Kurztest: Runers
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Karsten Scholz 11352 EXP - Freier Redakteur,R8,S9,J7
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8. September 2014 - 20:35 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Dieser Inhalt entstand auf Wunsch der GamersGlobal-Premium-User (Infos zu Premium).
Es ist ein "Roguelike" wie es im Buche steht: Maue Technik, zufällig generierte Level, Permadeath und ein verflixt hoher Schwierigkeitsgrad. Doch bringt der LGK-Games-Titel auch genug Eigenständigkeit und Qualität mit, um sich einen Platz auf eurer Festplatte zu verdienen?

Alle Screenshots stammen von GamersGlobal.

Bis vor ein paar Tagen nahm der Autor dieser Zeilen an, dass er ein Vollprofi sei. Ein Veteran, der jeden Schwierigkeitsgrad knacken und jeden Endboss besiegen könne. Und dann kam Runers und brachte ihn auf den Boden der Tatsachen zurück. Bereits im ersten der fünf möglichen Schwierigkeitsgrade starb unser Autor dutzende virtuelle Charaktertode, von den vier schwereren Modi wollen wir gar nicht erst anfangen. Jedes Ableben bedeutet auch, wieder von vorne anfangen zu müssen. Hört sich frustrierend an, ist es zeitweise sogar, macht unserem Schreiberling aber auch nach Stunden immer noch Laune. Warum das so ist, erfahrt ihr in unserem aktuellen Abo-Wunschartikel.

Zähe Heldengenerierung
Die Charaktererstellung erschlägt euch anfangs mit der Masse an Optionen.
Wenn ihr in Runers das erste Mal ein Abenteuer startet, werdet ihr von der Charaktererstellung förmlich erschlagen. 20 Klassen stehen zur Auswahl, die jeweils eine spezielle Fähigkeit besitzen. Der Barde kann zum Beispiel fünf Sekunden lang alle Feinde in der Nähe betäuben. Der Leichenkriecher beschwört wiederum zwei Zombies, die Feinde ablenken und beim Tod in einer Giftwolke explodieren. Zudem warten noch 20 passive Fähigkeiten auf euch, von denen ihr euch ebenfalls eine rauspickt. Der Segen des Zwergs erhöht etwa euren Schaden, wenn ihr nah an eurem Opfer dran steht. Der Segen des Dschinns stattet euch dagegen mit zufälligen Buffs aus, sobald euch ein Angriff erwischt.

Es dauert, bis ihr sämtliche erklärenden Texte zu den Klassen und Segen gelesen und eine Entscheidung getroffen habt. Das mag im erstem Moment nerven, doch erhöht die Zahl der möglichen Kombinationen auch den Wiederspielwert. Zuletzt wählt ihr aus zehn möglichen Zaubern einen aus, bevor ihr die Katakomben endlich betreten dürft. Bei den Startzaubern fehlt unverständlicherweise jede Erklärung. Ihr müsst das Abenteuer schließen und im Runenindex des Hauptmenüs nachsehen, was sich hinter Erdstachel, Magische Rakete und Konsorten verbirgt.

Kein Raum wie der andere
Sobald wir das Kreissymbol betreten, schrumpfen wir und alle Feinde im Raum erwachen zum Leben. Von solchen Eventräumen gibt es in Runers viele verschiedene.
Das Abenteuer startet auf der ersten Ebene. Bevor es überhaupt los geht, erfahrt ihr, dass eure Gegner einen zufälligen Stärkungseffekt erhalten haben. Das kann etwa ein Gesundheitsbonus sein oder ein Anstieg des Bewegungstempos. Solch einen Buff gibt es auf jeder Ebene und sie werden, wie der Aufbau der Level oder die Verteilung der Gegner, beim Start des Spiels zufällig generiert. Ihr wisst also nie, was euch in den Räumen erwartet. Zumindest im Detail, denn mit einem könnt ihr fast immer rechnen: Sobald ihr eine Tür durchschreitet, stürmen zahlreiche Feinde auf euch zu, oftmals in hohem Tempo und wild um sich ballernd. 140 verschiedene Gegner gibt es, darunter blitzschnelle Fledermäuse, zaubernde Magier oder Windjäger, die euch mit Strudeln zu sich ziehen. Manchmal sind Nester oder Portale in der Nähe, aus denen immer neue Widersacher schlüpfen, oder Schreine, die nahe Dämonen verstärken.

Für Abwechslung sorgen die Auren-Räume, in denen ihr es mit besonderen Buffs und Debuffs zu tun habt, die euch schwächen oder eure Feinde verstärken. Oder die Event-Areale, in denen ihr etwa ein hilfloses Mädchen vor Kreaturen beschützen, Geister in Portale locken oder die Gegenspieler in der richtigen Reihenfolge erledigen müsst. Und zu guter Letzt gibt es auch Bosse wie Eyezilla, den Chaotischen, der beim ersten Schusswechsel sein Auge vom restlichen Körper trennt, euch mit kunterbunten Zaubern und Flächenangriffen bombardiert und unzählige Diener zu Hilfe ruft.
Bosse wie Eyezilla gibt's alle paar Ebenen. Sie erfordern oft besondere Strategien.
Runen und Charakterentwicklung
Die gefundenen Runen setzt ihr im Kombinierer zu Zaubern zusammen, oder ihr nutzt sie, um bereits fertige Magieangriffe zu verstärken.
Ihr verbessert den Held, indem ihr Events meistert, im Level aufsteigt oder eine neue Ebene betretet. Dann dürft ihr aus mehreren zufälligen Belohnungen eine auswählen: Ein erhöhtes Bewegungstempo ist genauso drin wie mehr Lebenspunkte oder ein verbesserter Rüstungswert. Außerdem lassen erledigte Gegner zehn verschiedene Runentypen fallen, die ihr zu neuen Zaubern – 285 gibt es insgesamt – kombinieren könnt. Eine Wasserrune lässt euch etwa den Zauber Tröpfchen wirken, der beim Aufprall leichten Flächenschaden verursacht.

Mit einer Gedankenrune schaltet ihr wiederum den Gedankenstachel frei, der Feinde durchschlägt. Im Kombinierer könnt ihr eine Wasser- und Gedankenrune aber auch zum Wasserfall verbinden, mit dem ihr drei Wasserblitze abfeuert, die Gegner durchdringen und das Bewegungstempo aller Ziele verlangsamen. Um zwei Runen das erste Mal miteinander zu verknüpfen, braucht ihr einen Doppelkombinierer. Für die Kombination dreier Runen wird der noch seltenere Dreifachkombinierer benötigt. Alternativ investiert ihr eure Runen in bereits fertige Zauber, um zum Beispiel ihren Schadenswert zu verbessern.

Zu Seite 2 unseres Runers-Kurztests

Dieses riesige Skelett ist nur ein einfacher Zwischenboss, der euch mit seinen Skelettdienern und Knochengräbern das Leben schwer macht.
Der Marian 19 Megatalent - P - 17733 - 8. September 2014 - 21:50 #

Bei den Alternativen gibt's aber noch deutlich mehr erwähnenswerte:
- Dungeons of Dredmor
- Spelunky
- Dungeons of the Endless
- Rogue Legacy

oder, ganz klassisch:
- Dungeon Crawl Stone Soup

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 11352 - 8. September 2014 - 22:03 #

Na klar, aber bei einem Kurztest gibt es auch nur einen kurzen Alternativenkasten :-P

Der Marian 19 Megatalent - P - 17733 - 8. September 2014 - 22:09 #

Okay ^^

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6520 - 13. September 2014 - 18:59 #

Die Logik versteh' ich zwar nicht, aber jedenfalls danke für den längeren "Alternativen-Kasten"!

Maik 20 Gold-Gamer - - 21650 - 8. September 2014 - 22:11 #

Gut gekontert. :) Obwohl ich beim Lesen auch an Rogue Legacy dachte.

Anym 16 Übertalent - 4962 - 9. September 2014 - 21:11 #

Mich stört da eher der Satz 'Gute "Roguelikes" sind selten geworden'. Wann gab es jemals mehr wie heute?

Der Marian 19 Megatalent - P - 17733 - 9. September 2014 - 23:54 #

Volle Zustimmung.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7115 - 9. September 2014 - 9:21 #

Lustig, bei solchen Tests lese ich immer alles und viele Negativpunkte klingen für mich wie Positives... und dann wunder ich mich über die niedrige Note. :) Ich werde das Geld hier wohl auf jeden Fall mal anlegen.

derDomino 12 Trollwächter - 1137 - 9. September 2014 - 9:32 #

Geht mir ähnlich, ich hätte nach dem Lesen des Test auch eine Note 1 bis 1,5 Punkte höher erwartet.

ThokRah 14 Komm-Experte - P - 2146 - 9. September 2014 - 12:02 #

Dito!
Vor allem der Negativ-Punkt "Keine Controller-Steuerung": Ernsthaft? Bei einem PC only Titel wird das als negativ gesehen?

Klar gibt es Spieler die lieber mit Controller hantieren, trotzdem sehe ich diesen Punkt bei einem PC-Spiel nicht als Negativ-Punkt! Es hat so ganz leicht den Anschein, als dass man "krampfhaft" noch nach negativen Punkten suchen musste.

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 11352 - 9. September 2014 - 12:34 #

Aufgrund der Art des Spiels bzw. der Steuerung hätte sich eine Controller-Alternative einfach angeboten, vor allem da die Tastatur-Steuerung nicht 100% optimal gelöst wurde.

Wenn euch das egal ist, ignoriert den Punkt halt, gibt aber sicher einige, für die das eine relevante Information ist.

ThokRah 14 Komm-Experte - P - 2146 - 9. September 2014 - 12:53 #

Ok, wenn die Tastatur-Steuerung nicht optimal gelöst wurde, erhält dieser Punkt eine ganz andere Bedeutung.
Danke für die Erklärung!

turritom 12 Trollwächter - P - 1190 - 10. September 2014 - 10:53 #

hmmm sowas entwickel ich grad auch nur mit besserer Grafik :) sollte ich mir als Referenz mal zulegen ..das mit dem Buffs auf jeder Ebene ist ne gute Idee.

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