Wochenend-Lesetipps KW33: Zeitungskrise, Gamescom
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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15. August 2014 - 16:03 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Ein Teil von euch schiebt sich vermutlich in diesen Minuten durch die vollen Hallen auf dem Gelände der Koelnmesse, wo momentan die gamescom stattfindet. Dort werdet ihr wohl die meiste Zeit beim Anstehen verbringen, entweder um am Ende ein paar Minuten Call of Duty zu spielen oder eine Bratwurst zu bekommen (kleiner Tipp: bei der Bratwurst geht's vermutlich schneller). Wenn euch der Messe-Alltag dann noch Zeit lässt, könnt ihr euch in den nächsten Tagen noch – zu immerhin leicht verbesserten Konditionen – von der Redaktion ausbeuten lassen und das Erlebte auf GamersGlobal niederschreiben.

Vielleicht seid ihr aber auch daheim geblieben und lest stattdessen in Ruhe das neue Retro Gamer-Heft, das euch auf 196 Seiten wieder einige spannende Reportagen bietet (Leseprobe hier). Damit würdet ihr auch gleich der Krise der Printmedien etwas entgegensetzen, die uns auch in den heutigen Wochenend-Lesetipps beschäftigt. Außerdem geht es noch um die auf der gamescom dargebotenen Lineups und um die Finanzierung von Triple-A-Spielen, ebenso wie um die mutmaßlich zunehmenden Fantasy-Anteile in Spielen.

"Zeitungskrise: In eigener Sache"
faz.net am 10. August, Patrick Bernau, Rainer Hank und Winand von Petersdorff

Der Zeitungsmarkt befindet sich – auch im Videospielbereich (wir berichteten) – aufgrund sinkender Auflagen und schwindenden Werbeeinnahmen in einer Krise. Diese wird in diesem sehr ausführlichen FAZ-Artikel von drei Wirtschaftsjournalisten beleuchtet. Sie stellen zum Beispiel fest, dass die Krise nicht durch das Internet ausgelöst wurde, sondern schon in den frühen 80ern begann: "Den Zenit überschritt die Branche schon in den Jahren 1982/1983. Damals betrug die (gesamtdeutsch kumulierte) Auflage aller Zeitungen gut 30 Millionen Exemplare. Dreißig Jahre später, im Jahr 2013, werden nur noch 17 Millionen Exemplare der Tagespresse an potentielle Leser verkauft." Das Internet diente lediglich als Katalysator.

"Kommentar: Geht's auch realistisch?"
computerbase.de am 12. August, Sasan Abdi

Zombies, Magier und Schattenwesen tauchen in immer mehr Spielen auf, was Sasan Abdi von Computerbase.de für unnötig hält, weil sich auch mit normalen Menschen spannende Geschichten erzählen ließen: "Warum also nicht einfach mal ein Rollenspiel erschaffen, indem es um politische und kriegerische Verwicklungen zwischen Menschen geht? Warum nicht einen Shooter entwickeln, der nur menschliche Schicksale erzählt? Warum müssen neuerdings selbst Strategiespiele immer häufiger mit großzügigen Fantasie-Anteilen versehen werden?"

"Zocken ums große Geschäft"
sueddeutsche.de am 12. August, Matthias Huber

Um die Entwicklung von tendentiell immer teurer werdenden Triple-A-Spielen finanzieren zu können, haben einige Publisher in den vergangenen Jahren mit neuen Geschäftsmodellen experimentiert. Matthias Huber fasst die wichtigsten Bemühungen auf sueddeutsche.de zusammen. Laut ihm stehen Free-to-play-Spiele beispielsweise vor einem solchen Dilemma: "Stellt sich bei den Spielern der Eindruck ein, dass man Erfolg einfach kaufen kann, fehlt die Motivation zum Weiterspielen. Sind die angebotenen digitalen Gegenstände andererseits nicht attraktiv genug, hat man zwar viele Spieler, aber keinen Umsatz."

"Spielemesse Gamescom: Giganten ohne Vision"
spiegel.de am 13. August, Christian Stöcker

Die Spiele-Lineups der großen Hersteller auf der gamescom zeugen durch ihre Ausrichtung auf eine bestimmte Kernzielgruppe von Einfallslosigkeit, meint Christian Stöcker von Spiegel Online: "Fast immer ist es dunkel, mal leuchten die Flammen/Laser/Energiestrahlen blau, mal grün, mal haben die Monster Tentakel, mal Hörner, oft beides. Es wird geschossen, geschlagen, explodiert. Die einzige andere Konstante der Branche sind immer detailreichere Autorenn- und Sportspiele."

Im heutigen Video: Landschaftspanoramen aus Videospielen – erkennt ihr sie?

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar! Dieses Mal bedanken wir uns bei den GG-Usern floppi, joker0222 und Old Lion!

Video:

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 32161 - 15. August 2014 - 16:09 #

Danke für die Tipps! Und schönes Video, ich konnte vieles erkennen, wenn auch nicht alles. :)

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6810 - 15. August 2014 - 19:48 #

Auf Youtube gibt es eine Auflösung.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 32161 - 15. August 2014 - 20:13 #

Ja, hab ich schon gesehen. ;)

meanbeanmachine 14 Komm-Experte - 2469 - 15. August 2014 - 16:26 #

Danke für die Auslese! Der Videotipp ist wirklich großartig. Was da an Mühe drinsteckt..

immerwütend 21 Motivator - P - 29933 - 15. August 2014 - 16:40 #

Der Artikel über die Zeitungskrise ist wirklich lesenswert. Danke.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17732 - 15. August 2014 - 18:06 #

Gute Tipps. Vielen Dank.

Henke 15 Kenner - 3636 - 15. August 2014 - 18:33 #

Wie immer viele tolle Lesetipps. Kudos dafür!

Ghost0815 13 Koop-Gamer - 1649 - 16. August 2014 - 9:12 #

Danke für die Lesetipps.

Khronoz 14 Komm-Experte - 1866 - 16. August 2014 - 15:32 #

Der Artikel über die Zeitungskrise finde ich sehr gut geschrieben und interessant.

Christan Stöckers Ansichten beim SpOn finde ich etwas merkwürdig und schlecht geschrieben, in sich unlogisch, ein schlechter Autor. Das sich die Leute beim SpOn gerade beim Thema Spielekultur so wenig Mühe geben ... bezeichnend, da spart man am falschen Ende.

Ich denke im übrigen nicht das es an guten Ideen fehlt, gibt genug Indietitel, sondern eben auch an der Umsetzung und fehlenden Köpfen zur Produktion bzw. dem dazugehörigen Geld (CB-Art.). In diesem Sinne sollte man auch seine eigene kritische Meinung hinterfragen; ob man sich nicht mehr Genres öffnen möchte, nicht selbst zu hohe Ansprüche an andere stellt.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 35396 - 16. August 2014 - 18:31 #

Bedanke mich auch für die Lesetipps.

fellsocke 16 Übertalent - P - 5385 - 17. August 2014 - 7:29 #

Den Kommentar auf Computerbild kann ich so unterschreiben.

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