App der Woche: Super Smash Clash
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

Android
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Benjamin Braun 361290 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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6. September 2014 - 20:38 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Jeden Samstag findet ihr bei GamersGlobal unsere App der Woche – wobei wir ungefähr einmal im Monat bewusst eine App auf Android vorstellen werden statt auf iOS – so wie heute etwa.

Einen guten Brawler spielen wir immer gerne – wozu er auch nicht unbedingt die Güteklasse eines PlayStation All-Stars Battle Royale erreichen muss. Wir haben den Indie-Brawler Super Smash Clash auf Android gespielt und verraten euch, ob Genre-Fans die 1,49 Euro guten Gewissens investieren können, um die Wartezeit auf den nächsten Teil von Nintendos Vorzeige-Titel der Super Smash Bros.-Reihe zu überbrücken.

Nicht runterfallen!
Audiovisuell ist Retro angesagt. Das Spiel wirbt aber trotzdem mit seinen abgeblich konstanten 60 Frames.
In Super Smash Clash habt ihr zunächst nur Zugriff auf einen von fünf Kämpfern – alle anderen, wie zum Beispiel den Pinguin Mr. Puffs, müsst ihr euch durch das Absolvieren des Classic-Modus oder das Erfüllen anderer Ziele erst erarbeiten. Auch die übrigen Spielmodi wie Freeplay, wobei ihr auswählen könnt, gegen welche Charaktere ihr antretet, oder den Challenge-artigen Event-Match-Modus müsst ihr erst freischalten.

Ihr besitzt abhängig davon, in welcher Stage ihr euch befindet, eine bestimmte Zahl an Leben, die ihr entsprechen verliert, wenn ihr zu oft getroffen werdet oder in den Kampfarenen in die Tiefe stürzt. Die Arenen selbst unterscheiden sich grundlegend voneinander. Hier findet der Kampf auf einem Felsblock in den Wolken statt, über dem mehrere Plattformen das Kampfgeschehen mehr in die Vertikale bringen. Vor einer Art Burg wiederum findet der Kampf vor allem auf dem Boden statt, wobei wir darauf achten müssen, nicht in die Kluft in der Mitte zu fallen.
Während des Kampfes fallen Bonusitems herunter. Die können euch (oder euren Gegnern) direkt schaden oder euch, wie hier, etwa zeitweise größer machen.

Kleine Prügelorigie
Gekämpft wird gegen eine unterschiedliche Anzahl an Gegnern, die genauso wie ihr über eine begrenzte Anzahl an Leben verfügen. Euch stehen zwei Grundangriffe zur Verfügung, wobei einer für den Nahkampf, der andere eher für die Distanz gedacht ist – jede Spielfigur hat einen besonderen Distanz-Angriff. Zudem dürft ihr Springen, wie ihr lustig seid. Spezielle Angriffsarten löst ihr aus, indem den virtuellen Analogstick entsprechend bewegt. Welche Bewegung welche Aktion auslöst, gilt es nach dem Learning-by-Doing-Prinzip herauszufinden. So ähnlich wie in Super Smash Bros regnen während des Kampfes immer wieder Objekte in den Kämpfen vom Himmel herab. Manche lassen euch erheblich größer werden, andere lassen euch schrumpfen. Essen stellt Energie wieder her, bestimmte Icons verursachen Säureschaden, machen euch schneller oder langsamer. Zudem sammelt ihr Objekte wie Raketen auf, die ihr dann auf eure Feinde schleudert. Alle diese Objekte stehen sämtlichen Kämpfern auf dem Schlachtfeld zur Verfügung. Gelingt es euch also zum Beispiel, einen Feind über ein Schrumpfobjekt laufen zu lassen, räumt euch das natürlich gewisse Vorteile ein, die Konfrontation zu überstehen.
Mit den übrigen vier Kämpfern, hier übernehmen wir die Rolle von Pinguin Mr. Puff, könnt ihr erst spielen, wenn ihr sie durch bestimmte Fortschritte freischaltet.

Nichtstun hilft
Der größte Schwachpunkt: Verweigert ihr einfach die Eingabe, entsorgen sich eure Gegner nicht selten ganz alleine.
Die Kämpfe sind schön rasant und machen zu Beginn gerade aufgrund des Retrolooks- und -sounds viel Laune. Allerdings merkt man ziemlich schnell, dass Erfolg und Misserfolg mehr vom Zufall als vom eigenen Können abhängen. Die CPU-gesteuerten Gegner sind nämlich strunzblöd.

Wenn ihr nach Kampfstart einfach stehenbleibt, stehen die Chancen selbst auf den höheren der drei Schwierigkeitsgrade nicht schlecht, dass eure Widersacher sich selbst nach einiger Zeit entsorgt haben und ihr verwundert die "Stage completed"-Nachricht in Empfang nehmt. Klar funktioniert das nicht immer. Wir ließen die Kämpfe zu Testzwecken aber einige Male einfach laufen. Meist gewannen wir – und wenn wir doch scheiterten, dann nur, weil der mitlaufende Timer abgelaufen war. Nicht gerade optimale Voraussetzungen für einen ernstzunehmenden Brawler.

Das ist doch be-steuert!
Im Mehrspieler-Modus von Super Smash Clash habt ihr diese Probleme natürlich nicht. Ein optimales Spielerlebnis findet ihr aber auch dort nicht. Das liegt aber einzig und allein daran, dass die Steuerung über den virtuellen Analogstick beziehungsweise das virtuelle D-Pad nicht wirklich gut funktioniert. Hier ist die Fehlerkennung einfach zu groß, als dass wir wenigstens online Spaß an den Kämpfen gehabt hätten. Das einzige, was letztlich motiviert, sind die Highscore-Listen. Die sind für ein Spiel, in dem zu viel vom Zufall abhängt, aber auch kein Element, das Super Smash Clash noch retten kann.

  • Preis am 6.9.2014 1,49 Euro (Android)

  • Retrolook-Brawler mit begrenztem Umfang und Schwächen bei der Bedienung

  • ca. 90 MB (Android 2.2 oder höher)

  • Screenshots: GamersGlobal / Asus Nexus 7

  • In-App-Käufe: Nein


Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 20121 - 7. September 2014 - 7:59 #

Der Grafikstil sieht ha leider sehr inkonsistent aus.
Können virtuelle D-Pads überhaupt vernünftig funktionieren? Mir fehlt da oft das haptische Feedback, so dass ich den Finger nach einer Weile gar nicht mehr an der richtigen Stelle habe.

Benjamin Braun Freier Redakteur - P - 361290 - 7. September 2014 - 13:13 #

Das kommt dazu, die Erkennung ist aber auch unabhängig davon nicht optimal.

Ganon 23 Langzeituser - P - 40413 - 9. September 2014 - 8:59 #

Wirklich merkwürdiger Stilmix in der Grafik: Retro-Pixelfiguren vor 3D-Hintergründen, sieht IMHO nicht gut aus. Und ein virtuelles Gamepad auf der Touch-Oberfläche ist für ein Prügelspiel, das ja üblicherweise hohe Präzision der Steuerung erfordert, alles andere als ideal.
Mir scheint, das kann man sich sparen.

nichtsowichtig (unregistriert) 13. Oktober 2014 - 11:07 #

ich suche eine seite, wo es zu android games tests gibt, und zwar eher zu anspruchsvollen spielen, nicht dieser free 2 play quark. gibt es da etwas empfehlenswertes zusätzlich zu GG?

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