GC09: Technik-Vortrag über Intel-Onboard Grafik

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19. August 2009 - 7:59 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Jeder PC-Spieler weiß: Ohne ordentliche Grafikkarte geht nichts, die Grafikkarte hat vielfach einen stärkeren Einfluss auf die Performance, als der Prozessor. Das ist ein großer Nachteil des PCs als Spieleplattform: Es gibt zwar enorm viele PCs in den Haushalten - viel mehr als von jeder einzelnen Konsole - ein großer Teil davon hat aber nur Onboard-Grafik und ist damit nicht wirklich spieletauglich.

Dies wurde mir mal wieder bewusst im GDC-Vortrag über den Intel Graphics Performance Analyzer. Als Fallbeispiel wurde erklärt, wie ein Technik-Team von Sega das Spiel Empire: Total War kurz vor der Veröffentlichung für die aktuellen Intel G45 Onboard-Grafikchips optimiert hat.

Die Prozedur hörte sich nach richtig viel Aufwand an, sie haben an jeder Ecke versucht, noch das letzte Bisschen Performance aus dem Chip raus zu kitzeln. Dazu wurden Regeneffekte und die Shader für die Küstenlinie geändert und versucht, detailliert im Vorfeld zu bestimmen, welche Objekte sichtbar sind und welche nicht. Von einigen der Optimierungen profitieren nun auch andere Grafikkarten, viele Änderungen werden aber nur aktiviert, wenn beim Spielstart eine Intel Onboard-Grafik erkannt wird.

Das Resultat: Das Spiel läuft auf einem fetten Quad-Core mit Intel G45 Grafik jetzt mit 25 Frames pro Sekunde - in 1024x768 bei minimalen Details. Nicht wirklich beeindruckend. Da kann man jedem Käufer eines solchen Quad-Cores doch nur empfehlen, noch 80 Euro für eine Grafikkarte von ATI oder Nvidia auszugeben. Oder wir brauchen Cloud Gaming.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 19. August 2009 - 8:48 #

irgendwann in paar jahren wird man bestimmt keine extra grafikkarten mehr brauchen aber im moment ist und bleibt onboard ziemlicher mist

Bibliothekar 11 Forenversteher - 770 - 19. August 2009 - 11:00 #

Im zweiten Absatz würde ich den Bezug auf dich selbst entfernen und ich hab noch keinen fetten Quad-Core gesehen, immer nur sehr flache dünne. :p
Ansonsten eine sehr interessante News.

GamingHorror Game Designer - 968 - 19. August 2009 - 23:38 #

Onboard Grafik ist ein richtig, richtig fetter Markt. Alles was Extra-Grafikkarten über 100€ angeht ist eigentlich schon "enthusiast level".

Wenn ich die letzten Zahlen von vor ~2 Jahren richtig im Kopf hab hatten die Intel Grafikchips einen grösseren Marktanteil als Nvidia und ATI zusammen. Ich glaub auch nicht das sich die Ratio onboard vs. Steckkarte groß ändern wird, wenn überhaupt dann in Richtung onboard.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 20. August 2009 - 12:00 #

Leider bremst die große Basis an Intelonboard-Chips den PC-Spielemarkt tatsächlich arg aus. Es ist ja nicht nur so, dass die Chips recht langsam sind - der 4500er rechnet sogar halbwegs passabel flott - Intel schafft es aber nicht, brauchbare Treiber zu entwickeln und sieht offenbar auch keinen Bedarf. Da lobe ich mir die Onboardgrafik von ATI und nVidia, die sind zwar oft nicht viel schnell, dafür starten die Spiele aber wenigstens ;) ..

Sorgen macht mir, dass ausgerechnet der bei Zocker-Grafikchips mit abstand am wenigsten erfolgreiche Hersteller, Intel, versucht eine komplett neue Grafikbeschleunigung zu etablieren. Larrabee soll angeblich DER Knaller werden - ich denke immer noch, es wird ein Flop. Aktuell wird von der Leistungsfähigkeit auf dem Niveau einer ATI HD4870x2 gesprochen, erscheinen soll Larrabee aber erst Anfang 2011. Dazu die berüchtigt schlechten Intel-Treiber und mangelnde Bereitschaft der Entwickler, sich für ein Nischenprodukt komplett neue Engines auszudenken. Eigentlich könnte Intel das Geld für die Entwicklung auch gamersglobal spenden, da kommt mehr bei rum.

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