HW-News #134: Kurztest Samsung TabPro 12.2, Netgear-Exploit
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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26. April 2014 - 11:35 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
An jedem Wochenende kredenzt euch Dennis Ziesecke die aus Spielersicht wichtigsten Hardware-Entwicklungen der aktuellen Woche. Natürlich gibt es dabei auch manchen Blick über den Tellerrand.

Mit dem Erscheinen der AMD Radeon R9 295X2 hat AMD dem Konkurrenten Nvidia einmal mehr den Titel „schnellste Grafikkarte auf dem Markt“ weggeschnappt. Das wird zwar nur für kurze Zeit zutreffen, denn Nvidia kontert in wenigen Tagen mit der Titan Z, die sich mit der 295X2 ein spannendes Luxusrennen liefern dürfte. Preislich ist die Nvidia-Karte jedoch ebenso titanisch wie ihr Name: 2.999 Euro stehen als UVP im Raum. Dagegen sind selbst die 1.500 Euro für die 295X fast schon als preiswert zu bezeichnen.

In dieser Ausgabe der HW-News stellen wir euch ein übertaktetes (!) Model der Radeon R9 295X2 vor und schauen ansonsten über den Tellerrand: LG gab soeben ein paar Infos zur kommenden Smartwatch G Watch bekannt. Und Netgear leidet unter Umständen stärker unter Router-Sicherheitslücken, als man es zugeben möchte. Zum Abschluss bieten wir eine kurze Einschätzung des Samsung TabPro 12.2, einem Tablet mit ungewöhnlichen Ausmaßen und einem ebenso ungewöhnlichen Achtkern-Prozessor.
Kuschelig warm an kalten Tagen: AMD Radeon R9 295X2
Sapphire bietet übertaktete R9 295X2 OC an
Bei der Radeon R9 295X2 handelt es sich um eine Grafikkarte. Das muss dazu geschrieben werden, könnte man die Karte doch auch mit einem Heizlüfter verwechseln. Die recht drastische Energieaufnahme von gut 500 Watt spricht für sich, AMD muss es schwer gefallen sein, zwei vollwertige Hawaii-GPUs auf einer Platine unterzubringen und das Gespann am Ende auch noch halbwegs effektiv zu kühlen. Entsprechend fallen die Taktraten der Dual-GPU-Karte etwas niedriger aus, als sie es bei einzelnen R9 290x wären.

Sapphire verspricht nun ein OC-Modell der Luxus-Karte, ausgeliefert in einem edlen Metall-Koffer und gekühlt von der Referenzkühlung – ein Hybrid für Luft und Wasser – mit höheren Taktraten. Irgendwo auf halber Strecke muss Sapphire aber entweder der Mut oder die Kühlung verlassen haben. Die Übertaktung fällt mit 12 Megahertz für die GPU(s) und 100 Megahertz für den VRAM doch eher sparsam aus. Entsprechend dürften keine sensationell höheren Benchmarkwerte zu erreichen sein. Aufgrund eines bereits gespannten Verhältnisses zu seinem Stromanbieter wird der Autor dieser Zeilen von einem Test der Karte absehen...

Einen Preis für die OC-Version nannte Sapphire noch nicht. Es bleibt aber zu erwarten, dass der Preis dieser Limited Edition etwas über dem eh schon happigen Preis der normalen R9 295X2 (lieferbar ab 1.499 Euro) liegen wird. Kleiner Trost: Beim Kauf der Karte bei einem teilnehmenden Händler darf sich der Käufer drei Spiele aus dem aktuellen Never-Settle-Bundle aussuchen.
Endlich muss die Smartwatch bei schlechtem Wetter nicht daheim bleiben: LGs intelligente Uhr G Watch ist wasserdicht.
LG G Watch: Immer an, wasserabweisend, smart
Für einige Marktbeobachter sind Smartwatches „das nächste große Ding“. Für andere hingegen handelt es sich um nervende Zubehörgeräte, die viel zu oft nach einer Steckdose schreien und deren Displays sich schon im Halbschatten nicht mehr gut ablesen lassen. Laut LG sollen die Kritiker aber spätestens nach dem Release der G Watch verstummen. Für diese Smartwatch plant LG offenbar so einiges.

Bei einer Smartwatch handelt es sich um eine Erweiterung fürs Smartphone. Die als Armbanduhren getragenen Geräte zeigen einige Informationen des Basisgeräts auf ihren Displays an – so lassen sich eMails und Nachrichten in sozialen Netzwerken lesen, ohne das Smartphone aus der Tasche nehmen zu müssen. Eingehende Anrufe werden ebenso angezeigt wie SMS, der Wetterbericht oder auf Wunsch auch einfache Spiele. Ein wenig interagieren lässt es sich mit dem kleinen Touchdisplay der Smartwatches schon, in den meisten Fällen muss dafür aber doch wieder das Telefon aus der Tasche gekramt werden.

Die G Watch des koreanischen Herstellers LG basiert auf Android Wear, ein mit Android verwandtes Betriebssystem von Google speziell für Smartwatches. Praktisch: Die G Watch soll vor Staub und Wasser geschützt sein. Zudem verspricht LG einen Bildschirm „der niemals schläft“. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzmodellen, die ihre Display schnell in den Standby schalten, um wenigstens einen halben Tag ohne Akku-Nachladung durchzuhalten, will LG dauerhaft Informationen auf dem Display anzeigen. Eventuell ja sogar die Uhrzeit – das wäre schon ein Fortschritt zu einigen Modellen, etwa von Sony, bei denen der Nutzer die meiste Zeit auf eine schwarz-spiegelnde Oberfläche starrt.

Die G Watch soll demnächst zu einem Preis von unter 220 Euro auf den Markt gelangen. Vorerst zwar in verschiedenen Farben, aber nur mit einem quadratischen Display. Ein Modell mit rundem Display soll später folgen.
Lässt Netgear Sicherheitslücken in Routern bewusst als Hintertür offen?

Netgear prüft DGN1000 und andere
Router auf Sicherheitslücken

Nicht erst seit der Heartbleed-Sicherheitslücke – wobei „Lücke“ eine recht drastische Verniedlichung der Problematik ist – sind auch Routerhersteller gefragt, ihre Modelle vor Angreifern zu schützen. In Routern lauert aber nicht nur OpenSSL als potentielles Sicherheitsrisiko, einige Modelle verfügen über Backdoors, über die Angreifer Kontrolle über Router und Netzwerk ergreifen können. Wird eine solche Hintertür bekannt, ist der Hersteller des Routers gefragt, die Lücke zu schließen und seine Kunden auf das Firmwareupdate hinzuweisen.

Jüngst wurde eine Backdoor in Netgears DGN1000 bekannt, die anscheinend mit einem Update vom Hersteller entfernt wurde. Dies jedenfalls kommunizierte Netgear den Kunden und der Presse. Nachdem sich der Reverse-Engineer Eloi Vanderbeken allerdings intensiver mit dem Router beschäftigte, fand er heraus, dass die Backdoor weiterhin existiert, Netgear hat sie nur etwas besser versteckt.

Das könnte dafür sprechen, dass die Hintertür nicht versehentlich in der Router-Firmware gelandet ist, sondern dort vom Hersteller absichtlich platziert wurde. Netgear äußert sich nicht zum Zweck des fraglichen Dienstes, kündigte aber eine Untersuchung diverser Routermodelle auf Sicherheitslücken an. So soll neben dem fraglichen DGN1000 auch ein ganzer Stapel anderer Modelle von einem Partnerunternehmen durchgetestet werden. Laut Netgear handelt es sich um folgende Modelle (hier nur die für den deutschen Markt vorgesehenen Router):
  • DGN1000B
  • DG384B
  • DGN3500B
  • DGN2000B
  • DGND3300Bv2
  • JNR3210

Ob der heimische Router über eine offensichtliche Sicherheitslücke verfügt, verrät euch unter anderem der Netzwerkcheck von Heise Security.
Das Samsung TabPro 12.2 ist flott, gut verarbeitet und viel zu groß für den Alltag.
Kurztest Samsung TabPro 12.2
Wem Tablets mit 10 Zoll in der Diagonale messenden Displays schon zu groß sind, der sollte die Finger von Samsungs aktuellen Neuzugängen aus der neuen TabPro und der bekannten Note-Reihe lassen: Sowohl das TabPro 12.2 als auch das Note 12.2 verfügen über Bildschirme mit beachtlichen 12,2 Zoll Diagonale. Der Preis des von uns getesteten TabPro 12.2 WiFi mit 32 GByte Speicher liegt bei 549 Euro, die LTE-Variante und das Note 12.2 sind teurer. In den Versionen mit LTE-Mobilfunk kommt zudem ein Snapdragon 800 als SoC zum Einsatz.

Samsung setzt bei diesen Tablets aber nicht nur auf große Bildschirme, sondern auch auf hochwertige Hardware. So findet sich in der WiFi-Version des TabPro 12.2 ein von Samsung produzierter Exynos-Prozessor mit gleich acht Rechenkernen. Diese teilen sich in 4x ARM A15 und 4x ARM A7 auf und takten sogar unterschiedlich (A15: 1,9 Ghz, A7: 1,3 Ghz). Entsprechend ist es vorgesehen, dass die schnellen A15-Kerne bei rechenintensiven Aufgaben die Führung übernehmen, während die stromsparenden A7-Cores bei weniger anstrengenden Rechenoperationen agieren sollen.

Für wirklich leistungshungrige Anwendungen können die acht Kerne aber auch zusammenarbeiten. Im Antutu-Benchmark beispielsweise erreicht das TabPro so einen extrem guten Wert von über 33.000 Punkten. Unterstützt werden die Recheneinheiten von einer flotten GPU sowie 3 Gigabyte RAM. Der Flash-Speicher ist 32 Gigabyte groß, allerdings installiert Samsung zahlreiche Apps vor, so dass nur 23 Gigabyte zur freien Verfügung stehen. Dank SD-Slot und App2SD-Kompatibilität lässt es sich aber problemlos auslagern.

Das Display ist, der Name des Tablets deutet es an, 12,2 Zoll groß und löst mit 2.560 x 1.600 Pixeln angenehm hoch auf. Zwar verbaut Samsung kein AMOLED, das genutzte IPS-Panel überzeugt aber mit guten Kontrasten und einer angenehmen Farbwiedergabe. Auch die Helligkeit ist groß genug, so dass sich das Tablet trotz spiegelndem Display auch im Freien nutzen lässt. Anschluss findet das Gerät mittels eines noch eher ungewöhnlichen Micro-USB3.0-Ports. Dieser ist abwärtskompatibel zu USB 2.0 und nimmt auch klassische Micro-USB-Ladekabel auf. Mit diesen lässt sich das Tablet sowohl mit Strom als auch mit Daten versorgen – allerdings deutlich langsamer.

Wir hatten ein Testmuster des TabPro 12.2 zur Verfügung und können nach zwei Wochen sagen: Das Riesending ist nichts für den Alltag. Das hohe Gewicht von über 700 Gramm und das sperrige Format sorgen für Unmut, soll das Tablet in der Hand gehalten werden. Perfekt lässt es sich hingegen bedienen, wenn es auf dem Tisch liegt. Ideal wäre eine Dockingstation oder wenigstens ein beiliegender Standfuß, doch leider zeigt sich Samsung nicht so großzügig. Auf dem Tisch liegend kann die große Bildschirmtastatur ihre Vorteile ausspielen. So lassen sich auch längere Texte bequem schreiben. In der Hand gehalten, ist es jedoch fast unmöglich, alle Tasten mit den Fingern zu erreichen, ohne dauernd umgreifen zu müssen. Das ist schade, denn die Displaygröße wirkt sich sehr positiv auf die Nutzung von Samsungs hauseigener Fenster- und Multitasking-Umgebung aus. Vier gleichzeitig offene Apps, auf einem 10-Zoll-Tablet noch eine fummelige Angelegenheit, funktionieren auf dem 12,2-Zoll-Samsung gut.

Vom Achtkern-Prozessor sollte sich niemand blenden lassen, in fast allen Fällen liegt die Leistung „nur“ auf dem (hohen) Niveau aktueller Highend-Chips wie dem Snapdragon 800. Die Akkulaufzeit hingegen überrascht positiv: Zwar erreicht das TabPro 12.2 nur durchschnittliche Werte (etwa 8 Stunden beim Videoschauen, 2,5 Stunden unter voller Last), angesichts des energiehungrigen Displays ist das dennoch eine gute Leistung.

Der hohe Preis des TabPro 12.2 und das unhandliche Format mitsamt Hand-Verknotungs-Garantie bei regelmäßiger Nutzung schrecken ab. Für die meisten Aufgaben ist ein Tablet mit 10 Zoll Displaydiagonale besser geeignet. Verlockend hingegen ist das Gerät, wenn es um häufigen Filmgenuss oder die Nutzung der Multitasking- und Office-Fähigkeiten des Tablets geht. Im Gegensatz zum ansonsten fast baugleichen Note 12.2 fehlt dem günstigeren TabPro der praktische Eingabestift.
Wunderheiler 19 Megatalent - 18992 - 26. April 2014 - 11:45 #

Wie ist denn der hohe Preis?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 26. April 2014 - 12:17 #

Uh sorry, der hätte da noch stehen sollen, füge ich gleich ein.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 26. April 2014 - 15:06 #

Immerhin gibt's bei diesem Android-Tablet die Möglichkeit, Apps auszulagern. Das bekommt ja der Marktführer bei den relativ freien Betriebssystemen (Microsoft) bei seinen Windows-8-Apps nicht hin, da klebt alles in einem Wust von undurchschaubaren Dateien und Ordnern auf C ...

Und über den Preis dieser TitanZ verliere ich besser kein Wort, sondern mache nur: Hahaha! Ha!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 26. April 2014 - 15:08 #

Das unterstreicht nur die leetness der PC-Gamer ;) . 4000 Euro, pah, vom Taschengeld!

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 26. April 2014 - 17:05 #

Ich denke tatsächlich eher weniger, dass die Titan Z Gamer als Zielgruppe hat - auch wenn Nvidia Next-Generation und Multi-Monitor Gaming angibt. Schon die Titan erfreute sich dank der 6GB VRAM großer Beliebtheit bei Anwendern von CUDA-Renderern (wie z.B. Octane, Iray, Indigo, etc.). Die 12GB VRAM der TItan Z lassen die Herzen derjenigen höher springen, die den Speicher der Titan mit Daten schon haben volllaufen lassen.

Wunderheiler 19 Megatalent - 18992 - 26. April 2014 - 15:17 #

Immerhin bei Windows Phone hat Microsoft mit 8.1 App2SD Support gebracht. Vielleicht kommt das bei W8 ja auch noch...

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 26. April 2014 - 15:48 #

Ja, das hat mich auch gefreut und es ist zu hoffen, dass es bei W8 noch kommt. Allerdings bin ich da ja pessimistisch, immerhin haben sie es seit Vista auch nicht geschafft (und scheinbar nicht einmal versucht), die Möglichkeit zu geben, den unsäglichen Appdata-Ordner auszulagern, der einem mit der Zeit auch ganz ohne Apps C vollstopft.

immerwütend 21 Motivator - P - 28955 - 26. April 2014 - 15:36 #

220,- für eine "Uhr", damit ich nicht aufs Smartphone schauen muss? Na, wenn das nicht gaga ist ;-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 26. April 2014 - 16:04 #

Als ich die Sony-Watch hier hatte, war mein Sohn ganz begeistert, dass er heimlich von meinem Arm aus mein Handy piepsen lassen konnte. Und TicTacToe fand er auch toll :P .

immerwütend 21 Motivator - P - 28955 - 26. April 2014 - 16:08 #

Aha, dann ist DAS also die Zielgruppe :-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 26. April 2014 - 16:15 #

Nerd-Papas und ihre entdeckungswütigen Kinder? Immer. Mein Sohn ist der größte Fan meines Jobs, immer sind Testmuster der neuesten Elektronik-Spielereien im Haus. Dumm nur, dass ihm seine Kumpels nur selten glauben was er erzählt. Aber bring einem ansonsten eher technikfremden Grundschüler mal bei, was ne Oculus Rift oder eine Smartwatch ist.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 26. April 2014 - 16:23 #

"Die Zukunft" :p

IhrName (unregistriert) 26. April 2014 - 19:34 #

"Das wird zwar nur für kurze Zeit zutreffen, denn Nvidia kontert in wenigen Tagen mit der Titan Z, die sich mit der 295X2 ein spannendes Luxusrennen liefern dürfte."

Das wird zutreffen bis 2015 neue Karten auf 20 oder 16nm Basis auf den Markt kommen. Die Titan Z wird langsamer sein als zwei 780ti im SLI, da diesen einen höheren Takt haben als die Titan Z. 780ti SLI ist auf Augenhöhe mit der 295x2.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 27. April 2014 - 1:59 #

Klar ist die langsamer, dafür deutlich entspannter für Quad-SLI. °_^

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 11871 - 26. April 2014 - 21:27 #

Das 12.2 er klang ja schon ganz gut. Aber ein Tablett ist halt kein Notebook. Danke für die News Dennis, mal wieder sehr lesenswert.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32776 - 26. April 2014 - 23:18 #

Auch von mir vielen Dank dür die News.

Arno von Nym (unregistriert) 27. April 2014 - 12:29 #

Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber ich kann nur jedem raten, dem das Tab/Note Pro 12 interessant erscheint, es selbst in die Hand zu nehmen. Ich habe habe ein Note Pro 12 und liebe es.

Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich die fast flächendeckende Kritik an Gewicht und Größe in vielen Tests. Beides entspricht ca. einem DIN A4 College Block (OK, es ist etwas schwerer). Was ist daran zu groß/schwer?

Absolut unschlagbare Spitze ist das Ding zum Lesen von Magazinen. Das ist überhaupt das erste Android-Tablet mit dem das angenehm geht. Bisher war das dank des Zeitschriftenfreundlichen 4:3-Formats klar iPad-Domäne. Hochkant bleiben abzüglich schwarzer Balken etwa 10 Zoll für die meisten Zeitschriften (ca. iPad-Diagonale) übrig, und sogar zwei Seiten nebeneinander sind dank 250dpi-Display noch lesbar, natürlich reichlich fitzelig.

Bücher sind eh klasse, da kommt tatsächlich selbst für Schriftsatz-Ästheten geignetes Hardcover-Feeling auf, da man ein etwas 'luftigeres' Seitenlayout verwenden kann, fast wie ein 'richtiges' Buch. Sehr schön.

Video schauen macht auch deutlich mehr Spaß als mit einem kleineren 10 Zöller. Nicht meine Hauptanwendung, aber für mich genau die richtige Größe als Sofa/Bett-Video-Gerät.

Schreiben und (wer mag) vor allem Zeichnen: Abgesehen vom ärgerlicherweise fummeligen Stift, fast perfekt. Besser wird es mit einem Tablet nicht (Spezielle Wacom-Zeichentablets mal ausgenommen). AD Sketchbook ist dabei. Wer es noch nicht hat, spart 4 Euro, hurra. Die Samsung Note-App ist im Gegensatz zum meisten übrigen beiliegenden Software-Tand auch ziemlich nett, damit lässt sich nicht nur sehr gut schreiben, es sind auch funky interaktive Notizen mit eingebetteten Bildern, Videos, Karten etc. möglich. Durchdacht und durchaus nützlich.

Ernsthaft Meckern könnte ich höchstens über die Pentile-Matrix des Displays, was vor allem bei einfarbigen Flächen in bestimmten Farben auffällt. Klarer Abzug in der B-Note. Unschön auch die komplett unverständliche Nicht-Anpassung der Oberfläche an den großen Bildschirm. Viele Bedienelemente wirken dezent überimensioniert.

Trotzdem: Spitzen-Tablet. Zumindest für mich überwiegen die Vorteile der 12 Zoll klar. Dafür hasse ich aktuelle 5-Zoll+ Riesen-Handys mit ganzem Herzen. ;)

---

Kleiner Sicherheits-Disclaimer: Ich bin weder verwandt noch verschwägert mit Samsung, bekomme kein Geld für diesen Kommentar, habe den vollen (überteuerten) Preis für das Tablet bezahlt, und leider üblicherweise auch nicht an autosuggestiver Schönrederitis, wenn ich versehentlich mal Schrott kaufe. ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 27. April 2014 - 17:13 #

Als einer von den Testern, die die Größe bemängeln: Es nervt, wenn man mit den Fingern nicht in die Mitte des Bildschirmes kommt ohne umgreifen zu müssen. Alleine das ist eine kräftige Abwertung wert. Liegend mag das Tablet ja perfekt zu nutzen sein, vor allem mit einem Stift. Aber klassisch, als Tablet eben, in der Hand - nääähh..

Arno von Nym (unregistriert) 27. April 2014 - 17:59 #

Die Tastatur lässt sich als handliches, schwebendes Fenster überall platzieren, wo man sie haben will, und sich so problemlos mit einer Hand bedienen. Das ist sogar deutlich angenehmer als bei kleineren Tablets ohne dieses Feature.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 27. April 2014 - 19:44 #

Dann ist aber der (für mich sehr praktische) Vorteil der angenehm großen Tastatur futsch und ich könnte gleich wieder ein 10-Zoll-Tablet mit halbem Gewicht und handlichen Ausmaßen nehmen.

Arno von Nym (unregistriert) 27. April 2014 - 20:51 #

Na klar. Wenn einem die, natürlich einsatzbedingten (Zeitschriften Lesen, Filme, Zeichnen etc.) Vorteile der 12 Zoll wurscht sind, kann man auch ein 10-Zoll-Tablet nehmen. Oder ein 1-Zoll-Tablet, wenn einem das genügt. ;)

Wollte nur das darauf hinweisen, dass man je nach bevorzugtem Einsatz auch zu einer komplett anderen Bewertung kommen kann. Gibt halt technisch wenig zu bemäkeln, und der Rest ist eben sehr, sehr subjektiv. Die alte Leier mit solchen 'Tests'.

Geht mir mit den übergroßen Telefonen ja ähnlich wie dir mit dem Tablet. Würde ich mir, wie gesagt, im Leben nicht kaufen. Sind natürlich trotzdem klasse Telefone, wenn man das mag.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 27. April 2014 - 21:02 #

Ein Test kann halt nie wirklich 100% objektiv sein. In wenigen Tagen erscheint eine lange Fassung des Tests bei gamestar.de, dort werde ich zwar auch über den fehlenden Komfort durch das Giganto-Display mosern (einfach auch weils JEDEN der das Teil hier in der Hand hatte massiv gestört hat, sowas muss dann eben auch bemängelt werden. Wer seine Vorteile überwiegen sieht, kann das ja ausklammern), dennoch wird die Gesamtwertung so schlecht nicht ausfallen weil es eben dennoch ein gutes Stück Technik ist. Nur mal als Spoiler. Da funktioniert dann übrigens das oft gescholtene GS-Wertungssystem. Mir ist es nicht möglich, für das Tablet eine miese Wertung zu vergeben wenn nur die Handhabung mangelhaft ist. Nicht dass ich es gewollt hätte, aber nur mal so zum Nachdenken weil ja so oft über das System gemosert wird.

Arno von Nym (unregistriert) 27. April 2014 - 22:00 #

Na ja, ehrlich gesagt ist es mir wurscht, ob das Ding irgendwo 100, 0 oder -453 Punkte bekommt. Für das, was ich damit mache, ist es einem kleineren Gerät weit überlegen. Gerade in Bezug auf die Handhabung! Kein nerviges Gezoome und Gescrolle mehr beim Zeitschrften lesen, endlich Zeichnen mit venünftiger "Blattgröße" etc.

Wahrscheinlich Randgruppenbeschäftigungen. Zum Daddeln mögen 10 oder 8 Zoll besser sein, who knows. Mein "alter" 10-Zöller hingegen fängt Staub.

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