Turbine vs. Atari - 30 Millionen Dollar Schadensersatz gefordet

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27. August 2009 - 14:33 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Der Entwickler Turbine verklagt seinen Geschäftspartner Atari auf Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Atari soll laut Klageschrift (siehe Link unten) seine Pflichten bei der Vermarktung des nicht sonderlich erfolgreichen MMOs Dungeons & Dragons Online vernachlässigt haben. Erst im Frühjahr 2009 wurde der Vertrag mit Atari verlängert und beschlossen, das Spiel auf ein Free-to-Play-Modell umzustellen.

Turbine gibt als Grund der Schadensersatzforderung an, Atari würde sich statt auf D&D Online lieber auf sein eigenes MMO in der D&D-Welt konzentrieren. Bei dieser Gelegenheit spricht Turbine von einem MMO zu Neverwinter Nights, welches gerüchteweise von den zu Atari gehörenden Cryptic Studios entwickelt werden soll. Ein solches Projekt ist bislang allerdings nicht offiziell vorgestellt worden.

Ob der fehlende Erfolg von Dungeons & Dragons Online nun wirklich an fehlender Bereitschaft von Atari gelegen hat? Oder sind eher grundlegende Probleme wie die von vielen Spielern bemängelte komplizierte Bedienung, fehlende Atmosphäre und mangelnde Spannung schuld? Die Wertungen von Spieleportalen und der Presse lagen jedenfalls durchschnittlich nur im Bereich um die 72%, was sich mit der Gamesglobal-Userwertung von aktuell 7 Punkten deckt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 27. August 2009 - 15:21 #

Was mir dazu einfällt : warum wird immer alles und jeder verklagt? D&D Online war IMO schlecht designt und teilweise nicht sauber programmiert. Da kann Atari wenig für. Dann wurde der Vertrag im Frühjahr erst verlängert. Nun denn.

Zweitens : Neverwinter Nights MMO? Wtf? Warum aus allem und jedem ein MMO machen?

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 27. August 2009 - 15:23 #

Ganz einfach: Weil WOW so erfolgreich ist und noch immer so viel Geld einbringt und da will jeder ein Stückchen vom Kuchen haben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29697 - 27. August 2009 - 15:25 #

Ich würde es ja gerade wegen WoW lassen. Da kann man momentan doch eh nicht mithalten.

Viele WoW-Spieler zocken das Ding doch auch hauptsächlich, weil sie dort viele Freunde haben und treffen. Mein halbe Bekanntenkreis inkl. meiner Frau sieht das Ding als unterhaltsamen Grafikchat. Wie soll denn da ein neuer Anbieter ähnlich erfolgreich werden wenns halt einfach nicht ums Spiel sondern um die kritische Masse der Community geht?

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 27. August 2009 - 16:11 #

WoW ist doch technisch überreif und steht ziemlich im Zenit. Da macht es sich gut für Konkurrenten mit guten Alternativen in die Startlöcher zu gehen. Der Erfolg von WoW ist in etwa so sehr ein Naturgesetz wie der Erfolg von Sonys Playstation. Und keiner weiß heute ob ein WoW 2 immernoch ein Selbstgänger wäre- bei guten Alternativen.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11586 - 28. August 2009 - 4:52 #

Bei der (Fan-)Basis, die Blizzard insb. mit WoW aber auch anderen qualitativ hochwertigen Spielen und erstklassigen Support geschaffen hat, kann man allerdings schon davon ausgehen, dass sich ein Nachfolger bestens verkaufen würde.

Armin Luley 19 Megatalent - 13655 - 27. August 2009 - 15:41 #

Atari hat das Produkt aber auch nicht besonders beworben. Für eines ihrer wichtigsten Brandings (D&D) erstaunlich wenig. In Europa übernimmt Codemasters vollständig die Pflege des Produktes.

Wie in der Klageschrift zu lesen, hat Turbine mehrere Hunderttausend Dollar in das Projekt gesteckt. Vermutlich haben sie dabei Verluste gemacht und sehen die Schuld dafür bei Atari bzw. in den nicht eingehaltenen Versprechen. Der Streit scheint auch schon ein ganzes Weilchen zu schwelen. Diese Anklageschrift ist sehr informativ. Das ist mittlerweile auch eine persönliche Angelegenheit, würde ich sagen.

Es ist nicht das erste Mal, daß Atari und einer ihrer Third-Party-Entwickler aneinander geraten. Es gab schon öfters Beschwerden, insbesondere über die Zahlungsmoral.

Starslammer 15 Kenner - 2765 - 27. August 2009 - 15:52 #

Und gerade Turbine hat mit HDRO doch einen guten Erfolgstitel im MMO-Bereich, weil es auch gut beworben wird und qualitativ recht gut ist .

gnal 12 Trollwächter - 1080 - 27. August 2009 - 16:01 #

D&D Online ist eins der mittlerweile zahlreichen Möchtegern-WoW-Konkurrenten-Millionengräber. Was hätte man mit diesem Berg Geld der z B für Warhammer Online versenkt worden ist für klasse RPGs machen können!

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 27. August 2009 - 16:14 #

Läuft Warhammer Online nicht?? Das überrascht mich dann bei einer solchen Traditionsmarke schon. Zumal es technisch doch mindestens als solide gilt.

gnal 12 Trollwächter - 1080 - 27. August 2009 - 16:44 #

Für EA-Massstäbe (=WoW-Killer) ist's wohl ein Flop.

Liam 13 Koop-Gamer - 1229 - 28. August 2009 - 9:00 #

Wenn du des Englischen mächtig bist kann ich dir den http://www.escapistmagazine.com/articles/view/issues/issue_213/6341-Casualty-of-Warhammer Text empfehlen. Ein ehemaliger GM erzählt wie die Atmosphäre war und wie es sich verändert hat stückweise, fands gut geschrieben und ohne verbitterte Anklage oder so.

Glaub das große Problem bei MMORPGs ist momentan einfach die Fehleinschätzung der Firmen. WoW kam raus und plötzlich wars vom Nischenmarkt zu einen große vielversprechenden mit unbegrenzten monatlichen Millioneneinnahmen mutiert.
Das Problem nur ist, der Markt hat nicht beliebig viele Spieler und es entstehen Bindungen in MMORPGs und sie haben noch nicht ganz begriffen, dass sie die nicht aufbrechen können indem sie sagen "ich biete fast exakt dasselbe mit anderem Namen und hübscherer Graphik nochmal an" und 2 MMORPGs kann und will sich fast niemand geldlich wie zeitlich leisten.

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