Raspberry Pi: Neues Model A+ für 20 US-Dollar erhältlich

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Admiral Anger 47999 EXP - 24 Trolljäger,R10,S3,C10,A10,J10
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13. November 2014 - 8:36 — vor 1 Jahr zuletzt aktualisiert

Die Raspberry Pi Foundation, die unter anderem durch den Elite-Mitschöpfer David Braben begründet wurde, hat eine neue, kostengünstigere Variante ihres Mini-Computers Raspberry Pi veröffentlicht. Nachdem bereits im Juli eine verbesserte Version des leistungsstärkeren Model B das Licht der Öffentlichkeit erblickte (wir berichteten), bekam jetzt auch der Vorgänger Model A eine Generalüberholung, die den Taschen-Rechner aufgrund gesunkener Herstellungskosten nun zum Preis von 20 US-Dollar und damit unter den ursprünglich geplanten 25 US-Dollar (wir berichteten) verfügbar macht.

Das Model A+ ist ein wenig kleiner als sein Vorgänger und benötigt nun weniger Strom. Zudem wurde die Schnittstelle GPIO beziehungsweise deren Leiste von 26 auf 40 Pins erweitert und ist nun mit den von der RPi-Foundation spezifizierten Hat-Modulen kompatibel. Genau wie seine Hardware-Geschwister verfügt der Pi A über einen ARM-Prozessor von Broadcom mit einem Takt von 700 Megahertz.

Weitere Features des erneuerten Rasperry Pi Serie A (Danke an aurelian15):

  • Gut 20% weniger Stromverbrauch aufgrund von Schalt- anstatt Linearreglern auf der 3,3V-Schiene
  • Analoge Audioausgabe durch eine zu diesem Zweck stabilisierte Stromversorgung verbessert (weniger Störgeräusche)
  • Der Steckplatz für microSD-Karten wurde optimiert

Falls ihr aufgrund des geringen Preises mit dem Kauf liebäugelt, solltet ihr jedoch bedenken, dass Geräte aus der A-Serie nur über 256 Megabyte Arbeitsspeicher verfügen (im Gegensatz zu 512 Megabyte beim 35 US-Dollar teuren Model B+) und zudem keine Netzwerkschnittstelle sowie nur einen einzigen USB-Port bieten. Als kostengünstiger Einstieg in die Welt des Programmierens erfüllt jedoch auch Model A+ seinen angedachten Zweck.

Einen Überblick über sämtliche Neuerungen könnt ihr euch mit dem nachfolgenden Video verschaffen.

Video:

aurelian15 12 Trollwächter - 1136 - 13. November 2014 - 1:17 #

Vielen Dank für diese News! Freut mich doch, dass es hier auch Leute gibt, die sich dafür interessieren.

Da ich mich mit diesem Thema ausnahmsweise auskenne noch ein paar Anmerkungen (ich habe keine Ahnung, wie ich sowas außerhalb eines Kommentares melden könnte oder selbst bearbeiten, scheinbar gibt es dafür keinen Knopf. In Wikipedia geht das irgendwie einfacher...):

* Wie die Foundation in ihrem Blog-Eintrag schreibt war der ursprünglich anvisierte Preis schon 25$, nicht 20$ wie in der News geschrieben. Sie sind jetzt nur stolz darauf, dass sie günstiger als die 25$ wurden.
* Zusatzinfo: Es benötigt 20-25% weniger Strom, da nun Schaltregler anstatt von Linearreglern für die 3.3V-Schiene zum Einsatz kommen
* Die analoge Audioausgabe wurde durch eigens stabilisierte Stromversorgung verbessert (die als Störgeräusch hörbaren Einstreuungen aus dem digitalen Schaltungsnetzen werden dadurch reduziert).
* Dass es einen Steckplatz für microSD-Karten gibt ist eine Neuerung. Vorher gab es nur einen Stackplatz für "normale" SD-Karten. Entsprechend kann der microSD-Karten Slot nicht leichtgängiger funktionieren (bzw. die Aussage ist trivial wahr) ;-)
* "Die Allzweckschnittstelle GPIO" ist etwas unglücklich formuliert. Das hört sich so an, als ob GPIO eine standardisierte Schnittstelle wäre. Das ist es gerade nicht. GPIO bezieht sich eigentlich lediglich auf ein aus einem IO-Block herausgeführtes (1 Bit breites) (Digital-)Signal, das Softwareseitig als Ein- oder Ausgang oder mit einer anderen (Hardwareseitig vorgegebenen) Funktion belegt werden kann.
* Die GPIO-Leiste wurde von 26 auf 40 Pin erweitert und ist nun mit den von der RPi-Foundation spezifizierten Hat-Modulen kompatibel

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47999 - 13. November 2014 - 7:10 #

Danke für die Anmerkung. Hab die News gestern etwas in Eile geschrieben und werde das später noch anpassen.... falls mir keiner zuvor kommt ;)

aurelian15 12 Trollwächter - 1136 - 13. November 2014 - 12:37 #

Danke für das Einarbeiten der Anmerkungen!

Ein kleiner Fehler hat sich noch eingeschlichen (ich habe das aber auch doof Formuliert): Das A+ hat schon ausschließlich einen microSD-Slot. Das "auch" bei "Der Steckplatz nimmt nun auch microSD-Karten auf" muss also weg.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6916 - 13. November 2014 - 1:39 #

Die Frage die ich mir immer wieder stelle, was kann ich als normaler User mit einem Pi anfangen? Wäre schon wenn mir da jemand Feedback geben kann. :)

aurelian15 12 Trollwächter - 1136 - 13. November 2014 - 2:39 #

Naja, abgesehen von der direkten Ansteuerung von Hardware über die GPIO-Pins kannst du mit einem Raspberry Pi erstmal nichts machen, das du nicht auch mit einem normalem PC machen könntest. Von daher ist das Raspberry Pi primär für Bastler interessant. Die fallen aber vermutlich nicht unter die Einschränkung "Normaler User".

Allerdings ist gilt (mit Einschränkungen bezüglich der Performance) auch das Umgekehrte obiger Aussage: Das meiste, das du mit einem PC machen kannst (im Internet Surfen, Dokumente schreiben, Videos schauen...) kannst du auch mit einem Raspberry Pi machen -- und das für 30€ (Modell B+). Insbesondere durch den Hardware-Video-Dekoder eignet sich das Raspberry Pi mit Kodi als billiges Mediencenter und funktioniert dabei oft besser, als die ganzen "Smart TV"-Funktionen irgendwelcher großen Hersteller. Und wer schon immer seine alten LucasArts-Adventures auf dem Fernseher spielen wollte, installiert halt einfach ScummVM und hat eine lautlose Konsole für alte Adventure-Spiele. Und wer Musik an seinen AV-Receiver streamen möchte installiert einen Streaming-Server und kann das tun.

Zudem ist das Raspberry Pi eine nette Umgebung für all jene, die sich mit Linux oder Programmieren beschäftigen wollen, ohne ihren Hauptrechner voll zu müllen (und keine VM aufsetzen möchten).

Kurz: Als normaler Nutzer kannst du mit einem Raspberry Pi lernen, kein normaler Nutzer mehr zu sein. Und alles, was du dafür mitbringen musst, ist ein wenig Geduld, ein bisschen Forscherdrang und irgendein kleines Ziel, das du zunächst mal erreichen möchtest. Und schon kannst du sehr viel Spaß haben und dabei mehr lernen als mit jedem Computerspiel. Und in der Regel kostet es sogar weniger.

1000dinge 15 Kenner - P - 2853 - 13. November 2014 - 8:45 #

Das fasst es sehr schön zusammen :-) Bei mir läuft der Pi als Mediacenter (raspbmc) und kopiert nebenbei mein eMail-Postfach vom externen Mailserver als Backup auf meine Synology-NAS.

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - - 6916 - 13. November 2014 - 13:11 #

Vielen Dank für deine Mühe und ausführliche Antwort, Daumen hoch!

euph 23 Langzeituser - P - 38726 - 13. November 2014 - 8:28 #

So ein Ding will ich mir eigentlich schon dauernd mal zulegen. Mein "Traum", das Ding in eine alte Konsole oder ähnliches einbauen um damit per Emulator die alten Schätzchen spielen zu können.

Aber irgendwie fehlt immer Zeit und der Wille dann doch mal das Geld dafür auszugeben.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 13. November 2014 - 18:48 #

Da gibt es sogar schon mal einen Prototypen:
http://www.raspberrypi.org/forums/viewtopic.php?f=40&t=31736
Das sieht jetzt auch nicht so teuer aus, was die verwendeten Teile angeht.

ganga Community-Moderator - P - 15588 - 13. November 2014 - 8:57 #

Ich finde das immer total spannend, bin aber der totale Hardware Noob und könnte damit rein gar nichts anfangen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324282 - 13. November 2014 - 9:01 #

Mein Eintritt in die Welt der Computer und der Programmierung war ein Cosmos Experimentiercomputer. Gerade wünschte ich, 35 Jahre jünger zu sein... (normalerweise wünsche ich mir nur 10 Jahre!)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15398 - 13. November 2014 - 11:12 #

Ich kann es kaum erwarten, meinen Kindern so ein Teil zu schenken, aus dieser Sicht wünsche ich mir, 5-10 Jahre älter zu sein. ;)

euph 23 Langzeituser - P - 38726 - 13. November 2014 - 11:43 #

Die Zeit, wenn sich die Kinder (endlich) für das eigene Hobby interessieren, ist wirklich toll. Während ich mich mit dem Großen über PC, Steam, Minecraft etc. austauschen kann, ist die Kleine mittlerweile soweit, das wir Mario Kart zusammen spielen könne (oder zu dritt). Das erweitert die zum spielen verfügbare Zeit ungemein :-)

Stonecutter 19 Megatalent - - 15398 - 13. November 2014 - 11:58 #

Wir sind noch bei unseren ersten Duplo-Bauversuchen, kann gar nicht beschreiben, wie stolz ich war, als der Kleine seine ersten zwei Steine übereinandergesteckt hat. Also noch ein weiter Weg zu Minecraft, aber wir geniessen jeden einzelnen Tag bis dahin! ;)

Olipool 15 Kenner - 3742 - 13. November 2014 - 10:43 #

Hm also ist die Programmierung nicht vergleichbar mit einem Mikrocontroller? Nutzt man dort eher "fertige" Programme wirklich wie am PC oder programmiert man selbst und fragt die einzelnen Pins ab (also im einfachsten Fall: Pin1=true then Leuchtdiode1=true)?
Wenn ich jetzt zwei Fahrzeuge autonom in einem Labyrinth fahren lassen will, nehme ich dann besser den Pi dafür oder nen Mikrocontroller inkl. Zubehör?

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 13. November 2014 - 13:15 #

Es wird wohl darauf ankommen was man für Projekte vorhat, mit welcher Programmiersprache (C, Assembler,...) man besser klar kommt, wieviel Geld man dabei investieren mag. Wenn es nur um LEDs und anderen Kleinkram geht, sind MC-Boards wohl die bessere Wahl. Allein schon wegen der kleinen Abmaße und kostengünstig.

Ich bin bei letztendlich beim Arduino gelandet. Hab da in diesem Jahr eine mehrfarbige LED-Uhr mit 4 LED-Matrizen (je 64 LEDs) komplett selber hergestellt habe. Das schliesst sämtliche Materialen (Edelstahl, Aluminuim, PVC), Schaltungen (LED-Treiber Board, Arduino-Board) layouten und löten, sowie das Coding (mit allen Ideen/Funktionen die man selbst wünscht) ein. Der Motivationsgeber ist da immer die Vorstellung des fertigen Projekts - und natürlich die dazu gewonnene Erfahrung und Spass an der Sache selbst.

Und wenn man die Sparte Arduino im Web und Shops überfliegt, trifft man auf alle Möglichen Varianten und Projekte. Und diese werden eigentlich nur durch die eigenen Vorstellungen begrenzt. Die beginnen bei Kleinkram wie meinem, und geht weiter über Wetterstationen, Quad-/Octo-Copter, autarke Roboter, usw usf...

Dabei unterstützt Arduino, wenn gewollt, mit speziellen Zusatz-Boards, die entsprechend Geld kosten.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 13. November 2014 - 14:48 #

Du hast nicht zufällig lust, an einem extrem spannenden Projekt mitzuarbeiten? In Wilhelmshaven wartet ein Zerstörer darauf, zu einem Raumschiff umgebaut zu werden..

Klingt flapsig, ist aber ernst gemeint.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 13. November 2014 - 18:56 #

Ähm...eher nein ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 13. November 2014 - 20:53 #

Kannst ja trotzdem mal unter www.projekt-exodus.de reinschauen. Ist wirklich spannend :) .

Vigilante (unregistriert) 14. November 2014 - 10:40 #

Eher sportlich, sowas in 3 Monaten aufziehen zu wollen :D. Läuft doch erst seit Anfang November, oder?

Auch finde ich die Information auf der Webseite etwas spärlich. Da fehlt mir als erstes schon mal ein Auflistung von dem was noch benötigt wird. Wie sieht es mit Kostümen aus? Technik? Story. Charaktere. Gut, da habe ich zumindest auf FB schon gesehen, das an Charakteren gearbeitet wird. uvm.

Seitdem ich jetzt etwas mit Artemis herumgespielt habe, wäre es schon interessant, die Brücke über einen - passend zum Thema :) - Raspberry Pi Cluster zu simulieren.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 14. November 2014 - 15:52 #

Weitere Infos kommen, genauso wie die Anmeldung, bald auf die Webseite. Am Projekt wird schon länger gearbeitet als seit Anfang November.

Für dich interessant dürfte dann wohl die FAQ sein, die auch in Kürze online gehen wird und dann regelmäßig um weitere Punkte erweitert wird. Vorab: Kostüme werden gestellt, so dass alle Spieler ein einheitliches (hohes) Bekleidungsniveau haben werden. Die Software stammt vom Team des BSG-LARP Twelve Colonies. Die arbeiten schon länger daran, wir passen sie zusammen mit den Hauptentwicklern allerdings an unsere Zwecke an. Die Hardware dafür wird noch evaluiert, wir gehen aber davon aus, bei den meisten Terminals auf Banana Pi's setzen zu können. Die Leistung der Raspberrys erscheint mir etwas zu gering, außerdem ist Gigabit-LAN und ein dedizierter SATA-Port recht schnuckelig. 1 Gbyte RAM kann auch nie schaden, von der höhere Performance ganz zu schweigen.

Eine Rahmenhandlung steht, wird aber noch im Detail verfeinert. Und auch an den Charakteren wird gearbeitet. Da Exodus sich nicht nur an dem schwedischen "Monitor Celestra" orientiert sondern ein Teil der Projektleitung auch in Kontakt mit den Schweden steht, können wir stark von deren Erfahrungen sowie von Ausstattung der Celestra profitieren.

Die Webseite dient übrigens nicht dazu, weitere Hilfe zu organisieren, sondern um Spieler auf das Spiel aufmerksam zu machen und um dann später auch eine Anmeldemöglichkeit zu bieten. In einigen Punkten ist Hilfe aber trotzdem immer praktisch. Beispielsweise bei der Licht- und Audiosteuerung, die wir im Zweifel mit LED-Leisten, Blinksticks und Pi's realisieren werden.

Vigilante (unregistriert) 14. November 2014 - 23:50 #

Gut, dann will ich nichts gesagt haben! Klingt ja doch ganz so, als ob ihr alles Griff habt :)

Habt ihr den Banana schon im Einsatz? Ich habe sowohl den Banana als auch den RasPi B+ hier. Der Banana hat zwar die 2-3-fache Rechenleistung vom RasPi, aber dafür im Moment noch keinen wirklich brauchbaren Grafiktreiber. Bei der Grafikleistung liegt der RasPi gegenüber dem Banana deutlich vorn. Eine andere Alternative wäre vielleicht noch der Odroid, der legt nochmal ordentlich Leistung drauf :D. Liegt aber preislich, dann bei etwa 70€ :(.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 15. November 2014 - 0:40 #

Wir evaluieren noch. Die Programmierer bekommen demnächst ihre Bananen und dann schauen wir mal. Die Software läuft in Java, mal sehen wie sich das alles machen lässt. Wenns alles nichts hilft, wäre notfalls auch Budget für kleine NUCs vorhanden.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 14. November 2014 - 8:19 #

Schade. Gibt auch Kekse. :)

Olipool 15 Kenner - 3742 - 13. November 2014 - 17:02 #

Danke für die ausführliche Info, also kann man sagen, der Pi ist etwas "fertiger" und lässt sich "abstrakter" ansprechen. Der Arduino ist dafür flexibler programmierbar/erweiterbar?
Ganz simpel gesprochen, ist der Pi ein schon aufgemotzter Arduino (inkl. wesentlich größerer Fähigkeit des Controllers/CPU)?

Wo hast Du deinen Arduino gekauft?

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 13. November 2014 - 18:58 #

Der Arduino ist sehr einfach und vielseitig erweiterbar (zum Pi kann ich nix sagen). Mit sogenannten Shields/Breakouts kann man einen einfachen Arduino so richtig pimpen: Netzwerk/Wifi, SD-Slot, Servo-Motoren, NFC, Temperatur-/Ultraschall-/Bewegungs-Sensoren, Relais-Steuerung, LCD, Funk, GPS, usw...
Für das alles gibt es dann auch meist (vorher erkundigen!) schon die passenden Libs zum ansteuern/abfragen, die dann in die Arduino IDE einbunden werden. Es gibt sogar ein Breakout, dass ein Arduino mit einem Pi miteinander verbindet und kommunizieren lässt ;)

Bei der Leistung des Arduino's kommts auf das Modell an. Das fängt bei 8bit (AVR) und 8MHz an, und geht bis zu 32Bit (x86) und 300MHz - das was ich bisher gesehen habe. Hier reicht für die meisten Fälle ein UNO R3 mit 16MHz aus. Der schafft auf dem Papier um die 16 Millionen Befehle pro Sekunde.

Ich habe mit einem UNO R3 im StarterKit angefangen, damals bei Amazon bestellt. Kostet je nach Umfang der Ausstattung um die 40-70€. Für Anfänger nie verkehrt - ein Breakboard und die vielen Strippen braucht man halt zum prototypen. Heute baue ich mir den Arduino (UNO kompatibel) auf einem Breakboard für unter 5€ selbst.
Aber bevor man überhaupt in einem Arduino/Pi investiert, sollte man sich zuerst auf diversen Seiten mal einen groben Überblick verschaffen, um zu sehen was einem erwartet. Technisches Verständnis und ne Menge Eigeninitiative sind hier notwendig. Aber es gab schon welche die haben sich die Codezeilen von x-Seiten zusammenkopiert, und es funktionierte sogar :D

Olipool 15 Kenner - 3742 - 13. November 2014 - 22:48 #

Vielen Dank für die Infos und auch für die Warnung ans Verständnis. Wir haben in der Uni damals nen Staubsaugerroboter gebaut, die Hardware an sich war nie so meins, wohl aber die Programmierung des MC. Das fehlt mir heut schon ein wenig, daher bin ich schon ewig am Überlegen, mir nen Arduino zu holen. Ist leider heut keine Geld- sondern eine Zeitfrage :-/
Auf der Herstellerseite hab ich auch schon Kits gesehen, bei denen so ein Handbuch mit simplen Beispielprojekten dabei ist meine ich, bevor jetzt also jemand abgeschreckt ist von zu hohen Anforderungen an die Gehirnzellen...so schwer sind die ersten Schritte nicht ;)

Noch eine letzte Frage, wie würdest Du meherere Arduinos Informationen austauschen lassen? Per Bluetooth? Ich würd ja zu gern mal was mit KI mehrerer "Geräte" machen...ach ja, die Zeit...

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 14. November 2014 - 1:01 #

Mit BT hatte ich mal vor Daten vom Handy auf eine LED-Matrix zu senden. Hatte ich aber nicht weiter verfolgt. Wobei ich BT auch nicht wirklich mag. Aber bei den Arduino's sind die XBee's recht bekannt. Setzt auch auf Funktechnik, aber die scheint eine gute Alternative für Übertragungen zu sein. Hab auf die schnelle ein PDF (https://blog.attraktor.org/wp-content/uploads/2013/02/XBee_attraktor.pdf) dazu gefunden das mir diese XBee's irgendwie interessant gemacht hat :) Besonders der API-Modus, der mit einem guten Beispiel beschrieben wurde, und mich schon überlegen lässt was man mit Sensoren noch machen könnte...

Olipool 15 Kenner - 3742 - 16. November 2014 - 22:05 #

Ah cool danke, das ist eine nette Alternative!

hoschi 13 Koop-Gamer - 1465 - 13. November 2014 - 20:40 #

abstrakt gesehen sind Arduino und Raspberry Pi das Gleiche. Genauer betrachtet nicht. Ein Arduino gehört zur Gattung der Microcontroller, wobei ein Raspberry Pi einem PC zuzuordnen ist, auch wenn es kein x86-System ist. Die Technik ist heutzutage soweit fortgeschritten,dass man eben für den Preis eines µController-Boards schon einen richtig leistungsfähiges Teil wie den Raspberry bekommt.
Hardwarenah programmieren kann man auf beiden. Ein µController schaltest du ein und es läuft nur dein kleines Porgamm, welches du vorher von deinem Programmiersystem aufgespielt hast. Einen Rasberry Pi bootet sein OS, wie zB Linux und startet dann dein Programm, welches du in den Regel auf diesem System auch programmiert hast (ja ich weiss, der Rasberry muss kein OS booten, aber das wird wohl jeder logischerweise so machen). Das OS bietet dir durch all seine Treiber viel mehr Möglichkeiten mit anderer Hardware,Schnittstellen, Displays usw zu interagieren.Um das alles selbst auf einem nackten µController, sei es ein Arduino oder ein anderes µController-System,zu progammieren würden Jahrzehnte draufgehen. Der Unterschied zw Arduino und normalem µController ist der, dass du bei einem Arduino ein fertiges Board bekommst, eine gewisse Standard-Library,vorgefertigte Erweiterungsmodule und ein "vereifachtes" Programmier-IDE. Letzteres ist der Grund warum ich Arduino nicht mag.
Am Rasberry Pi vielleicht zu kritisieren ist der Punkt, dass es zwar als µController-Ersatz sich durchaus eignet, aber nicht zu 100% dafür ausgelegt wurde. Dh es fehlen, sofern man sie braucht, Dinge wie DA/AD-Wandler, I2C-Bus usw. bzw sind nur über Erweiterungen integrierbar.

Ich persönlich würde hardwarenahe Sachen immer in C programmieren, aber der Rasberry hätte natürlich den Vorteil, dass du jede Programmiersprache verwenden kannst und somit auch diejenige welche dir nicht so abstrakt vorkommt. Vorrausgesetzt es gibt auch die entsprechenden Kompiler für den Prozessor des RP.
Wenn du beispielsweise mit C programmierst, wäre dein programmierter Code auf einem RP oder µController der gleiche. (abgesehen vom ganzen drumherum natürlich)

Olipool 15 Kenner - 3742 - 13. November 2014 - 22:50 #

Ah ok, danke, deine Ausführung hat mein Bild etwas abgerundet. Wie schon vorher festgestellt wurde, man muss wissen, was man machen will :)

Vigilante (unregistriert) 13. November 2014 - 14:30 #

Mit dem Raspberry Pi hast du einen kompletten PC und Linux als OS auch einige 10000+ Programme/Apps zur Verfügung, die darauf benutzen kannst. Damit stehen dir deutlich mehr Möglichkeiten offen, als mit dem Mikrocontroller. Bei der Schnittstellenprogrammierung gibt es keinen großen Unterschied. Auch auf dem Raspberry schreibst du im einfachsten Fall: if Pin1=true then Leuchtdiode1=true, und kannst dazu einen Editor auf dem Raspberry benutzen :D

Was du im Endeffekt nimmst, liegt aber ganz bei dir und was du damit machen willst. Bei mir wäre es der Raspberry oder ein anderes Board, wie z.B. der Arduino.

Olipool 15 Kenner - 3742 - 13. November 2014 - 17:03 #

Danke, ich dachte, so low-level gehts nicht beim Pi, welche Sprache ist das dann? Und wann würdest du einen Arduino einem Pi vorziehen?

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 13. November 2014 - 18:55 #

Ich zitiere mal die FAQ:
"The Raspberry Pi Foundation recommends Python as a language for learners.

Any language which will compile for ARMv6 can be used with the Raspberry Pi, though; so you are not limited to using Python. C, C++, Java, Scratch, and Ruby all come installed by default on the Raspberry Pi."

Sprich: Python wird empfohlen, aber viele der verbreiteten Sprachen werden auch unterstützt.

Olipool 15 Kenner - 3742 - 13. November 2014 - 22:50 #

Danke Dir, ist ja dann ausreichend flexibel.

abc2030 13 Koop-Gamer - 1498 - 13. November 2014 - 12:20 #

Hab mir vor einem Monat die B+ Version geleistet und zuerst "RetroPie" ausprobiert. Dank vieler guter Anleitungen + SD-Image kann man da fast nichts falsch machen. Hab diese hier verwendet:
http://www.retro-programming.de/?page_id=7872

Aktuell wird die Pi aber als stationärer MP3-Player an der Stereoanlage verwendet, was auch mein ursprünglicher Plan war. Auch hier verwendete ich ein fertiges SD-Image:
http://volumio.org/

Die Ausgabe erfolgt dabei über eine USB-Soundkarte. Hab die Behringer genommen, wegen den Cinchbuchsen und dem z.Z. günstigen Preis auf Amazon. Wurde ohne murren vom Pi erkannt:
http://www.amazon.de/Behringer-U-Control-UCA222-Interface-Soundkarte/dp/B0023BYDHK/ref=sr_1_11?ie=UTF8&qid=1415876235&sr=8-11&keywords=usb+sound

Ein paar kleinere Hürden mit Linux konnte ich auch wieder mittels Hilfen im Netz klären. Gerade bei der Pi gibt es ziemlich viel Hilfestellungen. Ein bisschen gefummel gehört wohl dazu, aber wer auf fertige Images setzt, braucht eigentlich keine Angst vor der kleinen Kiste haben.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 13. November 2014 - 12:51 #

Ich hatte bei Erscheinen mit dem ersten RPi geliebäugelt, aber bin da wieder von abgekommen. Später bin durch einen Artikel zu einem neuen Arduino-Board (Uno v3) dann bei den Arduino-MCs gelandet. Im Gegensatz zum RPi konnte ich mit dem Arduino meine Vorstellungen/Projekte besser (Boards in kleiner Größe, flexibel im layouten, einfacheres Coding) umsetzen.

Aber ich finde solche Mini-Bords im allgemeinen interessant.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 13. November 2014 - 19:04 #

Das Problem bei Arduino ist, dass es einen Rechner braucht, der ihn programmiert. Beim Pi steckt man einfach einen Monitor, eine Tastatur und eine Maus ran, schon ist ein "echter" PC fertig, bei dem man über die GPIOs viele Hardware-Projekte machen kann und nebenbei schon programmieren lernt. Das war das Ziel des Projekts.
Außerdem ist er so günstig, dass damit ganze Schulen in Entwicklungsländern ausgestattet wurden.
Ich denke mal beide Ansätze sind förderlich für die Entwicklung von Programmier-Kenntnissen.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 13. November 2014 - 20:08 #

Das Ziel des Pi's stellt ja keiner in Frage. Kommt immer auf den Anwendungsbereich an, wo bei mir letztendlich der Arduino die größten Vorteile vorzuweisen hatte. Und der Arduino ist für Projekte aller Art bestens gerüstet.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47999 - 13. November 2014 - 17:54 #

Ich hatte es zwar schon im Forum erwähnt, aber doppelt hält besser:
Unter http://www.themagpi.com/ gibt's ein relativ hochwertiges kostenloses Magazin rund um den Pi, das man sich als PDF runterladen kann.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 13. November 2014 - 19:07 #

Als Monatsheft und schon 28 Ausgaben...

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47999 - 13. November 2014 - 19:09 #

Ich kann gerade nicht wirklich nachvollziehen, in welche Richtung dein Kommentar geht...

hoschi 13 Koop-Gamer - 1465 - 13. November 2014 - 20:55 #

er wollte wohl damit sagen, dass es das PDF-Heft schon 2,33 Jahre gibt und somit nicht schlecht sein kann

Olipool 15 Kenner - 3742 - 13. November 2014 - 23:37 #

Ach ich hab jetzt schon keine Lust mehr das zu probieren, in dem einen Heft wird eine 13 jährige vorgestellt, die ihren Pi programmiert hat, der einen Arduino steuert, der Game of Life mit LEDs simuliert. Gnaaaa...

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