Sonntagsfrage: An wen sollen sich unsere Tests richten?

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Christoph Vent 123675 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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19. Oktober 2014 - 9:00 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Ergebnis der Umfrage:

Die absolute Mehrheit von 52% der Befragten unterstützt den Status Quo (49% für "Genre-Interessierte", 3% "blende die Wertung aus"). Dennoch wünscht sich eine große Minderheit von 30% der Umfrageteilnehmer rein subjektive Tests: Wie sieht der Tester das Spiel X ganz persönlich? Das unterscheidet sich von unserer Art zu testen, nämlich im Test selbst möglichst objektiv über Spielmechanismen zu schreiben und sie im Vergleich zu ähnlichen Spielen einzuordnen, und nur in den Meinungskästen stark subjektiv zu argumentieren. Immerhin 11% wünschen sich eigene Noten für unterschiedliche Zielgruppen, und 5% wollen Hardcore-Noten, nach dem ungefähren Motto "Ist das Spiel zu hart/komplex, bist du zu weich". Das Gegenteil davon, nämlich an Gelegenheitsspielern orientierte Tests und Wertungen, wünschen sich nur 2%.

Hier unsere berühmten, in der Höhe changierenden Balken:

Wie bislang: an normale Genre-Interessierte                                                                                                                                                                                                         49%
 
Rein subjektiv: Wie sieht es der Tester ganz persönlich?                                                                                                                                                                                                         30%
 
Eigene Note für Casuals, allg. Interessierte & Hardcore-Fans                                                                                                                                                                                                         11%
 
Keine Rücksicht auf Verluste – nur für Hardcore-Fans testen!                                                                                                                                                                                                         5%
 
Nächste Frage – ich habe die Wertung eh ausgeblendet                                                                                                                                                                                                         3%
 
Für Gelegenheitsspieler werten – echte Spieler wissen eh Bescheid                                                                                                                                                                                                         2%
 

Ursprüngliche News:

Letzten Sonntag fragten wir euch, welches Wertungssystem ihr euch wünscht. Darauf aufbauend möchten wir in der heutigen Sonntagsfrage von euch wissen, an welche Zielgruppe sich Tests eurer Meinung nach richten sollen, insbesondere in der Bewertung.

Sollen sie – wie es GamersGlobal bei jedem Test versucht – eine Kaufberatung für Freunde des entsprechenden Genres darstellen, aber ohne dass explizit Untergenre-Fans oder Serien-Fans angesprochen werden? Oder sollen sie sich im Gegenteil explizit an Hardcore-Fans des jeweiligen Untergenres oder der Spieleserie richten? Vielleicht seid ihr ja sogar der Meinung, dass mehrere Wertungen für die einzelnen Zielgruppen her müssen? Oder dass der Redakteur nur aus ganz persönlicher Sicht werten soll, ohne Rücksicht auf andere Spiele im Genre? Vielleicht denkt ihr aber auch, die "echten" Spieler wissen eh Bescheid, und wir müssten uns mehr an Gelegenheitsspieler richten? Verratet es uns!

Die Sonntagsfrage ist bis Montagmorgen um 10 Uhr aktiv, kurz darauf stellen wir euch die Ergebnisse vor. In diesem Forenthread habt ihr die Möglichkeit, euren eigenen Vorschlag für eine Umfrage einzureichen.

An wen sollen sich unsere Testwertungen richten?

Wie bislang: an normale Genre-Interessierte
49% (480 Stimmen)
Keine Rücksicht auf Verluste – nur für Hardcore-Fans testen!
5% (49 Stimmen)
Für Gelegenheitsspieler werten – echte Spieler wissen eh Bescheid
2% (17 Stimmen)
Eigene Note für Casuals, allg. Interessierte & Hardcore-Fans
11% (103 Stimmen)
Rein subjektiv: Wie sieht es der Tester ganz persönlich?
30% (294 Stimmen)
Nächste Frage – ich habe die Wertung eh ausgeblendet
3% (32 Stimmen)
Gesamte Stimmenzahl: 975
Maverick 30 Pro-Gamer - - 166332 - 19. Oktober 2014 - 9:05 #

Habe mich für die erste Option entschieden, ist für mich immer noch der beste Kompromiss.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32635 - 19. Oktober 2014 - 9:08 #

Da fehlt eine Antwortmöglichkeit: Für mich. ;-)

Jürgen -ZG- 21 Motivator - 28196 - 19. Oktober 2014 - 21:01 #

Das war auch mein erster Gedanke, als ich die Frage gelesen habe :)

Gewählt habe ich Option 1, weil die zweite interessante Option (subjektive Meinung des Testers) meiner Meinung nach in einem Meinungskasten gut aufgehoben ist.

Chakoray 12 Trollwächter - P - 1187 - 19. Oktober 2014 - 9:17 #

Ich wäre für Wertungen die rein subjektiv sind. Viele werden mir jetzt wiedersprechen, aber rein objektiv kann man meiner Meinung nach gar nicht testen.
Das ist in etwa dasselbe mit Kino-Kritiken. Da weiss auch jeder das die eher die Meinung der Kritiker wiederspiegeln.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21485 - 19. Oktober 2014 - 10:00 #

Ich habe auch subjektive Sichtweise gewählt. Aber mich interessiert auch die Note nicht. Zumindest merke ich das nach dem Lesen eines Testes.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6556 - 19. Oktober 2014 - 10:12 #

Da muss ich widersprechen, durch die Testvergleiche mit anderen Seiten Seiten sieht man, dass da schon eine gewisse Korrelation vorhanden ist. Natürlich kann ein Test nicht 100% objektiv sein, aber er kann zumindest versuchen, in diese Richtung zu gehen. Eine rein subjektive Meinung halte ich für wenig hilfreich, denn dann muss man sich bei jedem Test genau mit dem Autor auseinander setzen und schauen, ob dieser einen ähnlichen Geschmack hat.

Svenc (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 9:06 #

Da gibt es aber noch ein anderes Phänomen, von dem gerade viele kleinere bis mittelgroße Onlinemags betroffen sind, die in der Mehrzahl Hobbygeschichten sind. Zuletzt erlebt beim "Fussball Manager", dem vorletzten Jahrgang der Reihe. Die GameStar, sicherlich einer der meinungsführenden Spielemedien in Deutschland, veröffentlichte erstmals in der Geschichte der Reihe einen deutlich kritischeren Test als gewohnt -- obwohl fast alle Kritikpunkte auch schon auf die Vorgänger zutrafen, tatsächlich erhielt das Spiel außschließlich in Deutschland flächendeckend diese Traumwertungen; und im Ausland verkniff sich auch jeder Redakteur die "Das ist Fußball!"-Traumwertungen, weil Transfers und Taktik kaum Einfluss auf den Ablauf der extrem eindimensionalen Spieltage hatten -- und, so möchte man meinen, es im Ausland noch ein paar Konkurrenzspiele gab, die zeigten, wie man das eigene Tun und das Ergebnis (=Spieltage) doch deutlich besser verknüpfte.

Auffällig war jedenfalls, dass auch in Deutschland nach dem GS-Bericht Magazine, mitunter der gleiche Autor (!), nicht nur die Argumente der GS fast 1:1 übernahm. Sondern ebenso einen Neustart empfahl wie der gute Heiko Klinge, obwohl es im Vorjahr noch hieß, das Spiel sei ein Vorzeigeprogramm und ein Fest für Fußballfans. Ich habe das lange verfolgt, praktisch jeden Bericht, auch weil ich als Managerspieler das Urteil gerade über die Spieltage, die Verknüpfung von Ursache mit Wirkung, in deutschen Berichten extrem befremdlich fand.

Noodles 21 Motivator - P - 30135 - 20. Oktober 2014 - 14:07 #

Die Kritik an dem letzten Fußball-Manager-Teil war doch gar nicht, dass es kein gutes Spiel ist, sondern dass es einfach ein 1:1-Aufguss des vorherigen Teils war, nur die Datenbank wurde aktualisiert und dafür wurde dann wieder Vollpreis verlangt.

Svenc (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 14:17 #

Ich meinte den FM 13, der letzte war ja der 14er. Da fings an mit der plötzlich lauter werdenden Kritik, und der GS-Test war erkennbar ein Eisbrecher und Meinungsführer für viele (nicht für alle). Wie schon oft wo gepostet, wer das Team nur mal defensiv einstellte, führte etliche deutschsprachigen Testaussagen ad absurdum -- und das lange vor dem FM 13. :-) Da gehören allerdings auch die etablierten Magazine mit rein. Aber hey, nobody is perfect.

Noodles 21 Motivator - P - 30135 - 20. Oktober 2014 - 14:23 #

Achso, ich hab irgendwie überlesen, dass du "vorletzter Jahrgang" geschrieben hast. ;)

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2014 - 10:12 #

Dass persönliche Vorlieben in eine Testnote mit rein"spielen", ist niemals auszuschließen (siehe B.Braun und Aliens:Isolation). Habe aber kein Problem damit, und wenn ich dem Tester zutraue, aufgrund von Erfahrung das Spiel von allen Seiten anzugehen, dann ist mir seine/ihre subjektive Meinung wichtiger als Metascore.

Und wenn dann noch solch ein grandioser Verriss wie bei X-Rebirth von Mick Schnelle kommt, bin ich mehr als zufrieden!

v3to (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 11:51 #

tbh sind persönliche vorlieben, welche sich im test wiederspiegeln, an sich die stärke von tests - solange die kritiker konsequent bleiben. gerade mick schnelle rechne ich das hoch an, dass er sich gerne an unbequemen dingen hochzieht und die auch klar äußert. man muss ja nicht seiner meinung sein...

rein von objektivität getriebenen tests sind eigentlich für sich alleine nichts wert. das hat so den beigeschmack von pflichtenheften. erst durch persönliche meinung am rande, als kommentar oder wie hier auch dsk kommt eigentlich die würze mit rein, mit der man die 'objektivität' überhaupt einordnen kann.

atemlos (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 11:37 #

Ich persönlich bin mittlerweile davon abgerückt, Kinokritiken als Vorbild zu nehmen. Tests von Videospielen haben mMn ganz klar den Zweck eine Kaufempfehlung auszusprechen, Kinokritiken eher weniger. Klar kann man sich auch dort ein Bild von einem Film machen, es geht aber weniger um sehen/nicht sehen als bei einem Spiel um kaufen/nicht kaufen.

Auch wenn ich mit dem jetzigen Bewertungssystem von Videospielen nicht wirklich zufrieden bin, wären rein subjektive Tests mMn wenig sinnvoll. Es geht für mich jedenfalls darum herauszufinden, ob mir ein Spiel Spaß machen könnte, dabei würde mir z.B. ein Verriss wie er bei Kinokritiken üblich ist wenig helfen.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 14:33 #

Es gibt keine objektiven Tests. Alle Tests sind rein subjektiv. Wer was anderes behauptet, lügt sich selbst in die Tasche und verzerrt die Wertung am falschen Ende, denn man kann sich nicht in etwas hineinversetzen, das man gar nicht selbst so empfindet. Dies würde auf einer reinen Annahme beruhen, wäre also ein Ratespielchen ohne Anhaltspunkt. Unterm Strich kann man einen Test gar nicht krasser versauen als beim Versuch, sich in eine angeblich objektive Blickrichtung hineinzuversetzen, denn auch diese vermeintlich objektive Sicht ist nur eine subjektive Wahrnehmung. Man verschiebt die Testkriterien damit auf doppelter Ebene, in der irrsinnigen Annahme, man könne den Geschmack von millionen von Individuen zusammenfassen --> totaler Blödsinn. Ist zudem hochgradig unprofessionell, so an die Sache heranzugehen, wie dir jeder gelernte Redakteur bestätigen wird.

Das wäre was anderes, wenn die Tests keine Wertung hätten, sondern eine reine Beschreibung wären. Bei einer Berichterstattung kann man alle Seiten heranziehen und den Leser selbst entscheiden lassen. Das ist aber eine ganz andere Art des Schreibens als bei einem Test.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4485 - 19. Oktober 2014 - 14:52 #

Naja, es ist aber schon ein sehr deutlicher Unterschied, ob jemand mit der Zielsetzung, einen objektiven Test zu schreiben, an die Sache herangeht oder direkt sehr subjektiv ist. Wem z.B. Atmosphäre über alles geht, der wird auf andere Aspekte wie Grafik weniger Wert legen. Die lassen sich aber durchaus objektiv beurteilen und damit berücksichtigen

100% Objektivität geht sicher nicht, aber vielleicht 90% oder 80%, keine Ahnung. Und das ist in den meisten Fällen ausreichend. Und dass das rein gar nicht geht, wie du behauptest - da bin ich ganz anderer Meinung.

Nach deinem - extremen - Standpunkt, müssten ja alle Spieletests ziemlich unterschiedlich sein, so unterschiedlich wie Menschen eben. Sind sie aber nicht, meistens sind alle Medien recht ähnlich unterwegs und die Wertungen der Käufer (Amazon, Metacritics, Foren) geht auch oft in die gleiche Richtung. Ab und an gibt es mal Ausnahmen wie z.B. den Alien Isolation Test hier, aber die sind selten.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 15:29 #

Da muss ich grundsätzlich widersprechen. Schau mal bitte auf Metacritics. Die Tests SIND so unterschiedlich, wie Menschen eben sind, genau so wie du es sagst. Sonst gäbe es doch keine Wertungsspannen zwischen 40 und 90%, wie sie viele Spiele zeigen. Und Geschmack ist ja nicht einmal der einzige Faktor. Da gehört ja auch Fanboy-Kultur dazu, Voreingenommenheit aus anderen Gründen, der blöde Tag an dem du mit dem falschen Bein aufgestanden bist usw usf....

Und meine Sicht ist nicht extrem, es ist ne Tatsache. Ein Test ist 100% subjektiv, denn alles was man in einen Test schreibt, stammt aus der eigenen Wahrnehmung. Da du deinen Geist nicht in die Augen von anderen versetzen oder dich deiner eigenen Sicht entledigen kannst, gibt es keine 70% objektiven Test, keine 40%igen und nicht einmal 5%. Jeder Schluss, von dem du denkst, ein anderer Mensch könnte so denken, ist eine Annahme aufgrund deiner subjektiv gesammelten Beobachtungen. Nur: Es ist egal, wie viel du beobachtest, du kannst weder alle Informationen erhaschen, noch kannst du sie wertungsfrei in deine Rechnung nehmen. Es geht hier schließlich nicht um Mathematik oder andere unumstößliche Wahrheiten. Somit ist der Versuch, objektiv zu denken, eine doppelt subjektive Täuschung.
Ergo: Ein Test mit Wertung ist immer 100% subjektiv.

Wollte man objektiv sein, dürfte man nur Fakten aufzählen, und selbst da droht durch die Abfolge der Recherche die Folgerung von Schlüssen. So von wegen an Stelle X kommen 16 Gegner auf einmal. Nur 16? oder sind 16 vielleicht zu viel und machen das Spiel "zu schwer".

Oder wie wär's damit
"Die Wiese ist grün" <--- objektiv
"Die Wiese ist saftig grün" <--- subjektiv

Schon das Beschreiben eines neutralen Zustands führt in die Subjektivität. Man kann Subjektivität nur mit viel Aufmerksamkeit umgehen, und bei einem Spiele-Test wäre es kontraproduktiv. Bereits der Versuch, Stil in den eigenen Text zu bringen, verschiebt jeden Ansatz von Objektivität. Das ist übrigens auch der Grund, warum man bei politischen Themen oft die Gesinnung des Autors herausfiltern kann (zumindest im Ansatz).

atemlos (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 17:12 #

Ja, da hast du recht. Jeder Test ist subjektiv. Aber mir geht es tatsächlich weniger um die genaue Definition des Begriffes, sondern wie Bruno Lawrie es richtig sagt, um die Zielsetzung eines Testes.
Und da besteht für mich nämlich ein erheblicher Unterschied. Schreibe ich tatsächlich nur darüber, wie mir das Spiel gefallen hat oder versuche ich einer möglichst großen Gruppe zu beschreiben, ob es ihnen auch gefallen könnte (mMn das, was wir mehr oder weniger im Moment auf GG haben und in de meißten anderen Medien haben), versuche ich also dem Leser die Kaufentscheidung zu erleichtern.
Wenn das nämlich nicht funktionieren würde, wären Tests, wie wir sie im Moment haben, ziemlich überflüssig. Jetzt mag der Eine oder Andere kommen und sagen: Aber das sind sie doch!", das sehe ich z.B. eben doch anders. In der Regel schaffen mMn die "nicht objektiven" Tests der Zeitschriften durchaus, ein Spiel so zu beschreiben, dass man (ich zumindest) sich ein gutes Bild machen kann, das dann auch oft mit dem eigenen übereinstimmt, wenn man es sich denn dann kauft.
Vielleicht sollte man sich erst einmal davon verabschieden, immer eine Zahl darunterzuklatschen. Dann würde man (damit meine ich nicht Dich) sich nämlich mehr mit dem Text auseinandersetzen und die Redakteure müssten ihren subjektiven Eindruck nicht in eine "pseudo-objektive" Gesamtnote quetschen.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 19. Oktober 2014 - 17:20 #

Wäre schön so ohne Note. Aber Manager und Experten wollen schnelle Zahlen und vergleichen ohne lange etwas zu lesen oder sich zu beschäftigen. Oder warum sonst beschäftigt sich selbst Politik und Wirtschaft nicht mehr mit Ländern und komplexen Themenfeldern sondern nur noch mit Wertungen von Ratingagenturen.

Es wäre schön wenn Inhalte wichtiger als Zahlenstempel wären, aber ich fürchte die Realität ist weit davon entfernt und es wird nur schlimmer. Metacritic macht es doch schon zwingend nötig das man sich mit Zahlen bewirft wie Affen mit ihrem....

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 18:09 #

Ich verstehe was du meinst, sehe die Lösung aber nur in umgekehrter Priorität. Der Autor darf eigentlich überhaupt nicht auf das "Publikum" eingehen, sofern er keine groben Recherche-Fehler macht (ist mir z.B. neulich bei DriveClub passiert, weil ich nicht geschnallt habe, dass man den Soundtrack erst einschalten muss) . Stattdessen sollte jeder Leser genau das aus der Meinung des Testers ziehen, was er in seinem Geschmack für deckungsgleich hält. Ein Rezensent in Spielemedien schreibt ja nicht nur einen Test, sondern hält ein gewisses Anspruchsniveau im Bezug auf seinen Spiele-Geschmack. Gerade deswegen empfinde ich die Tests von Herrn Luibl oder auch Herrn Langer als sehr aussagekräftig. Das hat weniger mit Personenkult zu tun als mit Lesegewohnheit. Um so wichtiger finde ich es, mehr als eine Rezension zu lesen, wenn man eine Kaufentscheidung trifft.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4485 - 19. Oktober 2014 - 17:51 #

Ich finde deinen Standpunkt weiterhin extrem. Wie gesagt, es ist ein Unterschied, ob ich mich der Zielsetzung, rein subjektiv zu werten oder mit der Zielsetzung objektiv zu sein, herangehe. Bei beiden wird nicht das gleiche Ergebnis herauskommen.

Was Metacritic & Co angeht, muss man ja den Großteil ansehen. Ausreißer gibt es immer. Meistens sind der Schnitt der Magazin- und Userwertungen auch in der Nähe der häufigsten Wertung. Dass es irgendwelche Hater gibt, die einem Spiel dann grundlose 0 Punkte geben, ist klar. Und dass es ab und an ein Spiel gibt, wo alles völlig aus dem Ruder läuft, weil es stark polarisiert, auch. Da bewerten die Leute aber ja ohnehin nicht das Spiel, sondern wollen was anderes bezwecken, das passt also nicht in eine Diskussion um objektive und subjektive Bewertungen hinein.

Einig werden wir uns da aber wohl eh nicht.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 18:12 #

Richtig, wenn du versuchst objektiv zu sein, bekommst du ein anderes Ergebnis. Dann wirst du all deine Eindrücke verfälschen, weil du der irrtümlichen Annahme unterliegst, den Geschmack anderer analysieren zu können. Darum ist ein pseudo-objektiver Test nichts wert, er ist ja eben nicht objektiv, egal wie viel Mühe sich der Autor gibt. Der Test besteht dann faktisch aus Kompromissen und Relativierungen, die jede klare Aussage verwässern. Denn wenn man einen Eindruck ein paar mal hin und her dreht, kann man letztendlich jede erdenkliche Meinung begründen.

Das liegt an der Natur der Sache. Du willst eine Empfehlung, und eine Empfehlung basiert immer auf einer Meinung. Eine Meinung besteht wiederum immer aus der Quintessenz vorab bewerterter Einzeleindrücke. All das basiert auf deiner Erfahrung und deinem Geschmack. Objektiv kann somit nur die blanke Spielbeschreibung sein, die dann aber wertungsfrei ist.

Im idealfall hast du einen objektiven Fließtext und ein subjektives Fazit. Wobei das in einer Spiele-Rezension nicht zwingend nötig ist, da man die meisten Fakten auch aus den Pressemeldungen der Hersteller fischen kann. Da blieben dann nur noch Ungereimtheiten wie Bugs übrig. Darum hat sich seit Jahren eine Zwischenform etabliert, in der man möglichst viele Dinge pur beschreibt, die Tendenz der Wertung jedoch vorabnimmt.

Außerdem finde ich es doch recht anmaßend, "Ausreißern" nachzusagen, sie seien Hater oder Fanboys. Schon hier meinst du, du wüsstest bescheid, wie andere denken. Aber das tust du nicht. Du entscheidest nach deinem Geschmack und gehst dann davon aus, dass der Geschmack anderer falsch sein muss. Ist aber ein Irrtum. Diese "Ausreißer" können das Spiel sehr wohl aus freien Stücken und ohne Voreingenommenheit besser bzw. schlechter finden als andere, und das ist völlig legitim.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4485 - 19. Oktober 2014 - 20:38 #

> Außerdem finde ich es doch recht anmaßend, "Ausreißern" nachzusagen,
> sie seien Hater oder Fanboys.

Das habe ich nicht. Und das ist auch gar nicht meine Meinung.

> Schon hier meinst du, du wüsstest bescheid, wie andere denken.
> Aber das tust du nicht. Du entscheidest nach deinem Geschmack
> und gehst dann davon aus, dass der Geschmack anderer falsch
> sein muss.

Sorry, aber da interpretierst du meine Aussagen völlig falsch. Über mich selbst rede ich ja gar nicht in meinem Posting und solche anmaßenden Ansichten habe ich auch nicht.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 21:00 #

Ich zitiere dich mal
------
Dass es irgendwelche Hater gibt, die einem Spiel dann grundlose 0 Punkte geben, ist klar. Und dass es ab und an ein Spiel gibt, wo alles völlig aus dem Ruder läuft, weil es stark polarisiert, auch. Da bewerten die Leute aber ja ohnehin nicht das Spiel, sondern wollen was anderes bezwecken, das passt also nicht in eine Diskussion um objektive und subjektive Bewertungen hinein.
----Zitat Ende

Siehe dein letzter Satz. Du gehst davon aus, dass jemand, der eine andere Meinung hat als die, die dir logisch erscheint, aus anderen Gründen "falsch" wertet. Und genau davon kannst du grundsätzlich erst einmal NICHT ausgehen. Völlig egal ob User oder beruflicher Rezensent.

thier (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 17:48 #

"Siehe dein letzter Satz. Du gehst davon aus, dass jemand, der eine andere Meinung hat als die, die dir logisch erscheint, aus anderen Gründen "falsch" wertet."

Logisch und "Geschmack" muss keineswegs dasselbe sein. So einfach ist das nicht. Und es ist wiederum nicht so schwierig zu schauen, inwiefern eine Begründung gerechtfertigt ist (in welchem Rahmen, oder überhaupt).

"Und genau davon kannst du grundsätzlich erst einmal NICHT ausgehen."

DAS ist eine geschmackliche Assage und von zweifelhafter Logik. Und wie üblich (siehe unten) nach ein zwei Schritten abgebrochen und gleich zugemauert...

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4485 - 22. Oktober 2014 - 21:28 #

Wie gesagt, du interpretierst viel zu viel hinein. Das was du im letzten Absatz schreibst, sehe ich überhaupt nicht so.

Ich meine solche Spiele wie z.B. Simcity. Das hatte viele Probleme beim Launch, hat dann aber noch lange nicht die schlechteste Wertung verdient. Viele Leute haben die aber vergeben, um den Entwickler zu bestrafen. Die meine ich auch gar nicht mit "Hater", die würde ich nicht mit zu Recht empörten Kunden in einen Topf werfen. Das unterstellst du mir nur.

Als Hater sehe ich mehr irgendeinen 4chan-Mob, der sich organisiert und gezielt Schaden anrichten will.

Bei solchen Spielen variiert die Wertung zwischen Magazin und User dann entsprechend sehr stark. Bei den meisten Spielen ist das aber eben nicht so.

thier (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 17:33 #

So ein großes Hexenwerk ist das gar nicht. Objektivität wird im Netz nur zwanghaft immer kleingeredet, und aus reiner Denkfaulheit wird nur ein oder zwei Schritte weit gedacht. Dabei wird meist nur angeführt, dass es ja zwei, drei Positionen, und damit der Fall für unlösbar erklärt. Und häufig wird auch gar nicht darüber nachgedacht, sondern es einfach als gängige Ansicht hingenommen, egal ob es passt oder nicht. Dabei wird ignoriert, dass mann dennoch unterschiedliche Behauptungen zu bewerten und richtig einzuordnen, und dass man dauernd irgendwo gefordert ist, die eigenen Empfindungen hinter einer sachlichen oder allgemeineren Betrachtung zurückzustellen, was auch häufig notwendig ist, um sich überhaupt auf etwas einzulassen. Selbst wenn man überhaupt kein eigenes Interesse an etwas hat (was sicher Realität für viele Tester ist), kann man häufig ungefähr einschätzen, was für eine Bewertung in einem Kontext fair sein könnte.

Der immer gleiche Refrain, der je nach Community unterschiedlich stark ausgeprägt ist (und teilweise auch deren Qualität bestimmt), ist dabei völlig unpraktisch, der Kommunikation eher hinderlich, und an sich völlig uninteressant und simplistisch (wir waren alle mal zwölf). Man fährt fast immer besser, wenn man sich einfach an die Themen und Aussagen hält.
Selbst unterschiedliche Sichtweisen müssen in Beziehung gebracht werden können und letztlich auf dem basieren, was in der Sache selbst zumindest angelegt ist. Dabei können Einzelheiten nicht beliebig gewichtet werden, und sozusagen alles rein "subjektiv" machen, sondern werden in ein größeres Gesamtbild eingeordnet. Dadurch können Einzelheiten nur eine eingeschränkte Gültigkeit beanspruchen, was sie schon mal von dem unterscheidet, was sie nicht sind (etwas maßlos überzubewerten oder als etwas anderes auslegen oder auch eine bescheidene Sache wie ein Spiel zu etwas Unverständlichem machen). Das heißt nicht, dass es nur ein Gesamtbild geben kann, was aber den Zweck eines bestimmten Tests nicht für ungültig (oder rein "subjektiv") erklären muss.

Es kann gar nicht darum gehen, alle möglichen "Facetten" oder Erfahrungen genau wiederzugeben, was überhaupt nur ein oberflächlicher, verwirrter Gedanke ist, der gar nicht dem Sinn einer Kritik entspricht, sondern das Spiel selbst möglichst getreu zu repräsentieren, in der Funktionalität, Motivation und dem Erfolg insgesamt für eine möglichst große Zielgruppe bewerten, mit Blick auf andere Bewertungen. Die Bewertungssysteme sind zwar kontextgebunden, weshalb man sie richtig lesen können muss, teilen aber viele Voraussetzungen mit anderen Testern und sogar Spielen, an denen man wiederum persönliches Interesse und andere kontextuelle Zugänge orientieren kann. Unterschiedliche Gesamtwertungen können auf mögliche objektive Probleme und Einschränkungen des Spiels verweisen, die je nach Begründung eine unterschiedliche Bewertung rechtfertigen können, ohne dass es scheinen muss, als wäre von völlig anderen Spielen und Interessengruppen die Rede. Insgesamt lässt sich selbst bei verschiedenen individuellen Erzählweisen eine große Überschneidung von Standpunkten feststellen.
Schließlich müssen die Entwickler selbst mit gewissen Zielen arbeiten und können nicht alles dem Zufall überlassen, was jedoch nicht heißt, dass die Ziele automatisch etwas Großartiges ergeben.

Die völlige Subektivität ist ein stark übertriebener Gedanke, der der Diskussion abträglich ist und nicht der Praxis entspricht. Insbesondere der damit verbundene Gedanke der Unvergleichbarkeit muss zugunsten einer Erklärbarkeit und einem praktischen, weniger simplistischen Diskurs abgeschwächt werden.

(Ich müsste das eigentlich noch viel mehr aufräumen, habe aber keine Lust mehr.)

thier (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 17:41 #

" dass man dennoch unterschiedliche Behauptungen zu bewerten und richtig einzuordnen "
dass man dennoch (in Wirklichkeit) weiterverfährt

thier (unregistriert) 21. Oktober 2014 - 18:21 #

Bei dem Gerede von Kontexten sollte man aber nicht vergessen, dass das Spiel selbst ein Kontext ("Text") darstellt, und dass Bewertungskontexte sich an Spielen allgemein orientieren. Der wichtigste Text ist immer noch das Spiel selbst. Bei den möglichen Gesamtbildern hätte ich klarer machen sollen, wie diese auch nicht beliebig sind. Ich glaube, es gibt bei normalen Spielen maximal zwei (Haupt-)Gesamtbilder: eine normale Allgemeinspielsicht, und eine spezialisierte, die mehr das berücksichtigt, was das Spiel individuell erreichen oder darstellen will. Das vermischt sich dann teilweise, pegelt sich aber jeweils ungefähr ein. (Diese können wiederum Teil von höheren Diskursen sein und Teilaspekte können rein analytisch erfasst werden.) Die spezialisierte Sicht kann durchaus wichtiger sein, was sich in allgemeinen Tests teilweise in den Fazits niederschlägt.

Ich glaube, ein Grund für die Ansicht völliger Subjektivität ist eine Überbewertung von dem, was man aus einem einzigen Spiel machen kann, und der Genauigkeit der Bewertung. Viele Teilaspekte und was sich nachträglich noch bei den Spielen entwickelt, ändern an der Gesamteinschätzung nichts Wesentliches, und wenn doch, dann ist es gar nicht so subjektiv. Das persönliche Interesse braucht aber von alledem nicht beeinflusst zu sein und kann auch repräsentativ funktionieren.

thier (unregistriert) 22. Oktober 2014 - 2:38 #

Das klingt zwar fast wie eine Glorifzierung des Status Quo und Objektivierung von Blockbustern als "besser" (oder Einschränkungen als "Fehler"), aber in Wirklichkeit unterscheide ich nur die verschiedenen Bedeutungen solcher Resultate und habe keine besonderen Erwartungen von Spielen oder ernste Anliegen zur Zeit (und finde dass die meistens nirgendwohin führen). Aber Spiele, die am ehesten was taugen, würde ich wahrscheinlich (meistens) nicht im besonders hohen Bereich sehen, der generisches Design bevorzugt und wo es nicht unbedingt auf besondere Zwischentöne ankommt. Dafür könnte man nach anderen Bewertungspraktiken Ausschau halten... Doch damit das sinnvoll ist, kann man auch nicht von vollkommener Subjektivität sprechen.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 23. Oktober 2014 - 4:22 #

So lang deine Ausführungen auch sind sie sind Quatsch mit Soße. Alles, was du dir zusammenreimst, was du abwägst und so weiter, ist subjektiv. Du lügst dir selbst lediglich etwas zusammen, um dein Gewissen zu beruhigen und dir selbst einzureden, du seist ja so objektiv. An Subjektivität ist bei Tests nichts auszusetzen. Auch hier bei GG hab ich noch nicht einen objektiven Test gelesen (wie denn auch, gibts halt nicht)

Von daher kannst du dich noch so sehr abmühen. Hat auch nichts mit der Praxis zu tun, was du da behauptest. Weiß ja nicht, wie viele Rezensionen du so in der Woche schreibst, aber viele können es angesichts dieser Aussage nicht sein, sonst verbringst du ja alleine Wochen mit dem Abwägen deiner Argumente, bis sie tatsähclich so weit objektiv sind, wie du sie dir wünschst. Schnell abhandeln an einem Tag wäre da nicht drin. Dumm nur, wenn man nach drei, vier Tagen Testzeit einen Abgebetermin hat.

Ist schon komisch, So viele Leute wollen Videospiele gerne als Kunst vertanden haben, gehen dann aber auf tests zu als ob es um Leistungsangaben ei einer Maschine ginge. Kunst lebt von der Kontroverse, von den Gegensätzen der Geschmäcker. Da würde auch keiner auf die Idee kommen, eine besondere Malerei nach der Zusammensetzung des Papiers zu bewerten.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 23. Oktober 2014 - 7:33 #

Hör doch bitte damit auf, andere Ansichten einfach mit einem "Ach, ihr belügt euch ja bloß selbst" hinwegfegen zu wollen. Das ist ein inhaltsloses Totschlagargument, das dein Gegenüber offenbar unglaubwürdig machen soll.

Ist ja schön, dass du deine Meinung hast, aber lass anderen doch einfach ihre. Oder diskutiere vernünftig.

"Schnell abhandeln an einem Tag wäre da nicht drin."
Wer das glaubt, belügt sich selbst. Du versuchst dir das einzureden, versperrst dir damit aber selbst die Sicht.
Siehst du, was ich meine?

"Ist schon komisch, So viele Leute wollen Videospiele gerne als Kunst vertanden haben, gehen dann aber auf tests zu als ob es um Leistungsangaben ei einer Maschine ginge."
Dieser Satz enthält gleich zwei große Irrtümer. Einmal, dass du irgendwie meinst, ableiten zu können, dass diejenigen, die Spiele als Kunst verstanden sehen wollen, gleichzeitig die sind, die einen möglichst objektiven Test erwarten. Und zweitens, dass du aus einem Widerspruch gegen die Aussage "Tests können nicht möglichst objektiv sein" ableitest, man würde subjektive Auseinandersetzung mit Spielen nicht wollen oder nicht zulassen. Nur: Im Zusammenhang mit Kunstkritik und der Videospielanalogie noch das Wort "Test" zu gebrauchen ist etwas, was du allein machst. Wenn jemand sich mit Spielen subjektiv auseinander setzen möchte, soll er das doch bitte tun und ich habe nichts dagegen, das dann zu lesen, aber ein "Test" ist das dann nicht.

So möge doch bitte einfach jeder das tun, was er für richtig hält und das lesen, was er besser findet. Ohne den jeweils anderen dauernd einreden zu wollen, totaal falsch zu liegen.

thier (unregistriert) 26. Oktober 2014 - 23:33 #

Vor allem habe ich erst zum Schluss, "Kunstkritik" (nicht unter diesem Namen) eingeführt, und noch dazu (wie die ganze Zeit vorher) die Kontexte unterschieden. Dabei geht es natürlich weniger um "Techniken" als Stil, Inhalte, Themen, Erfahrensweisen usw. Dabei grenze ich das gegen "völlige" Subjektivität einfach dahingehend ab, dass man diese verstehen muss, und dass mit einem "keine Lust" oder "lol was ist das denn" eben nichts darüber ausgesagt ist. Erfahrensweisen im Gameplay lassen sich aber in allen Spielen identifizieren. Die kann man so stehenlassen, und spaßig oder weniger spaßig bewerten, oder mehr "rein aus Spaß ausgerichtet" und weniger, und ähnliches.
Man kann aber auch anders darüber reden und sagen, "das hier ist zwar spaßiger, aber das andere hat etwas viel Kreativeres und Interessanteres". Dabei kommt niemand zu Schaden... Beharrlich darauf zu bestehen zu sagen, dass man etwas "soo toll" und "sooo toll" finden kann, und dass dies in keinem Test von "sehr spaßig" genau erfasst ist, stiftet nur Verwirrung, würde ich sagen, und keinerlei Verständnis (wie gesagt, nimmt es niemand weg). Aber ich muss zugeben, dass ich das begrifflich klarer hätte unterscheiden können.

thier (unregistriert) 26. Oktober 2014 - 23:38 #

"Interessanter, kreativer" nicht nur in "Kunstkritik", sondern allgemein Gameplay, Ideen usw. Nur dass das nicht wieder jemand zu eng auslegt.
Das alles halte ich aber nicht unbedingt für eine so große Sache, und man könnte sich einfach ein bisschen mehr argumentatives Verständnis und praktisches Verhalten wünschen (kann nicht schaden).

thier (unregistriert) 26. Oktober 2014 - 22:57 #

"Alles, was du dir zusammenreimst, was du abwägst und so weiter, ist subjektiv. Du lügst dir selbst lediglich etwas zusammen, um dein Gewissen zu beruhigen und dir selbst einzureden, du seist ja so objektiv."

Ein Fehler in deiner Denkweise zeigt sich darin, dass du alles rein persönlich auslegst, und glaubst, alles müsse persönlich gemeint sein. Das war aber nicht der Sinn meiner Ausführungen und das ist auch in der Wirklichkeit nicht so. Wenn du meinst, du wüsstest besser, was ich meine, machst du Behauptungen über "objektive Richtigkeit". Wenn ich diese jedoch berichtige, und sage, das habe ich entweder nicht gemeint, oder das ergibt gar keinen Sinn, habe ich das objektiv widerlegt. In jedem Fall handelt es sich nicht um "subjektiv" gemeinte Argumente: sie sollen objektiv sein, auch wenn sie subjektiv gefärbt sind. Und das können sie besser und schlechter. Dann kann man teilweise sagen: das war meine subjektive Empfindung, objektiv ist es aber einfach so.

Ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass man immer wieder im wirklichen Leben gefragt ist, nicht rein subjektiv zu urteilen, und dass es abgesehen von persönlichem "Gefallen", auch eine sachliche Betrachtungsweise einer Sache gibt, oder man sonst nirgends hinkäme.

Dabei gibt es viele Punkte im Design, die ganz objektiv etwas bewirken, irgendwie funktionieren. Das können Tests feststellen, und ist keine große Sache. Selbst Abweichungen müssen keine große Sache sein und können lediglich anzeigen, wie unterschiedlich etwas aufgenommen werden kann und so eine Zielgruppe bestimmen), aber es kann auch unterschiedlich gut begründet sein. Wie schwer es ins Gewicht fällt, lässt sich nicht leicht verallgemeinern, aber man kann durchaus "objektiv" sagen, dass hier die Spielerschaft gespalten wird (dass es aber ggf. entsprechende Gründe gibt, die es rechtfertigen).

Was jemand subjektiv damit macht, kann im Grunde jedem egal sein. Ob er damit das tollste Wochenende seines Lebens hat, oder gleich nach dem Tutorial abbricht, ist Wurscht. Ein Rennspiel wird jedoch ein Rennspiel bleiben, und ein Rollenspiel wird eine Geschichte haben, und keine andere, oder ein Design, und kein anderes. Das kann man würdigen, aber letztlich verändert es nicht die Welt.

Meine Rede von verschiedenen Kontexten war so gemeint, dass sie individuelle Leistungen von Spielen auch objektiv Rechnung tragen können, ohne dass sie von einer launischen Spielerschaft ignoriert werden. Man muss diese nicht unbedingt 100% eindeutig einschätzen: aber sie sollten erkannt werden können. Das gehört dazu, nicht nur subjektiv zu urteilen.

Alles kommt darauf an, ob es mehr oder besser begründet ist, daher gibt es keinen Grund sich "bedroht" zu fühlen. Außerdem geht es nicht darum, irgendjemand etwas wegzunehmen, sondern einfach anzuerkennen, wie etwas ist, aber es auch nicht zu viel mehr zu machen, als es ist. Das ist es jetzt sehr einfach umschrieben.

Es stimmt, dass bestimmte Teile in meinen Ausführungen (die nicht durch "Länge" beeindrucken sollten, sondern so kurz wie möglich sein, und je nach dem in jeder Richtung zu sehr abweichen) wie oben einmal gesagt "geschmacklich" gefärbt waren. Das heißt, sie waren irgendwie betont oder eingeführt, was meine persönlichen Interessen widerspiegelt. Das sollte aber nicht irgendetwas über den Haufen kehren. Es schien nur zum Schluss keine Offenheit mehr für "Kritik" zu bleiben.

Das sollte aber schon von Anfang an so gemeint sein, nämlich in einer gewissen Kompetenz, Wertungen richtig einzuordnen, was mit ihnen gemeint ist, dass Zwischentöne bestehen, die kein einfaches "besser/schlechter" darstellen. Das ist, denke ich, eine simple, zutreffende Feststellung.

Zu dieser Einordnung gehrt aber teilweise auch, (objektive) Funktionsweisen einzuordnen, und einen einfachen, erfolgreichen Mechanismus, oder Erfolgsgefühle u.ä., nicht einfach gegen individuelle Leistungen höher einzuschätzen. Das kann in anderen Kontexten geleistet werden. Wie gesagt, hat das alles keinen Einfluss auf persönliche Interessen.

Und es entspricht gegebenen Testverhältnissen und dem Menschenverstand. Das heißt auch nicht, dass ich alles weiß. Ich kenne im Gegenteil viele Spiele gar nicht so genau. Und ich sage dann auch gar nichts dazu. Höchstens sage ich etwas zu Aussagen, die mir überzeugender oder weniger überzeugender vorkommen. D.h. aber auch nicht, dass ich es unbedingt weißt.

Darum geht es eben mit Argumenten. Man soll sich bemühen, nicht nur impulsiv und OBERFLÄCHLICH zu reagieren oder einfach nur zu schwärmen und dabei den Blick für anderes zu verlieren.

Das heißt auch nichtdassich 100% überzeugend sein muss in meinen Ausführungen. Es ist nur verblüffend, wie schwierig es für Leute IM INTERNET meist ist (weniger im Beruf, der Uni usw. usf.), einmal BESTEHENDE sachliche Verfahrensweisen anzuerkennen, und genauso BESTEHENDE sachliche Praktiken, wie etwa wenn du mir vor den Kopf stößt, du verstündest das alles ja viel besser und mich ebenso.
Man widerspricht sich selbst, wenn man etwas gegen jemand vertritt, und behauptet, das sei nicht "objektiv" gemeint. So kann man sich gegen Kritik schützen, was aber auch ein Widerspruch ist. Und wenn man sich einfach nur gegen Kritik schützen will, so sollte man einfach nicht allzu übergreifend mit seinen Behauptungen sein, odr sie als subjektive kennzeichnen, oder sagen "das war nur subjektiv gemeint", oder "ich will nicht darüber reden".

Zudem ist "Subjektivität" ein Teil der Spielerfahrung, diese muss aber im Spieldesign geschaffen werden. Und diese kann man ungefähr bewerten, weniger "wie geil" man das findet.

Insgesamt schließe ich jedoch aus deiner Einstellung, dass bei dir kein Verständnis zu erwarten ist. Und das halte ich nicht unbedingt für einen guten "Standard" in der Diskussion um Spiele oder irgendetwas anderes. Hast du eigentlich irgendwas studiert? Ich frage mich, ob du dir das dort leisten könntest, oder ob dir dann nicht deine Aufregung nicht ein Stück weit banal vorkommen würde (wie überhautp bei Verständnis vieles von dem was ich sage, als nichts Außergewöhnliches erkennbar sein sollte, auch wenn jemand in bestimmten Punkten nicht ganz einer Meinung sein sollte oder Ergänzungsbedarf herrscht). Bestimmt hätte ich schaffen müssen, es kürzer zu machen, und "Subjektivität" besser Rechnung tragen, aber nicht in der üblichen Weise.

Und in Wirklichkeit haben wir nun überhaupt nichts geredet: so läuft das nämlich, wenn jemand anfängt, über "NUR SUBJEKTIV!!" zu reden, statt dass man einfach über die Themen und Aussagen weiterspricht (oder eher entschärfend "das meinte ich nur subjektiv" sagt). Es geht dann nur darum, wie subjektiv alles ist, und Diskussionen aufzuhalten. Dabei ist die Regel Mangel an Verstndnis, weil es ja gar nicht darum geht, auf etwas einzugehen, zu widerlegen, oder einfach zu einzugrenzen. Man kann sagen, was man will, und es soll alles "richtig" sein, und das führt meist zu reinstem Chaos (z.B. Youtube). Man kann vor allem nichts gegen etwas sagen, d.h. man tut es sowieso, aber hin und wieder wird einfach ein Riegel von jemand vorgeschoben, obwohl er wahrscheinlich nichts verstanden hat: dann geht es um nichts anderes mehr, als um diese Person selbst.

Dabei soll es jediglich um Themen und Aussagen gehen, nicht um "mich" usw.

thier (unregistriert) 27. Oktober 2014 - 0:07 #

"Ist schon komisch, So viele Leute wollen Videospiele gerne als Kunst vertanden haben, gehen dann aber auf tests zu als ob es um Leistungsangaben ei einer Maschine ginge. Kunst lebt von der Kontroverse, von den Gegensätzen der Geschmäcker. Da würde auch keiner auf die Idee kommen, eine besondere Malerei nach der Zusammensetzung des Papiers zu bewerten."

Sorry, habe ich erst jetzt gelesen, wegen deinem völlig übertriebenen Anfang. Das ist ganz klar Quatsch und hat nichts mit dem zu tun, was ich schreibe. Ich bewerte Spiele standardmäßig nicht als Kunst, sondern lasse diese Frage offen, und bewerte sie einfach als Spiele (da liegt kein Problem). Das ist eine Unterscheidung, die, glaube ich, rein subjektiven Spielern abgeht. Das ist aber eine standardmäßige Übertreibung, die alles völlig beliebig macht.
Spiele werden natürlich nach dem Gameplay bewertet und allem weiteren, was diese Erfahrung fördert. Das kann man erkennen und richtig einordnen. Das meinte ich mit "kein Hexenwerk" (ganz, ganz, früher). Das geschieht einfach auf die Weise, wie Spiele allgemein und möglichst sachlich bewertet werden. Genauso ist es häuig kein so großes Hexenwerk, wenn man das anders sieht, weil es eben doch nur einen eingeschränkten Spielraum gibt (aber Grenzen gibt es meist schon, wo etwas nur subjektiv ist, abgesehen davon, was einem gefällt, was hier einfach nur ausgeklammert, aber nicht "verboten" ist).
Da kann ein Spiel gewisse Hänger haben und derlei banalen Firlefanz, den jeder normalerweise akzeptiert ohne ein großes Aufhebens drum zu machen (manchmal mit ein bisschen Diskussion).
Aber auch "megaspaßig" kann noch weniger interessant sein, als ein Spiel mit besonderen Ideen, ungewöhnlichem Gameplay: weil es das bislang nicht so oft gab usw. Das kann man genauso "objektiv" sachlich feststellen. Aber vielleicht ist es kreativer, aber doch keine so große Sache, und eben auch kein Meisterwerk usw... das kann man durchaus einschätzen. Manchmal muss man ein Spiel aber irchtig verstehen, um wirklich zu sehen, was es ausmacht, und dann können "populäre" Gesichtspunkte dem einfach keine Rechnung mehr tragen: das kann man mit richtigem Verständnis sagen (nicht wie eine "Maschine"). Es macht eben weniger "Spaß" für die meisten, sondern hat etwas "anderes" als Spaß. Ein Buch ist nicht nur "Spaß" und wird nicht nur danach bewertet. Da gibt es z.B. "Realismus" (je nach Kontext) und substantielle Themen usw.

Dennoch kann jeder tun was er will. Nur hat er nicht unebdingt immer recht damit, wenn er meint, es treffe auf das Spiel SELBST zu.

Ja, toll, es ist wohl eine meiner Schwächen, dass ich mich nicht gern auf übertriebene Auseinandersetzungen einlassen will und zu früh anfange, wenn diese so extrem beginnen. Dennoch glaube ich, dass ich alles ausreichend erklärt habe.

thier (unregistriert) 27. Oktober 2014 - 2:01 #

Wenn auch nur ein Teil verstanden worden wäre, wäre man gar nicht auf die Idee gekommen, es mit der "Zusammensetzung des Papiers" einer Leinwand zu vergleichen.
Ich habe von sinnvollen Gesamtbildern gesprochen (sowie Kontexten), und von der Sache selbst. Wenn jemand eine Auffassung von einem Spiel hat, kann er die beschreiben und erklären. Und diese Auffassungen können nicht etwas vollkommen anderes sein, als wüsste man gar nicht mehr, wovon jemand redet. Und die Auffassungen können ungefähr unterschieden werden nach eher persönlichen Elementen und was mehr oder weniger zutreffend und der Sache selbst entsprechend ist. Davon sollte man bei jedem Menschen, der bei Verstand ist, ausgehen dürfen. In dieser Auffassung von dem Spiel selbst findet die Bewertung statt.
Ebenso bei einem Kunstkritiker, aber auf andere Weise (eben dem Gegenstand entsprechend - der ist nicht etwas vollkommen Unbekanntes und nicht zu Erkennbares [aber seltsam Verführerisches], sondern eben ein bestimmtes "Kunstwerk", das Thema ist).
(Und obwohl es Spiele einfach nur als Spiele gibt, und somit bestimmte Wertungen rechtfertigen, ist natürlicherweise noch Platz für andere Bewertungen, die Originalität u.ä. einschätzen, die schließlich in unterschiedlicher Mischung und Weise auftreten. Aber diese unterschiedlichen Kontexte, die ich nutzloserweise versucht habe auszuführen, wurden ja gar nicht verstanden.)

Ebensolche Sachen und beliebigen Behauptungen nerven mich in sog. "Diskussionen".

thier (unregistriert) 29. Oktober 2014 - 6:29 #

Und was Metacritic angeht, wenn man unbedingt darauf schauen will, da ist oft ziemlicher Konsens, welche Kritiken gut begründet sind, und worauf es in den Spielen insgesamt ankommt. Genauso kann man generell Gameplay-Leistungen und verschiedene Formen von Unterhaltung, oder was mehr als Unterhaltung ist, ziemlich genau einordnen und anerkennen. Die "Ironie" ist doch eigentlich, dass Spiele eine absolute Ausnahme darstellen sollen gegenüber anderen Medien, und das lässt sich natürlich nicht begründen.

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6387 - 19. Oktober 2014 - 9:19 #

Ich wünsche mir:
1. Teil: Objektive Beschreibung der Spielmechanik
2. Teil: Subjektiver Bericht über das Spiel
3. Teil: Keine Wertung, evtl. eine Empfehlung. Die kann sich dann an alle oder Genreliebhaber oder Casuals oder Core Gamer oder wen auch immer richten.

jqy01 15 Kenner - 3274 - 19. Oktober 2014 - 9:29 #

Genauso würde ich das auch sehen, vielleicht noch ergänzt um die Technik. Wichtig wäre mir allerdings eines: Dass auch tatsächlich die Redakteure die jeweiligen Genres testen, von denen sie behaupten können, dass sie in diesen Genres zumindest halbwegs zu den Hardcorespielern gehören. Das sollte sich dann auch im Text niederschlagen. Ich möchte z.B. bei Paradoxtiteln, in denen ich relativ gut bewandert bin, in einem Text nicht nur Informationen für Anfänger oder Interessierte, sondern ein paar Punkte für Hardcorespieler lesen, damit auch ich mir daraus eine Meinung zu dem Titel bilden kann.

Pomme 16 Übertalent - P - 5958 - 19. Oktober 2014 - 11:42 #

Ich finde ja leider nichts langweiliger, als ellenlange Beschreibungen von Spielmechaniken lösen zu müssen. Auch bei Spielen, die mich richtig interessieren, Civ Beyond Earth zum Beispiel, ist es mir schnurzpiepegal, wie genau jetzt der Techtree zum Beispiel funktioniert. Oder wie das Crafting-System bei AI läuft. Da können die Formulierungen noch so originell sein, ich finde es einfach öde.

Darum reicht mir voll und ganz ein guter 2. Teil mit viel subjektiver Note, meinetwegen mit Empfehlung.

Triton 16 Übertalent - P - 5286 - 19. Oktober 2014 - 9:24 #

Wie heißt der Slogan auf dieser Seite "Das Spiele Magazin für Erwachsene", es ist ja kein Kindergarten hier und daher "Keine Rücksicht auf Verluste – nur für Hardcore-Fans testen!" gewählt.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32635 - 19. Oktober 2014 - 9:25 #

Den Gedankensprung verstehe ich nicht.

Hemaehn 16 Übertalent - 4560 - 19. Oktober 2014 - 9:28 #

Werden halt nur noch Spiele für Männer getestet. Also nix mehr mit Barbie auf dem Reiterhof :(

floppi 22 AAA-Gamer - - 32635 - 19. Oktober 2014 - 9:43 #

Das verstehe ich bezogen auf den Kommentarstranganfang auch nicht. Es gibt doch auch Hardcore-Fans von Barbie. Und nicht alle Erwachsenen sind Männer. ;-)

Hemaehn 16 Übertalent - 4560 - 19. Oktober 2014 - 9:55 #

Siehste mal, da kam der Altphilologe mit mir durch. Da sind sowieso nur die Männer Menschen. :D
Dann eben doch Barbie für die Frauen und Einhörner für die Männer.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2014 - 10:15 #

Einhörner? Sorry, aber Hello Kitty finde ich da irgendwie knuffiger... :-P

Triton 16 Übertalent - P - 5286 - 19. Oktober 2014 - 11:21 #

Die Jugend mag es heutzutage doch lieber einfach in Spielen. Die Alten haben es lieber wie damals, als die Levelstufe Schwer auch noch Schwer war. Anders gesagt, was heute eher als Hardcore verkauft wird ist nicht Hardcore sondern Normal, mit wenigen Ausnahmen.

Und bezieht sich das Hardcore in diesem Fall auf die investierte Zeit, gilt folgendes. Viele betiteln sich zwar als Casualgamer aber spielen so viele Stunden das sie eher Gelegenheitsspieler oder halt sogar Hardcore-Gamer sind.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32635 - 19. Oktober 2014 - 11:40 #

Ok, jetzt kann ich das nachvollziehen, es kommt ganz darauf an wie man "Hardcore-Fan" interpretiert. Ich habe das beim Lesen so interpretiert, dass ein Hardcore-Fan ein besonders starker Fan eines bestimten Genres oder Franchises ist. Und das hat mit Jung oder Alt überhaupt nichts zu tun. ;)

Ich selbst wäre nach deinen Interpretationen ein alter erwachsener Gamer, der es manchmal schwer, manchmal weichgespült mag und dazu ein Gelegenheitsspieler ist, der auch manche Casual-Games spielt und wenn mal ausreichend Zeit vorhanden ist Hardcore-Gamer (bezgl. Zeit) ist. Dabei gehöre ich -- trotz eines passenden Alters, aber ohne viel Fernsehkonsum -- nicht zur von Dr. Helmut Thoma erfundenen werberelevanten Zielgruppe. :D

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 19. Oktober 2014 - 16:09 #

Ah, der Thoma. Wie hieß es bei ihm so schön? "Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler."

Azzi (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 9:25 #

Natürlich das subjektive Erlebnis des Testers selbst. Alles andere ist Spekulation und Schwachsinn, ich kann mir doch nicht für irgendwelchen fiktiven Dritte ne Möchtegern-objektive Wertung ausdenken.

Der Test sollte dementsprechend auch ein unterhaltsamer Artikel über das Spiel selbst sein und keine stupfe Aufzählung irgendwelcher Features und Probleme nach dem Muster eines Fragebogens. Was natürlich nicht heisst das ich auf die Probleme nicht hinweise.

Solala (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 9:59 #

Korrekt. Gerade auch in Kombination mit Niko Laus' Kommentar unter mir.

Niko Laus (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 9:28 #

Warum für Hardcore Fans,als Hardcore brauche man keine Wertung und noch weniger eine Meinung !

McSpain 21 Motivator - 27019 - 19. Oktober 2014 - 9:34 #

Hardcore seien und sich für Hardcore halten sind zwei paar Schuhe. Gerade letztere brauchen dringend Bestätigung von außerhalb.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6319 - 19. Oktober 2014 - 9:34 #

Genau, eine Wertung für Fanboys wäre bei jedem Spiel eine 10/10 + Platinmedaille + Spiel des Jahres.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 61257 - 19. Oktober 2014 - 9:29 #

Alles wie gehabt. Never Change a Running system. ;)

Noodles 21 Motivator - P - 30135 - 19. Oktober 2014 - 22:42 #

Sehe ich auch so. :D

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6319 - 19. Oktober 2014 - 9:30 #

Ich finde die bisherige Version gut.

Athavariel 21 Motivator - P - 27872 - 19. Oktober 2014 - 9:35 #

Nächste Frage.

Anathema 14 Komm-Experte - 2458 - 19. Oktober 2014 - 9:40 #

Für den generellen Genre-Freund finde ich am passensten :)

Punisher 19 Megatalent - P - 13372 - 19. Oktober 2014 - 9:46 #

Nachdem mir - auch wenns nicht so gedacht ist - die SdK inzwischen mehr Einfluss auf die Kaufentscheidung hat als klassische Tests: Subjektiv. Eine Zahlenwertung sagt imho eh nichts aus, ausser das sie für Diskussionen und damit für Klicks sorgt.

EvilNobody 13 Koop-Gamer - 1631 - 19. Oktober 2014 - 9:57 #

Rein subjektiv, wie 4players. So finde ich es am besten. Wie soll man auch objektiv Spaß messen? Es gibt Kriterien, die lassen sich objektiv beurteilen (läuft das Spiel, Spielzeit, Mechaniken etc.), die kann man aber gesondert aufführen. Ein Beispiel, wie man es genau NICHT macht, gibt hier die CBS ganz gut. :D

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4485 - 19. Oktober 2014 - 11:15 #

Beim objektiven Ansatz kann man sich das aber noch gut für die eigenen Vorlieben umkorrigieren, finde ich.

Wenn ein Spiel dabei in den Bereichen punktet, dir mir wichtig sind, ein Setup hat, was mir gefällt und durch Gameplay-Schwächen nur eine niedrige Wertung bekommt, weiß ich, dass sich der Kauf für mich trotzdem lohnen wird. "Alien Isolation" wäre ein schönes Beispiel hier. Ich kann die Wertung hier einigermaßen nachvollziehen, da die Stärken aber die Schwächen für *mich* deutlich überwiegen, hab ich es mir geholt. Bei "Alan Wake" war es ähnlich. Beide Spiele nerven mich zwar an einigen Stellen gewaltig, aber ich mag sie trotzdem.

Wenn ich hingegen die Wertungen von Bayonetta oder FarCry 3 bei 4players ansehe, passen die für mich überhaupt nicht und ich kann sie nicht wirklich gut für mich uminterpretieren. Ab und an liegt 4players dann mal genau auf meiner Linie ("Dear Esther" wäre ein Beispiel), aber das ist trotzdem kaum planbar.

Der objektive Ansatz ist viel besser uminterpretierbar. Der subjektive funktioniert nur bei Testern, die genauso ticken wie ich und da kenne ich keinen.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 20. Oktober 2014 - 13:15 #

Was? Bayonetta hat bei 4Players nicht mal eine 100 bekommen! Alles unter 100 ist für dieses Spiel einfach inakzeptabel!

atemlos (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 11:52 #

Witzig, gerade 4players zeigt mMn immer mal wieder, wie man es NICHT machen sollte.
Die zerreissen manchmal in ihrer Subjektivität nämlich ein Spiel so, dass ich am Ende des Tests nicht schlauer bin als vorher, ob das Spiel MIR und eben nicht dem Tester, gefallen könnte.
Ich verstehe durchaus den Ansatz, allerdings darf man sich schon fragen, ob 4players das immer so perfekt umsetzt.
Übrigens ist ein Test niemals rein objektiv, auch bei GG oder GS nicht.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 14:29 #

Es ist sogar noch heftiger. EIn Test ist nie teilweise objektiv. Er ist immer 100% subjektiv, und um so mehr jemand meint, er könne objektiv abschätzen, desto mehr lügt er sich selbst in die Tasche. Um objektiv testen zu können, müsste man ohne Geschmack, ohne Erfahrung und ohne Anteilnahme am Spiel sein, wodurch ein neutrales, langweiliges Geschreibsel herauskäme. Man könnte gar nicht bewerten.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 19. Oktober 2014 - 21:44 #

Ich behaupte das Gegenteil.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 22:21 #

Dann bist du ein Magier, der seinen Körper verlassen und seine eigenen Erfahrungen ignorieren kann. Bravo, daraus kann man gewiss Geld machen.

Nee mal im ernst. DIese Dinge schließen sich aus. Ein objektives Review ist die Quadratur des Kreises. Du kannst keine meinungslose Meinung haben.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 19. Oktober 2014 - 22:29 #

Dass du das für absolut aussichtslos hältst, habe ich ja schon gelesen. Deswegen habe ich mir die Argumente auch gleich gespart, damit muss ich nicht anfangen, wenn mir schon vorher angekündigt wird, ich würde mich ja sowieso selbst anlügen.

Daher wollte ich dich nur darauf hinweisen, dass ich deine Ansicht nicht teile.

Nur: Von "objektiv" hast du ja gar nicht gesprochen. Es geht mir um deine Behauptung, der Versuch, nach möglichst viel Objektivität zu streben, sei Irrsinn. Der stimme ich nicht zu.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 22:34 #

Ich habe nicht behauptet, dass das Streben nach Objektivität keinen SInn hat. Nur hat Objektivität nichts mit einer Rezension zu tun. Äpfel sind halt einfach mal keine Birnen.

Alles was du wahrnimmst ist swubkjektiv, auch dein Steben nach Objektivität ist subjektiv und wird ohne dein eigenes Zutun durch deine verinnerlichten Werte bestimmt. Du bist nunmal keine Maschine, die nur Daten aufnimmt. Darum kann eine Meinungsbildung ebensowenig objektiv sein, wei du einer objektivenBeobachten subjektivität einflößen könntest., SO von wegen die schöne 1 plus die tolle 2 ergeben eine wundervolle 3. Mathematik ist (größtenteils) faktishc und objektiv, eine Rezension eben nicht.

Wenn du irgendwann mit Argumenten ankommst, die aufzeigen, wie man seine eigene automatisch getroffene Wertung, die man innerhalb von sekundenbruchteilen ohne eigenes Zutun umgeht, dann freu ich mich schon auf Details ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 19. Oktober 2014 - 22:36 #

Vorweg: Ich wollte den Hinweis hinter "nur" noch ändern, weil du natürlich schon von "objektiv" gesprochen hast, ich mich aber nur auf den anderen Teil beziehe. Du warst aber zu schnell :D

Dein zweiter Satz scheint mir keinen Sinn zu ergeben. Das sieht mir mehr nach einer Festlegung aus, die du getroffen hast, ohne dass sie notwendigerweise richtig sein muss.

Dass ein rein objektiver Test nicht möglich ist, ist selbstverständlich, das musst du nicht weiter erläutern.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 22:39 #

Bin ja mal gespannt, wie du das begründest, dass der Satz keinen Bestand hat.

Ich sagte bereits: Du bist keine Maschine. Jede Information, die du aufnimmst, bewertest du innerhalb von Sekundenbruchteilen. Das machst du automatisch, wie jeder Mensch. Du kannst einen objektiven Artikel schreiben, bzw dich Objektivität annähern. Das ist dann aber keine Rezension. Im höchsten Fall ist das eine Synopse, wahrscheinlich aber eher eine Faktensammlung. Sowas hilft aber niemandem bei einer Kaufentscheidung.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 19. Oktober 2014 - 22:44 #

Und ich frage mich, wie du begründen willst, *dass* er Bestand hat. Eine Rezension kann beispielsweise eine objektive Faktenbeschreibung enthalten. Und schon hat die Objektivität etwas mit der Rezension zu tun.

Und wo steht, dass ein Text, der, soweit möglich, nach Objektivität strebt, keine Rezension sein darf?

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 19. Oktober 2014 - 23:03 #

DIe Zensur des Textes besteht aber nicht aus dem Fließtext. Das ist dann deine Synopse, die du deiner Rezension anhängst. Ich hatte schon weiter oben erwähnt, das dies als Stilmittel dient, aber nicht den Kern der Rezension ausmacht, denn der ist eine Kaufempfehlung, die letztendlich auf einer Meinung basiert.

Denn wenn ich objektiv bleibe, dann steht über ein Rennspiel gerade mal das Faktische da. Wieviele Strecken, wieviele / welche Autos, usw. Das ist ne Aufzählung, die du auch dem Pressematierial entnehmen könntest und die obendrein zu Tode langweilt. Niemand will eine Nacherzählung oder eine Faktensammlung, wenn er eine Kaufempfehlung sucht. Ob das Driften Spaß macht, oder ob dir der Grafikstil gefällt, geht daraus nicht hervor. Darum ist die Rezension in deinem Text eben nicht objektiv.

Dazu möchte ich mal sagen, dass die meisten Leute es nicht einmal schaffen, eine Zusammenfassung objektiv zu halten. Wie schon gesagt, es genügt ein wenig Freude an Stilmitteln, und schwupps jubelst du deinem objektiv gewollten Text doch subjektive Züge zu.

Um's mit Admiral Ackbars Worten zu sagen: It's a trap!

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 19. Oktober 2014 - 23:50 #

Ich stimme dir immer noch nicht zu, aber lassen wir das :)

v3to (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 12:13 #

4players ist für mich die wichtigste zweitmeinung, allerdings auch nicht mehr. so sehr ich das bauchgefühl beim spielen schätze, sind gerade die tests von jörg luibl und mathias oertel oft derart verkopft, dass man den eindruck haben kann, sie testen um das spiel herum...

als ob es eine interlektuelle einbahnstraße gibt, an der es sich zu messen gilt. ganz schlimm fand ich beispielsweise den test zu gta5, wo einem ständig irgendwelche film oder serienreferenzen um die ohren geklatscht wurden, die man erstmal kennen muss, um der denke des autoren folgen zu können. oder wenn jörg luibl zwischendurch mal bei lauter begeisterung für das besondere nicht vorhandenes spiel zur nebensache erklärt... puh. ohne weitere meinungen geht das mal garnicht.

andererseits werden dort in schöner regelmäßig auch punkte auf den tisch gebracht, die andernorts durch nüchterne betrachtungsweise gerne fehlen. gerade, wenn die technik eigentlich keine rolle spielt oder die story über die logik hinaus so ihre tücken hat (hat zb beim tomb raider reboot meine erwartungshaltung damals so auf den teppich gebracht, dass ich von der für ein survival game unpassende action-orgie nicht enttäuscht war).

Svenc (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 21:12 #

Was 4Players betreibt, ist Marketing. Sie werben mit exklusiver Subjektivität als Alleinstellungsmerkmal, dabei machen sie im Kern nichts anderes als der Rest. Über Kultboy.com lassen sich etliche alte Testberichte der 4Players finden, etwa den zu Daggerfall, in dem im Fließtext - zu großen Teilen - wirklich nur in Zahlen und meist sehr nüchtern aufgezählt wurde, was inhaltlich so im Spiel steckt. Eine erweiterte Packugnsrückseite und Featureliste fast, manchmal. Erst in den Kästen zücken Redakteure dann den Daumen hoch oder den Daumen runter, bei Daggerfall (gerne bei Kultboy suchen und lesen) auch Jörg.

Ob man so etwas nützlich findet, sei jedem überlassen. Spiele sind für mich Kulturgut, kein Auto. Emotionen und der Mensch, der urteilt, gehören dazu. Aber von der alten 4Players sind alle, auch deutsche Magazine weit weg. Aktuell ist nicht nur der "Alien Isolation"-Test voller höchst subjektiver Wertungen, Gewichtungen, Einschränkungen und Urteile, noch lange, bevor man den Meinungskasten erreicht. Der Unterschied zum Meinungskasten ist bloß der, dass er das unpersönliche "man" durch das explizite "ich" ersetzt, das auch überall im Fließtext hätte stehen können. Das ist übrigens keine Kritik.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32751 - 19. Oktober 2014 - 10:03 #

Von mir aus kann es so bleiben wie es ist.

NameName (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 10:06 #

Um sich aus diesen Wertungen in Zahlen abzusetzen wäre ein Verzicht am Sinnvollsten..
Eure Meinung ist wahrscheinlich einigen Usern wichtig, darum sollte man nicht drauf verzichten. Wahrscheinlich kann man das in eine Grundsätzliche Meinung gut einbauen. Das Wertungssystem sollte ohne Zahlen auskommen, vergleichbar mit den alten PowerPlay Wertungen der 90iger Jahre mit einem Sehr gut, gut... usw. bzw einer Grafik mit einem Daumen hoch, runter usw...

Hardcorefans ist eine Wertung eurerseits egal, sie kaufen auch bei negativ aufgeführten Punkten.
Eine Doppelwertung könnte für Verwirrung sorgen.

Sciron 19 Megatalent - P - 15753 - 19. Oktober 2014 - 10:11 #

Um für "Hardcore"-Fans (oder anders ausgedrückt "Kenner" einer bestimmten Serie oder eines bestimmten Genres) zu testen, braucht man erstmal die entsprechenden Vorkenntnisse und ich bezweifle, dass die bei GG flächendeckend vorhanden sind (No offense). Lass mal jemand das neue Metal Gear Solid, Disgea, WWE2K, Dynasty Warriors, Silent Hill oder ähnlich langlebige/komplexe Serien intensiv testen und dabei die, für langjährige Fans, relevanten Vergleiche ziehen und Details extrahieren, wenn man mit den Spielen bisher nie oder nur oberflächlich in Berührung kam. Das kann man direkt vergessen und bricht sich dann beim schreiben des Tests eher einen ab. Für solche Intensivtests hat der Fan meist schon seine entsprechenden Quellen, die das Spiel dann wirklich in seine Einzelteile zerlegt. Da ist die eher emotionale, subjektive Schiene wohl angebrachter.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6556 - 19. Oktober 2014 - 10:14 #

Ich finde es bisher ganz gut, manchmal wird von Den Gestern ja im Fazit differenziert, das es durchaus was für Fans der Serie oder des Genres ist, aber für Einsteiger weniger interessant.

Sancta 15 Kenner - 3153 - 19. Oktober 2014 - 10:21 #

Ohne das jetzt werten zu wollen: Solche Umfragen werden fast immer den Status Quo bestätigen. Der Grund ist die Gruppe, die abstimmt. Ein Großteil davon sind nicht zufällig hier Gestrandete sondern regelmäßige Besucher der Seite. Diese sind ja nur deshalb hier, weil sie im Prinzip zufrieden sind. Die Unzufriedenen ziehen weiter und stimmen auch nicht mehr ab. Die wenigen Unzufriedenen, die nicht schon gegangen sind, sind zahlenmäßig nicht groß genug, um Mehrheiten zu bilden. Ergo: In der Tendenz werden alle solche Umfragen nur bestätigen, das alles gut ist. Das Endergebnis besagt nur die Meinung der regelmäßigen Leser hier. Es sagt nichts über die POTENTIELLE Zielgruppe aus. Es ist also weder eine Bestätigung, das man alles richtig macht noch ist es das Gegenteil.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 19. Oktober 2014 - 10:23 #

Wenn du aber die Stimmen für Status Quo am Ende rausziehst und dir dann die Verteilung der anderen Abstimmungspunkte anschaust kannst du zumindest einen Trend erkennen. Die Umfragen hier sind ja zudem als Gimmick und Diskussionsthema am Sonntag zu sehen und nicht als wasserdichte Erhebung.

Sancta 15 Kenner - 3153 - 19. Oktober 2014 - 10:34 #

So ist es. Status Quo abziehen, dann hast du einen guten Trend.

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 19. Oktober 2014 - 12:51 #

Darauf willst du verzichten? -> http://www.youtube.com/watch?v=_SoWA-QXyaM

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6387 - 19. Oktober 2014 - 10:30 #

Aber es gibt auch regelmäßigen Besuchern die Möglichkeit Dinge zu äußern die sie sich wünschen.
Hier in einer angemessenen Art und Weise und es geht nicht zwischen den Schreihälsen unter.

Sancta 15 Kenner - 3153 - 19. Oktober 2014 - 10:36 #

Absolut richtig. Ich finde solche Umfragen auch gut. Ich wollte sie nur in den richtigen Kontext ziehen.

J.C. - Desert Ranger (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 13:47 #

Es muss doch nicht auf entweder oder hinaus laufen. Nichts spricht dagegen große Minderheitsmeinungen auch einzubeziehen. Zum Beispiel indem der subjektiven Meinung mehr Raum eingeräumt wird.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11657 - 19. Oktober 2014 - 13:51 #

Naja, das ist doch offensichtlich? Ich traue den Verantwortlichen hier zu, die Ergebnisse solcher Umfragen entsprechend einzuordnen. Es wäre etwa schon alarmierend, wenn die repräsentative Hälfte der registrierten Nutzer das bestehende System kritisieren. Da muss man nicht alles umkippen, aber man könnte Experimente starten und etwa (hier im Beispiel) mal schauen, wie so ein rein subjektiver Test oder meinetwegen verschiedene Wertungen so ankommen.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 19. Oktober 2014 - 10:32 #

Für mich ist die subjektive Sicht eines Tester am Wertvollsten, da es eine objektive Sicht auf die Frage, ob ein Spiel meine Zeit wert ist, aus meiner Sicht schlicht nicht gibt.

Ich richte mich schon seit Jahren nach dem persönlichen Geschmack einiger Tester, von denen ich weiß, dass sie entweder einen sehr ähnlichen Spielegeschmack haben wie ich oder das genaue Gegenteil sind. Das liefert mir ein gutes Gesamtbild aus Pro und Contra. Bestes Beispiel war zuletzt Borderlands: Ich mochte BL2 und seine Charaktere sehr, Jeff Gerstmann (Giantbomb) mochte die Charaktere nicht. Da er nun meint, dass der neue Teil weiter in Richtung von Teil 2 und ihm deshalb nicht so sehr gefällt wusste ich, dass ich das Spiel mögen würde.

Die fehlende Subjektivität ist auch ein Grund warum ich hier kaum Tests lese :-) .

Insgesamt würde ich es bevorzugen, einen Test ohne eine willkürlich ausgewählte Zahl am Ende zu haben. Da jede Wertungsphilosophie anders ist lassen die sich sowieso kaum vergleichen und führen aus meiner Sicht nur dazu, dass sich über die Zahl aufgeregt wird und der Text fast gar nicht gelesen wird. Das man nebenbei dem Geschwür Metacritic die Grundlage entziehen würde wäre eine nette Beigabe. Aber das ist eine andere Baustelle.

config.sys 13 Koop-Gamer - P - 1630 - 19. Oktober 2014 - 10:43 #

Fünf Sterne Benotung und die persönliche Meinung des Redakteurs wäre für mich die perfekte Lösung.
Und dann vielleicht von einem Genre-fremden und einem Genre-Insider testen lassen.

Damit müsste sich eigentlich eine recht gute und objektive Note bilden lassen.

Henke 15 Kenner - 3636 - 19. Oktober 2014 - 10:52 #

Boris Schneider, bist Du das? :D

Ernsthaft: Fünf Sterne oder Joysticks fände ich auch nicht schlecht, aber zwei Tester lohnen sich doch nur bei "größeren" Titeln; außerdem möchte ich auf (subjektive) 1-Mann-Verrisse nicht verzichten wollen :)

Pomme 16 Übertalent - P - 5958 - 19. Oktober 2014 - 11:44 #

Wie wäre es mit einer Skala mit 0 bis 5 GamersGloben? ;-)

config.sys 13 Koop-Gamer - P - 1630 - 19. Oktober 2014 - 11:58 #

Nee, bin ich nicht wirklich; bin ein Nordlicht.
Mir geht es bei zwei Testern eigentlich darum, auch mal zu sehen ob Jemand der nicht wirklich gerne, sagen wir mal RPG's spielt sich so ein PRogramm zulegen würde.
Wenn man knietief in einm Genre verankert ist wird man oft betriebsblind.
Ich bin ein Riesenfan von CRPG hab aber nicht soviel Zeit und Geld alles zu kaufen und zu spielen.
Wenn ich seinerzeit nur auf die Rollenspieler gehört hätte wäre Shadowrun an mir voll vorbei gegangen, da aber andere "Nicht-" RPG Spieler sehr überzeugt waren hab ich es mir doch bei Steam zugelegt.
Das ist nach X-Com das letzte Programm was mich immer wieder vor den PC lockt. :-)

furzklemmer 15 Kenner - 3108 - 19. Oktober 2014 - 11:08 #

Ein Test sollte sich an gar niemanden richten. Deswegen ist „Test“ im deutschen auch schon den ganz falsche Begriff. Tests macht die Stiftung Warentest, ausgeführt von Laboren, die sich klar nach wissenschaftlich messbaren Kriterien richten. Für Spiele, Filme, Bücher, Frauen, Musik unmöglich.

In einem Review über ein Spiel sollte einfach ein kompetenter Spiele-Redakteur, dem ich vertraue, über seine Erlebnisse mit dem Spiel schreiben. Wie funktioniert es? Was ist faszinierend? Was langweilig? Wie fühlte sich an? Wie fesselnd sind Story und Charaktere? Labt das Spiel von der Mechanik oder der Geschichte oder gar beidem? Das Ganze noch relativ spoilerfrei verpacken und durch ein paar Vergleiche zu ähnlichen Werken abrunden und mit einem griffigen Fazit versehen et voilà. Da darf dann am Ende auch ruhig mal sehen „Für mich das beste Spiel der Welt.“ auch, wenn die Konkurrenz nur 60% vergibt. Damit sollte die Leserschaft eines „Spielemagazins für Erwachsene“ schon umgehen können.

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 19. Oktober 2014 - 12:46 #

Da ist durchaus was dran!

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 19. Oktober 2014 - 12:50 #

Absolut!

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73387 - 19. Oktober 2014 - 13:24 #

Drum sage ich immer, lest den Text und fixiert euch nicht auf die Zahl die letztendlich drunter steht. Viele blenden die Zahl ja eh schon aus. Nur leider brechen halt viele es nur auf diese eine Zahl herunter und ignorieren was davor kommt bzw. wie es zu der kommt.

Cat Toaster (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 16:34 #

Es wäre mir als Autor schon zuwider meine seitenlange Spielbesprechung mit Fazit, Meinungskasten, Video und Pro- und Kontra-Tabelle auf eine einzige Zahl/Wertung/Note zu kondensieren. Das Konzept ist für mich nicht nachvollziehbar jenseits der im Idealfall werbewirksamen Verwurstung der Publisher die letztlich ja auch mit Zitaten funktioniert.

crackajack 11 Forenversteher - 586 - 20. Oktober 2014 - 8:16 #

*unterschreib*
An wen sich das Spiel dann letztlich richtet ergibt sich dann ja von selbst.
Der HC-Spieler kann sich dann wegen dem vom Tester verhassten 1-Hit-Death-mode interessiert fühlen, während der Casual dem vom Tester verpönten Händchenhaltermodus angesprochen fühlt.

Fohlensammy 16 Übertalent - 4154 - 19. Oktober 2014 - 11:19 #

Ich wäre ja für "Wie bislang" und "Rein subjektiv" in Kombination. Das fänd ich echt interessant. ;)

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2671 - 19. Oktober 2014 - 11:39 #

Ich habe für "subjektiv" gestimmt. Ich bin der Meinung, dass man Spiele, genau wie andere Unterhaltungsmedien, nicht objektiv testen kann. Daher würde ich mich freuen, wenn Gamersglobal sich deutlich mehr in Richtung des angelsächsischen Ansatzes orientiert, wie ihn z.B. Rock Paper Shotgun, Kotaku oder Polygon betreiben. Eine Note (was soll die überhaupt ausdrücken?) brauche ich dabei nicht. Ein Verzicht auf die Zahlenwertung hätte auch den positiven Effekt, dass die ewigen Wertungsdiskussionen sich nicht mehr nur um Zahlen drehen würden. Stattdessen müsste man tatsächlich den Text lesen und anhand des Inhalts argumentieren. Und wenn man den Text trotzdem nicht komplett gelesen hat, sondern gleich zum Fazit gesprungen ist, so kann man zumindest eine Diskussion auf Basis subjektiver Eindrücke führen. Vielleicht sogar eine Diskussion auf Augenhöhe, ohne eingeschnappte Redakteure die auf Objektivität pochen?

Ich stimme jedoch Sancta zu, der weiter oben bereits geschrieben hat, dass solche Umfragen im Grunde nur den Status Quo bestätigen. Insofern glaube ich auch nicht daran, dass man ernsthaft erwägt auf ein rein subjektives Format umzustellen. Insofern bleibe ich weiterhin bei meinem Ansatz, die Wertung zu ignorieren, den Text nicht zu lesen und direkt zur Meinung des Autors zu springen. Besonderes Augenmerk wird dabei, wie bisher, dem Autoren selbst zukommen. Bestimmten Redakteuren vertraue ich einfach, wenn Sie mir ein Spiel aus einem bestimmten Genre empfehlen (Jörg Langer - Fire Emblem, Spitzen Empfehlung). Und Andere werde ich weiterhin skeptisch betrachten.
Da auch mir nun klar ist, dass der zweite Meinungskasten nur aufgrund eines Ersteindrucks mit geringer Stundenzahl entsteht (was ich vor der A:I Diskussion nicht wusste), werde ich auch diesen in Zukunft eher ignorieren.

Ich freue mich jedoch weiterhin auf rege Diskussionen im Kommentarbereich und auf subjektive Einschätzung durch diejenigen Leser, die im Stande sind ihre Meinung eloquent darzulegen.

Cat Toaster (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 11:43 #

Dem stimme ich rückhaltlos zu. Ich würde die Worte "Test" und "Note" in dem Kontext zudem gern für immer tilgen.

Pomme 16 Übertalent - P - 5958 - 19. Oktober 2014 - 11:46 #

Jay, das unterschreibe ich auch gerne!

Kopa 12 Trollwächter - 837 - 19. Oktober 2014 - 12:00 #

Eine Note für die Allgemeinheit und für Genre-Fans wäre schon toll.
Ist wie bei vielen Dingen, es gibt halt Leute die mit Strategie nicht viel anfangen können und dafür Rennspiele mögen, oder eben umgekehrt

Klar kann man das auch für sich selbst entscheiden, aber da im Allgemeinen eher dem Genre zugewandte Leute einen Test schreiben ist das ja kein besonderer Mehraufwand für euch.

Meursault 14 Komm-Experte - 2460 - 19. Oktober 2014 - 14:33 #

Wie willst du denn eine Note für eine Gruppe an menschen finden, die mit dem Genre nichts anfangen kann? Die Noten sind doch totaler Unsinn. Alle Infos, wie gut das Spiel ist und ob mir das zu sagt, sollte aus dem Text hervorgehen. Dafür braucht es weder eine, noch zwei Noten.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8031 - 19. Oktober 2014 - 12:05 #

Das Spiel X heute mit 11 statt 22 Rennstrecken kommt, und das der Screenshot 3 Farbpixel mehr hat, als der davor, find ich selber schnell raus.

Daher mehr Subjektivität.

Gnu im Schuh (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 12:40 #

Vielleicht sollte man Fragen wie diese nicht zum Sonntag stellen, sondern unter jeden Test - und dann ein wenig experimentieren und gucken was ankommt.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8031 - 19. Oktober 2014 - 13:14 #

Oder eine Auswahl... "Was hast du gelesen? [] Alles, [] Nur Test, [] Nur Meinung"

Kühlschrankmagnet (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 15:14 #

Um auf diesen interessanten Vorschlag gleich mal zu antworten:
Ich lese bei einem mich potenziell ansprechenden Spiel immer Note und Meinung, aus dem Text filtere ich mir die Kritik zur Spielmechanik. Absätze zur Handlung übersprunge ich meist konsequent. Reine Spielmechanikbeschreibungen lasse ich ebenfalls aus, Videos sind ergiebiger. Darüber hinausgehende Inhalte erwarte ich dank entsprechender Verfasserabstinenz gar nicht mehr.
Gut gegliederte Texte wie hier auf GG machen es mir leicht, zu den für mich relevanten Stellen zu springen.

Teschnertron 15 Kenner - 2967 - 19. Oktober 2014 - 13:17 #

Mir gefallen die Test oder Spielbeschreibungen hier bisher recht gut. Wünschen würde ich mir allerdings eine zusätzliche Meinung, Wertung, Medaille, die mir sagt, ob das Spiel auch für Genre-Einsteiger geeignet ist. Jeder hat ja so seine Vorlieben, möchte aber eventuell doch mal etwas anderes ausprobieren.

Wenn ich z.B. noch nie ein Rollenspiel gespielt hätte, ich es aber gerne einmal ausprobieren wollte, dann würde mir eine Bemerkung wie "Auch für Einsteiger geeignet" mehr helfen, als die Anzahl der zu findenden Gegenstände oder die Vielseitigkeit der Magie.

Dieses aber bitte nicht missverstehen: Auch ein Spiel, das für Einsteiger geeignet ist, kann für Kenner genug Spieltiefe haben. Es sollte nur den Neuling nicht im Regen stehen lassen.

Dass natürlich auch eine solche Bewertung niemals zu 100% objektiv ausfallen kann, sollte wohl jedem klar sein.

Da ich nun etwas auswählen muss und nichts so recht passt, nehme ich den ersten Punkt.

andreas1806 16 Übertalent - 4178 - 19. Oktober 2014 - 13:17 #

so wie es der Tester empfindet!

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86469 - 19. Oktober 2014 - 13:33 #

Wow, die subjektive Richtung hat echt mehr Stimmen als ich dachte... Das regt mich zum Nachdenken an...

derblaueClaus 12 Trollwächter - 932 - 19. Oktober 2014 - 13:34 #

Ich fände den Schritt zu rein subjektive Bewertungen gut. Letztlich wird sich soetwas wie Spielspaß nie objektivieren lassen, man hat ihn oder man hat ihn nicht. Wenn man dann eine ehrlich subjektive Bewertung des Testers hat, lässt sich für mich deutlich besser einschätzen ob mir ein Spiel Spaß machen wird, als wenn er krampfhaft versucht beide Seiten zu beleuchten.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11657 - 19. Oktober 2014 - 13:39 #

Da Objektivität bei aller Medien-Kritik nur in Ansätzen möglich ist, bin ich für den subjektiven Ansatz. Wenn der Test gut geschrieben ist, kann man sich meist ableiten, ob es auch den eigenen Geschmack treffen bzw. nicht treffen würde. Ganz gut macht das teilweise IGN finde ich, die rein subjektiv testen, aber schon die Spielmechanik erläutern und wie die eben auf den Tester gewirkt hat. Die haben etwa AI zwar nur 59 gegeben, aber aus dem Test war ersichtlich, was dem Tester am Spielprinzip nicht gefallen hat und er hat nicht behauptet, dass das Spiel an sich kaputt ist. Zu guter letzt sollten Tests auch unterhaltsam zu lesen sein und das macht sich mit einer subjektiven Herangehensweise auch am besten. Spiele sind einfach zu komplex und allgemein oft qualitativ hochwertig geworden, als dass man sie in ein Bewertungsschema von vor 20 Jahren packen könnte. Spielekritik muss sich endlich weiter entwickeln und ich halte einen subjektiveren Ansatz für sinnvoll. Das würde dann auch endlose Wertungsdiskussionen ersparen, da von vornherein klar ist, dass es sich nur um die persönliche Einschätzung des Testers handelt, die jeder für sich selbst einordnen muss. Den Vergleich zu guten Filmkritiken finde ich nicht abwegig.

Nokrahs 16 Übertalent - 5684 - 19. Oktober 2014 - 14:32 #

Würde mich bei der Auswahl auch die subjektiven Aussagen wählen.
Bringt mehr Persönlichkeit ein und man lernt auch mal die Redaktion und die Vorlieben kennen. Ich erinnere mich noch an Zeitschriften von früher in denen Redakeure vor den eigentlichen Testseiten einen eigenen Bereich hatten, in denen mit Foto jeder ein wenig von sich und den Vorlieben erzählt hat. Welches Genre genau auf den Punkt trifft und welche Spiele aktuell "auf der eigenen Festplatte" sind.

Bei GG gibt es zwar einen "worauf freut sich die Redaktion im Monat..." Blog, aber der versickert eigentlich relativ schnell in der Flut an News und anderen Artikeln.

Probleme sind aber auch wie bei jedem anderen Wertungssystem vorprogrammiert. Kommt darauf an, ob die Tester dann mit dem "Shitstorm" klarkommen, denn über Geschmack wird ja grundsätzlich gestritten. Unterschied zum jetzigen System ist eben, dass gezielt der jeweilige Tester und nicht die Redaktion als Zielscheibe dient.

Die Hardcore Variante klingt interessant, ist aber ungleich schwerer zu realisieren. Gerne würde ich öfters von echten "Kennern" des Genres eine Expertenmeinung lesen.

Am Ende des Tages sind dann immer noch die Vergleiche der Magazine und der Testergebnisse untereinander, sowie Statistik Seiten Marke "Metacritic" die einfach mal alles in einen Topf werfen und den Schnitt ausspucken. Diese Seiten sind besonders gefährlich und werden trotzdem zu gerne als Referenz genutzt.

Rashim of Xanadu 16 Übertalent - 4072 - 19. Oktober 2014 - 14:38 #

Mir ist's egal, ich bin Wertungsausblender.
Schreibt doch überall 10.0 drunter. Kurbelt vielleicht die Wirtschaft ein bißchen an und erspart euch lästige Anrufe von aufgebrachten PR-Heinis. :-)

Mantarus 16 Übertalent - P - 4724 - 19. Oktober 2014 - 14:44 #

Natürlich zuerst mal an Genre Interessierte gerichtet, dazu noch vielleicht mit Hinweisen, die die HC Zocker interessieren dürften, gewürzt mit der subjektiven Meinung der Tester (gerne mehr als einen Tester pro Game) :)

Pestilence (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 15:34 #

Wenn ihr bereits jetzt für Genre-Interessierte testen würdet, gäbe es nicht die "komischen" Wertungen von Alien Isolation, Animal Crossing, Resident Evil Revelations, NBA 2K15, Stacking, Brink usw. Keine Ahnung für wen ihr momentan testet, aber Genre-Interessierte sind es definitiv nicht. Dann lieber subjektiv und zu jedem Tester dazu schreiben, was seine Lieblings-Genres und letzten aktuellen Lieblings-Vertreter aus diesen waren.

J.C. - Desert Ranger (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 15:41 #

Alleine die Auslegung des Begriffs "Genre-Interessierte" ist schon subjektiv.

Xariarch 13 Koop-Gamer - 1696 - 19. Oktober 2014 - 15:54 #

Objektiver Test + Subjektive Meinungskästen (die Sektion würde ich gern noch ausgebaut sehen)

Hundekuchen (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 16:05 #

Die Diskussion hab ich ausführlich im Langer lästert geführt, daher hier nur die Kurzfassung: Spiele bitte zielgruppengerecht und genrespezifisch testen.

Bei genrespezifisch gibt es denke ich einen sehr breiten Konsens, denn ein Call of Duty braucht andere Maßstäbe als ein Europa Universalis.

Bei zielgruppengerecht gibt es Diskussionsbedarf! Ich finde, Rollenspiele wie Skyrim oder Witcher sollte man nicht 1:1 in einen Topf werfen mit einem Grimrock oder Wasteland2, obwohl das Genre bei allen Spielen "Rollenspiel" ist. Aber Skyrim/Witcher richten sich an "Durchschnitts-Rollenspieler" als Zielgruppe, während Grimrock/Wasteland2 absichtlich die viel kleinere Zielgruppe namens "Retro/Oldschool-Rollenspieler" anvisiert. Betrachtet man Grimrock/Wasteland2 aus dem Blickwinkel eines Durchschnitts-Rollenspielers, haben die Spiele einen Haufen objektiver, nicht abstreitbarer "Designschwächen". Aber manche dieser "Schwächen" sind nicht zufällig da oder aus Unvermögen der Game-Designer! Sie sind absichtlich drin, eben mit Rücksicht auf die Zielgruppe Retro/Oldschool, die das genauso haben möchte. Das darf dann nicht negativ im Test durchschlagen, nur weil man das Spiel unbedingt durch die Brille des Durchschnittsspielers betrachten will.

Das führt NICHT dazu, dass automatisch nur superpositive Tests rauskommen. Und es hat auch NICHTS damit zu tun, einzelnen Fanboys nach dem Mund zu reden! Nur sollte man Spiele nicht dafür bestrafen, wenn sie eine kleinere Zielgruppe perfekt bedienen und dabei Dinge ANDERS machen, als es der Durchschnittsspieler erwarten würde. Haarig wird`s also immer dann, wenn Designentscheidungen als "objektive Schwächen" verkauft werden, nur weil sie einem übergeordneten Genrestandard nicht entsprechen wollen.

Und: Im Meinungskasten darf und sollte ein Tester über Textwände, Pixelgrafik und fehlende "wie benutze ich die linke Maustaste"-Tutorials meckern so viel er will, wenn`s ihm persönlich nicht gefällt. Als Meinung akzeptiere ich das immer!

Hundekuchen (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 16:12 #

Die Auswahlmöglichkeiten bei der Umfrage sind mal wieder panne. Sorry, aber in dieser Form machen Umfragen wenig Sinn, wenn die Antwortmöglichkeiten von vorn herein wertend sind!

(x) an Genre-Interessierte, ggf. mit Rücksicht auf Sub-Genres

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9796 - 20. Oktober 2014 - 6:04 #

ich sehe nicht, wieso hier bestimmte spiele eine andere test-herangehensweise rechtfertigen. gerade deine beispiele mit grimrock oder wasteland2 zeigen doch auf, dass diese spiele auch ohne sonderbehandlung in spieletests komplett auf ihren eigenen füßen stehen können. denn sie funktionieren als spiel gut und sind toll designt und das wurde ja auch gewürdigt.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 19. Oktober 2014 - 16:19 #

Das ja eine komische Frage. An mich natürlich. Dafür lese ich die doch. Ihr wollt mir aber jetzt nicht ernsthaft erzählen, dass ihr die Tests bisher nicht an mir ausgerichtet habt, oder?

SirConnor 16 Übertalent - P - 4686 - 19. Oktober 2014 - 16:33 #

So wie bisher, eventuell die Meinungskästen rein subjektiv.

Paxy 13 Koop-Gamer - P - 1277 - 19. Oktober 2014 - 17:59 #

Ich finde einen objektiven Test wenns sein muß mit Note und dann am ende einen rein subjektiven Meinungskasten( diesen aber auch für die ganz blöden so kennzeichnen) völlig ausreichend.

Dann lese ich im Test alle infos, die knack- und höhepunkte und kann dann im Meinungskasten den rest rausziehen und evtl. erkennen, ob und warum das speichersystem so sau schlecht ist für den einen und für den anderen zur atmosphäre beiträgt zum beispiel.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12747 - 19. Oktober 2014 - 18:48 #

Ich habe die Wertung im allgeinen ausgeblendet.

Mir würden detaillierte Texte besser gefallen... teilweise wird sich da viel zu sehr nur auf bestimmte Dinge versteift anstatt das ganze Spiel als ganzes zu betrachten.

Meistens werden da nur einzelne Spielmodi vorgestellt und andere werden da nur im Nebensatz erwähnt.

Und bei Versionen die direkt mit DLCs ausgeliefert werden, wäre vielleicht auch ein Test von diesen Inhalten gut... ob sie auch den Aufpreis wirklich rechtfertigen.

Dann dauert es zum Test meinetwegen länger. Habe da lieber ein vollkommenderen Einblick als wenn mir da nur etwas bestimmtes detailliert erklärt wird, weil zu mehr die Zeit nicht reichte.

Ich finde man sollte einen Test immer so schreiben, dass er auch vom dümmsten anzunehmenden User verstanden werden kann ob sich das Spiel lohnt oder nicht ;).

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4607 - 19. Oktober 2014 - 20:23 #

Ich habe für "Tester ganz persönlich gestimmt".

Grund:

Kaufempfehlungen braucht keiner mehr.
Nur für Nerds ist... nur für Nerds.
Seriöser Journalismus... eine schreckliche Entwicklung der letzten Jahre und warhscheinlich nur der Versuch, erwachsen zu wirken, anstatt zum Spieltrieb des menschen zu stehen - der lässt ein Leben lang nicht nach, verändert sich vielleicht nur.

Nein, wenn es eien Grund gibt, über Spiele zu lesen, dann die persönliche Meinung einer sozusagen greifbar gewordenen Person, deren Vorlieben man kennt / Meinung man schätzt und gegenüber der man sich notfalls abgrenzen kann. Wenn ich auf "Langer lästert" klicke, weiss ich, dass ich mich vielleicht ärgern werde, ihn zum Teufel schicken und erboste Kommentare schreiben. Aber das ist im Zeitalter des medialen Überangebots doch letztlich der letzte gebliebene Wert: jemanden mit seiner publizistischen Arbeit zu erreichen.

Deshalb bitte mehr Subjektivität.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9796 - 20. Oktober 2014 - 6:04 #

private meinungen zu spielen krieg ich doch an jeder ecke, dazu brauch ich keine professionellen journalisten. von denen erwarte ich da schon mehr und zwar seriösen und objektiven journalismus ;)

Azzi (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 10:53 #

Das einzige was den Spieleredakteur vom normalen Spieler unterscheidet ist, dass er gratis Testexemplare erhält und das meist vor dem Release, sprich der Wissensvorsprung. Ansonsten erhältst du auch von denen nix als ne subjektive Spielermeinung in hoffentlich besserer Schreibe (leider ist selbst das nicht immer die Regel).

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 11:03 #

Genau. Jemand, der das seit Jahren beruflich macht, hat natürlich keinerlei Vorteile gegenüber einem Hobby-Spieler wie dir, wenn es darum geht, Spiele einzuordnen. Komisch nur, dass keinen deine Gedanken über Spiele interessieren, oder? Ach so, das ist dann vermutlich der Wissensvorsprung, den du leider nicht hast. Aber wenn du nur wolltest, könntest du natürlich sofort Spielejournalist sein, richtig? Und sicher einer der Besten...

Azzi (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 11:33 #

Du spielst das Spiel genau wie ich und stellst genau wie ich fest ob es DIR Spass macht oder nicht. Wo siehst du jetzt genau deine spezielle Qualifikation? Ich sag es dir: Beim Akt des Spielens hast du keine, du bist ein furz normaler Spieler wie jeder andere auch, mit dem Unterschied das du ein Spiel eher zocken darfst.

Deine Vorteile hast du beim Akt des Schreibens, einen meist größeren Erfahrungsschatz und eventuell ein besseren Schreibstil. Das heisst aber trotzdem nicht das du irgendwie besser qualifiziert wärst zu beurteilen ob und wie viel ein Spiel denn nun Spass macht, da das einfach rein subjektiv ist.

Und ja vielleicht könnte auch ich ein guter Spielejournalist sein. Ist ja meines Wissens keine geschütze Berufsbezeichung oder habt ihr alle eine abgeschlossene Journalistenausbildung?

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 20. Oktober 2014 - 11:46 #

Komischerweise sind professionelle Buch- und Filmkritiken in aller Regel gehaltvoller, fundierter und auch besser geschrieben als die Privatmeinungen, die man etwa bei Amazon findet. Exakt so verhält es sich auch bei Spielkritiken (vulgo: Test).

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 11:46 #

Du, ich habe für sich selbst überschätzende und Spielejournalisten unterschätzende User mein Zeitkontingent schon letzte Woche aufgebraucht. Sollte dich das Thema wirklich interessieren, so findest du aus den letzten Tagen eins, zwei Posts von mir zum Thema. Sie hängen vor allem mit der anderen Sitatuion, Spiele möglichst objektiv zu bewerten und für seine Empfehlungen auch einstehen zu müssen, zusammen. Und mit unserem Berufsethos, für das man aus meiner Sicht eine gewisse charakterliche Grundeignung mitbringen muss.

Dass du ein guter Spielejournalist wärst (nein, ich habe keine abgeschlossene Journalistenausbildung, nicht einmal eine nicht-abgeschlossene), wage ich schon anhand dieser beiden Comments von dir ganz stark zu bezweifeln.

Azzi (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 12:30 #

Putzig, zwei Postings von dir und beide mit latenten Beleidigungen (charakterliche Eignung etc.). Ist jetzt nicht das erste mal das du deine Kunden hier in unangemessener Weise angehst. Gehört Professionalität und das sachliches Kommentieren anderer Standpunkte nicht so zu deinen Skillsets oder?

Es war übrigens nicht meine Intention dein Arbeiten herabzuwürdigen, ich schätze dein Baby aka deine Seite hier, sonst hätte ich sie nicht besucht. Und auch Respekt dafür das du die Eier hattest dich mit deiner Spieleseite selbstständig zu machen. Wünsche dir und deinem Team dabei auch weiterhin Erfolg,freue mich ja für jeden der mit dem was ihm Spass macht auch Geld verdienen kann.

Ihr dürft bitte mein Profil löschen, ich finde nirgends ne Einstellung dazu...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 12:35 #

http://www.gamersglobal.de/sonstiges/nutzungsbedingung

Punkt 12.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2671 - 20. Oktober 2014 - 11:41 #

Natürlich hast du, als Spielejournalist, Vorteile gegenüber Hobby-Spielern. Du hast einen größeren Überblick über die Spielelandschaft, allein dadurch, dass du auch Spiele spielst (spielen musst), die nicht unbedingt deinem persönlichen Beuteschema entsprechen. Und gerade im Bereich Strategie vertraue ich auf deine Expertise. So sehr du dich aber auch um Objektivität bemühst, bleibe ich bei meiner Meinung, dass es keine objektiven Berichte (Test ist ein sehr unpassendes Wort) über Spiele gibt. Das mag man jetzt ganz polemisch und etwas respektlos formulieren wie Azzi das getan hat, aber letztendlich ist die Meinung eines Spielejournalisten nicht kompetenter oder richtiger als die Meinung eines normalen Spielers. Objektivität und Bewertung von Unterhaltungsmedien beißen sich. Letztendlich läuft es darauf hinaus, ob ich der Einschätzung eines Menschen vertraue und nur weil sich Jemand Spielejournalist nennt (nicht auf dich persönlich bezogen), hat er nicht automatisch mein Vertrauen. Das muss er sich erarbeiten. Ich vertraue auf die Meinungen von Leuten die ich kenne und schätze, ob nun Spielejournalist oder nicht. Viele Spiele sind mir auch von Freunden empfohlen worden. Deren Meinung bewerte ich ehrlich gesagt höher, als die eines Fremden.

Und bevor du auch mich falsch verstehst und glaubst ich wäre der Meinung ich könnte deinen Job machen: Nein, könnte ich nicht. Möchte ich auch gar nicht. Ich möchte Spiele weiterhin aus Spaß spielen und vor allen Dingen nur die Spiele, die mir auch Spaß machen. Und erst rechte habe ich keine Lust meine Erlebnisse, mit Deadline im Nacken, nieder zu schreiben. Spielen ist für mich ein Hobby und das soll es auch bleiben.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 11:49 #

Ich habe mit deiner Meinung kein Problem, nur bin ich seit sehr vielen Jahren der Meinung, dass "es gibt keinen 100% objektiven Spieletest" nicht dasselbe ist wie "jeder Spieletest ist subjektiv". Das Spannende ist doch das Vergleichen, das Einordnen, das Herleiten von Spielspaß oder eben keinem oder wenig Spielspaß. Und dafür gibt es Gründe in der Spielmechanik, in der Inszenierung und so weiter. Diese zu finden und argumentativ herauszustellen, ist doch das Spannende -- nicht das blanke "Mir macht's halt Spaß". Und wenn man nicht nur für Leute testen möchte, die exakt so ticken wie man selbst, ist es doch keine prozedurale Großtat, ein wenig vom persönlichen Geschmack zurückzutreten und zumindest im normalen Text und der Spielspaß-Benotung die sehr spitzen subjektiven Faktoren weniger zu gewichten. Ein Beispiel: Wenn mich ein Amerikanischer-Bürgerkrieg-Strategiespiel wegen des Szenarios nicht anspricht, die Spielmechanismen etc. aber sehr gut sind, dann gebe ich ihm trotzdem eine gute Note und schreibe im Meinungskasten: Sorry, mich persönlich spricht's nicht an.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2671 - 20. Oktober 2014 - 12:13 #

Ich denke ich verstehe was du meinst. Ich habe nur häufig das Gefühl, dass dieses "objektive" Einordnen und Herleiten einer Bewertung dem Medium Spiel nicht gerecht wird. Man kann Spielmechaniken und Inszenierung auch sezieren, ohne dabei zu einem vermeintlich objektiven Fazit zu kommen. Auch die, hier gerne als Beispiel genommenen, angelsächsischen Berichte (z.B. Wot i think - Rock Paper Shotgun) setzen sich ja mit den Spielen auseinander, ordnen ein, leiten her. Sie tun dies nur nicht mit dem Anspruch eine vollkommen objektive Empfehlung abzugeben, die hieb und stichfest in der Beweisführung ist und die man argumentativ sachlich verteidigen kann. Eine Summe an guten Spielmechaniken macht noch kein gutes Spiel. Es gibt auch immer wieder Spiele, die sich an diese positive Hervorhebung von Features anzubiedern scheinen, um vermeintlich objektiven Berichterstattungen argumentative Munition zu liefern (siehe Ubisoft Openworld Spiele). Im Bereich Filme nennt man sowas dann "Oscar Bait Movie". Ich glaube, das sich subjektive Berichterstattung und Fairness in Bezug auf die Einordnung weniger geliebter Settings oder Genres nicht ausschließen muss. Es scheint mir jedenfalls ein Trugschluss zu sein, diese Fairness ausschließlich unter Objektivität zu verbuchen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 14:02 #

Dieser Weg führt aber schnell zur Beliebigkeit. Für mich wäre es ein Traum: Ich bekomme Alien Isolation zum Test, ich spiele es drei Stunden, kann danach definitiv sagen, dass es für mich nichts ist, und schreibe meinen Test. Dann schreibe ich noch dazu: "Aber wer Genrefan ist, gibt 9.0 Punkte mehr", und fertig ist die Sache.

Oder ich lobe jedes Spiel, das mir persönlich drei Stunden lang gefällt, in höchste Höhen, und gehe über jede berechtigte Kritik daran mit einem saloppen "Dieses Kunstwerk ist mehr als die Summe seiner Teile" hinweg.

Aber halt, natürlich muss ich das Spiel durchspielen (die "drei Stunden" sind natürlich als Insidergag gedacht), wird jetzt sicher jemand sagen. Erstens finde ich das nicht -- bei einem subjektiven Ansatz erst recht nicht, und auch sonst längst nicht bei jedem Spiel --, zweitens tut das nichts zur Sache: Dann spiele ich das SPiel eben durch und erkläre dann meinen eigenen Geschmack, der sich an Fakten orientieren kann, aber nicht muss, zum alleinigen Glücksfaktor. Wenn wir auf die subjektive Ebene wechseln, kann ich sehr vieles genau so drehen, wie's mir passt. Weil ich gut argumentieren kann, und weil ich im Zweifel es eben so empfinde, wie ich es schreibe. Ich stelle also mit einiger Wahrscheinlichkeit mein persönliches Empfunden, meine persönliche Krawalllust oder den Drang, mich von anderen Testern abzuheben, über eine faire Beurteilung des Spiels.

Kurzum: Mir fußt der rein subjektive Test zu sehr auf der Wahrnehmung der eigenen Wichtigkeit. Das mag auch eine Altersfrage sein, früher war ich wesentlich sicherer, dass meine persönliche Meinung das Nonplusultra, Gottes in Stein gemeißeltes Wort etc. sei. Diese Sicherheit geht einem im Laufe des Lebens eher abhanden, ist so meine Erfahrung :-)

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2671 - 20. Oktober 2014 - 14:50 #

Die Einschätzung, dieser Weg führe zur Beliebigkeit, kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Gerade subjektiv geprägte Berichte über Spiele haben eine ganz eigene Note. Sie sind nicht nur durch den Schreibstil des Autors geprägt, sondern auch stark von seiner Meinung eingefärbt. Das hebt die entsprechenden Berichte, sowohl positiv wie negativ, von der Masse ab. Ich sehe da keine Beliebigkeit.

Beliebigkeit sehe ich eher im objektiven Ansatz. Wenn das Magazin / die Seite im Vordergrund steht und jeder Autor sich dem Mantra der Objektivität und den geltenden Regeln unterwerfen muss, lässt sich am Ende nur schwer zwischen Autor und Magazin unterscheiden. Deswegen lese ich auf Gamersglobal auch nur die Meinungskästen. Ich möchte die persönlichen Gedanken des Redakteurs erfahren.

Den "Insidergag" finde ich übrigens nicht lustig. Mir war bis vor wenigen Tagen nicht bewusst, dass Meinungskästen aufgrund derart geringer Spielzeit entstehen. Ich will das Thema hier auch nicht nochmal aufrollen, dazu ist wohl alles gesagt worden. Aber ich werde den zweiten Meinungskasten demnächst mit ganz anderen Augen betrachten.

Der subjektive Ansatz hat, für mich, auch nichts mit fehlendem Berufsethos zu tun, wie du mit dem Hinweis auf die drei Stunden Spielzeit anscheinend andeuten möchtest. Es mag durchaus Kollegen geben die einen Spielzeitfresser wie Wasteland 2 nicht durch gespielt haben, aber ich habe nicht den Eindruck, dass das die Regel ist. Auch nicht bei Berichten mit subjektivem Ansatz. Und natürlich erwarte ich auch bei subjektiven Berichten, dass der Autor das Spiel durchgespielt hat. Selbstverständlich beziehe ich diese Aussage auf Spiele, die realistischerweise durchgespielt werden können. Niemand käme bei einem World of Warcraft, Civilization X, Counter-Strike oder League of Legends auf die Idee zu schreiben, er hätte besagtes Spiel "durch gespielt".

Du hast natürlich (zum Teil) recht, wenn du schreibst, dass der subjektive Bericht auf der "Wahrnehmung der eigenen Wichtigkeit" fußt. Es geht um die Meinung des Autors. Und da möchte ich genau die Dinge lesen, die du in deinem vorletzten Absatz beschreibst. Deine "persönliche Krawalllust" zum Beispiel. Warum nicht? Letztendlich bin ich auch auf Gamersglobal, weil mir die Auswahl der Redakteure gefällt. Anfangs bin ich, durch einen Link auf den grandiosen Verriss von Silent Hunter 5, durch Mick Schnelle, auf Gamersglobal gelandet. Ein Autor den ich zu Gamestar Zeiten immer sehr geschätzt habe. Geblieben bin ich dann, als ich gesehen habe, dass auch du Jörg, hier tätig bist. Lesen tue ich inzwischen allerdings nur noch Texte, die mir einen direkten Draht zum Autor offerieren. Die subjektiv gefärbt sind. Und in der Hinsicht, sind mir die Testberichte auf Gamersglobal dann leider etwas zu "beliebig".

Ich bin auch nicht der Meinung, wie du offenbar, dass du bei einem subjektiven Bericht deine Prinzipien der Fairness über Bord werfen müsstest. Du kannst dir ja trotzdem die Auflage machen, das Spiel mindestens durchzuspielen (s.o. sofern möglich). Du könntest ja auch, dem Fairnessgedanken folgend, das Spiel möglichst in seiner Gesamtheit beleuchten, alle Aspekte darstellen etc. Dabei möchte ich aber lesen, was du persönlich darüber denkst. Und nicht erst im Meinungskasten, sondern im gesamten Text. Und das ohne Note am Ende des Textes. Worte allein sollten dabei deine Einschätzung des Spiels transportieren. Mir ist bewusst, dass nicht jeder so schreiben kann. Das ist auch eine Kunst für sich. Aber ich persönlich fände es toll, mal einen solchen Bericht zu einem Spiel auf Gamersglobal zu lesen. Mal die Redakteure im Vordergrund zu sehen. Ich denke damit könntet ihr euch von der Masse der deutschen Spielepresse abheben.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 20. Oktober 2014 - 21:32 #

Ein völlig subjektiver Bericht ist aber für jeden, der nicht exakt den gleichen Geschmack wie der Tester hat, und wer hat den schon, vor allem bei jedem Spiel, völlig wertlos. Vor allem kann er nicht als Meinungsfindung dienen, ob einem ein (unbekanntes) Spiel zusagt oder nicht, denn man kann ja plötzlich doch eine völlig subjektiv andere Meinung haben.

Außerdem hege ich die Gewissheit, bei rein subjektiven Tests, werden unpopuläre Games schnell mal gedisst, obwohl sie das gar nicht verdienen und populäre, favorisierte Titel dann über den Klee gelobt.

Daraus folgt: Rein subjektive Tests machen Tests überflüssig. Da kann ich mir gleich einen Trailer oder fünf Minuten auf Twitch anschauen und habe meine eigene Meinung, die als Ersteindruck für mich aussagekräftiger ist als jeder rein subjektive Test.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2671 - 20. Oktober 2014 - 21:49 #

http://www.rockpapershotgun.com/2014/10/03/alien-isolation-review-pc/

Mal lesen und sich daraufhin ein Urteil bilden über subjektive Berichterstattung. Ich weiß wirklich nicht wo die Leute immer diese Horrorvorstellungen herholen...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 20. Oktober 2014 - 22:15 #

Habe ich. Das ist, wie du es richtig bezeichnest, subjektive Berichterstattung. Schon eine Art Inhaltsbeschreibung eines Fans (Negativpunkte werden als nicht so schlimm dargestellt, ist ja nicht schlimm, ist ja ein Fanbericht).

Ein Test ist das jedenfalls nicht.
Als Kaufberatung für Fans also vielleicht eine Bestätigung, für jemanden der unentschlossen ist aber unbrauchbar. Als Bericht war es durchaus nett geschrieben.

Der beste Test von A.I., den ich bisher konsumiert habe ist der von Angry Joe. Seine Wertung war 8 von 10 und er fand das Spiel sehr gut, erklärte aber gleichzeitig, wer nicht speziell Alien Fan ist, für den gilt eine 7 / 10. Im Gegensatz zum Rock, Paper, Shotgun Bericht hat er, trotz all seiner Begeisterung, doch ein paar Nickeligkeiten gefunden und nicht einfach ausgeblendet.

Hohlfrucht 14 Komm-Experte - 2671 - 20. Oktober 2014 - 22:43 #

Ja, du hast Recht, das ist kein Test. Genau deswegen habe ich großen Spaß daran gehabt den Text zu lesen. Negativpunkte mögen klein geredet werden, aber Sie werden erwähnt. Man kann immer noch für sich selbst einordnen, wie der Text zu deuten ist. Was du ja offensichtlich auch getan hast.

Und über Wertungen diskutiere ich gar nicht erst, das ist müßig. Elektrogeräte kann ich benoten, Unterhaltungsmedien nicht. Ob das Ding nun eine 7/10 ist, ein Gut Minus verdient hat oder 3,5 von 5 Sternen. Ist mir Jacke wie Hose und untereinander sowieso nicht vergleichbar, da jede Seite dort andere Maßstäbe ansetzt und damit effektiv wertlos. Letztendlich interessiert mich nur, ob das Spiel mir Spaß macht. Und das tut es. Es ist genau das Spiel, das ich mir erhofft hatte und für mich schon jetzt ein Highlight des Genres.

v3to (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 15:24 #

naja, eine benotung oder übergreifende kritik hat allgemein durchaus ihre tücken, auch, wenn man sich selbst in dem jeweiligen genre zu hause fühlt. weil an sich auch die relevanz, nach der man die qualität verortet, auf einen selbst zurückfällt.

denke da gerade an adventures. das erzählen von geschichten war in dem genre ja eigentlich nie das problem, nur fast genauso lange gibt es spielerisch dinge, die man in anderen genres niemals akzeptieren würde - hier aber entsprechend dem branchenstandard als normal angesehen wird. ganz vorne weg die strikte linearität vermengt mit der nachvollziehbarkeit im rätseldesign. diese berüchtigten nadelöhre, bei denen man tage, wochenlang hängenbleibt, weil man zb in szene xy eine animation übersehen hat, von der irgendwelche dialogoptionen abhängen. beinahe jedes andere genre ist da mitlerweile vorbeigezogen, nur bei adventures ist seit 25 jahren nahezu stillstand (wenn man so will, war selbst ein maniac mansion vom spielablauf freier durch die unterschiedlichen erzählstränge der einzelnen charaktere).

so ein gegenbeispiel war seinerzeit auch die myst-serie. äußerst beliebt und ähnlich wie casual-games heute taten sich gerade hierzulande die kritiker schwer, sich an die standbild-rätsel mit wenig story zu gewöhnen. da definiert man eher einen nicht-spieler daher, als dass man sich für sich selbst erkennt, dass man vielleicht persönlich neben dem markt her tickt.

oder mal grundsätzlich rundenbasierte strategiespiele. ist das von der bedeutung her nun eine grundsätzlich steife spielmechanik, dass ehemaligen technischen beschränkungen geschuldet war und in sofern prinzipiell veraltet? oder sieht man das design ähnlich wie bei brettspielen? es wird zwar niemand die qualität eines civilization in zweifel ziehen, allerdings kommt es ja immer mal wieder vor, dass rundenbasiert gegenüber echtzeit als nachteilig für den spielfluss dargestellt wird.

PeterPan (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 11:56 #

Na klar könnte er: Würde Azzi sich bei einem x-beliebigen Spieleverlag bewerben und dort -wie alle anderen auch- für 300 Euro im Monat anschaffen gehen ("Praktikum"), dürfte er - sofern er auch nur einen geraden Satz schreiben könnte - sofort ins Volontariat ("mehr als das doppelte verdienen! Glückwunsch!").

Er könnte es sofort. Wir wissen beide, dass das stimmt!

Übrigens: In Deutschland haben nur ein Bruchteil -aller- Journalisten eine journalistische Ausbildung.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 12:05 #

Nein, wir wissen nicht beide, dass das stimmt. Für GamersGlobal trifft kein einziger Aspekt deiner Auflistung zu. Welche Redaktion(en) kennst du aus eigener Erfahrung, bei denen das so ist?

PeterPan (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 12:27 #

Ich kenne mehrere deutsche Spieleredaktionen, bei denen es sich ganz genau so verhält. (Da wird das monatliche Belegexemplar als Feature des Praktikums angepriesen...) Zugegeben: Für diejenigen, die ich nicht kenne (so wie euch), leite ich dies ab. Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht: Wie viel verdient den ein GamersGlobal-Praktikant, wenn kein einziger Aspekt meiner Auflistung zutrifft? 450 Euro? Das wäre ja schon luxuriös.

Und dennoch bleibt es dabei, auch wenn es für eure Redaktion nicht zutreffen sollte: Möchte Azzi sich mit dem Titel "Spielejournalist" schmücken, benötigt er dafür nicht viel mehr als eine Mail, einen Anruf und ein Vorstellungsgespräch. Qualifikationen wird er wohl haben (18 Jahre, Gesamtschulabschluss, deutsche Sprache in Wort und Schrift).

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 20. Oktober 2014 - 12:38 #

Das, was du unter Qualifikationen nennst, ist vielleicht das, was man leicht irgendwo als Checkpunkt abhaken kann, aber ob jemand dann auch tatsächlich geeignet ist, geht daraus doch überhaupt nicht hervor. Ergo dürfte das Vorstellungsgespräch (sowie Probetexte, die nach dem, was ich so höre und lese, auch üblich zu sein scheinen) einen sehr großen Teil bei der Suche nach dem geeigneten Kandidaten/ der geeigneten Kandidatin ausmachen, was heißt, dass das eben nicht "einfach nur" ein Vorstellungsgespräch ist, das sowieso jeder übersteht.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 12:42 #

Mehr. Und luxuriös ist das nicht, wenn du in München unterkommen musst, ich habe regelmäßig ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit Praktikanten in spe übers Geld rede. Es geht halt nicht mehr bei uns.

Weißt du, es hängt sehr viel davon ab, wo man arbeitet, von wem man eingestellt wird, wer einem irgendwann das Zeugnis schreibt. Klar ist "Spielejournalist" keine geschützte Berufsbezeichnung, aber manche können sie verwenden, ohne rot zu werden, und andere eher nicht. Ein Praktikant aber ist mit Sicherheit kein Spielejournalist, egal, bei welchem Unternehmen. Er ist Praktikant.

PeterPan (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 12:59 #

Das luxuriös war natürlich nicht ernst gemeint. Die meisten anderen Redaktionen sind ja allerdings in nur wenig günstigeren Gegenden gelegen, so dass die Praktikanten oft nicht mal Miete+Essen zahlen können und auf Unterstützung von außerhalb angewiesen sind (+Kosten und Mühen für den Umzug). Und das, Larnak, ist mit ein Grund für geringe Bewerberzahlen: Nur wenige Eltern können das finanzieren - und wie viele das dann auch noch wollen, ist noch mal ein anderes Thema. Und Kohle winkt auch nach Jahren noch nicht: Nun, im mittleren Alter, würde ich für das Geld eines durchschnittlichen Spieleredakteurs im Angestelltenverhältnis vermutlich überhaupt keinen Job ausüben wollen. Und die Jugendlichen von heute sind da auch anders drauf, die denken jetzt schon ans Geld und nicht daran, ob der Job Spaß machen könnte. Gepaart mit einem effektiven Minus-Einkommen, bringt das nur sehr wenige Bewerber.
Jetzt bin ich hier auf zwei verschiedene Posts eingegangen, aber ich denke ihr findet euch zurecht... schönen Wochenanfang allerseits.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 20. Oktober 2014 - 13:32 #

"Und die Jugendlichen von heute sind da auch anders drauf, die denken jetzt schon ans Geld und nicht daran, ob der Job Spaß machen könnte."
Gerade der Generation Y wird nachgesagt, genau das Gegenteil zu tun.

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3008 - 20. Oktober 2014 - 14:22 #

Ich arbeite in der Kreativbranche, also auch in einem Bereich, der eine Art "magische Anziehungskraft" auf eine Menge potantieller Praktikanten ausübt. Wir haben uns als Firma entschieden, Praktika relativ hoch zu vergüten, zumal wir Praktikanten meist fest einplanen und normal mitarbeiten lassen.
Erwähnenswert daran ist dann meist das Erstaunen der Bewerber, nach dem Motto: "Ach so, Geld bekomme ich also auch noch?!?"

Ich denke dann immer: Wer hat das nur einer ganzen Generation von jungen Menschen angetan - mit völliger Selbstverständlichkeit davon auszugehen, ihre Fähigkeiten erst einmal unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, um später irgendwann einmal einen bezahlten Job zu bekommen...?

Aber sei's drum. Noch mal einen Satz zur Qualifikation in der Spielbranche. Ich bin selbst kein Fan davon, die Eignung von Menschen für eine bestimmte Tätigkeit anhand von Papieren oder Nachweisen festzumachen. Ich bin sicher, dass einige meiner liebsten Journalisten auf krudesten Wegen in die Branche kamen - Christian Schmidt hatte da bei Stay Forever auch mal so etwas 'rumgedruckst.

Auf der anderen Seite ist es aber auch immer wieder erstaunlich, mit welch seichter Schreibe, welch begrenztem Wortschatz und welch oberflächlicher Recherche sogar so manches Print-Magazin monatlich erscheint. Ich habe schon den Anspruch, von einem Journalisten in einem Deutsch angesprochen zu werden, welches mir eher noch etwas "beibringen" kann, anstatt ständig das Gefühl zu haben: "Hätte er jetzt wirklich dreimal das gleiche Wort in zwei Sätzen verwenden müssen???" - Manchmal wirkt es, als seien viele Spielemagazine immer noch die Hobby-Werke aus der Branchenfrühzeit.

So etwas verzeiht man halt in Facebook-Kommentaren oder Amazon-Reviews, aber ein professionelles Magazin mit Redaktion und Schlusslektorat - da muss doch ein gewisses Level gewahrt sein. Zu GG kann ich dann nur schreiben, dass mir das Niveau hier ganz gut gefällt - auch ein Grund für's Abo.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 20. Oktober 2014 - 14:35 #

Ich kann mir vorstellen, dass die unbezahlten Praktika auch dadurch begünstigt sind, dass junge Menschen gewöhnt sind, ohne Bezahlung zu "arbeiten". In der Schule und im Studium ist das ja auch so. Da kommt man vielleicht gar nicht auf die Idee nach Geld zu fragen :p Vor allem dann nicht, wenn man noch Zuhause wohnt und fast nichts braucht wie offenbar 40% der Studierenden, wie ich kürzlich las.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 20. Oktober 2014 - 12:23 #

Ich bezweifle, dass das Angebot an Bewerbern so klein ist, dass man jeden nehmen müsste, der irgendwie daherkommt. Gerade weil der Job von vielen als "Ach, das ist doch eh keine Arbeit!" missachtet oder auch einfach unabhängig davon als das empfunden wird, was er verglichen mit vielen anderen ist (toll), dürfte die Zahl der Bewerber nicht klein sein.
Jörg möge mich korrigieren, wenn das nicht stimmt.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4607 - 20. Oktober 2014 - 21:36 #

Zieh Dir mal eine x-beliebige Spieleveteranen-Folge rein und dann prüfe bitte, ob das mit dem Testexemplar zu vereinfachend zutrifft.

Ich staune immer wieder über all das Wissen und die (positive) Nerdigkeit betagter Tester, besonders, wenn sie ein "neues" Spiel demaskieren und den ganzen Hype runterreissen, bis am Ende das nackte Spiele-Skelett daliegt auf dem Seziertisch.

Das kann eben nicht jeder. Ich sage auch nicht, dass man unbedingt dafür auserwählt sein muss. Es ist vielmehr so, dass es um jahrelange Arbeit und enorme Erfahrung geht. Die wenigsten sind bereit, so viel Zeit zu investieren, bis sie mal derart versiert sind.

Sorry, nichts gegen LPs und Spielebesprechungen von der Basis, sei es auf youtube oder in Blogs, aber das ist manchmal schon enorm peinlich, wie manche Leute meinen, jetzt ihre Meinung zu irgendwelchen Spielen ins Internet zu stellen. Das ist schön und gut so, aber es ist zurecht gratis. Wohingegen Du hier professionelle Arbeit kriegt mit Artikel, die mehrfach korrigiert und nicht einfach hingeschlonzt werden.

Wie gesagt, ich hab nix gegen private Spiele-Blogs oder Lets-Player. Aber für 99 % würde ich keinen Pfifferling zahlen.

Unregistrierbar 16 Übertalent - 4607 - 20. Oktober 2014 - 21:18 #

Ich halte das für eine sehr vereinfachende Darstellung von Können.

Durch enorme Kenntnis der Materie erst ist man überhaupt befähigt zu subjektiver Kritik.

Zumal es so etwas wie Objektivität in der Kritik sowieso nicht gibt, ganz besonders bei Kulturprodukten.

Es ist halt schon ein Unterschied, ob Dir einer an der nächsten Ecke sagt: "Spiel x is scheisse, weil Grafik zu billig und ausserdem foll laaangweilig, Mann" oder eben das, was Du bei professionellem Journalismus zu lesen bekommst.

Da hätte der Reich-Ranicki aber einpacken können, wenn Subjektivität in der Kritik nichts verloren gehabt hätte.

Maddino 16 Übertalent - P - 4986 - 19. Oktober 2014 - 20:59 #

Ich habe mich nach etwas nachdenken auch für die ersten Option entschieden. Mit im Rennen war die rein Subjektive Entscheidung des Redakteurs. Da ich mir dann aber vorgestellt habe, wie ich ein Sportspiel bewerten würde (nämlich in aller Regel sehr schlecht, da ich die Dinger einfach nicht mag), wären rein subjektive Wertungen vielleicht doch keine so gute Idee.

J.C. - Desert Ranger (unregistriert) 19. Oktober 2014 - 21:05 #

Natürlich werden Spiele nur von Redakteuren getestet die auch etwas mit dem Genre anfangen können, d.h. prinzipiell schon Lust drauf haben. Ich stand vor der selben Entscheidung wie du, habe mich aber genau umgekehrt entschieden, da mir die erste Option zu schwammig war. Nicht nur der AI Test zeigt, dass man diesem Anspruch nicht wirklich gerecht wird.

dereliTCed 12 Trollwächter - P - 957 - 19. Oktober 2014 - 21:55 #

Ich mag die Umfragen, aber wünsche mir oft nicht immer nur eine Wahl treffen zu müssen, sondern lieber Prioritäten zu verteilen. Bildet es vielleicht besser ab.

Beispiel heute:

Ich habe "Rein subjektiv" gewählt, weil es mir am wichtigsten erscheint. Aber eigentlich möchte ich nicht "REIN" sondern vorwiegend. Es darf gerne auch ein Absatz für Genrefans drin sein.

ganga Community-Moderator - P - 15576 - 19. Oktober 2014 - 22:24 #

An Genre-Interessierte und dazu noch die sehr subjektive Meinung

Despair 16 Übertalent - 4434 - 19. Oktober 2014 - 23:27 #

Option 1 mit größeren Meinungskästen.

Disteldrop 13 Koop-Gamer - P - 1607 - 19. Oktober 2014 - 23:32 #

-Rein subjektiv: Wie sieht es der Tester ganz persönlich?

Da ich gerne die Begeisterung mit anderen Spielern teile.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7451 - 20. Oktober 2014 - 0:32 #

[x] Rein subjektiv: Wie sieht es der Tester ganz persönlich?

Objektivität ist eine Illusion. Warum also nicht endlich drauf verzichten!? Macht "Tests" ehrlicher und brauchbarer.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9796 - 20. Oktober 2014 - 6:06 #

siehe obige diskussion mit herrn brown. es geht da auch um die herangehensweise in solchen tests.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 20. Oktober 2014 - 22:21 #

Ein subjektiver Test ist doch nicht ehrlicher. Er sagt nur aus, dass es dem "Tester" gefällt oder eben nicht. Gerade bei subjektiven Tests sehe ich die Gefahr, dass etwa bei großem Gefallen Kritikpunkte unter den Teppich gekehrt werden, um die eigene Meinung besser unterstreichen zu können.

klauskinski (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 7:10 #

so objektiv wie möglich bitte. alles andere ist kein test durch fachjournalisten, sondern nur eine meinung.

man sollte eben auch den anspruch haben eine kaufentscheidung für alle treffen zu können.

plus/minus 5%

klauskinski (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 7:13 #

nachtrag: nur 25% eines spiels spielen reicht somit NICHT, um ein objektives fazit unter ein spiel setzen zu können.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15076 - 20. Oktober 2014 - 7:47 #

Manchmal sind die Dinge einfach ok wie sie sind ;-)

Etomi 15 Kenner - P - 3851 - 20. Oktober 2014 - 8:16 #

Wenn es die SdK und die Meinungskästen nicht gäbe hätte ich auch zu Subjektiven Tests tendiert. Da es diese beiden Services jedoch gibt ist alles gut wie es ist.

Chris1308 18 Doppel-Voter - 9193 - 20. Oktober 2014 - 8:52 #

Ich habe mich für die ganz persönliche Meinung des Testers entschieden.
Spiele sind objektiv nur schwer fassbar und man kennt ja seine Kandidaten bei den Testern und ob die eigene Meinung mit der das Testers konform geht.
Das hilft mir meist mehr wie eine objektive Testnote.

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 20. Oktober 2014 - 10:36 #

Aha, die Mehrheit hat gewonnen :-)))

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15076 - 20. Oktober 2014 - 14:04 #

Willkommen in der Demokratie ^^

immerwütend 21 Motivator - P - 28921 - 21. Oktober 2014 - 13:50 #

Eigentlich eher hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Dadaismus ;-)

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15076 - 21. Oktober 2014 - 14:02 #

Da bist du mir einfach auf ewig um Jahre voraus ;-)

Cubi 17 Shapeshifter - 6113 - 20. Oktober 2014 - 14:18 #

Was ein Glück. :D

Namen (unregistriert) 20. Oktober 2014 - 10:42 #

Schlussfolgerung für GG:
Weiter so wie bisher, nur die Meinungskästen ausbauen ;)
= Win Win

Jörg Langer Chefredakteur - P - 323818 - 20. Oktober 2014 - 10:52 #

Im gleich erscheinenden MoMoCast thematisieren wir das :-)

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