Wochenend-Lesetipps KW30: Adventures, Dungeon Keeper

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25. Juli 2014 - 15:49 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

Durch den Erfolg von Telltale Games mit The Walking Dead und die Möglichkeiten von Kickstarter erlebte das Adventure-Genre in den vergangenen Jahren auch auf der internationalen Bühne sein Comeback, nachdem es sich vorher fast ausschließlich in Deutschland halten konnte. Ob die heutigen Genre-Vertreter noch genau so fesseln wie früher, beleuchten wir in den heutigen Lesetipps. Außerdem erfahrt ihr, worauf bei Kickstarter-Projekten generell zu achten ist und ob die mobile Version von Dungeon Keeper wirklich daran gescheitert ist, dass sie "zu innovativ" war. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit der Diskussionskultur in der Gaming-Community.

"Ist Dungeon Keeper Mobile wirklich zu innovativ?"
ninjalooter.de am 11. Juli, Benny

Viele deutsche Spieleseiten berichteten diesen Monat über eine Aussage von EA-Mitarbeiter Frank Gibeau, wonach die Smartphone-Version von Dungeon Keeper ein Misserfolg gewesen sei, weil sie "zu innovativ" war. Tatsächlich beruhte die Meldung aber auf einem Übersetzungsfehler. Benny von ninjalooter.de fragt sich, ob die Medien das nicht verstanden haben, ober ob sie es nicht verstehen wollten.

"LucasArts ist schuld!"
eurogamer.de am 22. Juli, Matthias Grimm

Auch wenn der ehemalige Gamona-Chefredakteur Matthias Grimm das Adventure-Genre einst geliebt hat, spricht es ihn heute nicht mehr so sehr an wie damals. In seinem Artikel auf eurogamer.de erklärt er, warum das so ist. So sei das Segment naturgemäß weniger immersiv, schwer zu balancen – aber vor allem würde kaum ein Entwickler von der bewährten Formel von Monkey Island abweichen: "Das Spiel dient vielen bis heute als Vorbild und ist doch nur Blaupause. Denn statt den Grundpfeiler eines Genres zu bilden, steckt es seinen kleinsten gemeinsamen Nenner ab. Nach den gescheiterten Versuchen, das Genre Mitte der 90er neu zu definieren, wagt es kein Entwickler mehr, sich zu weit von seinen Wurzeln zu entfernen."

"Warum niemand Gamer erst nimmt - nicht mal ich"
gamezone.de am 23. Juli, Sandro Odak

"Das ist der Grund, warum niemand Gamer ernst nimmt – nicht mal ich. Sie können keine Diskussion führen. Das kann man an Fanboy-Debatten ablesen, an den Shitstorms, die sie führen und in Foren. Gamer wollen nicht vom Rest der Welt bevormundet werden.", schreibt Sandro Odak in seinem Artikel auf gamezone.de, in dem er die allgemeine Diskussionskultur im Videospielbereich kritisiert. Er unterstellt weiterhin, dass auch richtige Aussagen kritisiert würden, wenn sie nur von der falschen Person stammen.

"Never back a Kickstarter without a programmer"
polygon.com am 24. Juli, Ian Fish (Englisch)

Einige ambitionierte Kickstarter-Projekte sind in den vergangenen Monaten gescheitert, unter ihnen Yogventures (wir berichteten). Ian Fish, der sein Spiel Road Redemption ebenfalls über die Crowdfunding-Plattform finanziert hat, geht den Ursachen dafür auf den Grund. Er meint, ein Grund für den Fehlschlag sei das Fehlen von Prioritäten: "Auf ein Kickstarter-Projekt, bei dem in Sachen Budget keine Prioritäten gesetzt sind, würde ich nicht wetten. Bei Road Redemption haben wir, unabhängig davon, was wir in der Kickstarter-Kampagne versprochen haben, keine komplexen Features wie  einen Multiplayer eingebaut, bevor nicht das Basis-Spiel funktioniert und Spaß macht."

Im heutigen Video: Pokémon aus einem anderen Blickwinkel.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar! Dieses Mal bedanken wir uns bei den GG-Usern Admiral Anger und joker0222!

Video:

Ghost0815 13 Koop-Gamer - 1663 - 25. Juli 2014 - 16:30 #

Vielen Dank für die Zusammenstellung.

Noodles 22 AAA-Gamer - P - 36192 - 25. Juli 2014 - 16:46 #

Danke für die schöne Auswahl! :)

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 64160 - 25. Juli 2014 - 17:43 #

Sehr gute Artikel, grad derjenige über Gamer brachte mich an einigen Stellen zum zustimmenden Schmunzeln :)

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 25. Juli 2014 - 18:01 #

Speziell der Adventures-Artikel ist ausgezeichnet.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 49440 - 25. Juli 2014 - 18:05 #

Den fand ich auch klasse.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 35107 - 26. Juli 2014 - 9:51 #

Einiges davon kann ich voll und ganz unterschreiben.
Was mir nicht gefällt, ist die Behauptung, dass die meisten Adventures eine schlechte oder gleich fast gar keine Story haben. Und wenn sie eine haben, passt sie locker auf einen Bierdeckel.
Das mag bis zu einem gewissen Grad sogar stimmen. Aber selbst Game of Thrones lässt sich auf Twitter zusammenfassen, wenn man nur genügend Infos auslässt.
Für mich ist die Geschichte nur der Aufhänger für die Reise - und sollte am Ende natürlich zu einem Abschluss führen. Dazwischen sind es die einzelnen Stationen und Situationen, die im Gedächtnis bleiben sollen. Es würde mir herzlich wenig nutzen, wenn eine großartige Story durch flache Inszenierung zerstört wird.
Und natürlich gibt es viele Krimi-Plots. Die gab es aber auch schon früher und in anderen Medien auch. Die Jagd nach einem Mörder / Täter zieht ja schließlich in gefühlt 137 Krimiserien pro Woche auch immer.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 26. Juli 2014 - 10:59 #

Vielleicht irre ich mich, aber ich habe die entsprechende Passage eher auf die Diskrepanz zwischen Story und Rätsel bezogen. Wenn ich z.B. in einem Krimi nicht nach Spuren des Täters suchen soll, sondern nach einem Feuerstein für mein Feuerzeug (und anschließend dann auch noch nach Benzin), dann hat das nun wirklich nichts mit der Story zu tun.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 35107 - 26. Juli 2014 - 13:02 #

Ich hab' mir die Passage nochmal durchgelesen und bleibe bei meiner Interpretation :-)
Aber die Deinige würde auch Sinn machen. Nur sehe ich das nicht zwangsläufig auf das Adventure-Genre gemünzt. Die Warcraft 3-Story mag ja toll und mitreissend sein, aber das Echtzeitspiel dazwischen (so gut es ist) überträgt die Geschichte auch nur bedingt ins Spiel, oder?

Die genannte Beispiele (z.B. die Telltale-Spiele), die als Leuchtfeuer von neuen Entwicklungen herhalten müssen, werden ja gleichzeitig von Horden von Spielern als "Light"-Adventures abgetan. Muss ja schließlich alles eine Schublade haben, ne?

Was macht also ein Adventure aus?
Die Rätsel? Dann unterbrechen diese per Definition immer die Erzählung.
Die Erzählung? Dann wird das Spiel zwangläufig mehr in Richtung "Interaktiver Film" gehen. Nicht falsch verstehen: ich mag auch solche Spiele, wenn sie gut gemacht sind.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 26. Juli 2014 - 14:43 #

Und leider kann man den Inhalt in groben Zügen sogar heute für COD und WOW benutzen, weil die heutige Branche nicht mehr Risikobereit ist bzw nicht oft aus eigener Überzeugung handelt, sondern eher aus berechneter Gewinnprognose sonst wäre Indie und Kickstarter momentan nicht so angesagt.

Der Marian 19 Megatalent - P - 18516 - 25. Juli 2014 - 17:54 #

Gute Auswahl. An dem Ding, dass Gamer nicht diskutieren können, ist leider was dran, auch wenn das natürlich etwas verallgemeinert ist.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6144 - 25. Juli 2014 - 18:02 #

Da ist überhaupt gar nichts dran, alles Blödsinn und Quatsch und Unfug! So. ;-)

Der Marian 19 Megatalent - P - 18516 - 25. Juli 2014 - 18:30 #

Gamer-Fanboi! ;)

ChuckBROOZeG 19 Megatalent - 19338 - 25. Juli 2014 - 19:57 #

Haterspinner!

calleg 14 Komm-Experte - 2480 - 25. Juli 2014 - 23:47 #

Hab ich noch nicht gelesen. Wenn ich aber die Kommentare auf SPON lese, dann bin ich richtig stolz auf die Gamer Szene! So eine bittere (und fast immer negative) Klugscheisserei gibts selten.

Jürgen -ZG- 22 AAA-Gamer - P - 35107 - 26. Juli 2014 - 9:36 #

Das sind Kommentare?
Ich nehme diese erheiternden Zeilen immer wahlweise als Therapiesitzung oder Satire wahr - dann tut's nicht ganz so weh.

Ditze 13 Koop-Gamer - 1260 - 26. Juli 2014 - 17:00 #

Ich dachte immer die Kommentare werden von einem Rudel Schimpansen getippt.

immerwütend 22 AAA-Gamer - P - 31831 - 27. Juli 2014 - 16:17 #

Das verwechselst du jetzt mit Parteiprogrammen...

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 24250 - 25. Juli 2014 - 17:58 #

"Warum niemand Gamer erst nimmt - nicht mal ich" -> Guter, treffend geschriebener Artikel.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24843 - 25. Juli 2014 - 18:46 #

Finde ich nicht.

Die Diskussionsrunde bei ZDF Login war leider ihren Namen nicht wert. Nichts gegen begründete Kritik, aber die Gegenseite polemisierte bloß. Fabian ist auch kein Kind von Traurigkeit. Ich erwarte mir eine sachlich geführte Debatte, aber das funktioniert nicht wenn immer wieder die Pfeiffers, Spitzers usw. eingeladen werden und nie mal echte Experten. Warum muss jede Debatte über Videospiele im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen so emotional geführt werden?

Was das Thema Shitstorms angeht, die gibt es bei anderen Themen viel öfter. Trotzdem schreibt niemand einen Artikel "Warum niemand die Palästinenser/Israel-Sympathisanten ernst nimmt" oder "Warum niemand die TTIP-Gegner ernst nimmt". Manche Menschen im Internet nutzen die Anonymität, um über die Stränge zu schlagen, aber das ist doch keine neue Erkenntnis.

Meiner Meinung nach ist bereits der Begriff "Gamer" problematisch, weil er eine Homogenität suggeriert, die es gar nicht gibt. Es schert doch auch niemand die Leser von Rosamunde Pilcher und Boris Pasternak über einen Kamm.

Ich habe nicht das Gefühl, dass unter den Spielern eine besondere Liebe für Free2Play-Spiele vorherrscht, eher im Gegenteil. Es hat auch niemand das Messer gewetzt, weil sie es gewagt haben ein kritisches Thema aufzufassen. Das Problem der Frontal21-Sendung war doch vielmehr wie sie das Thema aufgegriffen haben. Mit Unwahrheiten, fragwürdigen Experten und Übertreibungen. Diese Politmagazine verstoßen in meinen Augen auch bei anderen Themen regelmäßig gegen die journalistische Sorgfaltspflicht. Verwerfliche und illegale Geschäftsgebaren am Beispiel League of Legends anzuprangern, ist in jedem Fall der falsche Weg.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 231050 - 25. Juli 2014 - 23:52 #

Wieder mal schöne Auswahl an (aktuellen) Themen, danke :)

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