HW-News #133: Aldi-Tablet-Notebook. Intel-14nm-Plan im Plan
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29544 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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19. April 2014 - 22:44 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Tablets erobern mehr und mehr Marktanteile – zu Lasten der klassischen Desktops, aber auch zu Lasten der Notebooks. Doch wo zieht man die Grenze zwischen Notebook und Tablet bei Geräten wie dem Medion Akoya S6214T? Dieses Notebook verfügt über einen abnehmbaren Monitor, der neben Prozessor und RAM auch gleich einen Akku enthält und daher als eigenständiges (aber riesenhaftes) 15,4-Zoll-Tablet fungieren kann.
 
Etwas traditioneller geht es bei Intel zu, dort sieht man sich mit der Produktion von Chips im 14-nm-Verfahren auf gutem Kurs. Wobei diese Prozessoren der Broadwell- und Skylake-Generation primär in mobilen und ultramobilen Endgeräten wie eben Tablets eingesetzt werden dürften. AMD hingegen bereitet neue Einsteiger-Prozessoren mit dem Codenamen „Beema“ vor. Und Dell enthüllte jüngst vier neue Modelle, mit denen AMD Marktanteile im Mobilbereich zurückerobern möchte.
Dank abnehmbarer Tastatur lässt sich das Akoya A6214T als Tablet und als Notebook benutzen. Als sehr großes Tablet allerdings...
Aldis 15-Zoll-Notebook mit Tablet-Display
Bereits zum 30. April will der Lebensmitteldiscounter Aldi ein preiswertes Notebook aus der Fertigung des langjährigen Partners Medion anbieten. Die Lenovo-Tochterfirma Medion verlangt für das Akoya S6214T nur 499 Euro, was angesichts einiger ungewöhnlicher Extras ein niedriger Preis zu sein scheint.
 
So setzt das 15-Zoll-Notebook zwar nur auf einen Pentium N3520 mit vier Rechenkernen und 2,16 Gigahertz Takt nebst Onchip-Grafik und einem 15,6-Zoll-Display mit FullHD-Auflösung. Der Prozessor ist eigentlich ein verkappter Atom der Bay-Trail-Generation mit entsprechend überschaubarer Performance. Der Clou ist jedoch das modulare Display mit Touchfunktion: Dieses lässt sich von der Basis entfernen und per Standfuß einzeln nutzen. Im Display ist die komplette Recheneinheit nebst einem 64 Gigabyte großen Speicher und einem Akku unbekannter Größe verbaut. In der Basis befindet sich neben der Tastatur ein weiterer Akku und eine 500-GB-Festplatte. Die Basisstation lässt sich auch als Bluetooth-Tastatur für das Tablet nutzen. Ein praktischer Standfuß, "Connect X Port" genannt, sorgt für vielfältige Aufstellmöglichkeiten des Tablets – ein Punkt, den wir bei vielen anderen Windows-8-Tablets übrigens stark vermissen. Weitere Einblicke in die Funktionsweise liefert das Promovideo von Medion am Ende dieser News.
 
Am Tablet-Teil befinden sich ein HDMI-Port, ein SD-Cardreader, ein USB-3.0-Anschluss sowie ein Audio-Ausgang. An der Basis sind zudem zwei weitere USB-2.0-Anschlüsse untergebracht. Dazu gibt es einen kapazitiven Stylus zur Bedienung des Tablet-Displays. Allerdings weist die ungewöhnliche Konstruktion einen großen Nachteil auf: Das komplette Gerät bringt beachtliche 3,3 Kilogramm auf die Waage, gut ein Kilogramm mehr als vergleichbare Notebooks ähnlicher Preisklasse. Das Display alleine dürfte zudem eher selten als Tablet genutzt werden: Zum einen sind 15,6 Zoll alles andere als handlich, zum anderen wiegt es allein schon 1,5 Kilogramm. Subjektiver Vergleich: Das gerade beim Autoren dieses Beitrags im Test befindliche Samsung TabPro 12.2 erweist sich im Alltag als zu unhandlich – trotz seines nur halb so hohen Gewichts. Als "Sofa-Gerät" könnte das Aldi Tablet-Notebook jedoch tatsächlich eine Lücke füllen.

Intels Broadwell strebt dank 14nm-Fertigung gute Leistung bei wenig Saft an.
Intel im Zeitplan: 14nm-Produktion gestartet
Bei Intel folgt auf eine neue Prozessorgeneration immer eine Schrumpfkur des aktuellen Prozessors. Bereits im zweiten Halbjahr 2014 dürfte dank pünktlich gestarteter 14-nm-Produktion der Haswell-Nachfolger Broadwell auf den Markt gelangen. Bei Broadwell handelt es sich um einen auf 14nm Strukturbreite geschrumpften Haswell mit kleinen Detail-Verbesserungen. Den filigraneren Fertigungsprozess nutzt Intel traditionell entweder für eine beachtliche Strom- und Abwärmeersparnis oder höhere Taktraten.
 
Da sich die Verkaufszahlen im Desktopbereich schon seit Jahren im freien Fall befinden, dürfte Intel sich primär auf die Produktion energiesparender Mobil-Prozessoren konzentrieren. Dennoch wird es Broadwell auch gesockelt für handelsübliche Desktop-Mainboards geben, dann sogar in Verbindung mit der flotten Iris Pro-Grafikeinheit. Diese bringt einen kleinen eigenen Speicher mit, was die Ausführungsgeschwindigkeit von Grafikbefehlen massiv erhöht. Die Onchip-Grafik Iris Pro rechnet im Schnitt so schnell wie eine preiswerte dedizierte GPU der Einsteigerklasse und konkurriert mit AMDs APU-Grafikeinheiten.
 
Im kommenden Jahr will Intel dann die dann bereits etablierte 14nm-Fertigung zur Produktion eines neuen Prozessordesign namens Skylake nutzen. Hier dürften größere Änderungen im Inneren für Mehrleistung und zusätzlich sinkende Energieaufnahme sorgen. Auch mit Skylake visiert Intel vor allem den mobilen Markt an, es dürften aber auch hier weiterhin Desktop-Ableger folgen.
 
AMDs Beema soll als energiesparende APU vor allem Tablets und Mini-PCs wie hier AMDs "Discovery" antreiben.
AMD: Auf Kabini folgt Beema
Highend-Prozessoren wird es von AMD vorerst nicht mehr geben, die FX-Baureihe bekommt inzwischen nur noch APUs ohne integrierte Grafik spendiert. Umso stärker konzentriert sich das Unternehmen auf vollwertige APUs mit Radeon-Grafik. Auf die günstigen aber eher erfolglosen Kabini-Prozessoren der E- und A-Reihe folgt nun der Nachfolger mit dem Codenamen Beema.
 
Von Dell stammen aktuelle Informationen über gleich vier neue Modelle – offensichtlich will man sich die Ankündigung neuer eigener Rechner auf Basis der Beema-APUs nicht von AMDs Verschwiegenheitsklauseln verderben lassen. So ist für das Inspiron 15 ein neues Innenleben bestehend aus AMDs Beema-APUs vorgesehen. Gleich vier neue APUs stehen zur Auswahl: AMD E1-6010, AMD E2-6110, AMD A4-6210 sowie AMD A6-6310 mit den Grafikeinheiten R2, R3 und R4. AMD wollte Dell dann aber doch nicht den alleinigen Spaß der Produktankündigung überlassen und bestätigte das Erscheinen der neuen APUs postwendend ganz offiziell.
 
Weitere Informationen zu diesen Prozessoren gibt es noch nicht, AMD verspricht allerdings schon länger ein verbessertes Verhältnis von Performance zu Watt und nutzt dafür die neuen „Puma“-CPU-Kerne als Nachfolger der jüngst unter anderem in Playstation 4 und Xbox One eingeführten Jaguar-Cores. Die Leistung der Beema-APUs soll, bislang unbestätigten Berichten zufolge, auf dem Niveau von Intels Bay-Trail-Atoms liegen – was sie zu nicht unbedingt überragenden, aber auch nicht vollkommen unbrauchbaren Prozessoren machen würde.

Video:

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20844 - 19. April 2014 - 23:07 #

Skylake 6 oder 8 Kerner? Das ist die Frage. Mein i5 2500k ist bis dahin 4.5 Jahre alt Oo Die 169 Euro haben sich damals gelohnt.

Neues Board dazu und 32 GB RAM und das passt dann erstmal :wahn: oder doch 64 GB? :D :D :D

IhrName (unregistriert) 20. April 2014 - 8:52 #

6 wenn überhaupt, Haswell-E bekommt Ende des Jahres 8 Kerne. Intel wird den Vorsprung der Enthusiasten-Platform so schnell nicht schrumpfen lassen.

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 12277 - 20. April 2014 - 1:06 #

Eine späte News, aber trotzdem danke. Ich bin ja besonders auf die ersten Test zu den großen Pro Notes gespannt.
Ich finde die Idee mit einem größeren Display eigentlich verführerisch, wenn die Handlichkeit, Gewicht, Laufzeit usw. stimmt. Bei dem Aldi Teil liest es sich etwas wie er kann von allem etwas, ist aber für nichts wirklich zu gebrauchen.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 91835 - 20. April 2014 - 1:41 #

Thx für die Hardware Infos! :)

BriBraMuc 14 Komm-Experte - 2322 - 20. April 2014 - 9:10 #

Hmm, ich spiele schon ne Weile mit dem Gedanken meiner Frau ein Laptop zu kaufen. Das werd ich mal im Hinterkopf behalten, danke.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29544 - 20. April 2014 - 13:44 #

Ich finde den Notebook-Tablet-Hybriden eigentlich schon sehr spannend. Der Atom ist zwar nicht wirklich schnell (und die 64 GByte Flash wohl auch nicht), dennoch bringt das auch "normalen Menschen" die Konstruktionen von "morgen" näher.

immerwütend 21 Motivator - P - 29342 - 20. April 2014 - 15:03 #

Hätte mich fast gejuckt, zumal gerade ein neuer Laptop fällig ist. Nur ist das mit den Tablets wie mit der Mikrowelle - interessant, aber eigentlich brauche ich es nicht...

Mclane 18 Doppel-Voter - P - 12277 - 20. April 2014 - 14:20 #

Ich war ja eine zeitlang ziemlich scharf auf ein Surface Pro. Die Arbeit im Tablett Mode mit der Stiftbedienung und dem Office und der guten Handschrifterkennung hatte schon was. Aber letztlich konnte ich mich nicht dazu durchringen, zumal die finanzielle Hürde doch recht groß ist. Und ich brauche auf jeden Fall einen entsprechend potenten Desktop zum spielen. Wäre irgendwie doppelt gemoppelt gewesen.

Arkon 20 Gold-Gamer - P - 20687 - 21. April 2014 - 18:18 #

Danke für die HW-News, immer wieder interessant.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 15. Mai 2014 - 11:20 #

Bin ein bisschen traurig was da bei Intel passiert, jede Generation denke ich dann, jetzt wird es Zeit endlich mal wieder was neues zu holen, gucke mir dann aber die Benchmarks an und lasse es dann doch. Mein i7-950 wird nächsten Monat 5 Jahre alt und trotzdem schafft auch ein i7-4770k nur knapp 30-35% mehr. Moor's Law scheint wirklich nicht mehr zu greifen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29544 - 15. Mai 2014 - 14:48 #

Warum sollte Intel auch noch mehr Leistung auffahren? Konkurrenz gibt es ja keine mehr, da kann man sich auch auf andere Bereiche konzentrieren. Ich finde die Entwicklung in Richtung "weniger Strom" schon sehr pfiffig.

Mein Sohn beispielsweise staunte sehr als ich ihm erzählte, dass sein etwas in die Jahre gekommener P4-Desktoprechner (Bigtower, was fettes) langsamer ist als der NUC im Wohnzimmer. Und dabei auch ohne Last mehr als 120 Watt verschleudert, ganz im Gegensatz zu den gerade einmal 17 Watt des NUC.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 15. Mai 2014 - 15:06 #

Genau das ist ja das traurige was ich meine, es gibt keine Konkurrenz mehr und der Markt stagniert. 2009 hätte ich bestimmt nicht gedacht das ich für das transcodieren eines 10m Videos (1920x1200@60frames) immer noch mehr als 10 Minuten brauche.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29544 - 15. Mai 2014 - 17:14 #

Brauchst du ja auch nicht - eine der Neuerungen in den aktuellen Intel-CPUs ist die Quicksync-Einheit, mit der sich Videos sogar flotter als mit einer teuren Geforce-GPU umwandeln lassen.

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