GC14: Eyetracking in Son of Nor ausprobiert

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Christoph Vent 123825 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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15. August 2014 - 10:38 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Bei Son of Nor handelt es sich um ein 3rd-Person-Actionadventure in einer Fantasywelt, in der die Menschen von Echsenmenschen unterjocht werden. Lediglich die sogenannten Son of Nor besitzen die entsprechenden Fähigkeiten, die Unterdrücker zu bekämpfen. Hierfür stehen ihnen Telekinese, Elementarmagie sowie Terraforming zur Verfügung, auf klassische Waffen werdet ihr hingegen verzichten müssen. Auf Kickstarter waren im Mai 2013 über 2.000 Backer von dem Projekt angetan – 151.175 Dollar konnten auf diese Weise gesammelt werden. Seit kurzem steht der Titel via Steam im Early-Access-Programm bereit, und wir haben ihn uns auf der gamescom bei bitComposer genauer angesehen.

Telekinese, Elementarmagie und Terraforming
Son of Nor könnt ihr sowohl im Singleplayer als auch kooperativ angehen. Online wird dies zu viert funktionieren, im Splitscreen werdet ihr zunächst zu zweit starten können – wobei auch hier theoretisch vier Teilnehmer denkbar wären, derzeit aber noch die Performance im Weg steht.  Wir sind alleine losgezogen und stießen in der Tutorialmission schnell auf die ersten Rätseleinlagen. Steine können wir per Telekinese vom Boden heben oder gar aus einem Bergmassiv lösen und anschließend in Richtung der Echsenmenschen schleudern. Letztere lassen sich ebenfalls an uns heranziehen und danach solange leersaugen, bis sie sich in eine Sandgestalt verwandeln.

Werden wir an einer Stelle im Spiel von einem Berg aufgehalten, bauen wir uns per Terraforming schnell einen Aufgang. Die Elementarmagie konnten wir noch nicht ausprobieren. Hier soll es aber beispielsweise möglich sein, an einem Lagerfeuer einen Feuerzauber zu erschaffen. Kombinieren wir Feuer mit einem Stein, bekommen wir ein Wurfobjekt, das beim Aufprall explodiert. Derer Kombinationen soll es im weiteren Spielverlauf gleich mehrere geben.

Zugegeben: Spielerisch konnte uns Son of Nor nicht auf Anhieb überzeugen. Die Rätsel waren deutlich zu einfach – ob sie später anspruchsvoller werden, können wir noch nicht sagen. Zudem wurden wir nur durch enge Schlauchlevels gescheucht, die sich am ehesten mit dem Wort hässlich bezeichnen lassen. Auch die Animationen und die Performance der aktuellen Early-Access-Version sind noch stark verbesserungswürdig.

Das eigene Auge als Waffe
Das Besondere an Son of Nor sind jedoch die alternativen Steuerungsmethoden. Neben der Tastatur-Maus-Kombi sowie dem Gamepad unterstützt das Spiel auch die Oculus Rift, eine Gedankensteuerung via Brain-Computer-Interface (BCI) des Herstellers Emotiv sowie einen Eyetracker von Tobii. Letzteren konnten wir vor Ort ausprobieren, und obwohl wir uns anfangs noch skeptisch zeigten, waren wir doch positiv überrascht ob der Funktionsweise.

Nach einer kurzen Kalibrierung, in der wir mit unseren Augen einen sich bewegenden Punkt auf dem Bildschirm verfolgen müssen, legen wir los und starten die Demo neu. Bei den ersten Steinbrocken angekommen der erste Test. Wir schauen wahllos einen der drei Steine an und drücken die entsprechende Maustaste zum Aufheben. Und tatsächlich, die Spielfigur hebt den richtigen Brocken auf. Mit einem Blick an den Bildschirmrand feuern wir ihn danach an genau diese Stelle ab.

Jetzt wollen wir es genauer wissen: Wir suchen uns mehrere Steine, die enger beieinander liegen. Und erneut heben wir den an, auf den wir unseren Blick richteten. Auch das Terraforming funktioniert auf diese Weise entsprechend gut. Präzises Zielen mit Gewehren beispielsweise wird aber vermutlich nur mit hohen Toleranzwerten und zusätzlichem Autoaiming zufriedenstellend funktionieren.

Den Vorteil dieser Methode gegenüber einer Gamepad-Steuerung sehen wir trotzdem schnell: Während wir nun nämlich in eine bestimmte Richtung laufen, können wir auch Ziele am Rand ins Visier nehmen. Allerdings müssen wir uns auch an diese Steuerung gewöhnen. Immer wieder fallen wir in das Muster zurück, den Bildschirm mit der Maus auf das Ziel auszurichten. Der von uns getestete Eyetracker ist derzeit noch nicht auf dem Markt und soll in Kürze erscheinen. Preislich soll er aktuell noch bei rund 150 Euro liegen. Ob er damit Erfolg auf dem Spielemassenmarkt haben wird, wagen wir zu bezweifeln – dafür würde es mehr kompatible Titel benötigen.
Maik 20 Gold-Gamer - - 21503 - 15. August 2014 - 10:52 #

Augensteuerung finde ich super. Aber nicht bei dieser Spielart, sondern eher im Simulationssektor. Dann braucht man nicht mehr so ein Ding wie die Rift aufm Kopp.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 15. August 2014 - 11:07 #

Jaein. Bei Rift bewegt sich ja der Monitor mit.

Hier hast du halt eine weitere Eingabe zum normalen Angebot. Wenn jemand weiß wie nervig es war bei Force Unleashed mit der Macht Gegenstände genau dahin zu werfen wo man wollte hat gemerkt das es neben dem Stick für Bewegung und Kamera einfach noch einen dritten Daumen gebräucht hätte. Die Idee dahinter einfach die Ziele anzusehen funktioniert mit etwas Übung sehr gut.

Klar ist dennoch das es hier mehr eine Tech-Spielerei ist. Aber dafür funktioniert der Tracker sehr gut. Z.b. auch als Mausersatz für Windows.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 15. August 2014 - 11:07 #

Action-Adventure, wie im Stecki, oder?
gamescom müsste kursiv

Qualimiox 13 Koop-Gamer - P - 1555 - 15. August 2014 - 13:03 #

Liest sich schon ganz cool, Sony hat aber auf der GDC bereits eine ähnliche Demo mit der neuen Playstation Eye gezeigt:
https://www.youtube.com/watch?v=kKYr9MaZw3I

Die kostet immerhin nur 1/3 des Sensors hier und dürfte auch deutlich verbreiter sein, trotzdem ist wohl fraglich ob PS4-Spiele das standardmäßig integrieren werden, gerade weil man wohl auch recht nah am Fernseher/ der Kamera sitzen muss.

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