GC14: The Vanishing of Ethan Carter angespielt

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Benjamin Braun 281437 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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14. August 2014 - 23:34 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
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Der Indie-Strom nimmt keinen Abbruch – und mittlerweile kämpfen Sony und Microsoft gar regelrecht darum, die Spiele kleiner, unabhängiger Entwickler auf ihrer Konsole als erste zu haben. The Vanishing of Ethan Carter gehört zu diesen Spielen. Wir haben das First-Person-Horror-Spiel der polnischen Spieleschmiede The Astronauts, das im September für PC und PS4 erscheinen soll, auf der gamescom für euch angespielt.
 
Wandersimulator, Teil 2?
Das Spiel Dear Esther wurde von den einen als mutiges Experiment gelobt, von anderen aber gerne als „Wandersimulator“ geschmäht. Der spielerische Anspruch tendierte gen Null, die Reise an sich und alles, was auf dem Weg zum Ende passiert auf sich wirken zu lassen, stand im Vordergrund. The Vanishing of Ethan Carter ist da anders. Der Fokus des Spiels liegt auf dem Erkunden der Umgebung, für die ihr in die Rolle des Privatermittlers Paul Prospero schlüpft. Dieser befindet sich auf der Suche nach dem namensgebenden Ethan, einem Jungen, der offenbar von bösen Menschen entführt wurde. Paul ist aber kein einfacher Schnüffler, sondern besitzt ausgeprägte paranormale Wahrnehmungsfähigkeiten. Dinge, die er berührt, verknüpfen seine Gedanken mit der Geisterwelt, was ihn manchmal förmlich in eine Art alternatives Szenario bringt oder er Ereignisse in der Spielwelt erlebt, die nicht real sind.

Wie viele dieser Ereignisse ihr auslöst, bei denen ihr immer wieder Schriftstücke findet, die euch mehr über den Verbleib von Ethan verraten oder allgemein über die Welt, durch die ihr euch bewegt, spielt offenbar keine Rolle. Die Vision von einem Hügel, der von menschlichen Knochen übersät ist, erhaltet ihr nur, wenn ihr mehrere Fallen in der näheren Umgebung findet. Das Spiel verrät euch allerdings nicht, dass ihr alle finden müsst, um das Puzzle zusammenzusetzen. Vielmehr erklärt sich das Ganze durch die visuelle Darstellung selbst. Aber es geht auch handfester: Nach einem kleinen Waldstück hinter einem Bahntunnel, entdecken wir einen Triebwagen. Zum Laufen bringen wir ihn nur, wenn wir den Motor mittels einer Kurbel in Gang setzen. Natürlich fehlt die Kurbel, weshalb wir beschließen, sie zu suchen. Wir folgen also zunächst weiter den Schienen und machen eine Entdeckung. Noch verstehen wir nicht, was die zerrissenen Seilstücke auf dem Bahnschotter zu bedeuten haben – und machen wenige Meter weiter eine grausige Entdeckung. Der Anblick der beiden abgetrennten Unterschenkel lässt uns schaudern. Doch wo ist der Rest des Körpers? Wir folgen einer blutigen Schleifspur neben dem Gleis und stolpern schon bald über die leblosen Überreste.
 
Wie mag es weitergehen?
The Vanishing of Ethan Carter nutzt ganz simple Mittel, um für Stimmung zu sorgen. Insbesondere, ein Ziel vor Augen zu haben, aber keinen blassen Schimmer davon zu haben, auf welche Pfade uns die Suche bringen wird, bildet den Dreh- und Angelpunkt. Gerade aber die rätselhaften Ereignisse werfen weitere Fragen auf, die uns gleichsam verstören sowie unser Interesse mehren. Mitten im Wald finden wir zum Beispiel eine Art Lichttafel, die uns nach der Aktivierung der Felder in der korrekten Reihenfolge mit einem Astronauten konfrontiert und uns schließlich auf einen irren Kurztrip in einer Kapsel in den Weltraum bringt. Ob es für all das am Ende eine sinnvolle Erklärung geben wird, bleibt abzuwarten. Angefixt, die Reise fortzusetzen, sind wir in jedem Fall.
 
Spannender Adventure-Ansatz
Ob The Vanishing of Ethan Carter das Interesse des Spielers auf Dauer aufrecht halten kann, bleibt abzuwarten. In den ersten Spielminuten machten wir viele spannende Entdeckungen. Wir wollten immer wissen, was wir als nächstes finden und was es mit den ganzen rätselhaften Dingen auf sich hat. Nur daraus scheint aber auch die Motivation bestehen zu können. Denn von spielerischer Seite her hat der Titel wenig zu bieten – wer Leerlauf beim nicht in jeder Ecke lohnenswerten Erkunden hasst, kommt nicht auf seine Kosten. Es ist aber mehr als ein „Wandersimulator“, mehr als ein Experiment, das man am Ende für seinen Versuch verdammt oder verehrt. Es könnte ein intensives Horror-Abenteuer werden, aber auch nur, wenn am Ende mehr Antworten gegeben werden als offene Fragen bleiben.
Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23265 - 15. August 2014 - 0:03 #

Sieht sehr vielversprechend aus. Hoffentlich geht das Konzept auf.

Herr Hartz 11 Forenversteher - 789 - 15. August 2014 - 1:06 #

Ich hoffe, dass es gut wird. Es sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20661 - 15. August 2014 - 2:19 #

Ich bin optimistisch und freue mich auf das Spiel :)

Lyrius 15 Kenner - P - 3400 - 15. August 2014 - 4:33 #

Als ich die Präsentation auf der Sony PK gesehen hab, erinnerte mich das ein wenig an "Murdered: Soul Suspect", nur ohne Geist. Im Text erkenn ich das nun gar nicht mehr wieder. xD
Klingt echt nicht schlecht. Ne Art First Person Adventure. First Person ist zwar nicht so mein Ding, aber manchmal kann man ja auch Ausnahmen machen. Ich glaub, das wird das erste Spiel, das ich auf der Gamescom neu entdeckt hab und das ich weiterverfolgen werde. :-)

badgeros111 12 Trollwächter - 966 - 15. August 2014 - 7:58 #

Abgetrennte Beine und Gruselstimmung hin oder her aber suche ein Teil damit du das und das aktivieren kannst ist doch echt nicht mehr auf der Höhe der Zeit oder? Ich finde es gibt zwei grosse Sorten von Adventures: Diejenigen, welche den Spieler mit Rätseln fordern, wie die Daedelic - Spiele und jene welche mich einfach nur durch ein lineares aber (hoffentlich) spannendes Abenteuer führen, wie die neuen Walking Dead Folgen.
Wie ein Spiel beide Aspekte versucht zu benutzen und daran kläglich scheitert kann mann ja am oben genannten Murdered sehen.
Mich würde tatsächlich die grafik zu The vanishing of Ethan Carter interessiern. Ein Freund erzählte mir dass die Texturen des Spiels abfotografierten Gegenständen entsprechen. Stimmt das? Das gabs ja schon mal aber bei einem " open world spiel"?
mfG. the badger

monokit 14 Komm-Experte - 2099 - 15. August 2014 - 8:12 #

Ob zeitgemäss oder nicht, ich finds intrressant. Ist schon auf meiner Watchliste.

Noodles 21 Motivator - P - 30159 - 15. August 2014 - 12:13 #

Ja, das stimmt. Die Gamestar hat das in einem Artikel näher beleuchtet: http://www.gamestar.de/spiele/the-vanishing-of-ethan-carter/artikel/the_vanishing_of_ethan_carter,49158,3057939.html

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15095 - 15. August 2014 - 10:01 #

Interessant wie die "Indie" Welle doch die Industrie zu panischen Sicherheitskäufen nötigt. Es wird alles an Spielen gekauft, hauptsache Indie und man könnte ja den potentiellen Kracher verpassen.
Entwickler bei Sony ist kein Indie mehr. Nicht vergessen!

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 16. August 2014 - 11:44 #

Wenn Sony den Entwickler machen lässt, was er will, und nur den finanziellen Teil stellt, ist das ja wurscht, dass er nicht mehr "indie" ist. Dass Sony eine gute Heimat, für kleine, ungewöhnliche Titel sind, haben sie ja schon mehrfach bewiesen. Ich würde mir eher Sorgen bei Microsoft oder EA machen, die schon einige legendäre Firmen nach dem Aufkauf kaputtgemacht haben oder die nicht mal exklusive Kulttitel zu würdigen wissen, siehe Rare, siehe State of Decay.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15095 - 18. August 2014 - 7:54 #

Genau, wichtig ist was hinten raus kommt ;-)
Vielleicht laufen bei Sony weniger Gespräche Richtung marktorientiertes Spieldesign. Aber letztendlich müssen die auch für die Masse produzieren.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20661 - 18. August 2014 - 8:16 #

"Genau, wichtig ist was hinten raus kommt ;-)"

-> Das ist jetzt aber etwas unglücklich ausgedrückt :D

Kirkegard 19 Megatalent - P - 15095 - 19. August 2014 - 9:48 #

Auf dem Örtchen sollte man halt nur Printmedien studieren ;-)

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166751 - 22. August 2014 - 20:32 #

Das Szenario hört sich schon interessant an, werde die kommenden Infos/Details zum Spiel mal weiter verfolgen. :)

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The Astronauts
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