GC09: Starcraft 2 - nochmal angespielt

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21. August 2009 - 7:29 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
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Auf der Gamescom gibt es Starcraft 2 sowohl im Singleplayermodus als auch in Skirmish-Partien anzuspielen.

Das spielbare Stück des Singleplayer-Modus spielt sehr früh in der Kampage. Zunächst sehen wir eine Zwischensequenz, in der der Battlecruiser Hyperion nach einer Mission von einem Planeten flüchtet und dabei von Mutalisken der Zerg gejagd wird - bis er in den Hyperraum springt. Auf der Brücke besprechen Jim Raynor, sein Stellvertreter Matt Horner und der aus den Trailern bekannte Marine Tychus Findlay die letzte Mission. Die Zerg sind wieder aufgetaucht und auf den Displays laufen Fernsehnachrichten, die dieses Ereignis kommentieren. In einer der Sendungen gibt es eine kurze und unscharfe Aufnahme von Kerrigan zu sehen - was Raynor einen sichtlichen Schock versetzt.

Nun dürfen wir die Hyperion erkunden, zwischen der Brücke, der Waffenkammer, dem Labor und der Cantina wechseln. Jede dieser Locations bietet mindestens eine Person, mit der man reden kann - Einfluss auf die Dialoge haben wir allerdings nicht. In der Waffenkammer können wir Upgrades für unsere Einheiten kaufen: Schilde für die Marines, stärkere Heilung für Medics, Upgrades für Turrets und Bunker - es gibt viel mehr im Angebot, als wir uns leisten können. Alternativ ist es möglich, sein Geld in Söldner zu investieren, die man stimmungsvoll in der Cantina anheuert. Raynors Finanzen auf der Hyperion sind komplett von denen in den Missionen getrennt - durch eine Mission verdienen wir z.B. 60.000 Credits und investieren 35.000 in die Söldner. Diese können wir dann pro Mission einmalig für 200 Mineralien bauen.

Die Grafik auf der Hyperion ist überraschend gut, es ist kaum zu glauben, dass es sich um die gleiche Engine wie in den Missionen handeln soll. Die Charaktere wie Raynor und Findlay haben sehr detaillierte und ausdrucksstarke Gesichter, außerdem gibt es viele liebevoll entworfene Kleinigkeiten zu entdecken, z.B. den "The lost Viking"-Spielautomaten in der Cantina. All das trägt sehr zur Atmosphäre bei und sorgt dafür, dass das Starcraft-Universum trotz des comichaften Stils ernster und realer wirkt.

Wir haben nun zwei Missionen zur Auswahl: Die verzweifelten Kolonisten von Agria vor einem Angriff der Zerg retten oder in der Mission "Tooth and Nail" einen günstigen Augenblick nutzen, um den Protos ein Artefakt zu entwenden.

Als erstes entscheiden wir uns für die Rettung der Kolonisten. Die Mission wird stimmungsvoll eingeleitet durch ein Gespräch mit der Anführerin der Kolonie, die sich auch während der Mission immer mal wieder zu Wort meldet. In der Mission haben wir Marines, Medics und Firebats - also Marines mit Flammenwerfer - zur Verfügung. Nach einer kurzen Anfangssequenz bekommen wir das Kommando über eine kleine Basis, können Mineralien und Gas ernten und so weitere Einheiten nachbauen. Alle paar Minuten fährt ein Fahrzeug mit Kolonisten vom Dorf am unteren Bildschirmrand zum Evakuierungspunkt und wir müssen dieses beschützen. Während das am Anfang noch einfach ist, kommen im Verlaufe der Mission immer stärkere Wellen von Zerglingen, Hydralisken und Mutalisken und versuchen, das Fahrzeug abzufangen. Die Mission ist insgesamt recht hektisch, so dass wir für das Bonusziel - Chrysalis-DNA zu beschaffen - keine Zeit und Ressourcen haben.

Auch hier ist auffällig, wie viel realer das Starcraft-Universum wirkt. Wir werden zum Beispiel gewarnt, dass Zerg-Organismen in die Atmosphäre eingedrungen sind und Minuten später schlagen diese mit einer Art organischen Landungskapseln neben uns auf - viel stimmiger als Zerg, die einfach irgendwo spawnen.

In der anderen Mission müssen wir ein Artefakt der Protos bergen - was nicht so schwierig ist, da die Protos auf der anderen Seite damit beschäftigt sind, einen Zerg-Angriff abzuwehren. Hier haben wir Marines, Medics und die neuen Marauder, die mit ihren Raketen vor allem gegen schwerere Bodentruppen effektiv sind. Diese Mission ist entspannter, es reicht, in der eigenen Basis eine Armee aufzubauen und mit dieser nach und nach die Photonenkanonen und die folgende Protos-Basis zu beseitigen. Am Ende werden noch die Statuen um das Artefakt herum lebendig und greifen mit starken Laserwaffen in den Kampf ein, gegen unsere Marauder haben sie aber auch keine Chance. Hier fällt positiv auf, dass man jetzt beliebig viele Einheiten gruppieren kann - die Community ist ja immer noch geteilter Meinung über die vielen Komfortfunktionen des Spieles, für Gelegenheitsspieler sind sie in jedem Falle praktisch. Als Abschluss folgt ein erster Dialog zwischen Raynor und Kerrigan, obwohl keiner der beiden Charaktere wirklich in der Mission aufgetaucht ist.

Das Grafikset in dieser Mission ist ein Planet mit vielen alten Ruinen und Artefakten und netten Details wie einer Energiebrücke über einen Fluss. Im Skirmish gab es noch einige andere Karten zu sehen, neben den üblichen Weltraum, "grüne Wiese" und Wüstenszenarien gibt es auch noch ein Grafikset für Städte, das sehr cool aussah.

Optisch hat sich gegenüber dem letzten Jahr vor allem bei den Zerg eine Menge getan. Auf der GC in Leipzig wirkten diese noch recht spielzeughaft. Sowohl die Gebäude als auch die Einheiten wurden seitdem grafisch runderneuert, sie sind jetzt viel schleimiger und "zerg-mäßiger". Besonders die Spine Crawler - die neuen Anti-Boden Turrets der Zerg - haben eine sehr coole Animation: Ein langes Tentakel kommt aus dem Boden und schlägt quasi auf den Gegner ein.

Laut der Blizzard-Communitymanagerin Xordiah enthält die aktuelle Version von Starcraft 2 keine umwälzenden Änderungen im Multiplayermodus - zumindest nichts so Gravierendes wie eine neue Gasmechanik. Nur die Balance wurde ein Wenig angepasst: Banelinge machen etwas weniger Schaden, die Spezialschilde der Immortals müssen erforscht werden, der Dark Pylon stellt keinen Supply mehr bereit und muss innerhalb des Energiefeldes normaler Pylonen gebaut werden.

Fazit: Die Messe-Demo von Starcraft 2 macht Lust auf mehr, sowohl im Singleplayer als auch was den Multiplayer angeht. Schade, dass das Spiel auf 2010 verschoben wurde.

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