EU-Studie: Daten zum Videospielsektor // 16 Mrd. € Umsatz

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3. Dezember 2014 - 18:23 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Mit einer vom Europäischen Dachverband der Autoren und Komponistenvereinigungen (GESAC) in Auftrag gegebenen Studie wurden die Märkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union erfasst. Bei der vom Marktforschungsinstitut EY vorgenommenen Untersuchung, deren Ergebnisse seit kurzem online zur Verfügung stehen, handelt es sich eigenen Angaben zufolge um die „erste umfassende Evaluierung“ dieser Art.

Insgesamt wurden elf Medien-Bereiche im Verlauf der Studie analysiert. Unter anderem gehören dazu Werbung, Fernsehen, Bücher, Musik, Film sowie die für uns Spieler relevante Videospielbranche. Deren Umsatz beträgt laut der Auswertung knapp 16 Milliarden Euro, die Beschäftigungszahl liegt bei etwa 108.000 – beide Angaben beziehen sich auf das Jahr 2012. Im Vergleich mit den anderen zehn Branchen liegt der Videospielmarkt sowohl beim Umsatz als auch hinsichtlich der Beschäftigung an zehnter Stelle und somit nach dem Film- und vor dem Radio-Bereich.

Bei allen der untersuchten Märkte geht die Studie weiter ins Detail. Demnach setzen sich die circa 108.000 Beschäftigten aus den Sparten Entwickler und Herausgeber (67.916), Händler und Vertreiber (25.000) sowie Beschäftigung in nicht spezialisierten Läden (15.100) zusammen. Der Umsatz von etwa 16 Milliarden Euro ergibt sich durch folgende sechs Kategorien (Beträge in Millionen):

  • Online-Computersoftware-Markt: 5.087
  • Heimkonsolen-Videospiele: 3.965
  • Extra-EU-28-Exporte: 2.727
  • Handyspiele: 2.016
  • Tragbare Videospiele: 1.594
  • Offline-Computersoftware-Markt: 601

In der Untersuchung heißt es außerdem:

Das Wachstum des Videospielesektors ist rasant. Die Videospieleindustrie ist mit einem erwarteten Wachstum von 9 Prozent zwischen 2012 und 2015 eine der dynamischsten Branchen im Kultursektor. Aber die allgemeine Ausbreitung verbirgt leistungsstarke Trends. Die Handy-Spiele (+137 %) boomen, Konsolenspiele (+47 %) und PC-Spiele (+49 %) haben stark zugenommen, während sich tragbare Videospiele (-30 %) auf rascher Talfahrt befinden, da die speziellen Geräte von Mobiltelefonen verdrängt werden.

Der Gesamtumsatz der europäischen Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) mit den erwähnten elf Branchen wird mit 535,9 Milliarden Euro beziffert, was 4,2 Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes bedeuten. Nach dem Bauwesen und der Gastronomie ist die KKW mit mehr als sieben Millionen Beschäftigten der drittgrößte EU-Arbeitgeber (circa 3,3 Prozent der Erwerbstätigen).

Für die höchsten Umsatzzahlen sorgen die bildenden Künste (127,6 Mrd. Euro), gefolgt von der Werbung (93 Milliarden) und dem Fernsehen (90 Milliarden). Bei den Beschäftigungszahlen entsteht ein anderes Bild: Über 1,2 Millionen Menschen – und somit an erster Stelle – sind im Bereich der darstellenden Kunst tätig. Es folgen die bildende Künste mit ebenfalls um die 1,2 Millionen und der Musik-Sektor mit 1,1 Millionen Angestellten.

Jadiger 16 Übertalent - 4949 - 3. Dezember 2014 - 18:55 #

Das wäre aber wenig wenn man bedenkt das die Top 5 F2p Spiele schon auf 3,7 Mrd plus kommen alleine. Da ist noch nicht mal WOW dabei das alleine schon bestimmt die Zahl auf über 5 bringen dürfte.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11076 - 3. Dezember 2014 - 20:37 #

Na ja, die von dir genannten Top-Spiele kommen ja nicht aus EU Ländern. Hier auf dem "Kontinent" ist die Spielewirtschaft, mit Ausnahme von Ubisoft, doch eher unterentwickelt.

Europawelt (unregistriert) 3. Dezember 2014 - 20:57 #

Europa /= Welt

x_wOXOw_x 11 Forenversteher - 612 - 4. Dezember 2014 - 8:56 #

Danke, sehr interessant. Dass die bildende Kunst so viel Umsatz erzeugt, hätte ich nicht erwartet. Wobei da wohl Auktionshäuser einen wesentlichen Teil dazu beitragen.

An konkreten Spielen werden übrigens nur "Candy Crush" und "Angry Birds" genannt :)

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