GC14: Albion Online: Sandbox-MMO aus deutschen Landen

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Karsten Scholz 11946 EXP - Freier Redakteur,R8,S9,J7
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18. August 2014 - 13:03 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Einer der spannendsten gamescom-Titel aus deutschen Landen war für uns vor der Messe ganz klar das Online-Rollenspiel Albion Online. Denn wie oft kommt es schon vor, dass sich ein heimisches Entwicklerstudio auf den heiß umkämpften MMO-Markt wagt? Der Unternehmensname Sandbox Interactive ist dabei durchaus Programm, schließlich entwickeln die Berliner einen plattformübergreifenden Online-Sandkasten, in dem ihr euch ohne vorgegebenes Spielziel nach eigenem Gusto austoben könnt. Wir konnten einen ersten Blick auf Albion Online werfen und verraten euch, was ihr von dem deutschen Online-Rollenspiel erwarten könnt.
Sammeln und werkeln
Dass sich auf den Inseln Albions alles ums Sammeln und Herstellen dreht, merkt ihr bereits in den ersten Spielminuten. Euer Held trägt nur eine Unterhose am Leib, kein passendes Outfit für euer erstes Abenteuer! Es muss eine neue Garderobe her. Also sammelt ihr etwas Gestrüpp sowie ein paar Steine und baut daraus ein Kürschnermesser. Mit dem könnt ihr Tieren dann das Fell über die Ohren ziehen und erste Klamotten herstellen. Mit neuen Werkzeugen baut ihr wiederum wertvollere Materialien ab, bis ihr schließlich auch Waffen oder später sogar Häuser bauen könnt.

Während die Startzone von Beginn an mit einigen Startgebäuden auskommt, werdet ihr in den hochstufigen Zonen ausschließlich Gegenstände und Gebäude antreffen, die von Spielern erschaffen wurden. Bei einem derart großen Fokus auf das Handwerk wird eine von den Spielern gesteuerte Wirtschaft samt Marktplätzen nicht lange auf sich warten lassen. Dort könnt ihr eure hergestellten Ausrüstungen, Waffen und Werkzeuge respektive die gesammelten Materialien an den Mann bringen oder eure hart ersparten Silberstücke ausgeben.

Du bist, was du trägst
In Albion Online gibt es kein festes Klassensystem, ausschlaggebend für eure Rolle sind vielmehr die Gegenstände, die euer Held am Körper trägt. Das Besondere ist dabei, dass ihr eure Rüstungen und Waffen beim Herstellungsprozess mit aktiven und passiven Fähigkeiten verknüpft. Ein Tank schützt sich etwa mit einer dicken Plattenrüstung und einem Schild plus Spottzauber, ein Sanitäter greift wiederum zu einem Stab samt hilfreichen Heil- und Unterstützungszaubern. Ihr seid aber keineswegs auf diese Stereotypen festgelegt. So kann sich ein Tank auch mit einigen Stoffteilen schützen, um seine Magieresistenz zu steigern. Letztlich lassen sich alle Ausrüstungsgegenstände miteinander kombinieren.

Auch sonst geht die Charakterentwicklung in Albion Online einen eigenen Weg. Es gibt weder Stufen, noch Talentpunkte oder zu verteilende Attribute. Stattdessen verbessert ihr euch via "learning by doing", also indem ihr etwas tut. Eine Übersicht über euren möglichen Entwicklungsweg findet ihr auf dem sogenannten Destiny-Board. Hier stehen sämtliche Bedingungen, die ihr für eure nächsten Verbesserungen benötigt, zum Beispiel wie viele Gegenstände ihr noch herstellen oder wie viele Rohmaterialien ihr noch abbauen müsst, um neue passive Boni oder aktive Fähigkeiten zu erlernen. Das Brett ist dabei in verschiedene Pfade unterteilt. Ein Bereich konzentriert sich etwa auf das Handwerk und je weiter ihr hier voranschreitet, desto wertvollere Gegenstände könnt ihr herstellen. Auf einem anderen Pfad dreht sich dagegen alles um den Kampf und die Stärkung eures Helden.
Territorialkriege
Die dritte große Säule von Albion Online ist neben dem Sammeln und Herstellen das PvP. Abseits der geschützten Startzone gibt es keine Regeln: Jeder kann jeden angreifen und das sogar mitten in einem Bosskampf eines offenen Dungeons. In den sogenannten Mixed-Areas wird der Angreifer als Strafe zumindest mit einem schwächenden Debuff belegt, doch spätestens in den PvP-Gebieten ist Anarchie angesagt. Der virtuelle Tod kann euch teuer zu stehen kommen, weil der Sieger sein Opfer ausrauben und sämtliche Beute behalten darf.

Spannend wird das PvP, wenn ihr euch mit einer Gilde ein Territorium einverleibt. Dann habt ihr alleinigen Zugriff auf die Ressourcen in der Zone und seid zumindest eine Zeit lang vor Angriffen geschützt. Mehrmals am Tag müsst ihr anderen "Interessenten" jedoch ein Zeitfenster einräumen, in denen sie euch attackieren dürfen. Dann wählt jede Gilde die fünf stärksten Kämpfer aus, die sich dann um das Gebiet balgen dürfen.
Housing und mehr
In Albion Online lohnt es sich, in eine eigene Immobilie zu investieren. Das Haus dient euch als Wiedereinstiegspunkt nach dem Tod, aber auch als Lager- und Schlafstätte. Oder ihr stellt Trophäen besiegter Gegner auf, die euch in PvE- oder PvP-Kämpfen hilfreiche Buffs gewähren. Als Grundstücksbesitzer könnt ihr zudem Handwerksgebäude errichten und die Einrichtung anderen Spielern zur Verfügung stellen - für eine von euch definierte Gebühr natürlich. Alternativ vermietet ihr gleich das ganze Land an einen anderen Spieler, der dann brav Miete zahlt.

Technisch kann Albion Online mit den großen Vertretern des Genres keinesfalls mithalten. Die isometrische Perspektive ist dem vergleichsweise kleinen Budget geschuldet und auch die bunte Comic-Grafik wird nicht jedermanns Geschmack treffen. Da der Titel zudem nicht nur auf Windows, Mac und Linux sondern auch für iOS und Android erscheinen soll, haben die Entwickler die Welt in viele kleine Cluster unterteilt. Eine einzige, zusammenhängende Welt ohne Ladebalken dürft ihr also nicht erwarten. Wer jedoch mal wieder Lust auf ein Sandbox-MMO mit PvP- und Handwerksschwerpunkt hat, der sollte Albion Online im Auge behalten. Am 15.09. soll die Alpha-Phase starten, der Release ist für das erste Quartal 2015 geplant. 

Maik 20 Gold-Gamer - - 21891 - 18. August 2014 - 13:11 #

Hast du einen Teil meiner Albion-News verwurstet? Klingt in manchen Teilen gleich. :) Ein Riesenvorteil: Du komnntest Hand anlegen oder doch nur angeschaut?

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 11946 - 18. August 2014 - 13:19 #

Hab deine News gar nicht gesehen ;-) Ich hab dem Entwickler über die Schulter geschaut, selber spielen durfte ich leider nicht.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21891 - 18. August 2014 - 13:58 #

Ich habe auf jeden Fall den besseren Newstitel. :) Und ist immer eine Ehre, vom MMO-Meister zitiert zuwerden. Als dein erster persönlicher Fanboy freut mich das. ;)

Phin Fischer 16 Übertalent - 4278 - 18. August 2014 - 13:13 #

Der Grafikstil erinnert mich an Age of Empires Online. Gefällt mir gut.

Lexx 15 Kenner - 3585 - 18. August 2014 - 13:28 #

Für einen Moment habe ich echt gedacht, Blue Byte's Albion wurde in ein MMO umgebaut.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 19. August 2014 - 21:03 #

Ich auch; hab' schon den Rant-Motor anlaufen lassen.

Etomi 15 Kenner - P - 3869 - 18. August 2014 - 14:31 #

Na da bin ich mal gespannt. Solchen MMOs bin ich ja erstmal immer positiv gegenüber eingestellt.

KanoFu 10 Kommunikator - 524 - 18. August 2014 - 14:53 #

Full Loot? PVP & Housing? Und nur Player generated Items?
Das klingt super!
Ich denke, ich werde mal Founder, ich habe noch von Eve online zu viele Bisskanten im Schreibtisch. Die müsste ich mal rundknabbern. :D
Die Iso-Grafik erinnnert mich so wunderbar an UO.

Aigni 11 Forenversteher - 768 - 18. August 2014 - 14:53 #

Das Blue Bytes Albion war eines der besten Rollenspiele aller Zeiten. Dazu sollte es mal einen Nachfolger oder eine Neuauflage geben ...

Toxe 21 Motivator - P - 29927 - 18. August 2014 - 15:19 #

Ja auf sowas warten wohl viele Leute. Ich habe Albion damals auch gerne gespielt.

mootality 08 Versteher - 222 - 18. August 2014 - 15:44 #

Schon etwas über die Preisgestaltung bekannt?

Maik 20 Gold-Gamer - - 21891 - 18. August 2014 - 15:54 #

In meiner früheren News (http://www.gamersglobal.de/news/89218/albion-online-berliner-cross-plattform-sandbox-mmorpg) steht F2P, wobei noch nicht genau klar ist, wie die Monetarisierung aussieht.

volcatius (unregistriert) 18. August 2014 - 16:57 #

Es wird auf jeden Fall "Premium-Accounts" geben.
Und Gold wirst du für Echtgeld kaufen können.

http://albiononline.com/founders/#content

x_wOXOw_x 11 Forenversteher - 612 - 18. August 2014 - 15:49 #

Mal was anderes, kann mir aber noch nicht so recht vorstellen, ob es auch Spass macht. Und noch eine Kleinigkeit: "aber auch als Lager- und Schlafstädte" - da schreibt man "Schlafstätte".

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 11946 - 18. August 2014 - 15:58 #

Da haben sie recht, Sir! Danke :-)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9291 - 18. August 2014 - 16:10 #

Plattform übergreifend riecht nach Kompromiss :(

Funktionseinbußen, vereinfachte Spielmechanik, ungenutzte Möglichkeiten etc.

Mal schauen was draus wird.

volcatius (unregistriert) 18. August 2014 - 16:51 #

Abseits des Startgebietes wird es also keine PvE-Gebiete geben?
Oder sind PvE-Dungeons über das Startgebiet zu erreichen?

Karsten Scholz Freier Redakteur - P - 11946 - 18. August 2014 - 17:16 #

In den Gebieten gibt es immer auch PvE-Gegner, aber du bist außerhalb der Sicherheitszone nirgendwo vor anderen Spielern sicher - außer deine Gilde kontrolliert ein Territorium.

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 35102 - 18. August 2014 - 17:59 #

Das klingt geil.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11628 - 18. August 2014 - 17:51 #

Auch für android und iOS? Nein, danke. Ich möchte richtige Spiele für richtige Systeme! ;)

Namen (unregistriert) 18. August 2014 - 18:31 #

Dann ist xcom aber auch kein richtiges spiel

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3314 - 18. August 2014 - 19:54 #

Genau so sollte ein MMORPG in meinen Augen aussehen. Kein Phantasialand online, wie in den gängigen MMOs. Aber nach Darkfall bin ich sehr kritisch geworden, was solche Spiele angeht und an eine Welt mit Ladebalken ist auch nicht mein Fall.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 28. August 2014 - 17:39 #

Mutig mutig, ich glaub nicht das ich Lust habe mich als alter Sack von 14-jährigen konstant killen zu lassen, genauso wenig wie ich Lust hätte hunderte von Euros in das Spiel zu stecken um wieder besser zu sein.

Komplett ohne Safezones ist wie gesagt sehr mutig. Das einzig andere Spiel das ich kenne das sowas hat ist Eve Online wo man nirgendwo komplett sicher ist, aber auch dort gibt es zumindest eine Art Polizei die in gewissen Regionen eingreift, komplett ohne das ist mir das glaub ich zu Hardcore, was sehr schade ist, der starke Fokus aufs Crafting hat mir sehr gut gefallen.

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