Kurztest: The Vanishing of Ethan Carter
Teil der Exklusiv-Serie Abonnenten-Wunschartikel

PC
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Benjamin Braun 281087 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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21. Oktober 2014 - 17:01 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Dieser Inhalt entstand auf Wunsch der GamersGlobal-Premium-User (Infos zu Premium).
Was passiert, wenn sich ein paar ehemalige Entwickler von Bulletstorm zusammentun? Erstaunlicherweise kein überdrehter First-Person-Shooter, sondern ein grafisch prächtiges First-Person-Adventure samt paranormal begabtem Detektiv.
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Sanft brechen sich die Sonnenstrahlen im herbstlichen Geäst der Bäume. Im Hintergrund ein See, so ruhig, dass das reflektierende Licht ihn aussehen lässt wie einen gewaltigen Spiegel. Es ist ein traumhaft schöner Anblick, der direkt zu einem Picknick im hohen Gras einlädt. Doch das Idyll bekommt schnell Risse, als wir über eine Brücke hinweg tiefer in den Wald gehen. Die Fesselstricke an den Bahngleisen lassen bereits nichts Gutes vermuten, ein paar Meter weiter liegen die abgetrennten Beine eines Menschen, der sich mit letzter Kraft noch einige Meter in Richtung eines Flusses geschleppt hat. Was ist hier nur passiert – und was hat das alles mit dem Verschwinden von Ethan Carter zu tun?

Was wurde aus Ethan Carter?
Detektiv Prospero sucht die Einzelteile zusammen, um in Visionen zu erleben, was im Red Creek Valley geschah.
The Vanishing of Ethan Carter ist das Debüt-Projekt des polnischen Indie-Studios The Astronauts, das sich vornehmlich aus ehemaligen Mitarbeitern von People Can Fly (Bulletstorm) zusammensetzt. Es ist ein Adventure, aber eigentlich ist es mehr eine interaktive Geschichte, und ihr erlebt sie überwiegend aus der ersten Person und in einer wunderschönen, weitgehend frei begehbaren 3D-Welt, genauer, dem Red Creek Valley.

Als Detektiv Paul Prospero macht ihr euch in das Tal auf, um den titelgebenden Ethan Carter zu suchen, der ihn selbst mittels eines mysteriösen Briefs zur Klärung seines Verbleibs aufgerufen hat. Anfangs wisst ihr nicht viel über den Jungen, findet aber schnell heraus, dass Ethan offenbar einen starken Hang zu mitunter abstrusen Geschichten hatte. Denn überall findet Prospero kleine Geschichten des Jungen, aber auch Zeitzeugnisse wie Zeitungsausschnitte, die ihn näher an die Klärung von Ethans Schicksal bringen.

Mysterien, wohin man schaut
Paul Prospero wurde von Ethan offenbar nicht ohne Grund ausgewählt, denn auch der Detektiv hat einen Hang zum Mystischen – und zum Paranormalen. Alles, was im Zusammenhang mit dem Verbleib von Ethan steht, löst in Paul Visionen aus, mit denen er die Ereignisse der Vergangenheit rekonstruieren kann. Bei der Entdeckung der eingangs beschriebenen ersten Leiche wird es im Spiel nämlich nicht bleiben. Viel mehr stehen all diese Todesfälle in direktem Zusammenhang. Manches Erlebnis aber bleibt rätselhaft. Wer zum Beispiel ist dieser Astronaut, dem Paul quer durch ein Waldstück folgen kann? Die Geschichte selbst wirft bis zum (nicht vollends befriedigenden) Schluss mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt. Bis zum Ende aber nichts Genaues zu wissen, sorgt bis zu diesem Punkt für anhaltende Spannung. Und das, obwohl im Gegensatz zu interaktiven Geschichten der Marke To the Moon (GG-Test:) nur sehr begrenzt so etwas wie eine Dramaturgie eingesetzt wird.

Mehr als ein Wander-Simulator
In den ersten Spielminuten könnte man anhand der grafischen Präsentation noch glauben, The Vanishing of Ethan Carter sei nicht viel mehr als die Weiterentwicklung von interaktiven Erlebnistouren wie in Dear Esther oder Gone Home. Allerdings geht es nicht einfach nur darum, dem Story-Schlauch zu folgen und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Stattdessen könnt ihr euch mehr oder weniger frei durch die Spielwelt bewegen und die einzelnen Mysterien in beliebiger Reihenfolge aufdecken. Kommt ihr beim ersten also nicht weiter, lauft ihr einfach zum nächsten weiter. Das bedeutet allerdings auch, dass ihr später die ganze Strecke noch einmal zurücklaufen müsst. Da ihr überall auch in kleinere Sackgassen geraten könnt und am Rande nicht mehr zu entdecken ist als hübsche Landschaften, ist die zwingend notwendige Erkundung der Welt nicht immer erquicklich.

Um die Mysterien aufzudecken, müsst ihr an den entsprechenden Schauplätzen im Regelfall eine begrenzte Anzahl von interessanten Punkten entdecken und untersuchen. Pauls Gedanken zu deren Bedeutung werden dabei stets in Textform eingeblendet. Beim Anblick einer kleinen Diesellok, auf deren Front Blut erkennbar ist, fragt sich Paul etwa, ob es sich um menschliches Blut handelt, ob es ein Unfall war oder vielleicht doch etwas anderes.

Abgesehen von dieser Suchleistung gibt es noch ein anderes Element, das uns nach ein wenig Diskussion zur Einordnung von The Vanishing of Ethan Carter als Adventure gebracht hat: Hier und dort sind auch Objektkombinationen notwendig. Paul hat zwar kein sichtbares Inventar, kann aber zum Beispiel eine Axt mitnehmen, die er an einem Tatort findet, um sie wieder an ihren ursprünglichen Platz zu hängen.

Weiter als das geht das Spiel bei Objektkombinationen aber nur selten. Einer dieser seltenen Fälle ist etwa, wie wir mit einer Kurbel die Diesellok wieder in Gang bringen. Wo wir die Kurbel finden, erfahren wir ebenfalls in Form einer Vision. Die angewandte Hellsichtigkeit erlebt ihr so: Rotiert ein Wort vielfach vor euren Augen, dreht ihr euch einfach so lange im Kreis, bis alle Versionen übereinander liegen. Sodann ruft ihr die Vision ab.

Zur Seite 2 unserer Review zu The Vanishing of Ethan Carter
Die Spielwelt von The Vanishing of Ethan Carter steht euch von Anfang an offen. Um den Fall abzuschließen, müsst ihr aber alle relevanten Ereignisse erleben.
Jörg Langer Chefredakteur - P - 324033 - 21. Oktober 2014 - 17:09 #

Viel Spaß beim Lesen!

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 70302 - 21. Oktober 2014 - 17:10 #

klingt ganz interessant.ich hoffe auf PS+

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47879 - 21. Oktober 2014 - 17:20 #

Danke für den Test, hat meine Hoffnungen bestätigt. Da werde ich wohl bald mal zuschlagen müssen.

Flitzefisch 16 Übertalent - P - 5833 - 21. Oktober 2014 - 17:25 #

Ich glaube die "erste Person" ist besser übersetzt mit "Ego-Perspektive".

DomKing 18 Doppel-Voter - 9233 - 21. Oktober 2014 - 17:32 #

Also ich fand es gut. Wenn man sich mal einen Abend Zeit nimmt (3-4 Stunden), hat man das Spiel aber auch schon durch.

Fühlt sich beim Spielen wie ein besseres Gone Home an: Größer, bessere Rätsel, mehr Grusel.

Loco 17 Shapeshifter - 8088 - 21. Oktober 2014 - 19:51 #

0 Grusel, aber trotzdem super Spiel ;)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9233 - 22. Oktober 2014 - 23:13 #

Durchaus kommt ab und zu etwas Grusel auf. Vielleicht nicht für Leute, die A:I, Outlast, Slenderman und Konsorten tagein tagaus spielen.

Noodles 21 Motivator - P - 30145 - 22. Oktober 2014 - 23:21 #

Ich hab mich beim Anspielen schon bei den Fallen direkt am Anfang erschreckt. Bin wohl einfach zu schreckhaft. Darum spiel ich auch keine Horrorspiele. :D

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 21. Oktober 2014 - 17:33 #

Guter Test, kann mich den Test voll anschließen.
Den + Punkt "Offene 'Welt" kann ich nicht ganz nachvollziehen, im Grunde ist es ein typischer Schlauch den man abgeht. Etwa verlaufen kann man sich nicht da überall Begrenzungen sind und man keine alternativen hat, ist für mich nun keine offene Welt. Aber hat vielleicht jeder ne andre Vorstellung von dem Begriff.

Benjamin Braun Redakteur - 281087 - 21. Oktober 2014 - 19:00 #

Nö, ist es nicht. Du kannst die einzelnen Teile theoretisch in beliebiger Reihenfolge angehen. Ob Du das in der Praxis so machst (bzw. in deinem Fall gemacht hast), ist natürlich eine andere Frage.

Noodles 21 Motivator - P - 30145 - 21. Oktober 2014 - 17:51 #

Ich hab mir das Spiel letzte Woche gekauft und schon einmal reingeschaut, die Grafik ist wirklich beeindruckend. Werde mich dann bald einen Abend gemütlich an den PC setzen und das Spiel in einem Rutsch durchspielen. Das herbstliche Mistwetter passt da wunderbar. ;)

andreas1806 16 Übertalent - 4181 - 21. Oktober 2014 - 17:58 #

Schade dass ich den Code nicht gewonnen hab :)

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47879 - 21. Oktober 2014 - 18:06 #

Wenn es dich tröstet: Du bist nicht allein...

euph 23 Langzeituser - P - 38619 - 21. Oktober 2014 - 18:47 #

Klingt gar nicht so schlecht. Ist aber eher was, wenn es mal bei einem Sale im PSN dabei ist.

Benjamin Braun Redakteur - 281087 - 21. Oktober 2014 - 18:58 #

Nun, dafür muss es erst mal im PSN ankommen. Wird aber wohl erst nächstes Jahr irgendwann für PS4 kommen. Mit ein wenig Glück (sofern Du PSPlus hast) wird es aber kostenlos erhältlich sein. War ja bei Outlast z.B. auch so.

Uisel 15 Kenner - P - 3747 - 21. Oktober 2014 - 19:08 #

Ich bin erst bei ca. 2h spielzeit, bin aber durchaus sehr angetan! Den test les ich mir dann nach beenden durch. danke nochmals fuer den gewonnenen code.

Xalloc 15 Kenner - 2847 - 21. Oktober 2014 - 20:35 #

Ich habe es schon durchgespielt. Es hat mir im Gegensatz zu Dear Esther ziemlich gut gefallen. Hier war ich stets motiviert, die Gegend zu erkunden, um mehr über das Verschwinden von Ethan Carter herauszufinden. Das Ende könnte einigen allerdings nicht gefallen. Ich finde das Spiel rundum gelungen.

Loco 17 Shapeshifter - 8088 - 21. Oktober 2014 - 21:05 #

Die Story von Dear Esther ist besser. Bei Ethan Carter ist sehr schnell klar was los ist und das Ende ist naja... Dafür gibt es halt spielerisch mehr zu tun.

bigboulder 13 Koop-Gamer - 1207 - 22. Oktober 2014 - 10:31 #

Dear Esther hat in diesem Sinne ja keine Story. Mehr eine kryptische Hintergrundgeschichte (bzw. sogfar mehrere) die offen für allerlei Interpretationsmöglichkeiten ist.

"Bei Ethan Carter ist sehr schnell klar was los ist"

[SPOILER ENTFERNT] --- Mod.

Ne mal ehrlich.. das sieht keiner so schnell kommmen.

[SPOILER ENTFERNT] --- Mod.

J.C. (unregistriert) 22. Oktober 2014 - 11:35 #

AHH, Spoiler!! Bitte moderieren!

bigboulder 13 Koop-Gamer - 1207 - 22. Oktober 2014 - 13:21 #

Oh das tut mir leid.

Ähm sind das dann wirklich Spoiler?
Wenn man einfach nur Levelabschnitte beschreibt spoilert das ja nicht die Hintergrundgeschichte oder etwaige Storytwists.

Wenn ich zu Alien Isolation geschrieben hätte auf der Krankenstation liegt ein Medipack wäre das hingegen kaum zensiert worden obwohl es objektiv auch nicht mehr Inhalt verrät als ich es bei Ethan Carter getan habe.

Noodles 21 Motivator - P - 30145 - 22. Oktober 2014 - 13:22 #

Jetzt hast du mir Alien Isolation versaut! :P

Loco 17 Shapeshifter - 8088 - 22. Oktober 2014 - 17:08 #

Also ich wusste es nach dem ersten Rätsel schon, Freunde hatten auch sofort die richtige Vermutung. Mehr kann ich auch nicht dazu sagen.

bigboulder 13 Koop-Gamer - 1207 - 24. Oktober 2014 - 10:48 #

Dann sag ich nur verblüffend XD

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20643 - 21. Oktober 2014 - 21:11 #

Das Spiel scheint meinen Erwartungen vollumfänglich zu entsprechen. Hoffentlich dauert es nicht so wahnsinnig lange, bis das Spiel auch auf der PS4 veröffentlicht wird.

steever 16 Übertalent - P - 4917 - 21. Oktober 2014 - 21:22 #

Gibt es schon einen Termin für die PS4 Version oder einen ungefähren Zeitraum?

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20643 - 21. Oktober 2014 - 21:33 #

Nur grob 2015, soweit ich weiß. Das Studio hat auch erst nach der PC-Veröffentlichung mit der Arbeit an der PS4-Version begonnen.

bigboulder 13 Koop-Gamer - 1207 - 22. Oktober 2014 - 10:32 #

Wenn es doch nur immerso wäre... es kamen auch sehr schnell Patches dazu raus obwohl das Spiel schon von Anfang an sehr ordentlich lief.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32762 - 22. Oktober 2014 - 0:33 #

Hört sich doch spannend an. Ist jetzt schonmal auf der Wunschliste.

Mantarus 16 Übertalent - P - 4725 - 22. Oktober 2014 - 10:16 #

Ich finde es einfach atemberaubend schön. Werde ich mir genauer ansehen wenn ich mir eine PS4 gekauft habe :)

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1935 - 22. Oktober 2014 - 12:08 #

Nachdem ich jetzt den Test gelesen habe und nach dem Ansehen der Screeshots hat sich jetzt bei mir der Eindruck verfestigt, dass das ganze wie ein Myst wirkt - nur mit besserer und freier 3D-Grafik.

Irgendwie sieht das Spiel trotz technisch toller Grafik so steril und leblos aus. Kann mir irgendwer, der das Spiel schon gespielt hat, sagen, ob mein Eindruck stimmt? Wenn ja, dann bin ich nämlich raus hier, denn Myst und alle seine Clone habe ich gehasst...

bigboulder 13 Koop-Gamer - 1207 - 22. Oktober 2014 - 13:27 #

Also das Spiel ist ganz und gar nicht wie Myst.
Es gibt bei Weitem nicht so viele Rätsel und das Genre generell ist doch eher ein Anderes würde ich sagen.

Ethan Carter ist eher wie Dear Esther nur das man mehr mit seiner Umwelt interagieren kann und muss um bestimmte "Rätsel" zu lösen.
Es geht dabei grds. immer um ein Schema das es zu bewältigen gilt.

Es steht mehr die Story im Vordergrund und die Erkundung des Levels.

Also steril wirkt Ethan Carters Grafik überhaupt nicht. Gerade durch das Herbstsetting und dem ständig starken Wind wirkt die Fauna so lebendig wie es sonst nur in Crysis und CO der Fall war.

Das es dennoch leblos im Sinne von verlassen und trostlos wirkt das hat seinen Grund in der Story.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33767 - 22. Oktober 2014 - 18:16 #

Mich erinnert der Stil bzw. die Landschaft in den Screenshots irgendwie an Half-Life 2. Also die Mischung aus Laubwäldern mit großen Felsbrocken, auch die Holzplanken in dem einen Bild... klar ist die Grafik viel weiter entwickelt, aber diesen realistischen, gedeckten Stil haben beide, scheint mir.

bigboulder 13 Koop-Gamer - 1207 - 24. Oktober 2014 - 11:03 #

Ich würde sagen Ethan Carter ist dahingehend noch stilisierter auf eine naturnahe Herbstmelancholie angelegt. Half Life 2 wollte ein eher kärglicheres Landschaftsbild für seine Stimmung nutzen.

By the way.. Ethan Carter hat für mich die realistischte Walddarstellung bis Dato.

furzklemmer 15 Kenner - 3108 - 22. Oktober 2014 - 17:50 #

Styx? Hat jemand Styx gesagt? Styx? Styyyyyyyyyx!

J.C. (unregistriert) 22. Oktober 2014 - 18:12 #

Wie wäre es mit Ultimate General Gettysburg nächstest mal?

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324033 - 22. Oktober 2014 - 18:46 #

Wenn wir dran denken, nehmen wir es gerne in die nächste Abo-Wunschartikel-Umfrage auf :-)

J.C. (unregistriert) 22. Oktober 2014 - 19:20 #

Super! Wenn ihr dran denkt fallen euch bestimmt auch noch zwei vollkommen uninteressante Alternativen ein. ;)

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20643 - 22. Oktober 2014 - 19:23 #

Nanu, Du bis ja gar kein Desert Ranger mehr ;)

J.C. (unregistriert) 22. Oktober 2014 - 19:25 #

Auch die setzten sich mal zur Ruhe. ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324033 - 22. Oktober 2014 - 22:16 #

Hochkomplexes RTS von einem Total-War-Modder? Ich hätte jtzt eher vermutet, dass das der Zählkandidat wäre...

J.C. (unregistriert) 22. Oktober 2014 - 22:48 #

Keine Widerrede.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166647 - 23. Oktober 2014 - 10:45 #

Guter Vorschlag, das Spiel würde mich auch interessieren.

oojope 15 Kenner - 3028 - 23. Oktober 2014 - 12:11 #

Bin sehr interessiert an dem Titel - ist schon bekannt was es in etwa auf der PS4 erscheinen wird?

Kumamonster 10 Kommunikator - 453 - 23. Oktober 2014 - 13:38 #

Kann dem Test nur zustimmen, mehr als diese Wertung hätte ich auch nicht vergeben.

Ich hatte mich wahnsinnig auf das Spiel gefreut, war nach dem Entdecken von Screenshots und eines Preview-Let's Plays des bekanntesten deutschen Let's Players (ratet mal, hehe) völlig begeistert und verliebt. Und es dann kurz darauf als einziges Spiel überhaupt in meiner Zockerkarriere vorbestellt (!) - und war irgendwie nach dem Durchspielen sehr enttäuscht.

Am Anfang und nach dem Diesellok-Rätsel war ich so guter Dinge und erwartete Großartiges... Aber irgendwie dümpelt das Spiel dann so vor sich hin, die Rätsel sind immer derselben Machart (Hinweise finden, Reihenfolge festlegen) - bis auf eines, das Raum-Rätsel in dem verfallenen Haus, welches wirklich genial und sehr innovativ ist meiner Meinung nach (was mich aber graue Haare gekostet hat, als ich ewig versucht habe, es zu lösen, ohne das andere verfallene Haus je besucht zu haben...). Das Element gen Ende in der Mine (mit der Patrouille) passte so gar nicht zum Rest, da wollte das Spiel offenbar mal kurz Amnesia-Anklänge einbringen.

Die Grafik ist atemberaubend und man kommt gar nicht mehr aus dem Staunen heraus (die Jungs und Mädels haben mit der Photogrammetrie eines fantastischen Job gemacht) - das aber nur zu Anfang, denn dieser Effekt verliert sich natürlicherweise durch Gewöhnung mit der Zeit, und das Spiel kann sich durch sein Aussehen auch nicht mehr so wirklich aufwerten.
Was mich auch gestört hat: Das Spiel soll in Wisconsin spielen, aber gerade durch die Photogrammetrie-Technik und dadurch fast 1:1 Übernahme und Konvertierung abfotographierter Objekte in Modelle und Texturen sieht das Spiel total "europäisch" aus (die Macher waren vor allem um die Stadt Karpacz im Riesengebirge unterwegs, von wo der Großteil der genutzten Modelle/Texturen stammt, wie z.B. die Brücke, der Damm, die Stabkirche, ...), besonders bei der Architektur fällt das extrem auf. "Das kann nicht in den USA sein" dachte ich mir sehr häufig, und dadurch geht irgendwie die Immersion und Glaubwürdigkeit des Settings ein wenig flöten.
Man kauft ihm nur ganz zu Anfang, als man noch keine Gebäude und nur Natur sieht, ab, daß es in Nordamerika sein soll. Und selbst da: Ich als Biologe bin in der Hinsicht Nitpicker und merke, daß die Vegetation dort schon ein wenig anders ist als in Polen :)

Und das Ende... hmm ja. Ich war herbst enttäuscht. Man hat das Gefühl, daß es wieder mal nach der Machart "wir haben keine schlüssige Story schreiben können, also lassen wir es einfach auf diese Art enden, dann sind wir gut raus" (--> ähm, NEIN...) lief, was in Pineview Drive z.B. auf die Spitze getrieben wurde.
Es wurde immer abstruser, bis ein völlig hanebüchenes Ende das ganze Spielerlebnis zuvor kaputtgemacht hat.
Es scheint, daß es im Horror-Genre (ich zähle Ethan Carter wegen seiner Grusel-Elemente jetzt einfach mal dazu) einfach keine guten Enden geben *will*. Wann hat denn da zuletzt eines Sinn ergeben oder war einfach nur GUT?

Wäre das Spiel länger gewesen, die Rätsel anspruchsvoller und abwechlungsreicher, die Story vertrackter und logischer (anstatt zu Ende nur noch abstrus) und die Auflösung am Ende eine andere, hätte das Spiel etwas ganz großartiges werden können. So ist es für mich nur ein nettes kleines Indie-Spiel für einen Abend, bei weitem nicht schlecht, aber auch nichts weltbewegendes.

Aber was ich nie so ganz verstehen will: Warum ist "keine deutsche Vertonung" denn ein Negativpunkt? Es sind doch deutsche Untertitel vorhanden, also ist das Spiel für nicht-englischsprachige Menschen verständlich. Zumal die deutschen Synchros sowieso aufgrund des viel geringeren Budgets IMHO in den allermeisten Fällen zwischen "waren stets bemüht" und "grottig" pendeln. Demnach gewinnen die meisten Spiele für mich enorm an Atmosphäre und Qualität, wenn ich die englische Sprachausgabe wähle anstatt einer mittelmäßig bis schlechten deutschen.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33767 - 23. Oktober 2014 - 16:28 #

Danke für diese ausführliche und spoilerfreie Zweitmeinung. :-)

Was du über die polnische Vegetation schreibst, könnte meinen oben erwähnten Eindruck erklären, dass die Landschaft mich an HL2 erinnerte. Das spielte ja auch irgendwo in der Gegend.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47879 - 23. Oktober 2014 - 17:57 #

Etwa in City 17? Half-Life 3 confirmed!

Kumamonster 10 Kommunikator - 453 - 23. Oktober 2014 - 21:26 #

Oh Mann, ich liebe diese "Half-Life 3 confirmed" Kommentare, bitte möglichst am weitesten hergeholt damit maximal lustig (*kein Sarkasmus*) - never gets old! :D

Kumamonster 10 Kommunikator - 453 - 23. Oktober 2014 - 21:28 #

Uh oh, hab ich doch unabsichtlich gespoilert und zu viel verraten? *schäm*
Hatte versucht, es so allgemein und spoilerfrei wie möglich zu formulieren, wie es mir zum Zeitpunkt des Schreibens einfiel. Besonders das mit dem Haus-Rätsel z.B. hätte ich vielleicht so nicht schreiben sollen, und das mit dem Ende... *blush*

Ist gar nicht so einfach, möglichst gut über ein Spiel zu informieren, ohne zu viel zu verraten - schon eine Gratwanderung, und ich bewundere Redakteure und andere Schreiberlinge, die das regelmäßig machen müssen.
Es soll auch Leute geben (wie mich z.B. in seltenen Fällen, *hust*), die bei bestimmten Spielen gar nichts vorher wissen, sondern sich völlig überraschen lassen wollen und daher nichtmal einen Test/Preview zu einem Spiel lesen :)

Ja stimmt, ein wenig erinnert es tatsächlich an Half-Life 2! Jetzt wo Du es sagst :)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33767 - 24. Oktober 2014 - 7:32 #

Ah wieso, ich schrieb doch spoilerfrei. Das war nicht ironisch gemeint. So ein paar Andeutungen empfinde ich noch nicht als Spoiler, keine Sorge.

Kumamonster 10 Kommunikator - 453 - 25. Oktober 2014 - 15:49 #

Oh Mann, phew, bin erleichtert, daß ich doch nichts gespoilert habe :)

Hatte es gestern mit meinem Freund darüber, dem ich meinen Kommentar (und Deine Antwort) hinterher zu lesen gegeben hatte (wir haben das Spiel zusammen durchgezockt, er wie immer als [meist gelangweilter] Zuschauer). Das lief ungefähr so ab:

Ich: "Freut mich, daß sich jemand über meinen Kommentar gefreut hat bzw. er hilfreich war"
Er: "Ähm, das war ironisch gemeint..."
Ich: "Dachte ich nicht, das hört sich für mich einfach wie ein netter Kommentar an"
Er: "Doch, *natürlich* war das ironisch gemeint! Erst recht wegen des Smileys... Du hast ja ungefähr alles verraten!!"
Ich [entgeistert]: "Waaas?!?? Wie denn wo denn was denn, ich hab doch extra so darauf geachtet, mich so allgemein wie möglich auszudrücken, hab keine Einzelheiten zur Story verraten usw. Aber okay, das mit dem Haus hätte ich so nicht schreiben sollen *Sorgen mach* --> zweiten Kommentar geschrieben

Heute dann:
Ich: Ah, meine Intuition war also richtig und es war tatsächlich doch nicht ironisch gemeint! *Zu Freund rüberguck* "Siehst Du!!"

Hach jaaa, das gute alte Internetz und das Vermitteln von Absichten und Gefühlen... :D

aveo 10 Kommunikator - 394 - 10. November 2014 - 19:16 #

Sehr schöne Grafik, allerdings wäre mir eine durch und durch realistische Story lieber gewesen. Werde es jedenfalls mal anspielen...

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