HW-News #140: DDR4, Windows-Tablet für 100 Euro, Leap Motion
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29733 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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8. Juni 2014 - 23:36 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
An jedem Wochenende kredenzt euch Dennis Ziesecke die aus Spielersicht wichtigsten Hardware-Entwicklungen der aktuellen Woche. Natürlich gibt es dabei auch manchen Blick über den Tellerrand.

Dass der wuselige Messe-Alltag für viele spannende News aber auch für viel Arbeit sorgt, bekommt ein Teil der GamersGlobal-Redaktion ja aktuell im Rahmen der E3 am eigenen Leib zu spüren. Während sich auf der E3 die Hersteller hoffentlich packender Spiele tummeln, versammelte sich in Taiwan gerade erst die Hardware-Branche. Die Computex, Partnermesse der CeBIT, hat dem Vorbild aus Hannover schon lange den Rang abgelaufen und steht seit Jahren für hochkarätige Hardware-Ankündigungen und Präsentationen. Da ist es schon schwierig, für diese Ausgabe der HW-News eine Auswahl zu treffen. Das volle Programm Computex-News gab es übrigens beim Spielestern, wo der Autor dieser Rubrik aktuell im Hardwarebereich aushilft.
DDR4 für den Hausgebrauch wird erst ab 2015 preiswert - bis dahin muss ein teures Haswell-E-System erworben werden.
Intel Haswell-E und DDR4
Wer noch in diesem Jahr auf DDR4-RAM umsteigen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Das liegt allerdings weniger an den Speichermodulen, wenngleich diese im Vergleich zu DDR3 ebenfalls kein Schnäppchen sein werden, sondern eher an der dafür nötigen Plattform. Die DDR3-Ablösung wird von Intel vorerst nur bei den Workstation-Prozessoren eingeführt. Dazu gehören die noch in diesem Jahr erscheinenden Haswell-E-CPUs sowie ein Mainboard mit dem neuen X99-Chipsatz von Intel.

X99-Boards setzen auf den Sockel LGA2011, durch die für DDR4 nötigen Änderungen an der Pinbelegung werden diese Boards zu aktuellen 2011-Prozessoren aber inkompatibel sein. Intel nennt den Sockel daher LGA2011 v3.

Die auf der Computex vorgestellten Boards von Asrock und MSI sind für maximal acht DDR4-Speicherriegel ausgelegt, die im Quad-Channel-Modus laufen können. Unterstützt werden aktuell Riegel mit einer Kapazität von maximal 16 Gigabyte. Die ebenfalls demnächst erhältlichen Speicherriegel mit 32 Gigabyte gibt es indes nur mit ECC-Speicherschutz, was wiederum andere Mainboards voraussetzt.

DDR4-Speicher wurden auf der Messe unter anderem von Corsair vorgestellt. Deren DDR4-2400-Riegel laufen gemäß der Spezifikation mit einer Spannung von 1,2 Volt und mit einem Takt von 2400 Megahertz. DDR4 wird vor allem zu Anfang weniger für neue Leistungsrekorde ausgelegt sein, sondern eher für einen stromsparenden Betrieb, was vor allem im Serverbereich nicht unwichtig ist.

Zwar wird Haswell-E auch für herkömmliche Nutzer und Rechner erhältlich sein, aufgrund der hohen Preise einer solchen LGA2011-Plattform richten sich die ersten DDR4-System allerdings weniger an Gamer als an professionelle Anwender. Alle anderen müssen noch bis zum Jahr 2015 warten, wenn Intels Skylake DDR4 auch in bezahlbare Rechner bringen wird.
Windows-8.1-Tablets für 100 Euro auf der Computex: spartanisch, aber machbar.
Windows-8-Tablets für nur 100 Euro
Günstige Tablets haben nicht immer den besten Ruf. Über Schnäppchen wie das Asus Memo Pad HD 7 für aktuell gerade einmal 119 Euro muss man da schon glücklich sein. Tablets mit Windows 8 allerdings genießen noch nicht den Ruf, in Schnäppchenregionen vorgedrungen zu sein. Wobei die aktuellen Preise von 250 bis 300 Euro für ein vollwertiges 8-Zoll-Tablet mit x86-Windows schon durchaus preiswert zu nennen sind. Intel und Microsoft arbeiten allerdings daran, dass Windows sich auch bei noch günstigeren Tablets verbreiten soll.

So präsentiert Microsoft das Projekt „Microsoft Windows with Bing“ - dabei bekommt ein Tablet-Hersteller die Lizenz für Windows 8.1 gratis, wenn im Internet Explorer des Tablets Bing als Suchmaschine fest voreingestellt ist. Und auch Intel brachte mit den neuen Bay-Trail-T-Prozessoren eine Riege günstiger Atom-Quadcore-Prozessoren speziell für besonders günstige Tablets auf den Markt. Das nutzt nun unter anderem der chinesische Hersteller Emdoor für ein Tablet zum Kampfpreis.

Nur umgerechnet etwa 100 Euro soll das EM-I8080 von Emdoor kosten und dabei trotzdem auf ein hochwertiges 8-Zoll-Display mit IPS-Technologie setzen. Eingeständnis beim Display: Die Auflösung des Bildschirms beträgt lediglich 1280x800 Pixel.

Als Prozessor setzt der Hersteller auf Intels Z3735E, das kleinste Modell der Reihe. Der Prozessor verfügt über vier vollwertige Rechenkerne, taktet aber mit nur 1,33 Gigahertz (per Turbo sind es maximal 1,83 Gigahertz). Eine weitere Einschränkung des kleinen Prozessors sorgt allerdings für größere Leistungseinbußen – die CPU verwaltet maximal ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Und so bleibt Emdoor (ebenso wie Toshiba, die ein ähnlich ausgestattetes Tablet für 200 US-Dollar vorgestellt haben) nichts anderes übrig, als eben nur diese Menge RAM zu verbauen. Windows 8.1 läuft zwar mit einem Gigabyte RAM, Programmstarts und Installationen brauchen bei dieser Bestückung allerdings recht viel Geduld.

Und auch der Festspeicher ist dem Rotstift zum Opfer gefallen, Emdoor verbaut nur 16 Gigabyte Flash, so dass mit vorinstalliertem Windows 8.1 kaum noch Kapazitäten frei sein dürften. Programme sollten daher auf einer optionalen Micro-SD-Speicherkarte landen – der dafür vorhandene Slot unterstützt Karten mit maximal 64 Gigabyte.

Das Tablet soll laut Hersteller in der Produktion nur etwa 30 US-Dollar kosten. Ob das Emdoor I8080 tatsächlich seinen Weg nach Deutschland findet? Die Chancen stehen, abseits von Eigenimporten, eher schlecht. Aber der Weg zu günstigen Tablets mit vollwertigem Windows ist bereitet.

Eines zeigt die Entwicklung allerdings auch sehr stark: Die Tage von Windows RT sind gezählt. Wer benötigt noch ein ARM-Windows, mit dem sich nur einige wenige Programme öffnen lassen, wenn es für weniger Geld bereits Tablets mit x86-Windows und konkurrenzfähigem Quadcore-Prozessor gibt? Zumal aktuell fast nur noch Microsoft (mit Nokia) selbst an RT festhält, wichtige Partner wie Dell sind bereits vor längerem abgesprungen. Das Experiment RT ist gescheitert.
Dreistöckig, zwei GPUs, viel VRAM, teuer: Powercolor R9 290X Devil 13.
Radeon R9 295X2-Konkurrenz von Powercolor und Asus
Vor kurzem präsentierte AMD ein Monster von Grafikkarte: Die AMD Radeon R9 295X2 nutzt gleich zwei vollwertige Hawaii-GPUs, verbrät allerdings auch mehr als 500 Watt Strom unter Last. Zwar handelt es sich bei der 295X2 um eine der wenigen Karten für flüssige Spiele in 4K-Auflösung, mit einem Preis von etwa 1.200 Euro, einem Kühlsystem auf Basis einer kompakten Wasserkühlung und einer gewissen Anspruchshaltung bei der Wahl des Netzteiles eignet sich dieses Modell jedoch nicht für jeden Gamer.

Ungeachtet dessen springen noch mehr Hersteller auf den Dual-GPU-Zug auf. Asus zeigte auf der Computex mit der Asus Ares III ein luxuriöses Modell der Karte mit Single-Slot-Kühler. Dieser erfordert allerdings, hier ist der Haken für „normale PCs“, eine vorinstallierte Wasserkühlung, in deren Kreislauf die Ares III integriert werden muss. Im Gegenzug verspricht Asus die höchsten GPU-Taktraten aller R9-295X2-Karten – wenngleich der Hersteller den Takt gegenüber der AMD-Vorgabe nur sehr behutsam angehoben hat.

Einen anderen Weg geht Powercolor mit der R9 290X Devil 13. Die wuchtig wirkende Karte setzt auf ein zwei Kilogramm schweres Kühlermonster mit drei großen Lüftern. Trotz Luftkühlung soll die Devil 13 nur wenige Grad wärmer arbeiten als AMDs Referenzlösung mit Hybridkühler. Den GPU-Takt erhöht Powercolor allerdings nicht, für mehr Leistung soll aber der um 200 Megahertz schneller laufende VRAM sorgen.

Ob nun Powercolor oder Asus, die Karten sind limitiert, teuer und unhandlich. Wer trotzdem unbedingt zuschlagen muss: Preise ab 1.500 Euro müssen pro Karte einkalkuliert werden.
HP integriert Leap Motion in herkömmliche Kabeltastaturen.
Gestensteuerung: Tastatur mit integrierter Leap Motion
Nicht erst seit dem Kickstarter-Erfolg der Oculus Rift wird nach neuen Eingabemethoden für den PC gesucht. Die kommenden VR-Lösungen werden allerdings nur schwer mit einer klassischen Keyboard/Maus-Steuerung bedienbar sein. Sinnvoller klingt da schon eine Steuerung mit Gesten. Mit diesem Versprechen ist vor etwa einem Jahr Leap Motion angetreten: Gestensteuerung am PC zum günstigen Preis und mit hoher Genauigkeit zu ermöglichen.

Zu diesem Zwecke nutzten die Entwickler mehrere Kameras in Verbindung mit einer Reihe IR-Lampen, um einen Bereich über der Leap Motion scannen zu können. Verzwickt klingende Berechnungen im Treiber setzen die erkannten Daten dann in eine Bewegung auf dem Bildschirm um – Finger werden als Skelettmuster mit erstaunlich flexibler Bewegungsmöglichkeit verarbeitet.

Der Teufel sitzt jedoch im Detail: Die für Leap Motion verfügbaren Anwendungen konnten nicht so recht überzeugen, die Gestensteuerung selbst leidet ebenfalls unter Kinderkrankheiten – und einige Probleme wie die Tatsache, dass von einem anderen Finger verdeckte Gliedmaßen natürlich nicht erkannt werden können, werden bestehen bleiben. Bei den Kollegen von Notebookcheck konnte ein uns gut bekannter Autor mit der Leap Motion arbeiten und spielen, sein Fazit jedoch ist durchwachsen. Einen guten Überblick bietet das unten in dieser News verlinkte Video.

Ungeachtet der Schwierigkeiten beim Umgang mit der Leap Motion hält der strategische Partner Hewlett Packard weiter an der schon länger bestehenden Kooperation mit den Leap-Machern fest. Nachdem vor einigen Monaten bereits ein HP-Notebook der Envy-Reihe mit integrierter Leap Motion auf den Markt kam, folgt nun eine Tastatur mit Leap Motion.

Das Keyboard verfügt über eingebaute Sensoren für die Gestensteuerung und wird mit den dazugehörigen Treibern für die Leap Motion ausgeliefert. So lassen sich Windows 7 und 8.1 sowie der Browser und zahlreiche bereits beim Hersteller verfügbare Apps und Spiele mit den Fingern steuern. Eine Implementierung in bekannte Spiele indes fehlt noch im Portfolio der Leap – vielleicht ein Grund, weshalb sich der 75 US-Dollar günstige Kasten eher schlecht verkauft.

Für die Leap-Tastatur verlangt Hewlett Packard 99 US-Dollar, auf den Markt kommen soll sie noch in diesem Monat. Allerdings vorerst nur in den USA, ob das Keyboard seinen Weg nach Europa findet ist noch unklar.

Video:

floppi 22 AAA-Gamer - P - 34134 - 8. Juni 2014 - 23:48 #

Danke mal wieder für die HW-News. Dickes Ding die Devil 13.

ocean2076 16 Übertalent - P - 4888 - 9. Juni 2014 - 10:11 #

Vielen Dank auch von mir für den Überblick - Devil 13: ein angemessener Name für das Ding

Cat Toaster (unregistriert) 8. Juni 2014 - 23:49 #

Wenn´s die 295X2 für 1100,-€ gäbe...schöne News :))

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 8. Juni 2014 - 23:51 #

Ok, ich lege 100 drauf. Die Preise schwanken aber auch, holla..

Cat Toaster (unregistriert) 9. Juni 2014 - 2:10 #

Ja, viel fehlt da nicht mehr bis ich schwach werde :)

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 9. Juni 2014 - 5:13 #

Bei der Devil 13 liegt noch eine Razer Maus mit in der Schachtel, die selbst schon mindestens 100€ beim Weiterverkauf bringt.

Ansonsten ist die Ares aber ohnehin die wesentlich interessante Variante, auch wenn es ein Eigen-Design seitens ASUS und keine offizielle 295X ist. Aber der komplett schwarze, mit im Betrieb rot illuminiertem Schriftzug, Kühlblock von EK hat was.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 9. Juni 2014 - 8:42 #

Die Devil 13 dürfte aber auch mehr kosten als die 1200 Euro der Referenzkarten.

Cat Toaster (unregistriert) 9. Juni 2014 - 12:05 #

So lesen sich die Verlautbarungen, leider. Hatte gehofft sie wird ohne die Hybridkühlung etwas günstgier, zumal ich die "Maus" nicht gar so dringend brauche. Mal schauen was der Luftkühler taugt, hat ja lang genug gedauert eine Hawaii mit Luft erträglich zu bändigen.

Zaunpfahl 19 Megatalent - P - 15049 - 9. Juni 2014 - 0:29 #

Schöner Überblick, danke auch von mir :)

Wenn die Leap Motion mittlerweile etwas besser funktioniert würd ich mir so eine Tastatur gerne mal ansehen.

Maddino 16 Übertalent - P - 5251 - 9. Juni 2014 - 13:04 #

Funktioniert hat LM in meinen Augen von Anfang an, es mangelt aber nach wie vor an Anwendungen dafür, die auch wirklich Sinn machen. Auch eine tiefe Integration ins jeweilige Betriebssystem gibt es nicht/kaum.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 9. Juni 2014 - 13:10 #

Leider haben viele Entwickler die Steuerung verhunzt, oft war die Steuerung viel zu sensibel. Hat genervt, sieht man im Video wohl auch recht deutlich.. ;)

Bahamut 13 Koop-Gamer - P - 1598 - 9. Juni 2014 - 0:58 #

Dennis, wo bleib der Handytest für unsere Nina? xD
Btw, danke für deinen Artikel. ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 9. Juni 2014 - 8:41 #

Handytests mag ich bisher nur den Gamestar-Lesern zumuten ;) . Aber mein Tipp bleibt bestehen: Sony Xperia Z1 Compact. http://www.gamestar.de/hardware/smartphones/sony-xperia-z1-compact/test/sony_xperia_z1_compact_im_test,795,3034227.html

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11642 - 9. Juni 2014 - 5:07 #

"Homeserver-Prozessoren"!?
Der Begriff stößt mir etwas sauer auf... Die LGA2011 Plattform ist eher eine Workstation/Enthusiast Grade Plattform. Für Server Belange sind eigentlich eher die Xeons gedacht...

Und wenn man von üblichen Homeserver Prozessoren ausgeht - also abseits all dem, was man sich selber zusammenschraubt - landet man meist eher bei Intels Atom oder ARM Prozessoren. (Bspw. die CPUs in diversen NAS Systemen etc... Was war noch gleich in den Windows HomeServer Fertig-Geräten verbaut!?)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 9. Juni 2014 - 8:40 #

Ich gebe dir recht. Wird korrigiert.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7091 - 9. Juni 2014 - 9:35 #

Ich habe gerade mal die Wiki-Seite zur DDR4 Übertragungsrate gelesen
http://de.wikipedia.org/wiki/DDR-SDRAM

Da steht:
Zitat: "DDR4-SDRAM-Speichercontroller besitzen keine Channels im eigentlichen Sinn, sondern es wird jedes Speichermodul einzeln angesteuert, deshalb kann bei der Ansteuerung von n Modulen auf jeden Fall die n-fache Datenrate erzielt werden."

Wenn man also ein Board mit 8 Slots hat und da 8x DDR4-3200 reinsteckt, käme man auf 8x 25,6 GB/s = 204,8 GB/s.

Damit hätten die (Spiele-)PCs dann die PS4 auch bei der Speicher-Übertragungsrate geschlagen (GDDR5 176 GB/s), oder?

Cat Toaster (unregistriert) 18. Juni 2014 - 16:50 #

Dann braucht es ja nur noch ein Spiel was daraus irgendeinen Vorteil zieht, abgesehen davon dass der Spaß recht teuer ausfällt. :)

Jedenfalls wird hier von vier Kanälen wie beim Vorgänger gesprochen -> http://www.computerbase.de/2014-06/ddr4-ram-intel-haswell-e-nischenthema/

Der Speichercontroller muss ja in der Lage sein mit x-Modulen gleichzeitig zu sprechen, wenn das keine "Kanäle" sind, was dann? So ganz genaues finde ich auf die Schnelle nicht, so das ich Deine Frage nicht beantworten kann.

Bekannt ist nur das der Speichercontroller selbst des i7-5960X "offiziell" nur DDR4-2133 macht, dass bringt gegenüber dem DDR3-2133 auf meinem i7-4930k erstmal wenig und das ist ja schon mehr als das Doppelte des normalen Zweikanal 1600er DDR-3 des gewöhnlichen Mainstream-Haswells. Ist ja nicht so das man deswegen in Spielen die Kuh fliegen lassen kann. :)

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 18. Juni 2014 - 14:57 #

Was ich nicht verstehe und hoffe das mir das jemand erklären kann: Damals als DDR2 noch gebräuchlich war, hies es das DDR3 kaum Geschwindigkeit bringt, und jetzt beim Wechsel auf DDR4 hört man eigentlich das gleiche, bei DDR5 wird es vermutlich genauso sein, aber wenn es denn nicht wirklich schneller ist, warum ist es dann für Grafikkarten unabdingbar und wurde bei der PS4 so bejubelt?

Nächster Rechner wird bei mir im Herbst anstehen, ich werde mir dann zumindest mal angucken ob die Haswell-E dann schon draussen sind und was DDR4 dann bringt.

Cat Toaster (unregistriert) 18. Juni 2014 - 16:26 #

GDDR ist zwar artverwandt, da die Bausteine aber verlötet werden und kürzere Signalwege haben hat sich die Entwicklung mittlerweile ziemlich entkoppelt. -> http://de.wikipedia.org/wiki/Graphics_Double_Data_Rate

GDDR5 wie etwa in der PS4 als gemischten Arbeitsspeicher wie VRAM zu nutzen ist entsprechend schnell. Als Arbeitsspeicher ist es aber Perlen vor die Säue, da die CPU eh keinen Hering vom Teller zieht und wenn die Daten erstmal im RAM sind (bis dahin limitieren Platte und CPU), ist es nachrangig wie schnell dieser nun ist, Hauptsache er muss es nicht von der HD streamen. Da kommt es dann eher auf die Größe an und darauf das die Anwendung diese auch zu nutzen weiß. Häufig ist es halt so als wirft man eine Salami in eine Turnhalle.

Oder so -> https://www.youtube.com/watch?v=pbgvzVgfoSc

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 18. Juni 2014 - 16:44 #

Danke für deine Antwort, bei GDDR ≠ DDR ist mir natürlich eine Lampe aufgegangen.

Beim gucken des Videos dann ein ganzer Lampenwald, danke dafür.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 18. Juni 2014 - 17:49 #

Dazu kommt, dass die Aussage normalerweise ".. bringt anfangs keine Performancevorteil" lauten muss. Mit der Zeit steigern die Hersteller (von RAM und CPU) die Taktraten, auch durch bessere Fertigungsmethoden. Nach ein paar Jahren hat man dann also den Effekt zwischen DDR3 und DDR4 den man jetzt schon hat wenn man DDR2-667 und DDR3-2133 miteinander vergleicht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29733 - 18. Juni 2014 - 17:49 #

Übrigens noch eine Nachlese zu den Windows-Tablets:

http://www.computerbase.de/2014-06/toshiba-encore-und-asus-vivotab-note-8-im-test/

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