GC09: Angespielt: Silent Hill Shattered Memories

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22. August 2009 - 22:50 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert
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Heute auf der Gamescom, in einem separaten Zimmer des Business-Stands von Konami: "Wir wollten kein Remake von Silent Hill 1 machen, sondern viel mehr unsere Interpretation der Story von Teil 1 verarbeiten." Mit diesen Worten stellte uns ein Konami-Sprecher Silent Hill Shattered Memories vor und übergab uns zugleich die Wii-Fernbedienung, damit wir losspielen können.
Psychotest und Spieler-Beobachtung
 
Anstatt direkt in das Spiel zu gelangen, befinden wir uns bei einem Psychologen, der uns dazu auffordert, einen kurzen Fragebogen über unsere Persönlichkeit auszufüllen. Je nachdem wie wir diese Fragen beantworten, wie lange wir uns Zeit lassen und ob wir uns bei einer Antwort umentscheiden, wird das Spiel später angepasst. Und auch im weiteren Verlauf des Spiels beobachtet das Programm die Handlungen unseres Charakters: Schreckt er vor etwas zurück? Welchen von drei Gegenständen nimmt er zuerst? Was sieht er sich (per Taschenlampenstrahl) besonders lange an? Im Ergebnis reagieren  Personen anders auf uns oder sehen anders aus; unterschiedliche Ereignisse geschehen, und auch die Story kann sich ganz anders entwickeln. Dass da auch die serientypischen Alternativ-Enden nicht fehlen dürfen, versteht sich von selbst.
 
Nach dem Psychotest (bei dem wir auch gefragt werden, ob wir unsere Partnerin schonmal betrogen haben) werden wir direkt ins Geschehen geworfen: Wir wachen im Schnee neben unserem Wagen auf, offenbar haben wir einen Unfall gebaut. Die Türen stehen offen, doch unsere mitgefahrene Tochter fehlt! Als alte Serienveteranen stellen wir fest: Protagonist Harry Mason ist nicht der alte Harry Mason. In Shattered Memories trägt Harry eine Brille, sieht jünger aus und kleidet sich anders. Kein Charakter wird so aussehen wie im Originalteil, sie werden sich anders verhalten, an anderen Orten auftauchen und für die Story eine andere Bedeutung haben.
 
Viele Änderungen zum Original
 
Generell ist in Silent Hill Shattered Memories einiges anders. Zwar hat sich das Grundprinzip der Story nicht geändert: Harry Mason sucht nach besagtem Autounfall immer noch nach seiner Tochter Cheryl, die plötzlich verschwunden ist. Aber schon in den ersten Minuten fallen uns gravierende Änderungen auf.
 
So dient als neues Allzweckutensil Harrys Handy (sehr einem iPhone nachempfunden). Es zeigt unter anderem eine Karte des Orts Silent Hill samt Wegpunkten. Wir können damit aber auch Fotos von Schemengeistern schießen, wodurch wir mehr Informationen erhalten. Die wohl größte Neuerung: Harry kann alle Telefonnummern, die er in Silent Hill findet, anrufen und löst so weitere Ereignisse aus. Wie oben schon beschrieben, hat das eigene Verhalten generell nicht nur direkte Auswirkungen, sondern wird vom Spiel mitprotokolliert. Ob wir nun die Türen vorsichtig oder schnell öffnen, bestimmte Personen oder Gegenstände genauer beobachtem, das alles hat Einfluss auf die Handlung und spätere Ereignisse. Desweiteren gibt Harry nun Kommentare zu Objekten und Personen ab, wenn wir sie betrachten.
 
Eine der größten Änderungen wird für Spieler die serienbekannte Albtraumversion von Silent Hill sein.
Kannten wir die Stadt im Originalspiel in ihrer "bösen Variante" als metall- und rostüberzogenden Ort, wo überall blutige Nägel und Horrorgestalten hervorstachen, brechen in Shattered Memories riesige Eisgebilde aus dem Boden. Gebäude werden völlig von Eis verschlungen, und überall frieren Türen und Objekte zu. Und nur noch in der "Eiswelt" begegnet Harry den typischen, grotesken Monstern. In der "realen Welt" tauchen sie nicht mehr auf.
 
Der wohl wichtigste Unterschied zu Silent Hill 1 dürfte das Kampfsystem des Remakes sein. Dem Spieler ist es nicht mehr möglich, die Monster zu töten, er kann sie lediglich von sich stoßen. So sind wir ständig auf der Flucht, was ein Gefühl der Panik erzeugen soll. Und zumindest bei uns klappte das richtig gut: Schnell und hektisch rannten wir durch die Gänge, wimmelten ein Monster nach dem anderen ab und schafften es nur mit Mühe und Not zum rettenden Ausgang.
 
Steuerung & Fazit
 
Zum Schluss noch ein paar Worte zur Steuerung: Mit der Wii Fernbedienung bewegt ihr Harrys Taschenlampe hin und her, betrachtet Objekte und Personen und öffnet mit A und B Türen sowie Schlösser. Mit dem Nunchuk bewegt ihr euch vorwärts und könnt auf Knopfdruck (Z-Taste) rennen. Gegner schüttelt ihr durch wilde Bewegungen der WiiRemote ab. Das Spiel wird auch für PSP erscheinen, hier wird die Steuerung naturgemäß anders aussehen.
 
Alles in allem gefällt uns Silent Hill Shattered Memories bereits sehr gut, auch wenn es noch nicht fertig ist. Wir sind sehr gespannt, wie sich die neuen Elemente über längere Zeit auf den Spielspaß auswirken. Wir hatten bei unserem Test jedoch keine Probleme mit den neuen Features und fanden viele sogar extrem hilfreich. Silent Hill Shattered Memories will ganz klar subtilen Horror (statt wie etwa Dead Space blutigen Splatter) in der Vordergrund stellen. Wer das mag, darf sich wohl auf ein Survival-Horror-Spiel der Oberklasse freuen.

 

Ben 13 Koop-Gamer - 1745 - 22. August 2009 - 23:48 #

Klingt vielversprechend. Zusammen mit dem Dead Space Wii Teil und dem kommenden Zelda könnte es wirklich passieren, dass ich mich wieder eine Wii hole ...

maddccat 18 Doppel-Voter - 11742 - 23. August 2009 - 13:09 #

Zelda und SH könnten wirklich interessant werden. Bei Zelda kann man da sogar sicher sein. Dead Space seh ich allerdings eher kritisch da es wieder nur ein einfacher Rail-Shooter wird. Glaub kaum, dass man sich da noch erschreckt bzw. Panik bekommt, da man kaum Einflussmöglichkeiten hat, außer zu ballern. Hektisches rumlaufen um auf Abstand zu kommen, fällt ja flach...

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 23. August 2009 - 7:57 #

@benny

sowas hatte ich mir eben auch gedacht.
allerdings muss man sowieso sagen dass im moment einiges mehr an spielen raus kommen die interessant klingen im gegensatz vor 1,5 jahren. deshalb hatte ich meine dann später auch verkauft weil nix gutes mehr raus kam. und nur diese party casual sachen sind zwar mal witzig mit freunden aber irgendwann wird auch dies langweilig.

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