HW-News #141: Sofa-Tastatur, Alienware Alpha, Galaxy Tab S
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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15. Juni 2014 - 10:33 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
An jedem Wochenende kredenzt euch Dennis Ziesecke die aus Spielersicht wichtigsten Hardware-Entwicklungen der aktuellen Woche. Natürlich gibt es dabei auch manchen Blick über den Tellerrand.

Auch wenn die E3 primär Spielepublisher beherbergt, schummelt sich das eine oder andere Hardware-Thema in den Messealltag. In dieser Woche berichten wir daher von einer interessanten Tastatur aus dem Hause Roccat, über einen auf der Messe gezeigten Wohnzimmer-PC, den Alienware als Schrecken der etablierten Konsolen vermarktet, und über neue Tablets von Samsung, die bald auch zum Test eintreffen werden. Ein wenig übertreibenden PC-Populismus mag man dem ersten Text übrigens verzeihen, es handelt sich nachweislich um ein Stilmittel und notfalls um künstlerische Freiheit!
Keyboard für Couch-Krieger: Roccat Sova.
Roccat Sova – Sofa-Tastatur mit integriertem Mauspad
Wohnst du noch oder spielst du schon? Wie zockt der HW-News-Leser – am PC im Schlafzimmer, im Büro oder gar im Wohnzimmer? Konsolen, so die landläufige Meinung, unterscheiden sich ja primär im Wohnzimmer-Akzeptanzfaktor von Gaming PCs. Auf der Couch lungern, Gamepad in der Hand, Action auf dem großen Fernseher, bääm! Moment, Gamepad? Geht ja gar nicht, der PC-Nutzer unterscheidet sich ja nicht nur durch knackige Texturen und garantierter FullHD-Auflösung von den armen Konsoleros, sondern vor allem durch die präzise Eingabeoption „Maus und Tastatur“.

So schön eine Couch nun auch sein mag, Tastatur und Maus lassen sich darauf nur mit etwas Geschick sinnvoll bedienen. Roccat will PC Gaming ins Wohnzimmer bringen, passend zu Steam-Machines und HTPCs. Die Roccat Sova besteht aus einer Tastatur ohne Numpad und Multimediatasten, die auf Cherry-MX-Schalter setzt, einer großzügigen Handballenablage und einem integrierten Mauspad. Ein Akku speist nicht nur die Funktastatur, sondern auch einen USB-Anschluss, an den sich die Maus anschließen lässt. Eine Akkuladung soll für zwölf Stunden ausreichen. Stabilisiert wird die ganze Konstruktion von einer Platte aus Aluminium – es wackelt also nichts auf der Couch.

Nett: Roccat hat ein Herz für die 3D-Drucker-Szene und will die 3D-Druck-Daten für die Sova freigeben, so dass die Nutzer weiteres Zubehör wie Bierdosen-Halter und Halterungen für Smartphones (sodass diese sich beispielsweise als Touchdisplay einbinden lassen) ausdrucken können.

Allerdings handelt es sich bei der Roccat Sova um kein fertiges Produkt, sondern bislang nur um eine Idee des Herstellers, über die die Nutzer auf der Webseite www.ownthecouch.gg abstimmen können. Bislang ist die Reaktion der User durchaus positiv.
Alienware Alpha - Gaming-Kästchen als Konsolen-Konkurrenz.

Alienware Alpha: Steam Machine mit Win & Xbox-Gamepad
Eine Steam Machine kann quasi jeder PC sein, solange Steam OS installiert ist und das Steam-Gamepad genutzt wird. Das soll auch irgendwann auf Alienwares Alpha zutreffen – da Valve aber mit Verzögerungen beim Gamepad rechnet, legt Alienware den Alpha-Rechnern vorerst ein Xbox-360-Gamepad bei. Und da auch Steam OS für Dell wohl noch nicht überzeugend genug aussieht, installiert man Windows 8.1 vor – und macht aus der Steam Machine einen handelsüblichen Wohnzimmer-PC mit Gaming-Ambitionen. Erst 2015 sollen dann Steam OS und der dazugehörige Controller genutzt werden.

Interessanter ist da schon die restliche Hardware. So setzt Alienware (beziehungsweise der Mutterkonzern Dell) auf ein modulares, vom Nutzer in Teilen zu konfigurierendes System mit sehr geringen Abmessungen: Nicht viel größer als eine der aktuellen Konsolen soll Alpha sein. Im Inneren wird sich in der 550 US-Dollar kostenden Minimalkonfiguration ein Intel Core i3 nebst 4 Gigabyte RAM, 500 Gigabyte Festplattenspeicher und einer mobilen Maxwell-Grafiklösung befinden. Ob Alienware bereits auf die kommenden überarbeiteten Maxwell-GPUs setzt oder eine der aktuellen Notebooklösungen verbaut, ist noch unklar. Interessant: Alienware spendiert dem Rechner nicht nur einen 4K-fähigen HDMI-Ausgang, sondern auch einen HDMI-Eingang. Weiterhin ist der Rechner mit WLAN (802.11ac), Bluetooth, USB 3.0 und Gigabit-LAN ausgestattet.

Im Shop soll sich der Alpha individuell (und gegen Aufpreis) konfigurieren lassen. So sind neben i5- und i7-Prozessoren auch SSDs, größere Festplatten und mehr Arbeitsspeicher möglich. An die GPU darf der Nutzer allerdings nicht Hand anlegen – hier spricht wohl das recht begrenzte thermische Budget des Mini-Rechners gegen schnellere GPUs. Um den Wohnzimmer-Wohlfühlfaktor zu erhöhen, stattet Alienware den Rechner nicht mit einem nackten Windows, sondern mit einer auf den TV-Einsatz optimierten Oberfläche namens „Alpha“ aus. Steams Big-Picture-Modus ist ebenfalls vorinstalliert. Gesteuert wird bis zum Release des Valve-Controllers mit dem beiliegenden kabellosen Xbox-360-Controller.
Die neuen Galaxy Tab S von Samsung setzen auf AMOLED-Displays.
Samsung präsentiert Galaxy S Tab 8.4 und 10.5
Als Android-Tablets noch weit davon entfernt waren, sich „etabliert“ zu schimpfen, erschien mit dem ersten Samsung Galaxy Tab ein vergleichsweise gutes Android-Gerät. Anschließend folgten nicht nur diverse Nachfolgemodelle, sondern vor allem Klagen von und gegen Apple. Mittlerweile hat sich „Galaxy Tab“ zu einer namhaften Marke entwickelt, auch wenn in den letzten Jahren unter diesem Label nur Tablets mit zumeist unterdurchschnittlicher Hardwareausstattung erschienen. Wirklich gute Tablets suchte man bei Samsung besser in der „Note“-Baureihe.

Von eben dieser erben die beiden jüngst vorgestellten Galaxy-Tablets zahlreiche Funktionen. Dazu noch ein hochwertiges AMOLED-Display und ein wenig Optik und Technik des Galaxy S5. Die beiden Galaxy S-Tablets werden mit Displaydiagonalen von 8,4 und 10,5 Zoll erscheinen, die Auflösung beträgt 2560x1600 Pixel, was für erfreulich hohe Pixeldichten sorgt.

Als Prozessor sieht Samsung zumindest in Deutschland ausschließlich den hauseigenen Exynos 5420 vor. Dieser SoC basiert auf insgesamt acht Rechenkernen. Vier ARM-A15-Kerne und vier energiesparende A7-Kerne. Da diese dank Global Task Scheduling auch gleichzeitig genutzt werden können, darf man wohl mit Fug und Recht von einem Achtkernprozessor sprechen. Komplettiert wird der SoC von einer Mali-T628-M6-GPU, die sich in der jüngeren Vergangenheit als durchaus potent erwiesen hat. Der Arbeitsspeicher der Galaxy-Tab-S-Tablets ist mit 3 Gigabyte sehr großzügig, als Speicher stehen vorerst nur 16 Gigabyte zur Verfügung.

Als Betriebssystem kommt Android 4.4 zum Einsatz, auf die hauseigene Kacheloberfläche Magazine UX verzichtet Samsung zugunsten von TouchWiz. Einige zusätzliche Tools erlauben damit echtes Multitasking – der flotte Prozessor und die gute RAM-Bestückung dürften, ebenso wie beim TabPro 12.2, für ein größtenteils ruckelfreies Mehrfenster-Erlebnis sorgen. Damit der Nutzer sein neues Tablet auch gleich adäquat ausprobieren kann, legt Samsung eine 90tägige Mitgliedschaft bei Google Play All Access sowie bei der Comicflat Marvell Unlimited bei. Weiterhin darf sich der Käufer jeden Monat ein Buch im Kindle-Shop herunterladen, und auch der via Google Play verfügbare Film Gravity ist im Preis enthalten.

Die Tablets werden laut Samsung bereits im Juli verfügbar sein. Das Galaxy Tab S 8.4 wird für 399 Euro in der WLAN-Version und für 499 Euro als LTE-Modell angeboten. Das Galaxy Tab S 10.5 wird jeweils 100 Euro mehr kosten.

Video:

floppi 22 AAA-Gamer - - 32645 - 15. Juni 2014 - 10:55 #

Die Roccat Sova hört sich interessant an. Würde mich freuen, wenn es bis zur Produktreife kommt. Ich wäre schon mal ein potentieller Käufer.

Danke für den Überblick.

Cat Toaster (unregistriert) 15. Juni 2014 - 11:16 #

Ja, das wäre was, der Couchmaster von Nerdytec ist ein einziger klebriger Scheiss mit den doppelseitigen Klebestreifen für die Handballenauflagen die sich durch die Hände wunderbar erwärmen und verrutschen, besonders im Sommer...

Lacerator 16 Übertalent - 4001 - 15. Juni 2014 - 11:41 #

Mit so etwas hat Roccat aber auch schon geglänzt. Bei der Kova [+] befinden sich an den Seiten 2 Gummipads, an deren Rändern nach einer Weile bei Erwärmung schön der Klebstoff rausläuft. Wobei, es soll auch Besitzer geben, bei denen das nicht der Fall ist. Ich habe aber von vielen mit dem gleichen Problem gelesen. Ein Trauerspiel jedenfalls, ich habe die Maus ansonsten wirklich sehr geschätzt.

Maddino 16 Übertalent - P - 4986 - 15. Juni 2014 - 12:41 #

da jetzt noch den touchscreen der deathstalker ultimate von razer und es wäre wirklich interessant.

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11143 - 15. Juni 2014 - 10:59 #

Interessante Idee mit der Roccat Sova, auch wenn ich Konsolenzocker bin. Einen 3D Drucker hätte ich aber auf der Arbeit...

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 11871 - 15. Juni 2014 - 11:51 #

Alienware
Ich weiß nicht. Ein Gaming-PC auf dem man alles konfigurieren kann außer der Grafik?
Die Tastatur finde ich interessant. Da hatte ich schon zur PS3 eine gute Lösung. Die ist bei mir daran gescheitert, dass ich zu nah herangemusst hätte um vernünftig zu sehen. Ich bin Kurzsichtig. Aber wenn man es wirklich nur zum Spielen benutzen will, warum nicht.

calleg 14 Komm-Experte - 2409 - 15. Juni 2014 - 12:02 #

Cooles Sofading!

IhrName (unregistriert) 15. Juni 2014 - 12:12 #

Was nützt einem das Ding auf dem Sofa wenn man trozdem so steif dasitzen muss. Wenn man sich wirklich gemütlich hinsetzen will, wie man auf einem Sofa halt, dann passt das mit der Bedienung hinten und vorne nicht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Juni 2014 - 13:39 #

Steam Machines (oder wie auch immer man sie nennen mag) zusammen mit der Roccat Sova und den kommenden 14nm-Prozessoren und 20nm-GPUs - ich freu mich drauf, muss ich zugeben. Da ist einiges drin.

Was, außer den Kosten für den Datenträger, spricht eigentlich dagegen, bootbare USB-3.0-Sticks mit vorinstalliertem SteamOS und dem erworbenen Spiel zu verkaufen? Wäre doch nett für den Handel, so als "Quasi-Spielmodul" ohne Konfigurationsstress für Konsolenspieler am PC.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 15. Juni 2014 - 14:18 #

Ich brauch dann nur noch ein Wohnzimmer ... :D

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 11871 - 15. Juni 2014 - 14:51 #

Zurück zum physischen Datenträger? Aber man könnte ja das Image auch runterladen und selbst auf nen Stick klatschen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Juni 2014 - 14:57 #

Wenn die Breitbandpolitik in Deutschland so weitergeht (und Volumendrosseln wirklich kommen), dann dürften sich viele Gamer nach physischen Datenträgern sehnen ;) .

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 11871 - 15. Juni 2014 - 15:26 #

Mach mir das Hemd nicht am flattern, wie wir im im Ruhrgebiet sagen. Ich bin gerade dabei mich daran zu gewöhnen, dass ich nichts mehr auf Datenträger habe. Alles wird gestreamt und Alle Dokumente sind auf allen Geräten immer gleich. Und jetzt kommen die mit ihren Volumengrenzen und schicken mich zurück in die Steinzeit.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Juni 2014 - 15:29 #

Soweit war ich vor zwei Jahren auch schon - und dann kam der Umzug ins LTE-Steinzeitland. Aber LTE ist von der Politik ja gewünscht, daher kann ich mir gut vorstellen, dass niemand etwas gegen Volumengrenzen unternimmt, sollten sie demnächst anstehen. Ist bei LTE ja laut Regierung auch kein Mangel - und wenns den armen Unternehmen ein paar Milliarden mehr einbringt, dann kann man die ja auch flächendeckend einführen.

Lacerator 16 Übertalent - 4001 - 15. Juni 2014 - 13:43 #

Brauchen wir jetzt alles nicht mehr! DER STEAMBOY IST DA!!!!! :P

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20740 - 15. Juni 2014 - 18:46 #

News kommt! Ich eile :D

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 15. Juni 2014 - 19:30 #

Aber keine Fehler einbauen, wie die Konkurrenz ...

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20740 - 15. Juni 2014 - 19:32 #

^^ Valve soll HL3 machen und kein Handheld!!!111

Lacerator 16 Übertalent - 4001 - 15. Juni 2014 - 20:01 #

Na dann aber hurtig! ;)

Namen (unregistriert) 15. Juni 2014 - 15:59 #

so ein sofading brauch ich nicht.
hab so ein kleines tischen, wo ich tastatur und maus raufstellen kann.
da passt perfekt von der höhe, tischbeine lassen sich unter dem sofa verschieben (d.h. ich kann es ganz zum körper bringen)
für mich die ideale lösung, da ich kein e neue hwardware brauch und nicht wechseln möchte.
ich kann sitzen und so spielen, kann mich auch am sofa hinlegen und den tisch seitlich dazustellen (dazu lässt sich die arebitsfläche drehen)

Trax 14 Komm-Experte - 2503 - 15. Juni 2014 - 16:25 #

Ich hoffe, dass es diese Sofa Tastatur in den Handel schafft.
Wenn die Tests positiv ausfallen, würde ich mir so ein Ding glatt kaufen, da ich gerne mal auf dem Sofa spiele und meinen Lappi öfter am Fernseher angeschlossen habe.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 15. Juni 2014 - 19:28 #

Die Tastatur finde ich ganz nett. Die News mit dem Alienware HTPC habe ich von dir schon bei der Konkurrenz gelesen. Ein Core i3 mit 4GB RAM und 500GB HDD im schnieken Gehäuse für 550 Tacken. Dumm nur, dass ich schon vor über zwei Jahren ein Asus Core i3 Notebook mit GeForce m 540 GT für 100 Euro weniger gekauft habe. Das ist vom Formfaktor noch kleiner und sieht auch richtig schick aus. Dafür hat es auch noch ein Display, Notebook eben, und ein DVD Laufwerk ...

Alienware hat wohl schon ein paar Steam Machines vorab gefertigt und muss die Teile jetzt loswerden, damit sie in einem Jahr - oder wann immer die Steam Machines offiziell erscheinen können - nicht völlig "Verlust" mit der Hardware machen. Ich meine, ein Core i3 mit 500GB HDD und 4GB RAM für 550 Euro!? Da bezahlt man ja 100 Prozent Aufpreis nur für den Namen ... ^^

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Juni 2014 - 21:47 #

Wobei die 860m auch deutlich schneller ist als die 540 ;) . Klar, der Aufpreis ist drastisch, den gibts bei Alienware aber ja immer.

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