Mobile Gaming: F2P-Spiele werden häufig nur einmal gestartet

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10. April 2014 - 11:25 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Teaserbild zeigt einen Screenshot aus dem Free-to-play-Titel Candy Crush Saga.

Wie die Website Recode mit Verweis auf das Marktforschungsunternehmen Swrve berichtet, werden Free-to-play-Apps auf mobilen Geräten von 19 Prozent aller Benutzer nur ein einziges Mal gestartet. Nach mehr als 24 Stunden bleiben nur noch 34 Prozent der Spieler übrig. Als Grundlage für diese Werte dient eine Analyse des Benutzerverhaltens von mehr als 10 Millionen Teilnehmern. Diese wurden seit dem vergangenen November über einen Zeitraum von 90 Tagen beobachtet, wobei mehr als 30 Spiele in die Berechnungen von Swrve einflossen.

Weitere ermittelte Statistiken betreffen vor allem die beim Free-to-play-Modell üblichen Mikrotransaktionen. So geben Kunden innerhalb der ersten Tage im Durchschnitt 45 Cent im Ingame-Store eines Spiels aus – mit 53 Prozent wird mehr als die Hälfte des Umsatzes aber in der ersten Woche nach dem Download eingenommen. Das wiederum belegt zusätzlich, dass das Interesse an diesen Spielen schon in den ersten Spieltagen stark nachlässt. Hugh Reynolds, CEO von Swrve, fällt für das Verhalten der User der Vergleich mit einem ersten Date ein. Um erfolgreich zu sein, habe man nicht zu viel Zeit.

Die Gründe, dass Free-to-play-Spiele schnell liegen gelassen werden, sind vielfältig. So müssten die Hersteller unter anderem auf die unterschiedlichen Spielertypen reagieren. Beobachte man bei einigen Kunden etwa, dass sie in einzelnen Sektionen länger als gewöhnlich festhängen, müsse man sie mit weiteren Tutorials an die Hand nehmen. Geübte Spieler dürfe man aber nicht unnötig lange aufhalten.

In einer weiteren Marktforschungs-Analyse aus dem Februar dieses Jahres ermittelte Swrve bereits, dass lediglich 2,2 Prozent aller Spieler überhaupt Geld in Free-to-play-Apps ausgeben. Selbst in dieser Gruppe ist es aber nur ein kleiner Teil, der für den Hauptumsatz verantwortlich ist – in Zahlen ausgedrückt sind es 0,22 Prozent, die für 46 Prozent der Umsätze sorgen.

Name (unregistriert) 10. April 2014 - 11:36 #

Weicht jetzt nicht so sehr von F2P am PC ab.

Unregistrierbar (unregistriert) 10. April 2014 - 13:49 #

Ja, kann ich nur bestätigen. Das Geschäftsmodell hat das Problem, dass es vortäuscht, frei spielbar zu sein, wenn auch mit kleinen Einschränkungen. In der Realität sind diese Spiele aber meistens völlig unspielbar ohne Investition echten Geldes, siehe die Stämme oder Anno Online.

Da waren die Demos früherer Zeiten wenigstens ehrlich: spiele 10 Prozent des Spiels, aber wenn du danach noch mehr willst, musst du das volle Produkt kaufen.

Name (unregistriert) 10. April 2014 - 15:02 #

Die von dir genannten Beispiele sind mMn aber auch eher sowas wie die "guten" alten kostenpflichtigen Browserspiele, die schon vor Jahren üblich waren. Und das Geschäftsmodell hat sich kaum geändert. Komm alle paar Stunden wieder oder Zahle, damit es schneller geht. Konnte ich schon damals nicht ab.

Ich dachte dabei eher an "große" F2P-Titel. Wie Planetside 2, Warthunder, World of Tanks, Star Trek Online und Neverwinter. Die sind ohne Geldeinsatz durchaus gut zu spielen, wobei es einem mehr oder weniger oft unter die Nase gerieben wird, dass es mit Echtgeldeinsatz schöner wäre.
Allerdings leben die Titel zum Teil auch davon, dass relativ viele sie spielen, sodass die wenigen zum Zahlen bereite Spieler ebend nicht alleine sind. Man stelle sich nur mal vor WoT würde alle nicht Zahler von den Servern schmeißen. Das Matchmaking wäre sicherlich mist. Und auch in STO oder Neverwinter würde es schwierig werden genug Leute für einen Raid zusammen zu bekommen.

Dennis Hillor 22 AAA-Gamer - P - 32658 - 10. April 2014 - 11:40 #

Wundert mich jetzt net. Ich ken das selber, dass ich ein Spiel starte, merke dass man ohne Geld zu investieren nicht weiter kommt und schmeiss es wieder runter.

GerDirkO 14 Komm-Experte - 1856 - 10. April 2014 - 11:51 #

Genauso mache ich das auch.
Sobald es mir erscheint das es nur als Demo gesehen werden kann, man aber zwangsweise Geld investieren muss, breche ich ab - fühle mich davon leicht verarscht.
Bei anderen Spielen, bin ich dann auch bereit mal ab und an Geld da zu lassen um es zu vereinfachen (Motorsportmanager - MSM, bspw. es geht auch ohne Geld hinzulegen und die Vorteil sind eher Bequemlichkeit fördernd)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21650 - 10. April 2014 - 12:10 #

Gibt ja noch die Spiele, die mit Wewrbung laufen, dafür keinen Shop drin haben. Habe so eines für WinPhone gefunden, was völlig frei in der Funktionalität ist: AE Jewels. Dafür hat jedoch das getestete Bejeweled3 nach 3-4 Leveln eine Zahlschranks drin. Einfach frech.

Kirika 15 Kenner - 3282 - 10. April 2014 - 12:52 #

Spiele viel Bejeweled Blitz oder die Spiele von Nimblebit. Haben zwar auch Mikrotransaktionen, aber man muss sie nicht zwingend benutzen um die Spiele spielen zu können, dauert halt alles nur ein wenig länger :)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24072 - 10. April 2014 - 11:41 #

Die Spiele sind ja auch größtenteils Mist. Verstehe nicht was die Leute an Candy Crush Saga finden, das ist meiner Meinung nach total langweilig. Kein Vergleich zu einem Gameboy mit Tetris oder einer PSP mit Lumines. Hab auch mal spaßeshalber das Candy Swipe ausprobiert, das von King verklagt wurde wegen der Namensähnlichkeit (obwohl es Jahre vorher erschien). Selbst das ist trotz mittelmäßiger Präsentation um Welten besser.

Dominius 17 Shapeshifter - P - 7006 - 10. April 2014 - 12:00 #

Da hast du vollkommen Recht.
Aber die Spiele müssen ja auch nicht lange fesseln, wenn der Großteil in der ersten Woche gemacht wird. Und das auch nur von einer kleinen Minderheit.

Was mich dann aber wundert, ist die hohe Position solcher Titel im Appstore, das kommt mir dann irgendwie seltsam vor.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62817 - 10. April 2014 - 15:35 #

Nicht zu vergessen der ständige Freundezwang oder warten zu müssen wenn alle Leben weg sind.

Der Marian 19 Megatalent - P - 17733 - 10. April 2014 - 12:29 #

Nachvollziehbar. Wenn dann noch die oben genannten Empfehlungen kommen, wie man die Spieler besser bei Stange hält/schröpft, sogar ein Lichtblick, dass das nur so wenig verfängt.

Sancta 15 Kenner - 3160 - 10. April 2014 - 13:51 #

0,22 Prozent der Spieler sind für diese %§*$! verantwortlich? Bitter.

volcatius (unregistriert) 10. April 2014 - 18:12 #

Es gibt halt Spieler, die sich um Geld keine Sorgen machen müssen oder die dadurch etwas kompensieren.
Clash of Clans hat z.B. arabische Clans, bei denen jedes einzelne Mitglied monatlich tausende Dollar raushaut. Und bei dem Spiel kannst du dir mit Geld wirklich alles erkaufen.

Sancta 15 Kenner - 3160 - 10. April 2014 - 19:11 #

Ich würde es auch nicht tun, wenn ich Bill Gates wäre. Mir ist das System zuwider. Allerdings finde ich die Info mit den Clans interessant. Ich kenne auch eine relativ reiche Hausfrau, die für Candy Crush schon hundert Euro ausgegeben hat. Da gab es erstmal einen Anschiss von mir von wegen Hütchenspieler und so ;-)

Tock3r 18 Doppel-Voter - 9904 - 10. April 2014 - 14:09 #

Also ich hab auf meinem Handy noch nie etwas gespielt *Hust*

immerwütend 21 Motivator - P - 29955 - 11. April 2014 - 15:31 #

Mein Handy kann eh nur telefonieren...

Sciron 19 Megatalent - P - 16343 - 10. April 2014 - 14:11 #

Bei der Masse an F2P-Titeln fällt es eben schwer sich irgendwo festzubeissen, da immer irgendein neuer, gehypter Crap lockt. Viele laden's wohl auch einfach als Demoversion runter.

Mad Squ 11 Forenversteher - 669 - 10. April 2014 - 16:08 #

Und wieso machen die dann angeblich alle Milliarden mit dem Mist, der angeblich die Zukunft der Spieleindustrie ist?

Irgendwas passt da doch nicht zusammen...

Larnak 21 Motivator - P - 25882 - 11. April 2014 - 16:15 #

Warum nicht? Das Konzept ist doch genau so ausgelegt. Die Spielerzahlen sind dafür ja auch höher, von den absoluten Zahlen, die ein Spieler bezahlt, steht da nichts und die Spiele sind oft auch nicht gerade aufwändig produziert.

volcatius (unregistriert) 10. April 2014 - 18:07 #

Ich habe mehr als ein Dutzend sogenannte F2P-Spiele (Strategie/Tower Defense) auf dem iPad ausprobiert.
Bis auf eine Ausnahme hatten nach einer kurzen Zeit alle eine unsichtbare Paywall und/oder Zwang zum Grinden, dessen Zeitaufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis stand.

Fängt man an zu zahlen, gerät man in eine Tretmühle - aus den 5 Euro fürs erste Weiterkommen werden beim weiteren Leveln dann 10 Euro etc.

Sämtliche Multiplayer waren pures P2W - man kann alles kaufen, egal ob Rohstoffe, Techniken, Soldaten oder Zeitgewinn.

8wlf6ry (unregistriert) 10. April 2014 - 19:10 #

Das wäre dir reichlich egal, wenn für dich 10€ noch weniger wert wären als dem Normalsterblichen 1cent mehr oder weniger auf dem Konto nach einem Jahr.
Dann würdest du die 10€ einfach rauskloppen ohne drüber nach zu denken.

Craig David (unregistriert) 11. April 2014 - 10:29 #

So würde ich nur denken, wenn ich plane mir einen Tag später das Leben zu nehmen. Es gibt immer besseres, was man mit 10 Euro anstellen kann.

v3to (unregistriert) 10. April 2014 - 19:46 #

also, solch eine studie wird doch erst dann im ansatz interessant, wenn man ein bissel über den tellerrand herausblickt und beispielsweise genres oder vielleicht auch mit der situation im retail-markt vergleicht.

jedesmal, wenn ich solche studien-ergebnisse lese, habe ich gleich studierte leute vor augen, welche sich aus einer liste von selbstverständlichkeiten eine top ten herauspicken und das als große erkenntnis verkaufen. was für eine geldverschwendung.

Jadiger 16 Übertalent - 5049 - 11. April 2014 - 3:43 #

Auf den Smartphones ist ja fast alles F2P inzwischen, was ein großes Problem ist. Es gibt auch soviel Müll auf den Smartphones das ist echt der Hammer. F2P ist ansich nicht schlechtes es gibt genug Spiele die das richtig gut umsetzen. Als Beispiele nenne ich mal Mechwarrior online, Lol, Dota2, Tera, Rift, World of Tanks, PoE usw. Gibt noch viel mehr gute F2P Games auf dem PC, nur auf den Smartphones gibt es einfach soviel Müll. Fast alle der Spiele haben immer irgend welche Mechaniken die es später unabdingbar machen nicht zu zahlen. Smartphone Markt ist halt echt 95% einfach Müll, die restlichen 5% muss man dann erstmal finden.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21650 - 11. April 2014 - 11:39 #

5% sind zu hoch, es geht wohl eher in die 2%

Kollege (unregistriert) 11. April 2014 - 13:37 #

Also bis jetzt hab ich so das Gefühl das unter den sogenannten Walen, die gerne mal mehr ausgeben auch Leute sind die nicht reich sind, dafür aber sehr leicht von Werbung beeinflussbar sind & nicht mit Geld umgehen können.

Als Beispiel gibs da nen Clankollegen mit dem ich damals ab und zu LoL gezockt habe und der hat hunderte von Euronen für Skins ausgegeben.
Er scheint auch nicht grad der hellste zu sein weil er es hinbekommen hat sich fischen zu lassen.

Wenn er es nicht hinbekommt den Account zu verkaufen oder einem Betrüger auf dem Leim fällt dann bleibt er auf den Kosten sitzen.

Außerdem, wen es intressiert, die von extra credits haben ein video darüber gemacht: watch?v=Mhz9OXy86a0

Namelos (unregistriert) 11. April 2014 - 13:48 #

Mit hunderten von Euro bist du noch kein Whale.
Da kommst du hin, wenn es tausende pro Monat sind.

Der Unterschied zwischen deinem Beispiel und den Whales ist, die Whales müssen nicht mehr über Geld nachdenken. Ob jet 1$ oder 10000$, das kann ihnen gleichgültig sein. Sie spielen mit ganz anderen Summen. Da wäre Hönes Glücksspielkonto bestenfalls eine kleiner Zeitvertreib, bei dem ein paar Millionen verbrennen schon mal dazu gehört.

Es gibt aber ebend auch die Menschen, die einfach über Geld nachdenken, auch wenn sie es sollten. Die denken aber generell mal gerne zu wenig oder ihnen fehlt ein wenig das Verständnis. Nicht die hellsten Lichter ebend.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 93713 - 12. April 2014 - 15:04 #

Aha, bei ner kleinen Minderheit sitzt der Geldbeutel also locker? ;)

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