Google hat Twitch aufgrund rechtlicher Bedenken nicht gekauft

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Nico Carvalho 22724 EXP - Freier Redakteur,R10,S8,A8
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26. August 2014 - 11:09 — vor 16 Wochen zuletzt aktualisiert

Über längere Zeit gingen verschiedene Quellen davon aus, dass Google den Livestream-Anbieter Twitch für ungefähr eine Milliarde US-Dollar übernehmen werde (wir berichteten). Erst vor einem Monat kamen einige Meldungen, dass der Deal bereits kurz vor dem Abschluss stehe. Allerdings hat der Online-Versandhändler Amazon inzwischen – entgegen der Erwartungen – Twitch für 970 Millionen US-Dollar übernommen. Der Vertrag zwischen Google und Twitch sei aber nicht aufgrund zu großer Differenzen gescheitert, sondern wegen rechtlicher Bedenken beider Parteien. Dies berichtet das Magazin Forbes unter Berufung auf mehrere, anonyme Quellen, die "mit den Geschäftsgesprächen vertraut seien".

So hatte das Suchmaschinen-Unternehmen die Sorge, gegen das US-amerikanische Kartellrecht zu verstoßen. Da Google mit Youtube bereits eine erfolgreiche Videostreaming-Plattform besitzt, hätte ein Gericht Twitch als Livestream-Dienst als direkte Konkurrenz einstufen können. Dadurch wäre die Firma mit den Kartellgesetzen in den USA kollidiert und der Deal wäre für ungültig erklärt worden. Eine der Quellen berichtet zudem, dass sich Google und Twitch nicht auf die Summe einer Abfindungsgebühr einigen konnten, falls es zu einem solchen Szenario hätte kommen sollen. Aus diesen Gründen sollen sich die beiden Parteien gegen die Akquisition entschieden haben, woraufhin sich Twitch mit Amazon einigte.

Ardrianer 19 Megatalent - Abo - 13738 EXP - 26. August 2014 - 11:22 #

Amazon Prime ist doch auch ein Streamdienst? würde das Kartellamt in den USA hier da nicht auch intervenieren?

Tr1nity Community-Moderator - Abo - 62786 EXP - 26. August 2014 - 11:26 #

Ich denke da kommt es auf den (Bezahl-)content an. Soviel ich weiß, streamen die nur Filme/Serien a la Hulu etc., aber keine Videos, die User gemacht und hochgeladen haben bzw. darüber kostenlos ihren Content streamen.

DomKing 17 Shapeshifter - Abo - 6917 EXP - 26. August 2014 - 11:27 #

Amazon Prime ist ein Streamdienst wie Netflix, Watchever und Co. Da kann man sich zu jeder Zeit Filme und Serien angucken. Aber da gibt es keinen Livestream.

Twitch ist eine Plattform für Videospieler, die dort ihre Spiele live streamen können. Halt ähnlich wie der Google Hangout oder UStream usw.

Letztendlich muss halt noch genügend Konkurrenz vorhanden sein und die wäre nun gegeben.

Calmon 12 Trollwächter - 839 EXP - 26. August 2014 - 11:27 #

Mir sind nur die Film Streams von amazon bekannt, was nichts mit Videos/Streaming von Nutzern zu tun hat.

Ardrianer 19 Megatalent - Abo - 13738 EXP - 26. August 2014 - 11:51 #

ok, danke für die Aufklärung euch Dreien ;)

Realitycheck (unregistriert) 27. August 2014 - 7:50 #

Das Kartellamt in den USA intervenieren?!?!? Das FTC ist eine Lachnummer, da es in vielen Fällen garnichts unternimmt. Siehe z.b. Microsoft, das wegen seine Martbeherschenden Stellung schon längst hätte zerschlagen werden müssen.

Spiritogre 17 Shapeshifter - 6946 EXP - 27. August 2014 - 11:37 #

Äh, marktbeherrschende Stellung bei Office Software und Betriebssystemen stimmt. In anderen Bereichen sind die Redmonder jedoch weit davon entfernt marktbeherrschend zu sein.

Begründe also mal, warum Microsoft zerschlagen werden sollte oder was das bringen würde? Dann hätte man eben mehrere Firmen, eine macht Windows, eine macht Office usw.

Was würde das auf dem Markt ändern? Genau, nämlich gar nichts! Vielleicht würden ein paar mehr Leute Macs kaufen (auch dort läuft aber MS Office als Standard-Bürosoftware) und die Entwicklung neuer Office und Windows Betriebssystemversionen verzögert sich noch mehr. Das wars aber auch.

Loco 17 Shapeshifter - 7489 EXP - 26. August 2014 - 11:35 #

Wers glaubt. Das Mega-Kartell macht doch was was es will und ignoriert dabei so ziemlich jedes Gesetz, samt Datenschutzbestimmungen. Aber jetzt plötzlich hat man bedenken? Das hatte garantiert andere Gründe. Das Kartellamt hat vermutlich den Geldkoffer abgelehnt, oder die Lobby war nicht stark genug ^^

Darth Spengler 17 Shapeshifter - 8470 EXP - 26. August 2014 - 15:19 #

Clevere Berater.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1333 EXP - 26. August 2014 - 22:27 #

und was genau will amazon nun mit twitch? Ich glaube kaum dass man mit ein bisschen Werbung hier und da überhaupt die Kosten für den Dienst wieder reinbekommen kann, geschweige denn von den 1 Milliarde US-Dollar Übernahmekosten.
Twitch ist auch kein Technologie-Unternehmen wo man groß Patente abgreifen kann. Die Serverinfrastruktur hinter twitch kann es auch nicht sein. Hier ist amazon doch eh schon einer der größten Anbieter auf dem Gebiet. Vielleicht liege ich auch falsch, aber ich habe bei solchen Sachen immer die Befürchtung, dass irgendwelche BWL Fuzzis in den oberen Chefetagen sich da irgendeinen Bullshit zusammenreimen.
und in 1 Jahr liest man dann, dass twitch nun dicht macht...

Smutje 13 Koop-Gamer - Abo - 1330 EXP - 26. August 2014 - 22:43 #

... sie wollen dasselbe, was auch Google gewollt hätte: Wissen, was Du Dir anschaust.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1333 EXP - 26. August 2014 - 23:05 #

das weiss doch gerade amazon eh schon besser als alle anderen (außer google natürlich). ob es sich groß in Geld ummünzen lässt ob user x sich 3 mal in der woche für ein paar minuten einen starcraft 2 livestream anschaut, kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Ich denke hier spielen klug überlegte wirtschaftliche Entscheidungen eine untergeordnete Rolle. Wer 1 Mrd für so einen Dienst ausgibt, der hat einfach zu viel Geld und gibt es dementsprechend auch planlos aus...

Spiritogre 17 Shapeshifter - 6946 EXP - 27. August 2014 - 11:44 #

Amazon schreibt rote Zahlen, die haben gar nicht so viel Geld. Jedoch kaufen sie momentan dennoch viele Firmen, um sich weitere Standbeine zu schaffen.

Loco 17 Shapeshifter - 7489 EXP - 27. August 2014 - 8:39 #

Weiteren Fuß in den Gaming-Markt setzten, wo sie sich eh schon anstrengen.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1333 EXP - 27. August 2014 - 18:32 #

genau das ist das Problem. Hauptsache das Produkt-Portfolio erweitert und seine Tätigkeitsbereiche ausgebaut. Frei nach dem Motto vielleicht kommt ja mal was großes dabei raus. Das alles liest sich vielleicht in irgendwelchen Unternehmensstrategie-Prospekten usw ganz toll, nur wenn man 1 Mrd für ein ziemlich entbehrlichen Video-Stream-Dienst ausgibt, kann der Schuss nur nach hinten los gehen...

JOe28 (unregistriert) 27. August 2014 - 8:54 #

So ein quatsch... wenn man seine Steuererklärung macht, versucht man auch einiges mehr abzusetzen, obwohl man weiss das es gar nicht akzeptiert oder zu viel dem gutem ist. dennoch versucht man es irgendwie doch hier und da.

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