Angespielt: Enemy Front

PC 360 PS3
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Nico Carvalho 24252 EXP - Freier Redakteur,R10,S8,A8
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22. April 2014 - 16:00 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
City Interactive schickt uns in den Zweiten Weltkrieg und wir dürfen den Deutschen – wie immer – einen vor den Latz knallen! Ob wir tatsächlich spielerische Freiheiten erhalten, konnten wir vor Ort ergründen.
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Mit Enemy Front kehren wir zurück in eine Zeit, in der es Zweiter-Weltkriegs-Spiele wie Sand am Meer gab. Entwickler City Interactive verspricht jedoch, dass ihr Ego-Shooter mehr erfordere, als nur geschickt Nazileichen zu generieren: Wir sollen in nahezu jeder Mission die Option zum Schleichen erhalten. Ob das polnische Studio mit dieser Aussage Recht behält, erfahrt ihr in unserem Bericht zum einstündigen Anspiel-Event der PC-Version vor Ort.

Vom Widerstand und Schleichen
Das Spiel stellt uns teilweise frei, ob wir schleichen oder die Knarren zücken.
Wir schlüpfen in die Haut des Journalisten Robert Hawkins, der im Jahr 1940 die Story seines Lebens sucht. Hierfür reist er ins eingenommene Frankreich und schließt sich mehr oder weniger dem französischen Widerstand an.

Damit ihm nicht ganz langweilig wird, schicken ihn seine Kollegen im Verlauf der circa zehnstündigen Kampagne auch nach Deutschland, Warschau und Norwegen. Wir versprechen uns keine Literaturpreis-verdächtige Handlung, aber sie hat  Potenzial für einen Kontrast zum üblichen Kriegseinerlei.

Ein Viertel angespielt
Wir konnten vier der 16 geplanten Missionen ausprobieren. Zunächst stapften wir durch den norwegischen Schnee, ehe es uns in die idyllische Landschaft von Frankreich und ins zerbombte Warschau verschlug. Bis auf die deutlich linear ausgelegten Action-Levels der polnischen Hauptstadt sollen die Spielorte uns stets einen leisen und offeneren Weg erlauben. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass wir arglose Gegner von hinten überwältigen können und häufig zwischen zwei Wegen wählen können, wie wir vorankommen wollen.

Natürlich erwarten wir nicht unbedingt ein ausgewachsenes Stealth-Abenteuer, aber das Schleichen wirkt an manchen Stellen doch sehr gezwungen oder schlicht unmöglich. So versammelten sich im Norwegen-Level fünf Soldaten in einer Engstelle mit nur einem möglichen Ausgang. Im weitläufigeren Frankreich funktioniert die Leisetreter-Route schon besser, da wir einige Patrouillen unter einer Brücke umgehen können. Nichtsdestotrotz lief jede unserer Feindbegegnungen auf eine Ballerei hinaus. Das Schleichen ist aus unserer Sicht zumindest nicht mehr als ein Gimmick, das andere Ego-Shooter ebenso haben, aber nie in den Mittelpunkt stellen.
Funktioniert viel zu selten: Anschleichen an den Gegner.

Von der KI zur Sabotage
Aber in Ego-Shootern kommt es vor allem auf eins an, aufs Schießen! In dieser Disziplin steht Enemy Front im überdurchschnittlichen Bereich: Die Waffen fühlen sich recht gut an, die MP40 bietet etwa einen merklichen Rückstoß, und die Killcam bei Scharfschützengewehren erinnert an die ebenfalls von den Entwicklern stammende Serie Sniper Ghost Warrior (Teil 2 im GG-Test: 7.0), die nicht zu verwechseln ist mit Sniper Elite 3 (siehe aktuelle GG-Preview). Die KI-Gegner haben uns jedoch noch nicht so ganz überzeugt: Generell gehen die Feinde gut in Deckung und packen uns auch einmal vom Keller eines Hauses aus in der Flanke. Doch sie rennen uns auch auf engem Raum wie aufgescheuchte Hühner entgegen oder reagieren nicht immer auf Beschuss. Und einmal ballerte ein KI-Gegner seinem Kameraden in den Rücken.

Zu Gute halten muss man dem Spiel, dass es nicht exorbitant auf Skripts setzt. Auch das “Sabotage“-Element hat uns gut gefallen. So blinken in der Spielumgebung regelmäßig Objekte auf, die wir mit einem Schuss auslösen oder verwenden können. Diese reichen von an Wänden platzierten Sprengladungen, in der Luft hängenden Containern bis hin zu Trucks, die wir in MG-Nester rasen lassen. Dies eröffnet einige coole Möglichkeiten. Manchmal gibt es auch Bonusziele, unter anderem leisten wir einem verwundeten Zivilisten Erste Hilfe, damit er nicht verblutet.
In Warschau müssen wir einige Wellen deutscher Soldaten überleben.

Ungenaue Nager
Wir konnten sowohl mit dem Xbox 360 Pad als auch mit Maus und Tastatur spielen. Bei der traditionellen PC-Steuerung fiel uns die arg schwammige Maus unangenehm auf. Wir hatten stets das Gefühl, dass einige Momente verstrichen, ehe unser Alter Ego auf unsere Eingabe reagierte. An diesem Feintuning arbeitet City Interactive hoffentlich noch, ebenso wie an den bislang sehr nervig gesetzten Checkpoints. In einer ohnehin ermüdenden Gegnerwellen-Passage gehört es bestraft, auch noch den einzigen Rücksetzpunkt ganz an den Anfang zu setzen!

Enemy Front basiert auf der CryEngine 3 und sieht dementsprechend ordentlich aus, wobei wir insbesondere die schönen Beleuchtungseffekte hervorheben wollen. Die Animationen können da nicht ganz mithalten, auch die Texturen sind weit entfernt von Crysis 3 (GG-Test: 8.5), das auf den gleichen Grafik-Motor zugreift.
Die Möglichkeit zum Snipern darf natürlich nicht fehlen.

Ausblick: Solide statt genial
Enemy Front könnte ein solider Zweiter-Weltkriegs-Shooter werden. Die Gefechte spielen sich gut und lassen kurzweiligen Spaß aufkommen. Jedoch fühlt sich der Schleichaspekt aufgesetzt an. Wir bleiben zudem skeptisch, ob die KI ihre von uns erlebten, wenigen Glanzmomente wiederholen kann. Viel Zeit zum Ändern bleibt City Interactive nicht mehr fürs Tuning, Enemy Front erscheint bereits in zwei Monaten für PC, Xbox 360 und Playstation 3.

Autor: Nico Carvalho // Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)
Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33799 - 22. April 2014 - 16:57 #

Generic title is generic.

Wie auch immer, Kriegs-Shooter mag ich nicht, und daran wird dieses Spiel sicher nichts ändern.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 22. April 2014 - 16:58 #

Huijuiui. Ob das was wird? Ich weiss ja nicht.

rammmses 18 Doppel-Voter - P - 11672 - 22. April 2014 - 17:03 #

Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass sich mal ein Shooter durch ein 2.WK Szenario von der Masse abheben würde^^ Wirklich ansprechend klingt das aber trotzdem nicht.

vicbrother (unregistriert) 22. April 2014 - 18:27 #

Und nun zu etwas völlig neuem! Einem Weltkriegsshooter - wieder ein Spiel welches böse Deutsche gerecht bestraft und das Töten als Funfaktor belohnt...

Maverick 30 Pro-Gamer - - 167029 - 22. April 2014 - 19:10 #

Hört sich nach nem Spiel an, dass man sich mal aus der Videothek ausleiht oder günstig bei nem Sale mitnimmt, wenn man man wieder Bock auf nen WWII-Shooter hat.

Philley 16 Übertalent - 5356 - 22. April 2014 - 19:27 #

Also in 2004?

nova 19 Megatalent - P - 14037 - 23. April 2014 - 8:10 #

Also einem guten WWI- oder auch WWII-Shooter wäre ich nicht abgeneigt. Wäre mal wieder etwas Abwechslung zum Modern-Combat- und Zombie-Einheitsbrei.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64879 - 23. April 2014 - 13:49 #

einem guten - exakt

keimschleim 15 Kenner - 2936 - 23. April 2014 - 15:43 #

WWI-Shooter! Viel zu wenig/gar keine.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21503 - 23. April 2014 - 15:51 #

Was wäre dann Spielinhalt? In Gräben hocken und kämpfen, übers freie Feld rennen und Kugeln ausweichen, Gasangriffen entgehen. Mehr kommt da nicht. Etwas eintönig.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 23. April 2014 - 18:36 #

Ach 1916 - Der unbekannte Krieg hat doch recht gut gezeigt, dass Gräben nicht so eintönig sind, wie es scheint.

Bei Iron Storm hat es mit den Grabenkämpfen auch gut geklappt... war zwar auch viel Fiktion dabei, aber zumindest in der ersten Hälfte vom Spiel wird ja doch recht 1.WK-mäßig gespielt... aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades lauerte da der Tod auch in jedem Graben. Bei dem Remake World War Zero hingegen nicht mehr so, das war ziemlich entschärft ^^.

Und wenn alle Stricke reißen.. Necrovision war 1.Weltkrieg mit Zombies... :D.

vicbrother (unregistriert) 23. April 2014 - 21:45 #

Es gab zum Ende des ersten Weltkriegs von deutscher Seite die Taktik der Stosstruppen. Ich glaube das könnte sehr spannend zu spielen sein, in meiner Vorstellung sogar spannender als viele WK2-Szenarien.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 167029 - 23. April 2014 - 21:49 #

Iron Storm war schon fordernd, aber mir hat er nicht wirklich gefallen, fand den Shooter einfach nur langweilig inszeniert. Ich hab ihn zwar durchgespielt, weil ich gehofft hatte, dass er in den späteren Levels vielleicht noch bissl besser wird, war aber leider nicht der Fall.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21503 - 24. April 2014 - 10:21 #

Necrovision hatte ich gespielt, jedoch wurde es ab Mitte des Spiels langweilig.

Raiger 13 Koop-Gamer - 1294 - 23. April 2014 - 16:18 #

Sicherlich nur ein 0815 Shooter, wie jedes andere Spiel von Ci . Und vielleicht genauso verbuggt wie jedes andere Spiel von City interactive.

seb 13 Koop-Gamer - 1768 - 23. April 2014 - 22:17 #

Sind das denn jetzt Screenshots von Gamersglobal oder sind es Bilder vom Hersteller?

Maverick 30 Pro-Gamer - - 167029 - 23. April 2014 - 22:32 #

Sieht mir von den gezeigten Szenen eher nach Bildern vom Hersteller aus.

Slaytanic 22 AAA-Gamer - P - 32786 - 24. April 2014 - 17:20 #

Sollten Herstellerbilder sein, da oben nichts von "Screenshots sind von GG" steht.

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City Interactive
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