Wochenendlesetipps KW22: Wolfenstein, Mikrotransaktionen
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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30. Mai 2014 - 15:17 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
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Sollte euer Wochenende nicht bereits am Mittwoch gestartet sein, steht es spätestens jetzt vor der Tür. Es ist also höchste Zeit, dass wir euch traditionell mit neuem Lesefutter zum Thema Computer- und Videospiele versorgen. Diese Woche geht es um Live-Übertragungen von Spielen via Twitch und um Kultmarken, die des Geldes wegen von ihrem Publisher ausgeschlachtet werden. Zudem beschäftigen wir uns noch mit Wolfenstein - The New Order (GG-Test) und einmal mehr mit Mikrotransaktionen.

"Das Spielen der Anderen"
spiegel.de am 20. Mai, Markus Böhm und Niklas Weith

Vor einigen Tagen sorgte die Meldung für Aufsehen, dass Google angeblich bereit sei, für die Übernahme von Twitch einen zehnstelligen Betrag auszugeben (wir berichteten). Auf Spiegel Online werden dazu passend noch einmal die wichtigsten Fragen zum Thema beantwortet. Etwa wie sich die Plattform überhaupt im Schatten von YouTube behaupten konnte: "Durch den Live-Faktor gewinnen viele Twitch-Videos an Reiz: Anders als bei YouTube kann man nicht vorab in den Kommentaren lesen, welches Team gewinnen wird. Vieles ist improvisiert, spontan und wird ungeschnitten übertragen."

"Von der Kultmarke zur Ramschware"
gamona.de am 25. Mai, Frank Erik Walter

Dungeon Keeper ist nicht das einzige Beispiel für einen Kultklassiker, der von einem Publisher um des schnöden Mammons willen verramscht wird. Auf gamona.de zählt Frank Erik Walter noch ein paar weitere auf: "Der nächste Kandidat? Atari mit Rollercoaster Tycoon 4 Mobile. In einem Wort: Autsch. Man zahlt 2,69 Euro für ein Spiel, dessen Cash-Shop gieriger ist als ein Hund in der Metzgerei. Die quietschbunte Optik dürfte sogar Fans von Candy Crush Saga in den Zuckerschock treiben."

"Wolfenstein: Die neue Unordnung"
videogametourism.at am 28. Mai, Rainer Sigl

Angesichts des Geldes und des Aufwands, der in das neue Wolfenstein geflossen ist, hätte man eine etwas bessere Story erwarten dürfen, findet Rainer Sigl von videogametourism.at. Er schreibt: "Haarsträubende Logikfehler, zu oft Gewalt um ihrer selbst willen, unironisch überzeichnete Figuren, hölzerne Dialoge und eine letztlich oft pubertäre Faszination am Schock würden Wolfenstein: TNO als Film zu einer schmucklosen Existenz als Straight-to-Video-Vehikel in den untersten Regalen der Videotheken verdammen."

"Microtransactions are a solution to a problem that shouldn't exist"
gamespot.com am 29. Mai, Tom Mc Shea (Englisch)

Die einprägsamsten Momente in Spielen sind die, bei denen man es nach langem Versuchen doch endlich geschafft hat, einen bestimmten Gegenstand freizuschalten oder eine Herausforderung zu bestehen, meint Tom Mc Shea von gamespot.com. Diese Erfolgserlebnisse würden zunichte gemacht, wenn ein Spiel Mikrotransaktionen enthält und man die Wahl hat, statt ein paar Stunden ein paar Euro zu investieren.

Im heutigen Video: Ein Metal-Medley von Videospiel-Soundtracks.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar!

Video:

Tomate79 16 Übertalent - P - 4097 - 30. Mai 2014 - 15:40 #

Ein tolles Metal-Medley!

Pomme 16 Übertalent - P - 5958 - 30. Mai 2014 - 19:55 #

Yeah! Find ich auch. Bisseln viel Konsole am Anfang... da kenne ich so wenig von. Macht ja aber nichts.

immerwütend 21 Motivator - P - 28914 - 30. Mai 2014 - 15:59 #

Schöne Zusammenstellung - besonders der Wolfenstein-Artikel lohnt sich.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16663 - 31. Mai 2014 - 10:13 #

Hmm, nee. Inhaltlich kann man natürlich einfach anderer Meinung sein, aber von mir kriegt er darüber hinaus schonmal Minuspunkte für die mal wieder fehlerhafte Verwendung des Begriffs "ludonarrative Dissonanz". -_-

immerwütend 21 Motivator - P - 28914 - 31. Mai 2014 - 12:19 #

Was soll daran "fehlerhaft" sein? Ich habe Wolfenstein noch nicht gespielt, aber im Prinzip klingt der Artikel in seiner grundsätzlichen Aussage nicht viel anders als das, was im GG-Test über die "Erzählung" abseits der Spielmechanik gesagt wurde.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16663 - 31. Mai 2014 - 13:31 #

"Ludonarrative Dissonance" heißt einfach, dass sich Gameplay und Narration inhaltlich (!) widersprechen, also wenn bspw. der Protagonist in der Narration als Verächter von Schusswaffen dargestellt wird, im Spiel selber aber 1000 Feinde über den Haufen ballert.

Dagegen wird der Begriff gerade in der Spielekritik überproportional oft falsch verwendet - meistens von Spielebloggern o.Ä., die cool klingen wollen - als "Gewalt/Action und Erzählung passen nicht zusammen". Das ist erstmal ziemlicher Unsinn und nimmt mich nicht gerade für den Text ein, wenn ich das mal wieder lesen muss.

Benjamin dagegen hat im Test einfach und unprätentiös geschrieben (sinngemäß): Humorvolle und ernste Momente beißen sich. Das ist was Anderes. Mal abgesehen davon, dass ich das nach eigenem Spielen nicht nachvollziehen kann und im Test auch einigermaßen überdramatisiert finde.

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20623 - 31. Mai 2014 - 16:27 #

Irgendwie klingen Dein "richtiges" und Dein "falsches" Beispiel für mich ziemlich gleich. Kannst Du versuchen, das für mich noch etwas genauer darzulegen? Interssieren tut's mich nämlich schon :)

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16663 - 31. Mai 2014 - 17:01 #

Ja, ich habe mich beim zweiten Beispiel vielleicht etwas ungenau ausgedrückt, jetzt wo ich's nochmal lese. ;)

Was ich meinte: In der nicht korrekten Verwendung des Begriffs wird häufig behauptet, gewalthaltiges und/oder action-orientiertes Gameplay stören die Erzählung, oder: "Das Spiel hat einen hohen Gewaltgrad und viel Action - ergo kann das Spiel keine erzählerische Tiefe erreichen." So als würden Gewalt/Action und Erzählung sich gegenseitig ausschließen. Bioshock Infinite wurde das ja letztes Jahr auch auf so ziemlich die gleiche Weise vorgeworfen.

Als wäre die Möglichkeit einer gewalthaltigen Story in Widerspruch in sich. Man kann natürlich argumentieren, dass einen die Gewalt in einem Spiel stört. Das sollte dann aber bitte nicht "ludonarrative Dissonanz" nennen, nur weil's so intelligent klingt. ;)

"LD" bedeutet - Beispiel 1 - schlicht, dass das, was der Spieler in der Erzählung und im Gameplay erfährt/erlebt, sich widerspricht.

Edit: Ich hoffe das war etwas besser erklärt - ich hatte gestern nen langen Abend. ;) Hier ist das Ganze auch nochmal kurz erklärt, mit Bezug auf Bioshock: infininte:

http://www.escapistmagazine.com/videos/view/jimquisition/8105-Lugoscababib-Discobiscuits

Sven Gellersen Community-Moderator - P - 20623 - 31. Mai 2014 - 19:32 #

Ja, jetzt hab ich den Unterschied verstanden :)
Danke!

Kühlschrankmagnet (unregistriert) 30. Mai 2014 - 16:13 #

Beim Medley kommen mein Gehör und Erinnerungsvermögen auf 4 Treffer, wenn ich wirklich, wirklich nicht schummle.

Mario
Zelda
James Bond
Skyrim

Und erst durch die Metal-Verwandlung ist mir aufgefallen, wie verstaubt die Videospielmusik doch danach klingt, als seien die 80er in einer ewigen Wiederverwertung gefangen. Oder es liegt an Captain Metal daselbst.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6556 - 30. Mai 2014 - 16:42 #

Beim Singleplayer finde ich Microtransactions ja gar nicht mal so schlimm, würde ich zwar nicht machen aber wenn andere so dumm sind und dafür bezahlen. Bei Multiplayer allerdings hört der Spaß auf. Cheaten war schon früher unredlich, daran ändert sich nichts wenn man inzwischen dafür bezahlt.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9233 - 30. Mai 2014 - 17:18 #

Mal von der wirtschaftlichen Sicht der Firmen abgesehen, hat der Artikelschreiber ja Recht:
Die Spiele leitet einem zum stumpfen Grinden an, was so langweilig ist, dass die Spieler bereit sind, Geld zu zahlen, um es zu überspringen. Natürlich ist das mit Absicht so gebaut und deshalb umso verwerflicher.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6556 - 30. Mai 2014 - 19:30 #

Genau, dieses Businessmodell erzwingt einfach oft so ein blödes Gameplay und ist daher nur schwer kompatibel. Daher habe ich auch große Befürchtungen was Star Citizen angeht, wo man ja auch Credits für Echtgeld kaufen kann. Meiner Meinung nach geht das nur gut, wenn es nur kosmetische Dinge sind die durch microtransaktionen kaufbar sind.

Kotelettkönig 11 Forenversteher - 688 - 30. Mai 2014 - 19:35 #

Microtransactions unterscheiden sich nicht, egal ob Singleplayer oder Multiplayer. Bei beiden wird einem der Grind erspart und das Gamedesign darauf getrimmt. Ich könnte es eher noch nachvollziehen mir einige unlockables im Multiplayer zu kaufen, um mit Freunden gleichauf zu seien bzw mein Wunschloadout früher zu erhalten als dies im Singleplayer zu tun. Obwohl ich andererseits ein Progressionsystem auch recht motivierend finde, wenn es denn gut balanciert ist. Als cheating würde ich es allerdings nicht sehen.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 166289 - 30. Mai 2014 - 16:55 #

Gute Auswahl an Themen, danke :)

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55792 - 30. Mai 2014 - 19:25 #

Geiles Video!!!

PatStone99 15 Kenner - 3623 - 1. Juni 2014 - 23:32 #

Nettes Medley. Ab Minute 8 wird es besser. Leider wurde die gesamte Homecomputer-Ära mit ihren vielen Klassikern ausgelassen.

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