John Riccitiello: Ex-EA-Chef wird CEO bei Unity

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23. Oktober 2014 - 17:33 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

John Riccitiello, ehemaliger CEO von Electronic Arts, wird neuer CEO bei Unity Technologies, dem Entwickler der gleichnamigen Spiele-Engine. Er übernimmt damit den Posten des zurückgetretenen David Helgason, der ab sofort das Amt des Executive Vice President bei Unity übernimmt und für die Bereiche Strategie und Kommunikation zuständig ist. Helgason äußert sich dazu wie folgt:

Ich bin sehr stolz auf alles, was Unity in der letzten Dekade erreicht hat, aber nun ist es an der Zeit, in die Zukunft zu schauen. Unsere Mission ist wichtig, daher bin ich sehr glücklich, dass John zugestimmt hat, uns seine formidable Erfahrung als CEO von Unity zur Verfügung zu stellen.

Auch Riccitiello, der bereits seit November 2013 im Board of Directors bei Unity sitzt, zeigt sich erfreut:

Unity ist mehr als nur eine tolle Engine oder ein Bündel von Services. Unity ist eine fantastische Gemeinschaft von Entwicklern, von denen viele dazu beitragen, die Art, wie wir über Game Design oder Produktionsprozesse denken, zu verändern. Unitys Mission – die Demokratisierung der Entwicklung – ist sehr wichtig, und ich bin glücklich, dabei helfen zu dürfen.

Besonders für Indie-Spiele stellt die Unity-Engine eine interessante Alternative zu eigens entwickelten Engines dar. Zu den bekanntesten Projekten zählen etwa die Kickstarter-Spiele Wasteland 2 (GG-Test: 8.5) und Pillars of Eternity (GG-Preview) oder zuletzt auch Dreamfall Chapters (GG-Test).

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86469 - 23. Oktober 2014 - 17:57 #

Gute Nachricht, denk ich.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11728 - 23. Oktober 2014 - 18:02 #

Ich frage mich immer wieder, wie jemand mit einer solch schlechten Reputation wieder einen Posten findet.

Roland 18 Doppel-Voter - 10797 - 23. Oktober 2014 - 18:52 #

So sicher wie das Amen in der Kirche. Als ob beispielsweise abgeschriebene Politiker jemals bei der Arbeitsagentur Schlange stehen, z. B. ein Hr. Rösler oder ein Hr. Pofalla. Andere Manager, ob von Pleitebanken wie Hr. Nonnenmacher und Co., unbeliebten Unternehmen oder aus ganz anderen Branchen reichen sich stets die Klinke in die Hand. Die Kunst ist es, in diese Kreise einmal hineinzukommen. Danach ist es egal ob du ein Karl Bierflasche oder ein Wendler bist... dann hast du ausgesorgt (Zusatz: natürlich nur wenn du stets lächelst, Hände schüttelst, Gefälligkeiten erweist und weniger gesellschaftlich anerkannte Disziplinen wie Steuerbe... *räusper* Sparen, den Konsum berauschender Substanzen oder BungaBunga mit Minderjährigen meidest. Wobei es einen Virtuosen gibt, der letzteres auch toll verkaufen konnte und nun im Altenwohnheim ein wenig Dienst schiebt).

Ich hoffe deine Frage umfassend beantwortet zu haben :)

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 23. Oktober 2014 - 19:22 #

Oder vielleicht ist bei den Einstellungskriterien "Was Kleinkinder im Internet denken" kein Unterpunkt?

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11728 - 23. Oktober 2014 - 20:52 #

Ich beziehe mich hier nicht nur auf die News. Schaue dir die harten Fakten wie Eigenkapitalquote, Gewinnentwicklung und Umsatzentwicklung an. Seit er am Steuer sitzt, kam nichts Gutes zustande. Dazu kommt noch die öffentliche Meinung.
Schaue dir mal im Vergleichszeitraum die Entwicklung von ActivisionBlizzard an. Der "liebe" Bobby hat in der Gamergemeinde auch keine gute Stellung. Bei ihm handelt es sich meiner Meinung nach um den wesentlich besseren Wirtschaftskapitän!

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 24. Oktober 2014 - 7:09 #

Er hat eine Menge guter Namen im Lebenslauf und große Erfolge vorzuweisen. Und irgendwo in der "Gamergemeinde" ist ein Sack Reis umgefallen. Gute Argumente für eine Einstellung.

Ich zitier mal Wikipedia:
"He then worked in a variety of consumer product companies including The Clorox Company (Brand Manager), PepsiCo (Group Marketing Director), and Häagen-Dazs International (Managing Director). He accepted his first CEO position in 1993 when he became President and CEO of Wilson Sporting Goods. In 1996 he became President and CEO of Sara Lee Corporation's Sara Lee Bakery Worldwide."
"During his tenure, EA emerged as the world's largest maker of video games, with sales rising from about $673 million in 1997 to more than $3 billion in fiscal year 2004. Profit rose from $51.3 million in 1997 to $577 million in fiscal year 2004."
"Riccitiello and studio chief Don Mattrick also notably encouraged the company to get behind The Sims, developed by Will Wright, which later became one of the best-selling EA game series of all time."

Roland 18 Doppel-Voter - 10797 - 24. Oktober 2014 - 14:24 #

Stimmt. Steht da auch etwas von den Enttäuschungen unter seinem Kommando wie beispielsweise das neue The Sims 4 oder SimCity? Es ist keine Kunst, großartige Marken zu übernehmen - sie groß zu halten schon eher. Die Leute kaufen gerne die erste Gurke ein da sie hoffen das sie zumindest so gut wie ihr Vorgänger sei. Den Nachfolgerprodukten dürfte es schwieriger fallen - damit auch dem nachfolgenden Manager.

Große Marken zu übernehmen und groß zu halten lässt sich aus "Der Fürst" von Machiavelli Kapitel I - VI ableiten. Ein Königreich zu erben ist leicht, es zu halten schwieriger.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 24. Oktober 2014 - 15:11 #

Er hat ungefähr 1,5 Jahre bevor Sims 4 erschienen ist EA verlassen. Klar, da muss man ihm die fehlenden Pools ankreiden.

Und wieviel Spiele bringt EA im Jahr raus? 10? Und eins davon gefällt irgendwem nicht. Ja, das ist schon mies.

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 24. Oktober 2014 - 15:44 #

Eins gefällt nicht? Was war denn mit SimCity, wo die mit Onlinezwang geplante Dauerwerbeunterfütterung nur nicht geklappt hat, weil ohnehin niemand das Spiel tatsächlich spielen konnte. Und die zweimalige Auszeichnung als mieseste Firma der USA geht auch auf seine Kappe.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 24. Oktober 2014 - 18:09 #

Als Gegenargument gegen "Eins gefällt nicht" bringst du ein einziges Spiel? :)
Und niemand nimmt das Ergebnis einer Onlineumfrage, die jedes Kleinkind manipulieren kann, ernst.

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 24. Oktober 2014 - 18:48 #

Du machst dir das ja einfach. Eine absolute Katastrophe ist "ein einziges Spiel", und zwei (nicht eine) Jahresumfragen werden einfach beiseite geschoben.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 24. Oktober 2014 - 19:15 #

Du machst es dir ja einfach. Da gibt es unmittelbar beim Launch technische Probleme und schon ist es eine absolute Katastrophe.
Und Kritik an den lachhaften Ergebnissen einer Online-Abstimmung, wird einfach beiseite geschoben.

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 24. Oktober 2014 - 21:55 #

"Unmittelbar nach dem Start technische Probleme"? Das ist zu lächerlich, um so eine Aussage ernst zu nehmen. Aber bete du durch weiter deinen Managergott an und verschließ dich weiter der Realität, dann musst du auch solche Dinge wie das Spionageprogramm Origin nicht zur Kenntnis nehmen.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 25. Oktober 2014 - 11:48 #

"Spionageprogramm Origin"
Das ist zu lächerlich, um so eine Aussage ersnt zu nehmen.

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 25. Oktober 2014 - 12:38 #

In deiner Welt bestimmt.

burdy 14 Komm-Experte - 2688 - 25. Oktober 2014 - 13:14 #

Einigen wir uns darauf, dass ich mich weiter meiner Welt bleibe (der Realtität) und du in deiner (dem Fantasieland aus South Park).

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73387 - 25. Oktober 2014 - 13:30 #

Bitte sachlich bleiben, danke.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32751 - 25. Oktober 2014 - 13:31 #

Der Pressesprecher von EA hat gesprochen.
Ist ja immerso bei ihm das da alles gehuldigt und gelobt wird, egal wie es in der Wirklichkeit ist.
Und zum Glück sind wir beide nicht so vergesslich wie viele andere. Origin ist wirklich der bescheidenste Client der auf dem Markt ist. Mit Schrott bezeichnet, ist es eher noch eine Belobigung.

Roland 18 Doppel-Voter - 10797 - 25. Oktober 2014 - 13:48 #

Als ob Manager nur bis zum nächsten Tag denken und nicht weiter... Als Verantwortungsträger hört eben jene Verantwortung nicht bis zum Dienstende auf, sondern für alle mittel- bis langfristigen Ziele. Zudem gibt es da viel mehr Beispiele, wie 'immerwütend' auch ein weiteres auflistete. Ich werfe als weiteres Beispiel Dragon Age 2 ein, dessen Sparkurs-Recycling weder bei Presse noch Community gut ankam. "Nach mir die Sintflut" ist einer der überhaupt miserabelsten Führungsstile die es gibt.

Loco 17 Shapeshifter - 8088 - 23. Oktober 2014 - 19:34 #

Gutes Managment hat nichts mit dem Ruf zu tun. Gerade beim Thema Gaming meckern ja immer alle viel rum und packen ihre persönlichen Ansichten rein, ohne Zahlen und harte Fakten zu kennen. Der Manager ist letztendlich halt verantwortlich, was aber nicht heißt, dass er seinen Job schlecht macht, weil du irgendwelche reißerischen News gelesen hast und er dein Lieblingsspiel vernichtet hat.

volcatius (unregistriert) 24. Oktober 2014 - 13:41 #

Die harten Fakten (Gewinne/Verluste, Umsatzrendite, Aktienkurs zum Zeitpunkt des Einstiegs/Abgangs) sprechen nicht für ihn.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 23. Oktober 2014 - 18:32 #

Schlechte Entscheidung von Unity, kann nur bergab gehen mit ihm.

samm 12 Trollwächter - P - 965 - 24. Oktober 2014 - 22:06 #

Stimme zu. Der Mann ist ein aktiv qualitäts- und anspruchsvermindernder Wirtschaftsloser, der zu allem hin auch für schlechte Arbeitsbedingungen und geschlossene Studios steht. Keine Ahnung, was Unity da geritten hat - vielleicht haben sie nun, wo die UE4 und CryEngine absolut erschwinglich sind, das Wasser bis zum Hals, sodass sie keine Alternative zu einer "Sanier-Kur" sahen?

Mad Squ 11 Forenversteher - 660 - 23. Oktober 2014 - 20:58 #

Na, da bin ich ja mal gespannt, wie Mr. DLC die Entwicklung demokratisieren wird. KLingt für mich irgendwie so ein bisschen wie Mr. Bush Jr., der den Irak demokratisieren wollte. Na, hoffen wir mal auf das beste...

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13875 - 24. Oktober 2014 - 11:06 #

Schräger Vergleich...

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 24. Oktober 2014 - 14:49 #

Hinter dem Unity fehlt ein Media!

pauly19 14 Komm-Experte - 2495 - 25. Oktober 2014 - 17:33 #

Der Mann ist aber auch ein Erfolgsgarant.

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