Sonntagsfrage: Wie steht ihr zu Indiespielen? [Ergebnis]

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9. November 2014 - 11:29 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

News-Update (Ergebnis):

Für stolze 49 Prozent der Umfrageteilnehmer stellen Independent-Spiele einen wichtigen Bestandteil der Spielelandschaft dar. Rund ein Zehntel aller Teilnehmer vertritt sogar die Ansicht, dass Indie-Spiele innovativer und wichtiger sind als die Produktionen großer Publisher. Ein kleiner Anteil von rund 3 Prozent der Umfrageteilnehmer gibt sogar an, nur noch Spiele von kleinen, unanhängigen Studios zu spielen.

Neutral äußern sich etwa 28 Prozent, denen vor allem wichtig ist, dass Spiele Spaß machen. Sie eingerechnet, spielen rund drei Viertel der Umfrageteilnehmer zumindest ab und zu Indie-Spiele. Allerdings zeigt sich auch ein knappes Viertel kritisch diesen Spielen gegenüber, 12 Prozent halten den Indie-Sektor sogar allgemein für überschätzt, da es allgemein doch an Qualität mangele. Nur eine sehr kleine Gruppe von 6 Prozent der Teilnehmer halten das Gros der Indie-Spiele für "B-Ware". 

ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Spiele-Landschaft (+)                                                                                                                                                                                                         34%
 
auch nichts anderes als "große" Spiele: Hauptsache, sie machen Spaß! (=)                                                                                                                                                                                                         28%
 
oftmals überschätzt, den meisten fehlt es dann doch an Qualität (-)                                                                                                                                                                                                         12%
 
innovativer & wichtiger als große Publisher-Produktionen (+)                                                                                                                                                                                                         10%
 
absolut uninteressant; bis auf wenige Ausnahmen ist das doch B-Ware (--)                                                                                                                                                                                                         6%
 
ein netter Zeitvertreib zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger (=)                                                                                                                                                                                                         5%
 
nicht so interessant, ich mag einfach gute Spiele, die auch gut aussehen (-)                                                                                                                                                                                                         3%
 
quasi das Einzige. Ich spiele fast ausschließlich "Indie" (++)                                                                                                                                                                                                         3%
 

Urpsrüngliche News:

Hallo zum aktuellen Sonntag, und damit zur diestägigen Sonntagsfrage! Nachdem wir den Comments unter diversen Artikeln entnehmen, dass Indiespiele per se das warme Wasser immer wieder neu erfinden, und heißes noch dazu, wollen wir es jetzt Schwarz auf Weiß wissen: Wie steht ihr zu Indiespielen?

Dabei ist uns klar, dass schon die Begrifflichkeit an sich nur schwammig definiert ist: Ist beispielsweise Pillars of Eternity ein Indiespiel, weil kein Publisher dahintersteckt (Koch Media / Deep Silver sind nur der Vertrieb und übernehmen gewisse PR-Aufgaben)? Wäre das ein Ausschlusskriterium, müsste man aber etwa Elite Dangerous als unabhängig bezeichnen, da es mit eigenem Geld und Crowdfunding von einem erfolgreichen Studio entwickelt, wird. Allerdings hat dieses Studio, Frontiers Development, mehr Mitarbeiter (nämlich über 300) als viele kleine Publisher. Und was ist mit Indie-Studios, die plötzlich exklusiv für, sagen wir, Playstation entwickeln, und bestimmt nicht, weil sie andere Plattformen plötzlich doof finden?

Letzten Endes aber dürften doch die meisten User ein hinreichend ähnliches Bild von "Indie" im Kopf haben, und das ist nicht das ohne jeden Zweifel independent produzierte Star Citizen mit seiner 60-Millionen-Dollar-Kriegskasse. Sondern das "kleine", aber spaßige Spiel von einem kleinen Team, vielleicht sogar von einem Einzelkämpfer. Das Indie-Spiel fällt eher durch seinen Grafikstil als durch opulente AAA-Optik auf. Durch eine pfiffige Spielmechanik statt durch Feature-Wut. Es hat oft Defizite in bestimmten Bereichen, die es aber durch eine besonders gute Grundidee ausgleicht. Natürlich beschreiben wir den Idealfall des Indiespiels, und es gibt ohne Zweifel auch viele absolut belanglose, schlecht programmierte Genrevertreter. Und es macht nichts, wenn ihr zum Zwecke der Umfrage eher an die guten Indie-Vertreter denkt!

Da wir euch einerseits eine gesunde Zahl von Antwortmöglichkeiten bieten wollen, andererseits gerne die Antworten etwas zusammenfassen, findet ihr aus Transparenzgründen in Klammern hinter den Antwortoptionen, ob wir sie eher pro, neutral oder contra einordnen. Wobei contra nicht automatisch heißen muss, dass ihr Indie-Spiele aktiv doof findet, es geht einfach um eure persönlichen Vorlieben.

Wie üblich, läuft die Umfrage bis Montagmorgen (11:00 Uhr) und wird dann zeitnah ausgewertet. Viel Spaß beim Mitmachen!

Indiespiele sind für mich...

quasi das Einzige. Ich spiele fast ausschließlich "Indie" (++)
3% (20 Stimmen)
innovativer & wichtiger als große Publisher-Produktionen (+)
10% (74 Stimmen)
ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Spiele-Landschaft (+)
34% (259 Stimmen)
auch nichts anderes als "große" Spiele: Hauptsache, sie machen Spaß! (=)
28% (209 Stimmen)
ein netter Zeitvertreib zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger (=)
5% (40 Stimmen)
nicht so interessant, ich mag einfach gute Spiele, die auch gut aussehen (-)
3% (22 Stimmen)
oftmals überschätzt, den meisten fehlt es dann doch an Qualität (-)
12% (90 Stimmen)
absolut uninteressant; bis auf wenige Ausnahmen ist das doch B-Ware (--)
6% (44 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 758
Jussylein 12 Trollwächter - 951 - 9. November 2014 - 11:38 #

mich stören die Indie Titel auf meiner Nextgen Konsole, hab bis jetzt kein einziges gespielt gehabt. Da ich dass für den Falschen weg halte!

JohnnyJustice 12 Trollwächter - 932 - 9. November 2014 - 12:47 #

Da stimme ich dir zu, klar ärgere ich mich nicht soo sehr da sie ja mit GfG oder PS+ "gratis" dabei sind. Es hätten aber auch ruhig mal ein Ryse oder Killzone dabei sein können, für sowas hab ich schließlich die Konsolen.

Wiisel666 14 Komm-Experte - 2611 - 9. November 2014 - 14:12 #

Dann musst du diese Spiele kaufen;)

JohnnyJustice 12 Trollwächter - 932 - 9. November 2014 - 21:53 #

Habe ich ja, und auch wieder verkauft. Würde mich einfach mal über ein "großes" Spiel freuen. BioShock Infinite gab es 9 Monate nach Release bei PS+ für PS3 und Hitman Absolution nach ca. einem Jahr bei GfG auf 360. Nach 12 Monaten finde ich sollte da einfach einer der Releasetitel der neuen Konsolen drin sein.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 12:56 #

Inwiefern "falscher Weg"?

Desotho 15 Kenner - P - 3205 - 9. November 2014 - 13:38 #

Ohne die Indies hättest Du eine Next Gen Konsole ohne Spiele ;)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 14:00 #

Ja, das ist schon heftig übertrieben. Ich will jedenfalls auf meiner PS4 keine Pixelspiele haben, die so auch schon auf dem Super Nintendo laufen würden... Diese Retrowelle ist in ihrem Umfang nur noch nervig.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 14:55 #

wie immer: man ist nicht gezwungen sich irgendein spiel anzutun ;)

monokit 14 Komm-Experte - 2099 - 9. November 2014 - 15:10 #

Ich schon, ich mag Pixelspiele.

RoT 17 Shapeshifter - 8572 - 10. November 2014 - 1:31 #

jawoll ;)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 15:48 #

Das sind aber zweierlei Dinge. TRI, was ich mir im Indie-Check angeschaut hatte, ist kein bisschen Retro, sondern eher artsy und hat dennoch eine hübsche 3D-Grafik.
Und das ist nicht das einzige Beispiel. Wasteland 2 ist ja auch nicht hässlich.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 17:08 #

"Wasteland 2 ist ja auch nicht hässlich"

Aber nur mit sehr viel gutem Willen und beiden Augen fest zugedrückt ... ^^

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 18:06 #

Ach, ich finde, alles was ansehnlich ist und passt, nicht hässlich. Und wie bereits erwähnt, gibt es ja auch "The Vanishing of Ethan Carter", was wirklich schick aussieht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 19:26 #

Das stimmt natürlich. Van Helsing finde ich z.B. nicht perfekt aber für so einen Low Budget Titel schon ziemlich hübsch. Dagegen sieht eben Wasteland 2 ziemlich schlecht aus. Ethan Carter hingegen ist optisch selbstredend ein Traum.

Vaedian (unregistriert) 9. November 2014 - 21:36 #

Also ich hab mich bei der Charaktererstellung von Wasteland 2 zu Tode erschrocken.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. November 2014 - 23:19 #

Ich werd da wohl auch mal reinschauen müssen. Aber die Screenshots fand ich bisher alle sehr erträglich. Ich erwarte aber auch kein Skyrim.

Dolochow 11 Forenversteher - 722 - 9. November 2014 - 11:41 #

Schwierige Frage... Ich muss zugeben, dass ich die ganzen 2D-Plattformer mit ach so tollem Retro-Pixellook nicht mehr sehen kann.
Die mögen alle gut sein und haben vielleicht auch alle irgendwelche so noch nie gesehenen Innovationen. Trotzdem kann man mich mittlerweile damit jagen... Ich kann nicht mal irgendwelche Beispiele nennen,alle sofort verdrängt.
Anderseits will ich Indie-Titel wie FTL, dass mich alleine länger gefesselt hat,als beispielsweise die letzten Teile der AC-Reihe, auf keinen Fall missen.
Kommt bei mir also wahrscheinlich aufs Genre an. Daher nehm ich mal "nichts anderes als "große" Spiele"

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 11:51 #

viele 2D-indie-spiele die dann auch noch in ihren trailer mit toller pixelart-optik prahlen sind grafisch völlig generisch. gutes pixelart zu schaffen ist halt nicht trivial. spiele die da grafisch auf einem niveau sind wie man es von alten arcade-games kennt (metal slug zB) gibt dann doch selten, aber umso mehr freut es mich dann.
muss halt gut gemacht sein. man rennt ja auch nicht jedem 3D-spiel hinterher, weil es so einen coolen polygon-look hat xD

Desotho 15 Kenner - P - 3205 - 9. November 2014 - 13:40 #

Kommt immer drauf an. Shovel Knight oder Broforce finde ich z.B. sehr gut.

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 9. November 2014 - 11:46 #

Für mich absolute Zeitverschwendung. Ich hab auf sowas einfach keine Lust. Steht natürlich jedem frei.

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22492 - 9. November 2014 - 11:49 #

Mir ist total egal ob nen Spiel AAA oder von nem Keller-Nerd zusammen gezimmert wurde, wenn ich es Spielen will und es mir Spaß macht ist alles okay.

Das ist so nen bisschen wie Chinesisches Essen, es muss nur schmecken, was drin ist will ich nicht direkt erfahren :-D

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 9. November 2014 - 15:55 #

Solange es keine Katzen sind...^^

CptnKewl 20 Gold-Gamer - - 22492 - 9. November 2014 - 16:27 #

So gutes Fleisch verfüttern die nicht an uns

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 17:23 #

Warum nicht ? Mmmmh, Katze gedünstet.....

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 9. November 2014 - 17:28 #

Ich glaube, ich muss mal wieder Schiffe versenken spielen...

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 17:32 #

Schauder....ich zittere.... :D

Vidar 18 Doppel-Voter - 12274 - 9. November 2014 - 11:50 #

Zum zweiten Absatz was sind Indie Spiele sagt eigentlich ganz klar der Name.
Indie kommt von Independent und somit ja auch Frontiers wäre dementsprechend mit 300 Leuten genau das.
Indie bedeutet nicht ein 5 Mann Studio was ein paar Pixel zusammensetzen kann.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 11:53 #

die begriffserklärung mag zwar korrekt sein, trifft aber schon lange nicht mehr das, was in der videogame szene unter diesem begriff verstanden wird. titel wie valiant hearts zB laufen genauso unter dem begriff indie wie binding of isaac.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 11:55 #

Valiant Hearts und Indie? Wo passiert das? Das ist absurd :o

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 13:46 #

genau das ist der punkt. unter indie wird bei videogames eben was anderes verstanden als nur "unabhängiger" entwickler. spiele von großen entwicklern die gleichzeitig publishen nennt man auf der anderen seite ja auch nicht indie. oder hast du schon mal gehört, dass man zB bei einem zelda skyward sword von einem indie spiel spricht? eben.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 13:56 #

Nintendo als börsennotiertes Unternehmen kann nicht als unabhängig gelten. Aber mein Punkt war auch eher, dass ich noch nie irgendwo gelesen habe, dass jemand Valiant Hearts oder Child of Light als Indie bezeichnet.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 14:55 #

einfach mal nach einem dieser titel suchen und dem suchbegriff "indie". da findest du etliche quellen von redaktionen als auch usern die diese spiele so einstufen.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 15:13 #

"Valiant Hearts - 100% mit Eindrücken - GEILES INDIE GAME !!! (Xbox One)"

Ok, ich habe nichts gesagt sowie den Glauben an die Menschheit endgültig verloren :o

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 15:18 #

weil es leute gibt die anderer meinung sind? da fragt sich wieso du bisher diesen glauben aufrecht erhalten konntest xD

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 15:23 #

Es hat nichts mit Meinung zu tun, Valiant Hearts Indie zu nennen. Das geht schlicht komplett an der Bedeutung des Begriffs vorbei. Ich nenne eine Tür ja auch nicht Fenster, nur weil manchmal Glas drin ist.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 15:39 #

das ist halt das problem des begriffes, wie du ja hier schon an den kommentaren siehst. eine feste definition hat es jedenfalls nicht und einfach nur "unabhängig" im sinne der finanzierung bedeutet es halt auch nicht, ansonsten hast du halt die bescheuerte situation auch riesen im spielmarkt dann auf einmal indie nennen zu müssen.

für mich ist jedenfalls ganz klar, dass valiant hearts aber auch child of light indie titel sind. daher ist für mich auch dein vergleich unpassend. umgekehrt nenn ich ein fenster auch dann fenster wenn es ein schloss hat, um diese unsinnigkeiten mal fortzuführen ;)

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 15:45 #

Dann ist Indie für dich dasselbe wie "kleines Spiel"? Also im Grunde alles, was nicht AAA ist, egal von welchem Entwickler/Publisher es kommt. Also so weit würde ich den Begriff nicht dehnen. Bei Filmen sind ja auch nicht alles Indie-Produktionen, was nicht im Kino läuft...

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 18:41 #

Das liegt eben daran, dass Fenster gern ein Schloss haben dürfen, aber eben nicht zum Durchgehen gedacht sind. Das ist Aufgabe von Türen :p

"ansonsten hast du halt die bescheuerte situation auch riesen im spielmarkt dann auf einmal indie nennen zu müssen."
Genau das machst du, wenn du Valiant Hearts oder Child of Light da einordnest.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 22:46 #

nur du bist ja dann (um in dem bild zu bleiben) derjenige der das fenster als tür aufgrund seines schlosses einstuft. ich denke du siehst ein, dass diese vergleiche unsinnig sind.

und nein, denn ich nenne nur die spiele so. nicht aber den publisher. wenn du jedoch nach der definition gehst, müsstest du ebenfalls titel wie assassin's creed oder watch_dogs als indie einstufen, was offensichtlich nicht dem gebrauch des wortes entspricht.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 0:00 #

Der Vergleich ist nicht unsinnig, da er nur zeigen soll, dass ein Begriff nicht einfach für etwas verwendet werden sollte, mit dem er nur entfernt etwas zu tun hat.

"und nein, denn ich nenne nur die spiele so. nicht aber den publisher."
Und Birnen wachsen neuerdings an Äpfelbäumen? ;D
Vampiro hat weiter unten von einer "Indie-Atmosphäre" geschrieben, in der so ein Spiel entwickelt wurde, das trifft es ganz gut, ohne das Spiel gleich unsinniger Weise zum Indie-Spiel zu machen. Und die merkwürdige Situation, dass man zur Wahrung der Glaubwürdigkeit der Definitionen dann Indie-Spiele braucht, die von nicht-Indie-Entwicklern entwickelt werden, kann man sich dann auch sparen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 10. November 2014 - 1:21 #

doch der vergleich ist sehr wohl unsinnig, wie du durch meine variante eigentlich hättest sehen können. mit meiner anderen ansicht kann ich dir nämlich genau denselben stuss in grün geben und um die deine zu kritiseren. du behauptest ich würde türen als fenster bezeichnen und ich sage, dass du fenster als türen betitelst. ergo unsinnig da es völlig beliebig ist und den sachverhalt hier nicht widerspiegelt.

der punkt ist eben, dass die bedeutung des begriffes eine andere ist als die wortherkunft. mit "unabhängig" hat das eben alles nichts zu tun. insofern redet man eben auch von indie-spielen, obwohl dies nach deiner ansicht ja keinen sinn machen würde (das produkt selbst kann nicht un/abhängig sein). und dann kann man auch trotz gleichen publishers bei unterschiedlichen spielen von indie sprechen oder eben nicht.
daher ist auch dein zweiter vergleich daneben, da ein publisher nicht nur ein spiel sondern viele veröffentlicht. im gegensatz zu deinem obstbaum der nur ein einziges "spiel" im angebot hat.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 9:32 #

Wenn das unsinnig ist, muss man sich bloß nicht wundern, wenn man sich irgendwann nicht mehr versteht, weil sich jeder seine eigenen Definitionen zusammenbastelt :p Wozu das führt, sehen wir in den Nachtfischer-Diskussionen, in der immer wieder Leute mit ihm zu diskutieren anfangen und nicht nachvollziehen können, was er meint, weil er gängige Begriffe mit anderen Definitionen versieht, die kaum jemand sonst teilt und die jedes Mal neu erklärt werden müssen.

Hat Indie eine andere Bedeutung als nur "unabhängig"? Mit Sicherheit. Ist sie davon losgelöst? Ich finde nicht. Es geht bei dem Begriff und der von mir wahrgenommenen Nutzung immer noch mehrheitlich darum, unabhängige Entwickler und deren Produkte damit zu bezeichnen. Nur weil einige YTer nicht wissen, was das Wort bedeutet, und es deshalb fälschlich in anderem Zusammenhängen benutzen, hat ein Wort nicht direkt eine ganz andere Bedeutung. Wäre das ein Maßstab, könnten wir gar nicht so schnell gucken, wie wir uns nicht mehr verstünden, weil irgendwelche Leute irgendwo irgendein Wort mal wieder falsch benutzt haben und wir wieder mal die Bedeutung anpassen müssen. Oder müssen wir nun auch diskutieren, ob "kurzweilig" das Gegenteil von langweilig ist oder doch eher "kurz" bedeutet, nur weil es Leute gibt, die das Wort so benutzen?

"insofern redet man"
Ich sehe nicht, dass "man" das tut. Ich habe bei der Suche, zu der du mich aufgefordert hattest, einige wenige gefunden, die das tun, außerdem hier in der Kommentarsektion dich. Die anderen diskutieren zumeist über den Unabhängigkeitsaspekt und dessen Abgrenzung.
Die von dir vertretene Nutzung scheint mir hauptsächlich darauf zurückzugehen, dass sich nie Gedanken darüber gemacht wurde, was das Wort eigentlich bedeutet, und es unwissend für Spiele genommen wird, die irgendwie so ähnlich sind wie das, was sonst damit bezeichnet wird. Also eher der klassische Fall von falsch verwendeten Fachbegriffen, den man auch bei Studienanfängern gern findet, wenn neue Begriffe ohne Wissen über exakte Bedeutung genutzt werden, um Dinge zu bezeichnen, die irgendwie so ähnlich sind und die den Erfahreneren die Haare zu Berge stehen lassen :D

Hier ein Auszug aus einem Review, in dem ich den Begriff "Indie" zusammen mit "Valiant Hearts" gefunden habe:
"Many people take a quick look at Valiant Hearts and assume it’s an indie game, and I love that. It’s not in indie game by any means; it was developed by one of the biggest game studios in the world. The fact that a big studio like Ubisoft made a game that has the passion and heart of a game that would come out of a small indie studio is really impressive. It’s refreshing to see big name studios making really special little games."
Ich denke das trifft es ganz gut. Andere sprechen von "Indie-like", "Indie-inspired" oder "Indie-esque". Eine direkte Indie-Bezeichnung habe ich nicht gefunden.

"daher ist auch dein zweiter vergleich daneben"
Der ist auch nicht daneben, du versuchst nur, ihn dazu zu machen. Vergleiche haben nicht den Zweck, absolut identisch zu sein -- dann bräuchte man sie nicht mehr. Es geht darum, einen bestimmten Aspekt exemplarisch herauszustellen, hier: Ein Indie-Spiel von einem Nicht-Indie-Entwickler. Im Vergleich sind die Äpfel und Birnen also nicht einfach alle das gleiche Spiel, sondern Kategorien von Spielen, Indie-Spiele und nicht-Indie-Spiele. Ich finde das wird auch ganz gut deutlich, da es ja genau um diese Dinge ging, als ich den Vergleich gezogen habe. Äpfel und Birnen sind außerdem nicht alle identisch, es gibt große, kleine, verschrumpelte, schöne, glatte, vergammelte, frische und alte. Passt ganz gut zu Spielen, finde ich :)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 9. November 2014 - 16:46 #

Das kommt drauf an, wie man "Indie" definiert. Für mich z.B. hat Indie weniger was mit Finanzgebern zu tun, die einem reinquatschen, sondern vielmehr damit, ob die Spielkonzepte "indie" sind. Also, ob sie mal was anderes wagen als die meisten anderen. "Valiant Hearts" hat beispielsweise mal den Krieg von einer ganz anderen Position heraus betrachtet und ist mit dem Thema anders umgegangen, als es Kriegsspiele üblicherweise tun. Insofern ist das Spiel für mich ein Indie-Titel. Und "Journey" als anderes Beispiel hat eine religiöse / spirituelle Pilgerreise umgesetzt. Wie oft bekommt man sowas serviert? Ergo: Indie.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 9. November 2014 - 17:08 #

Kurz gesagt: Ein Spiel, das ohne die Einmischung von Marketingleuten und Analysten entstanden ist ;-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 9. November 2014 - 17:12 #

Ja, so in etwa kann man es auch zusammenfassen :)
Im Grunde trifft es das sogar besser, denn Spiele wie "Dust - An Elysian Tail", die konzeptionell nicht so viel Neues wagen, aber von kleinen Teams kommen, möchte ich schon auch als "Indies" bezeichnen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 17:23 #

Aber woher willst du wissen, inwieweit da Einfluss genommen wird... Bei generischen Fortsetzungen oder sehr formelhaften Spielen kann man es sich ja denken, dass da schon konzeptionell stark Rücksicht auf den Massenmarkt genommen wurde, aber was ist mit Titeln wie "Heavy Rain", das erste "Dead Space" oder "LA Noire", die zwar über ein enormes AAA-Budget verfügen, von großen Publishern finanziert werden, aber vom Konzept und dem finanziellen Risiko her mutiger sind als viele "echte" Indie-Titel. Da war jeweils vorher nicht klar, ob es einen ausreichend großen Markt für solche Spiele gibt. In der Hinsicht bezweifle ich, dass Analysten und Marketing-Experten da nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung hatten.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 18:47 #

Genau das ist bei einem Konzern wie Ubisoft sicher nicht der Fall.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 9. November 2014 - 18:53 #

Merkt man ja auch ziemlich deutlich ;-)

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 18:59 #

Damit fällt aber Valiant Hearts nicht mehr da drunter :o

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 9. November 2014 - 19:06 #

Die Welt ist eben böse.^^

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 19:11 #

Nö, ist doch super :p

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 19:13 #

Genau, voll böser Katzenesser :D

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 9. November 2014 - 19:19 #

Geh mit deinen Schiffchen spielen! :P

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 19:39 #

Schiffe sind wenigstens zu was nütze :D

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 18:43 #

Mh, bei mir sind das innovative, unkonventionelle Spiele. Da brauche ich den Indie-Begriff nicht für.

Du kannst den Begriff meinetwegen gern dafür verwenden, mit seiner Herkunft und eigentlichen Bedeutung hat das aber nichts zu tun.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 22:49 #

die bedeutung eines begriffs ist auch nochmal etwas anderes als dessen wortherkunft. man sieht doch, dass indie innerhalb der szene keineswegs im sinne von "unabhängig" benutzt wird.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 0:02 #

Abgesehen von Ausnahmen scheint es mir durchaus so, dass die meisten ihn in dem Sinne verwenden. Das sieht man auch an den Diskussionen hier, in denen versucht wird herauszufinden, was für eine Art Unabhängigkeit eigentlich ausschlaggebend ist.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 10. November 2014 - 1:22 #

das solltest du aber nochmal quantifizieren. eine solch eindeutige sichtweise ist hier in dieser debatte keinesfalls gegeben ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 9:34 #

Dann hilf mir doch dabei :)
Ich habe nur weiter unten einige Kommentare gefunden, die deine Sichtweise als "gibt es" bemerken, sich dabei aber auch auf dich beziehen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 10. November 2014 - 8:07 #

Also ich für meinen Teil kann schon sagen, dass ich den Begriff im Sinne von "unabhängig" benutze - nur eben nicht unabhängig von Geldgebern, sondern unabhängig von bewährten Spielkonzepten.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 10. November 2014 - 8:08 #

Doch hat es. Man kann von vielem unabhängig sein, das muss sich nicht zwingend auf finanzielle Unterstützung begrenzen. Siehe auch meine Antwort über diese auf Sp00kyFox.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 9:12 #

Aber. :p

Der Begriff der Unabhängigkeit wird dabei gar nicht richtig angewendet. Dass diese Spiele unabhängig seien von bewährten Spielkonzepten impliziert, dass bei anderen Spielen eine Abhängigkeit zu ihnen besteht. Allerdings gibt es keine Abhängigkeit, es gibt nur die Entscheidung, sie zu nutzen. Du bist ja auch nicht abhängig von GG, weil du dich entschieden hast, es zu nutzen :)

Wenn du die Abhängigkeit meinst, die dann dazu führt, dass die klassischen Konzepte genutzt werden, ist das ja am Ende genau das, was hier unter "finanziell" subsumiert wird.

Darüber hinaus passt es nicht einmal dann gut, wenn man es mal so verstünde, wie du es meinst. Es gibt bei dem, was typischerweise Indie-Spiel genannt wird, eine sehr große Zahl an Spielen, die sich *sehr* zugeneigt gegenüber bewährten Prinzipien zeigen, wie die wahre Flut an Platformern zeigt. Auch in anderen Genres gibt es sehr viele Titel, die sich eher streng konservativ an Bewährtes halten, als dass sie durch Innovationskraft strahlen. Ja, es gibt auch viel Innovation, aber eine Grundbedingung für den Indie-Begriff, so wie er genutzt wird, ist das nicht.

Der Indie-Begriff hat ursprünglich die Aufgabe, die Titel gegenüber den Produktionen großer, "böser" Aktienkonzerne abzugrenzen, was sicher auch mit einer Heroisierung der entsprechenden Entwickler seitens der Szene einherging. Daher bezieht sich die Unabhängigkeit sicher auch auf das Finanzielle, nicht aber nur. Es geht um das Gesamtpaket. Da gehört bestimmt ebenfalls zu, dass Spiele entstehen, die so sonst nicht entstanden wären. Titel wie Valiant Hearts als Ubisoft-Produktion dazu zu zählen, führt den eigentlichen Zweck dieser Bezeichnung im Sinne der oben erwähnten Abgrenzung allerdings ad absurdum. Gerade die Szene, die genau darauf Wert legt, dürfte damit nicht einverstanden sein.

Der Begriff bezieht sich, wenn man so will, sehr viel mehr auf das Politische als auf das Inhaltliche. Das ist mMn auch der Grund, warum er überhaupt in der Lage ist, so viele Diskussionen auszulösen oder Umfragen wie diese zu befeuern. Wenn es nur darum ginge, einige Genres zusammenzufassen, gäbe es das nicht in dem Maß, so wie es auch nicht unbedingt üblich ist, permanent mit Liebhabern anderer Genres darüber zu streiten, warum die nicht gut sind. Das drückt sich auch in den Vorwürfen aus, mit denen sich GG bisweilen konfrontiert sieht, wenn es wieder heißt, GG würde zu wenig Indie testen. Da geht es immer auch um Werbegelder, Marketingbudgets und die Abhängigkeit der Spielepresse von Großkonzernen. In der Diskussion um WiiU-Tests, die ja ansonsten inhaltlich auf gleicher Ebene ist (gewünschte Spiele werden nicht getestet -> GG ist doof) findet sich diese Argumentation als Vorwurf gegen GG hingegen nicht (oder zumindest habe ich sie noch nicht gesehen).

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 10. November 2014 - 18:58 #

Hui, ich fühle mich regelrecht geehrt ob dieser langen Antwort :D

"Der Begriff bezieht sich, wenn man so will, sehr viel mehr auf das Politische als auf das Inhaltliche."
-> Sehr richtig. Nur verwende ich den Begriff eben NICHT politisch, sondern eben inhaltlich. Und ich finde trotz Deiner Einwände, dass meine Sichtweise Sinn ergibt :)

Du beschreibst ja letztendlich immer, wie der Indie-Begriff üblicherweise verwendet wird und da hast Du aus meiner Sicht auch recht. Ich habe ja nur darlegen wollen, dass ich eine "unübliche" Sichtweise habe und erläutert, wie diese aussieht.

Im Grunde trifft es immerwütends Zusammenfassung auf einen Beitrag von mir am Besten: Indie bedeutet für mich, dass die Entwickler weitestgehend frei davon sind, dass irgendwelche Publisher, Aktionäre oder sonstwer auf sie einquatscht. Und das beinhaltet auch die Unabhängigkeit von bewährten Spielkonzepten und somit Freiheit, auch mal was völlig anderes auszuprobieren. Gleichzeitig sind damit auch kleine, unabhängige Entwickler mit ins Boot geholt, die eben doch auf bewährte Mechaniken setzen - welche ich ja eigentlich nicht von der Indie-Definition ausschließen möchte.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 19:29 #

"Indie bedeutet für mich, dass die Entwickler weitestgehend frei davon sind, dass irgendwelche Publisher, Aktionäre oder sonstwer auf sie einquatscht."
Naja, damit sind wir dann aber wieder beim klassischen Indie-Begriff, wie ich ihn skizziert habe.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 10. November 2014 - 19:34 #

Dann habe ich mich vorher zu einseitig ausgedrückt. Mir geht es vor allem darum, dass auch von großen Publishern finanzierte Spiele wie "Journey" oder "Valiant Hearts" in die Indie-Kategorie aufgenommen werden können. Denn solche Spiele hätte es in der Form nie gegeben, wenn es immer nur danach ginge, möglichst viele Einnahmen zu generieren und "everybody's darling" (der Spieler) zu sein. Denn dieses "Ein Indie darf nichts mit großen Publishern / Studios zu tun haben" finde ich persönlich einfach albern.

"Klassisch" ist Dein Indie-Begriff aber meiner Ansicht nach nicht, denn meist habe ich den Eindruck, welchen ich eben skizziert habe.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 19:46 #

Dann passt aber dein "frei von Publisher, Aktionären, Marketing" nicht mehr :p Bei großen Konzernen passiert nichts "einfach so".

"Denn dieses "Ein Indie darf nichts mit großen Publishern / Studios zu tun haben" finde ich persönlich einfach albern."
Naja, das ist Herkunft und Zweck des Begriffs, hier eine Abgrenzung zu schaffen. Das kannst du ja albern finden, aber den Begriff dann einfach anders zu benutzen ist auch merkwürdig. Ich nenn ja auch nicht einfach alle Moderatoren "Sven", weil ich es albern finde, dass nur du so heißt :p

"denn meist habe ich den Eindruck, welchen ich eben skizziert habe."
Ich habe ja oben mal geschrieben, was ich zu "Child of Light" und "Indie" gefunden habe. Eigentlich nur Kommentare, die erläutern, dass es *nicht* Indie ist sowie einen kleiner YTer.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 10. November 2014 - 20:07 #

"Dann passt aber dein "frei von Publisher, Aktionären, Marketing" nicht mehr :p Bei großen Konzernen passiert nichts "einfach so"."
-> Nein, natürlich passiert da nichts einfach so. Stattdessen wurde gesagt "So, hier habt ihr ein gewisses Budget von uns und jetzt macht mal damit was, das nicht wie das x-te Call of Duty, Assassin's Creed oder Need for Speed aussieht" - ergo, den Entwicklern wurde weitestgehend freie Hand gelassen. Andernfalls gäbe es solche Spiele nicht.

"Das kannst du ja albern finden, aber den Begriff dann einfach anders zu benutzen ist auch merkwürdig."
-> Versteh ich nicht. Wenn ich nunmal eine andere Auffassung von "Indie" habe, kann ich das doch auch so kommunizieren. Wäre ja noch schöner, wenn ich mich nur an der offiziellen Begriffsnutzung öffentlich orientieren darf und meine persönliche Definition versteckt halten muss.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 20:45 #

Die Ubisoft-Spiele sind imho keine Indie-Titel. Es sind ganz einfach, wurde auch so kommuniziert, Fingerübungen, bei denen sich die Entwickler (mehr oder minder?) kreativ austoben dürfen. Verluste werden sie sicher nicht machen, dafür aber tun sie was fürs Image, erweitern ihre Skills und testen im kleinen Budget-Rahmen Ideen für größere Projekte.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 23:55 #

"Andernfalls gäbe es solche Spiele nicht."
Solche Spiele kann man genauso entwickeln wie jedes andere auch. Dass große Publisher oft mehr Wert auf große Titel legen, ist eine andere Sache.

"Wenn ich nunmal eine andere Auffassung von "Indie" habe, kann ich das doch auch so kommunizieren."
Kannst du natürlich. Aber die eigentliche Herkunft eines Begriffs als "albern" abzutun und dir daher eine andere zu suchen, die dir besser gefällt, finde ich merkwürdig. Was bedeuten Wörter dann noch?

"Wäre ja noch schöner, wenn ich mich nur an der offiziellen Begriffsnutzung öffentlich orientieren darf und meine persönliche Definition versteckt halten muss."
Du musst nichts verstecken, aber wie passt das zum Sinn von Wörtern, der ja ist, sich verständlich ausdrücken zu können? Wenn ich nicht weiß, was du mit den Wörtern, die du sagst, meinst, geht das verloren. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst jeder die Wörter in der gleichen Bedeutung verwendet. Wenn jeder "Indie" so benutzt, wie er gerade lustig ist, können wir das Wort gleich streichen, da es dann keinerlei Nutzen mehr hat. Nur für dich persönlich brauchst du ja kein Wort dafür, da reicht es, dass du weißt, was du meinst.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 11. November 2014 - 0:24 #

"Solche Spiele kann man genauso entwickeln wie jedes andere auch. Dass große Publisher oft mehr Wert auf große Titel legen, ist eine andere Sache."
-> Ich glaube, da hast Du nicht verstanden, worauf ich konkret hinaus wollte: Nämlich darauf, dass solche Spiele nur dann "entwickelt werden können wie andere auch", wenn den Entwicklern (also den Künstlern in meinen Augen) möglichst freie Handlung gewährt wird. Ob da nun ein Publisher dahintersteht, der diese freie Handlung zulässt oder ob die Entwickler generell unabhängig von Geldgebern sind, ist dabei völlig irrelevant. Es geht um die Freiheit, wie ein Spiel am Ende aussehen wird und das ist "Indie". Das passt im Grunde auch zu Deiner "ursprünglichen Definition" des Wortes, denn sind wir mal ehrlich: Dass "Indie" im Allgemeinen eine Unabhängigkeit von Geldgebern bedeutet, ist doch nur der Tatsache geschuldet, dass Geldgeber üblicherweise Auflagen geben und die Künstler eingeschränkt werden. Dass das aber nicht immer so sein muss, zeigen meine Beispiele.

"Kannst du natürlich. Aber die eigentliche Herkunft eines Begriffs als "albern" abzutun und dir daher eine andere zu suchen, die dir besser gefällt, finde ich merkwürdig. Was bedeuten Wörter dann noch?"
-> Nur weil etwas bis dato etabliert ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch auf die heutige Zeit passt. Wörter und ihre Bedeutungen ändern sich, das ist doch nichts Neues und ich finde, dass über "Indie" und seine Bedeutung durchaus mal neu gedacht werden kann. Meiner Meinung nach passt die ursprüngliche Bedeutung von "Indie" heute nicht mehr, eben wegen Spielen wie die von mir genannten. Vielleicht hat die ursprüngliche Bedeutung auch nie wirklich gepasst.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 11. November 2014 - 0:31 #

"Ich glaube, da hast Du nicht verstanden, worauf ich konkret hinaus wollte"
Doch. Ich meine damit: Du brauchst keine freie Hand. Du kannst diese Spiele genauso mit bestimmten Zielvorgaben, Marketingüberlegungen und Businessplänen entwickeln wie auch ein AC: Unity. Und wie genau welches Spiel nun wirklich entstanden ist, können wir als Außenstehende nie wirklich beurteilen. Was uns die Marketing-Abteilung im Zweifel erzählen wird ist natürlich klar .. :D

"Wörter und ihre Bedeutungen ändern sich"
Eben ging es noch um deine persönliche Sicht :p
Meiner Meinung nach passt die Bedeutung gerade *weil* es auch bei großen Publishern solche Projekte gibt. Eben als die Abgrenzung, die vielen wichtig ist, die nichts von großen Publishern und anderen Entwickler-Molochen halten. Da wird vielleicht honoriert, dass das ganz nette Spiele sind, aber akzeptiert ist das deswegen noch lange nicht, schließlich ist es immer noch vom bösen Ubisoft ^^

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 11. November 2014 - 0:33 #

"Eben ging es noch um deine persönliche Sicht :p"

-> Es ist ja auch meine persönliche Sicht. Aber vielleicht wird diese ja irgendwann mal zur neuen offiziellen Definition^^
Fände ich klasse, denn dann könnte ich Dir sagen "Ätsche-bätsche, iiiich hatteee reeeheeecht" :)

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 11. November 2014 - 0:35 #

Das könnte passieren 8-)

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3934 - 9. November 2014 - 12:51 #

Valiant Hearts ist höchstens der Versuch von Ubisoft den Indie Platz zu besetzen.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18742 - 9. November 2014 - 14:06 #

Verwechsel bitte nicht die Marketingversuche der Publisher den Begriff Indie zu missbrauchen und dem was es wirklich ist.

Nur weil sie einen gewissen Stil und bzw Machart aktuell erfolgreicher und beliebter Spiele kopieren werden sie dadurch nicht Indie.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 14:57 #

umgekehrt würde ich dazu raten über den eigenen tellerrand zu schauen und dem begriff auch solchen titeln zuzugestehen, deren publisher deiner meinung nacht dieser kategorie nicht würdig sind ;)
von trittbrettfahrerei kann bei diesen beiden ubisoft-spielen nämlich definitiv nicht die rede sein.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 15:49 #

Das sind zweifellos interessante Spiele, allerdings für mich keine Independent-Titel. Aber da ich da nicht so dogmatisch bin, werde ich mir vor allem "Child of Light" auch irgendwann zulegen. Außerdem würden auch die Rayman-Spiele in diese Kategorie fallen.

Name (unregistriert) 9. November 2014 - 11:51 #

Einwurf am Rande, bei Pillars of Eternity ist es Paradox. Deep Silver war bei Wasteland 2 / Baphomets Fluch.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 9. November 2014 - 12:06 #

Paradox wiederum nutzt Derp Silver / Koch Media als Vertrieb / PR-Dienstleister.

Name (unregistriert) 9. November 2014 - 12:35 #

Immer diese Sublizenzierungen...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. November 2014 - 12:39 #

Derp Silver. Not sure if trolling or typo. ^^

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 9. November 2014 - 20:06 #

Derp Silver... Und der Best Typo Award 2014 geht an Herrn Langer! :-)

Sciron 19 Megatalent - P - 15782 - 9. November 2014 - 11:52 #

"auch nichts anderes als "große" Spiele: Hauptsache, sie machen Spaß! (=)"

Die Indiewelle der letzten Jahre hat einige großartige Perlen aber auch viel Nachmacher-Schrott auf den Markt gebracht. Mittlerweile kann ich echt keine ultrapixeligen 8-Bit-Retro-RPGs mehr sehen. Irgendwann ist die Masche dann auch totgeritten. Ob Indie oder nicht, am Ende zählt die Qualität.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 9. November 2014 - 16:27 #

Gut dass es verdammt viele Indie-Spiele gibt, die keine "ultrapixeligen 8-Bit-Retro-RPGs" sind. Um genau zu sein, die Mehrheit. Und die sind dann auch nicht totgeritten, aber ein schön gepflegtes Vorurteil ist ja auch was, gelle?

Sciron 19 Megatalent - P - 15782 - 9. November 2014 - 17:11 #

Wow, schlechten Tag gehabt heute, gelle? Ich habe einfach ein Beispiel von einer bestimmten Form von Indiespiel genannt, die mittlerweile bis zum erbrechen kopiert wurde. Nirgendwo steht hier, dass ich die als die Mehrheit ansehe. Unterstell mir also nicht irgendeinen Mist, den ich nicht geschrieben habe.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 9. November 2014 - 20:29 #

Klang halt so.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 11:54 #

Schwierig. Von
"ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Spiele-Landschaft (+)"
über
"auch nichts anderes als "große" Spiele: Hauptsache, sie machen Spaß! (=)"
bis zu
"nicht so interessant, ich mag einfach gute Spiele, die auch gut aussehen (-)"

trifft irgendwie alles zu :D

Ragor 10 Kommunikator - 359 - 9. November 2014 - 12:11 #

Genau das.
Ich würde sogar den 'B-Ware'-Teil mit aufnehmen.
Meinereiner hat auf der Liste seiner subjektiven Liste der 'besten Spiele aller Zeiten' mehr Indie Titel als klassisch entwickelte Spiele.
Trotzdem halte ich den Großteil auf dem Indiemarkt für Grütze (= nicht meine Geschmack).
Aber durch die Größe des Indiemarketes gibt es eben auch zwangsläufig echte Perlen die sich herauskristallisieren, die es ohne den Indiemarkt nie gegeben hätte.

'Innovativer & wichitger als große Produktionen'?!
Ok, raffe ich nicht.
Die wirklich innovativen Spiele kommen oft aus der Indieecke, aber warum wichtiger?!? Das wäre ja nur so, wenn sie dann auch damit Genrestandards schaffen würden. Und da wüßte ich kein Beispiel, lasse mich aber gerne berichtigen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 9. November 2014 - 12:24 #

Wichtiger im Sinne von "Impulse geben" oder auch "den Diskurs bestimmen" sowie "Trends setzen". Beispielsweise könnte man der Meinung sein, dass es Spiele wie Spelunky, Limbo oder Super Meat Boy waren, die den Trend "Zurück zum Schwierigen" ausgelöst haben. Wobei man bei Limbo natürlich streiten könnte, aber es wirkt erst mal sehr spielerbestrafend.

Ragor 10 Kommunikator - 359 - 9. November 2014 - 13:03 #

Vom Kerngedanken stimme ich Dir zu 100% zu.
Allerdings sehe ich persönlich eben nicht, dass die großen Publisher solche Impulse aufnehmen und umsetzen.
Den Trend "Zurück zum Schwierigen" (und somit befriedigenden, da man wirklich was geschafft hat) sehe ich eher durch den Trend zum "mehr Hollywood" Spielerlebnis, leichter & möglichst intuitiver Einstieg, damit der Spieleinstieg so frustfrei als möglich erfahren wird.
Ich muss aber auch ganz klar eingestehen, dass ich keine Platformer spiele und somit die von Dir aufgeführten Beispiele nur aus dritter Hand kenne und selber gar nicht beurteilen kann und auch keine Vergleichsmöglichkeiten habe.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 13:07 #

Das Schöne ist doch, dass es gerade in der jüngeren Vergangenheit für beide Vorlieben Spiele gibt :) Auch wenn ich mich immer ärgere, dass es kein für mich geeignetes Assassin's Creed mehr gibt :D

J.C. (unregistriert) 9. November 2014 - 12:48 #

Das Problem sehe ich aber bei dem "gut aussehen". Es wird impliziert, dass Indie Spiele nixht gut aussehen. Beispiele wie Ethan Carter zeigen, dass auch Indie technisch überragend sein kann. Andere bieten ein besonderes Art Design. Andererseits ist der AAA Markt nicht zwangsläufig gutaussehend und stilsicher.

vicbrother (unregistriert) 9. November 2014 - 11:58 #

Zur Definition: Für mich sind Indies Spiele, die direkt vom Entwickler ohne klassischen Publisher, wohl aber über Plattformen wie Steam/GoG/usw, vermarktet werden. Wenn SC keinen Publisher nutzt, so ist das Entwicklerteam unabhängig und erfüllt mein Kriterium für ein Indie, ebenso wenn es von Multimillionären erstellt wird.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 9. November 2014 - 12:30 #

Das ist der streng logische Ansatz, den aber nur sehr wenige teilen werden, wenn sie an "Indie-Spiele" denken. "Multimillionen-Dollar-Budgets? Das ist AAA, nicht Indie".

Eben drum der Definitionsversuch im Text :-)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18742 - 9. November 2014 - 14:21 #

Aber AAA und Indie sind doch gar nicht die selbe Kategorie. Das eine ist eine Budget -und Umfangsbeschreibung (Umfang in Hinsicht auf Marketing Produktvalues und Verknüpfung mit anderen Medien) und das andere ein Abhängigkeitsszenario.
Die können sich doch gar nicht gegenseitig aus ausschlissen.

Na gut,wie du schon "sagst", einige (viele) wollen sicher Indie auch nur in die Budget Schiene drücken ^^.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 15:16 #

Also jeder Spieleentwickler der unabhängig von externen Geldgebern ist, ist Indie? Da werden sich Microsoft, Sony, Nintendo, Ubisoft, EA, Activision ... aber freuen, dass einige Leute sie für Indie halten.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 18742 - 9. November 2014 - 17:31 #

Wo ist MS (oder die anderen) ein Entwickler? Das sind Einkäufer! (gut darüber lässt sich streiten)
Und wo sind die unabhängig? Ein Börsen orientiertes Unternehmen ist das per se nicht. Da kann immer wieder was passieren das sich wer einmischt.

Wer Investoren hat ist nicht Indie!

Kickstarter und Co ist insofern ein Zwischending da es Investoren gibt die aber keinerlei Mitspracherecht (ausser der Entwickler selber vergibt es ihnen) haben.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 18:00 #

Schrieb ich unten schon. Damit ist jeder(!) Spieleentwickler, der z.B. einen Kredit bei einer Bank aufgenommen hat um sein Spiel verwirklichen zu können dann kein Indie mehr. Wenn man will kann man das sogar noch weiter führen. Jeder der sich zu Hause von Mama und Papa durchfüttern lässt ist von ihnen abhängig und damit kein Indie mehr.

So gesehen sind bei dieser Art Definition die genannten großen Firmen wie Ubisoft und Nintendo extrem Indie, da denen niemand reinredet (auch wenn es bei Nintendo etwa ständig irgendwer versucht).

vicbrother (unregistriert) 10. November 2014 - 16:34 #

Du meinst, weil der Mensch von der Lebensmittelindustrie abhängt, gibt es keine Indies mehr? Verwirrend! ;)

Eine Bank gibt dir Geld für das bewertbare Endergebnis, redet dir aber nicht in die Ausführung rein. Daher hinkt dein Beispiel mit der Bank. Der Publisher tut dies schon, er analysiert Märkte und sagt dann, dass zu den Sonnenblumen noch Zombies gehören, weil das gerade jeder sehen möchte.

Bei Ubisoft und Co sind es Aktiengesellschaften, die als Schirmherr von eigenen Entwicklerteams dastehen. Damit sind die Entwickler aber nicht frei, denn es gilt nicht mehr die Entwickler satt zu bekommen, sondern der Firma und den Aktionären Gewinne zu bescheren.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 16:49 #

Und die Indies müssen sich selbst und ihre Angestellten nicht satt bekommen und können deswegen machen, was sie wollen? Ich denke nicht, dass das so funktioniert.

vicbrother (unregistriert) 10. November 2014 - 16:54 #

Das liegt in der Freiheit der Entwickler sich zu entscheiden und Ziele festzulegen - was funktioniert oder was nicht liegt allein in ihrer Hand.

Wie ich weiter unten konkretisiere:
Der Entwickler muss für ein Indie, einem unabhängigem Spiel, unabhängig sein. Das bedeutet ihm redet kein Publisher, kein Aktionär, kein Vorstand oder ein anderes Gremium oder Unternehmen in seine Entwicklung, das Design oder Inhalte hinein.

Ragor 10 Kommunikator - 359 - 9. November 2014 - 13:14 #

Naja, SC bzw CiG ist eben sein eigener Publisher. Siehe auch Bohemia Interactive oder Eugen Systems. Trotzdem würde ich sie designtechnisch nicht dem Indiegenre zurordnen, wirtschaftlich-konzeptionell allerdings schon. Squad im Gegensatz ist für mich eine klassische Indieschmiede, die nun eben größer wird.
Aber das ist denke ich auch immer eine Definitionssache und ich vermute man kann in alle Richtungen argumentieren.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2453 - 9. November 2014 - 13:34 #

Ja, diese Definition teile ich ungefähr auch, war ein wenig verwundert über die Gedankengänge in der Umfrage. Ich bin da aber auch nicht so streng in der Definition, es ist mehr so eine Art Gefühl, ob es Indie ist oder nicht. Wodran ich dabei aber auf keinen Fall denke sind diese kleinen Zwischdurchspieleapps.

Star Citizen und Elite sind halt die derzeitigen Extrembeispiele, die das Schema ein wenig sprengen und das Wort "Indie" strapazieren.

vicbrother (unregistriert) 10. November 2014 - 16:36 #

Gerade die beiden Spiele sind Indie, weil sie unabhängig sind und sich frei entwickeln. Da schaut keiner auf die Anzahl der Alienrassen oder fix hingeschmierte Raumschiffmodelle. Das zeichnet Indie doch aus: Ein Produkt, welches die Entwickler frei und ohne äusseren Zwang entwickelt haben.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 17:10 #

Richtig.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 13:49 #

hab ich schon oben erwähnt. meine auch nicht, dass das dem begriff entspricht wie man ihn verwendet. demnach müsste man spiele von entwickler die auch selbst publishen als indie-titel bezeichnen. siehe da.. nintendo, blizzard und co werden zu indie-studios, sind ja schließlich unabhängig.
so einfach kann man es sich mit dem begriff nicht machen.

Horschtele 16 Übertalent - P - 5389 - 9. November 2014 - 14:05 #

So ähnlich sehe ich es auch. Ein Spiel-Entwickler ist nur dann unabhängig und kann frei schalten und walten in seinem Spiel, wenn im Hintergrund kein Investor(Publisher, Aktionäre, Auftraggeber,etc) sitzt, der sein Geld in 3 Jahren um 50% Gewinn steigern möchte.

Insofern zähle ich Star Citizen zweifellos als Indyprojekt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 15:18 #

D.h. in dem Augenblick, in dem eine kleine 1 Mann klitsche einen Kredit bei einer Bank laufen hat ist sie kein Indie mehr, weil abhängig und unter Erfolgsdruck ...

Horschtele 16 Übertalent - P - 5389 - 9. November 2014 - 20:21 #

Nur, weil von der Bank Fremdkapital kommt kann man sie doch nicht als Investor bezeichnen.

Darüber hinaus ist der Unterschied groß: wenn die Bank einen Kredit gibt, der über Jahrzehnte abgezahlt werden darf, und die sich sonst aus dem ganzen Projekt heraushält, das ist etwas ganz anderes, als wenn ein Geldgeber dir nach 3 Jahren die Pistole auf die Brust setzt, um die Quartalszahlen besser aussehen zu lassen.

Überhaupt ist dein Argument unwahrscheinlich, weil solche Projekte keine Bankkredite bekommen.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 9. November 2014 - 20:23 #

Naja, das Projekt kriegt keinen Kredit, ne Hypothek aufs Haus ist aber immer drin, siehe Spieleveteranenpodcast. Der Bank ist das Projekt egal, sehe das so wie du.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 21:40 #

Wenn du von der Bank einen Kredit für eine Spieleentwicklung haben willst, dann musst du aber auch einen Businessplan vorlegen. Und wenn die Bank meint, dass du da jenes oder dieses dann ändern / anpassen musst, dann haben sie dir auch reingeredet.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 9. November 2014 - 21:58 #

Ein Banker, der sich mit Spielen auskennt? Das wäre ja mal was...^^

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 22:19 #

Hehe. Aber es soll, so lauten entfernte Gerüchte, durchaus auch bei Banken Leute geben, jedenfalls gelegentlich - aber soll tatsächlich vorkommen, die richtige Zocker sind ...

Berthold 15 Kenner - - 2829 - 10. November 2014 - 14:36 #

Ganz genau so sehe ich das auch! Völlig richtig!

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 15:07 #

Vic, so sehe ich das auch. Und wenn sie sich dann doch noch einen ins Boot holen für Marketing usw. (der das als Auftragsarbeit macht, nicht umgekehrt) ist das auch ok.

Nachtfischer 16 Übertalent - 5482 - 9. November 2014 - 12:03 #

Die Indie-Landschaft ist nicht ganz so innovations- und vordenkerfeindlich wie die der großen Studios und Publisher. Dennoch wird diese Tatsache viel zu selten für wirklich mutige, das Medium voranbringende Werke genutzt. Häufig wird einfach ein "Retro"-Game kopiert oder im selben alten Trott verharrt (Stichwort: Puzzle-Plattformer).

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 9. November 2014 - 12:07 #

Ab und zu kommt zwar was Gutes aus dem Indiebereich, aber Indiespiele sind meist überbewertet. Ein Indiebonus sozusagen.

SirConnor 16 Übertalent - P - 4694 - 9. November 2014 - 12:10 #

"Ich spiele nur Indie-Spiele!" finde ich eine genauso gehaltvolle Aussage wie "ich spiele nur AAA-Blockbuster." Beides halte ich für wichtig in der Spielelandschaft. Aber auf beiden Seiten gibt es totale Kröten, die durch 1-2 Features blenden und sich dann nach längerer Beschäftigung als Rohrkrepierer herausstellen. Zumal ich die bereits in den vorhergehenden Kommentaren angesprochene Pixelgrafil nicht mehr sehen kann.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 9. November 2014 - 12:18 #

Ja, der gefürchtete Pixellook... Scheint einfacher umzusetzen zu sein als moderne (2D-) Grafik, und gleichzeitig einen Sympathiebonus mitzubringen. Kein Wunder, dass so viele kleine Entwickler darauf setzen. Mir geht er mittlerweile auf den Keks.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6688 - 9. November 2014 - 19:28 #

Ich liebe den 2D Pixellook und bin sehr dankbar dass es ihn wieder gibt. Ich hatte Mitte bis Ende der Neunziger schon befürchtet ihn nie wieder zu kriegen :) Er bietet meinem Hirn einfach mehr Projektionsfläche und hat mehr Charakter für mich.

vicbrother (unregistriert) 10. November 2014 - 16:38 #

Auf meinen Bildschirmen kann man die Pixel nicht mehr erkennen. Ich würde daher eher von Klötzchengrafik sprechen ;)

Desotho 15 Kenner - P - 3205 - 9. November 2014 - 13:44 #

Es kommt immer drauf an. Er kann sehr schön sein, gerade wenn die Animationen stimmen. Oft wirkt es aber wirklich wie eine billige Ausrede dafür, dass es hässlich aussieht.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 12:15 #

Solange die Qualität überzeugt, ist jedes Indiespiel Spaßgarant.
Wobei der Begriff Indie mittlerweile ziemlich inflationär gebraucht wird.
Aber ohne die Indieszene ist es fraglich ob jemals Perlen wie "To the Moon" oder "Bastion" das Licht der Spielewelt erblickt hätten.

Red237 18 Doppel-Voter - P - 11159 - 9. November 2014 - 12:24 #

Mir hat Transistor ja noch besser gefallen als Bastion, aber bei Indies fällt es mir immer schwer, auszuwählen. Häufig ist die Berichterstattung einfach nicht so groß, sie erscheinen irgendwann und dann probiert man sie aus - oder halt auch nicht.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 12:29 #

Ich seh mir meist bei Steam das passende Video an, google dann noch ein wenig, und schlag zu wenn es mich auch nur im geringsten anspricht.
So geschehen grade bei Unepic. Ein geiles Game das ich jedem Fan von Metrovanias und schrägem Humor ans Herz legen kann.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 9. November 2014 - 12:16 #

Hauptsache sie machen Spaß! Wer dann letztlich hinter einem Spiel steht ist mir schnuppe.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13885 - 9. November 2014 - 12:22 #

Seitlich ;)

mrkhfloppy 21 Motivator - P - 30852 - 9. November 2014 - 12:27 #

Mir ist egal, wer das Ding zusammentappert. Spaß muss es machen.

Butcherybutch 14 Komm-Experte - 2306 - 9. November 2014 - 12:52 #

Wenn ich so mein Steamprofil angucke, hatte die letzten Jahre eigentlich mehr Freude an Indiespielen, als an AAA.

Izibaar 16 Übertalent - P - 5854 - 9. November 2014 - 12:54 #

Es treffen irgenwie alle Antworten zu. Habe mich letztlich für "innovativer & wichtiger als große Publisher-Produktionen" entschieden, weil 'independent' auch bedeutet, dass die Spiele unabhängig der Massenmeinung produziert werden. Und ich schaue mir gerne etwas neues an anstatt nur das 08/15 Zeug zu spielen.

jqy01 15 Kenner - 3275 - 9. November 2014 - 13:00 #

Ich denke auch dass Indiespiele die Spieleszene bereichern und gerade auch die grafischen und inszenatorischen Limits der Spiele gerade das Erfrischende an diesen Spielen ist. Denn um wirklich mit dem Spiel zu überzeugen müssen die inneren Werte stimmen. Man denke nur mal an ein Spiel wie Papers Please. Grafisch gibt das überhaupt nichts her, aber trotzdem zieht es einem in seinen Bann, genauso wie das bereits genannte FTL.

Trotz alledem muss man auch sagen, dass die Indieszene nicht der Hort der Spieleinnovation ist und auch nicht unbedingt besser als die große Spieleindustrie ist. Dazu gibt es einfach viel zu viele schlichte Nachahmerprojekte erfolgreicher Indiespiele. Wenn ich bei einer Spielebeschreibung mittlerweile die Worte Open World Survial Zombie im gewohnten Dreiklang oder auch nur Einzeln lese, rollen sich mir die Fußnägel auf. Wie bei AAA-Titeln werden in diesen Bereich Spielekonzepte tot geritten. Also unterm Strich hab ich da eine neutrale Sicht auf diese Art von Spielen.

Butcherybutch 14 Komm-Experte - 2306 - 9. November 2014 - 23:18 #

Stimmt, noch schlimmer ist auch das viele dieser Early Access Open World Survival Spiele Vaporware oder sonstige Abzocken sind, siehe Stomping Land, WarZ und Earth: Year 2066.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4432 - 9. November 2014 - 13:02 #

Wie bei den AAA-Titel gibt es bei Indies genauso viel Licht wie Schatten. Es gibt die innovativen Perlen, aber genauso viele die nur bewährtes aufwärmen. Ich hab keine Ahnung wie viele Sandbox-Survival-Zombie-Crafting-Pixellook-Roguelike-Platformer (und jede Permutation davon) aus der Steam-Queue geworfen habe. Ich hab nur das Gefühl das bei Indies mehr Risiken eingegangen werden, wobei die großen Studios und Publisher da mittlerweile auch nachziehe, z.b. mit Hearthstone oder Child of Light.

Der Begriff ist schonmal schwer zu definieren. Ich mache es mir nicht so einfach und sage "wer keinem Publisher gehört ist Indie", ein StarCitizen kann man eher mit einem AAA-Titel vergleichen. Ein Wasteland 2 oder Divinity - Original Sin dürfte so dazwischen liegen, haben keine keine kleinen Budgets aber auch nicht die riesigen. Für mich persönlich kommen Indie-Spiele von sehr kleine Teams, max. 10 Entwickler (wobei auch hier Grenze zu ziehen schwierig ist), darüber gleicht es doch mehr einem normalen Studio.

Am Ende kommt es aber auf den Spaß an, dafür habe ich auch meine Stimme abgegeben. Ich hatte viel Spaß mit Indie- und AAA-Titlen und genauso viel Frust mit Titeln von beiden Seiten.

Fohlensammy 16 Übertalent - 4158 - 9. November 2014 - 13:02 #

An mir sind Indie-Spiele bislang komplett vorbeigegangen. Ich glaube, ich habe noch nie eins gespielt. Deswegen fehlt mir diese Option auch. Ich hinke bereits mit den unzähligen "großen" Spielen monatelang (teilweise auch jahrelang) hinterher, da will ich mich nicht auch noch in die Indiemassen reinarbeiten, selbst wenn ich noch so geniale Spielchen verpasse.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 15:50 #

Uh, das ist schon erstaunlich, aber lass dir ruhig sagen, dass du da etwas verpasst. Denn im Indie-Bereich gibt es Perlen und Spieleerfahrungen (wie To The Moon), die du im AAA-Segment niemals finden wirst.
Da musst du dich auch nicht durch die Massen wühlen, es reicht völlig, wenn du mal in die (hoho) Indie-Hits reinschnupperst.

Butcherybutch 14 Komm-Experte - 2306 - 9. November 2014 - 23:21 #

Einfach den "Wir schweifen Ab"-Podcast hören! :-)

Fohlensammy 16 Übertalent - 4158 - 10. November 2014 - 7:24 #

Irgendwann werde ich mir wohl mal die Zeit nehmen. Aber aktuell lässt das mein schlechtes Gewissen über so viele ungespielte oder nicht beendete AAA-Titel einfach nicht zu. ;)

timb-o-mat 15 Kenner - P - 3071 - 9. November 2014 - 13:09 #

Spelunky, Don't Starve, Super Meat Boy... Nee, ohne meine Lieblingsindies werd ich nicht mehr glücklich.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 32535 - 9. November 2014 - 13:13 #

Mir ist völlig egal, ob ein Spiel Indie oder AAA ist, solange es mir Spaß macht.

BigBS 15 Kenner - P - 2881 - 9. November 2014 - 13:16 #

Naja, wozu Indie, wenn ich z. B. GTA haben kann? Und da ich nur ein Leben habe, spiele ich lieber die grossen Spiele.
Und bisher konnte mich maximal Minecraft etwas länger fesseln. Aber dann auch nicht soooo richtig. So is es halt bei mir.
Indiespiele können bestimmt den ein oder anderen Impuls setzen, ich brauche dann aber die "grosse" Umsetzung.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 13:53 #

wäre mir zu öde. gerade im AAA-sektor hast du mitlerweile ein openworld-spiel nach dem anderen. da brauch ich persönlich immer spielerische abwechlsung bevor ich einen anderen titel spiele. neben anderen genres kommen dann halt auch indie-titel in frage, wo halt öfter mal ungewöhnliche und erfrischende konzepte zu finden sind.

BigBS 15 Kenner - P - 2881 - 9. November 2014 - 14:12 #

Hm, sehe ich nicht so. Aber lass, die Diskussion würde zu nix führen. Geschmäcker sind halt verschieden.

Ich kann mit Indie nix anfangen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 15:05 #

solche generell aussagen sind mir nicht begreiflich. als jemand der sich für videospiele interessiert, muss man ja nicht an allen aber an jenen oder diesen gut gemachten titeln gefallen finden. egal wieviel geld, wieviel mann oder was für ein publisher dahinter steht.
"ich mag keine indies" ich für mich daher genauso dämlich wie "ich mag keine spiele die den buchstaben D im titel haben".

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 15:16 #

Die Aussage kommt wohl daher, dass es im Indie-Bereich eine Art Mainstream gibt, also Genres und Macharten, die sehr viele Titel beschreiben können. Und wer diese Art Spiel nicht mag, kommt schnell dahin zu sagen "ich mag kein Indie", auch wenn das streng genommen wohl nicht ganz korrekt ist.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 15:50 #

Ich stimme dir zu, in so einer Pauschalität würde ich dem auch vehement widersprechen. Allerdings maf ich keine Spiele, die sowohl M als auch X im Titel haben. Glücklicherweise trifft das nicht auf so viele Titel zu.

Daher ist auch "Megaman X" an mir vorbeigegangen.

BigBS 15 Kenner - P - 2881 - 9. November 2014 - 19:55 #

Nun, ich sag das deswegen, weil mir bisher noch kein, wirklich aber auch kein einizges Indiespiel auch nur annähernd soviel Spass gemacht hat wie ein sogenanntes AAA-Spiel.
Sorry, so ist es halt. Ich mein, wat soll ich jetzt machen?
Daher meine pauschale Aussage, dass ich keine Indiespiel mag. Ihr könnt dat ja mögen, ich tu es nicht.

Alleine schon der ach so tolle Pixel-Look. Kinder, ich hab schon gespielt, da waren zwei dicke Pixel und ein Strich das höchste der Gefühle. Ich find dat nicht doll. Nein, ich krieg da Augenkrebs von. Da mag das Spielkonzept noch so dufte sein, die Verpackung stimmt nicht. Das hatte ich ja auch schon in nem Post weiter oben mal erwähnt.

Und ja, in meinem nächsten Leben werd ich dann massenkompatibel und steh auf alles was grade schick ist, versprochen. Hab ich schon mit dem Cheffe da oben abgeklärt. :-)

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 9. November 2014 - 20:39 #

Wie schon mal hier erwähnt, es gibt Massen an fantastischen Indie-Spielen, die KEINEN Pixel-Look haben, manche sogar, die auch im Vergleich zu AAA gut aussehen können.

Da dir bisher noch kein einziges Indie-Spiel so viel Spaß gemacht hat wie ein sogennantes AAA-Spiel, muss automatisch die Frage kommen, welche du denn überhaupt ernsthaft ausprobiert hast. Da es auch bei Indies alle Genres und alle Qualitäten gibt, ist so eine pauschale Aussage immer etwas merkwürdig. Na klar, haben AAA-Titel im Durchschnitt bessere Grafik, besseren Sound, größeren Umfang, angepassteres Balancing usw. Aber es gibt eben in jeden Bereichen auch die herausragenden und die miesen Titel.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 21:04 #

Nimm zum Beispiel mal Marlow Briggs and the Mask of Death, das muß sich hinter keinem AAA verstecken, und ist doch auch nur ein "Indiespiel"

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 21:43 #

Marlow Briggs ist weder Indie noch AAA. Es ist einfach nur ein Low Budget Spiel, ähnlich wie z.B. Lords of the Fallen (das noch so gerade in den Bereich Low Budget fällt - 100.000 Euro mehr und es wäre ein normaler Titel ^^ ).

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61445 - 9. November 2014 - 23:26 #

Womit wir wieder bei "Was ist ein Indie Spiel ?" wären. :D

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 9. November 2014 - 13:20 #

Komisch, erst durch diese Umfrage wurde mir klar: ausserhalb meiner Wii U spiele ich tatsächlich fast ausschliesslich Indie-Spiele - auf dem PC.
Dazu gehören Kingdom Rush (Vollversion) und Galcon Flash (eine frei im Browser spielbare Action-Weltraum-Variante von Risiko, rasant schnell und süchtig machend! - http://www.galcon.com/flash/play.php ).
Mein letzter großer AAA-Titel war Skyrim, da habe ich die Lust auf die großen Titel verloren... schade eigentlich, aber irgendwie bekommt man bei AAA-Produktionen immer das Gleiche geboten.

Toxe 21 Motivator - P - 26116 - 9. November 2014 - 13:23 #

(x) auch nichts anderes als "große" Spiele: Hauptsache, sie machen Spaß!

Mir egal, ob Indie oder nicht: Am Ende zählt der Spielspaß, und den finde ich sowohl bei den Indies als auch bei AAA-Spielen.

Lyrius 15 Kenner - P - 3400 - 9. November 2014 - 13:24 #

Ich mach keinen großen Unterschied zwischen Indie und AAA Titeln. Kommt halt aufs Genre an. Wobei es einige Genres quasi nur noch im Indiebereich gibt.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 9. November 2014 - 13:33 #

Ich habe mich für die Mitte entschieden: Der Spielspaß entscheidet.

Einerseits habe ich einige Indie-Spiele sehr gern gespielt (FTL!), andererseits kotzen mich bestimmte Assoziationen (Plattformer) dann doch an. Und das optimale Spiel ist mich häufig weder AAA, noch Indie, sondern eines in das man sich reinknien kann, wie die Spiele von Paradox.

speedy-a (unregistriert) 9. November 2014 - 13:40 #

Ich spiele unheimlich gerne Indie Spiele liegt auch daran das ich auch immer noch gerne alte Spiele spiele. Indie Spiele aber auch weil mir eigentlich die Zeit fehlt noch größere Spiele zu spielen. Die neuen Spiele mit dem Qick Time Kram usw gefallen mir dagegen gar nicht mehr. Mario Kart 8 ist das letzte Retail Spiel welches ich mir gekauft hatte. Sonst kaufe ich auf WiiU und dem PC fast ausschließlich Indie Games..

volcatius (unregistriert) 9. November 2014 - 13:41 #

Die meisten Indiespiele hätten zu Recht keinen Publisher gefunden und sind schlichtweg Schrott. Rückstand und Kritik bei Technik, Erzählung und Gameplay wird dann fälschlicherweise gerne mit Pixeln, Anspruch und Kunst wegegwischt. Ich kann auch den Hype bei Spielen wie "Gone Home" nicht nachvollziehen.

Blickt man mal ein wenig hinter die sogenannte Indieszene und deren Beziehungen und Verflechtungen, sieht es auch nicht besser aus als bei den Mainstreamspielen und -medien, letztendlich geht es logischerweise immer ums Einfluss und Geld.

Ich wüsste jetzt auch kein einziges Indiespiel, das mich nach lesen oder spielen langfristig begeistern könnte.

Desotho 15 Kenner - P - 3205 - 9. November 2014 - 13:47 #

Eine meiner Lieblingsbeispiele ist Magicka. Es hat geschafft etwas neues zu schaffen und im 4 Spieler Koop ist es fantastisch.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4617 - 9. November 2014 - 14:09 #

Indies und AAA-Titel werden völlig anders hergestellt. Bei AAA-Titeln setzt man riesige Stäbe von durchaus fähigen Leuten zusammen, die soz. am Reissbrett etwas erstellen und dann umsetzen, was in diesem Markt eigentlich kaum schiefgehen kann.

Ihre Qualität ist durchweg gehoben gut, allerdings fehlt mir bei den meisten AAA-Titeln die Genialität.

Bei Indies findet man sie noch, die genialen Einfälle - gepaart mit Schwächen in anderen Kategorien. Weil weniger (manmchmal nur ein) Coder dransitzen. Es hat Vor- und Nachteile, aber wenn Du mich fragst, langweilen mich AAA-Titel immer mehr.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 15:50 #

Sicher sind die meisten (>51%) Indie-Spiele, die sich so auf Plattformen wie Desura, itch.io oder auch auf Steam finden lassen, nicht gerade toll und sehr oft auch einfach halbgare Experimente, die niemals beendet werden, also, vielleicht auch wirklich Schrott.

Aber es gibt halt auch unglaublich viele Indie-Spiele. Und alle, auch ich, können eins machen und es dann irgendwo zum Verkauf anbieten.

Und sonst würde ich dir widersprechen wollen: Ich denke, dass der größte Rückstand im Bereich der Technik liegt. Ohne Millionen lassen sich nunmal keine Orchester für einen Soundtrack oder Ähnliches organisieren. Sowohl bei Gameplay (bspw. Super Meat Boy, AI War oder zahllose Roguelikes) als auch bei Erzählung (To The Moon) wischen gewisse Indie-Titel mit dem Standard-AAA-Krams den Boden auf. CoD und AssCreed mögen zwar besser inszeniert und bombastischer sein, das war dann aber auch schon.

Ich kann zwar verstehen, warum sich solche Titel (oder auch GTA V) wie geschnitten Brot verkaufen, allerdings bringen diese Titel das Medium nicht voran. Das tun ja auch Michael-Bay-Filme in Hollywood nicht. (Und Transformers 3 ist soooo schlecht, ich fass es kaum ;).)

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2086 - 9. November 2014 - 13:53 #

Ob da nun 1 oder 300 Menschrn hinterstecken oder ob 100€ oder 1000000€ Budget. Das ist mir so was von egal, solange das Spiel Spaß macht. Ich hab in beiden Schienen tolle und genauso miese Titel erlebt. Vlt. tut manchem ein schlechtes Spiel, das günstiger war weil Indie, im Portemonnaie weniger weh, aber das war's dann auch an Unterschieden für mich. Der Spaß beim Spielen zählt, sonst nix. Genauso bei Grafik, Sound usw...

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 14:02 #

Also das einzige Indie-Spiel, das ich wirklich gerne durchgespielt habe und auch mit AAA mithalten kann, war Outlast. Alle anderen kleinen Titel, die mir viel Spaß gemacht haben, kamen ja dann doch von großen Publishern (z.B. I am Alive, State of Decay). Was ich sonst an "Indies" gespielt habe, würde ich dann am ehesten als "B-Ware" bezeichnen oder sind einfach nur Retrogames, die ich vom Spielprinzip und Optik heute nicht mehr haben will.

Sturmrabe85 13 Koop-Gamer - 1321 - 9. November 2014 - 14:00 #

Indiespiele sind für mich nicht mehr aus der Spielelandschaft wegzudenken. Spaß ist der entscheidene Faktor, wenn mir ein Spiel keinen Spaß macht, kann es mit noch so toller Technik protzen. Und da , wie auch schon gesagt wurde, einige Genres nur noch als Indiespiel entwickelt werden, haben sie für mich ihre Berechtigung.

Triton 16 Übertalent - P - 5289 - 9. November 2014 - 14:12 #

Ich glaube viele definieren Indie anders, für mich sind Indie-Spiele alle Spiele die nicht den Mainstream bedienen. Somit auch Entwickler mit Publisher, ohne Geldgeber oder per Crowdfunding finanziert. Wobei es auch Indie-Spiele gibt die den Mainstream bedienen und sicher auch interessante Ideen liefern.

Und genau diese Ideen sind es was mich mehr dazu bewegt Indie-Spiele zu spielen, da diese Entwickler eher was Neues bieten. Neues auf das die meisten Publisher verzichten da das Risiko zu hoch ist dadurch zuwenig Spieler anzusprechen. Ohne die Spiele abseits des Mainstream hätte ich nicht mehr dieses Hobby.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 9. November 2014 - 14:32 #

Indiespiele sind der perfekte Ausgleich zu AAA-Produktionen. Ich will weder das eine noch das andere missen, da sie doch meist unterschiedliche Hauptaspekte bedienen.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 9. November 2014 - 14:36 #

Ich verstehe unter Indie immer Spiele die selbst finanziert sind, egal wie groß.

Gebe aber mittlerweile zu, dass die Grenze zwischen Indie und Nicht-Indie aus diesem Gesichtspunkt schon fließend ist.

Crowdfunding ist aus meiner Sicht genauso wenig Indie wie ein Spiel welches finanziell von einem großen Publisher getragen wird. Dort sind die Kunden die Geldgeber und man ist auch von denen als Entwickler abhängig. Ein Spiel wo das Early Access die Weiterentwicklung des Spiels sichert, verlässt in diesem Moment den Indie-Status.

Wahre Indie-Spiele gibt es also nur noch, wenn ein Spiel von Anfang bis Ende aus vollkommen eigenen Mitteln finanziert wurde.

Indie gilt mittlerweile zwar als eigenes Genre, ist aber aus meiner Sicht einfach ein riesiger Irrtum. Wenn ich in meinem kleinen Kämmerlein aus eigenen Mitteln einen Militär First Person Shooter entwickel, ist das nur kein Indie, weil es ein Mainstream Genre ist? Was soll denn dieser Unsinn?

Aus meiner Sicht gibt es im Indie-Sektor sehr viel Müll und nur wenige Highlights. Bei vielen merkt man auch das Amateurtum oder zumindest das arg beschränkte Budget an. Und viele Indie-Spiele die als Indie-Spiel bezeichnet sind, sind es halt auch gar nicht.

Daher stimme ich für:
Oftmals überschätzt, den meisten fehlt es dann doch an Qualität (-)

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 15:19 #

Wo ist dann die Grenze zwischen einem Studio, das seine Spiele aus eigener Tasche bezahlt und Indie ist und einem Konzern, der seine Spiele aus eigener Tasche bezahlt, aber kein Indie ist?

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 9. November 2014 - 15:52 #

Den Unterschied kann ich dir ziemlich klar machen. Musst einfach mal schauen wer sich für die Spiele verantwortlich zeichnet.

Infinity Ward ist ja beispielsweise dafür verdammt Call of Duty zu machen. Das ist eine Auftragsarbeit von Activision, die auch von Activision finanziert wird. Infinity Ward hat da kein eigenes Budget, weil sie ja nicht einmal Geld verdienen können, weil sämtliche Einnahmen ihrer Spiele entsprechend an Activision abgeführt werden. Sicherlich hat Activision das Spiel bezahlt... aber bei Indie handelt es sich ja darum, ob der Entwickler des Spiels das Spiel komplett aus eigener Tasche bezahlt. Tut er nicht, weil das Spiel halt von Infinity Ward und nicht von Activision entwickelt wurde. Das ist halt einfach der kleine und feine Unterschied, der diesen ganzen Indie-Hype aus meiner Sicht auch unverständlich ist. Activision könnte seine Entwicklerstudios auch direkt in sein Unternehmen eingliedern und damit unter eigenem Namen auch die Spiele entwickeln. Dann wären sie nach der Definition tatsächlich Indie-Spiele... Indie als Begriff der Unterscheidung gibt es ja eben nur aus dem Grund, weil sie Entwickler eben nicht in ihre Unternehmensstruktur eingliedern.

Bei Blizzard kann ich hingegen nicht sagen, da ich die Unternehmensstruktur nach dem Zusammenschluss nicht kenne, aber meines Wissens hat Blizzard da nach wie vor freie Hand und auch ein eigenes Budget für ihre Spiele, die sie auch vollkommen eigenständig ankündigen und entwickeln dürfen. Activision trägt da meines Wissens überhaupt nichts bei... aber das kann ich nicht genau sagen.
Da ist ein Half-Life 2 oder Portal 2 nach wie vor sicherlich das bessere Beispiel für größere Indie-Spiele...

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 17:34 #

die sichtweise orientiert an dem eigentlichen wort kann ich zwar verstehen, geht aber völlig vorbei an dem gebrauch des begriffes. der versuch einer definition sollte sich danach richten was unter dem begriff verstanden wird und nicht an der wortherkunft. dass du HL2 und portal mit in diese kategorie packst, zeigt halt wie unvereinbar diese verschiedenen auslegungen sind.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 19:01 #

Ich weiß, worauf du hinaus möchtest, aber so ganz eindeutig finde ich das nicht, im Gegentil. Infinity Ward gibt es als eigenständige Einheit gar nicht, die sind Teil von Activision und, wenn du so willst, vollständig eingegliedert. Das Teil-Büro von Activision hat nur einen anderen Namen und ist als Organisationseinheit im Unternehmen vorhanden. Activision bezahlt also einerseits das Spiel, entwickelt es aber andererseits auch selbst.

Schau dir zum Vergleich Ubisoft an: Ubisoft Montreal als Beispiel ist für Ubisoft ähnlich dem, was Infinity Ward für Acitvision ist. Aber Anhand der anderen Benennung wird hier doch deutlich, was das in erster Linie ist: Ein Teil des Konzerns.

Bei Blizzard ist das auch nicht anders. Als die in ein anderes Unternehmen eingegliedert wurden, hießen sie noch nicht einmal so. Sie mögen recht frei in ihren Entscheidungen sein, aber im Endeffekt ist das nur eine Art der Unternehmensorganisation.

Arparso 15 Kenner - 3025 - 9. November 2014 - 20:03 #

Infinity Ward ist aber ein schlechtes Beispiel: das Studio gehört zu 100% Activion Blizzard. In dem Sinne hat Activision das Spiel selbst entwickelt, bezahlt und vermarktet und damit wäre Call of Duty nun wohl ein Indie-Titel?

Ähnliche Situation mit den hauseigenen Entwicklungsstudios von EA, Nintendo oder Sony. Trotzdem würde ich Battlefield, Mass Effect, Zelda oder God of War wohl kaum als Indie-Titel bezeichnen.

... und dann gibts noch die Frage mit den kleinen Indie-Studios, die sich über Bank-Kredite, externe Investoren oder Crowdfunding finanzieren - ist das wirklich noch ihr eigenes Geld, dass sie da investieren? Wo liegt der Unterschied zur Publisher-Finanzierung, wo zieht man da die Grenze?

Nokrahs 16 Übertalent - 5685 - 9. November 2014 - 14:56 #

Indie Spiele? Viel "echter" Mist, hin und wieder eine Perle. Im Grunde nicht anders als bei den "großen" Spielen.

Gut für Nischenprodukte, damit sich jeder nach seinem Geschmack mit Material eindecken kann. Ein guter Mix aus "großen" und Indie Titeln ist nicht verkehrt.

Bei Filmen schaue ich mir gerne trashige "B-Movies" an. Die sind teilweise so schlecht, dass ich herzhaft darüber lachen kann und die Filme dann doch auf eine gewisse Weise genieße.

Bei Spielen sieht das anders aus. Wenn ein Spiel nicht funktioniert wie es angedacht ist, dann wird es kaum bis zum Ende gespielt. Da muss schon viel eigene Willenskraft dahinter stecken.

Von den verfügbaren Antworten die Vorlezte.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6531 - 9. November 2014 - 14:59 #

Für mich sind Indiespiele oft überschätzt, diese werden auch nur so hofiert, weil es halt "gegen" die "bösen" Publisher geht. Der Kleine wird nunmal idR. mehr gemocht als der Große, ist halt eine menschliche Eigenschaft. Aber so, wie es viele Perlen bei den großen Titeln gibt, gibt es viel Müll bei den Kleinen. Dazu gehören allerdings nicht Titel wie Star Citizen, nur weil kein großer Publisher dabei ist, macht das noch kein Indie draus.

PS: Ebenso ist die Frage, ob ein Titel wie "Valiant Hearts" eigentlich Mainstream ist oder nicht? Vom Thema her weniger, vom Publisher her schon.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 15:04 #

ein publisher an sich kann auch nicht mainstream sein. den indie-begriff alleine an diesem bzw an dem geld hinter einem spiel festzumachen (oder an der "unabhängigkeit") finde ich zu einfach und wird auch nicht dem gebrauch dieses begriffes gerecht.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 9. November 2014 - 15:35 #

Wenn ich so drüber nachdenke, spiele ich fast ausschließlich Indie. Nicht Indie (bzw. in gewisser Weise doch Indie!) wären Paradox-Titel. Civ ist wohl eher nicht Indie.

Aber mal ehrlich, The Banner Saga ist Indie. Muss ich mehr sagen?

PoEt, Blackguards, Banished, 7 Days to Die, Shadowrun, Wasteland 2, D:OS, Battleworld Chronos, Endless Legend etc pp.

Das sind Spiele, die mich interessieren und die ich hauptsächlich spiele. Anderes nimmt man auch mal mit. Mein Schwerpunkt ist aber tatsächlich Indie.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 15:57 #

Wenn es AAA gibt, wäre Paradox von der Größe ein B-Publisher, so ein Mittelding, heute aber fast ausgestorben. Indie allerdings nicht. Dennoch nett und die meisten Titel haben kein Millionenbudget.

Aber mir geht es ähnlich, auch wenn ich oftmals etwas tiefer grabe und mich durch die Indie-Höhlen wühle, um tatsächlich Perlen zu entdecken. Arcen Games ist da doch mein Lieblingsstudio - und ich besitze auch alle Spiele von denen.
Und manche Genres werden ja von den Großen gar nicht mehr bedient, abseits von Blizzard (und Eugen Systems) gibt es faktisch keinerlei Echtzeitstrategie mehr. Bei Weltraumspielen ist es ähnlich, bei klassischen Rollenspielen (abgesehen von Bioware) auch. Eigentlich produzieren die Großen hauptsächlich Shooter, Action-Adventures und Sportspiele. Und ein paar Rollenspiele.

An Shadowrun muss ich mich mal ransetzen, wie hat es dir denn gefallen?

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 9. November 2014 - 19:56 #

Stimmt, B-Publisher :) Wobei ich sie für ihre Eigenentwicklungen schon Indie finde, da sind sie ja dann Independent. Wenn sie andre Sachen publishen, wären diese dann wiederum nicht mehr wirklich Indie (Magicka? M&B?).

Im "Hardcore"-Indiebereich gibt es tatsächlich tiefe Tiefen :-D Den meisten dürften viele Titel nichtmal dem Namen nach bekannt sein.

Ich denke auch, dass die Großen Publisher nur noch sehr, sehr einseitig entwickeln. Bioware macht imho auch keine klassischen Rollenspiele. Als Spieler gewisser Genre ist man auf Indie angewiesen, und Indie liefert.

Leider bin ich mit Shadowrun noch nicht wirklich weit, aber ich werde berichten :) Liegt hier auf Steam o:-)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. November 2014 - 23:19 #

Hm, Paradox ist so ein Mittelding. Ich kann damit leben, dass sie nicht Indie sind, sie sind aber auch kein Major und machen keine AAA-Spiele.

Uh ja, wer kennt schon "Black Ice" und "Lenna's Inception"? Das ist schon tief gegraben ;). Und da gibts auch wirklich viele Titel mit Gameboy-Optik, die nostalgische Gefühle in mir hervorrufen.

Bin auf deine Ausführungen zu Shadowrun gespannt. Sind wir eigentlich bei Steam befreundet? (Jetzt schon.)

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 23:27 #

Jep, wobei ich Paradox sozusagen für Eigenproduktionen als Indie ansehen würde, und eben als Publisher für andere Titel (die dann vielleicht nicht mehr so ganz Indie sind, auch wenn sie so scheinen, je nachdem wie da die Verhältnisse sind).

Also ich kenne die beiden Titel nicht, da wir es ja jetzt sind, werde ich sicher einiges entdecken ;-)

Werde Shadowrun Returns jetzt extra bissi vorziehen und parallel zu Endless Legend starten (und meinen Multiplayer-Aktionen). Notizzettel habe ich mir auch gemacht :)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 11. November 2014 - 1:34 #

Die beiden Spielchen gibt es leider noch nicht auf Steam, vielleicht aber auf Greenlight. Sonst kann ich dir, wenn du dich für Indie-Krams interessierst, auch mal itch.io nahelegen, da gibt es sehr, sehr viele Titel und die Plattform ist sehr interessant - zumal du auch sofort eigene Spiele veröffentlichen kannst ;).

Paradox ist mMn schon eher ein Publisher und kein Studio, deswegen hadere ich da mit dem Indie-Begriff. Das heißt aber nicht, dass sie mir deswegen jetzt weniger sympathisch sind :).

Und ich bearbeite meinen "Pile of Shame" und hole mir mehr Sammelkarten.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 11. November 2014 - 12:02 #

Ich habe mir mal eine Notiz angelegt :) Danke!
Und endlich weiß ich, wo ich meine eigenen Produktionen unterbringen kann :-D

Paradox: Einspruch! Ist AUCH Entwickler. EU, Vicky, HoI usw. sind alles Eigenproduktionen. Paradox begann auch als Entwickler. Die Publisher- (und Beratungs-?) tätigkeit begann erst später. Daher würde ich sagen Eigenproduktionen = Indie.

Sammelkarten, sehr löblich ;-D

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 11. November 2014 - 12:38 #

Ja, für mich ist Paradox immernoch so eine Grauzone. Ich weiß durchaus, dass die großen Grand-Strategy-Titel Eigenentwicklungen sind und daher auch selbst vertrieben werden. Andererseits wird ja auch PoE (uh, Pillars meine ich) von denen vertrieben, was halt eine klassiche Publisheraufgabe ist.

Hm, mit Blick auf Devolver Digital und Chucklefish (beides Indie-Publisher) wird dann der Grat noch schmaler bei meiner Indie-Definition. Streng genommen vielleicht nicht, wenn aber nur der physische Vertrieb untersützt wird und sonst kein Geld gegeben oder genommen wird, dann wäre das Studio selbst ja durchaus noch unabhängig.

vicbrother (unregistriert) 11. November 2014 - 12:57 #

Paradox ist mittlerweile kein Indie mehr. Es ist ein Publisher, es hat mehrere Entwickler-Teams. Nach meiner Definition hat es also schon Gremien die sich von der Entwicklung entfernt haben und diese dennoch lenken, es gibt dort daher kein Indie mehr (die neusten Spiele von denen sollen ja sogar Tutorials enthalten - eine Annäherung an den Markt :) )

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 9. November 2014 - 15:36 #

Banner Saga kann man noch Indie nennen, aber Pillars, Blackguards, Wasteland 2, Battleworld Chronos? Mit Sicherheit nicht, das sind professionelle Entwickler, die mit eigenem sowie Crowdfunding-Geld, teilweise aber auch schlicht mit normalem Publisher im Rücken (Blackguards, Battleworld, z.T. auch Pillars in Sachen Presse-Arbeit und physischem Vertrieb) entwickeln.

Meursault 14 Komm-Experte - 2460 - 9. November 2014 - 16:02 #

Die Unterscheidung von Banner Saga und Battle Worlds oder Wasteland finde ich aber doch arg willkürlich. Alle drei sind per Kickstarter finanziert (neben eigenem Geld), ohne dass ein klassischer Geldgeber reinspricht. Und Stoic Studios sind doch nicht weniger professionelle Entwickler, weil Banner Saga ihr erstes Spiel als neues Studio war.
Und welcher Publisher steht denn hinter Battle WOrlds? Haben King Art da etwa die Box Version von einem Publisher vertreiben lassen? Die Abgabe gewisser Vertriebs- oder PR-Aufgaben halte ich nicht relevant dafür, ob etwas "Indie" ist.

Diese Unterscheidung läuft doch nur anhand des Stils/Designs der Spiele und ist somit willkürlich.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 9. November 2014 - 16:48 #

Nö, ich rede nicht vom Stil.

Im Fall von Battleworlds hat Crimson Cow klassische Publisheraufgaben wie etwa Boxversion in den Handel stellen und Anzeigen schalten übernommen.

Digital wiederum dürfte es Selbstpublishing gewesen sein. Was tatsächlich zusammen mit dem Finanzierungsrisiko für Indie spricht :-)

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 9. November 2014 - 19:53 #

Stil halte ich auch nicht für relevant.

Wurde denn Crimson Cow beauftragt oder haben die schon bei der Finanzierung mitgewirkt und hätten entsprechend (theoretisch) Einfluss auf die Designentscheidungen usw. nehmen können?

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 9. November 2014 - 19:52 #

Ich würde tendenziell sagen, dass Indie für mich ist, wenn die Entwickler Independent sind. Sprich, sie sind keinem Finanzier (Publisher) Rechenschaft schuldig und entsprechend auch keinem Druck von dieser Seite aus ausgesetzt. Klar, Zeit/Gelddruck gibt es eigentlich immer, aber die Designentscheidungen trifft einzig und allein der Entwickler (insofern werden die Ubisoft "Experimente" wie Child of Light oder Valiant Hearts in einer gewissen Indie-Atmosphäre entwickelt).

Ob da professionelle Entwickler tätig sind oder nicht spielt imho überhaupt keine Rolle. Banner Saga wurde auch von 3 Profis gemacht (Ex-Bioware). At the Gates (Profi-Entwickler Jon Shafer (u.a. Lead Designer Civ 5) sitzt mit seiner Freundin und einem Kumpel im Wald und entwickelt das Kickstarter-Projekt, das ist doch - obwohl Profi - sicher Indie) und Offworld Trading Company (Soren Johnson - u.a. Lead Designer Civ 4) sind doch, obwohl von Profis entwickelt, ganz klar Indie.

Wenn eigenes Geld und/oder Crowdfunding ist das für mich auf jeden Fall Indie. Anders ist es vllt. bei Kingdom Come Deliverance - da war das Crowdfunding Bedingung für den Investoreneinstieg.

Wenn dann klassische Publishingaufgaben wie Presse-Arbeit oder physischer Vertrieb vergeben werden, spricht das imho nicht gegen Indie. Da werden ja dann die "Publisher" von den Entwicklern beauftragt.

Blackguards ist ja von Daedalic, da habe ich mich vllt. etwas aus dem Fenster gelehnt. Die sind allerdings selbst Entwickler UND Publisher, auf jeden Fall unabhängig von großen Publishern, alles in einer Hand. Glaube also nicht, dass da ein Investor in das Design reingepfuscht hat.

Bei Battleworld bin ich mir jetzt nicht sicher, ich dachte, das war komplett crowdgefunded. Wasteland 2 hat zwar professionelle Entwickler (und nicht zu knapp), ist aber auch selbstfinanziert+crowdfunding, also independent.

Nochmal kurz zusammengefasst: Imho ist Indie, wenn die Entwickler theoretisch und praktisch unabhängig von den Geldgebern sind. Sowas wie Child of Light ist imho eine Grauzone.

vicbrother (unregistriert) 10. November 2014 - 16:51 #

Ich bring es mal auf den Punkt:
Der Entwickler muss für ein Indie, einem unabhängigem Spiel, unabhängig sein. Das bedeutet ihm redet kein Publisher, kein Aktionär, kein Vorstand oder ein anderes Gremium oder Unternehmen in seine Entwicklung, das Design oder Inhalte hinein.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 17:10 #

Absolute Zustimmung, kurz und knackig :)

Toxe 21 Motivator - P - 26116 - 10. November 2014 - 17:27 #

Ja ich denke, das ist eine gute und einfache Definition.

Deckt sich auch mit meinem Verständnis von Indie. Der Begriff hat einfach nichts mit optischen Aspekten, Production Values usw. zu tun.

vicbrother (unregistriert) 10. November 2014 - 20:41 #

@Vampiro, Toxe: Danke für die Zustimmung.

Übrigens: Es wird ja nicht ausgeschlossen, dass die grossen Publisher ein Risiko-Projekt finanzieren, aber ein Indie ist es dennoch nicht, denn es ist immer eine Abhängigkeit und damit ein indirekter Druck gegeben.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 20:46 #

Jep, deiner Ergänzung stimme ich auch absolut zu!

v3to (unregistriert) 9. November 2014 - 22:51 #

also indie und professionelle entwickler schließen sich nicht aus. tbh empfinde ich diesen vergleich eigentlich schon als anmaßend.

indie selbst ist allerdings vom begriff her schwammig. ich verstehe darunter, wenn ein entwickler-team bzw firma in eigenregie eine entwicklung vorantreibt. ob das endprodukt am ende direkt vertrieben wird oder sich die firma am ende doch einen publisher sucht, ist imo nicht wirklich relevant. es hängt nicht direkt von der größe des projektes ab, ob das nun ein miniprojekt von studenten ist oder ob da david braben mit hilfe von kickstarter seine vision von elite dangerous finanziert. an sich ist es das selbe in grün, denn all das entsteht ohne einmischung von marketing-abteilungen, marktforschungs-studien oder der pachter-riege. alles sind entwicklungen im eigenen ermessen und nach meinem verständnis unabhängig.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 2:01 #

So sehe ich das auch :)

crux 13 Koop-Gamer - 1559 - 10. November 2014 - 16:15 #

Eine Unterscheidung zwischen "indie" und "professionell"... ein interessanter Einblick in die Gedankenwelt bei GG.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324290 - 10. November 2014 - 18:28 #

War blöd ausgedrückt, professionelles Studio trifft eher, was ich meine. Bei Indie denke ich an Einzelkämpfer und kleine Klitschen, nicht an eine Firma mit 20 oder 50 Angestellten. Soll nicht heißen, dass die nicht professionell arbeiten, nicht programmieren können o.ä.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. November 2014 - 15:57 #

Herjeh. Schon Grabenkriege bei der Wortdefinition. :(

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 16:01 #

Dummerweise ist damit die ganze Umfrage für'n Eimer. Wenn jetzt neuerdings Blizzard-Spiele und Half-Life 2 Indies sind, hätte ich meine Antwort eventuell anders gewählt.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. November 2014 - 16:09 #

Eigentlich ist es einfach. Aber wenn jeder "seinen" Begriff exakt ausdefinieren muss kann man in der Tat keine Umfragen machen. Dann können wir aber Umfragen auch generell und in allen Themenkomplexen streichen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 16:12 #

Ja, in der Einleitung ist ja ganz gut beschrieben, was damit gemeint ist. Aber wenn ich hier eben so lese, wie weit der Begriff da mitunter gedehnt wird, ist das schon seltsam. Vielleicht hätte man fragen sollen, was ist eure Definition von "Indie-Spiel" als Umfrage ;)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 16:26 #

Tatsächlich ist Valve ein Paradebeispiel für ein Indie-Studio. Sie sind komplett im Eigenbesitz und finanziell unabhängig und machen eigentlich, was sie wollen.
Dagegen ließe sich einwenden, dass Valve durch Steam einfach Aufgaben eines großen Vertriebs übernommen hat und sich dadurch auch ein Stück von reinen Entwicklungsstudios entfernt hat.

Blizzard gehört zu Activion Blizzard und damit sind sie per Definition schon nicht "Indie". Denn "unabhängig" heißt meist "unabhängig von den Majors" also von den großen Publishern. Und das sind ja die großen Publisher selbst eben genau nicht.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 16:57 #

Mit der Logik kann ich auch sagen, dass Ubisoft "komplett in Eigenbesitz ist" und sie entwickeln alles intern, ergo sind nun auch Far Cry und Assassin's Creed Indie...

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. November 2014 - 17:20 #

Daher ziehe ich die Grenze da wo eine Firma (Valve) oder Einzel- bzw. Privatpersonen agieren und haften.

Aber wie oben geschrieben. Die Welt ist zu komplex. Wenn man alles ausbreiten und ausdiskutieren will kommt man nicht voran. ;)

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 18:05 #

Ubisoft ist eine Aktiengesellschaft. Da ist nichts mit "komplett in Eigenbesitz", da besteht auch eine Fürsorgepflicht gegenüber den Aktionär*innen.
Aktiengesellschaften wären demnach eigentlich per se niemals "indie". Und damit sind halt alle großen Publisher ausgeschlossen.

Valve hingegen ist nicht "public traded", also wird nicht öffentlich gehandelt. Das macht auch eine "feindliche Übernahme" durch Aktienkauf unmöglich. Valve gehört hauptsächlich GabeN.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 18:24 #

Hier möchten aber einige gern "Valiant Hearts" und "Child of Light" sowie diverse Sony-finanzierte Titel als "Indie" bezeichnen. Das funktioniert ja dann schon mal nicht. Überhaupt ist aber auch der Einfluss von Aktionären auf die eigentliche Spieleentwicklung fraglich, die interessiert am Ende, ob da Geld bei rauskommt, egal, ob es nun innovative Konzepte sind oder Fortsetzung XY. Das ist auch mehr eine Budget- und damit Risikofrage als eine Frage der Unabhängigkeit. Der Indie-Entwickler, der viel investiert (die größeren Titel) schaut schon sehr genau auf den Markt, hat eine klare Zielgruppe und entwickelt auch nicht in den Tag hinein, weil er ja so schön unabhängig ist. Das ist dann nämlich auch schnell vorbei. Also die Definition über die Unternehmensstruktur funktioniert nicht wirklich.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 18:38 #

Aber dadurch würde "Indie" zu einem weiteren Marketing-Label, was wahllos auf bestimmte Titel aufgepresst werden würde und auf andere eben nicht. Wieso ist denn ein "Child of Light" Indie und ein "Rayman Origins" nicht? Kommt doch beides aus der UbiArt-Ecke. Und das würde vor allem, so wage ich zu behaupten, den großen Publishern nutzen.

Und ich wage zu behaupten, dass dann eine Definition noch weniger möglich ist als jetzt.

"Indie" kommt wohl von "Independent", darum das ganze Gewurstel um die Unabhängigkeit. Das sagt erstmal nichts über die Größe oder die Ausrichtung des Studios aus. Und auch nichts darüber, ob ein Spiel besonders innovativ oder eher auf den Massenmarkt ausgerichtet ist. Sondern eben nur über die Struktur bzw. die Unabhängigkeit des Studios.

Ich vermute, diese Unterscheidung zwischen AAA und Indie ist deswegen aufgekommen, weil es immer weniger mittelgroße Publisher gibt, die eben Titel rausbringen, die weder in die eine, noch in die andere Kategorie passen - wie Paradox. Die Großen sind immer größer geworden und haben sich mehr und mehr Studios einverleibt oder/und vertraglich gebunden, während mittelgroße Publisher damit nicht konkurrieren konnten. Durch den Aufstieg der digitalen Distribution konnten die Indies ihre Spiele selbst vertreiben und somit auch ohne externen Vertrieb erfolgreich sein.

Indie-Spiele gab es auch schon vor dem Begriff. "Clonk" war schon immer Indie und ich habe 1998 angefangen, das zu spielen.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 18:44 #

Mit deiner Definition wäre aber Half-Life 2 Indie und Bioshock nicht, obwohl das ähnliche Spiele sind, die einfach nur aus verschiedenen Unternehmensstrukturen entstanden sind. Ähnlich mit Journey oder Child of Light, die sich genauso anfühlen, wie diverse "echte" Indies. Also ist es pragmatischer das mehr am Spieldesign festzumachen, weil es sonst eben völlig aussagelos ist.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 18:52 #

Ganz recht.

Aber es wird dadurch nicht aussagelos, sondern passt eben genau auf die Realität. Indie-Spiele sind inzwischen total vielfältig geworden. Dort finden sich neben klassischen Rollenspielen und Adventures auch Shooter oder Echtzeitstrategie, auch manchmal gar nicht innovativ, sondern einfach klassisch. Diese Spiele fühlen sich für mich nicht alle gleich an oder irgendwie "indie" an, sondern eben manchmal so wie Spiele, die heute nicht mehr von den großen Publishern gemacht werden. Oder halt einfach wie gute Spiele.

Spiele wie "Unknown Horizons", "Widelands" oder "MegaGlest" sind auch indie (und sogar frei) und dennoch nicht sonderlich innovativ.

Gerne kann es einen Begriff geben, der die Art von Retro-Innovation im Spielebereich beschreibt, aber ich meine, das "Indie" dafür völlig untauglich ist, weil er eben nicht nur ein Spielgefühl oder -design beschreibt, sondern auch den Eindruck vermittelt, es würde nur ein kleines Studio dahinter stehen, was von Leuten geleitet wird, die sich mehr um Spiele als um Umsätze kümmern. Und es wäre mehr als unpassend, wenn Ubisoft, EA und Co. diese Zielgruppe abgreifen könnten.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 19:00 #

Wenn du dir die Kommentare hier so anschaust, wirst du aber einsehen müssen, dass die meisten Leute unter Indie etwas anderes verstehen und den Begriff hauptsächlich für tendenziell kleine Spiele benutzten, die entweder besonders innovativ/kunstmäßig oder retro sind, egal, wer jetzt mit welcher Intention und Finanzierung dahinter steckt (das weiß man ja im Zweifel auch teilweise gar nicht und ich wage auch zu bezweifeln, dass "Child of Light" auf Druck der Aktionäre entstanden ist).

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. November 2014 - 23:19 #

Ne, die meisten Leute nutzen Indie schon eher wie ich, auch wenn es da Ausnahmen gibt. Klar werden nicht alle Indie-Spiele als solche bezeichnet, das bedeutet aber eben nicht, dass Spiele, die ähnlich wie Indie-Titel sind, plötzlich diese Bezeichnung verdienen.

Und vielleicht wurde ja "Child of Light" durchs Management auf den Plan gerufen, um genau die Indie-Crowd abzufischen. Das ist auch eine Marketingstrategie. (Wäre übrigens nicht das erste Ubi-Spiel, was in die Richtung zielt.)

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 19:03 #

Für das Spieldesign brauche ich doch aber so ein Label nicht. Da gibt es Genre-Bezeichnungen oder schlicht Größenangaben, die ich dafür verwenden kann.

Oder anders: Was für eine Aussage hat denn so ein Label, wenn da doch wieder haufenweise verschiedene Genres drunter fallen (können)? "Indie" Kann ja demnach Shooter, RPG, Platformer, Adventure, Strategie, Sandbox und was weiß ich nicht noch alles sein. Ist das nicht erst recht "aussagelos"?

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11686 - 9. November 2014 - 19:08 #

Es geht mir darum, wie der Begriff benutzt wird. Siehe mein Post weiter oben. Anhand der Unternehmensstruktur wird das von den meisten jedenfalls nicht festgemacht, eben auch, weil das keine Differenzierung der Spiele an sich ermöglicht. Beispiel: Microsoft hat Minecraft gekauft, das heißt das ist jetzt kein Indie mehr, obwohl es doch bis davor noch der Inbegriff der Indie-Kultur war...

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 9. November 2014 - 20:09 #

Das ist mir schon klar, aber es rein am Design festzumachen, nur weil einige Großkonzern-Arbeiten wie Valiant Hearts dazu zählen, macht es auch nicht besser. Schließlich gibt es auch Leute, die Blizzard dazu zählen. Und irgendwann bleibt dann nichts mehr übrig, was nicht "Indie" ist, wenn es danach geht, was irgendjemand dazu zählt.

Pragmatisch im Sinne von "so wird es hauptsächlich benutzt" oder pragmatisch im Sinne des kleinsten gemeinsamen Nenners wäre "kleines, unabhängiges Studio macht kleines Spiel". Damit dürften die allermeisten und unstrittigsten Fälle abgedeckt sein.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 22:54 #

nur mal als info. diese beiden titel wurden keineswegs von einem großen team innerhalb von ubisoft entwickelt. das war ein kleines kreative tean denen man gewissen freilauf gegeben hat, um solchen dingen nachzugehen.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 0:11 #

Das war mir nicht neu, aber danke :) Man kann nie genug Wissen doppelt haben. Darf man den Anlass erfahren, der dich dazu gebracht hat, diese Information gerade hier zu schreiben? Mir fehlt doch ein wenig der Zusammenhang zu meinem Kommentar.

Falls du das kleine Team irgendwie auf "kleines, unabhängiges Studio" beziehen wolltest, funktioniert das nicht, da das Team einerseits nicht unabhängig ist und es andererseits als kleines Team in einem Moloch von Unternehmen doch etwas ganz anderes als ein eigenständiges Studio ist.
Ansonsten wären typische Browserspiele auch Indie, die Teams sind auch nicht groß. Oder diverse Mobile-Umsetzungen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 10. November 2014 - 1:26 #

ich habs hier geschrieben, weil deine bisherigen kommentare bzgl dieser spiele und jetzt der von dir verwendete begriff "Großkonzern-Arbeiten" mich annehmen ließen, dass du denken würdest es würde sich bei valiant hearts und child of light ebenfalls um solche durch-dirigierten großprojekte handeln wie bei den sonst üblichen spielen ubisofts. daher der hinweis. es war lediglich als ergänzender kommentar gemeint und nicht bzgl der indie-begriff-debatte.

vicbrother (unregistriert) 10. November 2014 - 16:56 #

Sobald vom Entwicklerteam losgelöste Gremien ins Spiel kommen, ist der Begriff "Indie" nicht mehr zutreffend.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 17:34 #

inwiefern sind das die großen publisher selbst nicht? oder willst du damit sagen, dass bei denen eine "selbstabhängigkeit" besteht? unsympathisch ist mir diese sichtweise deswegen, weil man das dann abhängig macht von der größe des publishers. kleine entwickler die ihre selbst veröffentlichen sind ebenfalls entwickler und publisher in einem. hier ab einer größe festzulegen, dass das kein indie mehr ist, scheint mir arg willkürlich.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 18:08 #

Naja, die meisten der großen Publisher sind ja öffentlich gehandelte Aktienunternehmen bei denen Pflichten gegenüber den Aktionär*innen bestehen, sowas ist, wie bereits oben gesagt, schon per Definition nicht "indie".

"Unabhängig" muss auch immer "unabhängig von" irgendwas sein. Und in diesem Fall heißt es wohl "unabhängig von einem externen Vertrieb bzw. externem Management" oder "Selbstkontrolle über die Entwicklung ohne Rechenschaftspflicht gegenüber Dritten". Hm, ich glaube letzteres könnte eine gute Indie-Definition werden.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 19:52 #

Vorweg, ich mache Indie persönlich ausschließlich an der Art des Spieles fest. Weder an den Kosten noch am Publisher / Entwickler. Wobei ich mit Kosten meine, dass es egal ist ob 1 Mann alleine im stillen Kämmerlein nachts vor sich hinwerkelt oder ob er ein paar Leute angestellt hat, die Aufgaben übernehmen.

Ab einer bestimmten Größe, und die geht bei mir so spätestens(!) im Bereich 1 Millionen los, eher noch darunter, ist es für mich kein Indie mehr. Denn 1 Millionen ist eine Summe, da sind IMMER irgendwelche Abhängigkeiten und IMMER kommerzielle Interessen mehrerer Parteien, die Berücksichtigung finden müssen.

Denn die Definition: "Selbstkontrolle über die Entwicklung ohne Rechenschaftspflicht gegenüber Dritten" gibt es faktisch bei Spielen nicht außer bei reinen Feierabend-Hobbyprojekten. In dem Augenblick wo Menschen das professionell machen und Geld verdienen um davon zu leben, in dem Augenblick gibt es nämlich Abhängigkeiten. Deswegen finde ich es schwierig, Indie daran festzumachen.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. November 2014 - 23:18 #

Uh, aber dann frag ich mal konkret, woran machst du das denn fest, wenn du es ausschließlich an der Art und Weise festmachst?

Sonst:
"Rechenschaftspflicht" ist etwas anderes als "Abhängigkeit". "Selbstkontrolle über die Entwicklung" sollte klar sein, und mit der Rechenschaftspflicht meine ich, dass das Studio nicht dazu verpflichtet ist, regelmäßig an Dritte über die Entwicklung Rechenschaft abzulegen. Die Studios bei Kickstarter machen das ja freiwillig. Und sonst ist das oft auch bei externer Finanzierung - etwa über Kredite - nicht gegeben.

Ich habe da jetzt schon ziemlich konkrete Begriffe genutzt, von daher halte ich diesen Definitionsversuch immernoch für ziemlich gut.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9251 - 9. November 2014 - 16:11 #

Die meisten Indiespiele sind mir einfach zu simpel. Ich finde Spiele wie z.B. Spelunky, Dustforce, FTL oder Super Meat Boy überhaupt nicht innovativ, das ist einfach 80er/90er Jahre Gameplay, teilweise auch technisch.

Dann gibt es Indiespiele, die sicherlich nett sind, aber zu kurz, wie z.B. Limbo.

Und dann bleiben nicht mehr viele Spiele übrig, weil es eh auch eigener Geschmack ist. Ein Terraria habe ich viel gespielt, Minecraft kommt auch in höhere Spielzeitregionen. Aber sonst? Wenn ich mal welche im Humble Bumble oder bei PS+ mitbekomme, sind die Spiele selten länger als 10-30 Minuten an und werden danach wieder gelöscht.

Dann spiele ich lieber richtige Nischenproduktionen à la Paradox oder Simulatoren/Rennspiele.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 16:32 #

Uh, Platformer sind kein neues Genre, da hast du Recht.

Aber FTL? Was ist daran 90er? Ja, das hat viele Elemente aus Roguelikes und Rogue ist schon älter, aber ganz ehrlich, ich halte FTL für innovativer als alles, was der AAA-Sektor in den letzten 5-6 Jahren geliefert hat. (Aber okay, das ist auch nicht sonderlich schwierig.)

Mich nerven auch diese Indie-Trends von unendlich vielen Survival-Titeln, aber dann kommt auch mal ein "Salt" und macht alles ein wenig anders - und es gibt auch keine Zombies.

Sonst:
Hast du mal Banished gespielt? Das ist sicher eine längere Beschäftigung als 30 Minuten. Oder AI War? Überhaupt, AI War! Oder Skyward Collapse? (Nein, ich bin nicht Arcen-PR, aber die Spiele habe ich immerhin gespielt.) Oder urg, Torchlight 2? Es gibt halt mega viel.
Wenn du allerdings auf Militärshooter oder Third-Person-Action stehst, dann bist du bei AAA-Titeln besser dran.

Major_Panno 15 Kenner - 2934 - 9. November 2014 - 16:19 #

(x) innovativer & wichtiger als große Publisher-Produktionen (+)

Ich möchte mich gar nicht auf eine Definition festlegen und auch gar nicht über eine solche diskutieren.
Ich persönlich mag einfach Spiele, die für eine bestimmte Zielgruppe gemacht sind und die gar nicht erst die große Masse komplett erreichen wollen. Gleichzeitig find ich es toll, wenn Spiele neue Wege gehen und dadurch etwas innovatives ausprobieren.
Bei all den AAA Produktionen bin ich von dem ganzen Marketing einfach nur noch genervt. Bei Amazon lief zum Beispiel gestern noch ein riesiges Banner, dass nicht nur den Countdown zum Release des neuen Call of Duty heruntergezählt hatte, sondern nun auch die Tage danach ("Advanced Warfare erhältlich seit 5 Tagen, 3 Stunden, 15 Minuten und 3 Sekunden!!!") noch anzeigte.
Da sieht man auch schön, wo die ganzen Gelder auch hinfließen, anstatt der Reihe mal endlich eine neue Engine zu spendieren.

Mir ist ein kleines Spiel (aber auch gern ein großes Spiel), das eine bestimmte Zielgruppe anspricht und dort auch das liefert, was man erwartet, deutlich lieber, als Jahr für Jahr ein Assassins Batman of Duty 5 Ultimate Evil Collection zu spielen, das versucht, es allen Spielern dieser Welt rechtzumachen und mich nur noch langweilt.

Taggerd 10 Kommunikator - 404 - 9. November 2014 - 16:21 #

Mich hat beim Spielen der Blackwell Adventures vor einigen Jahren doch einigermaßen überrascht, dass 'zeitgemäße Präsentation' für mich nahezu gar kein Faktor btw. Anreiz mehr ist. Das soll nicht bedeuten, dass ich grafisch tolle Spiele nicht zu schätzen weiß, viel mehr vermute ich, dass letztlich die zunehmende Diversifizierung im Spielemainstream (Comic Style, Cellshading, etc. )selbst dazu beigetragen hat, dass ich heute eine weitaus höhere Toleranz für optisch ungewöhnliche Titel habe. Abseits von der Präsentation sehe ich dann ehrlich gesagt keine so großen Unterschiede mehr. Klar, Indie Spiele sind oft kürzer, schwerer, im Narrativ ungewöhnlicher, spielerisch gewagter, aber leztlich steht auch hier nur der Spielspaß im Vordergrund. Ich weigere mich zu glauben, dass nicht auch ein AAA+ Titel Innovationen präsentieren kann, ebenso wenig wie ich glaube, dass Indie Spielen irgendwie zwangsläufig der Feinschliff abgehen muss.
Eine interesante Frage wäre für mich, ob die Indie-Welle der letzten Jahre ohne die zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets geht überhaupt möglich gewesen wäre.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7453 - 9. November 2014 - 16:24 #

[x] oftmals überschätzt, den meisten fehlt es dann doch an Qualität (-)

Die meisten Spielkonzepte der typischen Indie-Games sind zum Gähnen langweilig. Viele Indie-Titel sind auch nur bessere Casual-Games mit höherem Schwierigkeitsgrad. Ich bevorzuge dann doch eher gehaltvollere Spiele.

Gibt aber natürlich immer wieder einige interessante kleine Projekte. Und ohne "Indie-Games" hätten wir keine Perlen wie Trine, Divinity oder PoE.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 9. November 2014 - 16:35 #

Hm, ich will hier nicht so die ganze Zeit die Indie-Sparte verteidigen, aber was sind denn für dich "gehaltvolle" Spiele?

Und, naja, ich finde die meisten Titel, die ich spiele, sind keine "Casuas-Games mit höherem Schwierigkeitsgrad", das ist doch zu pauschal. Aber mit Blick auf das neuste Humble Bundle kann ich verstehen, woher der Eindruck kommt. Dort gibt es wirklich keine langfristigen Strategiespiele oder tiefgreifende RPGs.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7453 - 10. November 2014 - 13:58 #

Beispielsweise ein The Witcher 3, ein Dragon Age: Inquisition etc. Aber auch ein Assassin's Creed oder einen Shooter würde ich ggf. noch dazu zählen.

Es kommt meiner Meinung nach vor allem auf die Komplexität der Spielmechanik an. Klar kann ein simpler Sidescroller auch Spaß machen. Aber zumindest mich beschäftigt das vielleicht mal 15 Minuten, dann wars das. Ich bin auch keiner, der Spiele sofort am Stück durchackert, ich brauche oft Monate um ein Spiel durchzuspielen.

Für mich prinzipiell: Je komplexer die Spielmechaniken, desto besser!

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 10. November 2014 - 23:14 #

Es gibt halt auch superkomplexe Nischenstrategie-Titel im Indie-Bereich, wo du erstmal Wochen brauchst, um die grundlegenden Befehle zu verstehen ;).

Aber ich kann verstehen, was du meinst, die populären Indie-Titel sind ja oftmals eher kurzweilig und zugänglich und für die meisten ist es zu mühsam, sich durch den ganzen Murks zu wühlen. Sonst ist die Dominions-Reihe ganz spannend, allerdings weiß ich nicht, ob die Indie ist.

TheEdge 14 Komm-Experte - 2383 - 9. November 2014 - 16:35 #

Mir doch egal ob es ein indie spiel ist oder nicht. Hauptsachte es macht Spaß. Hollywood Games gibt es doch trotzdem noch genug mit seichtstory und nonstop ballern. Da ist so eine alternative doch ganz gut.
Mir kommts langsam so vor als ob die elitäre zockergemeinschaft vollkommen von mainstream kiddies und möchtegern gewaltproleten unterlaufen ist. Alles was nichts mit amerikanischen waffenfetischismus im Einklang ist wird nicht toleriert und in den dreck gezogen.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 9. November 2014 - 17:10 #

"ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Spiele-Landschaft (+)"

Ich finde Indie-Titel genauso wichtig wie AAA-Produktionen. Was mich immer ein wenig wundert bei solchen Diskussionen, dass wirklich immer nur die Extreme "Indie" und "AAA" betrachtet werden. Dass es dazwischen auch Unmengen an sehr guten Spielen (und natürlich auch sehr schlechten) gibt, scheint da kaum noch jemanden zu interessieren. Spiele wie "Remember me", "Nier", "Beyond Good & Evil", "Valkyria Chronicles" oder "Der Puppenspieler" möchte ich jedenfalls nicht in meiner Spielesammlung missen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 19:59 #

Diese strenge schwarz / weiß Einteilung finde ich auch suboptimal. Ist mir aber schon häufig aufgefallen, dass kleinere Titel als Triple A bezeichnet werden, bloß weil sie nicht wie ein Shareware- oder Browser- oder Casual- oder .. Spiel aussehen.

Ich denke, es gibt viele, die halten ein Lords of the Fallen für ein Triple A Spiel, obwohl es mit 9,9 Millionen Euro Entwicklungskosten weit davon entfernt ist. Ist eher ein Single A Spiel ... ^^

Der Großteil des kommerziellen Spielemarktes besteht aber tatsächlich nun einmal aus normalen Spielen, Entwicklungskosten zwischen 10 und vielleicht 30 Millionen Euro. Darunter gibt es die Low Budget Spiele, an deren unteren Ende ich persönlich die Indies einsortiere, und darüber dann langsam irgendwann die AAA Produktionen.

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 9. November 2014 - 22:12 #

Mit Der Puppenspieler und Remember Me hast 2 Spiele aufgezählt die leider wenig Beachtung gefunden haben. Der Puppenspieler fand ich richtig gut. Die Kombination vom Art-Design, dem erzählerischen, Inszenierung, Humor...war einfach super gelungen.

Remember Me konnte mich ebenfalls überzeugem. Auch hier fand ich das Art-Design sehr gelungen. Nur beim Kampfsystem, da wurde ich nicht ganz warm damit - die Kombolänge wurde mir ab der 3. oder 4. Stufe dann doch zu lang, um diese Fehler- und Timing-frei auszuführen. Dafür war das zusammensetzen einzelner Kombo-Fähigkeiten ein durchaus netter Ansatz, und hatte davon je nach Situation davon Gebrauch gemacht.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 10. November 2014 - 8:18 #

Ja, "Der Puppenspieler" fand ich auch absolut gelungen. Alleine das Theater-Setting war einfach großartig (und spitze umgesetzt). Auch die Musik hat immer prima gepasst. Zusammen mit den von Dir aufgezählten Punkten war das einfach ein durchweg rundes Spiel.

Und "Remember me" hat mich vor allem durch Setting und Story begeistern können. Schwachpunkt war das Kampfsystem in Kombination mit Leveldesign (oft waren die Kampfschauplätze eigentlich zu eng für die Kämpfe) und der Kamera (die aufgrund des Leveldesigns meist ziemlich hektisch hin- und herfuhr).

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 9. November 2014 - 17:33 #

Ich bin so unheimlich glücklich, dass es Indie gibt. In letzter Zeit spiele ich sogar mehr Indiespiele als AAA & Co. Liegt natürlich auch an dem niedrigen Preis und dem tollen Preis/Leistungsverhältnis. Alleine in FTL, BOI und Spelunky habe ich zusammen locker über 400 Stunden versenkt.

Indiespiele verändern den Markt, es stehen keine Publisher dainter, die abwägen müssen, ob das Risiko eine große Investition wert ist, oder einfach nur denselben Brei wie im letzten Jahr, aber mit 20% mehr Explosionen verlangen.
Und gute Konzepte werden (hoffentlich) von Publishern aufgegriffen.

Der Indieboom ist mMn. das Beste, das der Spielebranche passieren konnte.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 20:04 #

Eigentlich gibt es keinen Indie-Boom. Solche kleinen Entwicklungen gab es immer. Durch Steam und Co. wurden diese nur kommerzialisiert. Früher wurden diese Titel alle für lau verteilt und von Hobbyisten gemacht, weswegen nur wenige bekannt wurden. Aber es gab immer Webseiten, die solche Hobbyspiele verteilt haben, oftmals für bestimmte Genres aber auch allgemeine Freeware Sammlungen. Jetzt hoffen halt viele dieser Hobbyisten davon zu leben. "Wozu umsonst verschenken, wenn ich mit Glück Millionär werden kann?"

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 9. November 2014 - 20:16 #

Viele Indiespiele sind aber keine Hobbyspiele, sondern die werden schon zum Geldverdienen produziert. Das merkt man teils auch an der Qualität, Banner Saga mit Motion Capturing, um mal ein Beispiel zu nennen.

Daher hast du zwar recht, dass Hobbyisten versuchen ihre Projekte zu kommerzialisieren (die arbeiten dann aber auch oft full-time dran, dann ist das kein Hobby mehr). Gleichzeitig steigen aber auch Profis bei den Großen aus und machen ihr Indie-Ding.

Weder das Eine, noch das Andere halte ich für mit den Hobbyprojekten der Vergangenheit 1:1 vergleichbar.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 21:49 #

Selbstredend. Wenn jemand etwas professionell also beruflich macht, dann kann man natürlich auch etwas höhere Qualität erwarten, sonst hebt er sich ja nicht von anderen, vielleicht kostenlosen Projekten ab.
Der Punkt ist halt, dass durch Steam und Co. kostenlose Freeware quasi ausgestorben ist. Eben weil viele Hobbyentwickler mit einmal Geld riechen. Und sicher sehen viele Angestellte die Chance, sich Selbstständig zu machen.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 2:06 #

Das stimmt, und das ist eine Entwicklung, die ich begrüße. Die Hobbyentwickler sind dann imho keine Hobbyentwickler mehr, wenn sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Häufig kosten die Projekte ja nur paar Euro, wenn man geduldig ist (Prison Architect, Ultimate General Gettysburgh usw.). Das sind häufig Titel, die es ohne Monetarisierung kaum gegeben hätte. Und gerade auch die "Hobbyprojekte" können durchaus ihr Geld wert sein (Ein-Mann-Projekt Banished). Ein Projekt dass mehr wird als Hobby bietet die Chance, dass das Ergebnis besser wird.

Mir fallen in den letzten mehr als 20 Jahren praktisch keine kostenlosen Spiele (Werbespiele außen vor) ein, die ich wirklich gespielt habe. Etwas anderes ist es mit Mods (die teils sogar eher mehr Arbeit machen als so manches Spiel --> Europa Barbarorum).

Mich würde jetzt tatsächlich interessieren, welche guten Freeware-Spiele es in den letzten Jahren gab, damit ich die auf meinen Pile of Shame packen kann.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 15:53 #

Im Bereich Freeware habe ich mehr Adventures oder RPG Maker Spiele gezockt.

Uneingeschränkt empfehlenswert sind sicher Nehrim (Standalone "Mod" zu Oblivion), Digital - A Love Story (Text-Adventure), Baphomets Fluch 2.5 und Zak MacKracken 2 - Between Time and Space, Downfall (P&C Horror-Adventure (war früher aber mal kostenpflichtig, also nicht richtige Freeware - und die Grafik ist wirklich der Horror aber die Story ist gut), diverse King's Quest und Space Quest Remakes. Die Streets of Rage bzw. Golden Axe Myth Fan-Remakes (Street-Brawler), oder eben, wenn man auf 16 Bit JRPGs steht, Titel wie Vampire's Dawn (RPG Maker).

Apropos, auch Titel wie Cave Story, Canabalt etc. sind ursprünglich auf dem PC kostenlos gewesen. Erst durch die Neuauflagen für Konsole kosteten sie dann mit einmal.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 11. November 2014 - 1:03 #

Vielen Dank!

Da sind ja tolle Tips dabei, an z.B. BF 2.5 und Zak MacKracken habe ich gar nicht gedacht. Aber ehrlich, 2.5 war doch irgendwie 10 Jahre in der Entwicklung. Über Early Access oder so wäre es 1 Jahr gewesen und die Entwickler hätten was (mehr als "nur" den Spaß) davon gehabt. In so einem Fall hätte ich das nicht kritisch gesehen.

Wenn kostenlose Spiele kostenpflichtig werden ist das natürlich saublöd!

Die Street-Brawler muss ich mir mal anschauen, habe ich früher geliebt. 16-bit RPG mag ich die Klassiker, von Vampire's Dawn hörte ich glaube ich mal.

Nehrim hatte ich irgendwie als Mod im Hinterkopf und würde es nur halb dazuzählen. Bei Skyrim gabs doch auch mal eine total conversion als "Bewerbungsmappe"?

Sind ja echt einige Spiele!

Vielen Dank!

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 11. November 2014 - 1:35 #

Da du ja Strategie magst, mal ein paar Titel:

Unknown Horizons
Widelands
FreeOrion
0 A.D.

FreeOrion war damals schon ganz gut, ich denke, das ist inzwischen richtig gut gereift. Die anderen Titel habe ich noch nicht gespielt, die wirken allerdings sehr, sehr spannend. (Und ich habe sonst auch noch eine lange Lesezeichen-Liste mit kostenlosen Spielen.)

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 11. November 2014 - 12:02 #

Sind der Liste hinzugefügt :-D Vielen Dank :)

Die Lesezeichenliste würde ich auch nehmen ;-D

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 11. November 2014 - 12:38 #

Bezüglich der Lesezeichen kannst du mich ja einfach nochmal konkret fragen, da häuft sich mit der Zeit immer so einiges an. Ich bin auch vorhin nochmal durchgegangen und ja, da sind auch noch mehr empfehlenswerte Titel drin.
Kann aber da auch keine Zahlen nennen. Es gibt aber inzwischen auch ganz gute Seiten für (nicht nur) kostenlose (Indie-)Spiele. Mangels freeindiegam.es, die ja nicht mehr weitermachen gibt es so einen Blog namens "Warp Door", da wirst du aber auch mit Infos überhäuft.

General_Kolenga 15 Kenner - 2856 - 10. November 2014 - 18:03 #

Habs jetzt erst gelesen, deshalb muss ich, sorry, jetzt erst widersprechen.
Natürlich gibt es einen Indieboom! Natürlich nicht in dem Sinne, dass es früher keine ähnlichen Entwicklungen gab. Aber es ist gleichzeitig auch nicht zu verleumden, dass Indiespiele heute einen vollkommen anderen Stellenwert in der Spielelandschaft haben als noch vor 10, ach, deutlich weniger Jahren.
Indiespiele erscheinen auf großen Konsolen, Indiespiele werden von großen Spielezeitschriften getestet und haben gerade online eine riesige Community- und Zielgruppe, Indiespiele werden von oft auch von Ex-Entwicklern entwickelt und manche Indiespiele verkaufen sich teilweise besser als so mancher "professioneller" Titel. Und Indiespiele sind heutze oft auch größer und umfangreicher, als das früher der Fall gewesen ist. Das sind alles neuere Entwicklungen, die es vor sagen wir 7 Jahren so nicht gegeben hat. Wäre damals wahrscheinlich nicht mal dekbar gewesen.

The Binding of Isaac ist ein schönes Beispiel dafür (um mal nicht Minecraft zu nennen, denn das kann ich als Beispiel für den Indieboom langsam nicht mehr hören, weil es ja wirklich ein Ausnahmephänomen ist).
Das fing an als kleines Flashgame, wie sie schon seit Ewigkeiten existieren. Dann wurde es plötzlich populär und erfolgreich und wurde weiterentwickelt und neu aufgelegt und seien wir mal ehrlich: So etwas wie BOI: Rebirth hätte es in der Flash Ära nicht gegeben. Plötzlich eines der meistgespielten PC Games für einige Tage (hab seit dem Release nicht mehr nachgeschaut, ist bestimmt immer noch darunter), wenn man der Steamstatistik glauben will.
So etwas würde es ohne den Indieboom überhaupt nicht geben

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 20:18 #

Also mit anderen Worten, Indie-Spiele sind die Casual-Games der "richtigen" Zocker ... ^^

MaverickM 17 Shapeshifter - 7453 - 11. November 2014 - 0:55 #

Genau!

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2376 - 9. November 2014 - 17:46 #

Hab für das vorletzte gestimmt. Liegt gemessen an der Masse der Indiespiele und meines Geschmack's. Gibt aber auch Indiespiele dir mir ziemlich gut gefallen haben. Super Stardust HD, flow, Journey, Resogun. Aber bei diesen stand ja auch ein großer Publisher und Geldgeber dahinter, worauf man auch Qualität erwarten kann. Aber sonst, bei den Indiespielen die ich auf PS3 und PS4 im PS+ Abo zu spielen bekam, empfand ich keines bisher besonders toll oder interessant. Für 2015 hab ich zumindest noch No Mans Sky auf dem Radar, was ich recht interessant finde.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32795 - 9. November 2014 - 17:52 #

Habe für "ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Spiele-Landschaft (+)" gestimmt, ohne Indies würde mir doch das Salz in der Suppe fehlen. ;)

Ditze 13 Koop-Gamer - 1254 - 9. November 2014 - 18:16 #

Es könnte mal ein neues gutes Indi-Spiel kommen. The Fate of Atlantis ist schon so lange her.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 9. November 2014 - 18:28 #

Indie != Indy != IndyCar ;)

McSpain 21 Motivator - 27019 - 9. November 2014 - 19:37 #

Oh. Coole Idee: Indie-Cart.

Ein Spiel wo man mit Phil Fish und Co. durch die Gegend fährt und mit bleistiftgezeichneten Schildkrötenpanzern aufeinander wirft.

ganga Community-Moderator - P - 15590 - 9. November 2014 - 18:46 #

Ich finde sie bereichern die Spiele-Landschaft, letztendlich haben sie bei mir aber kein Plus "nur" weil sie Indie sind

andreas1806 16 Übertalent - 4551 - 9. November 2014 - 18:57 #

Mir egal wo die Spiele herkommen, Hauptsache gute Unterhaltung wird geboten.

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 9. November 2014 - 18:57 #

Ich spiele seit Jahren größtenteils Indie, weil ich einfach dort mehr Kreativität sehe. AAA-Mainstream ist mir zu eingerostet und festgefahren. Ich weiß gar nicht, ob ich ohne Indie überhaupt noch spielen würde.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20301 - 9. November 2014 - 20:35 #

Ich halte Indie-Spiele innovativer als große Publisher-Produktionen. Dass sie deswegen wichtiger sind, glaube ich allerdings nicht. Jedoch sehe ich sie als guten Impulsgeber, welche Ideen im Medium Spiel noch stecken können. Beim Ergebnis fehlt mir meist doch das Polishing, die große Publisher hätten ermöglichen können. Zugegebenermaßen haben kantige Spiele auch ihren Charme, aber ab und an spiele ich dann doch gerne wieder einen vielleicht uninspirierten, aber hübschen und sauberen Aufguss eines bewährten Spielprinzips. Die Mischung macht es am Ende für mich.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 21:54 #

Das Problem mit der "Innovation" ist so eine Sache. Wenn ein kleines Spiel nur wenige Gamemechaniken hat, dann fällt es auf, wenn die Hauptmechanik anders ist als normal bei solchen Spielen. Wenn ein Spiel, und das ist bei großen "Triple A" Titeln nun einmal die Regel, extrem viele verschiedene Gamemechaniken besitzt, dann fällt es kaum auf, wenn mal eine (oder auch mehrere) völlig anders und neuartig ist / sind, weil sie in der Masse der anderen Mechaniken untergeht.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13346 - 9. November 2014 - 23:02 #

Die Gesamtzahl an neuen Ideen mag vielleicht bei einem AAA-Titel sogar noch höher als bei vielen Indie-Titeln sein.

Der Unterschied ist halt, dass sich die kleinen Titel oft über diese Innovationen definieren, weil auf diesen wenigen Mechnaniken das gesamte Gameplay aufbaut.

Ein AAA-Titel wie Call of Duty hingegen _darf_ gar nicht zu experimentell sein, denn es würde den Verkäufen wahrscheinlich eher schaden, wenn am bewährten Erfolgsrezept allzuviel geändert würde.

Von daher trifft es IMHO zu, dass Indie-Entwickler experimentierfreudiger sind, es sogar sein müssen, damit sich ihre Produkte aus der Masse abheben.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 15:54 #

Nur, mich persönlich können Spiele, die nur eine kleine Gamemechanik bieten, nicht lange fesseln. Das ist für mich nur ein kleiner Appetithappen für zwischendurch. Es fehlt mir da schlicht das Drumherum und die Abwechslung.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 13346 - 9. November 2014 - 21:56 #

Also, wenn ich mir überlege, welche Titel ich in den letzten Monaten gerne gespielt habe, dann sind da zahlenmäßig weniger AAA-Titel als kleine Produktionen dabei - allerdings weiß ich auch nicht, ob die Nicht-AAA-Titel dann als Indie bezeichnet werden können:

Diablo III (AAA)
Bioshock Infinite (AAA)
Rocksmith (AAA)
Lego Harry Potter (AAA)

Trials Evolution (?)
Contrast
Minecraft
Magicka
Torchlight
Path of Exile
Frozen Synapse
Terratech
VVVVVV

Die letztgenannten würde ich jetzt gefühlsmäßig als Indie deklarieren und ungern auf diese Art Spiele verzichten. 8-Bit-Pixelgrafik hat davon nur eines.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 9. November 2014 - 22:04 #

Ich mag Indy-Spiele, aber UFOs passen da einfach nicht rein. ^^

Der Begriff ist einfach sehr schwammig. Auch ein großes Entwicklerstudio kann unabhängig sein, sowie ein kleines Team abhängig von großen Publishern sein kann.

Mir haben in den Anfangstagen von iOS einige Indietitel wie beispielsweise Canabalt sehr gut gefallen, auf Konsole und PC bin ich mehr ein Fan von größeren Produktionen.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 9. November 2014 - 22:11 #

Ganz verallgemeinert gesprochen machen mir Indie-Spiele schon seit Jahren deutlich mehr Spaß als die großen Mainstream-Titel. Das heißt aber natürlich nicht, dass ich der Meinung wäre die meisten Indie-Titel wären bessere Spiele als die meisten AAA-Titel. Es ist nur einfach so, dass mir auch die hochgelobten, vielverkauften und ausgezeichneten AAA-Titel größtenteils schlicht zu langweilig sind, weil sie immer nur das Gleiche mit anderen Assets präsentieren und so leid es mir tut, vielfach auch einfach die Intelligenz der Spieler beleidigen. Mein Eindruck ist da der Gleiche wie bei den meisten Blockbustern im Kino und z.B. insbesondere bei Filmen von Michael Bay, viele Effekte, viel Geballer, wenig Hirn.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 9. November 2014 - 22:25 #

Bei mir ist es ziemlich andersrum. Ich bin allerdings starker Story-Spieler. Deswegen sind die meisten Indie-Spiele Titel, die ich gerne mal fünf Minuten zwischendurch zocke, inzwischen dann aber vorzugsweise auf Tablet. Auf dem PC oder der Konsole, da ziehe ich dann richtige bzw. die große Kost einfach vor. Soll heißen, die Indie-Spiele sind mir zu oberflächlich und nicht tiefgehend genug, um mich lange (am Stück) mit zu beschäftigen.

Von daher finde ich, trifft der Michael Bay Vergleich eher auf die Indie-Titel zu, nur dass denen natürlich auch noch das Eyecandy fehlt ...

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 2:11 #

Na da muss ich dir mal The Banner Saga wärmstens ans Herz legen. Oder auch Unrest (quasi Kurzgeschichten).

Noch nicht gespielt habe ich z.B. Brothers - A Tale of Two Sons und To the Moon --> auch Story-Spiele.

Das jetzt nur ganz fix aus dem Kopf. Du wirst im Indie-Bereich so einige (gute) Story-Spiele finden.

Ich würde jetzt mal so weit gehen zu sagen, dass The Banner Saga oder auch Unrest deutlich weniger oberflächlich sind als ein durchschnittliches AAA-Spiel. Und Eyecandy fehlt einem Spiel wie The Banner Saga auch nicht, kannst es also wagen ;-)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20709 - 10. November 2014 - 8:25 #

Und gerade die von Dir genannten zwei Story-Spiele haben wesentlich mehr Tiefgang in der Story, als es die meisten AAA-Titel je haben werden.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 8:58 #

So schaut es aus :)

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 9:07 #

Brothers - A Tale of Two Sons ist ein wundervolles Spiel :)

Allerdings muss man schon einschränken, dass es wohl mit dem, was spiritogre vermutlich(!) mit Story meint, wenig zu tun hat. Es ist eher eine bildgetriebene Erfahrung, in der die Geschichte im Kopf entsteht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 15:56 #

Ich sage ja nicht, dass es die gar nicht gibt. Banner Saga ist allerdings nicht so meins, To the Moon und Brothers habe ich noch auf meiner "wenn ich es irgendwo im Bundle mal wirklich günstig kriege" Liste. Interessieren tun sich mich aber als "must have" sah ich die alle nicht.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 16:21 #

Klar, das kann sein. Sowas (Story, Artdesign, Spielmechanik usw.) sind auch immer Geschmacksfrage. Wollte aber aufzeigen, dass es extrem storylastige Indies gibt, die mit vielen AAA-Titeln den Boden aufwischen (was den Inhalt/Anspruch der Story betrifft).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 16:53 #

Das ist natürlich klar. Es gibt in beiden "Lagern" Spiele mit guten Storys und einen Großteil mit schlechten. Deswegen bevorzuge ich da auch keine Fraktion, ich mag z.B. auch gerne Visual Novels und eben Point & Click Adventures, das sind ja auch zum Großteil heute Low Budget Produktionen.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 17:09 #

So schaut es aus :)

Nur wegen dieser Aussage:
"Ich bin allerdings starker Story-Spieler. Deswegen sind die meisten Indie-Spiele Titel, die ich gerne mal fünf Minuten zwischendurch zocke, inzwischen dann aber vorzugsweise auf Tablet."

Klang es so, es gäbe es nur so wenige Indie-Story-Spiele :) Auch wenn sie ja nicht absolut war.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 20:19 #

Jain, die meisten Indie-Spiele sind ja schon eher Geschicklichkeitsspiele ohne jede Art von Story. Adventures oder RPG Maker Games hingegen spiele ich gerne.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 20:47 #

Naja, relativ gesehen: Ja. Von xxxxxxx Indiespielen sind die meisten Spiele dieser Art. In absoluten Zahlen gibt es im Indie-Bereich aber mehr Story-Spiele als von den großen Studios. Mit Abstand :)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 21:20 #

Wenn du jedes IF (Interactive Fiction) Spiel der letzten 30 Jahre dazu zählst sicherlich. Aber das sind eben zum Großteil alles nur kleine Appetithappen, wo man die Story (oder mehrere) an einem Abend durch hat.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 11. November 2014 - 11:58 #

Hi :)

Ok, die würde ich jetzt nicht mitzählen :D Aber ich denke, wenn man allein die (halbwegs) größeren Spiele seit Beginn der Kickstarter-Ära zählt, nähern wir uns einem Gleichstand.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 10. November 2014 - 2:27 #

Das kann ich nun so gar nicht nachvollziehen, weil die Stories in den AAA-Titeln größtenteils dermaßen hanebüchen und voll mit Dialogen zum Fremdschämen sind, dass ich mir das einfach nicht lange geben kann. Selbst das in dem Bereich hochgelobte The Last Of Us tat mir besonders gegen Ende weh, obwohl das noch zu den Allerbesten aus dem AAA-Bereich gehört.

Die guten Indie-Titel in dem Bereich erzählen ihre Story natürlich nicht mit fetten Rendersequenzen und hochaufgelösten in Echtzeit gerenderten Nahansichten mit Motion-Capturing-Gesichtsanimationen synchron zur Sprachausgabe. Dafür erzählen sie aber mit Herz und Seele und das gefällt mir einfach unendlich viel besser.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 15:59 #

Herz und Seele reicht mir aber nicht, zu einer guten Geschichte gehört doch ein wenig mehr. Ich lese sehr viele Bücher, meine Ansprüche sind einfach ein wenig anders, die Storys der meisten Games, insbesondere im Indie-Bereich, ist leider in der Regel nicht so gut oder tiefgründig wie hier dargestellt, von gelegentlich schlechter Schreibe mal ganz abgesehen.
Die von AAA Titeln ist da oft einfach polierter und alleine durch die Länge tiefgründiger und vielseitiger. Wobei man anmerken muss, ich bin großer RPG Spieler. Dragon Age, Mass Effect, The Witcher ... selbst Fallout, Skyrim und Co. bieten einfach wesentlich mehr und tiefere Storys als 99 Prozent aller Indie-Games. Ich mochte z.B. Gone Home, aber das ist eben weder besonders tiefgründig noch ist es lang, es ist eher eine Kurzgeschichte und eben kein Roman.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 10. November 2014 - 16:19 #

Ich lese auch sehr viele Bücher und gerade deswegen finde ich die Stories in den meisten AAA-Titeln einfach furchtbar.

Bei The Witcher gehe ich mit, was die Qualität der Story angeht, oh Wunder, das basiert ja auch recht stark auf den Romanen, die im Übrigen super sind. Bei Dragon Age und Mass Effect wird's schon wieder hart, Fallout ist OK, Skyrim furchtbar (immer auf die Story bezogen). Und da du nur RPGs genannt hast und da auch schon nur die herausragendsten, wobei Gothic da neben The Witcher immer noch am besten ist (allerdings ja auch schon fast Indie), hast du eh schon die Story-"Perlen" der AAA-Titel herausgesucht, bei allen anderen Genres sieht es da noch viel viel schlimmer aus.

Was dein "in der Regel" in Bezug auf Indie-Spiele und Story soll, weiß ich nicht, wo doch jedem völlig klar ist, dass man natürlich nicht den Durchschnitt aller Indie-Spiele nehmen darf, weil da selbstverständlich jede Menge Schrott dabei ist. Natürlich muss man sich da auf die besten Spiele beschränken, was aber immer noch eine große absolute Anzahl bedeutet. Wenn du den Durchschnitt vergleichen willst, bitte, dann ist AAA in jeder Hinsicht immer besser, das halte ich aber für vollkommen irrelevant, weil man ja nicht den Durchschnitt spielt, sondern die besten Sachen.

Das gleiche gilt für dein "selbst Fallout, Skyrim und Co. bieten einfach wesentlich mehr und tiefere Storys als 99 Prozent aller Indie-Games." Welch ein Wunder. "Selbst" zwei der größten und bekanntesten und bestbewertsten RPG bieten mehr als 99% der Indie-Spiele. Wo ist da die Aussage? Die gilt ja in dem Fall selbst für AAA-Spiele oder schlicht und einfach alle Spiele, die es gibt.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 16:59 #

Ich ziehe eben die Spiele mit guter Story vor, egal ob Indie oder Triple AAA, das ist mir völlig egal. Die Geschmäcker sind verschieden und ich hatte mit z.B. Heavy Rain extrem viel Spaß und bin sicher, ohne es bisher gespielt zu haben aber von dem was ich bisher gesehen habe, dass mir auch ein The Last of us sehr gefallen würde.

Auf Storys mit Pseudo-Anspruch oder Pseudo-Intellektualität auf Hobby-Philosophen Niveau lege ich hingegen keinen Wert, das ist mir zu aufgesetzt und oberflächlich.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 10. November 2014 - 18:55 #

Ja, Heavy Rain ist als Story-Spiel großartig, gehört auch zu meinen Lieblingsspielen, aber dann zeigst du im letzten Satz wieder nur Verallgemeinerungen und Vorurteile, die du selbst vorhin noch jemand anderem vorgeworfen hattest. Als ob die guten Story-Indies alle "Pseudo-Anspruch oder Pseudo-Intellektualität auf Hobby-Philosophen Niveau" hätten. Einfach nur peinlich so eine Aussage und zeigt, dass du schlicht keine Ahnung von Indie-Spielen hast oder mindestens mal provozieren willst, was nun wirklich kein sinnvoller Gesprächsstil ist.

Was ich wirklich nicht verstehe, ist eben, wie jemand, der besonderen Wert auf gute Story legt, diese in den immergleichen Baukasten-Stories mit den immergleichen Versatzstücken, wie sie in den MEISTEN AAA-Titeln nun mal existieren, findet. Das passt doch nicht zusammen, oder wir haben einfach ein grundlegend anderes Verständnis von einer guten Story. Ich will halt nicht immer das gleiche in anderen Worten lesen bzw. vorgesetzt bekommen, auch wenn es handwerklich OK sein mag. Ich sehe zu sehr automatisch direkt die hundertfach bekannten und verwendeten Versatzstücke.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 20:40 #

Ich glaube, wir reden ein wenig aneinander vorbei. Ich werfe nicht alle Indie-Spiele in einen Topf. Es gibt durchaus einige mit guter Story, allerdings ist eben auch klar, die meisten Indie-Spiele haben gar keine Story, weil sie sich rein auf ihr Gameplay konzentrieren. Und Titel wie z.B. eben Gone Home sind nett aber eben nur Kurzgeschichten im Vergleich zu eben einem Heavy Rain.

Abseits der "üblichen Verdächtigen", die in diesem Strang schon genannt wurden, wie Vandal Hearts, To the Moon, Shadowrun und Co. bleiben ja quasi nur Point & Click Adventures oder eben weitere RPG Maker Spiele wie Vampire's Dawn, also 16 Bit RPGs. Die meisten bekannten und guten Indie-Spiele hingegen haben eben quasi überhaupt keine Story. Ich mag aber z.B. gerne 3D Action Adventures wie Darksiders, Tomb Raider oder Batman und 3D Rollenspiele. Und gerade da hast du ein extremes Vorurteil, die Storys von The Witcher, Dragon Age, Mass Effect oder die in Skyrim und Fallout 3 + New Vegas erzählten Mini-Geschichten sind fantastisch und fesseln für z.T. weit über 100 Stunden. Mir fällt kein einziges Indie-Game ein, das da mithalten kann, und damit meine ich nicht die Grafik.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 11. November 2014 - 2:05 #

Was The Witcher, Dragon Age, Mass Effect oder Skyrim und Fallout 3 + New Vegas angeht kann ich keine Vorurteile haben, da ich sie alle gespielt habe. Wie schon gesagt, The Witcher ist großartig, das liegt aber auch an der Romanvorlage und daran, dass CD Projekt Red sehr angenehm rücksichtslos erzählt. Dragon Age und Mass Effect wird schon schwieriger, das ist teilweise schon ziemlich generisch und furchtbar angepasst an den US-Standard-Geschmack. Skyrims Hauptstory ist nix, sorry, was nebenbei erzählt wird OK. Fallout 3 und New Vegas schwanken auch, ja da sind teilweise super Mini-Geschichten drin, die Atmosphäre wird fantastisch vermittelt. Aber nochmal: Du hast dir da jetzt auch die Besten der letzten 6 Jahre herausgesucht, das ist die Spitze. Dass die Spitze der AAA-Story-Titel gut sind, ist ja nun schlicht auch nichts Besonderes und darf niemals mit dem Durchschnitt der Indie-Spiele verglichen werden, sondern wenn überhaupt nur mit den besten Spielen des gleichen Zeitraums.

Geht man aber nur einen kleinen Schritt weiter runter zu den von dir genannten Action-Adventures, die haben nun wirklich keine gute Story. Um da noch ein Beispiel anzuschließen: Uncharted. Da schaffen manche Comics innerhalb von sagen wir 3 Bänden mehr Tiefgang. Das ist ja wenn überhaupt auf dem Niveau von dumpfen Hollywood-Actionkrachern wie z.B. Transformers. Und spätestens dann gibt es mehr als genug Indie-Titel, die ihre Geschichte besser erzählen bzw. eine bessere Geschichte erzählen. Und von den ganzen Shootern, die lange die AAA-Titel dominierten und immer noch sehr präsent sind, haben wir noch gar nicht angefangen. Da sind die Stories noch viel lächerlicher bis auf ganz wenige Ausnahmen.

Wenn du ein Indie-Game hören willst, das für mich von der Story her herausragt: The Walking Dead. Falls du das noch nicht gespielt haben solltest, umbedingt nachholen. Ebenso absolut fantastisch in der Hinsicht Brothers - A Tale of Two Sons. Ja, die sind kürzer als ein Heavy Rain, aber dafür kosteten sie auch entsprechend den Bruchteil und berühren ansonsten mindestens genauso sehr. Und ja, natürlich gehören auch viele Point-And-Click-Adventures ins Indie-Genre und auch da gibt es fantastische Geschichten wie z.B. in The Whispered World oder The Cat Lady.

Ich glaube aber, dass wir auch gar nicht soo weit auseinanderliegen in unserer Meinung, weil ich ja gar nicht bestreite (warum auch, ich liebe sie ja auch), dass es großartige AAA-Titel mit gut erzählter Geschichte (leider aber viel zu selten) gibt und du hast einige davon genannt. Ich bin vielleicht bloß etwas empfindlicher, was einfach das Generische in vielen Blockbustern angeht. Sobald es nur einen Hauch klischeehaft wird und mir den Eindruck vermittelt für den Standard-US-Geschmack angepasst worden zu sein und nur eine Winzigkeit die Intelligenz der Spieler beleidigt, bin ich meist schon genervt. Und das tun die Indies nicht.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 15. November 2014 - 1:05 #

The Walking Dead ist aber nun wirklich alles, bloß kein Indie! Das ist momentan eine der bekanntesten Franchises überhaupt.

"Sobald es nur einen Hauch klischeehaft wird und mir den Eindruck vermittelt für den Standard-US-Geschmack angepasst worden zu sein und nur eine Winzigkeit die Intelligenz der Spieler beleidigt, bin ich meist schon genervt. Und das tun die Indies nicht."

Das können Indies ja auch schon deswegen nicht, weil sie technisch nicht mit großen Produktionen mithalten können. Das viel gedisste Uncharted z.B. mag inhaltlich dämlich sein, macht mir aber z.B. dennoch einfach Spaß, weil es eben "Style" hat, egal ob "Substance" fehlt.
Und das Indies grundsätzlich (storytechnisch) nicht schlecht sein können, das halte ich für extrem gewagt. Da gibt es meiner Ansicht nach wesentlich mehr Quark als im AAA Segment, wo die sich das gar nicht erlauben können.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 16:27 #

Mit dem Lesen wäre vllt. Shadowrun was für dich ;) Zumindest das Standalone-Addon.

In dem (wie ja gesagt) auf einem Roman basierenden Witcher ist die Story wirklich super.

Aber die Bioware Rollenspiele?????
http://infographicality.com/prelucrate/Electronic%20Games/BioWare%20Cliche%20Chart%20www.infographicality.com.jpg

Die Story in Skyrim ist doch leider auch ein Witz und ganz schnell vorbei. Dafür gibt es da tatsächlich viele kleine, tolle Geschichten. Ich denke da z.B. an die Dark Brotherhood (?) Questline, wo man bevor es richtig losgeht schonmal dem Spinner begegnet, der die Tote rumfährt ;)

Fallout (welcher Teil?) kommt drauf an, Fallout 3 ist auch wieder eher eine Ansammlung vieler Geschichten (wie Skyrim), mit ok Hauptquest, die irgendwie Nebensache ist.

Tatsächlich bieten sie aber wirklich viel mehr als 99% der Indiegames, da gibt es halt auch gefühlt zehntausende und nicht eine überschaubare, vielleicht zweistellige Zahl im Jahr :)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 17:15 #

Shadowrun habe ich auch noch auf meiner Liste. Der Doppelpack war mir bisher nur noch ein wenig zu teuer. Ich bin nicht so der Strategie-Spieler, da quäle ich mich eher immer gelangweilt durch, um die Story zu genießen.

Dass die Bethesda Open World RPGs, Elder Scrolls, Fallout, keine spektakuläre Hintergrundstory haben ist glaube ich bekannt. Aber es ist eben das Gesamtpaket, die zahllosen Quests und kleinen Geschichten die dort erzählt werden sind oft sehr spannend.

Klar, den Bioware Standard-Story-Chart kenne ich auch schon, macht aber nichts, es kommt ja darauf an, wie diese erzählt werden und das ist eben schon stark. Dragon Age habe ich z.B. damals richtiggehend durchgesuchtet, weil es mich so gefesselt hat. Das passiert mir nur sehr selten in Spielen. (Auch hier übrigens, das Kampfsystem ist nicht so meins sondern eher Mittel zum Zweck).

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 17:22 #

In Sales kriegt man die immer mal ganz günstig, da schlug ich zu :) Kann zur Story selbst noch nicht viel sagen.

Die Bethesda-Spiele haben dann allerdings eben KEINE gute Story, sondern eher viele schöne, kleine Geschichten.

Bioware = Durchsuchtspiele, da stimme ich dir zu :) Allerdings ist die Frage, wie man eine Story bewertet. Für mich ist das erstmal der Inhalt. Die Präsentation ist (gerade bei ME) sicher super. Das macht die Story selbst imho nicht besser (aber den Spielgenuss). The Banner Saga (deutlich unspektakulärer) habe ich hingegen WEGEN der Story durchgesuchtet. Das ging mir bei Dragon Age gar nicht so, bei ME hingegen schon ansatzweise (mit vielen Längen..............).

Das Kampfsystem finde ich weder in DA noch in ME gut :-D (in KOTOR war es gut).

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32795 - 10. November 2014 - 17:55 #

Die Durchsucht-Zeiten bei Bioware sind für mich vorbei. Das war früher durchaus so, aber die letzten Spiele waren vom Spiel her unterdurchschnittlich (mich langweilen Gears of War artige Deckungsshooter) und an der Bioware Standard Story habe ich mich mehr als satt gespielt.

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 11. November 2014 - 11:57 #

Ich schließe mich in gewisser Weise an. Durchgesuchtet habe ich zuletzt ME 2. DA 2 habe ich nur mal angespielt (mehhh) und ME 3 wartet noch auf mich.

Abgeturnt hat mich tatsächlich neben den langweilenden Plots das Kampfsystem. DA:O war auf höchstem SG auf der Konsole (!) nicht sinnvoll spielbar (habe ich aber trotzdem). ME wurde immer Deckungsshootiger und kommt leider nicht an das geniale System von KOTOR heran (rundenbasiert).

Despair 16 Übertalent - 4437 - 10. November 2014 - 13:59 #

Eine Story mag zwar bei vielen AAA-Titel vorhanden sein, aber die dümpelt doch meist auf Hollywood-Blockbuster-Niveau dahin. Das kann einem gefallen, aber Tiefgang geht anders. Davon bieten storybasierte Indiespiele (genauso wie Independent-Filme) oft wesentlich mehr, manchmal aber auf etwas sperrige Weise, die nicht jedem schmeckt. Eine kryptische Erzählstruktur spaltet beispielsweise gerne die Gemüter: die einen rufen: "Arthouse! Kunst! Tiefgang!", andere schreien "Laaaangweilig!". Wieder andere empfinden genau umgekehrt. Ich picke mir aus beiden Lagern die für mich geeigneten Rosinen raus und gut ist. ;)

Für mich bedeutet Independent ganz einfach: nicht am Mainstream orientiert. Es geht den Machern (ob Profis oder nicht spielt keine Rolle) in erster Linie um die Umsetzung ihrer Visionen, nicht um den Profit. Es werden keine Kompromisse zugunsten der Gewinnerwartung eingegangen. Ob und in welchem Umfang das doch der Fall ist, kann sich im Stillen nur jeder Indie-Musiker, Indie-Filmemacher oder Indie-Spieldesigner selbst eingestehen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 16:01 #

Typische Vorurteile gegen AAA und für Indie, sorry, das stimmt einfach nicht!

Weder bei der Story noch was die Entwicklung angeht. Da ist mir viel zu viel romantische Verklärung in deiner Aussage.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 10. November 2014 - 16:20 #

Von wegen Vorurteile gegen AAA, was er da sagt, trifft doch vollkommen zu, die AAA-Titel der letzten fünf Jahre, die von der Story her nicht auf Hollywood-Blockbuster-Niveau oder noch darunter anzusiedeln sind, kannst du locker an zwei Händen abzählen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 17:22 #

Kann ich ja nichts dafür, wenn ihr professionell und gut erzählte Geschichten immer als 08 / 15 Mainstream abstempelt in dem Irrglauben, irgendwelches Hobbygeschreibsel ist hochwertiger oder bietet gar neue Ideen ... ^^

Sorry, aber ich brauche halt ein gewisses Qualitätsniveau, ich habe einfach schon zu viel gelesen und gesehen. Ich kenne eh jede Story und jedes Ende, wichtig ist, dass mich die Erzählung auf dem Weg zum Finale unterwegs gut unterhält.

Despair 16 Übertalent - 4437 - 10. November 2014 - 18:04 #

Was bringt mir eine "professionell und gut" (da setzt jeder andere Prioritäten btw) erzählte Geschichte, wenn der Inhalt den Originalitätsfaktor eines Helene Fischer-Schlagers hat? Oder wenn die Story in Pathos und Kitsch ertrinkt, weil ein Bad End den Mainstreamgucker vergrätzen und er seinen Kumpels vom Kinobesuch abraten könnte? Ich sage nicht, dass jeder Blockbuster so daherkommt - aber viele tun es. Genausowenig ist im Indiebereich alles Gold was glänzt. Aber dort findest du viele Geschichten, die nicht aus Finanzgründen glattpoliert und komplett vorhersehbar sind. Ich bezweifle stark, dass du wirklich JEDE Geschichte kennst... ;)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 10. November 2014 - 21:17 #

Mir kommt es eben auch auf guten Stil an. Ich schließe weder Indie noch AAA Produktionen aus. Aber ich verweigere mich das eine Lager gut und das andere als schlecht hinzustellen.

Auch eine triviale Geschichte kann spannend sein, während es der intelligentesten Story nicht hilft, wenn der Schreiberling das auf dem Niveau der meisten z.B. Fanfiction macht, einfach weil er es stilistisch und schreibtechnisch nicht besser drauf hat.

Despair 16 Übertalent - 4437 - 10. November 2014 - 23:07 #

Dann sind wir uns im Grunde ja einig, auch wenn's vielleicht anders wirkt. :D

Das mit dem guten Stil ist halt wieder 'ne Geschmacksfrage. Auch Style over Substance muss nicht automatisch etwas Schlechtes bedeuten. Es ist nur immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen der Leute ausfallen. Beispiel Film: In Zack Snyders "Watchmen" entdecken viele Leute eine gar philosophische Tiefe, während ich ein zähes, technisch aufgeblasenes Nichts wahrnehme, das sich nicht zwischen Drama und Parodie entscheiden kann und mich auch von der Bildästhetik her nicht anspricht. Im Gegenzug haut mich aber ein "Amer" stilistisch komplett aus den Schuhen - trotz quasi nicht existenter Geschichte. So ist das eben mit dem Geschmack...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 15. November 2014 - 0:57 #

Amer kenne ich leider nicht, von Watchmen war ich aber auch mehr als enttäuscht, insbesondere, nachdem Film und Comic "überall" immer so gelobt wurden.

Despair 16 Übertalent - 4437 - 10. November 2014 - 17:49 #

Wieso Vorurteile? Ich spiele Spiele aus beiden Welten, und in der letzten Zeit haben die Indies in Sachen Storytelling oftmals die Nase vorn. Ein "The Cat Lady" beispielsweise geht einfach tiefer als ein "Mass Effect" und kann auch ohne Bombastpräsentation mitreißen. "Mass Effect" punktet bei mir durch audiovisuelle Darstellung und (mit Abstrichen) Gameplay. Das Universum ist dagegen Standard-SciFi-Kost und die Geschichte schon tausendmal ähnlich erzählt worden. "Skyrim" ist dieselbe Soße im Fantasy-Gewand. Das soll nicht heißen, dass ich an beiden letztgenannten Titeln keinen Spaß hätte, ganz im Gegenteil. Aber storytechnisch setzen sie wahrlich keine Maßstäbe.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 9. November 2014 - 22:56 #

Aber im Kino haben auch Filme, die kein Action/Lovestory-Popcornkino sind, recht hohe Production Values. Während Indiespiele eher auf dem Niveau von "Das kleine Fernsehspiel" und nicht von "Boyhood" oder "Pan's Labyrinth" sind. Hat beides seine Berechtigung, aber die intelligenten AA-Spiele fehlen ein wenig.

Noodles 21 Motivator - P - 30219 - 9. November 2014 - 23:33 #

Für mich sind Indie-Spiele eine Bereicherung des Spielemarktes. Klar gibt es viel Müll im Indie-Bereich, aber halt auch so einige Perlen. Aber das Wichtigste ist sowieso, dass ein Spiel Spaß macht, dann ist mir auch egal, ob AAA oder Indie.

Peter W (unregistriert) 10. November 2014 - 10:35 #

Ich spiele fast ausschließlich "Indie".
Weil mir die Call of Dutys dieser Welt nichts mehr geben und mich die meisten großen Titeln langweilen. Warum soll ich Monster verkloppen? Warum Gegner umballern? Allein schon die Begründungen sind meist unglaubwürdig und für mich muss es in gewisser Weise plausibel sein - nicht realistisch aber plausibel. Dann lieber etwas für den Kopf (Kentucky Route Zero) oder das Herz (To The Moon) oder beides (The Novelist). Ich bin dankbar das es inzwischen solche Spiele gibt. Gerne auch mit Kampf wie bei der Banner Saga oder Wasteland 2.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 10. November 2014 - 11:40 #

Aha, die Mehrheit ist meiner Meinung. :-)

Calmon 13 Koop-Gamer - 1217 - 10. November 2014 - 12:51 #

Falsch! Die Mehrheit hat sich MEINER Meinung angeschlossen! :)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 10. November 2014 - 11:42 #

nächste sonntagsfrage: wie definiert ihr indie?

Toxe 21 Motivator - P - 26116 - 10. November 2014 - 11:46 #

Hehe ja, das dachte ich mir auch. Bevor man über Indie redet, sollte man vielleicht mal definieren, was man darunter versteht. Würde mich mal interessieren, wie da die Meinungen auseinandergehen.

Allerdings sollten bei so einer Umfrage die Auswahloptionen gut definiert sein.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 10. November 2014 - 14:48 #

"Allerdings sollten bei so einer Umfrage die Auswahloptionen gut definiert sein."
Damit scheidet die Sonntagsumfrage als Ort, um das zu klären, aus :p

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 10. November 2014 - 12:54 #

Hierhin bitte, samt Antworten ;):

http://www.gamersglobal.de/forum/80017/gg-umfragen-eure-vorschlaege-fragen-antworten

Maik 20 Gold-Gamer - - 21510 - 10. November 2014 - 12:56 #

Indie sind überschätzt. Für eine Handvoll brauchbare Titel gibt es einen großen miesen Bodensatz.

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 10. November 2014 - 13:02 #

Theodore Sturgeon: "90% von allem ist Mist."

almay 10 Kommunikator - 426 - 10. November 2014 - 13:48 #

Interessante Frage. Vor allem weil ich fast alle Antwortmöglichkeiten ankreuzen würde. Ja, die meisten Indie Titel sind Mist, dennoch ist es ein extrem wichtiges und innovatives Genre. Da es meist kleinere Titel sind spiele ich sie auch nicht so intensiv, am Ende des Tages kommt es aber wie immer einfach auf die Qualität an.

Mein letzter Kauf diesbezüglich war "Guacamelee!" welches für einen Indie Titel ungewöhnlich groß und ausgefeilt war und mir viel Freude bereitet hat. Eine tolle Mischung aus "Metroid" und "Double Dragon". Mein wahrscheinlich bestes Indie-Erlebniss hatte ich mit "Gemini Rue" (ebenfalls ein relativ großes Spiel) und dementsprechend haben mir dann auch "Machinarium" und "Swords&Sworcery" sehr gut gefallen.

Ansonsten steht 'Indie' für mich aber eher für kleine Spielchen mit viel Spielwitz. So ist beispielsweise "Capsule" ein survival Spiel welches mich immer wieder reizt, oder man denke an tolle iOS Spiele wie "Super Hexagon".

Insofern ist 'Indie' auch ein weites Feld. Einerseits beschert es uns Spiele wie "Amnesia", die eigentlich schon fast AAA Status haben, auf der anderen Seite sind Retro-Arcade Titel oder Erlebnis-Titel wie z.B. "Dear Esther".

Warwick 17 Shapeshifter - 6391 - 10. November 2014 - 15:54 #

Also ich mag Indy-Spiele ;-). Edit: mist, da war Ditze schneller :-(

Berthold 15 Kenner - - 2829 - 10. November 2014 - 16:15 #

Richtig! :-) Ich musste bei Ditzes Joke echt schmunzeln....

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86537 - 10. November 2014 - 17:33 #

Gut zu wissen!

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47999 - 10. November 2014 - 18:56 #

Grüße an die anderen 19 Indie-Spieler!

Vampiro 21 Motivator - P - 30538 - 10. November 2014 - 19:28 #

Huhu :)

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 11. November 2014 - 0:56 #

Ich finds ja lustig, wie viele "Wenn ich damit nichts anfangen kann, ist es überflüssig; scheiß doch auf den Rest der Welt!"-Kommentare hier gibt. Angefangen gleich mit dem allerersten. Solche Fragen sind ja immer gut für Charakterstudien...

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 11. November 2014 - 22:33 #

Was ist ein Indie-Spiel? Das fragen
so manche Spieler an miesen Tagen
Wenn von COD sie mit viel Groll,
ganz ungeschminkt die Nase voll

und A.C. am besten wird genossen,
hat man zuvor sein Hirn erschossen.
Da fragen sie dann, ganz subtil:
Was ist denn nun ein Indie-Spiel?!

Schnell melden sich die Ludologen,
von AAA's so derb betrogen!
Und behaupten steif und fest:
Indies are games' very best!

Schon sie sezieren und entgraeten
mit extrinsischen Intrinsitaeten
die Spiele mit der Wissenschaft,
bis nur noch eine Luecke klafft.

Da melden sich die AA-Zocker,
"Nur Grafik haut dich noch vom Hocker!
Und Indies sind - so man nicht blind! -
ein grafisches Stiefwaisenkind!"

"Ach was!", die FPSler bruellen,
"Ihr wollt ja nur den Fakt verhuellen,
dass bei 30 Bildern pro Sekund',
man leidet unter Netzhautschwund!"

Derweil die "PC-Herrenrasse",
schweigt, denkend, vor der grossen Masse:
"Wir Boesen werden immer siegen,
wenn die sich an die Koepfe kriegen!"

;P

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 11. November 2014 - 23:38 #

Nice :)

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 12. November 2014 - 10:29 #

Sitzt du nicht eigentlich noch im Büro?^^

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 12. November 2014 - 20:21 #

Jaja, zu Hause haette ich fuer so'n Schmarrn keine Zeit. :)

immerwütend 21 Motivator - P - 28959 - 13. November 2014 - 12:18 #

Das ist einsichtig. ;-)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9934 - 12. November 2014 - 13:01 #

große klasse ;)

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