App der Woche: Leo's Fortune
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

iOS
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Christoph Vent 130578 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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3. Mai 2014 - 10:23 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
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Jeden Samstag findet ihr bei GamersGlobal unsere App der Woche. In den meisten Fällen werden Spiele aus Apples App Store vorgestellt, mindestens einmal pro Monat auch eine Android-App.

Dass Jump-and-runs auch auf Touchscreens funktionieren, haben bereits Spiele wie das exzellente Rayman Fiesta Run (App der Woche) oder das bockschwere League of Evil (App der Woche) bewiesen. Nun ist mit Leo’s Fortune ein neuer Vertreter des Hüpfspiel-Genres für iOS erschienen. In unserer aktuellen App der Woche verraten wir euch, warum das neueste Spiel der Dark Nebula- und Devil’s Attorney-Macher zu den besten seiner Art auf mobilen Apple-Geräten gehört.
Diese grüne, mit Fell übersäte Kugel ist Leo, der Hauptcharakter des Spiels.
Ein flauschiges Etwas mit Fell
Als Leopold eines Tages nach Hause kommt, muss er entsetzt feststellen, dass ihm sein mühsam erspartes Gold gestohlen wurde. Doch anstatt sich einfach damit abzufinden, nimmt er gleich die Verfolgung auf, denn immerhin war der Dieb so dumm und hinterließ eine Spur aus Goldmünzen. Also macht sich Leo in 20 Levels auf, seine Reichtümer zurück zu erobern. Hierfür schlägt er sich durch fünf Welten, die alle ihr eigenes Hintergrundthema haben. Ob grüne Wälder, karibische Piratenfestungen bei Nacht, stürmische Bergpässe, reges Schneetreiben oder feurige Höhlenabschnitte – Leos Suche nach seinem Gold gleicht einer kleinen Weltreise.

In Engstellen bläht ihr euch auf Knopfdruck auf, um den richtigen Moment abzuwarten.
Doch wollen wir unseren Hauptcharakter erst mal vorstellen. Leo ist ein... ja, was ist er denn überhaupt? Er ist ein kleines, kugelförmiges, am ganzen Körper mit Fell gesegnetes Etwas mit Schnauzbart! Und er kann sich bei Bedarf leicht aufblähen, um damit über Hindernisse zu springen, kurze Zeit zu schweben oder an Engstellen absichtlich stecken zu bleiben.

Gesteuert wird die bezaubernd animierte Flauschkugel mit zwei Fingern auf dem Touchscreen: Bewegt ihr den Daumen auf der linken Hälfte nach links oder rechts, lauft (eher: gleitet) ihr in die entsprechende Richtung. Je weiter ihr euren Finger von eurem Ausgangspunkt entfernt, desto schneller werdet ihr. Mit dem Daumen der rechten Hand führt ihr Sprünge aus (nach oben wischen) oder macht euch besonders schwer, um schneller zu fallen (nach unten wischen). An dieser Stelle möchten wir aber direkt Entwarnung geben: Die Kontrolle von Leo funktioniert überraschend präzise und benötigt kaum Einarbeitungszeit. Lediglich an Stellen, in denen wir fast millimetergenau durch Stachelfallen hindurch schweben sollen, ärgerte uns die Steuerung gelegentlich. Alternativ dürft ihr euch auch dauerhaft virtuelle Buttons einblenden lassen, die jedoch zu hoch liegen, um sie mit natürlicher Handhaltung zu erreichen.
Ein Beispiel für die Physikrätseleinlagen: Durch einen Sprung katapultiert ihr die Kugeln auf die Plattform, die sich bei ausreichendem Gewicht absenkt.
Grandiose Physikrätsel
Die größte Stärke von Leo’s Fortune liegt im Leveldesign. Lebendige Gegner erwarten euch keine, stattdessen bekommt ihr es alle paar Meter mit neuen Fallen und Hindernissen zu tun. Mal müsst ihr auf federnden Brettern Schwung holen, mal Kisten von Vorsprüngen hinunterschieben, um mit ihnen eine Bodenplatte zu beschweren. Auch echte Physikrätsel kommen nicht zu kurz. An einer Stelle werdet ihr beispielsweise zu einem kleinen Kugellabyrinth kommen, das ihr durch zwei Schalter mit oder gegen den Uhrzeigersinn dreht. Erst wenn ihr alle Kugeln zum Ausgang geleitet habt, lässt euch ein Mechanismus im Level fortschreiten. Oder aber ihr müsst ein Brett in eine Halterung einklemmen, es danach in eine bestimmte Stellung bringen und es als Aufgang benutzen.

Unser Highlight ist aber ein Rätsel in der letzten Welt, in dem wir mehrere Lampen so verschieben müssen, dass wir in der folgenden Sequenz die tödlichen Sägeblätter sehen. Zu anspruchsvoll werden die Puzzles übrigens nie – und das ist auch gut so. Denn Leo’s Fortune verliert dadurch niemals seinen tollen Spielfluss. Klassische Hüpfabschnitte werden ebenfalls nicht vernachlässigt und machen immer noch den Hauptteil des Spiels aus. Der Anspruch steigt stetig an, am Ende des Spiels erwarten euch wirklich haarige Sprungpassagen. Unfair wird der Titel aber nie, wofür unter anderem die alle paar Meter verteilten Rücksetzpunkte sorgen.

Einen Wermutstropfen gibt es dann aber doch: Der Spaß ist bereits nach etwa zweieinhalb Stunden vorbei. Danach bleibt euch nur noch, alle optionalen Nebenaufgaben zu erledigen. Oder aber, ihr startet den nach dem ersten Durchspielen freigeschalteten Hardcore-Modus, in dem ihr mit nur einem Leben so weit wie möglich kommen müsst. Auf nervige In-App-Käufe verzichten die Entwickler übrigens komplett – Leo’s Fortune ist ein echter sogenannter Premiumtitel.
Im Kern bleibt Leo's Fortune zu jeder Zeit ein klassisches Jump-and-run.
Wunderschönes Abenteuer
Steuerung gelungen, keine Beanstandungen beim Leveldesign – wie steht es abschließend um die Technik? Schaut euch die Screenshots an, und ihr erhaltet die Antwort: Leo’s Fortune ist wunderschön! Die handgezeichneten Hintergründe kommen auf Apples Retina-Geräten bravourös zur Geltung, die Animationen von Leo sind eine Augenweide. Slowdowns oder gar Ruckler konnten wir auf einem iPad 3 zudem keine feststellen. Wir würden euch aber dazu raten, das Jump-and-run auf einem Tablet (ab iPad 2) und nicht etwa auf iPhone (ab iPhone 5) oder iPod Touch (ab 5. Generation) zu spielen. Mit euren Fingern würdet ihr zu viel vom Spielbereich verdecken und Details würden auf dem kleinen Display nur untergehen.

Fazit und Fakten
Lasst euch nicht vom ersten Anblick Leos und auch nicht vom vergleichsweise hohen Preis von 4,49 Euro abschrecken: Mit Leo’s Fortune erwartet euch ein Hüpfspiel der Spitzenklasse, das mit angepasster Steuerung auch auf den großen Konsolen seine Berechtigung hätte. Das Spiel punktet in quasi allen Belangen, vor allem die abwechslungsreichen Levels als auch die wunderschöne Grafik können sich sehen lassen. Und selbst bei der größten Gefahrenquelle namens Touchsteuerung holt der Plattformer das Maximum aus eurem iOS-Gerät heraus.

  • Preis am 3.5.2014: 4,49 Euro (iOS, Universal, Partnerlink)
  • Charmanter und fairer, aber fordernder Plattformer mit Rätseleinlagen
  • Gelungene Steuerung, wunderschöne Grafik
  • 96 MB (iOS 7)
  • Screenshots: GamersGlobal / iPad 3
  • In-App-Käufe: Nein

Video:

Christoph Vent Redakteur - P - 130578 - 3. Mai 2014 - 10:25 #

Viel Spaß beim Lesen!
Die Angabe "ab iPhone 5" stammt übrigens vom Hersteller. Das Spiel startet aber auch auf dem 4S, wobei die Ladezeiten sehr lang sind und ich es dort nur angespielt habe. Kann also sein, dass es irgendwo in den späteren Levels hakt.

blobblond 19 Megatalent - 18216 - 3. Mai 2014 - 10:46 #

Laut iTunes unterstütz es auch Game Controller für die iGeräte.;)

Pro4you 18 Doppel-Voter - 12363 - 3. Mai 2014 - 10:58 #

Ist wohl im Kaufpreis mit eingerechnet :D

ocean2076 16 Übertalent - P - 4842 - 4. Mai 2014 - 5:44 #

Hört sich sehr gut an nur leider habe ich kein Apple Tablet oder Phone.

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1337 & Senri
1337 & Senri
23.04.2014 () • 08.09.2015 () • 11.09.2015 ()
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