgeschoben, die nur 1% ihrer Mitarbeiter in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln. Weil das Gehalt dort lächerlich gering ist, bleiben ihnen nur die Wohnheime am Stadtrand.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 5. Januar 2015 - 11:10 #

Nicht jeder Mensch muss programmieren können.

Jeder Mensch sollte lesen, schreiben, rechnen können und gewisse Dinge über Natur, Erdkunde und Geschichte wissen.

Wenn etwas neues dazu kommt, dann muss etwas anderes weichen. Sonst bedeutet das mehr Unterreicht bei gleichzeitigem weniger an Fokus auf wichtigere Dinge.

Ich verdiene meine Brötchen mit programmieren und liebe Computer. Ich weiß aber als Vater auch, dass Grundschulkinder genug mit dem Erlernen der wichtigen Basics zu tun haben. Ich denke nicht, dass Programmieren wichtig genug ist, um bereits in der Grundschule Pflicht für jedes Kind zu sein.

Wenn das jemand anders sieht denke ich, dass eines von drei Dingen für ihn zutreffen:

1. Er vernachlässigt die wichtigen Basics durch einseitige Betrachtung der eigenen Interessen
2. Er versteht nicht genug von Informatik, um zu wissen wovon er redet und was er da fordert
3. Er hat keine Kinder im Grundschulalter oder weiß durch den Abstand nicht mehr, wie voll der Tagesablauf eines heutigen Schulkinds schon ist

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20288 - 5. Januar 2015 - 11:47 #

Zumindest die ersten Absätze würde ich genau so unterschreiben.

Jedoch kann ich mir im Sachkundeunterricht, wo, wenn ich mich recht entsinne, das Basteln untergebracht war, ein Programmieren im Sinne von "Zusammensetzen vorgefertigter Elemente" durchaus vorstellen.

Die in den Kommentaren weiter oben angesprochenen "Digital Natives" sind nämlich leider überwiegend Konsumenten ohne technische Sachkenntnis. Darauf zu setzen, dass diese Konsumenten alleine durch den Umgang das schon irgendwie lernen, halte ich für verfehlt. Dass deswegen eine entsprechende Kompetenz vermittelt werden muss, halte ich auf Grund der Durchdringung unseres täglichen Lebens mit Computertechnik für unabdingbar. Die Frage ist also eher, an welchem Ort, in welchem Alter und mit welchen Inhalten dies geschehen soll. Da halte ich eine altersgerechte Heranführung bereits im Grundschulalter nicht per se für verfehlt.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 5. Januar 2015 - 16:30 #

Sachkunde geht bei uns auch in Richtung Biologie und ähnliches. Später werden da ja Spezialfächer wie Biologie, Erdkunde, ... draus.

"Da halte ich eine altersgerechte Heranführung bereits im Grundschulalter nicht per se für verfehlt."

Das ist völlig richtig. So etwas findet bei uns in der Grunschule auch bereits statt, allerdings ohne hochtrabendes Beiwerk. Daneben sind klar die Eltern gefordert, gerade wenn es um solche Dinge wie die Gefahren und Risiken geht. Aber damit sind ja schon die meisten Erwachsenen bei sich selbst überfordert.

"Leben mit Computertechnik und Internet" bedeutet nur für einen Bruchteil der Menschen auch "Programmieren". Konzepte der Informatik hat man schon vor 15 Jahren mit alten Rechnern und kleinen Zeichenprogrammen beigebracht bekommen. Bei der letzten Besichtigung des Computerraums meiner alten Schulde habe ich dann einen neuen Computer und ein ähnliches Programm gesehen. Bunter, zugänglicher und mit Sound - aber im Kern dasselbe. Die Leute, die Lerninhalte bereitstellen wissen also, was Informatik in den Anfängen bedeutet (zum Glück). Dennoch sollte eine weiterführende Schule für interessierte Schüler die Möglichkeit zu Programmierunterricht vorsehen. So wie nicht jeder Kunst als Fach schätzt und benötigt, verhält es sich eben auch mit der Informatik.

Das richtige Suchen und finden von Informationen ist viel wichtiger, als das Programmieren. Eine Krankenschwester braucht nicht C++, kann sich aber viel Wissen über das Internet aneignen, wenn sie weiß, wie.

volcatius (unregistriert) 5. Januar 2015 - 12:25 #

Die Dame ist kinderlos und hat satte 13 Jahre Architektur, Design und Rhetorik studiert.
Die Kompetenz bezüglich Informatik, Kinder oder Familienalltag ist wohl eher bescheiden.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11672 - 5. Januar 2015 - 11:37 #

Nur um ein paar Missverständnisse klarzustellen: Es gibt kein Fach "Programmieren" in England und das wird es auch nicht geben. Dort gibt es schon ewig ICT als Fach, das in etwa unsererem Informatik entspricht und den Fokus auch deutlich auf Office legt. Daher wurde das Fach stark kritisiert und in vielen Schulen ganz abgeschafft. Um die Lücke zu schließen, hat man die Idee, in der Grundschule ab September ein paar nette Lernspiele mit bunten Drag-and-Drop-Bausteinen unterzubringen, die wohl ans Programmieren heranführen sollen. Unsinn ist, dass man da in irgendeiner Weise weiter wäre als hier. http://www.bbc.com/news/technology-30376229

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20288 - 5. Januar 2015 - 11:53 #

Danke für diese Klarstellung.

Jedoch hat England in der Vergangenheit tatsächlich so etwas wie "Computer für jedermann" aufgelegt (BBC Micro) und diese auch in Schulen eingesetzt, was dem IT-Verständnis nicht abträglich war. Aber vielleicht war dies auch nur lokal begrenzt mit dem erhofften Ergebnis gekrönt.

stylopath 16 Übertalent - 4053 - 5. Januar 2015 - 12:16 #

Die Idee ist nicht schlecht, es sollten aber keine Noten geben oder sonstiges, einfach nur mehr in den bestehenden Unterricht eingebunden. Wir sind nunmal ein Land ohne Ressourcen wir müssen mit Wissen und Dienstleistung + qualitativ hervorragenden Produkten glänzen, anders gehts nunmal nicht.

volcatius (unregistriert) 5. Januar 2015 - 12:18 #

Marketingunterricht wäre wahrscheinlich sinnvoller.

philipp1981 12 Trollwächter - 1182 - 5. Januar 2015 - 14:30 #

Wer braucht schon das Internet.

SaRaHk 16 Übertalent - 4367 - 5. Januar 2015 - 12:30 #

Ich halte das für Blödsinn. In der Prioritätenliste, was man denn alles wichtige in der Schule zu lernen hat, wäre programmieren irgendwo auf Rang 5987 - gleich hinter sozialen Sachen wie "Wie lasse ich mir mein Mittagessen nicht von jemandem wegnehmen?" und "Warum ich den Turnbeutel nicht vergessen sollte!?". :P
Das machen Kids (mit Ambitionen) doch in ihrer Freizeit. Mit BASIC wird ja wohl jeder schon mal rumgespielt haben. Und wer drauf kleben bleibt - und sich gleichzeitig voll unterfordert fühlt - der kann halt in der Freizeit noch einen draufsetzen und später mal irgend etwas in der Richtung studieren.

Die Grundlagen im EDV-Unterricht sind schon okay so. Damals (auf ner Realschule) hatten wir das aber auch nur einmal Wöchentlich, für eine Doppelstunde. Hat gereicht. Für Betriebssystem-Know-How, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation.

marshel87 16 Übertalent - 5584 - 5. Januar 2015 - 13:33 #

Also die Idee dahinter, den Kindern das logische Denken näher zu bringen und begreiflich zu machen, was im Hintergrund so alles passieren kann finde ich ganz okay. Aber ob das in der Grundschule schon sein muss?

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23273 - 5. Januar 2015 - 13:35 #

Gute Idee, wenn die Umsetzung stimmt. Es darf aber nicht bei der Grundschule aufhören, sondern sollte bei den weiterführenden Schulen, Universitäten und bei der Förderung von Start-Up Unternehmen weitergehen.

Stabn 11 Forenversteher - P - 684 - 5. Januar 2015 - 14:34 #

Da schwillt mir der Kamm, wenn ich Frau Joost so reden höre. Was bei der wiederholt überzogenen Forderung an das, was Schulen heutzutage leisten sollen bzw. können, übersehen wird, ist

a) dass die Bildungsausgaben in Deutschland gemessen am BIP noch immer unter dem OECD-Schnitt liegen.

b) dass die Grundschule in Deutschland bei den Bildungsausgaben am schlechtesten von allen Schulformen davon kommt - auch hier liegen die Ausgaben unter dem OECD-Schnitt. In den meisten Ländern, die bei PISA, IGLU etc. vor Deutschland liegen, wandert der höchste Ausgabenanteil in den Elementar- und Primarbereich.

Solange diesen Forderungen keine Taten folgen (in Form einer Reform der Bildungsausgaben), sind sie nur heiße Luft und dienen allenfalls Pöstchenträgern aus der zweiten Reihe zur Profilierung. Aber Glückwunsch, Frau Joost - so haben Sie es immerhin auf die News-Seite eines Spielemagazins geschafft.

Quellen: http://www.bildungsbericht.de/daten2014/bb_2014.pdf S.36 f.,
http://www.gew-hamburg.de/themen/bildungspolitik/oeffentliche-bildungsausgaben-steigen-der-statistik-sei-dank)

philipp1981 12 Trollwächter - 1182 - 5. Januar 2015 - 14:33 #

Fragt sich nur ob die Lehrer das kapieren.

antonrumata 12 Trollwächter - P - 1083 - 5. Januar 2015 - 15:56 #

Warum sollten sie nicht? Glaub mir, am Wollen und Können der Lehrer liegt es nicht, wenn es für unser Land im internationen Bildungsvergleich nur für einen mittleren Platz reicht.

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 11871 - 5. Januar 2015 - 14:41 #

Bevor man über zusätzliche Fächer nachdenkt, wäre es schön, wenn erst mal der Unterricht erteilt wird, der vorgesehen ist. Bei uns in NRW fällt so viel aus, dass es kein Wunder ist wenn man mit dem Lehrplan nicht durch kommt.

Namer2d2 (unregistriert) 5. Januar 2015 - 15:20 #

Gute Sache. So können Kinder die entsprechende Talente haben, schon in jungen Jahren eine Interessengrundlage entwickeln.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 15:54 #

Vielleicht sollte die mobilversklavte Erwachsenengeneration erst einmal einen Waldspaziergang machen, bevor sie ihre digitale Zwangsjacke auch der naechsten Generation ueberstuelpen. Ich finde es geradezu widerlich, Kindern die Scheinrealitaet des Cyberspace aufzubuerden, noch ehe sie die Chance haben, grundlegende Lebenserfahrungen und Fachkompetenz im wirklichen Leben zu erlangen. Wenn Kids kein "Bitte" und "Danke" mehr kennen, die Grundrechenarten nicht beherrschen und nicht wissen, wie man einen Aufsatz formuliert, etwas Kreatives zusammenbastelt oder einfach nur gemeinsam Spass hat - dann ist es egal, wie viele zukuenftige Programmierer wir haben, um uns vor nordkoreanischen Hackerattacken zu schuetzen - unser eigenes Sozialgefuege ist bereits zersetzt und spaetestens nach der ersten EMP-Bombe werden alle verhungern und ohne NAVI nicht mehr den Weg zum Klo finden. - GLUECKLICHE Kinder sind mir lieber als lernueberforderte, die die Versaeumnisse, Inkompetenz und Laster der vorangegangenen Generation jetzt scheinbar wettmachen sollen. (Irgendwie kommt mir gerade ein bekannter Groenemeyer-Song ins Gedaechtnis...) :)

Anonhans (unregistriert) 5. Januar 2015 - 18:50 #

Du redest von "Scheinrealität" und dem "echten Leben", weil du (genauso wie ich) in einer Welt aufgewachsen bist, in der Computer und das Internet als alltägliche Begleiter, Werkzeuge und Kulturtechniken erst später dazugekommen sind. Die Generation nach uns hat da glaube ich ein komplett anderes Verständnis und würde garnicht auf die Idee kommen, das ganze in zwei "Realitäten" aufzuteilen, von denen eine schlechter oder weniger wert ist als die andere.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 19:52 #

Das ist mir schon klar. Ich halte trotzdem an der Realitaet diesseits des Bildschirms als der wahren und primaeren fest. Sonst koennte man auch einen gemuetlichen Haschtrip oder chaotischen LSD-Trip als gleichwertige Realitaet hinstellen, nur weil unsere Gehirne theoretisch von Natur aus so ausgelegt haetten sein KOENNEN, das Existierende in dieser Form wahrzunehmen. Irgendwo muss man einfach die Grenze ziehen. Es sei denn, wir wollen einen Haufen von Borg heranzuechten, die Angstzustaende bekommen, wenn sie mal nicht im Kollektiv sind. Die Frage ist nicht, ob unsere elektronische Identitaet ebenso real ist oder werden wird wie unsere physische, die Frage ist, wie weit wir in diese Richtung voranschreiten wollen und ob wir nicht einen existentiellen Teil unserer Identitaet verlieren, wenn wir uns zu ueberstuerzt und unreflektiert in die glorreiche Cybermoderne vorwagen. - Gleiches haben wir auch schon mit anderen Medien wie dem Fernsehen getan. Durch Ueberflutung mit Sexualitaet, Film-Perfektion, Werbung und Leistungs- und Konkurrenzdruck hat sich durch Ueberkonsum ein verzerrtes Bild jenseits der Realitaet herausgebildet, das nur schwer wieder aus den Koepfen wegzubekommen ist. - Einer der Gruende, weshalb viele meiner Bekannten genau wie ich TV gar nicht mehr anfassen.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 6. Januar 2015 - 14:59 #

Pst! Verrätst du mir, wo man mit Sexualität überflutet wird? Aber nur flüstern, ja?

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 6. Januar 2015 - 15:36 #

psst: ueberall - und das ist das einzig Gute am Kapitalismus-TV, aber: pssst!

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 6. Januar 2015 - 15:47 #

Überall? Im ZDF auch? O__O

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61405 - 6. Januar 2015 - 16:12 #

Grade bei Opi TV... ;)

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 6. Januar 2015 - 16:20 #

Sicher. Besonders bei Dieter Thomas Hecks Hitparade siehst du im Hintergrund nur noch Moepse. Das lenkt mich echt total von Rex Gildo und seinen tollen Gitarrenriffs ab! Bei Rosenthal und Fuchsberger wuerden solche Entgleisungen nie vorkommen.

supersaidla 15 Kenner - P - 3892 - 5. Januar 2015 - 23:07 #

Seh ich genauso.

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 16:22 #

Wenn die Kinder und kommenden Erwachsenen Ahorn, Buche, Birke, Eiche und Eibe nicht mehr auseinander halten können, dann haben wir eine tolle Bildung...

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 6. Januar 2015 - 16:38 #

Angesichts des Waldsterbens und der Klimaerwärmung wäre das doch auch obsolet...

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 6. Januar 2015 - 16:58 #

Genau, und so wichtige Regeln wie: Buchen sollst du suchen und Eichen weichen! Wenn ich da natuerlich unter einer Eberesche herumtanze und trotzdem vom Blitz erschlagen werde, kann ich so tolle Mobilkenntnisse haben wie ich will und werde nicht wieder gluecklich. ;)
- Damals haben wir ein schoenes Buechlein mit Blaettern angelegt, um uns die Baumarten zu merken. Das hat immer so lecker gerochen und Appetit auf Zwiebeltaschen auf dem Grill gemacht. - Hach, das waren noch Zeiten! Und alles, was die Kids jetzt bekommen ist ein schnoedes Mobile und Trennkostdiaet. Wie konnte es nur dazu kommen?

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 17:55 #

Heute gibt es Essen auf dem Tablett ;)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 5. Januar 2015 - 16:31 #

Dann muss man ja nur noch die Lehrer backen, die das dann auch vermitteln sollen. Ist ja nicht so, das die heutigen Lehrer nicht selbst schon völlig keinen Plan von der Materie haben - was auch kein Wunder ist, steht ja nicht auf dem Lehrplan, von der Technik die völlig antiquiert ist mal ganz zu schweigen.

Ich glaube jeder Drittklässler hat bessere Technik im Schulranzen, als die ganze Schule zusammen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 17:01 #

"Ich glaube jeder Drittklässler hat bessere Technik im Schulranzen, als die ganze Schule zusammen."
Hmmm, stimmt. :) Aber wo ich es mir recht ueberlege, ich glaube, das war schon vor 20 Jahren so, als wir Atari ST zockten und unsere Pauker noch nicht mal wussten, wie ein gutes Videospiel aussieht - und unser Informatiklehrer noch an Pascal rumschraubte, waehrend wir C Code kompilierten.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 5. Januar 2015 - 21:15 #

Da galt man aber auch als Freak. Etwas was es zu beobachten galt, weil ein völlig fremdes Wesen ... UND gefährlich.

Ich erinner mich ungerne an den ersten Informatik-Bus unserer Grundschule, aldiweil ich da nicht mal rein durfte (zu schlechte Zeugnisse). Komisch nur, das ich der einzige von damals bin, der mit Coding sein Geld verdient, während der Rest "Facebookt und Googlt". :)

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 5. Januar 2015 - 21:27 #

Klasse, es freut mich, dass es bei dir mit der Karriere geklappt hat, obwohl die Schule dir Steine in den Weg geworfen hat. Ich denke auch, statt solcher Pauschalaussagen (wie von dieser Computermedientrulla) sollten Schulen im Zusammenspiel mit den Eltern doch vielleicht die Interessen und spezifischen Begabungen der Kids besser ausloten und dann zusammen mit diesen eine fundierte Entscheidung treffen. Dann wuerden solche Missstaende gar nicht erst vorkommen. - Ich habe meinerzeit oftmals erlebt, dass Mitschueler, die so gut wie keinen Bock auf den regulaeren Unterricht hatten und auch nicht gerade top waren ploetzlich in ganz anderen Bereichen glaenzten - wie Kunst, Medien, Schauspielerei und eben auch Computer. Wenn Schulen gewiefter waeren, solches rohes Talent entsprechend zu foerdern, koennten wir den Nordkoreanern ueber Nacht die Stuehle unter ihren Popos weghacken! :)

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 5. Januar 2015 - 22:42 #

Reicht da nicht ein klassischer Beruf wie Schreiner? :-p

Freylis 20 Gold-Gamer - 20961 - 6. Januar 2015 - 15:52 #

LOL, stimmt auch wieder. Da faellt mir nur ein: "Who needs a knife in a nuke fight??!!"

https://www.youtube.com/watch?v=FNhYJgDdCu4

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 6. Januar 2015 - 17:25 #

Älter und Analogtechnik: https://www.youtube.com/watch?v=ua_TZ84hmEA

Skeptiker (unregistriert) 5. Januar 2015 - 17:21 #

Ich habe in der Schule ab der 7. Klasse bis zum Abi professionell Programmierung gelernt und vor ein paar Wochen meinen Informatik-Lehrer getroffen, der bald in Rente geht. Der war total frustriert, weil seine zwei Nachfolgerinnen zwar Informatik studiert haben, aber von Programmierung überhaupt keine Ahnung haben.
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen an dt. Unis und mit IT-Asiaten. Das ist so, als ob man KFZ-Mechaniker werden kann, indem man nur 3 Jahre Reifen wechselt.
Grundschule ist viel zu früh, und das richtige Personal fehlt, dass müsste man nämlich aus der freien Wirtschaft anmieten, wo es echte Programmierer gibt, nicht Lehramts-Informatiker, die 2 Mal im Leben mehr als 500 Zeilen Code am Stück selber programmiert haben.

Noodles 21 Motivator - P - 30187 - 5. Januar 2015 - 18:54 #

Das ist wahr. Ich studiere Informatik und wie wenig ich da programmieren musste, ist schon heftig. Eigentlich nur die ersten Semester und dann gab es nur noch ganz viel Theorie.

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 16:23 #

Also wenn du nicht gerade theoretische Informatik im Hauptstudium gemacht hast, dürftest du immer wieder Dinge programmiert haben.

MOGIDA (unregistriert) 5. Januar 2015 - 22:09 #

Hab mal ein Semester Informatik studiert, bis ich wegen meiner schwachen Mathekenntnisse das Handtuch geworfen habe. Der Master-Student, der unser Tutor war, konnte überhaupt nicht programmieren, er hat sich in Gruppenarbeiten immer durchgemogelt. In den Klausuren wurden keine Programmierkenntnisse benötigt. Eine andere Master-Studentin wusste noch nicht mal was die Abkürzung "RAM" bedeutet...

Vielleicht sollten die Schulen lieber ausgebildete Informatiker mit Berufserfahrung abwerben.

vicbrother (unregistriert) 6. Januar 2015 - 16:23 #

Ein Doktorand der Informatik konnte nicht mal ein copy unter DOS absetzen - an einer FH würde das sicherlich nicht passieren...

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 5. Januar 2015 - 22:48 #

Deswegen ist's ein Studium - und da wird in den Lehrinhalten (respektive Info-Broschüren) kein Hehl daraus gemacht.

Grohal 13 Koop-Gamer - P - 1658 - 5. Januar 2015 - 18:42 #

Grundschüler sollten erstmal vernünftiges Deutsch lernen. Solange wir nicht mal das hinbekommen...

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 5. Januar 2015 - 21:17 #

Englisch. In Deutsch gibt es nicht so viele gescheite Bücher übers Programmierern. ;)

Grohal 13 Koop-Gamer - P - 1658 - 6. Januar 2015 - 12:45 #

Sollen jetzt alle zukünftigen Generationen Programmierer werden oder was? ;)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 6. Januar 2015 - 13:47 #

Verständis von der Arbeitsweise von Programmen macht einen nicht zum Programmierer und ich denke, das Verständnis könnte auch Medienkompetenz vermitteln.

Eine Welt voller Programmierer - ich weiss noch nicht ob das ein Segen oder ein Fluch wäre. :)

Hellequin 12 Trollwächter - 1127 - 5. Januar 2015 - 23:36 #

Grundschüler sollen erstmal die grundsätzlichen Dinge wie Lesen, Verstehen, Rechnen und Schreiben lernen. Und da ich gerade einen Jungen in der ersten Klasse habe und hautnah mitbekomme, wie verdammt groß die Spalte zwischen lernfähigen und teils nicht einmal BElehrbaren Kindern ist - von diesem Inklusionsmist will ich gar nicht erst anfangen - halte ich es für schlicht Unsinn, hier noch ein zusätzliches verpflichtendes Lernfeld einzuführen.
Als freiwilliges Zusatzangebot ab der 4. Klasse ok, da stellt sich dann aber noch die Frage nach geeigneten Lehrkräften. Und da wir hier immer noch von einem primär männlich besetzten Berufsfeld (programmieren) sprechen müssen, die GS aber zu 99% durch Frauen unterrichtet wird ergibt sich schon das nächste Problem. Wer programmiert, verdient vermutlich mehr Geld als als Lehrer. Welchen Anreiz also hätte so jemand?

Wenn die Frau ihren fixen Gedanken zu Ende gedacht hat, kann man da sicher noch mal drüber sprechen. Die Grundvoraussetzungen sind aktuell aber weder bei den Schulen noch den Lehrkräften noch dem teilweisen Entwicklungsstand von geschätzt einem Drittel der Kinder gegeben.
Von abgeneigten Eltern will ich da mal gar nicht erst anfangen.

Larnak 21 Motivator - P - 25585 - 6. Januar 2015 - 8:21 #

Für das Lehren an der Grundschule wären sicher keine Kenntnisse vonnöten, die auf der anderen Seite geeignet wären, sein Geld mit Programmieren zu verdienen^^

Mädchen 16 Übertalent - 4523 - 6. Januar 2015 - 1:00 #

Medienkompetenz halte ich für den wichtigeren Lerninhalt. Danke für diese anregende News.

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