GC14: Julia - Among the Stars angeschaut

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15. August 2014 - 0:51 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Als die tschechischen Entwickler von CBE Software im März 2013 per Crowdfunding versuchten ihr aktuelles Projekt zu finanzieren, lautete der Titel noch Julia - Enhanced Edition. Anhand des Namens lässt sich bereits erahnen, dass es sich hierbei ein Remake des Weltraumstrategiespiels Julia aus dem Jahr 2012 handeln sollte. Aufgrund der überaus erfolgreichen Indiegogo-Kampagne, bei der mehr als 280 Prozent des ursprünglichen Finanzierungsziels erreicht werden konnten, wurde auch der Umfang des Projekts angepasst. Dieses trägt mittlerweile den Titel Julia - Among the Stars und hat sich zu einer Neuauflage mit tiefgreifenden Veränderungen an Gameplay und Story entwickelt.

Die Geschichte des Spiels ist zeitlich in der gar nicht weit entfernten Zukunft angesiedelt und beginnt damit, dass ein Weltraumteleskop ein künstliches Signal aus einem fremden Sonnensystem empfängt. Um die Quelle des Signals zu finden und zu untersuchen, werden die besten Wissenschafter der Welt mit der neusten Technik an Bord eines Forschungsraumschiffs auf die Reise geschickt. Als die Weltraumbiologin Rachel Manners aus dem Kälteschlaf erwacht, muss sie jedoch bald feststellen, dass die Mission alles andere als geplant verläuft. Von J.U.L.I.A., der künstlichen Intelligenz des Schiffes, erfährt sie, dass sie mehrere Jahrzehnte in der Kryostase verbracht hat. Des Weiteren ist Rachel die letzte Überlebende der ursprünglichen Crew. Als wäre das nicht bereits genug, befindet sich das Schiff inmitten eines Asteroidenschwarms, der bereits schwere Beschädigungen verursacht hat. Als die Reparatur des Schiffes abgeschlossen ist, beginnt Rachels Suche nach Antworten: Was ist mit der Crew geschehen? Warum hielt ihr Kälteschlaf viele Jahre an? Und was hat das mysteriöse Signal mit all dem zu tun? Auf ihrer Mission unterstützt sie, neben J.U.L.I.A., auch Mobot, ein Roboter zur Erkundung von Planeten.

Julia - Among the Stars lässt sich nur schwer einem bekannten Genre zuordnen. Am ehesten trifft es wohl die Einstufung eines interfacegetriebenen Wimmelspiel-Adventures mit Minispielen. Diese Dreiteilung bezieht sich auf die Verwaltung des Schiffes, die Außenmissionen und die Interaktion mit der Spielwelt. Zum Management des Schiffs steht ein Interface, ähnlich wie in FTL - Faster than Light, zur Verfügung. Über dieses können beispielsweise auch Upgrades für den Mobot installiert werden. Im Gegensatz dazu sind die Missionen auf den Planeten als klassische Wimmelbilder umgesetzt. Daraus ergibt sich, dass das Spiel sowohl auf ein Inventar, als auch auf die resultierenden Kombinationsrätsel verzichtet. Rätsel werden durch die Reihenfolge der Interaktionen mit dem Bild weitestgehend automatisiert. Beispielsweise müsst ihr eine Zugangskarte auf dem Bild finden, bevor sich die zugehörige Türe öffnen lässt. Als drittes Spielelement finden sich diverse Minispiele an den verschiedensten Stellen im Spielverlauf. Beispielsweise muss zur Umsetzung einer Blaupause für ein Schiffsupgrade eine modifizierte Variante des Klassikers Piper gelöst werden. Dabei ist vorgegeben welche Bauteile sich auf dem Weg vom Eingangs- zum Ausgangsrohr befinden müssen, jedoch können die Rohrwege aus Mangel an Bauteilen nicht identisch zur Blaupause umgesetzt werden. Durch Minispiele wurden zudem teilweise auch Kämpfe und Interaktionen mit der Umgebung realisiert. Abseits der drei Kernelemente stehen einige optionale Funktionen zur Vertiefung der Spielgeschichte zur Verfügung. So könnt ihr mit dem sogenannten Analyser gefundene Gegenstände untersuchen und erhaltet damit weitere Informationen und Zusammenhänge. Außerdem könnt ihr über die Mind'o'matic-Funktion prüfen, ob ihr die die bisherige Handlung des Spiels richtig verstanden habt.

Bei aller Funktionsvielfalt versuchen die Entwickler von CBE Software die Komplexität an einigen Stellen zu reduzieren. Neben dem fehlenden Inventar, weicht auch die Dialogführung von klassischen Adventures ab. Ihr müsst euch nicht durch schier endlose Dialogstränge kämpfen, um auf die korrekte Antwort zu treffen. Stattdessen werden in Julia bereits zu Anfang eines Dialogs alle möglichen Gesprächsabläufe in Form eines Baumes angezeigt. Zudem werden bereits gewählte Zweige farbig markiert. Ob diese Änderungen an den Grundsätzen des Adventure-Genres eine Evolution desselbigen darstellen oder nur ein Ergebnis einer zu starken Orientierung hin zum Casual-Game sind, könnt ihr ab dem 12. September auf eurem PC oder Mac herausfinden. Ihr könnt Julia als DRM-freie Version direkt auf der Herstellerseite oder über die Vertriebsplattform Steam erwerben. Der Preis steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht endgültig fest. Sicher hingegen ist die Unterstützung für Windows, Linux und Mac OS, sowie Lokalisierungen in englischer und deutscher Sprache zum Release im September.

Video:

Vampiro 22 AAA-Gamer - P - 34646 - 15. August 2014 - 0:54 #

Wunderschönes Angeschaut, vielen Dank.

Das Spiel hat mich dann leider in Absatz 3, Satz 2 verloren.

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19230 - 17. August 2014 - 21:26 #

Da muss ich zustimmen.
Bis dahin klang alles interessant.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 36777 - 15. August 2014 - 7:52 #

Klingt langweilig. Ein Adventure, aus dem jeglicher Anspruch entfernt wurde, dafür mit abgedroschenen Minispielen. Nein danke.

ganga Community-Moderator - P - 16281 - 15. August 2014 - 9:35 #

Also ich finde das sieht ganz interessant aus, werde das mal im Auge behalten.

Kirkegard 19 Megatalent - 15751 - 15. August 2014 - 10:57 #

Klingt schon mal net schlecht. Behalte ich im Auge. Und mit Mobot wieder ein neues Wort kennen gelernt. Kein schlechter Start ins Wochenende.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 23842 - 15. August 2014 - 11:06 #

Als ich den Titel gelesen habe, musste ich unwillkürlich an die unsäglichen Telenovelen auf ZDF und co. denken^^

Kirkegard 19 Megatalent - 15751 - 15. August 2014 - 11:10 #

Jetzt wo du es sagst, tippte als erstes auf ein Japano Topstar Adventure ;-)

volcatius (unregistriert) 15. August 2014 - 12:45 #

Klang alles so gut bis "Einstufung eines interfacegetriebenen Wimmelspiel-Adventures mit Minispiele"

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